Übersicht der verschiedenen Prinzipien des musikalischen Stiles in der Entwicklung der Musik

  • Hermann von Helmholtz

Zusammenfassung

Bis hierher ist unsere Untersuchung rein naturwissenschaftlicher Art gewesen. Wir haben die Gehörempfindungen analysiert, wir haben die physikalischen und physiologischen Gründe der gefundenen Erscheinungen, die Obertöne, Kombinationstöne, Schwebungen aufgesucht. In diesem ganzen Gebiete hatten wir es nur mit Naturerscheinungen zu tun, die rein mechanisch und ohne Willkür bei allen lebenden Wesen ebenso eintreten müssen, deren Ohr nach einem ähnlichen anatomischen Plane konstruiert ist, wie das unsere. In einem solchen Gebiete, wo mechanische Notwendigkeit herrscht und alle Willkür ausgeschlossen ist, kann man auch von der Wissenschaft verlangen, daß sie feste Gesetze der Erscheinungen aufstelle und einen strengen Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung streng nachweise. Wie in den Erscheinungen, welche die Theorie umfaßt, nichts Willkürliches ist, so darf auch in den Gesetzen, unter welche diese Erscheinungen gefaßt werden, in den Erklärungen, die wir ihnen unterlegen, schließlich nichts Willkürliches bleiben. Und solange so etwas noch darin wäre, hätte die Wissenschaft die Aufgabe (wie meistens auch die Mittel), durch fortgesetzte Untersuchungen es auszuschließen.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1913

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  • Hermann von Helmholtz

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