Zusammenfassung
Bis Ende des 19. Jahrhunderts dominierten in den Ländern der Habsburger-Monarchie drei Wanderungsbewegungen: erstens die religiös und politisch begründete Zwangsaussiedelung von Protestantinnen und Protestanten, zweitens die unter dem Begriff der Schwabenzüge und Sachsengänge bekannten Saisonwanderungen aus den Alpen- und Karpatenländern und drittens die Zuwanderung nach Wien durch gewerbliche, künstlerische und politische Eliten. Mitte des 19. Jahrhunderts begannen sich die vorindustriellen Wanderungsmuster zu ändern. Dies bedeutete einen starken Anstieg des ausländischen Bevölkerungsanteils in der damaligen österreichischen Reichshälfte. Im Zeitraum zwischen 1850 und dem frühen 20. Jahrhundert stellten die „echten“ Wiener/innen nur mehr eine Minderheit dar.124
Preview
Unable to display preview. Download preview PDF.