Eigensicherheit als Grundlage für die Automatisierung in explosionsgefährdeter Umgebung

  • Hans Leopold

Zusammenfassung

Das Risiko einer Katastrophe ausgelöst durch einen elektrischen Funken hat in der Vergangenheit dazu geführt, daß in explosionsgefährdeter Umgebung praktisch keine elektrischen Geräte und Anlagen betrieben wurden. Der Verzicht auf die elektrische (Fern-) Messung nichtelektrischer Größen in explosionsgefährdeter Umgebung bringt große betriebliche Nachteile, sodaß seit Beginn dieses Jahrhunderts Bestrebungen im Gange sind, zumindest im Bereich der Informationstechnik Methoden zu entwickeln, welche es gestatten, Stromkreise und Schaltungen in einer Weise zu errichten, daß sie auch im Fall von Gebrechen keine Explosion verursachen können. Derartige elektrische Betriebsmittel für explosionsgefährdete Bereiche sind Gegenstand der europäischen Norm EN 50014 bis EN 50020. Darin kommt der Schutzart Eigensicherheit besondere Bedeutung zu. Im Gegensatz zu den älteren und aufwendigen Schutzarten wie druckfeste Kapselung oder Fremdbelüftung zeichnet sich die Schutzart Eigensicherheit dadurch aus, daß in einem eigensicheren Stromkreis weder ein thermischer Effekt noch ein elektrischer Funke auftreten können, die die Zündung der explosionsfähigen Atmosphäre verursachen. Diese Schutzart ist nur für Informationssysteme anwendbar, weil die beiden genannten Kriterien eine rigorose Beschränkung der im System verfügbaren (auch gespeicherten) elektrischen Energie erfordern. Bis vor wenigen Jahren war daher die Schutzart Eigensicherheit auf einfache Meßstromkreise beschränkt.

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1986

Authors and Affiliations

  • Hans Leopold
    • 1
  1. 1.TU GrazÖsterreich

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