Angewandte Forschung der Theorie der Einbindung des Eigentumsystems in das Strategische Management der mittelständischen Familienunternehmung

  • Joachim Schmidt

Zusammenfassung

Die Frage nach dem Ablauf der Wirklichkeitserzeugung gewinnt in der Strategischen Management-Forschung seit einiger Zeit an Gewicht1,2. Die Forschung ist bemüht, diesen als „missing link“ bezeichneten Aspekt des strategischen Managements zur Diskussion zu bringen3. Die Dimension der Interpretation ist für die vorliegende phänomenologische Untersuchung zentral und rückt die Kognition in das Zentrum der Argumentation4. Die Theorie arbeitet mit „(k)ognitiyen Beschreibungen von Organisationen ...“5 Untemehmungssteuerung wird zu einer kognitiven Kategorie6,7. So ist die Aufgabe des Managements die der Interpretation8. Der auf die Gesamtorganisation bezogene Teil der Steuerung formt zumindest legitimierend9 die Interpretation für das System als Ganzes10.

Literatur

  1. 1.
    Vgl. Schwenk, C.R. (1988), S.41, S.53; vgl. Ginsberg, A. (1989), S.418; vgl. Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.24ff., S.161.Google Scholar
  2. 2.
    Dennoch bleibt festzuhalten, daß eine Kognitionsperspektive in bezug auf die Gesamtheit der Veröffentli-chungen der Strategischen Managementliteratur eher selten berücksichtigt wird (vgl. Stubbart, C.I. (1989), S326).Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. Stubbart, C.I. (1989), S.329.Google Scholar
  4. 4.
    Vgl. ähnlich Stubbart, C.I. (1989), S.331; vgl. Weick, K.E. (1979), S.44f.Google Scholar
  5. 5.
    Weick, K.E. (1979), S.41, übersetzt durch den VerfasserGoogle Scholar
  6. 6.
    Vgl. Lord, R.G. (1985), S.105.Google Scholar
  7. 7.
    Mit der kognitiven Justierung werden ökonomische Überlegungen von ihrer originären Stellung für Steuerungserwägungen verdrängt (in loser Anlehnung an Schirmer, F. (1993), S.69).Google Scholar
  8. 8.
    Vgl. Daft, R.L., Weick, K.E. (1984), S.294.Google Scholar
  9. 9.
    Normalerweise wird davon ausgegangen, daß das auf die Gesamtorganisation bezogene Management (“Top-Management”) Interpretationen signifikant vollzieht. Es steht im Zentrum organisationalen Wandels und beeinflußt die Interpretationen anderer (vgl. Isabella, L.A. (1990), S.9f, S.34). Diese Sicht wird nur selten kritisiert (vgl. fir eine Ausnahme Weick, K.E. (1979), S.71).Google Scholar
  10. 10.
    Vgl. Daft, R.L., Weick, K.E. (1984), S.285. Weick notiert: “Because managers traffic so often in images, the appropriate role for manager may be evangelist rather than accountant.” Weick, K.E. (1979), S.42Google Scholar
  11. 11.
    Vgl. Anderson, C.R., Paine, F.T. (1975), S.811ff.Google Scholar
  12. 12.
    Stubbart arbeitet heraus, daß bereits in dem für die Strategische Management-Forschung zentralen Werk von Schendel, D.E., Hofer, C.W. (Hg.) (1979) der Aspekt der Kognition enthalten war, dann im weiteren Fortgang der Disziplin aber vernachlässigt wurde. Den Grund dafür sieht er in der einseitigen Betonung der Rationalperspektive im Werk von Schendel/Hofer im Sinne der Nutzenmaximierungshypothese und einer damit einhergehenden Mathematisierung der Forschungsbemühungen (vgl. ausführlich Stubbart, C.I. (1989), S.325ff.).Google Scholar
  13. 13.
    Vgl. Isabella, L.A. (1990), S.7; vgl. Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.161.Google Scholar
  14. 14.
    Vgl. Weick, K.E. (1979), S.42; vgl. Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.25; vgl. ergänzend Schirmer, F. (1992), S.165f., vgl. darüber hinaus S.126ff.Google Scholar
  15. 15.
    Vgl. Obring, K. (1992), S.57.Google Scholar
  16. 16.
    Vgl. Daft, R.L., Weick, K.E. (1984), S.285; vgl. Schwenk, C.R. (1989), S.182.Google Scholar
  17. 17.
    Vgl. Schwenk, C.R. (1988), S.42; vgl. ergänzend Kernstock, J. (1995), S.58. Dennoch werden beide Perspektiven in der kognitiven Organisationstheorie nicht immer sorgfältig differenziert (vgl. z.B. Weber, F. (1991), speziell S.102).Google Scholar
  18. 18.
    In diesem Sinne spricht Ginsberg von einem “ sociocognitive model of organizational dynamics…” Gins-berg, A. (1989), S.419Google Scholar
  19. 19.
    Vgl. z.B. die Ausarbeitung einer sozialkognitiv begründeten managementbezogenen Organisationstheorie bei Wood, R., Bandura, A. (1989), S.361ff.Google Scholar
  20. 20.
    Daft/Weick begründen diese Sichtweise unter Rekurs auf die einflußreichen Aufsätze von Pondy/Mitroff und Boulding. Boulding erarbeitet eine neunstufige Systemtypologie als eine neunstufige Ordnung zunehmender Komplexität. Anhand der Ordnung Bouldings betonen Pondy/Mitroff, daß, obwohl soziale Systeme im Bereich der achten Stufe der Boulding-Typologie anzusiedeln sind, gängige Organisationsmodelle diese Stufe bei weitem nicht erreichen. Nach Daft/Weick durchbricht die kognitive Organisationstheorie diese Limitierung und ermöglicht Formulierungen mit höherem empirischen Gehalt (vgl. Daft, R.L., Weick, K.E. (1984), S.284f., S.293; vgl. Pondy, L.R., Mitroff, J.J. (1979), S.3ff., speziell S.9; vgl. Boulding, K.E. (1956), S.I97ff.).Google Scholar
  21. 21.
    Vgl. Stubbart, C.I. (1989), S.325; zu einer knappen empirischen Referenz vgl. Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.161f.Google Scholar
  22. 22.
    Vgl. im Rahmen der kognitiven Diversifikationsforschung Ginsberg, A. (1989), 5.417£Google Scholar
  23. 23.
    Vgl. Stubbart, C.I. (1989), S.329.Google Scholar
  24. 24.
    Gioia/Manz betonen, daß die hohe Komplexität der Kognitionsproblematik ein Grund daffir sein kann, daß die Verbindung von Kognition und Verhalten in der Organisationstheorie bislang wenig Aufmerksamkeit gefunden hat (vgl. Gioia, D.A., Manz, C.C. (1985), S.536).Google Scholar
  25. 25.
    Vgl. Weber, F. (1991), S.107f.Google Scholar
  26. 26.
    Überrascht zeigt sich jedoch Ginsberg, A. (1989), S.418.Google Scholar
  27. 27.
    So lautet der Aufsatztitel von Ranson, S., Hinings, B., Greenwood, R (1980), S.lff., übersetzt durch den Verfasser.Google Scholar
  28. 28.
    Diese Differenzierung stellt ab auf “… eine Art ‘Schichtenbetrachtung der Organisation…, die zwischen Oberflächenstrukturen und Tiefenstrukturen unterscheidet…” Kirsch, W. (1992), S.133Google Scholar
  29. 29.
    in Umkehrung der Argumentation bei Weber, J. (1985), S.150Google Scholar
  30. 30.
    Vgl. - obwohl mit einigen grundlegenden Differenzen im Theorieansatz - Kirsch, W. (1992), S.133f.; vgl. zusätzlich Kirsch, W. (1984), S.666, S.989; vgl. zusätzlich und implizit Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.106, 5.145, Fn.94.Google Scholar
  31. 31.
    Vgl. zusätzlich Daft, R.L., Weick, K.E. (1984), S.285f.Google Scholar
  32. 32.
    Ranson, S., Hinings, B., Greenwood, R. (1980), S.4, im Original teilweise kursivGoogle Scholar
  33. 33.
    Die Schematheorie ist zwar ein Konstrukt der kognitiven Psychologie, sie fmdet aber zusehends in der Organisationstheorie Verbreitung (vgl. Schuh, S. (1989), S.I63, S.205; vgl. Weber, F. (1991), S.50, S.59; vgl. Schirmer, F. (1992), S.I65ff.). Ein zum Schemabegriff häufig synonym verwandter Ausdruck ist der des “sozialen Konzepts” (vgl. Schirmer, F. (1992), S.150).Google Scholar
  34. 34.
    Relativ unproblematisch gelingt der Anschluß der kognitiven Organisationsforschung an den Radikalen Konstruktivismus, da auch dieser die Schematheorie in seinen Bezugsrahmen aufgenommen hat (vgl. z.B. Glaserfeld, E. v. (1987a)).Google Scholar
  35. 35.
    “… (S)chemes… reveal deep-seated basis of orientation which operate in every encounter in organizations asGoogle Scholar
  36. 36.
    Diese Sichtweise läßt sich in ähnlicher Art bei Schwenk lokalisieren: “Many organizational decisions are the result of standard operating procedures and programmes. When the decisions cannot be handled by such procedures, the search for solutions follows particular patterns which are influenced by organizational routines.” (Schwenk, C.R. (1989), S.180, im Original teilweise kursiv) Eine derartige Interpretation bestätigt auch die (technologische) Innovationsforschung: Die Unternehmungen sind bestrebt, “… vor allem solche technischen Neuerungen einzuführen, bei denen sie auf ihrer bisherigen Routine aufbauen können und nicht vollständig von ihr abweichen müssen…” Leder, M. (1990), S.4Google Scholar
  37. 45.
    “A role must be understood… as a program… for determining the courses of action to be taken over the range of circumstances that arise.” Simon, H.A. (1964/65), S.13, im Original teilweise kursiv, vgl. zudem S.14. Der Begriff der Rolle ist demnach nicht im Sinne der Tradition individualistisch zu deuten (vgl. hingegen z.B. Ortmann, G. (1976), S.74). Er ist für selbstreferentielle Systeme allgemein reserviert.Google Scholar
  38. 46.
    In der kognitiven Organisationstheorie werden obigen Überlegungen widerstreitend Rollen z.T. von Schemata in subsumierender Weise abgegrenzt (vgl. z.B. Gioia, D.A., Poole, P.P. (1984), S.457).Google Scholar
  39. 47.
    Vgl. mit empirischen Verweisen vertiefend Schirmer, F. (1992), 5.149E Lord betrachtet Schemata als “kategoriale Prototypen” (vgl. Lord, R.G. (1985), S.89).Google Scholar
  40. 48.
    Schütz, A. (1991), S.IIOf.; Schemata können also immer auch Leerstellen aufweisen (vgl. Schirmer, F. (1992), S.150).Google Scholar
  41. 49.
    In Anlehung an Ireland, RD., Hitt, M.A., Bettis, RA., Auld de Porras, D. (1987), S.470; vgl. implizit Schirmer, F. (1992), S.166.Google Scholar
  42. 50.
    Vgl. Shaw, J.B. (1990), S.627.Google Scholar
  43. 51.
    Vgl. Ranson, S., Hinings, B., Greenwood, R. (1980), S.5.Google Scholar
  44. 52.
    Die kognitive Organisationstheorie findet hier Anschluß an den sozialen Konstruktivismus. Dort heißt es: “Ein Schema unserer Erfahrung ist ein Sinnzusammenhang unserer erfahrenden Erlebnisse…” Schütz, A. (1991), S.109, im Original kursivGoogle Scholar
  45. 53.
    Vgl. Schirmer, F. (1992), S.166.Google Scholar
  46. 54.
    Das wird jedoch bisweilen in der kognitiven Organisationstheorie behauptet: “Managers operate on mental re presentations of the world…” Kiesler, S., Sproull, L. (1982), S.557; vgl. Schirmer, F. (1992), S.150; vgl. Weber, F. (1991), S.45. Diese Einsicht gilt dann gleichermaßen fir noch zu erwähnende Unterarten von Schemata, wie z.B. “kognitive Landkarten” (vgl. fir deren repräsentationistische Deutung Fischer, K. (1989), S.28).Google Scholar
  47. 55.
    Vgl. Ireland, R.D., Hitt, M.A., Bettis, R.A., Auld de Porras, D. (1987), S.471.Google Scholar
  48. 56.
    Die kognitive Organisationsforschung spricht hier auch von “Wissensstruktur”, was strenggenommen zu einer begrifflichen Dopplung des Sachverhalts Mint. Wissen ist Struktur und anders fir kognitive System gar nicht möglich (vgl. zur Einordnung des Schemabegriffs in den Bereich des Wissens Schirmer, F. (1992), S.150).Google Scholar
  49. 57.
    Lord, R.G. (1985), S.93Google Scholar
  50. 58.
    Vgl. Schmidt, S.J. (1994), S.33.Google Scholar
  51. 59.
    Schemata enthalten eben nicht Vorurteile neben anderem (so lautet aber offenkundig die Auffassung bei Ireland, RD., Hitt, M.A., Bettis, RA., Auld de Porras, D. (1987), S.469).Google Scholar
  52. 60.
    Daher gilt ebenfalls fir die Organisation: “It is impossible to avoid bias in the perception of a socially constructed reality…” Martin, J., Siehl, C. (1983), S.56Google Scholar
  53. 61.
    Vgl. Weick, K.E. (1979), S.49; vgl. weniger explizit Schirmer, F. (1992), S.150.Google Scholar
  54. 62.
    Schütz, A. (1991), S.112f., im Original teilweise kursiv; vgl. Isabella, L.A. (1990), S.33; vgl. Weber, F. (1991), S.57. Deutlich wird, daß es reine Erstmaligkeit fir kognitive Systeme nicht geben kann, könnte doch das Ereignis in keiner Weise mit retinierter Erfahrung in Verbindung gebracht werden (vgl. Blaseio, H. (1986)). Ein Stimulus kann ohne Schema nicht wahrgenommen werden (vgl. anderer Meinung Schuh, S. (1989), S.184, ohne aber zu zeigen, wie dies dann möglich wäre).Google Scholar
  55. 63.
    Ohne Schemata werden Organisationen nicht nur paralysiert (so aber Ireland, R.D., Hitt, M.A., Bettis, R.A., Auld de Porras, D. (1987), S.470). Sie sind dann schlicht unmöglich.Google Scholar
  56. 64.
    Der Ansatz der Schematheorie verweist letztlich auf die stammesgeschichtliche Deutung der Anschauungsformen durch die Evolutionäre Erkenntnistheorie.Google Scholar
  57. 65.
    Schmidt, S.J. (1994), S.168; so folgt ebenfalls: “Die Grenzen eines sozialen Systems sind emotional…” Porte-le, G. (1994), S.125Google Scholar
  58. 66.
    Vgl. - ohne Hinweis auf Selbstreferenz - Ranson, S., Hinings, B., Greenwood, R. (1980), S.5, Aufsatz noch nicht registriert; vgl. Schuh, S. (1989), S.169.Google Scholar
  59. 67.
    Es ist demnach epistemisch nicht korrekt, wenn Kiesler/Sproul in Schemata Strukturen erblicken, “… against which new information is tested for relevance…” Kiesler, S., Sproull, L. (1980), S.557; bereits Arieti notiert: “Sensory-perceptual data undergo some kind of organization as soon as they are experienced.” Arieti, S. (1965), S.109; vgl. ergänzend Schmidt, S.J. (1994), S.170.Google Scholar
  60. 68.
    Vgl. Weick, K.E. (1979), S.51; vgl. Schuh, S. (1989), S.173; vgl. Ireland, R.D., Hitt, M.A., Bettis, R.A., Auld de Porras, D. (1987), S.470.Google Scholar
  61. 69.
    Vgl. Schirmer, F. (1992), S.166.Google Scholar
  62. 75.
    Diese Einsicht kennt vor allem die Organisationskulturforschung (vgl. zur kulturgeprägten Perzeptionsrich-tung von Organisationen Bleicher, K. (1988), S.100).Google Scholar
  63. 76.
    Anderer Meinung sind Daft/Weick, die “Scanning” von “Interpretation” unterscheiden (vgl. Daft, R.L., WeickGoogle Scholar
  64. 77.
    Vgl. Lord, R.G. (1985), S.IOI; vgl. Schuh, S. (1989), S.173. Schütz schreibt: “… (E)in erfahrendes Erlebnis von einem Gegenstand konstituiert sich mit einem ihm vorhergegangenen Erlebnis von diesem Gegenstand nur dadurch zur Synthese der Erfahrung von diesem Gegenstand, daß das ‘spätere’ Erlebnis in einem Jetzt erlebt wurde, dessen So durch die Retention des vorvergangenen erfahrenden Erlebnisses von diesem Gegenstand mitbestimmt wird.” Schütz, A. (1991), S.105f.Google Scholar
  65. 78.
    Vgl. Walsh, J.P. (1988), S.873.Google Scholar
  66. 79.
    Es darf keinesfalls der Eindruck entstehen, unter Rekurs auf die organisationale Schematheorie könnte die or-ganisationale Kognition umfassend erklärt werden. Die Systemtheorie betont, daß bei allen systemisch beobachtbaren Effekten System und Umwelt immer zusammenwirken. So kann auch die Kognition einer Organisation nicht ohne Kognition seiner im zugrunde liegenden psychischen Systeme umfassend verstanden werden. Warnende Hinweise finden sich bereits bei Yinger, J.M. (1960), S.628.Google Scholar
  67. 80.
    Vgl. Daft, R.L., Weick, K.E. (1984), S.291.Google Scholar
  68. 81.
    “Understanding a situation involves a search of one’s memory to draw upon previous situational experiences similar to the present one…” Gioia, D.A., Poole, P.P. (1984), S.450Google Scholar
  69. 82.
    Vgl. Gioia, D.A., Poole, P.P. (1984), S.454.Google Scholar
  70. 83.
    Vgl. (gelegentlich mit bezug auf Skripte als eine noch zu erläuternde spezielle Form von Schemata) Lord, R.G. (1985), S.93; vgl. Gioia, D.A., Manz, C.C. (1985), S.529; vgl. Schirmer, F. (1992), S.152; vgl. Weber, F. (1991), S.100; vgl. Schmidt, S.J. (1994), S.168f.Google Scholar
  71. 84.
    Vgl. - obwohl auf Skripte bezogen - Gioia, D.A., Manz, C.C. (1985), S.529; vgl. Gioia, D.A., Poole, P.P. (1984), S.452, S.453.Google Scholar
  72. 85.
    Vgl. ähnlich Daft, RL., Weick, K.E. (1984), 5.291£ In stereotyp wahrgenommenen Situationen laufen Sche-mata eher automatisch ab (vgl. Gioia, D.A., Poole, P.P. (1984), S.454).Google Scholar
  73. 86.
    Ranson, S., Hinings, B., Greenwood, R. (1980), S.6; vgl. Leblebici, H., Marlow, E.K., Rowland, K.M. (1983), 5.181.Google Scholar
  74. 87.
    Vgl. Walsh, J.P. (1988), S.873.Google Scholar
  75. 91.
    Es wird desöfteren betont, daß Schemata einer Organisation für den außenstehenden Beobachter völlig fremd bleiben (vgl. Leblebici, H., Marlow, E.K., Rowland, K.M. (1983), S.181). Ein derartiges Urteil ist ein Schnellschluß. Fremdbeobachtung und Selbstbeobachtung sind zwar zugegeben zwei differente Operationen, die zu anderen Ergebnissen fihren (können). Dennoch zeigt gerade die Autopoiesistheorie, daß es keinen privilegierten Zugang zur Welt gibt.Google Scholar
  76. 92.
    Somit können auch explizite Strukturen Tiefenstrukturen sein. Das Unterscheidungspaar “Oberflächen-/fiefenstruktur” ist nicht kongruent mit der Unterscheidung “expliziter/impliziter” Struktur. Eine Tiefenstruktur kann explizit oder implizit sein. Das Unterscheidungspaar Oberflächen-/Tiefenstruktur sagt etwas über den Rang von Strukturen aus. Das ist im Grunde genommen wissenschaftlich keine Überraschung. So kennt z.B. die Linguistik das Bemühen um das Explizitmachen der Grammatik einer Sprachgemeinschaft (vgl. z.B. die auf Explizierung abstellende Begriffsbestimmung der “(generativen) Grammatik” bei Chomsky, N. (1983), S.15, S.19ff.).Google Scholar
  77. 93.
    “The identification of schemas… necessitates, at least initially, a more qualitativ approach.” Shaw, J.B. (1990), S.642; vgl. für einen methodisch begründeten Vorschlag der Schemaerfahrung Leblebici, H., Marlow, E.K., Rowland, K.M. (1983), S.181f.Google Scholar
  78. 94.
    Vgl. im weitesten Sinne Kiesler, S., Sproull, L. (1982), S.557; vgl. Ireland, R.D., Hitt, M.A., Bettis, RA., Auld de Porras, D. (1987), S.471; vgl. Gioia, D.A., Manz, C.C. (1985), S.530, 5.531.Google Scholar
  79. 95.
    Vgl. - ohne Referenz auf die Autopoiesistheorie - Schuh, S. (1989), S.170.Google Scholar
  80. 96.
    Vgl. Schütz, A. (1991), 5.114.Google Scholar
  81. 97.
    Vgl. Gronhaug, K., Falkenberg, J.S. (1989), S.352. Schemata formulieren mithin “… einschränkende Bedingungen…” Schmidt, S.J. (1994), S.I 70Google Scholar
  82. 98.
    Vgl. Schütz, A. (1991), S.110.Google Scholar
  83. 99.
    Vgl. anderer Meinung Weick, K.E. (1979), S.49; vgl. ähnlich wie oben Stubbart, C.I. (1989), S.50.Google Scholar
  84. 100.
    Vgl. Gioia, D.A., Manz, C.C. (1985), S.530; vgl. Schuh, S. (1989), S.178; vgl. Schirmer, F. (1992), S.150.Google Scholar
  85. 101.
    in loser Anlehnung an Isabella, L.A. (1990), 522f.Google Scholar
  86. 102.
    Vgl. ähnlich zur Vermaschung von Schemata Schirmer, F. (1992), S.150; vgl. Weber, F. (1991), S.59.Google Scholar
  87. 103.
    Die Ordnung der Schemata läßt sich selbst als ein Schema begreifen.Google Scholar
  88. 104.
    In der kognitiven Organisationstheorie wird meist auf horizontale und vertikale Beziehungen der Schemata hingewiesen mit einer hierarchischen Deutung (vgl. Shaw, J.B. (1990), S.628; vgl. Schuh, S. (1989), S.179; vgl. Lord, R.G. (1985), S.94).Google Scholar
  89. 105.
