Pierre Bourdieu: Das Politische seiner Soziologie

Zur Einführung
  • Uwe H. Bittlingmayer
  • Rolf Eickelpasch

Zusammenfassung

Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Werk Pierre Bourdieus ist im deutschsprachigen Raum in der letzten Zeit merklich zurückgegangen. Darüber kann auch die Vielzahl von Nachrufen und Würdigungen nach dem Tod Bourdieus nicht hinwegtäuschen. Zwar war schon Mitte der achtziger Jahre aus dem „Geheimtipp Bourdieu“ ein „soziologischer Klassiker“ geworden (vgl. u.a. Honneth 1984; Bourdieu et al. 1986), doch führt die bourdieu-sche Perspektive auf die soziale Welt auch in den soziologischen Teildisziplinen, für die sie unmittelbar anschlussfähig ist (Bildungssoziologie, Kultursoziologie, Soziologie sozialer Ungleichheit, politische Soziologie), nach wie vor ein randständiges Dasein jenseits des eigentlichen Mainstream. Zu hartnäckig waren — und sind in der Regel bis heute — die Missverständnisse, mit denen Bourdieus theoretischen Konzepten und empirischen Befunden begegnet wird.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2002

Authors and Affiliations

  • Uwe H. Bittlingmayer
  • Rolf Eickelpasch

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