Frankreich nach dem Zweiten Weltkrieg

  • Wichard Woyke

Zusammenfassung

Die Rettung Frankreichs erfolgte am 25. August 1944 mit der Befreiung von Paris. An diesem Tag nahm die Provisorische Regierung unter der Führung General de Gaulles ihre Arbeit auf. Frankreich stellte sich nun als Siegermacht dar; jedoch sollte sich dieser Sieg als Pyrrhus-Sieg erweisen. Das Land war durch den Krieg und die deutsche Besatzung ökonomisch geschwächt, demographisch dezimiert und politisch gespalten. Einmal war das Land politisch aufgeteilt in die Kräfte, die die Provisorische Regierung de Gaulle unterstützten und eher konservativ ausgerichtet waren, und zum anderen in jene Kräfte, die aus der inneren Résistance kamen und unter denen die Kommunisten wiederum eine starke Stellung besaßen. Schließlich war das Land politisch weiter gespalten in diejenigen politischen Kräfte, die am inneren und äußeren Widerstand teilgenommen hatten, und jene, die im Vichyregime unter Marschall Pétain und Premierminister Laval mit Hitlerdeutschland kooperiert hatten. Darüber hinaus hatte sich eine heftige parteipolitische Polarisierung herausgebildet, wobei die starke Kommunistische Partei im Rahmen des sich nach 1947 voll entwickelnden Ost-West-Konflikts eine besondere Bedeutung erlangen sollte.

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Anmerkungen zu Kap. I

  1. 1.
    Gilbert Ziebura: Die deutsch-französischen Beziehungen seit 1945 — Mythen und Realität, Pfullingen 1970, S. 43.Google Scholar
  2. 2.
    abgedruckt in Jürgen Schwarz: Der Aufbau Europas — Pläne und Dokumente, Bonn 1980, S. 108.Google Scholar
  3. 3.
    vgl. dazu Wichard Woyke: Erfolg durch Integration — Die Europapolitik der Benelux-Staaten von 1947 bis 1969, Bochum 1985, S. 94 ff.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1987

Authors and Affiliations

  • Wichard Woyke

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