Kibbutz und Kollektiverziehung pp 163-212 | Cite as
Sozialisation in der Adoleszenz- und Jugendphase
Zusammenfassung
In den Publikationen zur Kibbutzerziehung ist bis Anfang der 80er Jahre zumeist nur zwischen „Kindheit“ und „Jugend“ differenziert worden; entsprechend wurde von Kindergemeinschaft (chewrath yeladim) und Jugendgesellschaft (youth society) gesprochen (vgl. z.B. Alon, 1973). Seit den 80er Jahren wird von den Soziologen der Kibbutzbewegung jedoch eine weitere Differenzierung vorgenommen; nunmehr wird zwischen „Kindheit“ (bis zum Alter von ca. 12 Jahren),„Adoleszenz“ (ca. 13 bis ca. 18 Jahre) und „Jugend“ (ca. 19 bis ca. 30 Jahre) unterschieden (z.B. bei Dar, 1990a; Avrahami, 1995). Diese Unterscheidungen sind notwendig geworden, weil sich — bedingt durch den Strukturwandel des Kibbutz und durch Einflüsse von außen — insbesondere seit den 80er Jahren eine lange Übergangsphase zwischen dem Ende der Highschool und dem vollen Erwachsenenstatus, der durch dauerhafte Berufstätigkeit und Familiengründung gekennzeichnet ist, herausgebildet hat. Deshalb wird die Sozialisation in der Adoleszenz und in der Jugendphase nachfolgend in eigenen Teilkapiteln behandelt. Aus sprachlichen Gründen werden wir jedoch die älteren Adoleszenten (16 bis 18 Jahre alt) auch als Jugendliche bezeichnen und die älteren Jugendlichen, die den Armeedienst absolviert haben, auch als junge Erwachsene.
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