    Vgl. Weber, F. (1991), S.63; vgl. Schwenk, C.R. (1988), S.46, S.49.Google Scholar
  90. 106.
    Vgl. Gioia, D.A., Poole, P.P. (1984), S.449, S.450.Google Scholar
  91. 107.
    Für eine detailliertere Darstellung vgl. Weber, J. (1991), S.94ff.; vgl. ergänzend Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.105; vgl. Schirmer, F. (1992), S.148ff.Google Scholar
  92. 108.
    Vgl. Schwenk, C.R. (1988), S.50; vgl. Weber, F. (1991), S.46f., S.103; vgl. Schirmer, F. (1992), S.15Off.Google Scholar
  93. 109.
    Vgl. Bougon, M., Weick, K.E., Binkhorst, D. (1977), S.626; vgl. Weber, F. (1991), S.103; vgl. Schirmer, F. (1992), S.I51.Google Scholar
  94. 110.
    Weber, F. (1991), S.100, vgl. zudem 5.67f. Diese Ereignissequenzen werden in der kognitiven Organisationsforschung handlungstheoretisch gedeutet.Google Scholar
  95. 111.
    Vgl. Gioia, D.A., Manz, C.C. (1985), S.529; vgl. Schirmer, F. (1992), S.15211; vgl. Schmidt, S.J. (1994), S.170.Google Scholar
  96. 112.
    Vgl. Lord, R.G. (1985), S.93, S.94.Google Scholar
  97. 113.
    Vgl. zur doppelten Funktion von Skripten Gioia, D.A., Poole, P.P. (1984), S.449.Google Scholar
  98. 114.
    “A script is a procedural knowledge structure… for understanding and enacting behaviors.” Gioia, D.A., Manz, C.C. (1985), S.527, vgl. zudem S.529; vgl. Gioia, D.A., Poole, P.P. (1984), S.450.Google Scholar
  99. 115.
    Weber, F. (1991), 5.101Google Scholar
  100. 116.
    Damit ist das Konzept relativistisch gefaßt (vgl. im Ergebnis gleich im Kontext von Überlegungen zu Skripten und kognitiven Landkarten Schirmer, F. (1992), S.154).Google Scholar
  101. 117.
    “Eine Identität zu bekommen heißt, einen bestimmten Platz in der Welt angewiesen erhalten.” Berger, P.L., Luckmann, T. (1991), 5.143, sinngemäß im Original in individualistischer Fassung; vgl. Bellebaum, A. (1991), S.50.Google Scholar
  102. 118.
    Vgl. Berger, P.L., Luckmann, T. (1991), S.186.Google Scholar
  103. 119.
    in loser Anlehnung an Schwarz, G. (1989), S.83Google Scholar
  104. 120.
    So werden mit der modernen Gesellschaft gegenwärtig vor allem “Identitätsprobleme” diskutiert (vgl. anstelle vieler kursorisch Bellebaum, A. (1991), S.49f., S.62 und Berger, P.L., Luckmann, T. (1991), S.I75f.).Google Scholar
  105. 121.
    Kaum überraschend wird innerhalb der Literatur nicht immer deutlich, was unter Identität zu verstehen ist (in Anlehnung an Glaserfeld, E. v. (1987a), S.113).Google Scholar
  106. 122.
    Vgl. Glaserfeld, E. v. (1987a), S.43.Google Scholar
  107. 123.
    Vgl. in diesem begrenzten Sinne aber Willke, H. (1991), S.137.Google Scholar
  108. 124.
    Vgl. Berger, P.L., Luckmann, T. (1991), 5.185.Google Scholar
  109. 125.
    Vgl. Kirsch, W. (1990a), S.292.Google Scholar
  110. 126.
    Vgl. Baecker, D. (1993a), 5.186.Google Scholar
  111. 127.
    Die Theorie verortet die Wurzeln des Identitätsbegriffs bereits im vorsprachlichen Bereich der Kognitionsbiologie (vgl. Luhmann, N. (1990a), S.692).Google Scholar
  112. 128.
    Die Theorie erfordert den Begriff der Identität, da sie Weltkomplexität durch die Differenz von Identität und Differenz zu reduzieren versucht (vgl. Simon, F.B. (1993a), S.152, S.155).Google Scholar
  113. 129.
    “Wenn wir von… Autopoiese… sprechen, so ist damit gesagt, daß ein System sich - zumindest im Hinblick auf gewisse Relationen zwischen seinen Elementen - identisch hält.” Simon, F.B. (1993a), S.156Google Scholar
  114. 130.
    Vgl. Probst, G.J.B. (1992), S.454.Google Scholar
  115. 131.
    Vgl. Meffert, H. (1991), S.817.Google Scholar
  116. 132.
    So geht z.B. Kirsch von der Annahme aus, “… daß Organisationen eine Identität besitzen können…” Kirsch, W. (1992), S.133Google Scholar
  117. 133.
    Vgl. Wiedmann, K.-P. (1988), S.236.Google Scholar
  118. 134.
    Vgl. Simon, F.B. (1993a), S.151.Google Scholar
  119. 135.
    Vgl. Luhmann, N. (1990a), S.99.Google Scholar
  120. 135.
    Vgl. Luhmann, N. (1990b), S.19.Google Scholar
  121. 137.
    Simon, F.B. (1993a), S.151; Simon führt an gleicher Stelle genauer aus: “Geht man von der Irreversibilität der Zeit aus,… so ist nichts in allen seinen Eigenschaften zwischen zwei Zeitpunkten mit sich selbst identisch: Zumindest die zeitliche Lokalisierung hat sich geändert.”Google Scholar
  122. 138.
    Vgl. Toulmin, S. (1983), S.412.Google Scholar
  123. 139.
    Toulmin, S. (1983), S.415Google Scholar
  124. 140.
    Berger/Luckmann sehen in der Identität einen entscheidenden Aspekt der Wirklichkeit (vgl. Berger, P.L., Luckmann, T. (1991), S.161).Google Scholar
  125. 141.
    Vgl. - obwohl in individualistischer Perspektive - Glaserfeld, E. v. (1987a), S.174.Google Scholar
  126. 142.
    Simon, F.B. (1993a), 5.155; Identität impliziert Einheit (vgl. Luhmann, N. (1993a), S.75).Google Scholar
  127. 143.
    Vgl. auf der Ebene des Bewußtseins Nassehi, A. (1993), S.356. Identität ist niemals losgelöst von ihrem Kontext: “Theorien zur Identität sind in eine allgemeinere Interpretation der Wirklichkeit eingebettet.” Berger, P.L., Luckmann, T. (1991), S.186Google Scholar
  128. 144.
    Luhmann, N. (1990b), S.21, Fn. weggelassenGoogle Scholar
  129. 145.
    Vgl. Luhmann, N. (1990b), S.23.Google Scholar
  130. 146.
    Vgl. Luhmann, N. (1990b), S.21.Google Scholar
  131. 147.
    Vgl. Luhmann, N. (1990a), 5.311; vgl. Willke, H. (1994), S.24; vgl. Simon, F.B. (1993a), S.151.Google Scholar
  132. 148.
    Simon, F.B. (1993a), 5.154Google Scholar
  133. 149.
    Vgl. Kirsch, W. (1984), S.513.Google Scholar
  134. 150.
    Vgl. Glaserfeld, E. v. (1987a), S.116.Google Scholar
  135. 151.
    Vgl. Glaserfeld, E. v. (1987a), S.163f.Google Scholar
  136. 152.
    Vgl. ähnlich Weber, J. (1985), 5.127.Google Scholar
  137. 153.
    Schmidt, Si., Vorderer, P. (1995), S.159Google Scholar
  138. 154.
    Vgl. Willke, H. (1994), 5.14.Google Scholar
  139. 155.
    Vgl. Luhmann, N. (1990a), S.311.Google Scholar
  140. 156.
    Vgl. Simon, F.B. (1993a), S.153.Google Scholar
  141. 157.
    Vgl. Luhmann, N. (1990a), S.312.Google Scholar
  142. 158.
    Simon, F.B. (1993a), S.I53, im Original teilweise kursivGoogle Scholar
  143. 159.
    Vgl. ähnlich Simon, F.B. (1993a), S.151, S.152.Google Scholar
  144. 160.
    Vgl. - wenngleich in individualistischer Perspektive - Glaserfeld, E. v. (1987a), S.117.Google Scholar
  145. 161.
    So heißt es bei Simon - jedoch ohne strenge Übereinstimmung mit der Terminologie der vorliegenden Untersuchung: “… (U)ber die Zeit bestehende Invarianz ist… nicht etwas Statisches, sondern Ergebnis eines ständig an dauernden Prozesses. Endet die Dynamik des Prozesses, so endet das Leben.” Simon, F.B. (1993a), S.156, Komma weggelassen; vgl. grundlegend Capra, F. (1992a), S.295.Google Scholar
  146. 164.
    Schwemmer will die “… Herausbildung der Identität von Gegenständen… als eine Typisierung verstehen…” Schwemmer, O. (1987), S.213; vgl. eher implizit Glaserfeld, E. v. (1987a), S.119. Es bleibt gleich, ob es sich dabei um die sogenannte “individuelle Identität” oder aber um “Äquivalenz” handelt (vgl. zu dieser Unterscheidung der Identität Glaserfeld, E. v. (1987a), S.113). Immer gilt beim Erkennen von Identität: merkmalsreiche Mitte mit merkmalsverdünntem Rand.Google Scholar
  147. 165.
    Diese Einsicht steht im Einklang mit v. Glaserfeld, der betont, daß Identität durch den Beobachter in kleinen Schritten aufgebaut wird (vgl. Glaserfeld, E. v. (1987a), S.164f.). Simon faßt Identität als eine “… Abstraktion von Zeit und Kontext” (Simon, F.B. (1993a), 5.151, im Original Teil einer Überschrift zu einem neuen Abschnitt).Google Scholar
  148. 166.
    Vgl. Luhmann, N. (1990a), S.311.Google Scholar
  149. 167.
    Vgl. Simon, F.B. (1993a), S.152; vgl. Schwemmer, O. (1987), S.38, S.212.Google Scholar
  150. 168.
    Vgl. Luhmann, N. (1990a), S.311.Google Scholar
  151. 169.
    Vgl. Kirsch, W. (1992), S.135; vgl. Kirsch, W. (1990a), S.309; vgl. andeutend Willke, H. (1994), S.150. Auch die individualistische Perspektive kennt diese Justierung (vgl. anstelle vieler Gussmann, B. (1988), S.69).Google Scholar
  152. 170.
    Vgl. Probst, G.J.B. (1987a), S.69; vgl. für eine allgemeine Grundlage im Kontext der Unterscheidungstheorie Glanville, R. (1993), S.86ff.Google Scholar
  153. 171.
    Die Systeme sind ansonsten als Organisationen gar nicht erkennbar. Ihre Identität als Organisation beruht auf dem Entscheidungszusammenhang der Systemreproduktion. Dies korreliert mit der Kennzeichnung der binären Codierung “… als Erkennungsverfahren, als Bedingung der Selbstidentifikation, als Bedingung des autopoietischen Operieren der betreffenden Systeme selbst.” Luhmann, N. (1990b), S.26, Fn. weggelassenGoogle Scholar
  154. 172.
    Es wird dann über eine lediglich abstrakte Typisierung hinausgegangen und eine Identität spezifischeren Zu-schnitts erarbeitet (vgl. Schwemmer, O. (1987), S.173). Insofern erscheint es ungenau, wenn Probst pauschal festhält, daß eine Organisation eine “ganz spezifische” Identität besitzt (vgl. Probst, G.J.B. (1992), S.393; vgl. ähnlich Kirsch, W. (1990a), S.292).Google Scholar
  155. 173.
    Vgl. Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), 5.313, S.323.Google Scholar
  156. 174.
    Vgl. weitestgehend ähnlich Probst, G.J.B. (1987a), S.71.Google Scholar
  157. 175.
    Vgl. Boehm-Tettelbach, P. (1990), S.165.Google Scholar
  158. 176.
    Vgl. Kirsch, W. (1990a), S.293.Google Scholar
  159. 177.
    Berger/Luckmann sprechen von der “… Dialektik zwischen Identifizierung durch Andere und Selbstidentifikation…” Berger, P.L., Luckmann, T. (1991), S.142, vgl. S.185, vgl. S.186.Google Scholar
  160. 178.
    Vgl. Probst, G.J.B. (1992), S.393; vgl. allgemein Schmidt, S.J. (1994), S.28.Google Scholar
  161. 180.
    Vgl. zudem - wenn auch mit erheblichen Theoriedifferenzen zur vorliegenden Untersuchung - Kirsch, W. (1992), S.135f., S.332ff.Google Scholar
  162. 181.
    So sieht ebenfalls die phänomenologische Organisationstheorie allgemein “… structure as a complex medium of control which is continually produced and recreated in interaction and yet shapes that interaction: structures are constituted and constitutive.” Ranson, S., Hinings, B., Greenwood, R. (1980), S.3Google Scholar
  163. 182.
    Vgl. Exner, A. (1992), S.192. Die obige Sichtweise steht im Einklang mit der Deutung der Identitätserkennung als Zusammenstellung eines Musters bei Boehm-Tettelbach, P. (1990), S.185.Google Scholar
  164. 183.
    Vgl. Kirsch, W. (1990a), S.308fGoogle Scholar
  165. 184.
    Die selbstbezügliche Fassung des Systembegriffs hat “… den Vorteil, stets darauf zu verweisen, daß es per se keine Systeme gibt, sondern stets der Benutzer des Systembegriffs irgendeine Wahl trifft, was er als System betrachten will.” Simon, F.B. (1993a), S.79Google Scholar
  166. 185.
    Vgl. im Ergebnis gleichlautend Kirsch, W. (1984), S.512; vgl. Kirsch, W. (1990a), S.293; vgl. Kirsch, W. (1992), S.133; vgl. Probst, G.J.B. (1987a), S.10; vgl. Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.314f.Google Scholar
  167. 186.
    Vgl. Weber, J. (1985), S.172f.Google Scholar
  168. 187.
    Vgl. Weber, J. (1985), S.151ff., vor allem S.156f., unter Referenz auf Weingart, P. (1976), S.35.Google Scholar
  169. 188.
    Hier wird auf die Annahme zurückgegriffen, daß kognitive Orientierungskomplexe mit an ihnen anschließenden weiteren Sozialstrukturen korrespondieren (vgl. Weingart, P. (1976), S.52).Google Scholar
  170. 189.
    Vgl. Kuhn, T.S. (1989), S.26.Google Scholar
  171. 190.
    Vgl. Weber, J. (1985), S.150, S.163. Dieses Argument findet sich häufig in der Wissenschaftstheorie. So betont z.B. Weingart unter Referenz auf Kuhn, daß “… ein Paradigma den jeweiligen spezialisierten Kommunikationszusammenhang und damit die ‘community’ als soziale Gruppe konstituiert.” Weingart, P. (1976), S.5IGoogle Scholar
  172. 191.
    Vgl. ergänzend Weber, J. (1985), S.151, S.162, S.163.Google Scholar
  173. 192.
    Zur Gleichsetzung des Weltbild-und Paradigmabegriffs vgl. Kriz, J., Lück, H.E., Heidbrink, H. (1990), 537f.; vgl. ergänzend und relativ ähnlich Bretz, H. (1988), S301; vgl. Kirsch, W. (1992), S.I33.Google Scholar
  174. 195.
    Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, daß der Begriff der Identität im Schrifttum mitunter nicht umfassend auf die Tiefenstruktur der Organisation bezogen wird: “Mit dem Begriff der Identität einer Organisation soll ein Kem der Tiefenstruktur… bezeichnet werden…” (Kirsch, W. (1992), S.134) Hält man sich die Möglichkeit zur Abstraktion der Identitätsbildung vor Augen, so scheinen beide Sichtweisen miteinander verträglich zu sein. Die vorliegende Untersuchung berücksichtigt im Gegensatz zu Kirsch die Möglichkeit zur Abstraktion der Identität explizit. Es lassen sich im konkreten Fall verschiedene Niveaus der Identität unterscheiden.Google Scholar
  175. 196.
    “Was in der Oberflächenstruktur ‘gleich’ erscheint und auf Regeln verweist, kann durchaus auf verschiedenartige Tiefenstrukturen zurückzuführen sein, und umgekehrt.” Weber, J. (1985), 5.148Google Scholar
  176. 197.
    Vgl. Exner, A. (1992), S.200.Google Scholar
  177. 198.
    “Es ist im konkreten Fall sicherlich nicht einfach,… (den; A.d.V.) Komplex der Basisregeln zu identifizieren.” Weber, J. (1985), S.150; vgl. zudem - mit einer jedoch insgesamt etwas anderen Ausrichtung, da sie Identität nicht ausschließlich mit Tiefenstrukturen in Verbindung bringt - Boehm-Tettelbach, P. (1990), S.180, für den Ansatz des Identitätsumfanges vgl. S.168.Google Scholar
  178. 199.
    Vgl. Weber, J. (1985), S.184; vgl. Kirsch, W. (1984), S.512; vgl. weitgehend ähnlich Boehm-Tettelbach, P. (1990), S.168, S.177.Google Scholar
  179. 200.
    Vgl. Weber, J. (1985), S.236f.; vgl. Bretz, H. (1988), S.302.Google Scholar
  180. 201.
    Vgl. Boehm-Tettelbach, P. (1990), S.182.Google Scholar
  181. 202.
    Vgl. Boehm-Tettelbach, P. (1990), S.180, mit weiteren Literaturnachweisen auf S.180f., Fn.59. 253 Vgl. weitgehend ähnlich Weber, J. (1985), S.240.Google Scholar
  182. 204.
    Vgl. z.B. die methodischen Vorschläge zu einer argumentativen Rekonstruktion der Unternehmungsidentität bei Weber, J. (1985), S.228ff.Google Scholar
  183. 205.
    Vgl. Boehm-Tettelbach, P. (1990), S.164.Google Scholar
  184. 206.
    Vgl. ähnlich Probst, G.J.B. (1992), S.492.Google Scholar
  185. 207.
    Vgl. Weber, J. (1985), S.174.Google Scholar
  186. 208.
    Hier ließen sich Kriterien entwickeln, die eine Identitätsbestimmung erleichtern, wie z.B. Zweck, örtlicher Standort, Personal-und Kundenstamm, Geschäftsausstattung, Firmenwert (vgl. Verron, A. (1993), S.505).Google Scholar
  187. 209.
    Vgl. Weber, J. (1985), 5.173, S.174.Google Scholar
  188. 210.
    Vgl. Schwarz, G. (1989), S.84.Google Scholar
  189. 211.
    Weber, J. (1985), S.175Google Scholar
  190. 212.
    Vgl. Weick, K.E. (1979), S.42f.; vgl. ergänzend (und eher differenziert) Weber, F. (1991), S.101; vgl. Weber, J. (1985), S.150f. Schemata sind “Orientierungskomplexe” und können demnach als Paradigmen begriffen werden.Google Scholar
  191. 213.
    So differenziert z.B. Evered Strategiekonzepte der “Zukunftsforschung”, “Militär-” und “Managementwissen-schaft” (vgl. vertiefend Evered, R. (1983), S.57ff.; vgl. zusätzlich den kursorischen Überblick zum Strategiebegriff von Chrisman, J.J., Hofer, C.W., Boulton, W.R. (1988), S.413).Google Scholar
  192. 214.
    Vgl. ergänzend White, R.E. (1986), 5.218.Google Scholar
  193. 215.
    in Anlehnung und Generalisierung an Burgelman, R.A. (1983), S.66Google Scholar
  194. 216.
    In diesem Sinne werden “Muster” auch von der Wissenschaft beobachtet: So findet sich z.B. in Quinns Über-legungen (am Rande) der Begriff“pattern” (vgl. Quinn, J.B. (1978), S.14).Google Scholar
  195. 217.
    Vgl. der Konnotation nach ähnlich Mintzberg, H. (1978), S.944.Google Scholar
  196. 218.
    Schreyögg, G. (1984), S.148; vgl. Mintzberg, H. (1978), S.935.Google Scholar
  197. 219.
    Simon, F.B. (1993a), S.76Google Scholar
  198. 223.
    So vereinbart vor allem die deskriptive Strategietheorie: “The term strategy is used… in the descriptive sense to mean a pattern in a stream of important decisions…” (Hambrick, D.C. (1981a), S.255, Aufsatz noch nicht registriert) “The pattern of activities performed by the firm reflects its released strategy.” Gronhaug, K., Falkenberg, J.S. (1989), S.350; vgl. Anderson, C.R., Paine, F.T. (1975), S.817.Google Scholar
  199. 224.
    in loser Anlehnung und mit paradigmatischer Umformulierung an Weick, K.E. (1979), S.51Google Scholar
  200. 225.
    Vgl. anhand von Überlegungen zu kognitiven Landkarten Schirmer, F. (1992), S.153; vgl. zudem die Diskussion der Unternehmungsidentität bei Weber, J. (1985), S.168ff.Google Scholar
  201. 226.
    Vgl. Vancil, R.F. (1976), S.4.Google Scholar
  202. 227.
    Vgl. weitgehend gleichlautend Vancil, R.F. (1976), S.I, S.18.Google Scholar
  203. 228.
    Diese generalisierte Sichtweise ist wichtig, da die vorliegende Untersuchung mit der Unterscheidung von System und Umwelt operiert und sich in der organisationalen Umwelt nicht nur Organisationen ausmachen lassen, weshalb eine Zentrierung auf Entscheidung keine Generalität erreicht.Google Scholar
  204. 229.
    Der Ansatz der Form führt mithin Redundanzen ein und dient der Okonomisierung der Kognition (vgl. Braitenberg, V. (1994), S.161ff.).Google Scholar
  205. 230.
    Vgl. zudem eher implizit Quinn, J.B. (1978), S.18.Google Scholar
  206. 231.
    Vgl. Mintzberg, H. (1978), S.934.Google Scholar
  207. 232.
    Kirsch, W., Habel, S. (1991), S.447Google Scholar
  208. 233.
    “Natürlich haben alle Strategien zwei Quellen: Planung und spontanes Reagieren.” Mintzberg, H. (1988), S.76Google Scholar
  209. 234.
    Vgl. Schreyögg, G. (1984), S.148; vgl. Mintzberg, H. (1978), S.934ff.; vgl. Sydow, J (1992c), S.242f. ve Mintzberg, H. (1978), S.945, Satzendezeichen weggelassenGoogle Scholar
  210. 235.
    Vgl. Mintzberg, H. (1988), S.75, S.76.Google Scholar
  211. 236.
