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Die altaischen Völker

  • Heinrich Winkler

Zusammenfassung

Die uralaltaischen oder kurz altaischen Völker haben ihren Namen davon, daß man ihre mutmaßliche Heimat etwa in die Gegend zwischen Ural und Altai versetzte. Sie bilden ein Glied der mongolischen Rasse wie Chinesen, Tibeter, Annamiten, Birmanen und andere Völkergruppen. Darum aber darf man sie keineswegs in besonders nahen Zusammenhang bringen mit anderen Gruppen der mongolischen Rasse, von denen jede von den anderen durch Volkstum und Sprache als besondere Individualität durchaus geschieden ist. So ist der chinesische oder tibetische Sprachstamm ein ganz anderer als der altaische, kann man doch kaum Vermutungen hegen bezüglich des Erwachsens aus einer gemeinsamen Wurzel. Es ist ähnlich wie mit den Gliedern der weißen Rasse, die als Indogermanen, Kaukasier, (Basken,) Semiten usw. volklich und sprachlich streng geschieden sind, in dem Maße, daß man kaum vermutungsweise eine ehemalige Einheit und einen gemeinsamen Ursprung, beispielsweise des indogermanischen und des kaukasischen Sprachstammes (oder der beiden kaukasischen Sprachstämme), annehmen darf.

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Literatur

  1. 1).
    Vgl. z. B. Die Märchen des Siddhi Kür, von Bernhard Jülg. Leipzig 1866.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1921

Authors and Affiliations

  • Heinrich Winkler
    • 1
  1. 1.BreslauPolen

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