Temperaturabhängigkeit der Festigkeitswerte bei ruhender und wechselnder Beanspruchung
Zusammenfassung
Zur Ermittlung der Warmfestigkeitseigenschaften von Stählen bei höheren Temperaturen wird in älteren Untersuchungen vielfach die DVM-Dauerstandfestigkeit, nach DIN 50 117/118 mit DVM-Kriechgrenze bezeichnet, in einem Kurzprüfverfahren bestimmt. Als Wechselfestigkeitswert wird nach dem Wöhler-Verfahren die ohne Bruch ertragbare Wechselspannung für eine vorgegebene Grenzlastspielzahl ermittelt. Nach Abbildung 11 nimmt die DVM-Dauerstandfestigkeit eines Armco-Eisens (59) und eines Chrom-Stahles (60) im Temperaturbereich von 200 bis 500° rasch ab. Die Zugdruckwechselfestigkeit zeigt bis 400° nur eine geringe Änderung und erst oberhalb 400° eine rasche Abnahme. Bei beiden Werkstoffen ist die Wechselfestigkeit für Temperaturen über 300° größer als die DVM-Dauerstandfestigkeit.