Unabhängige Öffentlichkeit und soziale Bewegungen pp 111-154 | Cite as
Politische Klubs und Unabhängige Initiativen (1988–1989)
Zusammenfassung
In der bisherigen Darstellung wurden die Entstehungsbedingungen von Bürgergruppierungen und freiwilligen Organisationen behandelt, die für die Herausbildung eines informellen Sektors in Polen von zentraler Bedeutung waren. Daneben wurden Mobilisierungsbedingungen von Solidarność als sozialer Sammlungsbewegung erörtert. In diesem Kapitel werden diejenigen freiwilligen Vereinigungen vorgestellt, die Ende der achtziger Jahre vor der Wiederzulassung von Solidarność und dem Beginn der Rund-Tisch-Gespräche in der unabhängigen Öffentlichkeit agierten: Politische Klubs, Verlagsinitiativen und Aktionskomitees. Die Aktivierung des akademischen Milieus, der „Solidarność der Intelligenz“ und der Szene der politischen Klubs erfuhr nach den beiden spontanen Streikwellen vom Mai und August 1988 in Betrieben, Werften und Bergwerken Polens zusätzliche Impulse299.
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Literatur
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- 417.Ebenda; Vgl. dazu auch Interview Nr. I, S. 14.Google Scholar
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- 428.Siehe dazu W. Mackenbach, a. a. O.Google Scholar
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- 432.Vgl. dazu die Interviews A (S. 7 f.), B (S. 6 f.), C vom Okt. 1989, S. 3 f., 5 f.Google Scholar
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- 446.Interview mit Ca vom 20. 11. 1990, S. 11.Google Scholar
- 447.Erklärung von Mitgliedern des Klubs „Dzigkania”: „Grundlegende Veränderungen in der Situation des Landes haben auf natürliche Weise den Prozeß der Entstehung-auch innerhalb von Dzigkania-neuer politischer Initiativen beschleunigt. Wir denken, daß jede dieser Initiativen auf eigene Rechnung arbeiten soll. Die bisherigen Ergebnisse des Klubs bleiben das gemeinsame Erbe aller Leute und Milieus von Dzigkania. Sie sind aber ein abgeschlossenes Kapitel. Wir drücken die Überzeugung aus, daß der Klub poli-tischer Ideen ”Dzigkania“ in der heutigen Situation seine Tätigkeit, die besonders fruchtbar in den Jahren 1984–1988 war, beenden sollte”. Warschau, 12. Oktober 1989 St. Stomma, M. Gadzala, A. Grajewski, P. Hertz, W. Lewandowski, J. Reiter, A. Rybicki, T. Syryiczyk, W. Trzeciakowski, T. Wolek, J. Zulawski (Zycie Warszawy vom 18. 10. 1989). In einem Nachtrag unterzeichnete auch A. Hall diese Stellungnahme.Google Scholar
- 448.Siehe hierzu die Erklärung von P. Hniedziewicz, J. Mikke, A. Urbanski u. a. vom 18. 10. 1989: Dzigkania sollte in seiner Form als Klub politischer Ideen aufrechterhalten werden (Auszug in Zycie Warszawy vom 19. 10. 1989).Google Scholar
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- 454.Vgl. D. McAdam/ J.D. McCarthy/ M. N. Zald, Social Movements, a. a. 0., S. 729.Google Scholar
- 460.Vgl. dazu die vervielfältigten Protokolle von Diskussionsveranstaltungen vom 30. 9. 88 (“Granice kompromisu”), vom 20. 10. 88 (“Co to znacy NSZZ Solidarnosc dzisiaj-etos a praktyka zycia spolecznego i publicznego”), vom 27. 10. 88 (Spoleczenstwo i kultura. NOW-a 1977–1988 i co dalej?“) oder vom 17. 11. 88 (”Spoleczne, zwi4zkowe, polityczne koszty reformy gospodarczej“).Google Scholar
- 461.Meinungsbildungsprozesse von fokusbildender Bedeutung sollen hier im Anschluß an S. Feld (The Focused Organization of Social Ties, a. a. 0., S. 1015 ff.) bestimmt werden. Dabei kann es sich um gemeinsame Aktivitäten oder neue politische Ideen von Gruppen, Personenzirkeln oder politischen Netzwerken handeln, die sich an einem Ort des Erfahrungsaustauschs kristallisieren, wie dies für die „zweite Öffentlichkeit“ in Polen 1988/89 in kirchlichen Versammlungsräumen oder in der Warschauer Universität häufig der Fall war.Google Scholar
- 462.Siehe die Debatten über die Bedeutung eines politischen Pakts in Polen, der Streiks vom Sommer 1988, Perspektiven des Rund-Tisch-Dialogs und das Ethos der Linken in Polen, die im Umfeld der Gruppe „Reform und Demokratie“ geführt wurden. Thesen und Positionspapiere wurden in der Zeitschrift „Dwadziescia Jeden“ (Zeitschrift „21”), Nr. 9/10, Warszawa 1989 veröffentlicht. Bei Dwadziescia Jeden handelte es sich um eine Zeitschrift, die an Ideen des Danziger Abkommens von 1980 anknüpft. Ferner: P. Marciniak/ W.Wesolowski, Pakt spoleczny-dynamika i konsolidacja, in: Krytyka 1989, H. 31, S. 5 ff.Google Scholar
- 465.Interview mit Marcin Król, in: Kommune, a. a. O., S. B.Google Scholar
- 466.Siehe dazu auch die programmatischen Überlegungen für eine aufgeklärte moderne politische Kultur Polens aus der neokonservativen Sicht von Sprechern der Initiative „Res Publica“ (M. Król, P. Spiewak u. a.) oder von aktiven Mitgliedern aus dem Klub Dzigkania.Google Scholar
- 467.Interview B vom September 1989, S. 4.Google Scholar
- 468.Siehe Gazeta Wyborcza vom 11. 7. 1989.Google Scholar
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