    Die sogenannte “rationale Strategietheorie” hat sich vorwiegend dieser zweiten Perspektive verschrieben (vgl. Narayanan, V.K., Fahey, L. (1982), S.31).Google Scholar
  212. 238.
    Vgl. Mintzberg, H. (1978), S.947f.; vgl. Anderson, C.R., Paine, F.T. (1975), S.817.Google Scholar
  213. 239.
    Eine hingegen andere Strategieauffassung findet sich z.B. bei Henderson: “Strategy is a deliberate search for a plan of action…” Henderson, B.D. (1989), S.141Google Scholar
  214. 240.
    Anderer Meinung vgl. Ghoshal, S. (1987), S.428; vgl. Henderson, B.D. (1989), S.I41.Google Scholar
  215. 241.
    Vgl. Boeker, W. (1991), S.614.Google Scholar
  216. 242.
    Vgl. so aber Jauch, L.R., Osborn, R.N. (1981), S.491.Google Scholar
  217. 243.
    Chrisman/Hofer/Boulton formulieren jedoch: “… (S)trategy describes the fundamental characteristics of the match that an organization achieves among its skills and resources and the opportunities and threats in its external environment that enables it to achieve its goals and objectives.” Chrisman, J.J., Hofer, C.W., Boulton, W.R. (1988), S.414, im Original teilweise kursivGoogle Scholar
  218. 244.
    So lassen sich z.B. Strategien zur Einfiihrung von Managementsystemen beobachten (vgl. Ulrich, K. (1993), S.34ff.).Google Scholar
  219. 245.
    Mithin sind alle Strategien emergent. Diese Sicht ist nicht mit der Auffassung der Literatur kompatibel, die “emergente” Strategien als “nicht-intendierte” Strategien deutet (vgl. Mintzberg, H. (1978), S.945; vgl. Dollinger, M.J. (1990), 5.266f.).Google Scholar
  220. 246.
    Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.369Google Scholar
  221. 247.
    Vgl. zum Einschlagen einer kognitiven Argumentation - wenngleich ohne Referenz auf die Theorie selbstreferentieller Systeme - Mintzberg, H. (1988), S.948.Google Scholar
  222. 248.
    Die historische Perspektive ist an sich in der Strategischen Management-Forschung angelegt, ist laut Boeker die Strategieevolution eines ihrer zentralen Interessensgebiete (vgl. Boeker, W. (1989), S.489).Google Scholar
  223. 249.
    Mit dieser Formulierung erfolgt quasi nebenbei eine Reaktion auf die Beobachtung sogenannter “kollektiver Strategien” als Strategien mehrerer Organisationen, wie sie populationsökologische Ansätze zum Thema haben (vgl. Hannan, M.T., Freeman, J. (1977), S.929ff.; vgl. Kieser, A. (1988a), S.603ff.; vgl. McKelvey, B., Aldrich, H. (1983), S.101ff.; vgl. Swaminathan, A., Delacroix, J. (1991), S.679ff.; vgl. Dollinger, M.J. (1990), S.266ff.). Diese sind Strategien des Kollektivs (vgl. vertiefend Sydow, J. (1992c), S.268ff.; vgl. Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.144ff.).Google Scholar
  224. 250.
    Andeutungen hierzu finden sich bei Narayanan/Fahey: “The content of a strategic decision is posited as emerging from internal dynamics.” Narayanan, V.K., Fahey, L. (1982), S.25, im Original kursivGoogle Scholar
  225. 251.
    Vgl. ähnlich Vancil, R.F. (1976), S.2; vgl. Herbert, T.T., Deresky, H. (1987), S.145.Google Scholar
  226. 252.
    Überlegungen zur Genese von Strategien sind bisher noch nicht ausreichenden empirischen Tests unterzogen worden (vgl. Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.405).Google Scholar
  227. 253.
    Vgl. ergänzend Sydow, J. (1992c), S.261ff.Google Scholar
  228. 254.
    Beachte hierzu den Verweis auf die Verbindung von Strategieerzeugung und Leistungen der rechten Gehirn-hälfte bei Evered, R. (1983), S.61; vgl. Mintzberg, H. (1978), S.944.Google Scholar
  229. 255.
    Vgl. Mintzberg, H. (1988), S.79.Google Scholar
  230. 256.
    Vgl. Quinn, J.B. (1978), S.7.Google Scholar
  231. 257.
    Die Zeitdimension wird näher auf diesen Aspekt einzugehen haben. In der Organisationstheorie findet sich hierzu eine Auseinandersetzung um die Vor-und Nachteile eines vermeintlich “raschen” bzw. “langsamen” Organisationsstrukturwandels (vgl. grundlegend Miller, D., Friesen, P.H. (1982a), S.867ff.).Google Scholar
  232. 258.
    Vgl. Vancil, R.F. (1976), S.1.Google Scholar
  233. 259.
    Zur Strategieformulierung vgl. Vancil, R.F. (1976), S.18.Google Scholar
  234. 260.
    Vgl. Quinn, J.B. (1978), S.13.Google Scholar
  235. 261.
    “Effective strategies tend to emerge from a series of ‘strategic subsystems’, each of which attacks a specific class of strategic issue… in a disciplined way…” Quinn, J.B. (1978), S.8Google Scholar
  236. 262.
    Ähnlich notieren Hall/Saias: “We shall argue… that strategy grows out of structure and in turn may lead to its modification.” Hall, D.J., Saias, M.A. (1980), S.150Google Scholar
  237. 263.
    Vancil, R.F. (1976), S.I8Google Scholar
  238. 264.
    Vgl. Mintzberg, H. (1988), S.77. Strategien lassen sich mit Kräften vergleichen (vgl. Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.370).Google Scholar
  239. 265.
    Das soll nicht heißen, Strategien seien pauschal ein in der Vergangenheit gezeigtes Entscheiden (vgl. anderer Meinung Mintzberg, H. (1988), S.74, mit etwas anderer Konnotation auf S.80). Strategien können auch für die Zukunft entworfen werden, ohne aber gegenwärtig in die Zukunft hinausgreifen zu können (so lautet aber die Konnotation der Überlegungen bei Evered, R. (1983), S.61; vgl. zudem mit kritischem Unterton Schreyögg, G. (1984), S.148).Google Scholar
  240. 266.
    Vor allem die Gestaltung der Zukunft spielt ja im Strategischen Management eine höchst wichtige Rolle (vgl. Henderson, B.D. (1989), S.935; vgl. ergänzend mit vertiefender theoretischer Argumentation Schreyögg, G. (1984), S.216ff., S.224ff.).Google Scholar
  241. 267.
    Ansonsten zeigen Strategien keine steuernde Wirkung. In diese Richtung zielend und in stark handlungstheoretischer Formulierung notiert bereits Vancil: “To be effective, strategy must personally affect each manager, constraining the scope of his activities to some extent…” Vancil, R.F. (1976), S.18Google Scholar
  242. 268.
    Vgl. Mintzberg, H. (1988), S.76.Google Scholar
  243. 269.
    “Was der Strategieplaner machen soll, kann vernünftigerweise nicht unabhängig davon sein, was er machen kann.” Schreyögg, G. (1984), S.218, im Original teilweise kursivGoogle Scholar
  244. 270.
    Vgl. weiterführend Mintzberg, H. (1978), S.946f.Google Scholar
  245. 271.
    Jede Neuerung widerstreitend dem bereits existierenden Organisationssystem (vgl. Hall, D.J., Saias, M.A. (1980), S.158).Google Scholar
  246. 272.
    Vgl. Stacey, R. (1993), S.10f.Google Scholar
  247. 273.
    Vgl. ähnlich Kirsch, W., Habel, S. (1991), S.448; vgl. ergänzend Schreyögg, G. (1984), S.148f.Google Scholar
  248. 274.
    Strategien müssen zur Entfaltung von Steuerungswirkungen mehr als bloße Absichtserklärungen sein (vgl. Vancil, R.F. (1976), S.1).Google Scholar
  249. 275.
    Vgl. Kirsch, W. (1990a), 5286.Google Scholar
  250. 276.
    Vgl. Sandler, G. (1989), Sp.1885ff.Google Scholar
  251. 277.
    Zum Stellenwert dieser Diskussion im Strategischen Management vgl. knapp Burgelman, R.A. (1983), S.61. 375 Die Urheberschaft dieser These wird vor allem dem Werk von Chandler, A. (1962) zugeschrieben (vgl. Burgelman, R.A. (1983), S.62; vgl. Hall, D.J., Saias, M.A. (1980), S.150; vgl. Kirsch, W., Esser, W.-M., Gabele, E. (1979), S.163).Google Scholar
  252. 279.
    Zur Umkehrung der chandlerschen These vgl. anstelle vieler Burgelman, RA. (1983), S.63; vgl. zudem die ausgezeichneten Darlegungen bei Hall, D.J., Saias, M.A. (1980), S.149ff.Google Scholar
  253. 780.
    Vor allem die Umkehrung der chandlerschen These erscheint für ein nach beobachterunabhängiger Rationali-tät strebendes Wissenschaftsideal höchst provokativ zu sein, stellt sie die Neutralität der vorhandenen Organisationsstruktur in Frage (vgl. Schreyögg, G. (1984), S.257f.). Erkannt wird, daß die Struktur beeinflußt, was wahrgenommen wird (vgl. Hall, D.J., Saias, M.A. (1980), S.157f.).Google Scholar
  254. 281.
    Vgl. Hainzl, M. (1987), S.47.Google Scholar
  255. 283.
    Anzumerken ist, daß in dieser Diskussion die Strategie zumeist auf den Produkt/Markt-Bereich beschränkt bleibt (vgl. Kirsch, W. (1990a), S.286). So ist die Diskussion schon von ihrer Anlage her einer starken Engführung unterworfen.Google Scholar
  256. 283.
    Kirsch, W., Esser, W.-M., Gabele, E. (1979), S.163; vgl. Hall, D.J., Saias, M.A. (1980), S.151. 284 Kirsch, W., Esser, W.-M., Gabele, E. (1979), S.164; vgl. Hall, D.J., Saias, M.A. (1980), S.151. 785 Für einen Überblick vgl. Kirsch, W., Esser, W.-M., Gabele, E. (1979), S.163ff.Google Scholar
  257. 284.
    Burgelman, R.A. (1983), S.67; vgl. Sydow, J. (1992c), S.238ff.; vgl. Guthunz, U. (1994), S.140.Google Scholar
  258. 287.
    Hall, D.J., Saias, M.A. (1980), S.161f.; vgl. Burgelman, R.A. (1983), S.61ff.Google Scholar
  259. 288.
    Eine deutliche Unzufriedenheit mit der Oberflächlichkeit der traditionellen Strategie/Struktur-Begrifflichkeit fmdet sich auch bei Miller, D. (1986), S.233. Miller folgt jedoch mit der Zuordnung von Strategie-und Strukturtypen zur Gewinnung organisationaler Strategie/Struktur-Konfigurationen anderen theoretischen Implikationen als die Ausfiihrungen oben im Text.Google Scholar
  260. 289.
    Diese Einsicht ist bei Malik vorbereitet: “Es ist zu betonen, daß insbesondere nicht nur jene Beziehungen zwischen Komponenten, die sinnmäßig mehr oder weniger unmittelbar wahrgenommen oder gar visualisiert werden können, strukturelle Beziehungen sind, sondern alle Arten von Beziehungen, die zur Entstehung gewisser Ordnungszusammenhänge, Muster oder Pattern beitragen…” Malik, F. (1989a), S.175Google Scholar
  261. 290.
    Auch die Fassung Hainzls “Structure constrains Strategy” (Hainzl, M. (1987), S.52, Satzendezeichen wegge lassen) trifft die Sache nicht.Google Scholar
  262. 291.
    Dabei wird im wesentlichen zwei Einsichten gefolgt. Zum einen ist hier die Beobachtung sedimentiert, daß das mittlere Management in der Strategieformulierung nicht nur dem Einfluß des oberen Managements ausgesetzt ist, sondern selbst dieses beeinflußt (vgl. die Untersuchungsergebnisse bei Schilit, W.K. (1987), S.271ff.; vgl. Schilit, W.K. (1986), S.933ff.; vgl. zudem Porter, L.W., Allen, R.W., Angle, H.L. (1981), S.109ff.). Zum anderen wird einer Einsicht bei Burgelman gefolgt, nach der es in Organisationen idealisiert betrachtet mitunter auch autonomes strategisches Verhalten in Teilen der Organisation gibt, daß nicht aus einer umfassenderen Strategie deduziert erscheint. Durch eine gelingende Überzeugungsarbeit des mittleren Managements kann das autonome strategische Verhalten untemehmungsweite Strategieänderungen bewirken (vgl. vertiefend Burgelman, RA. (1983), S.61 ff., vor allem S.65, S.66, S.67).Google Scholar
  263. 292.
    Vgl. Sydow, J. (1992c), S.258.Google Scholar
  264. 293.
    Das wird zwar ebenfalls in der klassischen Strategie/Struktur-Diskussion gesehen, aber nicht weiter ausgebaut: “Structure… assumes a political content in the same way as strategy, and there is no reason to subordinate one to the other.” (Hall, D.J., Saias, M.A. (1980), S.161) Zur Vernachlässigung des Politischen in der Strategie/Struktur-Diskussion vgl. andeutend Kirsch, W. (1990a), S.286.Google Scholar
  265. 294.
    Die Überführung der Diskussion in die Sozialdimension von Sinn und ihre Einordnung in die Theorie von Medium und Form liefert dann auch den Theorierahmen für die Beobachtung der klassischen Strategie/StrukturDiskussion, “… that the relationship between strategy and structure is complex and iterativ.” Hall, D.J., Saias, M.A. (1980), S.161Google Scholar
  266. 295.
    Bei Hainzl fandet sich diese Umlagerung bereits angedeutet. Sie liegt bei ihm nur zu sehr auf der Betonung der Unterscheidung von Konsens/Konflikt und greift deshalb zu kurz (vgl. Hainzl, M. (1987), S.53f.).Google Scholar
  267. 296.
    Diese Typenbildung ist ein realistisches Vorgehen, denn “(n)ur unter besonderen Bedingungen wird man davon ausgehen können, daß Unternehmen ‘eine’… Strategie verfolgen.” Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S356 2“ Das ist empirisch nicht selbstverständlich, wird in der Strategietheorie mitunter recht deutlich vor allem auf die hohe Situativität von Strategien hingewiesen (vgl. Vancil, RF. (1976), S.7). In ähnlichem Sinne ist nach Porter ”… die beste Strategie für ein bestimmtes Unternehmen… eine einmalige Konstruktion, die seine besonderen Bedingungen widerspiegelt.“ Porter, M.E. (1990a), S.62Google Scholar
  268. 298.
    “… (S)ituation-specific strategies may be classified according to their commonalities, be seen as broadly applicable across situations - and become generic.” Herbert, T.T., Deresky, H. (1987), S.135, im Original teilweise kursiv; vgl. knapp ergänzend zur Bildung generischer Strategien Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.402f.Google Scholar
  269. 299.
    Vgl. Habel, S. (1992), S.53. Die empirische Bestätigung genetischer Strategien ist daher eine wichtige Basis für die Strategieforschung (vgl. Herbert, T.T., Deresky, H. (1987), S.145).Google Scholar
  270. 300.
    “Any single typology tends to reflect only a part of the overall spectrum of strategic types, or the coverage of essential variables within each category.” Herbert, T.T., Deresky, H. (1987), S.138Google Scholar
  271. 301.
    Vgl. Porter, M.E. (1990a), S.69f.; vgl. Wright, P. (1987), S.94.Google Scholar
  272. 302.
    “(E)in näherer Blick… zeigt…, daß… von Ansatz zu Ansatz das Begriffsverständnis und damit die betrachteten Variablen variieren, die einzelnen Typologien nicht a priori als das gleiche Phänomen erfassend und entsprechend vergleichbar zu verstehen sind.” Habel, S. (1992), S.53f.Google Scholar
  273. 303.
    Vgl. Porter, M. (1990a).Google Scholar
  274. 304.
    Vgl. Herbert, T.T., Deresky, H. (1987), S.136.Google Scholar
  275. 305.
    Vgl. Miles, R.E., Snow, C.C. (1978).Google Scholar
  276. 306.
    Vgl. Daft, R.L., Weick, K.E. (1984), S.292; vgl. Hambrick, D.C. (1981a), S.256; vgl. Shortell, S.M., Zajac, E.J. (1990), S.817.Google Scholar
  277. 307.
    “… (0)ur formulation specifies relationships… to the point where entire organizations can be viewed as integrated wholes in dynamic interaction with their environments.” Miles, R.E., Snow, C.C., Meyer, A.D., Coleman Jr., H.J. (1978), S.550; vgl. Habel, S. (1992), S.54.Google Scholar
  278. 308.
    “ Das ist in der Rezeption nicht unwidersprochen. Vor allem Hambrick betont, daß die Typik originär auf der Ebene der Geschäftsfelder anzusiedeln ist. Er vermutet, daß sie deshalb grundsätzlich nicht auf der Ebene der Untemehmungsstrategie angewendet werden darf (vgl. Hambrick, D.C. (1983), S.6, S.7).Google Scholar
  279. 309.
    Vgl. Daft, R.L., Weick, K.E. (1984), S.292.Google Scholar
  280. 310.
    Vgl. Shortell, S.M., Zajac, E.J. (1990), S.817ff.Google Scholar
  281. 311.
    Vgl. Gronhaug, K., Falkenberg, J.S. (1989), S.353, S.357.Google Scholar
  282. 312.
    in Anlehnung an das wissenschaftstheoretische Konzept “strategischer Grundhaltungen von Wissenschaftsgemeinschaften” bei Kirsch, W. (1984), S.298ff.Google Scholar
  283. 313.
    In Anlehnung an Kirsch, W., Knyphausen, D. zu, Ringlstetter, M. (1991), S.301; vgl. Kirsch, W., Obring, K. (1991), S.361ff.Google Scholar
  284. 314.
    Die Differenzierung darf nicht vorab mit der Unterscheidung von Untemehmungs-und GeschäfIsfeldstrate-gien gleichgesetzt werden. Diese Differenz verliert gegenwärtig ihre Relevanz (vgl. Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S37). Zum Umfang der Dimensionen strategischer Programme vgl. Bleicher, K. (1991a), S.201ff.Google Scholar
  285. 315.
    Vgl. Kirsch, W., Obring, K. (1991), S.393; vgl. Rabl, K. (1990), S.64; vgl. Bleicher, K. (1991a), S.217; vgl. Hahn, D. (19906), S.37; vgl. ähnlich Obring, K. (1992), S.62.Google Scholar
  286. 316.
    Vgl. Rabl, K. (1990), S.65.Google Scholar
  287. 317.
    Die Unterscheidung von Rahmen und Programm läßt sich demnach auf unterschiedlichste Bezugsbereiche an wenden (vgl. Kirsch, W., Obring, K. (1991), S.393; vgl. Boehm-Tettelbach, P. (1990), S.40).Google Scholar
  288. 318.
    Demgegenüber weisen strategische Programme eine geringere Bezugsbreite und einen höheren Detaillie-rungsgrad auf (vgl. Boehm-Tettelbach, P. (1990), S.39).Google Scholar
  289. 319.
    Der Programmbegriff war in der Strategischen Management-Forschung lange Zeit auf den Produkt/Markt-Bereich verengt. Hier sind insbesondere die bekannten und einflußreichen Arbeiten von Porter, M.E. (1989) und (1990a) zu nennen (vgl. Herbert, T.T., Deresky, H. (1987), S.136). Diese Ausrichtung ist bis heute noch nicht nachhaltig abgeebbt (vgl. z.B. die Überlegungen bei Hasselberg, F. (1991), S.17). Der Begriff des Programms läßt sich aber durchaus verallgemeinern (vgl. Kirsch, W., Geiger, U. Grebenc, H., Maaßen, H. (1990), S.134; vgl. Kirsch, W., Obring, K. (1991), 5.393£). So ist es demnach z.B. möglich, Programme nicht primär auf den Produkt/Markt-Bereich, sondern an den Funktionalstrategien zu orientieren (vgl. Carqueville, P., Esser, W.-M., Kirsch, W., Müller-Stewens, G. (1991a), S.I06).Google Scholar
  290. 320.
    Zur Trennung des strategischen vorn operativen Kontext vgl. Steinmann, H., Schreyögg, G. (1991), S.213ff., vgl. ergänzend S.118f.Google Scholar
  291. 321.
    So wird durch die Unterscheidung der strategische Rahmen auf die Außenseite und das strategische Pro-gramm auf die Innenseite der Unterscheidung gesetzt oder umgekehrt (vgl. ergänzend zur Begrifflichkeit der Unterscheidungstheorie Dondl, P. (1992), S.140ff.).Google Scholar
  292. 322.
    Vgl. Rabl, K. (1990), S.65.Google Scholar
  293. 323.
    Mit Blick auf den strategischen Rahmen ließe sich z.B. unter der Nutzung der Ergebnisse und der Terminologie Burgelmans in “induzierte” und “autonome” strategische Programme unterscheiden - je nachdem, ob der strategische Rahmen die Form für strategische Programme eher nachhaltig oder eher weniger liefert (vgl. Burgelman, RA. (1983), S.61ff.). Es erscheint daher etwas verkürzt, wenn Rupps feststellt, die Unternehmungsstrategie koordiniere die Einzelgeschäfte (vgl. Rupps, O.C. (1990), S.1092). Der Zusammenhang von Strategien darf zudem nicht vorab hierarchisch begriffen werden (vgl. Sydow, J. (1992c), S.269).Google Scholar
  294. 328.
    Die Strategische Management-Forschung geht zumeist verkürzt davon aus, daß der strategische Rahmen die Theorie für die strategischen Programme liefert (vgl. Kirsch, W. (1984), S.688).Google Scholar
  295. 329.
    Vgl. - obwohl mit einer Hierarchievorstellung - Weber, J. (1985), S.6f.Google Scholar
  296. 330.
    Weber, J. (1985), S.10; vgl. Kirsch, W., Reglin, B. (1991), S.666.Google Scholar
  297. 331.
    Vgl. ähnlich Kirsch, W., Reglin, B. (1991), S.666.Google Scholar
  298. 332.
    Vgl. ähnlich Weber, J. (1985), S.7f.Google Scholar
  299. 333.
    Die Unternehmungsstrategie hat indes eine eigene strategische Bedeutung (vgl. Hasselberg, F. (1991), S.17). Diese Auffassung wird von einer empirischen Beobachtung Irelands et al gestützt, nach der Manager auf verschiedenen Unternehmungsebenen unterschiedliche Phänomene fokussieren (vgl. Ireland, R.D., Hitt, M.A., Bettis, R.A., Auld de Porras, D. (1987), S.470).Google Scholar
  300. 334.
