Deformation von Rahmentragwerken

  • Leopold Herzka

Zusammenfassung

Der Stabzug (Abb. 84) besitzt starre Knoten; er ist in A und B gelenkig gelagert; eine etwaige Einspannung ist zu berücksichtigen. Infolge irgend einer Belastung verformt er sich und die Knoten 1, 2, 3.... gelangen nach 1′, 2′, 3′....; sie erfahren eine horizontale und eine vertikale Verschiebung. Da die ursprünglichen Knotenwinkel erhalten bleiben müssen, treten Knotendrehungen ein; deren Maß hängt von der Größe der in den Knoten wirkenden Momente ab und von allenfalls vorhandenen Feldbelastungen. Die Summe der Verdrehungswinkel τ, welche in einem im Knoten angenommenen Gelenk auftreten, werde wieder als elastisches Gewicht bezeichnet. Positiven Momenten zugeordnete τ, falls es sich um vertikale Knotenverschiebungen handelt, wirken nach abwärts. Zwischen den Knotenwinkeln „α“im unverformten und jenen α′ im verformten Traggebilde, also den von den Stabsehnen eingeschlossenen Winkeln, besteht die rein geometrische Beziehung
$$ {\alpha_A} + {\alpha_1} + {\alpha_2} + {\alpha_3} + ... + {\alpha_B}={\alpha_{A'}} + {\alpha_{1'}} + {\alpha_{2'}} + {\alpha_{3'}} + ... + {\alpha_{B'}}... $$
(a)
Die Sehnen \( \overline {A1} \) und \( \overline {B3} \) haben sich um ∢ 1 A 1′ = ± γA, ∢ 3 B 3′ = ± γB verdreht.

Copyright information

© Springer-Verlag in Vienna 1948

Authors and Affiliations

  • Leopold Herzka
    • 1
  1. 1.WienÖsterreich

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