Universitätskolloquien zur Schizophrenie pp 498-499 | Cite as
Behandlung einer akuten Psychose mit Positivsymptomatik (Münster)
Zusammenfassung
Eine 24 Jahre alte Patientin litt seit 1997 intermittierend unter Prüfungsängsten, zeitweise verbunden mit somatischen Symptomen im Sinne einer Somatisierung. Eine spezifische Therapie erfolgte nicht; die Symptomatik remittierte spontan. Im Frühjahr 1999 entwickelte sich ein ängstlich-erregtes depressives Syndrom. Unter einer ambulanten Therapie mit Fluspirilen und tiefenpsychologisch ausgerichteter Gesprächstherapie bildete sich die Symptomatik nach fünf Monaten zurück. Im Mai 2000 trat dann ein euphorisches Syndrom auf, das sich rasch zuspitzte und unmittelbar vor der Aufnahme auch durch Beziehungserleben, Verwirrtheitselemente und raptusartige Handlungen charakterisiert war. Die Aufnahme erfolgte wenige Tage nach Beginn der Krankheitsepisode auf einer geschütztgeschlossenen Station.