    Vgl. Carqueville, P., Esser, W.-M., Kirsch, W., Müller-Stewens, G. (1991a), S.98.Google Scholar
  301. 335.
    “Das Entwickeln strategischer Programme ist… ein komplizierter und komplexer Prozeß. Er hat mehrere Stufen und Dimensionen.” Carqueville, P., Esser, W.-M., Kirsch, W., Müller-Stewens, G. (1991a), S.101Google Scholar
  302. 336.
    Strategische Programme “… entwickeln oftmals eine beträchtliche Eigendynamik und ein nicht zu unterschätzendes Autonomiestreben.” Kirsch, W., Obring, K. (1991), S.398Google Scholar
  303. 337.
    Der gesamte Bereich des Strategischen ist stets “… wertbehaftet und damit anfällig dafür, politisiert zu werden…” Habel, S. (1992), S.184, im Original im Kontext strategischer ProblemeGoogle Scholar
  304. 338.
    Alle klassisch rationalen Ansätze strategischer Programme vernachlässigen diese Einsicht (in Anlehnung und Übertragung der Überlegungen bei Quinn, J.B. (1978), S.7).Google Scholar
  305. 339.
    In Umkehrung der Überlegungen bei Burgelman, der betont, daß die von der Untemehmungsstrategie aus induzierte Systemreproduktion zu einem geringen Ausmaß an Vieldeutigkeit führt (vgl. Burgelman, RA. (1983), S.65).Google Scholar
  306. 340.
    Denn Politik heißt Schutz des Selbstinteresses (vgl. Gray, B., Ariss, S.S. (1985), S.707).Google Scholar
  307. 341.
    Vgl. Carqueville, P., Esser, W.-M., Kirsch, W., Müller-Stewens, G. (1991a), 5.107. In diesem Sinne läßt sich die Überlegung Burgelmans verstehen, die der die Gesamtorganisation umfassenden Untemehmungsführung die Aufgabe zuspricht, für eine Balance zwischen autonomen und induzierten Strategien in Referenz auf die Rahmenstrategie zu sorgen (vgl. Burgelman, R.A. (1983), S.68).Google Scholar
  308. 342.
    in loser Anlehnung an Ireland, R.D., Hitt, M.A., Bettis, R.A., Auld de Porras, D. (1987), 5.481Google Scholar
  309. 343.
    Vgl. Burgelman, R.A. (1983), S.62.Google Scholar
  310. 344.
    Vgl. ähnlich Carqueville, P., Esser, W.-M., Kirsch, W., Müller-Stewens, G. (1991a), 5.113.Google Scholar
  311. 345.
    Vgl. Kirsch, W., Obring, K. (1991), S.392.Google Scholar
  312. 346.
    Beide Richtungen lassen sich realiter nicht völlig voneinander differenzieren, wenn sie in einer Organisation stattfmden. So hängt die “autonome Initiierung” schließlich doch mit dem strategischen Rahmen zusammen, wenn sie der Organisation überhaupt noch zugerechnet werden soll.Google Scholar
  313. 347.
    in loser Anlehnung an Kirsch, W., Reglin, B. (1991), S.651Google Scholar
  314. 348.
    ie Erarbeitung von Programmen hat immer mit Restinterdependenzen zu rechnen, sind sie doch als Teilsystem mit anderen Systemen verbunden (vgl. ähnlich Reichert, R. (1984), S.6).Google Scholar
  315. 349.
    Vgl. Reichert, R. (1984), S.314.Google Scholar
  316. 350.
    In der Tat lassen sich beide Aspekte nicht völlig trennen. Auch Implementierungsprobleme weisen zu einem erheblichen Teil auf einen mangelnden Anschluß an den strategischen Rahmen: “Personale Widerstände und Akzeptanzprobleme im Rahmen der Strategieimplementierung lassen sich überwiegend auf die (untemehmens-)kulturelle Prägung der ‘Strategiebetroffenen’ zurückführen.” Greipel, P. (1988), S.52, Fn. weggelassenGoogle Scholar
  317. 351.
    Vgl. vertiefend Kirsch, W., Obring, K. (1991), S.388; vgl. ergänzend Carqueville, P., Esser, W.-M., Kirsch, W., Müller-Stewens, G. (1991a), 5.116.Google Scholar
  318. 352.
    Im Gegensatz zum Begriff der “Philosophie” ist der Begriff der “Ideologie” organisationstheoretisch weniger gut eingeführt und weniger genau durchdrungen. Es findet sich in der Organisationstheorie z.B. folgende Begriffsbestimmung: “Die Ideologie bietet ein komplexitätsreduzierendes’Weltbild’ durch übereinstimmende Meinungen und eine Erklärung der sozialen Realität…. Gerade in Situationen, die Unsicherheit erzeugen, werden Handlungen auf der Grundlage der Ideologie ausgewählt und legitimiert.” Schwarz, G. (1989), S.83, Fn. Wegge lassen; vgl. Kirsch, W. (1992), S.148f.; vgl. Gussmann, B. (1988), S.236; vgl. Beyer, J.M., Dunbar, R.L.M., Meyer, A.D. (1988), S.483ff.; vgl. Meyer, A.D. (1982), S.47f. Jedoch ist damit der Begriff “Ideologie” nicht dem Kern nach erfaßt. Es kommt insbesondere auf die fraglose Voraussetzung der Gültigkeit der Wirklichkeitskonstruktion an. Die Soziologie definiert lexikalisch Ideologie genauer als ein Bild “… von Überzeugungen und Begriffen, das die… Wirklichkeit in einer Weise… strukturiert, um in ihr handeln zu können, ohne daß bestehende Zwangsverhältnisse problematisiert werden…” Rammstedt, O., in: Fuchs, W. et al (Hg.) (1988), S.328, Stichwort “Ideologie”, Definition [2]Google Scholar
  319. 353.
    Die Verankerung und Unterscheidung von Philosophie und Ideologie in einem Weltbild ist mit Bedacht gewählt und keineswegs zufällig. Dem liegt die lose Anlehnung an eine wissenschaftstheoretische Überlegung v. Weizsäckers zugrunde: “Solange wir unsere Spezialprobleme unter einem gegebenen Paradigma lösen, wird Philosophie leicht als bloße Belästigung empfunden; sie könnte uns von lösbaren Problemen ablenken zu für uns unlösbaren Problemen. Aber in der Krise, in der wissenschaftlichen Revolution, ist der mögliche Paradigmenwechsel nur dadurch erreichbar, daß wir genau die Grundfragen stellen, die wir gewöhnlich beiseite gelassen haben…. Nicht-Philosophieren ist eine Erfolgsbedingung in der normalen Wissenschaft, Philosophieren ist eine Erfolgsbedingung in einer wissenschaftlichen Revolution.” (Weizsäcker, C.F. v. (1992), S.364f.) Aber anders als bei v. Weizsäcker ist die Philosophie innerhalb des Paradigmas, d.h. des Weltbildes zu verorten, sind doch Operationen außerhalb der Sinngrenzen eines Systems Operationen in seiner Umwelt und nicht Operationen des Systems. Letztlich ist eben gesellschaftliches Philosophieren Gesellschaft und kann nicht außerhalb der Gesellschaft vollzogen werden. Auch die Strategische Management-Forschung scheint diese Sicht zumindest zu Millen: So ist es strategischen Entscheidungszusammenhängen möglich, Identität reflexiv zu handhaben und mithin philosophisch zu thematisieren (vgl. ähnlich Probst, G.J.B. (1987a), S.141).Google Scholar
  320. 354.
    Möglich sind hier auch korrelative Ordnungen als schwächere Formen der Bestimmung der Ordnung von Wirklichkeit.Google Scholar
  321. 355.
    Ziele spielen in der Strategischen Management-Forschung eine wichtige Rolle (vgl. Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S23).Google Scholar
  322. 356.
    Die Betrachtung der Mittel konvergiert in der Strategischen Management-Forschung zu ressourcenbezogenen Ansätzen (vgl. Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.82ff.).Google Scholar
  323. 357.
    Wegner, U. (1994), S.I27Google Scholar
  324. 358.
    Zurückgewiesen wird mithin “… die klassische Annahme von der autonomen Formulierung von Zielen für die gesamte Organisation durch einen Organisationsteilnehmer.” (Staehle, W.H. (1994), S.413) Vertiefend zur “äußeren Zwecksetzung” auf der Ebene der allgemeinen Systemtheorie vgl. Ziemke, A., Stöber, K. (1992), S.44ff.Google Scholar
  325. 359.
    “Neuere Ansätze zur entscheidungsorientierten, interdisziplinär ausgerichteten Untemehmungstheorie sehen im Zielsystem der Unternehmung einen Tatbestand, der selber einer Erklärung bedarf.” Dill, P., Hügler, G. (1987), S.163; vgl. Meyer, M. (1994), S.107ff.Google Scholar
  326. 360.
    Diese Einsicht löst innerhalb der Tradition der Organisationswissenschaft schnell Kontroversen aus, wie an hand der ausgiebigen Diskussion um Unternehmensziele hervorgeht: “Es gibt viele Forscher, die sagen, Organisa tionen seien nur aus ihren Zielen zu erklären, während andere fragen, ob Ziele neben der der Rechtfertigung getätigter Handlungen überhaupt eine Funktion hätten.” (Scott, W.R. (1986), S.39) Entsprechendes gilt für organisationswissenschaftliche Theorien über den “Unternehmungszweck”, den die normale Organisationstheorie über weite Strecken aus der organisationalen Evolution geschickt auszuklammern versucht, indem sie ihn pauschal an den Anfang der Organisationsentstehung verlegt: “Ausgangspunkt fir die Sinnzuordnung (von Handlungen; A.d.V.) bildet der Unternehmenszweck, der bei der Gründung einer Unternehmung festgelegt wird.” (Keller, A. (1990), S.189) Hier wird der soziologisch lexikalisch sedimentierten Einsicht gefolgt, daß das Zweck/MittelSchema (Ziel/Mittel-Schema) nur eine mehrerer Möglichkeiten der Auslegung der Systemreproduktion ist (vgl. Fuchs, W., in: Fuchs, W. et al (Hg.) (1988), S.879).Google Scholar
  327. 361.
    Soist nach den Beobachtungen Weicks “… zielgerichtetes Handeln gar nicht so häufig anzutreffen.” Weick, K.E. (1985a), S.341Google Scholar
  328. 362.
    Der Zielbegriff wird in der Organisationstheorie viel verwandt, jedoch mit unterschiedlichsten Konnotationen versehen (vgl. fuir einen knappen Überblick Scott, W.R. (1986), S.348ff.).Google Scholar
  329. 363.
    Vgl. Weick, K.E. (1985a), S.33f.Google Scholar
  330. 364.
    Vgl. March, J.G. (1990b), S.292.Google Scholar
  331. 365.
    Dieses Argument erhält seitens der empirischen Zielforschung unter Referenz auf innovative Entscheidungen Unterstützung. Es ist mit der dort beobachteten “Zielunklarheit” in Verbindung zu bringen (vgl. fir einen ersten und rudimentären Zugang Staehle, W.H. (1994), S.416).Google Scholar
  332. 366.
    Vgl. Ortmann, G. (1976), S.120.Google Scholar
  333. 367.
    So unterscheidet die Organisationswissenschaft bereits im Lehrbuchwissen zwischen Individual-und Organisationszielen (vgl. Scott, W.R. (1986), S.350f.). Diese Trennung ergibt sich zwingend auch aus den bisherigen theoretischen Argumentationen. Sie ist nach der Boulding-Skala der Komplexität unvermeidbar (vgl. Boulding, K. (1956), S.205). Großen Anteil an der Etablierung der Unterscheidung zwischen Individual-und Organisationszielen wird einer Arbeit von Simon zugeschrieben (vgl. Simon, H.A. (1964/65), S.lff.). Simon verharrt aber aufs Ganze gesehen bei einer individualistischen Perspektive der Erklärung von Organisationszielen, was mit eingehender Kritik bedacht wurde (vgl. Ortmann, G. (1976), S.77ff.).Google Scholar
  334. 368.
    Dann wird auch die Abstimmung von Zielen der Systeme untereinander zum Problem (vgl. Paolillo, J.G.P., Jackson, J.H., Lorenzi, P. (1986), S.385ff.).Google Scholar
  335. 369.
    Ziele können z.B. für Gestaltungsaufgaben eingesetzt werden (vgl. Knof, H.-L. (1992b), S.221ff.). 30 Vgl. Scott, W.R. (1986), S.348.Google Scholar
  336. 370.
    Scott, W.R. (1986), S.112, im Original teilweise kursiv und mit einer z.T. radikaleren Konnotation; vgl. Simon, H.A. (1964/65), S.3.Google Scholar
  337. 371.
    Werte werden hier als allgemeiner im Vergleich zu Zielen bzw. zu Zwecken betrachtet (in loser Anlehnung an Gussmann, B., Breit, C. (1987), S.123).Google Scholar
  338. 372.
    Die empirische Zielforschung baut diese Ordnung z.B. bei innovativen Entscheidungen hierarchisch nach Zielen höherer und niederer Ordnung auf (vgl. Hauschildt, J. (1975), S.103ff.).Google Scholar
  339. 374.
    So sprechen Schiemenz/Seiwert von der “… Multivariabilität des Zielsystems der Unternehmung…” Schie menz, B., Seiwert, L. (1979), 5.584; vgl. zusätzlich Überlegungen zur Ordnung von Werten und Zwecken bei Luhmann,N. (1973), S.33ff., speziell S.47f.Google Scholar
  340. 375.
    Vgl. für eine Einführung Dülfer, E. (1988b), S.lff. Auf die strategische Relevanz der Organisationskultur wird in der Forschung recht häufig hingewiesen (unbeschadet differenter Inhalte des Strategischen im Vergleich mit der vorliegenden Untersuchung) (vgl. anstelle vieler Dill, P., Hügler, G. (1987), S.172ff.). Nur wie diese strategische Relevanz konkret zu begreifen ist, das wird eher nicht dargelegt. Von Interesse ist insbesondere die Veränderungsmöglichkeit der Organisationskultur (vgl. hierzu anstelle vieler Schreyögg, G. (1988b), S.155ff. und Scholz, C. (1994), S.351ff.).Google Scholar
  341. 376.
    Bisweilen werden aus der Untemehmungskultur spezifische Stränge extrahiert, wie z.B. die “Informationskultur” (vgl. Scholz, C. (1988b), S.195ff.).Google Scholar
  342. 377.
    Die Organisationskultur gehört vom Ansatz her nicht zu den oben dargelegten allgemeinen oder speziellen Teilen der Strategie, sondern bezieht sich auf die Strategie als Ganzes.Google Scholar
  343. 378.
    Der Organisationskulturbegriff wird verschiedentlich mit dem Paradigmabegriff verbunden (vgl. z.B. und eher beiläufig Schein, E.H. (1983), S.16). Zur Funktionalität der Organisationskultur vgl. Kieser, A. (19886), S.207ff.Google Scholar
  344. 379.
    In Anlehnung an Bleicher, K. (1991a), S.147; vgl. zudem Bleicher, K. (1994), S.487; vgl. ergänzend Schreyögg, G. (1993), S.313f. In diesem Sinne ist die Organisationskultur unsichtbar (vgl. Sackmann, S. (1984), S.393ff.).Google Scholar
  345. 380.
    Der Hinweis auf Werte und Nonnen als Bestandteil der Organisationskultur findet sich in der Organisations-kulturforschung häufig (vgl. Greipel, P. (1988), 5.47f; vgl. Bleicher, K. (1991a), S.147ff.; vgl. Gomez, P., Zimmermann, T. (1993), S.23.Google Scholar
  346. 381.
    Vgl. anderer Auffassung Kolb, D. (1988), S.53; vgl. anderer Auffassung Argyris, C., Schön, D.A. (1978), S.326f.Google Scholar
  347. 382.
    Die Organisationskultur läßt sich nicht als die Menge der organisationalen Schemata beschreiben. Nach Schuh hingegen ist die “… Organisationskultur aus kognitiver Sicht… die Menge der organisationstypischen… Schemata…” (Schuh, S. (1989), S.164, im Original teilweise Fettdruck, Fn. weggelassen, vgl. zudem S.215, S.217) Eine zu Schuh relativ ähnliche Definition findet sich bei Heinen, jedoch ohne Bezug auf die Schematheorie und auf die erkenntnistheoretisch fragwürdige Unterscheidung reell/ideell abstellend (vgl. Heinen, E. (1987), S.25).Google Scholar
  348. 383.
    Anderer Meinung vgl. Weber, J. (1985), S.1 29f.; vgl. Kirsch, W. (1992), S.134.Google Scholar
  349. 384.
    So betonen Welge/Al-Laham fir den Entscheidungstyp der Planung, daß “… Planung… aus einer Vielzahl von Einzelaktivitäten besteht…” Welge, M.K., Al-Laham, A. (1993), S.196Google Scholar
  350. 385.
    Dabei läßt sich die Tendenz ausmachen, daß die Phasenabgrenzung bei Rahmenstrategien allgemein schwieriger zu formulieren ist als bei Programmstrategien (vgl. Reichert, R. (1984), S.147).Google Scholar
  351. 386.
    Vgl. ergänzend Steinmann, H., Schreyögg, G. (1991), S.166.Google Scholar
  352. 387.
    So ist z.B. die Analyse nicht pauschal das Herzstück der Strategieplanung, wie jedoch Steinmann/Schreyögg betonen (vgl. Steinmann, H., Schreyögg, G. (1991), S.132).Google Scholar
  353. 388.
    Vgl. anhand der Planung Klein, S. (1989), S.116.Google Scholar
  354. 389.
    Klein konstatiert z.B. für die Planung: ‘jeder Planer hat jeweils seine partikulare und perspektivische Sicht der Situation und der Problemstellung.“ Klein, S. (1989), S.153Google Scholar
  355. 390.
    Die Differenzen können realiter mehr oder weniger deutlich hervorgetreten. Zum Beispiel weiß man, “… daß insbesondere in Episoden eines umfassenderen strategischen Wandels die Grenzen zwischen Strategieformulierung und -implementierung stark miteinander verwischen…, die Strategieimplementierung häufig den Charakter eines evolutionären Prozesses besitzt, der auch die zunächst anvisierte Ausgangskonzeption nicht unverändert läßt…” Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.39Google Scholar
  356. 391.
    Weitgehend ähnlich vgl. Kirsch, W. (1990a), S.379; vgl. Müller-Stewens, G. (1990), S.9.Google Scholar
  357. 392.
    Vgl. Kirsch, W., Geiger, U., Grebenc, H., Maaßen, H. (1990), S.136.Google Scholar
  358. 393.
    Die Exploration wird mitunter mit Aktivitäten der Analyse vermengt (vgl. implizit Weiss, E. (1989), S.173). “4 Vgl. Kirsch, W. (1990a), S.381.Google Scholar
  359. 395.
    Vgl. der Konnotation nach ähnlich Carqueville, P., Esser, W.-M., Kirsch, W., Müller-Stewens, G. (1991a), S.64, S.68.Google Scholar
  360. 396.
    Vgl. Carqueville, P., Esser, W.-M., Kirsch, W., Müller-Stewens, G. (1991a), S.64.Google Scholar
  361. 397.
    Vgl. der Konnotation nach ähnlich Carqueville, P., Esser, W.-M., Kirsch, W., Müller-Stewens, G. (1991a), S.71.Google Scholar
  362. 388.
    Denn auch hier ist zu konstatieren: Alle Daten sind theoriebeladen (vgl. mit allgemeinem Bezug Mitroff, Emshoff, J.R. (1979), S.2).Google Scholar
  363. 399.
    in Anlehnung und Übertragung der Überlegungen bei Müller-Stewens, G. (1990), 5.9f.Google Scholar
  364. 400.
    So werden Explorationsergebnisse z.B. in der Analyse weiter verwendet (vgl. Carqueville, P., Esser, W.-M., Kirsch, W., Müller-Stewens, G. (1991a), S.68, S.71).Google Scholar
  365. 401.
    Vgl. der Konnotation nach ähnlich Kirsch, W., Geiger, U., Grebenc, H., Maaßen, H. (1990), S.136; vgl. Carqueville, P., Esser, W.-M., Kirsch, W., Müller-Stewens, G. (1991a), S.74.Google Scholar
  366. 402.
    Zur Umwelt-und Inweltanalyse vgl. anstelle vieler Bleicher, K. (1994), S.156ff.Google Scholar
  367. 403.
    Vgl. Kirsch, W. (1990a), S.381; vgl. der Konnotation nach ähnlich Carqueville, P., Esser, W.-M., Kirsch, W., Müller-Stewens, G. (1991a), S.64.Google Scholar
  368. 404.
    Vgl. Kirsch, W. (1990a), S.381f.Google Scholar
  369. 405.
    Planungstheoretische Ansätze wittern hier das Risiko bzw. die Fehlentwicklung der Vorbestimmung der in der Planung zu entwerfenden Strategie durch die Analyse (vgl. z.B. Reichert, R. (1984), S.133). Tatsächlich wird mit der Analyse mit vorbestimmt, was die Planung zu leisten vermag. Das ist kein zu vermeidendes Problem, sondern eine Konsequenz aus der Theorie selbstreferentieller Systeme.Google Scholar
  370. 406.
    In der Literatur erfolgt eine Belegung der strategischen Planung mit unterschiedlichen Inhalten (vgl. Welge, M.K., Al-Laham, A. (1993), S.193).Google Scholar
  371. 407.
    Für Entwurfsmöglichkeiten von Strategien vgl. den Überblick bei Guthunz, U. (1994), S.62ff. Die Strategieformulierung war insbesondere ein Thema der Strategischen Management-Forschung der 70er und 80er Jahre (vgl. Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.27f.).Google Scholar
  372. 408.
    Vgl. Reichert, R. (1984), S.124f., S.127.Google Scholar
  373. 409.
    Vgl. im weitesten Sinne ähnlich Klein, S. (1989), S.187.Google Scholar
  374. 410.
    Klein, S. (1989), S.148, vgl. zudem S.147; vgl. ergänzend Rabl, K. (1990b), S.12; vgl. für typische Funktionen der Planung detailliert Kirsch, W. (1990), S.65ff.; vgl. zu den Aufgaben strategischer Planung ergänzend Reichert, R. (1984), S.150ff.Google Scholar
  375. 411.
    Kirsch, W. (1990b), S.25Google Scholar
  376. 412.
    Klein, S. (1989), S.4, im Original teilweise kursivGoogle Scholar
  377. 413.
    Vgl. Kirsch, W. (1990b), S.28, S.74.Google Scholar
  378. 414.
    Vgl. Zahn, E. (1989), Sp.1904.Google Scholar
  379. 415.
