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Sicherheit und Zuverlässigkeit

  • Kai Borgeest
Chapter
Part of the ATZ/MTZ-Fachbuch book series (ATZMTZ)

Zusammenfassung

Der Ausfall von Fahrzeugsystemen kann zu einer Verärgerung des Fahrers führen (das Fahrzeug springt nicht an), die Folgen können aber noch wesentlich weiter reichen. Wenn das Fahrzeug z. B. aufgrund eines Fehlers in der Elektronik ungewollt beschleunigt, hilft oft nur noch eine schnelle Reaktion des Fahrers, um einen schweren Unfall zu verhindern. Beispiele sicherheitskritischer Systeme sind Steer-by-Wire, also die elektronisch vermittelte Lenkung und Brake-by-Wire, die elektronisch vermittelte Bremse. Teile dieser zusammenfassend X-by-wire genannten Techniken sind bereits in heutigen Fahrzeugen integriert, z. B. in Form elektromotorischer Lenkhilfen. Der Entwickler muss Risiken erkennen und so handeln, dass diese minimiert werden. Kommt es durch ein Produkt zu Personenschäden, greift die Produkthaftung durch den Hersteller. Ein grobes Verschulden eines Entwicklers kann für diesen persönlich zu strafrechtlichen Konsequenzen führen. Ungeachtet rechtlicher Konsequenzen sollte es ein persönliches Anliegen sein, andere Personen nicht durch leichtfertiges oder vorsätzliches Handeln zu schädigen. Sicherheit und Zuverlässigkeit sind unterschiedliche, in Einzelfällen sogar widersprüchliche Anforderungen, die trotzdem beide bei einem Fahrzeug erfüllt sein müssen.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2014

Authors and Affiliations

  1. 1.Hochschule AschaffenburgAschaffenburgDeutschland

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