Poröse Medien, Grundwasser

  • Jann Strybny

Zusammenfassung

Jetzt kommen wir zu einem mehr oder weniger unsichtbaren Thema, der Strömung in porösen Medien. Der wohl allgegenwärtige Anwendungsfall ist Grundwasser. Solltet ihr doch einmal solches Wasser zu Gesicht zu bekommen, zum Beispiel in eurer gerade voll gelaufenen Studentenbude in Kellerlage (Uninähe, sofort frei, für nur 100 Euro warm), ist es zur Anwendung der nachfolgenden Gesetze zu spät, weil das Wasser ja schon seinen Grundwasserleiter verlassen hat. Wenn ihr euch die Mühe macht, zur Besichtigung von Grundwasser zu einer Höhlenwanderung aufzubrechen, werdet ihr auch etwas sehen, was den Formeln dieses Themas nicht gehorcht. Das durch irgendwelche Spalten rauschende Wasser ist sogenanntes Kluftwasser und lässt sich nicht mehr mit Gesetzen für homogene und isotrope Filter berechnen. Also wichtige erste Erkenntnis: Die Strömungen, die wir hier unter die Lupe nehmen (siehe Cartoon von Olli ein paar Seiten weiter), sind wenig anschaulich. Deswegen oben auch ein Foto ausnahmsweise ganz ohne Wasser. Der Jahresniederschlag variiert in Mitteleuropa im langjährigen Mittel zwischen 13 und 38 1 Wasser pro Sekunde und Quadratkilometer. Es versickern aber in Europa im Jahresdurchschnitt je nach Lage nur etwa 5 bis 10 1 Wasser pro Sekunde und Quadratkilometer im Erdreich und tragen damit zur Neubildung von tatsächlichem Grundwasser bei. Durch den Menschen werden große Mengen Wasser entnommen. Im Gegensatz zum großflächigen Eintrag des Wassers in das Erdreich, erfolgt die Entnahme sehr konzentriert an den Brunnen der Wasserwerke.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2003

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  • Jann Strybny

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