Innovative kommunale Wirtschaftsförderung pp 113-125 | Cite as
Empfehlungen für eine Effizienzsteigerung der kommunalen Wirtschaftsförderung
Zusammenfassung
Die bisherigen Ausführungen haben die externen und internen Einflußfaktoren aufgezeigt, die die Wirtschaftsförderung der deutschen Städte und Gemeinden bestimmen. Es wurde deutlich, daß die zunehmende Spürbarkeit des europäischen Binnenmarktes und der sektorale Strukturwandel auf der einen, sowie die anhaltenden finanziellen Engpässe in den Kommunalhaushalten auf der anderen Seite einen starken Anpassungsdruck ausüben. Die kommunale Wirtschaftsförderung als Mittler zwischen Verwaltung und Unternehmen kann - bei effizienter Aufgabengestaltung — großen Einfluß auf die Anpassung der örtlichen Wirtschaft auf die genannten Veränderungen haben. Auch wenn die kommunale Wirtschaftsförderung selbst keine Finanzmittel oder Subventionen an die Unternehmen ausgeben darf, bieten die Möglichkeiten der Wirtschaftsförderung großen Spielraum. Nach wie vor besteht in der Beeinflussung materieller Standortfaktoren, wie z.B. in der Gewerbeflächenpolitik, eine zentrale Aufgabe. Zusätzlich gewinnen aber „klimatische“, also im weitesten Sinne weiche, Faktoren an Bedeutung. Hierauf weisen nicht nur die aktuellen theoretischen Konzepte zur Regionalentwicklung hin, sondern die empirischen Befunde der Unternehmen bestätigen das. Zu diesen auch als Fühlungsvorteile bezeichneten „weichen“ Standortfaktoren zählen z.B. die Geschwindigkeit, mit der Unternehmensanträge bearbeitet oder Genehmigungen beschieden werden, das Engagement der Wirtschaftsförderung bei der Beseitigung von Investitionshemmnissen und bei Herstellung von Kontakten und Beziehungen zwischen allen lokalen und regionalen, bisweilen auch überregionalen Akteuren.
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