    Peschanel, F.D. (1992), S.161; vgl. ergänzend Oelsnitz, D. v.d. (1993), S.353ff. Der Begriff der “Antizipation” wird dem Begriff der “Extrapolation” in der Literatur zur strategischen Planung für eine Kennzeichnung von Trendbrüchen gegenübergestellt (vgl. anstelle vieler Veliyath, R. (1992), S.86ff.).Google Scholar
  380. 416.
    Für die Formulierung von Anforderungsmerkmalen an die strategische Planung zur Erfüllung dieser Aufgabe vgl. Rabl, K. (1990), S.24ff.Google Scholar
  381. 417.
    Vgl. Zahn, E. (1989), Sp.1904.Google Scholar
  382. 418.
    Vgl. ähnlich Gälweiler, A. (1981a), S.84; vgl. ergänzend zur Abgrenzung operativer und strategischer Planung Steinmann, H., Schreyögg, G. (1991), S.217, vgl. auch S.I95.Google Scholar
  383. 419.
    Vgl. ähnlich Zahn, E. (1989), Sp.1904.Google Scholar
  384. 420.
    Planung ist also nicht die Vorbereitungsphase einer Entscheidung, wie in der Planungstheorie vielfach angenommen wird (vgl. Kirsch, W. (1990b), S.25).Google Scholar
  385. 421.
    Vgl. ergänzend Carqueville, P., Esser, W.-M., Kirsch, W., Müller-Stewens, G. (1991a), S.97. 422 Vgl. Welge, M.K., Al-Laham, A. (1993), S.196; vgl. Zettelmeyer, B. (1984), S.118.Google Scholar
  386. 422.
    Anlehnung an Hinterhuber, H.H. (1996), S.113; vgl. Winck, P. (1986), S.143.Google Scholar
  387. 423.
    Vgl. Oelsnitz, D. v.d. (1993), S.355ff.Google Scholar
  388. 425.
    Vgl. Klein, S. (1989), S.146.Google Scholar
  389. 426.
    Klein, S. (1989), S.149, Fn. weggelassenGoogle Scholar
  390. 427.
    Klein, S. (1989), S.149Google Scholar
  391. 428.
    Vgl. Hasselberg, F. (1991), S.20.Google Scholar
  392. 429.
    “Strategische Planung ist… tentatives Handeln.” (Steinmann, H., Schreyögg, G. (1991), S.202) Barnes geht noch weiter: “Every strategic plan is a gamble of sorts… ” Barnes Jr., J.H. (1984), S.133Google Scholar
  393. 430.
    Vgl. ergänzend Schreyögg, G., Steinmann, H. (1985), S.398; vgl. Steinmann, H., Schreyögg, G. (1991), S.201; vgl. Lütke Schwienhorst, R. (1989), S.92£Google Scholar
  394. 431.
    Schreyögg, G., Steinmann, H. (1985), S.401, im Original kursiv, Satzendezeichen weggelassen; vgl. Lütke Schwienhorst, R. (1989), S.121ff.Google Scholar
  395. 432.
    Vgl. Klein, S. (1989), S.149.Google Scholar
  396. 433.
    Vgl. Walter, M. (1989), S.9.Google Scholar
  397. 434.
    Vgl. Schreyögg, G., Steinmann, H. (1985), S.394; vgl. Walter, M. (1989), S.7f; vgl. implizit Zettelmeyer, B. (1984), S.119.Google Scholar
  398. 435.
    So kann nicht vom Primat der Planung im Strategischen Management gesprochen werden (anstelle vieler vgl. Walter, M. (1989), S.11; vgl. Hasselberg, F. (1991), S.20).Google Scholar
  399. 436.
    Reichert, R. (1984), S.211Google Scholar
  400. 437.
    Verallgemeinerung und Respezifikation der auf den Themenbereich der mitarbeiterbezogenen Planung und Kontrolle gerichteten Überlegungen bei Maaßen, H., Geiger, U., Grebenc, H., Klotz, A. (1990), S316.Google Scholar
  401. 438.
    Vgl. Reichert, R. (1984), S.155.Google Scholar
  402. 439.
    lassen sich Strategien z.B. nach ihrer Profitabilität charakterisieren (vgl. Ballantine, J.W., Cleveland, F.W., Koeller, C.T. (1992), S.13ff.). Die Bewertung wird sich aber insgesamt als mehrdimensionales Problem darstellen (vgl. Davies, C., Francis, A. (1975), 5.51 ff.).Google Scholar
  403. 440.
    So diskutiert die Forschung z.B. eingehend zahlreiche Probleme der Technologiebewertung (vgl. anstelle vieler Baaken, T. (1989), S.177ff. und Günter, B. (1990), S.44). Aber auch Probleme der Bewertung der Unternehmungsentwicklung (vgl. Bleicher, K. (1991a), S.332ff.) sowie der Produkte (vgl. Eversheim, W., Hartmann, M., Kümper, R. (1993), S.91 f.) werden zum Thema gemacht.Google Scholar
  404. 441.
    Auf dieser Linie liegt die Argumentation von Pfeffer/Salancik, die betonen, daß das organisationale Ergebnis nur über die Frage nach den erfüllten Interessen beantwortet werden kann (vgl. Pfeffer, J., Salancik, G.R. (1978), S.259).Google Scholar
  405. 442.
    Vgl. - obwohl eher beiläufig und auf Wirtschaftlichkeitsrechnungen bezogen - Günter, B. (1990), S.58.Google Scholar
  406. 443.
    Vgl. - im Rahmen der Innovationsforschung zu neuen Produktionstechnologien - Ebers, M., Ganter, H.-D. (1990), S.94.Google Scholar
  407. 444.
    So ist z.B. die strategische Geschäftsfeldbewertung mittels Portfolioanalysen grundsätzlich auf die bestehenden Geschäfte gerichtet (in Anlehnung an Huxold, S. (1990), 5.17f., S.103; vgl. ergänzend die Anführung von Auswahlkriterien für Diversifikationsprojekte bei Bühner, R. (1991), S.1401).Google Scholar
  408. 445.
    Zarte Hinweise auf die Relativität der Bewertung fanden sich bei Höft im Rahmen von Überlegungen zu Er-folgs-und Mißerfolgsursachen innovativer Produkte (vgl. Höft, U. (1992), S.141). Höft kann diesen Aspekt aber nur antippen, ohne ihn weiter, geschweige denn zu Ende zu führen. Ihm fehlt die konstruktivistische Theoriegrundlage.Google Scholar
  409. 446.
    In loser Anlehnung an die Überlegungen zur Ideenauswahl von Diversifikationsprojekten bei Bühner, R. (1991), S.1401; eine gleichlautende Ausrichtung der Bewertung wie oben im Text haben die Überlegungen Hauschildts zur Innovationserfolgsmessung. Hauschildt differenziert in: “Meßbereich”, “Meßdimension”, “Meßzeitpunkt”, “Referenzgröße der Messung”, “Meßsubjekt” (vgl. Hauschildt, J. (1991), S.466ff.).Google Scholar
  410. 447.
    Vgl. im Ergebnis gleich Hinterhuber, H.H. (1996), 5.188; vgl. im Rahmen der Suche nach neuen Geschäften Reichert, R., Kirsch, W., Esser, W.-M. (1991), S.598. So ist LB. ein allgemeingültiges Effizienzmaß für Produktinnovationen nicht nur nicht sehr schwierig festzulegen, wie Huxold meint (vgl. Huxold, S. (1990), S.36; vgl. Höft, U. (1992), S.146). Es kann gar keines geben. Dementsprechend stellt Perillieux - obgleich mit kritischem Unterton - empirisch gestützt fest, “… daß keine generellen Erfolgsdeterminanten, sondern jeweils nur dimensionsbezogene Determinanten existieren.” (Perillieux, R. (1987), S.113) Nach einer Notiz von Bart werden quali tative Erfolgsmaßstäbe bei unsicheren Umwelten und Langfristigkeit, quantitative dagegen bei sicherer Umwelt und kurzfristiger Perspektive verwandt (vgl. Bart, C.K. (1986), S.297). Es kann aufs Ganze gesehen kaum verwundern, daß in der Literatur nur wenige Vorschläge zur konkreten Messung von Innovationserfolgen vorliegen (vgl. Albers, S., Eggers, S. (1991), S.48). Die Aufgabe erscheint unfaßbar komplex und ihre Umgehung ist eine beliebte Vermeidungsstrategie von Schwierigkeiten. Umgekehrt bleibt ebenso die Beurteilung von Fehlschlägen abhängig von den Bewertungsmaßstäben (vgl. Albers, S., Eggers, S. (1991), S.44).Google Scholar
  411. 448.
    Bleicher verweist hier besonders auf Portfoliomethoden (vgl. Bleicher, K. (1991a), S.203).Google Scholar
  412. 449.
    Normann will diese Maßstäbe letztlich in der organisationalen Identität festgemacht wissen: “An essential requirement for… evaluating mechanisms is a conception of the organization’s identity…” Normann, R. (1971), S.210Google Scholar
  413. 450.
    “Es gibt viele Möglichkeiten, den Erfolg eines Unternehmens zu ermitteln.” Aaker, D.A. (1989), S.28Google Scholar
  414. 451.
    Danach existiert mithin eine Möglichkeit zur Mehrfachinterpretation, wie sie für strategische Informationen nach Müller-Stewens charakteristisch ist (vgl. Müller-Stewens, G. (1990), S.196).Google Scholar
  415. 452.
    Vgl. ergänzend Reichert, R. (1984), S.155, S.158.Google Scholar
  416. 453.
    Reichert, R. (1984), S.162Google Scholar
  417. 454.
    So trägt z.B. “(d)as Marktanteils/Marktwachstums-Portfolio… durch die Theorie der Erfahrungskurve eine Theorie über das Zustandekommen des Unternehmenserfolges und damit auch die Kriterien zur Bewertung der eingeordneten Geschäftsfelder in sich…” Reichert, R. (1984), S.157Google Scholar
  418. 455.
    “Daß für eine Bewertung Kriterien notwendig sind, ist offensichtlich; wir möchten jedoch… ausdrücklich auf die Rolle der Kriterien beim Entwurf von Strategien hinweisen: Strategien werden niemals blind nach allen möglichen Richtungen gesucht, sondern stets in relativ engen Bereichen.” Reichert, R. (1984), S.156, vgl. zudem 5.162, S.208, S.210, S.211.Google Scholar
  419. 456.
    Vgl. Reichert, R. (1984), S.157.Google Scholar
  420. 457.
    Vgl. anderer Meinung Reichert, R. (1984), 5.155.Google Scholar
  421. 458.
    Vgl. Reichert, R. (1984), S.162.Google Scholar
  422. 459.
    “Die Anschauungen, wie man Potentiale… bewerten soll, gehen auseinander…” Reichert, R. (1984), 5.213, grammatisch berichtigtGoogle Scholar
  423. 460.
    Die Betrachtung der Implementierung wird vor dem Hintergrund des Scheiterns zahlreicher Pläne in die Ma nagementproblematik eingeführt (vgl. Klein, S. (1989), S.187). Die Implementierung besitzt gegenwärtig hohes Interesse in der Strategischen Management-Forschung (vgl. Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.27f.; vgl. ergänzend Schellenberg, A.C. (1993), S.92; vgl. ergänzend Riekhof, H.-C. (1993), S.296ff.).Google Scholar
  424. 461.
    So konstatiert z.B. Wildemann: Die Einbindungsstrategie muß “… für das einzelne Unternehmen entsprechend der eigenen Wettbewerbsstrategie, der Umwelt und dem Technologietyp gezielt ermittelt werden.” Wildemann, H. (1986a), S.365; vgl. zudem zum Verweis, Ziel der Einführungsstrategie sei die Implementierung, Wildemann, H. (1986b), S.26. Eine mögliche Einbindungsstrategie kann z.B. im Projektmanagement gesehen werden (vgl. Lord, M.A. (1993), S.76ff.).Google Scholar
  425. 462.
    Vgl. Wildemann, H. (1986), S.337ff.Google Scholar
  426. 463.
    Krcmar/Lucas betonen im Rahmen ihrer Überlegungen zur Informationstechnologie sinngemäß, eine alleinige Beschaffung einer Ressource reiche nicht aus. Benötigt werden noch Schritte ihrer Einbindung (vgl. Krcmar, H., Lucas Jr., H.C. (1991), S.143).Google Scholar
  427. 464.
    Nach Bart wird seitens der Wissenschaft vor allem auf den Einsatz der Formalstruktur zur Erleichterung der Implementierung rekrutiert (vgl. Bart, C.K. (1986), S.293).Google Scholar
  428. 465.
    Ähnlich betont Hässig, daß in der Einfiihrung Lerneffekte erbracht werden, die die Basis für das weitere Vorgehen liefern (vgl. Hässig, K. (1988), S.337; vgl. ergänzend Argyris, C. (1989), S.5ff.). Unbeschadet davon bleibt die Möglichkeit der Suche nach einer optimalen Einbindungsstrategie (vgl. z.B. Hoitsch, H.-J. (1993), S.206).Google Scholar
  429. 466.
    Vgl. relativ ähnlich Klein, S. (1989), S.190.Google Scholar
  430. 467.
    So sieht es weitgehend auch die planungstheoretische Argumentation: “An implementation success was defined as putting the plan to actual use…” Nutt, P.C. (1989), S.156; vgl. Rabl, K. (1990), S.27.Google Scholar
  431. 468.
    Die Strategische Management-Forschung handelt deshalb ihre Überlegungen zur Implementierung auch unter dem Begriff “Realisation” ab (vgl. z.B. Steinmann, H., Schreyögg, G. (1991), S.134).Google Scholar
  432. 469.
    Es ist von daher kaum verwunderlich, das sich in Systemen vor allem immer dann negative Erfahrungen mit der strategischen Planung breit machen, wenn die Strategieeinbindung nicht gewährleistet ist (vgl. Hoffmann, J. (1989), Sp.766).Google Scholar
  433. 470.
    In Anlehnung an Röpke, J. (1977), S.198ff.; vgl. Greipel, P. (1988), S.34.Google Scholar
  434. 471.
    in Anlehnung an Steinmann, H., Schreyögg, G. (1991), S.193Google Scholar
  435. 472.
    Demgemäß lautet der Verweis Günters, “neue” Technologien seien in die “bestehende” Organisation einzuordnen (vgl. Günter, B. (1990), S.45; vgl. ergänzend Bleicher, K. (1979), Sp.806).Google Scholar
  436. 473.
    Diese Einsicht ist im weitesten Sinne in Grundzügen auch bei Röpke erkennbar, der im Kontext ressourcentheoretischer Überlegungen betont, eine Neuverteilung von Ressourcen erfordere die Einbindung des Neuen in die traditionelle Zweck/Mittel-Hierarchie (vgl. Röpke, J. (1977), S.223f.).Google Scholar
  437. 474.
    Vgl. anhand des Fallbeispiels eines Beratungsprojektes Kirsch, W., Knyphausen, D. zu, Ringlstetter, M. (1991), S.320; vgl. Stevenson, W.B., Gilly, M.C. (1991), S.927.Google Scholar
  438. 475.
    Vgl. Greipel, P. (1988), S.33.Google Scholar
  439. 476.
    Vgl. Scott-Morgan, P. (1994), S.18.Google Scholar
  440. 477.
    Wildemann konstatiert die Notwendigkeit der Umstrukturierung der Unternehmung durch die Einführung neuer Produktionstechnologien, hervorgerufen durch die Integrationsmöglichkeiten und -notwendigkeiten dieser Technologien (vgl. Wildemann, H. (1986a), S.342). Ebenfalls wird der Hinweis Kreikebaums im Rahmen seiner Überlegungen zur Einführung strategischer Planungssysteme einsichtig, ein Schnittstellenmanagement sei gut für die Implementierung (vgl. Kreikebaum, H. (1992), S.671).Google Scholar
  441. 478.
    Hiermit konform heißt es bei Wildemann: “Die Einführung neuer Prozeßtechnologien mit dem Ziel des Aufbaus eines CIM-Systems führt zu hohen Anforderungen an… die hifrastruktur der Unternehmung.” Wildemann, H. (1986a), S.355; vgl. zudem den Verweis auf die Schaffung einer “bestimmten Infrastruktur” für die spätere Technologieanwendung bei Ebers, M., Ganter, 11.-D. (1990), S.86.Google Scholar
  442. 479.
    Häufig wird notiert: “Soll die Einführung neuer Technologien als aktive Variable in der Unternehmensstrategie verstanden werden, so ist eine Koordination von Markt-und Technologiestrategie erforderlich.” Wildemann, H. (1986b), S.21Google Scholar
  443. 480.
    Dementsprechend unterscheidet Wildemann bei der Einführung von CAD/CAM und FFS die beiden Einfih-rungsstrategien “früher Einstieg” und “sinnvolles Warten” (vgl. Wildemann, H. (1986b), S.13). Auch bei der Ein-bindung von Untemehmungsberatungsleistungen zeigt sich klar der zeitliche Bezug der Einbindung, manifestiert sich doch die Beratung in der Form des aperiodischen Zusammenwirkens der Beteiligten (vgl. Backhaus, K., Späth, G.-M. (1992), S.763).Google Scholar
  444. 481.
    Eben weil diese Perspektive ein entscheidendes Problem ist (Neuerungen sind qualitativ unterschiedlich von existierenden Formen (vgl. Röpke, J. (1977), S.325), betont die sich intensiv mit neuen Betätigungsfeldern beschäftigende Venture-Forschung, daß Venture-Einheiten (neue Geschäftsfelder) nicht für sich allein bestehen, sondem in den betrieblichen Kontext eingebunden sind (vgl. Siemer, S. (1991), S.I7; vgl. in allgemeiner organisationswissenschaftlicher Sicht Normann, R. (1971), S.205).Google Scholar
  445. 482.
    Imzugedessen kann z.B. die Einbindung eines neuen strategischen Geschäftsfeldes in die Organisation u.U. deren Identität verändern. So wird bei der Diversifikation strategischer Geschäftsfelder durch Unternehmungsakquisitionen (vgl. Bühner, R. (1991), S.1396) die organisationale Rahmenstrategie i.d.R. besonders immer dann transformiert, wenn es der Organisation aufgrund ihrer Fähigkeiten nicht möglich ist, die Diversifikation auf anderem, d.h. konservierendem Wege zu vollziehen (z.B. durch konformen Anschluß an die in der Organisation vorhandenen Fähigkeiten (vgl. im weitesten Sinne Meyer, M.H., Utterback, J.M. (1993), S.29). Dementsprechend ist es keinesfalls verwunderlich, daß bereits die Auswahl neuer Ideen in der Unternehmung überwiegend durch die die Organisation übergreifende Führungsebene geschieht (vgl. Bühner, R. (1991), S.1401).Google Scholar
  446. 483.
    Wildemann teilt im Prinzip die obige Einsicht für “neue Technologien im Produktionsbereich” und hält diese Art der Veränderung “… in jedem Falle erforderlich. Hierzu sind Eigenleistungen des Anwenders und kundenspezifische Leistungen des Herstellers notwendig.” Wildemann, H. (1986a), S.350Google Scholar
  447. 484.
    Die Theorie strategischer Entscheidungen kennt das Phänomen der Verzerrungen von Kommunikationsofferten besonders im Bereich der Zielformulierung. Organisationale Ziele eines Teilsystems für ein anderes werden durch dieses interpretiert und dabei modifiziert (vgl. Carter, E.E. (1971), 5.421; vgl. Eaton Baier, V., March, J.G., Saetren, H. (1990), S.170, S.173f.).Google Scholar
  448. 485.
    Das Auftreten von Verzerrungen liegt damn, daß die Problemlösungen in der Autopoiese sowohl forthin interpretiert als auch in der Retention mit der vorhandenen Struktur abgestimmt werden. Diese Einsicht deutet sich in der Entscheidungstheorie seit längerer Zeit an, die anhand von Beobachtungen zu dem Ergebnis gelangt: “… (T)he requirement that decisions pass through many organizational levels itself influenced the outcome of the decisions.” Carter, E.E. (1971), S.421Google Scholar
  449. 486.
    Vgl. Naumann, C. (1982), S.4.Google Scholar
  450. 487.
    Vgl. zum Begriff des Implementierungsfeldes - obwohl im Kontext des Strategischen Technologie-Managements - Ewald, A. (1989), S.65, S.71.Google Scholar
  451. 488.
    Die Überlegungen folgen hier generalisiert und respezifiziert wesentlichen Argumentationslinien der Nichtgleichgewichtsthermodynamik (vgl. Prigogine, I., Stengers, I. (1990); vgl. Prigogine, I. (1995); vgl. zusammenfassend Paslack, R. (1991), S.91ff.).Google Scholar
  452. 489.
    Die Entscheidungsprämissen des Implementierungsfeldes müssen instabil sein. Die Freiheitsgrade im System müssen anwachsen (vgl. Bierfelder, W. (1991), S.96).Google Scholar
  453. 490.
    in Anlehnung an Prigogine, I., Stengers, I. (1990), S.I49, S.183Google Scholar
  454. 491.
    Vgl. Nutt, P.C. (1984), S.415.Google Scholar
  455. 492.
    Man darf bei Einbindungsfragen das Phänomen der symbolisch generalisierten Kommunikationsmedien nicht vernachlässigen, ist diesen die Fähigkeit zuzustehen, interpretative Differenzen zumindest teilweise zu überbrükken, d.h. die Annahmewahrscheinlichkeit der Kommunikation zu erhöhen. Zu nennen wäre hier z.B. Autorität: “Autorität stellt das Mittel dar, das dem Manager für die effektive Durchführung der Aufgaben unter seiner Verantwortlichkeit zur Verfügung steht.” (Hax, A.C., Majluf, N.S. (1991), S.97, im Original teilweise kursiv) Die empirisch zahlreich beobachtete Autorisierung strategischer Problemlösungen (vgl. Mintzberg, H., Raisinghani, D., Théorêt, A. (1976), S.259f.) zeigt, daß Legitimierungs-und Machtfragen bei der Durchsetzung von Problemlösungen eine erhebliche Rolle spielen. Gleichlautend beschreiben Ebers/Ganter die Implementierung neuer Produktionstechnologien als Machtkampf (vgl. Ebers, M., Ganter, H: D. (1990), S.95). Auf der Linie der symbolisch generalisierten Kommunikationsmedien lassen sich auch die in der Literatur zahlreich geforderten flankierenden Maßnahmen der Strategieumsetzung in Form von Anreizsystemen einordnen (vgl. mit einigen kritischen Anmerkungen anstelle vieler Greipel, P. (1988), S.38).Google Scholar
  456. 493.
