Destillation

  • H. Czetsch-Lindenwald

Zusammenfassung

Zur laboratoriumsmäßigen Herstellung des destillierten Wassers kann jeder Kolben in Verbindung mit einem Kühler verwendet werden. Es wird zweckmäßig sein, einen Wasserkühler zu nehmen, doch genügt auch ein Luftkühler, sofern er nur lang genug ist. Als im Werk Oppau der I. G. die Wasserversorgung ausfiel, destillierte man dort auf einem Holzfeuer mit 4 m langen Glasröhren den Bedarf an destilliertem Wasser der analytischen Laboratorien, die vorher mit „fließendem“ Aqua dest. nicht wenig verwöhnt worden waren. Einen recht eleganten Apparat zur Wasserdestillation haben Schott u. Gen. in Jena entwickelt (Abb. 111). Kolben und Kühler dieses Stadler-Apparates sind zu einem Apparat vereinigt und pendelnd aufgehängt. Sobald das Wasser im Kolben einen gewissen Tiefstand erreicht hat, steigt der Kolben in die Höhe und aus dem Kühler tritt solange Wasser in den Dampferzeuger, bis das Gleichgewicht hergestellt ist. Der Apparat, der mit Gas oder auch elektrisch geheizt werden kann, ist auch zur doppelten Destillation, also zur Herstellung von Aqua bidestillata geeignet, doch muß in diesem Fall die Schaltung umgebaut werden. Die Destillierblase wird nicht an den Kühler, sondern an ein Reservegefäß mit destilliertem Wasser angeschaltet.

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Destillation und Filtration

  1. Jacobs, I.: Destillier-Rektifizier-Anlagen und ihre wärmetechnische Berechnung, München, 1950.Google Scholar
  2. Kirschbaum, E.: Destillier- und Rektifiziertechnik, 2. Aufl., Springer-Verlag, Berlin, 1950.Google Scholar
  3. Kufferath, A.: Filtration und Filter, 2. Aufl., Berlin, 1952.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag in Vienna 1953

Authors and Affiliations

  • H. Czetsch-Lindenwald
    • 1
  1. 1.Austria Pan-ChemieWolfsberg in KärntenÖsterreich

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