Zusammenfassung
Eine der wichtigsten Methoden zur Untersuchung auf beginnende Lungentuberkulose ist die Perkussion. Ihre Resultate sind für die meisten Fälle beginnender Lungentuberkulose von entscheidender Bedeutung. Wenn man sich freilich damit begnügt, einfach durch vergleichende Perkussion festzustellen, welche Lungenspitze einen dumpferen Schall gibt, dann kann es wohl vorkommen, wie Wenzel und Aufrecht (2) so drastisch beschreiben und wie ich es selbst schon zu wiederholten Malen erlebt habe, daß ein Spezialist eine beginnende Lungenspitzentuberkulose links, der andere beim gleichenFall zur selben Zeit eine rechts findet. Es ist ja leider nur allzu wahr, daß die Perkussion trotz ihrer enormen Wichtigkeit eine sehr subjektive Methode vorstellt, so daß die perkutorischen Ergebnisse von zwei verschiedenen Beobachtern kaum je vollständig übereinstimmen. Will man gleiche Resultate erwarten, will man Resultate finden, die ein anderer Beobachter ebenfalls immer wieder bestätigen kann, so muß man sich genau an eine bestimmte Methodik der Perkussion halten. Ob man dabei die Plessimeter-Hammer-Perkussion, die Finger-Plessi-meter-Perkussion, die Finger-Finger-Perkussion übt, ist dafür ziemlich gleichgültig. Ich bevorzuge seit langem die Finger-Finger-Perkussion, wenn ich auch Aufrecht (2) recht geben muß, daß einem bei einer größeren Untersuchungsreihe oft sowohl der Plessimeter-Finger als auch der perkutierende Finger recht empfindlich weh tun können. Aber anderseits möchte ich doch den Tasteindruck nicht missen, den die Finger-Finger-Perkussion zur Unterstützung der akustisch wahrnehmbaren Erscheinungen gibt.
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