    In zahlreichen Beiträgen zur Problemlösungsdurchsetzung der Innovationsforschung wird jedoch der Aspekt des Einsatzes symbolisch generalisierter Kommunikationsmedien meist gar nicht oder nicht umfangreich thematisiert (vgl. anstelle vieler Röpke, J. (1977), S.198ff.). Dennoch kann auch ihr diese Einsicht nicht ganz fremd sein, sieht sie doch innovative Aktivitäten im Prinzip als hochgradig politisch an (vgl. anstelle vieler Knetsch, W. (1987), S.101). In der Planungsforschung wird mitunter auf den Einsatz symbolisch generalisierter Kommunikationsmedien in der Implementierung hingewiesen, deren Eignung fir die Implementation aber gering eingeschätzt. Die Folge ist, daß dann Implementation ohne Einsatz symbolisch generalisierter Kommunikationsmedien begriffen wird (vgl. z.B. Rabl, K. (1990), S.27).Google Scholar
  457. 494.
    Vgl. zudem und eher ergänzend Naumann, C. (1982), S.51 ff.Google Scholar
  458. 495.
    Somit ist eine im klassischen Sinne rationale Interpretation des hnplementierungsbegriffs abzulehnen, die lauten könnte: “Die Terminologie der Implementierung zeichnet ein Bild klarer, konsistenter und stabiler politischer Direktiven, die nur darauf warten, ausgeführt zu werden.” Eaton Baier, V., March, J.G., Saetren, H. (1990), S.181 496 Vgl. LB. die explorative Studie von Alexander, L.D. (1985), S.91ff.Google Scholar
  459. 496.
    Vgl. nachfolgend Alexander, L.D. (1985), 5.92f.; vgl. Schellenberg, A.C. (1993), S.92ff.Google Scholar
  460. 497.
    In der Literatur werden zumeist zwei Interpretationen von Implementierungsschwierigkeiten angefiihrt: “In-kompetenz” und “Interessenkonflikte” (vgl. Eaton Baier, V., March, J.G., Saetren, H. (1990), S.17of.). Diese Ein-sichten sind durch einen eher autoritären Grundtenor geprägt. Einen anderen Grundtenor weisen eher demokratische Ideologien auf: Implementierungsprobleme werden von ihnen zu einem erheblichen Teil als Probleme der Sozialdimension beschrieben: Sie werden häufig als “Interpretations-”, “Akzeptanz-” und “Motivationsprobleme” verortet und über den Ansatz der Partizipation wird versucht, diese zu beseitigen (vgl. Greipel, P. (1988), S.35£).Google Scholar
  461. 498.
    Vgl. Greipel, P. (1988), S.35.Google Scholar
  462. 500.
    Insofern hängen die übrigen Strategien des Strategischen Managements von Implementierungserfolgen ab, da sie sich durch die Selbstreferenz der Erkenntnis immer auch auf die schon bestehende Form der Organisation stützen müssen (vgl. - obgleich nur mit Hinweisen auf Planung und Kontrolle - Walter, M. (1989), S.16).Google Scholar
  463. 501.
    Vgl. eher implizit Hax, A.C., Majluf, N.S. (1991), S.95; vgl. Bleicher, K. (1991a), S.55; vgl. Naumann, C. (1982), S.4.Google Scholar
  464. 502.
    Die Literatur spricht vielfach von einer “Strategieumsetzung” (vgl. anstelle vieler Rabl, K. (1990), S.27 und Welge, M.K., Al-Laham, A. (1993), 5.199£).Google Scholar
  465. 503.
    Die Implementierungsentscheidungen können so stark planerisch geprägt sein, daß ein Beobachter sie der Planung zurechnen mag (vgl. z.B. Steinmann, H., Schreyögg, G. (1991), S.193). Die Tradition betrachtet Planung und Umsetzung der Planung jedoch getrennt (vgl. Klein, S. (1989), S.186). Selbstverständlich läßt sich aber die Güte der Planung mit Blick auf die Implementierung beurteilen (vgl. im präskriptiven Sinne Klein, S. (1989), S.197).Google Scholar
  466. 504.
    Vgl. Nutt, P.C. (1989), S.146ff.Google Scholar
  467. 505.
    Vor allem die sozialdimensionalen Einflüsse fir den Erfolg der Strategieimplementierung werden in der Literatur immer wieder hervorgehoben: “In der Wechselwirkung zwischen Strategieentwurf und politischen Prozessen erfährt die Strategie Unterstützung und Begrenzung.” Klein, S. (1989), S.191Google Scholar
  468. 506.
    Vgl. Steinmann, H., Schreyögg, G. (1991), S.135.Google Scholar
  469. 507.
    Vgl. Schreyögg, G., Steinmann, H. (1985), S396; vgl. Steinmann, H., Schreyögg, G. (1986), S.748; vgl. Hasselberg, F. (1991), S.20; vgl. Guthunz, U. (1994), S.97.Google Scholar
  470. 508.
    “Vielfach wird… in erster Linie deshalb geplant, um damit die Grundlage fir eine bessere Kontrolle der einzelnen Organisationseinheiten zu legen.” Kirsch, W. (1990a), S.68Google Scholar
  471. 509.
    Die Überlegungen stützen sich nachfolgend zum Großteil auf die Theorie strategischer Kontrolle von Stein-mann/Schreyögg. Für die relevanten Literaturangaben vgl. die weiteren Ausführungen. Die Überlegungen von Steinmann/Schreyögg gelten als am weitesten profiliert und sehen sich ausgestattet mit der Herstellung eines Bezuges zur luhmannschen Systemtheorie (vgl. Lücke Schwienhorst, R. (1989), S.89, S.94). Sie wurden darüber hinaus nicht nur im deutsch-, sondern auch im englischsprachigen Raum publiziert (vgl. Schreyögg, G., Steinmann, H. (1987), S.91ff.). Zudem sind die Überlegungen von Steinmann/Schreyögg konsequent auf das Strategische ausgerichtet. Ein anderer Ansatz strategischer Kontrolle fmdet sich bei Kirsch, W., Geiger, U., Grebenc, H., Maaßen, H. (1990), S.146f. und bei Grebenc, H., Geiger, U., Klotz, A., Maaßen, H. (19906), S.378. Jedoch wird ihre strategische Kontrollkonzeption durch operative Kontrollkategorien aufgeweicht. Strategische und operative Kontrollen haben jedoch keine Überschneidungen (vgl. Gälweiler, A. (1981b), S.385).Google Scholar
  472. 510.
    Steinmann, H., Schreyögg, G. (1986), S.747; vgl. Kirsch, W., Reglin, B. (1991), S.700.Google Scholar
  473. 511.
    Steinmann, H., Schreyögg, G. (1987), S.292Google Scholar
  474. 512.
    Vgl. Zettelmeyer, B. (1984), S.199; vgl. Steinmann, H., Hasselberg, F. (1988), S371.Google Scholar
  475. 513.
    Vgl. Steinmann, H., Schreyögg, G. (1991), S.200; vgl. Gälweiler, A. (1981b), S.384f.Google Scholar
  476. 514.
    Vgl. Walter, M. (1989), S.11, S.78.Google Scholar
  477. 515.
    Vgl. vertiefend Schreyögg, G., Steinmann, H. (1985), S.391ff.; vgl. Hasselberg, F. (1991), S.20.Google Scholar
  478. 516.
    Vgl. Schreyögg, G., Steinmann, H. (1985), S.396.Google Scholar
  479. 517.
    Steinmann, H., Schreyögg, G. (1986), S.748, im Original kursivGoogle Scholar
  480. 518.
    Vgl. Steinmann, H., Schreyögg, G. (1986), S.749.Google Scholar
  481. 519.
    Vgl. anderer Meinung Zettelmeyer, B. (1984), 5211.Google Scholar
  482. 520.
    Vgl. Steinmann, H., Schreyögg, G. (1986), S.748; vgl. Steinmann, H., Schreyögg, G. (1991), S.202.Google Scholar
  483. 521.
    Die Kontrollform kann aber für die Eruierung anderer Formen Impulse geben (vgl. zur Impulsfunktion der Kontrolle Zettelmeyer, B. (1984), S.213).Google Scholar
  484. 522.
    Steinmann, H., Schreyögg, G. (1986), S.748, im Original teilweise kursiv; vgl. Steinmann, H., Hasselberg, F. (1988), S.373; vgl. Hasselberg, F. (1991), S21.Google Scholar
  485. 523.
    Vgl. Steinmann, H., Schreyögg, G. (1986), S.759.Google Scholar
  486. 524.
    Steinmann, H., Schreyögg, G. (1991), S.209Google Scholar
  487. 525.
    Vgl. Zettelmeyer, B. (1984), S.217.Google Scholar
  488. 526.
    Vgl. Zettelmeyer, B. (1984), S.233.Google Scholar
  489. 527.
    Vgl. Steinmann, H., Schreyögg, G. (1991), S.202; vgl. Walter, M. (1989), S.78; vgl. Hasselberg, F. (1991), S.20f.Google Scholar
  490. 528.
    Gegenteiliger Auffassung sind hier Steinmann/Schreyögg, nach denen “Nichtselektivität” die Intention strate gischer Kontrolle ist (vgl. Steinmann, H., Schreyögg, G. (1991), S.202; vgl. Steinmann, H., Schreyögg, G. (1986), S.749). Wenn Erkenntnis nur als Reduktion von Komplexität möglich wird, so hat dies auch für eine strategische Kontrolle ihrem Gesamtumfange nach zu gelten und das bedeutet eben: Selektivität (vgl. Lücke Schwienhorst, R. (1989), S.95).Google Scholar
  491. 529.
    Vgl. Walter, M. (1989), S.79; vgl. Steinmann, H., Schreyögg, G. (1991), S.203; vgl. ähnlich Bleicher, K. (1994), S.361.Google Scholar
  492. 530.
    Steinmann/Schreyögg sprechen hier lediglich von einer “strategischen Prämissenkontrolle” (vgl. Steinmann, H., Schreyögg, G. (1991), S.202; vgl. ebenso Guthunz, U. (1994), S.148f.). Das ist insofern verkürzend, als daß die anderen beiden Kontrolltypen eben auch der Kontrolle von Prämissen dienen (vgl. in Ansatzpunkten ähnlich Lütke Schwienhorst, R. (1989), 595f., vgl. zur strategischen Kontrolle als Prämissenherausforderung vertiefend S.127ff.).Google Scholar
  493. 531.
    Vgl. Walter, M. (1989), S.79f.Google Scholar
  494. 532.
    Vgl. Walter, M. (1989), S.80.Google Scholar
  495. 533.
    Vgl. Steinmann, H., Schreyögg, G. (1991), S.204; vgl. Kirsch, W., Reglin, B. (1991), S.701; vgl. Guthunz, U. (1994), S.151f.Google Scholar
  496. 534.
    Vgl. Steinmann, H., Schreyögg, G. (1986), S.749.Google Scholar
  497. 535.
    Vgl. - obwohl mit einer Verengung der Beobachtung auf die Systemumwelt und der unzulässigen Annahme der Möglichkeit einer unselektiven Erkenntnisgewinnung - Walter, M. (1989), S.80.Google Scholar
  498. 536.
    Steinmann, H., Schreyögg, G. (1991), S.204Google Scholar
  499. 537.
    Zur Emergenz verschiedener Logiken im Management aufgrund von Arbeitsteilung vgl. Schirmer, F. (1993), S.99.Google Scholar
  500. 538.
    Es muß als untypisch gelten, Wirtschaftsorganisationen Konvergenz in den Wirklichkeitsauffassungen zu attestieren (vgl. Schirmer, F. (1992), S.123).Google Scholar
  501. 539.
    Vgl. Ireland, R.D., Hitt, M.A., Bettis, R.A., Auld de Pones, D. (1987), S.471.Google Scholar
  502. 540.
    Diese Einsicht formuliert ebenfalls die Handlungstheorie: “Ein Vertreter des Marketings strukturiert seine Welt anders als ein Forscher, ein Produktionsingenieur oder ein Finanzierungsexperte.” Röpke, J. (1977), S.196Google Scholar
  503. 541.
    Sobetonen Daft/Weick, daß “… each subsystem may deal with a different external sector.” Daft, R.L., Weick, K.E. (1984), S.285Google Scholar
  504. 542.
    Vgl. die empirische Untersuchung zu kognitiven Wirkungen unterschiedlicher Kulturkreise bei Shaw, J.B. (1990), S.626ff.Google Scholar
  505. 543.
    Vgl. Walker, G. (1985), S.103ff.Google Scholar
  506. 544.
    Unter soziologischer Perspektive erscheinen Gefiihle keineswegs als etwas besonders Privates, sondern so-wohl als Resultat wie auch als unentbehrliche Komponenten sozialer Interaktion.“ Schmidt, S.J. (1994), S.33Google Scholar
  507. 545.
    Vgl. Ranson, S., Hinings, B., Greenwood, R. (1980), S.6.Google Scholar
  508. 546.
    in enger Anlehnung an Ranson, S., Hinings, B., Greenwood, R. (1980), S.4, S.5Google Scholar
  509. 547.
    Vgl. das Beispiel intrafunktionaler Kontextdifferenzen im F&E-Bereich zwischen “Technikmanager” und “Technikspezialist” bei Weiss, E. (1989), S.151f.Google Scholar
  510. 548.
    Vgl. im Kontext der Subkulturdebatte von Organisationen Pautzke, G. (1989), S.240.Google Scholar
  511. 549.
    Vgl. Walker, G. (1985), S.122; vgl. im Kontext der Organisationskulturforschung Gussmann, B., Breit, C. (1987), 5.130; vgl. Dill, P., Hügler, G. (1987), 5.154.Google Scholar
  512. 550.
    Man kann hierin ein Grundprinzip der organisationalen Strukturierung erblicken (in enger Anlehnung an Kieser, A., Kubicek, H. (1992), S.75)Google Scholar
  513. 551.
    Vgl. Ireland, R.D., Hitt, M.A., Bettis, R.A., Auld de Porras, D. (1987), S.469ff.; vgl. Aktouf, O. (1985), S.27ff. 553 Vgl. Isabella, L.A. (1990), S.9. So bildet sich ein dominanter Reproduktionsmodus heraus, aufgrund dessen Emergenz es überhaupt erst möglich wird, von “einem System” zu sprechen.Google Scholar
  514. 552.
    Ranson, S., Hinings, B., Greenwood, R. (1980), S.4Google Scholar
  515. 553.
    Daft/Weick sprechen von “… a series of nested Systems…” Daft, R.L., Weick, K.E. (1984), S.285 555 Vgl. Pondy, L.R., Mitroff, I.1. (1979), S.9.Google Scholar
  516. 554.
    Daft, R.L., Weick, K.E. (1984), S.284Google Scholar
  517. 555.
    Pautzke, G. (1989), S.77, im Original teilweise kursiv, Fn. weggelassen, vgl. auch S.239; vgl. ergänzend Bleicher, K. (1994), S.425.Google Scholar
  518. 558.
    Vgl. Kirsch, W. (1992), S.133; vgl. Kirsch, W. (1990a), S.120ff.Google Scholar
  519. 559.
    Ohne eine völlige Korrespondenz mit den theoretischen Grundlagen der vorliegenden Untersuchung, sei hier auf Kirsch verwiesen, da er besonders vehement die oben im Text angefiihrte Sicht vertritt: “Eine Kontextgemeinschaft ist ein soziales System, dessen Mitglieder eine spezifische Lebens-und Sprachform teilen. Diese Lebens-und Sprachform konstituiert den Kontext, in dem diese… fühlen, denken, sprechen, Alltagsprobleme definieren usw.” Kirsch, W. (1984), S.984; vgl. Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.383; vgl. zum “Kontextbegriff’ Kirsch, W. (1992), S.66ff.Google Scholar
  520. 560.
    Schwenk, C.R. (1989), 5.183Google Scholar
  521. 561.
    Vgl. Ranson, S., Hinings, B., Greenwood, R. (1980), S.4, S.7.Google Scholar
  522. 562.
    Schwenk, C.R. (1989), S.183Google Scholar
  523. 563.
    Zur Beurteilung der Relevanz kultureller Vorstellungen im Rahmen der interpretativen Strategietheorie vgl. Sydow, J. (1992c), S.241.Google Scholar
  524. 564.
    Dem tritt nicht entgegen, daß diese Schemata durch Beobachtung explizit gemacht werden können. Nur: ihre Steuerungsfunktion muß auch danach implizit wirksam sein, damit von Kultur gesprochen werden kann.Google Scholar
  525. 565.
    Vgl. Martin, J., Siehl, C. (1983), S.53; vgl. Aktouf, O. (1985), S.27E; vgl. Sathe, V. (1983), S.8E; vgl. Scholz, C. (1988), S.88; vgl. Pautzke, G. (1989), S.239; vgl. Schienstock, G. (1993a), S.38E; vgl. ergänzend Bleicher, K. (1994), S.425.Google Scholar
  526. 566.
    Diese Einsicht steht im Gegensatz zu einer Vielzahl von Veröffentlichungen zur Organisationskultur (vgl. Kasper, H. (1986), S.280). Das gilt vor allem für ältere Veröffentlichungen im Rahmen der Organisationskulturforschung.Google Scholar
  527. 567.
    Vgl. Yinger, J.M. (1960), S.625.Google Scholar
  528. 568.
    Vgl. Gussmann, B., Breit, C. (1987), S.128ff.Google Scholar
  529. 569.
    Domiayer, H: J., Kettem, T. (1987), S.64; vgl. ergänzend Bleicher, K. (1991a), S.170ff.; vgl. ergänzend Sack, F. (1971), S.261ff.; vgl. ergänzend Schmitz, C., Weyrer, M. (1995), S.132EGoogle Scholar
  530. 570.
    Vgl. Heinen, E. (1987b), S.27.Google Scholar
  531. 571.
    Dieser idealisierte Ausgangspunkt der Überlegungen geht auf Aktouf zurück, der betont, “… daß eine Annäherung an das Problem der Kultur… mit einer Untersuchung des ‘gemeinschaftlichen Ganzen’ beginnen muß, bevor man die eventuellen ’Koalitionen’ in Betracht ziehen kann.” Aktouf, O. (1985), S.29Google Scholar
  532. 572.
    Die Beobachtung kultureller Differenzierungen beugt vor gegenüber “… the… danger of portraying organizations in inappropriate terms which suggest an excess of unity, integration, coordination, and consensus.” (Weick, K.E. (1976), S.4) Der Ansatz der “unites multiplex” der Kultur soll den Informationsgehalt der Organisationskulturforschung erhöhen (vgl. Meyerson, D., Martin, J. (1987), S.631).Google Scholar
  533. 573.
    “… (A) distinction needs to be drawn between an organization’s dominant culture and various subcultures that might coexist with.” Martin, J., Siehl, C. (1983), S.53; vgl. Meyerson, D., Martin, J. (1987), S.630.Google Scholar
  534. 574.
    Vgl. Yinger, J.M. (1960), S.626; vgl. ergänzend Schreyögg, G. (1993), S.318EGoogle Scholar
  535. 575.
    Vgl. Gussmann, B., Breit, C. (1987), S.130; vgl. ergänzend Bleicher, K. (1991a), S.154EGoogle Scholar
  536. 576.
    Vgl. - wenngleich eher implizit und auf gesamtgesellschaftlicher Ebene - Yinger, J.M. (1960), S.626, S.629. 57 Pautzke, G. (1989), S.242, im Original teilweise kursivGoogle Scholar
  537. 578.
    Vgl. Pautzke, G. (1989), S.239.Google Scholar
  538. 579.
    Meyerson, D., Martin, J. (1987), 5.631Google Scholar
  539. 580.
    So unterscheidet Scholz horizontale, vertikale und lokale Subkulturen (vgl. vertiefend Scholz, C. (1988a), S.88).Google Scholar
  540. 581.
    Vgl. implizit Bleicher, K. (1994), S.160ff.Google Scholar
  541. 582.
    Eine andere Differenzierungsstrategie fandet sich bei Yinger, der neben “Subkulturen” “Gegenkulturen” über ein Kontinuum unterscheidet (vgl. Yinger, J.M. (1960), S.629, jedoch aufs Ganze gesehen nicht völlig schlüssig mit S.627).Google Scholar
  542. 583.
    Vgl. den Vorschlag von Pautzke, G. (1989), S.240ff.; vgl. als Alternativvorschlag die Differenzierung in “verstärkende”, “rechtwinkelige” und “Gegenkulturen” bei Martin, J., Siehl, C. (1983), 5.53f.Google Scholar
  543. 584.
    Vgl. recht ähnlich - aber dennoch aufs Ganze gesehen mit Differenzen zu der oben im Text vertretenen An-sicht - Pautzke, G. (1989), S.243, S.240ff. Pautzke vermittelt pauschal den Eindruck, die dominante Kultur toleriere Subkulturen i.e.S. und lehne Gegenkulturen ab (vgl. dagegen den Funktionalitätsausweis von Gegenkulturen bei Bleicher, K. (1988), S.110).Google Scholar
  544. 585.
    Dem entspricht die Beschreibung der “orthogonalen Subkultur” bei Martin, J., Siehl, C. (1983), S.54.Google Scholar
  545. 586.
    Vgl. Pautzke, G. (1989), 5.241.Google Scholar
  546. 587.
    Dem entspricht die Beschreibung der “verstärkenden Subkultur” bei Martin, J., Siehl, C. (1983), S.53f. 568 Vgl. Yinger, J.M. (1960), S.629; vgl. Pautzke, G. (1989), S.243.Google Scholar
  547. 588.
    Vgl. Martin, J., Siehl, C. (1983), S.54.Google Scholar
  548. 590.
    Vgl. Martin, J., Siehl, C. (1983), 5.54f.Google Scholar
  549. 591.
    Insbesondere Expertenkulturen werden in naher Zukunft an Relevanz für die Organisation gewinnen, denn die organisationale Bedeutung von Experten nimmt immer mehr zu (vgl. Bleicher, K. (1994), S.425).Google Scholar
  550. 592.
    Vgl. Weick, K.E. (1977), S.43E; vgl. zudem vor dem Hintergrund von Überlegungen zu “losen Systemkopplungen” Orton, J.D., Weick, K.E. (1990), 5.214.Google Scholar
  551. 593.
    Vgl. die Übersicht bei Pautzke, G. (1989), S.241, vgl. zudem S.242.Google Scholar
  552. 594.
    Pautzke, G. (1989), S.243Google Scholar
  553. 595.
    Expertenkulturen fanden sich in den orthogonalen Kulturen bei Martin/Siehl, wie z.B. die von ihnen erwähnte F&E-Abteilung (vgl. Martin, J., Siehl, C. (1983), S.54).Google Scholar
  554. 596.
