PVindob. G 16545+17047/38329/38379: Interzessionsgebete, Einsetzungsbericht und Anamnese der Markosanaphora
Zusammenfassung
Abb. Taf. III+IV;175 Editio princeps (ohne das nachträglich von H. Harrauer als zugehörig erkannte Fragment PVindob. 17047) bei Treu und Diethart,176 die eine Datierung ins 6./7. Jh. vorschlugen.177 Eine kommentierte Neuedition dieser Fragmente zusammen mit der Ergänzung von nr. 51 Treu/Diethart mit PVindob. 17047 legte Henner vor.178 Ihre Meinung, daß dieser Anaphorentext nicht als eine spätantike Frühfassung der mittelalterlichen Markosliturgie zu betrachten sei,179 wurde von Brakmann, Eucharistiegebet in allen Punkten widerlegt. Die von ihm herausgestellten Übereinstimmungen scheinen auf eine besondere Nähe des in diesem Papyrus enthaltenen Textes mit derjenigen Rezension der Markosliturgie hinzuweisen, die im Patriarchat der Chalkedongegner sowohl in koptischer als auch in griechischer Sprache unter der Bezeichnung Kyrillosanaphora als Austauschtext herangezogen worden ist.180
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Literatur
- 178.J. Henner, Teile einer altägyptischen Anaphora auf Fragmenten der Wiener Papyrussammlung: ArchLitWiss 35/36 (1993/94) 253–283.Google Scholar
- 180.H. Brakmann, Das alexandrinische Eucharistiegebet auf Wiener Papyrusfragmenten: JbAC 39 (1996) 149–164, dort 160f. Der Zuordnung zur Markosanaphora neigte auch Römer 125 zu.Google Scholar
- K. Treu / J. Diethart, Griechische literarische Papyri christlichen Inhaltes II = Mitteilungen aus der Papyrussammlung der Österreichischen Nationalbibliothek (Papyrus Erzherzog Rainer) N.S. 17 (Wien 1993) nr. 49 und 51. Nachweis der bereits ebd. 93 im Kommentar zu PVindob. 38329/38379 suggerierten, aber in der Numerierung der Fragmente als nr. 49 und 51 nicht berücksichtigten Zusammengehörigkeit der Fragmente bei J. Hammer-staedt, Die Markusanaphora auf Wiener Papyrusfragmenten: ZPE 101 (1994) 69f; vgl. Henner. Teile 255 mit Anm. 8.Google Scholar