Individuelle Freiheiten — heterosexuelle Normen pp 182-204 | Cite as
Marianne W.: Ein lesbischer Lebensentwurf als Versuch heterosexueller Männlichkeit
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Zusammenfassung
Die biographische Erzählerin, im Folgenden Marianne W. genannt, lebt allein in einer mittelgroßen Stadt in Nordrhein-Westfalen. Zur Zeit der zwei durchgeführten Interviews absolviert Marianne W. eine Umschulung zur Steuerfachgehilfin. Sie arbeitet zuvor als Verwaltungsangestellte, zunächst mehrere Jahre in einer Kaufhausverwaltung, anschließend längere Zeit in einer Spedition und als Taxifahrerin. Mehrere Jahre ist sie nebenberuflich DJ in einer Lesbendisco.
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Literatur
- 42.LesbendiscoGoogle Scholar
- 43.Bei Aretha Franklin heißt es: „You make me feel like a natural woman”. Butler greift diesen Text in „Imitation und Aufsässigkeit der Geschlechtsidentität” (1996) auf, um die Performativität von Geschlechtsidentität zu erläutern.Google Scholar
- 44.Ulrich Sachsse, der sich mit Psychodynamik und Persönlichkeitsstrukturen im Zusammenhang mit frühkindlich erfahrenen Traumatisierungen befasst, macht auf die Folgen von Misshandlung und Vernachlässigung aufmerksam: „Aus der ohnmächtigen Symbiose geschieht eine frühe Flucht in die Autarkie. Die Notreifung (Ferenczi 1932) bedingt, daß Leistung, Kompetenz, Denken und Autarkie narzistisch hoch besetzt werden. Daraus resultiert ein Größen-Selbst und ein IchIdeal, je nach Entwicklungsstufe, das faschistoide Züge trägt: ‚Zäh wie Leder, hart wie Kruppstahl, schnell wie die Windhunde (Theweleit 1977). Dieses Ideal ist allerdings nicht auf den Körper bezogen, sondern auf eine allgemeine Lebenstüchtigkeit, aber von vergleichbarer Härte und Gnadenlosigkeit. Die symbiotischsüchtigen Selbst-Anteile drohen stets durchzubrechen und müssen abgespalten und gegenbesetzt werden‘ (Sachsse 1997: 44).Google Scholar
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