Einleitung
Zusammenfassung
Das 19. Jahrhundert hat eine außerordentliche Ausdehnung der historischen Studien hervorgebracht. Der geschichtliche Horizont vergrößerte sich weit über den Umfang der vorher bekannten Gebiete hinaus, und die kritische Forschung erlangte einen vorher nicht erreichten Grad von Exaktheit. Nachdem jedoch die Geschichtschreibung diesen ungeahnten Aufschwung genommen hatte, war der Punkt erreicht, daß nach einer so stürmischen Entwicklung das weite Feld der historischen Tatsachen durchmessen war. Es mußten sich die dadurch frei werdenden Kräfte nach innen wenden, und die Fragen nach dem Wie und dem Wozu des historischen Erkennens mußten sich melden. Überall machte sich in den historischen Wissenschaften das Bedürfnis geltend, ihre methodologischen Grundlagen und Voraussetzungen zu verstehen und zu einer Besinnung über die allgemeinen Ziele und Aufgaben zu gelangen. Diese Bestrebungen trafen zusammen mit der starken Belebung des geschichtsphilosophischen Interesses in der Philosophie selbst, und so sind in den letzten Jahrzehnten die philosophischen Bemühungen um die Geschichte wieder neu und mächtig hervorgetreten.
Literatur
- 1.Wir brauchen im folgenden diesen Terminus in dem Sinne einer inhaltlich bestimmten Geschichtsphilosophie im Gegensatz zur formalen Geschichtsphilosophie, die in erster Linie Geschichtslogik und Methodologie ist. Vgl. Anmerkungen H. Maiers zu Sigwart: Logik. Bd. 2. 5. Aufl. 1924. S. 855f.Google Scholar
- 2.W. B.;,Weltgeschichtliche Betrachtungen“. S. 2f.Google Scholar
- 2.K. Joel: „Jakob Burckhardt als Geschichtsphilosoph“. 1918. S. 54ff.Google Scholar