    Anderer Auffassung ist offenkundig Pautzke, der weniger von einer “Möglichkeit” spricht, sondern dies vielmehr als zwingend ansieht (vgl. Pautzke, G. (1989), S.77).Google Scholar
  555. 597.
    “… (S)ubcultures in differentiated organizations are often loosely coupled to each other.” Meyerson, D., Martin, J. (1987), S.635Google Scholar
  556. 598.
    Es handelt sich hierbei um ein in der modernen Gesellschaft zusehends anzutreffendes Ordnungsprinzip. daß mit funktionaler Differenzierung entsteht (vgl. Nassehi, A. (1993), S.330).Google Scholar
  557. 599.
    Weick, K.E. (1976), S.l 1Google Scholar
  558. 600.
    Vgl. der Konnotation nach Weick, K.E. (1985a), S.163.Google Scholar
  559. 601.
    Aufgrund der Kausalfassung ist der Begriff der “losen Kopplung” von der “strukturellen Kopplung” zu unterscheiden.Google Scholar
  560. 602.
    Vgl. Orton, J.D., Weick, K.E. (1990), S.218.Google Scholar
  561. 603.
    “Typischerweise sind ‘loosely coopled systems’ sehr differenziert, aber kaum integriert.” Sydow, J. (1992c), S.86Google Scholar
  562. 604.
    Weick, K.E. (1985a), S.163; vgl. ergänzend Reglin, B. (1993), S.225ff.Google Scholar
  563. 605.
    Der oben im Text anzutreffende Begriff der “festen Kopplung” ist demnach als Gegenbegriff zur “losen Kopplung” zu sehen.Google Scholar
  564. 606.
    In diesem Sinne proklamiert die Forschung zu lose gekoppelten Systemen die Wichtigkeit geteilter Werte als Mittel zur Kompensation loser Kopplungen (vgl. Orton, J.D., Weick, K.E. (1990), S.212f.).Google Scholar
  565. 607.
    Weick, K.E. (1976), S.3; vgl. Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.336.Google Scholar
  566. 608.
    Von daher “… eröffnet eine ‘lose Kopplung die Entfaltung unterschiedlicher… Perspektiven.” Ulrich, K. (1993), S.302Google Scholar
  567. 609.
    Vgl. Orton, J.D.; Weick, K.E. (1990), S.203.Google Scholar
  568. 610.
    in enger Anlehnung an Weick, K.E. (1976), S.5Google Scholar
  569. 611.
    Unbeschadet dessen vermerkt Ulrich völlig zu Recht, “… daß eine… lose gekoppelte Systemlandschaft leicht einen anarchischen Charakter annehmen kann.” Ulrich, K. (1993), S.302Google Scholar
  570. 612.
    Vgl. Weber, J. (1985), S.I 74f. Diese differenten Interpretationsmodi werden “… sich nur bedingt zu einer einheitlichen Identität zusammenfügen (lassen).” Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.315Google Scholar
  571. 613.
    Dies zeigt sich schon auf gesamtgesellschaftlicher Ebene: “Im Lichte unterschiedlicher Theorietraditionen erhalten Gesellschaften sehr verschiedene Gesichter oder - anders gewendet - eine sehr unterschiedliche Identität.” Giesen, B. (1980), S.313, im Original teilweise kursivGoogle Scholar
  572. 614.
    Luhmann, N. (1990a), S.312Google Scholar
  573. 615.
    Hier offenbart sich der Ausschluß der metaphysischen Vorrangstellung der Unterscheidung Sein/Nichtsein der Weltbetrachtung durch die Epistemologie des Radikalen Konstmktivismus (vgl. Luhmann, N. (19906), S.28).Google Scholar
  574. 616.
    Luhmann, N. (1990a), S.312Google Scholar
  575. 617.
    Vgl. - obwohl unter Referenz auf andere Theoriegrundlagen - Weber, J. (1985), S.165; vgl. ergänzend Pümpin, C., Prange, J. (1991), S.219ff.Google Scholar
  576. 618.
    In diesem Sinne fmden sich dann geteilte Wirklichkeitsmanifestationen in der Organisation (vgl. ähnlich Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.356, S.374).Google Scholar
  577. 619.
    Zu seiner Erreichung postuliert Probst die Notwendigkeit eines breiten Konsenses bezüglich der als grundlegend zu betrachtenden Theorien in der Unternehmung (vgl. Probst, G.J.B. (1992), S.473).Google Scholar
  578. 620.
    Vgl. anstelle vieler Exner, A. (1992), S.202f.Google Scholar
  579. 621.
    Festzustellen bleibt, daß vor allem Beziehungen in Organisationen durch Macht geprägt sind (vgl. Martens, W. (1988), S.187f.; vgl. im Kontext der Innovationsforschung Röpke, J. (1977), S.187).Google Scholar
  580. 622.
    Vgl. Weber, J. (1985), S.175f.Google Scholar
  581. 623.
    Diese Einsicht wird in der Forschung zur Unternehmensidentität vernachlässigt. Man gibt sich eher optimistisch: Man kann “… wohl davon ausgehen, daß die Chance für eine relativ wohlstrukturierte Identität steigt, wenn in der Unternehmung explizite Versuche einer idealisierenden Rekonstruktion auftauchen und diese Rekonstruktion… operativ wirksam wird.” Kirsch, W. (1990a), S.309Google Scholar
  582. 624.
    Vermehrtes Risiko besteht besonders immer dann, wenn die Systemidentität vorerst nicht wohlformuliert war, der Vielheit der Perspektiven genügend Raum gab und gerade aufgrund ihrer mangelnden Wohlformuliert integrierende Kraft entfaltete. Dieses Argument stützt sich auf die Politikgeladenheit von Entscheidungszusammenhängen: “Politiken sind sehr häufig mehrdeutig; aber ihre Ungewißheit ist weit weniger ein Resultat der Schwächen der Politikmacher als eine natürliche Konsequenz des Strebens nach notwendiger Unterstützung fir die und der sich über die Zeit ändemden Präferenzen.” Eaton Baier, V., March, J.G., Saetren, H. (1990), S.181Google Scholar
  583. 625.
    Vgl. ähnlich Schwarz, G. (1989), S.85.Google Scholar
  584. 626.
    Diese Sicht läßt sich im Ansatz in den empirischen Studien Mintzbergs herauslesen: “The most successful… strategies… were… formulated by men who knew their industry intimately and who were able to predict conditions in environments that were setting down after periods of great turbulance.” Mintzberg, H. (1978), S.946Google Scholar
  585. 627.
    “Depending an perceptions of both environmental and intemal properties, managers have considerable leeway in making strategic choices to meet various contingencies.” Anderson, C.R., Paine, F.T. (1975), S.811Google Scholar
  586. 628.
    Vgl. -jedoch mit metaphysischem Ballast - Anderson, C.R., Paine, F.T. (1975), 5.813.Google Scholar
  587. 629.
    Vgl. Daft, R.L., Weick, K.E. (1984), S.285f.Google Scholar
  588. 630.
    Vgl. Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.374; vgl. Wollnik, M. (1995), S.311.Google Scholar
  589. 631.
    Dies ist eine realistische Perspektive, ist doch z.B. die Spezialisierung der Umweltbeobachtung seitens der Forschung dokumentiert (vgl. Hambrick, D.C. (1981), S.299ff.).Google Scholar
  590. 632.
    Vgl. Al-Ani, A. (1993), S.133ff.Google Scholar
  591. 633.
    Vgl. der Konnotation nach gleichlautend Gray, B., Ariss, S.S. (1985), S.709f.; vgl. zudem die Verknüpfung von Interesse und Politik bei Sandner, K. (1992), S.69; vgl. ergänzend Schreyögg, G. (1984), S.192.Google Scholar
  592. 634.
    Vgl. ergänzend Al-Ani, A. (1993), S.144.Google Scholar
  593. 635.
    Mintzberg, H., Raisinghani, D., Théorêt, A. (1976), S.262; vgl. ergänzend Al-Ani, A. (1993), 5.146; vgl. lose ergänzend Weinzierl, H. (1994), S.172f.Google Scholar
  594. 636.
    Habel, S. (1992), S.184Google Scholar
  595. 637.
    Vgl. grundlegend Weinzierl, H. (1994).Google Scholar
  596. 638.
    Vgl. Schreyögg, G. (1984), S.177ff.Google Scholar
  597. 639.
    Zur Spieltheorie vgl. Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.67ff.; vgl. Güth, W., Kliemt, H. (1995), S.12ff.; vgl. Sydow, J. (1992c), S.169ff.Google Scholar
  598. 640.
    “Mikropolitik meint politisches Handeln in Organisationen.” Ortmann, G. (1988b), S.217Google Scholar
  599. 641.
    “Eine an politischen Prozessen ausgerichtete organisationstheoretische Analyse stellt… die Bedeutung von di-vergierenden Interessen…, die Bedeutung der Ressourcen-und Machtverteilung in einer Unternehmung und die Bedeutung von Koalitionsbildungen und Verhandlungsprozessen zwischen Anspruchsgruppen für organisiertes, arbeitsteiliges Handeln in (erwerbswirtschaftlichen) Organisationen in den Mittelpunkt. Weder die Unternehmung als Ganzes noch das Management als ein Teil davon dienen allein den Interessen eines Prinzipals (Eigentümers). Sydow, J. (1993), S.96, im Original teilweise kursiv; vgl. ergänzend Bleicher, K. (1991a), S.84; vgl. ergänzend Köpper, W., Ortmann, G. (1986), S.590ff.Google Scholar
  600. 642.
    Baecker, D. (1993a), S.141Google Scholar
  601. 643.
    Baecker, D. (1993a), S.140Google Scholar
  602. 644.
    Vgl. ähnlich Scott-Morgan, P. (1994), S.31.Google Scholar
  603. 645.
    Vgl. Baecker, D. (1993a), S.169.Google Scholar
  604. 646.
    Vgl. Neuberger, O. (1994), S.230ff.Google Scholar
  605. 647.
    Vgl. ergänzend Farren, D., Petersen, J.C. (1982), S.403.Google Scholar
  606. 648.
    Sandner, K. (1992), S.71 (Sandner schreibt Unternehmungen selbst am gleichen Ort ebenfalls ein Interesse zu); vgl. Drory, A., Romm, T. (1990), S.1133; vgl. Steyrer, J. (1989), S.7; vgl. ergänzend Bleicher, K. (1991a), S.80; zur Person des Mikropolitikers vgl. Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.90, Fn.40; zur Relevanz von Interessen in Unternehmungen vgl. Weinzierl, H. (1994), S.50ff.Google Scholar
  607. 649.
    Vgl. Sandner, K. (1992), S.64f., 5.115.Google Scholar
  608. 650.
    Vgl. March, G. (1990b), S.115ff.; vgl. Gray, B., Ariss, S.S. (1985), S.708; vgl. Narayanan, V.K., Fahey, L. (1982), S.26; vgl. ergänzend Al-Ani, A. (1993), S.147f.Google Scholar
  609. 651.
    Vgl. im weitesten Sinne Gray, B., Ariss, S.S. (1985), S.707.Google Scholar
  610. 652.
    Derartige Zurechnungen sind sogar recht wahrscheinlich. Obgleich politische Entscheidungszusammenhänge “… zumeist Kompromißlösungen sind, gibt es gewöhnlich doch Gewinner(-koalitionen) und Verlierer(-koalitionen).” Schreyögg, G. (1984), S.190Google Scholar
  611. 653.
    Vgl. ergänzend Berger, P.L., Luckmann, T. (1991), S.91; vgl. ergänzend Schwub-Gwinner, G. (1993), S.19, S.133.Google Scholar
  612. 654.
    Vgl. der Konnotation nach ähnlich Schreyögg, G. (1984), S.178f.Google Scholar
  613. 655.
    Die Möglichkeit zur Einschränkung anderer ist ja gerade ein Charakteristikum von Macht, denn sie “… läßt sich… als die Fähigkeit verstehen, für Dritte Handlungsspielräume zu definieren.” Staehle, W.H. (19886), S.162 65` Vgl. ergänzend Sandner, K. (19896), S.1. Der Grund für diese tendenzielle Geringschätzung wird darin liegen, daß die politische Perspektive weg von ökonomischen Variablen führt und einer Soziologisierung der Organisation näherkommt (vgl. zudem Stinchombe, A.L. (1969), S.75ff.).Google Scholar
  614. 656.
    Anzumerken ist, daß über die Interpretation des “Untemehmungspolitischen” als “Strategische Führung” deutlich hinauszugehen ist. Die Ausrichtung der Untemehmungspolitik wird vor allem von Sandner aufgrund ihrer reduktionistischen Sicht des Politischen auf Zweck/Mittel-Beziehungen nachdrücklich kritisiert (vgl. Sandner, K. (1992), S.66ff.; vgl. Sandner, K. (19896), S.45ff.).Google Scholar
  615. 657.
    Vor allem die politische Dimension der Strategieforsnierung wird zusehends als eine der wesentlichen treibenden Kräfte der Strategiegenese angesehen (vgl. Stacey, R. (1993), S.15; vgl. Habel, S. (1992), S.150).Google Scholar
  616. 658.
    Vgl. Narayanan, V.K., Fahey, L. (1982), S.25, S.27, S.31; vgl. Schreyögg, G. (1984), S.180; vgl. Sandner, K. (1992), S.63f.Google Scholar
  617. 660.
    Vgl. Schilit, W.K. (1987), S.272, S.287; vgl. Schreyögg, G. (1984), S.177.Google Scholar
  618. 661.
    Vgl. Narayanan, V.K., Fahey, L. (1982), S.31.Google Scholar
  619. 662.
    Dabei kann es zu außerordentlich verwickelten Aktionen kommen, deren Ergebnis keiner Intention entspringt (vgl. Schreyögg, G. (1984), S.178).Google Scholar
  620. 663.
    Sandner, K. (1992), S.115; vgl. ergänzend Babel, S. (1992), S.175f.Google Scholar
  621. 664.
    Zur Intrige vgl. Sofsky, W., Paris, R. (1994), S.275f.Google Scholar
  622. 665.
    Zur Einordnung dieser Phänomene in die konstruktivistische Theoriegrundlage vgl. die Übersicht bei Neuberger, O. (1988c), S.83.Google Scholar
  623. 666.
    Anzumerken ist, daß damit keine negative Konnotation anklingen soll, sondern lediglich eine existente Komponente von Organisationen beschrieben wird (vgl. Schreyögg, G. (1984), S.180f.).Google Scholar
  624. 667.
    Vgl. Sydow, J. (1992c), S.257.Google Scholar
  625. 668.
    Vgl. Narayanan, V.K., Fahey, L. (1982), S.28f.; vgl. ergänzend Selznick, P. (1948), S.25ff. Es ist nicht verwunderlich, daß Spiele meist informellen Charakter haben: Spielräume finden sich eher in informellen Bereichen der Organisation (vgl. Al-Ani, A. (1993), S.134). Zu einer Typologie politischen Verhaltens vgl. Farrell, D., Petersen, J.C.. (1982), S.407f.Google Scholar
  626. 669.
    Vgl. Schreyögg, G. (1984), S.191.Google Scholar
  627. 670.
    So betont Vancil - obwohl mit reduktionistischer Konnotation -, daß “Strategy… is an intricate web of personal statements by managers…” Vancil, R.F. (1976), S.7Google Scholar
  628. 671.
    Zu Widersprüchen in Organisationen vgl. Buchinger, K. (1988), S.255ff.Google Scholar
  629. 672.
    Vgl. Hirschman, A.O. (1974).Google Scholar
  630. 673.
    Vgl. Cohen, A.R., Bradford, D.L. (1989), S.5ff.Google Scholar
  631. 674.
    Vgl. ergänzend Babel, S. (1992), S.181ff.Google Scholar
  632. 675.
    “ Spiele sind… mit der Gefahr einer ‘politischen Entropie’ der Organisation verbunden, die jeden Abstim-mungsbedarf innerhalb des Unternehmens auf Verschiebungen innerhalb der Positionen von Macht und Olin-macht hin beobachten läßt und damit zu blockieren droht.” Baecker, D. (1993a), S.169, Fn. weggelassenGoogle Scholar
  633. 676.
    Auf die Wichtigkeit des Machtgebrauchs fir die Strategieemergenz weist z.B. Stacey hin (vgl. Stacey, R. (1993), S.16). Mikropolitische Aktivitäten sind stets mit Macht verbunden (vgl. Bleicher, K. (1994), S.197). Vgl. grundlegend Crozier, M., Friedberg, E. (1979); vgl. ergänzend Salancik, G.R., Pfeffer, J. (1977), S.3ff.; vgl. allgemein ergänzend Luhmann, N. (1988f).Google Scholar
  634. 677.
    Das ist eine wichtige Ergänzung der Spieltheorie: “Die Spieltheorie vernachlässigt die Struktur der Beziehung zwischen den Spielern, sieht man einmal von der Reihenfolge der Spielzüge ab.” Sydow, J. (1992c), 5.171; vgl. ergänzend Sydow, J. (1993), 598f.; vgl. lose ergänzend Schienstock, G. (1993b), S.297f.Google Scholar
  635. 678.
    Sandner, K. (1992), 5.115Google Scholar
  636. 679.
    in enger Anlehnung an Schreyögg, G. (1984), S.189Google Scholar
  637. 680.
    In diese Richtung zielen die Ergebnisse der Überlegungen bei Gray/Ariss: “… (M)anagers should recognize that political dynamics are largely predictable and, therefore, largely manageable if the fum’s stage of life is considered.” Gray, B., Ariss, S.S. (1985), S.718Google Scholar
  638. 681.
    Vgl. Narayanan, V.K., Fahey, L. (1982), S.32.Google Scholar
  639. 682.
    Vgl. Schreyögg, G. (1984), S.189. Politik und Ordnung stehen in einem Zusammenhang (vgl. für einen ersten Zugang Weinzierl, H. (1994), S.109ff.).Google Scholar
  640. 683.
    So weisen Gray/Ariss auf die Verbindung der Form der Politik mit den Stufen der Evolution von Organisationen hin (vgl. Gray, B., Ariss, S.S. (1985), S.707).Google Scholar
  641. 684.
    Vgl. Narayanan, V.K., Fahey, L. (1982), S.32.Google Scholar
  642. 685.
    Dementsprechend wird in der Literatur die Verbindung von Politik und Zeit als ein wesentliches Charakteristikum von Politik beschrieben (vgl. Neuberger, O. (1988c), S.82). Und auch die Organisationsentwicklung entdeckt die Notwendigkeit politischer Sensibilitäten (vgl. Cobb, A.T., Margulies, N. (1981), S.49ff.).Google Scholar
  643. 686.
    Vgl. Sandner, K. (1992), S.72f.Google Scholar
  644. 687.
    Vgl. Gray, B., Ariss, S.S. (1985), S.717.Google Scholar
  645. 688.
    “Die Interessen der Akteure richten sich auf die Verteilung der Werte und Ressourcen, die es entweder in ihrem Status zu sichern oder den eigenen Vorstellungen gemäß herzustellen oder zu verändern gilt” Sandner, K. (1992), S.69f.Google Scholar
  646. 689.
    Dort kommt es zu einer Verschiebung von Ordnungsmustern mit einer Verschiebung von Einflußmöglichkeiten (in Anlehnung an Schirmer, F. (1992), S.209).Google Scholar
  647. 690.
    In dieselbe Richtung deuten - wenigstens ansatzweise - die machttheoretischen Überlegungen bei Staehle, W.H. (1988b), S.162.Google Scholar
  648. 691.
    Vgl. Gray, B., Ariss, S.S. (1985), S.714ff.; vgl. Schreyögg, G. (1984), S.192; vgl. Sydow, J. (1993), 5.101; vgl. ähnlich Steyrer, J. (1989), S.38.Google Scholar
  649. 692.
    Vgl. Gray, B., Ariss, S.S. (1985), S.717; vgl. andeutend Scott-Morgan, P. (1994), S.24.Google Scholar
  650. 693.
    Vgl. weitgehend ähnlich Gray, B., Ariss, S.S. (1985), S.718.Google Scholar
  651. 694.
    Widerstände bedürfen einer systemischen Spezifizierung: Es sind “… nur jene Widerstände von Bedeutung, die im System operativ wirksam werden können, d.h. in irgendeiner Form sicht-und/oder wahrnehmbar sind.” Kasper, H. (1990), S.386Google Scholar
  652. 695.
    Vgl. Ansoff, H.I. (1982), S.71.Google Scholar
  653. 696.
    Diese Thematik wird auch von der Organisationskulturforschung als Spezialbereich der Schematheorie zur Sprache gebracht (vgl. Bleicher, K. (1986), S.259ff.).Google Scholar
  654. 697.
    Die Einsicht findet organisationstheoretisch besonders im Rahmen der Organisationskulturforschung Rücken-deckung - falls man diese schematheoretisch begreift. So betont Bleicher den Kulturmangel junger Unternehmungen (vgl. Bleicher, K. (1988), S.101). Auf allgemeiner Theoriegrundlage wird hervorgehoben, daß Schemata in der Evolution entstehen (vgl. Seiler, T.B. (1994), S.80).Google Scholar
  655. 698.
    Gleichlautende Ergebnisse kennt die Organisationskulturforschung (vgl. Kasper, H. (1986), S.270; vgl. Scholz, C. (1988a), S.81).Google Scholar
  656. 699.
    Vgl. implizit Schwenk, C.R. (1989), S.184.Google Scholar
  657. 700.
    Nach Schuh und Schirmer ist die Schemaevolution in der Schematheorie bisher kaum untersucht (vgl. Schuh, S. (1989), S.201; vgl. Schirmer, F. (1992), S.169). Entsprechend gering ist der Umfang der Einsichten, die die Schematheorie fir eine Zeittheorie der Strategie liefert.Google Scholar
  658. 701.
    Vgl. Schmidt, S.J. (1994), S.I69.Google Scholar
  659. 702.
    Vgl. Leblebici, H., Marlow, E.K., Rowland, K.M. (1983), S.182; vgl. Weick, K.E. (1979), S.49.Google Scholar
  660. 703.
    Vgl. Schuh, S. (1989), 5.199; vgl. Weber, F. (1991), S.58.Google Scholar
  661. 704.
    Vgl. Schirmer, F. (1992), S.167f.Google Scholar
  662. 705.
    Vgl. Schuh, S. (1989), S.I99.Google Scholar
  663. 706.
    Das kognitive System bemüht sich um “… die Verminderung des Unterschieds zwischen der gegenwärtigen Koordination sensorischer Signale und einem vorgegebenen Konstrukt.” Glaserfeld, E. v. (1987a), S.109Google Scholar
  664. 707.
    Weick notiert zur Verfestigung einmal etablierter Ideen: “… (T)here’s enough complexity… in the world that support is usually found and the idea is usually judged more plausible.” Weick, K.E. (1979), S.52Google Scholar
  665. 708.
