Zusammenfassung
Wie schon aus früheren Darlegungen zu entnehmen war, sind die Minerale, stofflich betrachtet, oft unrein und unsauber aufgebaut, so daß wir sie—ganz genau genommen—nicht immer als einheitliche stöchiometrische Verbindungen ansprechen können. Die Tatsache häufiger isomorpher Mischungen (s. S. 62 ff), Verwachsungen, Umwandlungen oder Einbau fremder Elemente erweist eine beträchtliche Variationsbreite und erschwert uns die Deutung des Minerals als eine ganz spezifische, chemisch einheitliche Verbindung. Wir nennen solche Kristallisationsprodukte „Kristallverbindungen“. Diesen Umstand müssen wir immer berücksichtigen, wollen wir ein Mineral genau charakterisieren. So ist z. B. der Feldspat chemisch und physikalisch recht verschiedenartig, und wir dürfen ohne spezielle Untersuchungen, genau genommen, nur von einem Mineral der Feldspatgruppe reden.
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Literatur
- 67.Die meisten Elemente bestehen aus zwei oder mehreren Atomarteil. Z. B. ist das Element Fe mit dem Verbindungsgewicht 55,84 aus zwei Atomarten mit dem Atomgewicht 54 und 56 zusammengesetzt, u. zw. in einem stets gleichbleibenden Verhältnis, so daß das Verbindungsgewichl 55,84 ist.Google Scholar
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