    Vgl. Isabella, L.A. (1990), S.34.Google Scholar
  666. 709.
    Vgl. Bartunek, J.M. (1984), S.356; vgl. Tushman, M.L., Romanelli, E. (1985), S.171.Google Scholar
  667. 710.
    Vgl. Bartunek, J.M. (1984), S.356.Google Scholar
  668. 711.
    Der Schemawandel wird lemtheoretisch interpretiert (vgl. in psychologischer Perspektive Glaserfeld, E. v. (1994), S.36f.).Google Scholar
  669. 712.
    in enger Anlehnung an Bartunek, J.M. (1984), S.365Google Scholar
  670. 713.
    Vgl. Schuh, S. (1989), S.199. Eine mißlungene Assimilierung wird als Störung interpretiert (vgl. Glaserfeld, E. v. (1994), S.32).Google Scholar
  671. 714.
    Vgl. Anderson, C.R., Paine, F.T. (1975), S.815.Google Scholar
  672. 715.
    Kuhn, T.S. (1989), S.80Google Scholar
  673. 716.
    Vgl. zur Schemafunktion der Sinnerzeugung - obwohl mit anderen Epistemologiegrundlagen - Schuh, S. (1989), S.170f., S.183.Google Scholar
  674. 717.
    Generell gilt fir die kognitive Organisationstheorie, daß eine akzeptierte Theorie des Schemawandels fehlt (vgl. für einen Theorievorschlag Isabella, L.A. (1990), S.7ff., vgl. zur Feststellung der aufgezeigten Forschungslücke vor allem S.8).Google Scholar
  675. 718.
    Vgl. Schirmer, F. (1992), S.166.Google Scholar
  676. 719.
    in Anlehnung an und in Gesamtwürdigung der Ausführungen bei Ranson, S., Billings, B., Greenwood, R. (1980), S.12f.Google Scholar
  677. 720.
    Desöfteren wird auf die Krisenhaftigkeit dieser Entwicklung hingewiesen: “Second-order transitions typically begin with a perceived crisis strong enough to ‘unfreeze’ accepted… schemes…” (Bartunek, J.M. (1984), S.364) Hier zeigt sich, daß jede neue Erkenntnis frühere Erkenntnis voraussetzt (vgl. in psychologischer Sicht Seiler, T.B. (1994), S.56).Google Scholar
  678. 721.
    Vgl. Ireland, R.D., Hitt, M.A., Bettis, RA., Auld de Porras, D. (1987), S.472.Google Scholar
  679. 722.
    Vgl. Isabella, L.A. (1990), S.8.Google Scholar
  680. 723.
    Vgl. Bartunek, J.M. (1984), S.367. Schemata sollen ja gerade “… die Fülle der Sinnesreize, Erfahrungen und Erlebnisse gliedern und beherrschbar machen.” Schmidt, S.J. (1994), S.169Google Scholar
  681. 724.
    Die angelsächsische organisationale Evolutionstheorie spricht von “re-creation” (vgl. Tushman, M.L., Romanelli, E. (1985), S.179).Google Scholar
  682. 725.
    Vgl. Isabella, L.A. (1990), S23, S.25, S.30, S.34.Google Scholar
  683. 726.
    Vgl. Schuh, S. (1989), S.199ff.; vgl. Shaw, J.B. (1990), S.632; vgl. Glaserfeld, E. v. (1994), S33. Vgl. Bartunek, J.M. (1984), S.356, S.367.Google Scholar
  684. 727.
    Vgl. Bartunek, J.M. (1984), S.364f.Google Scholar
  685. 729.
    Eine derartige Entwicklung wird wahrscheinlich, da nach Schwenk häufig anzutreffende sowie dramatische Vorfälle einfach zu erinnem sind (vgl. Schwenk, C.R. (1988), S.43; vgl. Weber, F. (1991), S.61). Die Dramatik des Schemawideisheits hält ihn mithin permanent in den Wirklichkeitskonstruktionen der Organisation präsent. n0 Bartunek, J.M. (1984), S.365f.Google Scholar
  686. 730.
    Diese Sicht erklärt z.B. die Beobachtung der normalerweise anzutreffenden relativen Machtlosigkeit einer einzelnen schemadivergenten Information, einen Schemawandel zu bewirken, jedoch dagegen die Macht, die eine Menge schemainkonsistenter Informationen fir einen Schemawandel hat (vgl. Schuh, S. (1989), S.199). Hier läßt sich zudem eine Notiz von Schwenk anfiihren, daß wandelauslösende Vorfälle oft lange vor ihrer eigentlichen Behandlung in der Organisation der Organisation bekannt geworden sind (vgl. Schwenk, C.R. (1989), S.182).Google Scholar
  687. 732.
    “Logical inconsistencies among… beliefs make sense, just as to make new sense one has to be inconsistent.” Bougon, M., Weick, K.E., Binkhorst, D. (1977), S.630Google Scholar
  688. 733.
    In enger Anlehnung an Schwenk, C.R. (1989), S.184f.; vgl. Bartunek, J.M. (1984), S.364.Google Scholar
  689. 734.
    Vgl. Isabella, L.A. (1990), S.7, S.11.Google Scholar
  690. 737.
    Der Begriff der Analogie ist hier sehr weit gefaßt. So ist auch die Anwendung von Heuristiken in neuen Situationen als Analogie interpretierbar, nämlich als der Transfer eines erfolgreichen Handhabungsmusters einer vergangenen Situation in eine neue. Dann werden zudem auch Heuristiken als Schemata begriffen (vgl. anderer Meinung Schwenk, C.R. (1989), S.43ff.).Google Scholar
  691. 738.
    Schwenk, C.R. (1989), S.49; es ist der Ordnung halber darauf hinzuweisen, daß Schwenks Analogiebegriff im obigen Kontext transzendiert wird.Google Scholar
  692. 739.
    Schwenk, C.R. (1989), S.47Google Scholar
  693. 740.
    Die Schemabildung durch Analogie wird der Schemabildung durch Induktion demgemäß nicht gegenübergestellt (vgl. anderer Meinung Schuh, S. (1989), S.201).Google Scholar
  694. 741.
    Es kommt hier nur auf den Ort der Wahrnehmung der lnkonsistenz an: “Whatever the nature of the opportunity or crisis, recognition of an actual or potential organization-environment inconsistency and direct intervention on prior convergend processes is required for a reorientation to occur.” Tushman M.L., Romanelli, E. (1985), S.180Google Scholar
  695. 742.
    Tushman, M.L., Romanelli, E. (1985), S.214Google Scholar
  696. 743.
    Die Organisationstheorie postuliert eine Vermittlung des System/Umwelt-Verhältnisses über Grenzstellen (vgl. Anderson, C.R., Paine, F.T. (1975), S.811, S.813; vgl. Weick, K.E. (1979), S.52).Google Scholar
  697. 744.
    Tushman/Scanlan notieren: “The research… focuses on those individuals who have strong linkages outside the organization…” Tushman, M.L., Scanlan, T.J. (1981a), S.292; vgl. Jemison, D.B. (1984), S.131ff.; vgl. Dollinger, M.J. (1984), S.351ff.; vgl. Röpke, J. (1977), S.196; vgl. Weiss, E. (1989), S.138, in Verbindung mit S.137, Fn.78.Google Scholar
  698. 745.
    Strenggenommen ist jede Stelle im Unternehmen eine Grenzstelle, befanden sich in ihrer Umwelt doch immer auch psychische Systeme, auf deren Komplexität sie mit aufbaut. Eine Grenzstelle kann auf die Umwelt generell, aber auch auf spezielle Ausschnitte der Umwelt gerichtet sein, z.B. auf die naturwissenschaftlich-technische Umwelt (vgl. zu diesem Beispiel Weiss, E. (1989), S.99).Google Scholar
  699. 746.
    Vgl. Tushman, M.L., Scanlan, T.J. (1981a), S.300f.Google Scholar
  700. 747.
    Vgl. Luhmann, N. (1976), S.221 f.Google Scholar
  701. 748.
    Vgl. für eine erkenntnistheoretische Verankerung von Grenzstellen innerhalb der Organisation Tushman, M.L., Scanlan, T.J. (1981a), S.290f.Google Scholar
  702. 749.
    Ähnliche Überlegungen fmden sich in der Literatur: “The interaction of… local… schemes makes consistent enactement and encoding problematic.” Tushman, M.L., Scanlan, T.J. (1981), S.291Google Scholar
  703. 750.
    Bleicher, K. (1986), S.261Google Scholar
  704. 751.
    Weiss, E. (1989), S.125Google Scholar
  705. 756.
    Luhmann, N. (1985a), S.253; vgl. Kern, W. (1992), S.43; vgl. Müller-Schwefe, R. (1984), S.247.Google Scholar
  706. 757.
    Vgl. in Kongruenz hierzu die (zugegebenermaßen metaphysisch angehauchte) Bemerkung der Verwobenheit naturaler und sozialer Zeit bei Hassard, J. (1991), S.123; vgl. McGrath, J.E., Rotchford, N.L. (1983), S.67.Google Scholar
  707. 758.
    Dieses Bedürfnis zeigt sich gleicherweise auf psychologischer Ebene: “Standardisierung und Periodisierung erleichtern dem Menschen als Individuum seinen Umgang mit der Zeit.” Bleicher, K. (1986), S.272Google Scholar
  708. 759.
    Vgl. Kern, W. (1992), S.44.Google Scholar
  709. 760.
    “Jede zeitliche Orientierung folgt gewöhnlich, wenn nicht gar ausschließlich periodischen Abfolgen.” Blaseio, H. (1986), S.196Google Scholar
  710. 761.
    Dies gilt insbesondere für steuerungstheoretische Argumente: “Selbststeuerung setzt voraus, daß ein System… seine Identität auf deren Umweltwirkungen hin beobachtet und daraus Schlüsse für eine mögliche Veränderung der eigenen Identität zieht.” Willke, H. (1994), S.108Google Scholar
  711. 762.
    Vgl. grundlegend Blaseio, H. (1986), S.196ff. In die gleiche Richtung zielt v. Glaserfelds Auffassung, individuelle Identität sei aufgrund ihres Beruhens auf existentieller Kontinuität ein wesentlicher Baustein für die Entwicklung des Zeitbegriffs (vgl. Glaserfeld, E. v. (1987a), S.120).Google Scholar
  712. 763.
    Vgl. Kirsch, W. (1992), S.135. Dabei kann die Organisation durchaus ein experimentelles Verhalten zeigen: Das System kann “… mit alternativen Formen seiner Identität… spielen…” Willke, H. (1994), S.108Google Scholar
  713. 766.
    Es bleibt aber ein Fehler, Identität in der Zeit festzuhalten (vgl. Nassehi, A. (1993), S.110).Google Scholar
  714. 769.
    Zur Verarbeitung dieser originär aus der Wissenschaftstheorie und -historik von Kuhn (vgl. Kuhn T.S. (1989); vgl. Kuhn, T.S. (1978)) stammenden Überlegungen im Kontext der Forschung zur organisationalen Identität vgl. Weber, J. (1985), 5.151 ff.Google Scholar
  715. 770.
    Vgl. nachfolgend Kuhn, T.S. (1989), S.57ff., S.79ff.Google Scholar
  716. 771.
    Die Einheit der Welt wird bei dieser nahezu paradox anmutenden Erkenntnisleistung eine wesentliche Rolle spielen. Sie ermöglicht mit dem Typusansatz eine Verlagerung des Augenmerks von der merkmalsreichen Mitte des Paradigmas hin zu seinen Rändern. Damit einher geht die Stärkung des Gewichts des philosophischen Anteils im Paradigma. Dieser kann zu einer Verbreiterung des Spektrums möglicher Erfahrung führen: Die bisher unterdrückte Erkenntnis bekommt eine Chance zur Entfaltung. Dafür muß es möglich sein, von der merkmalsreichen Mitte des Paradigmas, den sogenannten Standarderwartungen, in gewisser Hinsicht zu divergieren. Das impliziert zugleich, daß die Standarderwartungen über entsprechende Unterscheidungen genügend präzise ausgebildet sind. Wohlformulierte Standarderwartungen lassen einfacher Inkonsistenzen erkennen (vgl. zum Letzteren Kuhn, T.S. (1978), S.246f.; vgl. Kuhn, T.S. (1989), S.72f.).Google Scholar
  717. 772.
    “Eine Anomalie stellt sich nur vor dem durch das Paradigma gelieferten Hintergrund ein.” Kuhn, T.S. (1989), S.77Google Scholar
  718. 773.
    In diesem Kontext wird mitunter der Ansatz der “Selbsttranszendenz” propagiert. Selbsttranszendenz wird in der Forschung vorwiegend mit einer hoffnungsvollen Konnotation versehen: “Selbsttranszendenz heißt Selbstüberschreitung. Indem ein System in seiner Selbstorganisation die Grenzen seiner eigenen Identität überschreitet, wirkt es schöpferisch.” Jantsch, E. (1988), S.253; vgl. Capra, F. (1992a), vor allem S.298, S.304, S.316f. Der Selbststranszendenzansatz ist in seiner hier formulierten Schärfe jedoch abzulehnen. Die Überschreitung der eigenen Identität läßt sich für kognitive Systeme nicht formulieren.Google Scholar
  719. 774.
    Nassehi, A. (1993), S.356Google Scholar
  720. 775.
    Es wird der in der Organisationstheorie propagierten Sicht Kirschs widersprochen, Selbstveränderung per se über im System emergierende Steuerungseinheiten reflexiv auszulegen (vgl. Kirsch, W. (1992), S.267ff.).Google Scholar
  721. 776.
    Vgl. Vgl. Boehm-Tettelbach, P. (1990), S.179.Google Scholar
  722. 777.
    Ein Indiz fir diese Sicht findet sich in der Wissenschaftstheorie Toulmins zum sogenannten Paradigmawechsel in der Physik: Bevor Änderungen in den Korpus der Disziplin aufgenommen werden, werden sie gründlich diskutiert, d.h. mit dem vorhandenen Wissen konfrontiert (vgl. Toulmin, S. (1983), S.128ff.).Google Scholar
  723. 778.
    Der Ansatz der Selbstreferenz wird nicht unterschritten: Selbstreferenz ist nicht eine Folge von Identität (so aber die Auffassung bei Probst, G.J.B. (1992), S.493f.), sondern hat ihre Konstitutionsbedingung in der Differenz von Identität und Differenz.Google Scholar
  724. 779.
    Das bedeutet auch: Die Fähigkeit des Identitätswandels ist in der vorhandenen Identität angelegt und ergo Teil der gegenwärtigen Identität. Diese Fähigkeit wird im Philosophieanteil des Weltbildes zu suchen sein.Google Scholar
  725. 780.
    Ob der Beobachter in der neuen Identität Strukturen der alten ausmachen kann, bleibt eine empirische Frage (in loser Anlehnung an Kirsch, W. (1992), 5.136, in etwa auch S.305).Google Scholar
  726. 781.
    Probst, G.J.B. (1992), S.492Google Scholar
  727. 782.
    Wiedmann, K.-P. (1988), S.238Google Scholar
  728. 783.
    Vgl. Exner, A. (1992), S.191, S.192, S.200; vgl. Wiedmann, K.-P. (1988), S.238.Google Scholar
  729. 784.
    Identität ist folglich nicht primär unter Koordinationsaspekten zu betrachten (so aber Wiedmann, K.-P. (1988), S.237; vgl. Integration und Koordination vermengend Meffert, H. (1991), S.819), sondern eher sekundär.Google Scholar
  730. 785.
    in Radikalisierung der Überlegungen bei Weber, J. (1985), S.168Google Scholar
  731. 786.
    Vor allem im Bereich identitätsverändernder Maßnahmen ist eine Vielzahl der identitätstheoretischen Überlegungen der Managementwissenschaften plaziert (vgl. anstelle vieler Wiedmann, K.-P. (1988), 5.239£).Google Scholar
  732. 787.
    Es ist eine maßgebliche Teilfunktion von Identität, Ausgrenzungen zu vollziehen (vgl. Weber, J. (1985), S.132f.).Google Scholar
  733. 788.
    Vgl. ergänzend - obwohl mit anderen theoretischen Umlagerungen - Wiedmann, K.-P. (1988), S.239.Google Scholar
  734. 789.
    Vgl. für eine knappe Kennzeichnung des Evolutionsparadigmas als allgemeine Grundlage der zeitlich ausgerichteten Organisationstheorie - obwohl mit einer differenten epistemologischen Basis im Vergleich zu der vorliegenden Untersuchung - Türk, K. (1989), S.51 f. Die Theorie der Strategieevolution hat sich mit der Literatur zum organisationalen Wandel auseinanderzusetzen. Das ist eine komplexe Aufgabe, wird doch die Fülle der Schriften zum organisationalen Wandel von der Literatur selbst betont (vgl. Kelly, D., Amburgey, T.L. (1991), S.591).Google Scholar
  735. 790.
    Das Phänomen des strategischen Wandels schickt sich an, in den Mittelpunkt des Strategischen Managements gerückt zu werden (vgl. Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.I6). Dennoch wird realiter neben Veränderung auch Stabilität für die Existenz vonnöten sein (vgl. ergänzend Gebert, D. (1993), S.87ff.).Google Scholar
  736. 791.
    Zu diesen Themenbereich fandet sich nur wenig Literatur (vgl. Simsa, R. (1996), S.13).Google Scholar
  737. 792.
    Es läßt sich also von einer Genese von Strategien sprechen (vgl. umfassend Broich, A. (1994). 793 Zajac, E.J., Shorten, S.M. (1989), S.425; vgl. Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.144.Google Scholar
  738. 793.
    Somit wird der in der Forschung sedimentierten Einsicht Rechnung getragen, organisationale Phasen der “Konsolidierung des Alten” und Phasen der “Erschaffung des Neuen” wenigstens dem Ansatz nach differenzieren zu können (vgl. Mintzberg, H. (1988), S.77f.; vgl. Mintzberg, H. (1978), S.943).Google Scholar
  739. 795.
    Bei der Formierung einer im Grundsätzlichen bestehenden Gestalt ist zumindest der Umriß eines Weltbildes sichtbar. Die Morphogenese wird eher “beruhigt” ablaufen, da die leitenden Orientierungen im Grunde schon (schemenhaft) beobachtbar sind. Der Weltsichtwechsel ist eigentlich bereits vollzogen; er wird nur weiter in seinen Grundlagen ausgebaut. Es handelt sich also um Anpassungsverhalten (vgl. ähnlich im Kontext der Wissenschaftstheorie und -historik mit komprimierten Darlegungen Toulmin, S. (1983), S.121ff.). Die vorliegende Untersuchung kontrastiert damit Strategiewandeldefinitionen der Literatur, nach denen strategischer Wandel immer einen Sprung von einem Paradigma zum anderen impliziert (vgl. so z.B. Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.159).Google Scholar
  740. 796.
    Vgl. Scott-Morgan, P. (1994), S.82.Google Scholar
  741. 797.
    Kelly, D., Amburgey, T.L. (1991), S.591; auf jeden Fall aber steht die Strategieevolution in einem engen Zusammenhang mit lerntheoretischen Interpretationen (vgl. Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.99, vgl. ergänzend S.149, Fn.97). Die Strategieevolution wird zu ihrer Erforschung Längsschnittanalysen einfordern (vgl. für methodologische Überlegungen Miller, D., Friesen, P.H. (19826), S.1013ff.). Die Genese von Strategien ist also ein komplexes empirisches Phänomen (vgl. Broich, A. (1994), S.166).Google Scholar
  742. 798.
    Vgl. Türk, K. (1989), S.51.Google Scholar
  743. 799.
    Die in der vorliegenden Arbeit im Zentrum stehende Theorie der Autopoiese kommt in organisationalen Wandelansätzen erst seit jüngerer Vergangenheit vor. Ihr Einbezug ist jedoch eher kursorisch und erfolgt weitgehend in ihrer biologischen Form (vgl. z.B. Bierfelder, W. (1991), S.135f).Google Scholar
  744. 800.
    Vgl. Sydow, J. (1992e), S.10.Google Scholar
  745. 801.
    Eine der bekanntesten Kontroversen findet sich in der Frage der adäquaten Gestaltung organisationaler Veränderungen, genauer: ob sie schrittweise oder quantisiert vollzogen werden sollen (vgl. Bierfelder, W. (1991), S.113ff., S.196ff.).Google Scholar
  746. 802.
    Vgl. Kelly, D., Amburgey, T.L. (1991), S.591; vgl. Hainzl, M. (1987), S.54ff.Google Scholar
  747. 803.
    Vgl. Zajac, E.J., Shortell, S.M. (1989), 5.415.Google Scholar
  748. 804.
    Es sind dann z.B. die dichotomen Ansätze zur strategischen Wahl und zur strategischen Trägheit von Organisationen zu diskutieren (vgl. fir einen knappen Überblick Boeker, W. (1989), S.489f.).Google Scholar
  749. 805.
    Durch diese Ausrichtung liegt die obige Argumentation deutlich außerhalb der normalen Pfade zum strategischen Wandel (vgl. der Konnotation nach ähnlich Stacey, R. (1993), S.10). Die vorliegende Untersuchung begreift sich damit im Kontext von Musterbeschreibungen des Strategiewandels (vgl. fir einen Überblick Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.165ff.).Google Scholar
  750. 806.
    Vgl. Turk, K. (1989), S.55ff., vor allem S.57, S.94ff.Google Scholar
  751. 807.
    Die Theorie geht also über die normalen Selektionsmodelle organisationalen Wandels hinaus (vgl. zu diesen überblicksartig Turk, K. (1989), S.56). Die obige Sicht ist ansatzweise bei Mintzberg angelegt (vgl. Mintzberg, H. (1978), S.941).Google Scholar
  752. 808.
    Vgl. Stacey, R. (1993), S.15; vgl. Gray, B., Ariss, S.S. (1985), S.707, S.708.Google Scholar
  753. 809.
    “New strategic directions emerge when the attitudes and behavior of managers create an atmosphere favourable to… initiative and intuition, to political interaction, and to teaming in groups.” Stacey, R. (1993), S.17; ferner ist dies auch bei Schienstock einsichtig: “Das Poilitikmodell geht… davon aus, daß verschiedene Gruppen managerieller Akteure sich ständig in einer Auseinandersetzung um die Gestaltung ihrer sozialen Beziehungen im Arbeitsprozeß befinden.” Schienstock, G. (1993b), S.295Google Scholar
  754. 810.
    Vgl. Pava, C. (1986), S.615.Google Scholar
  755. 811.
    So folgern Kelly/Amburgey, daß “… studies of organizational change require historical perspective.” Kelly, D., Amburgey, T.L. (1991), S.609; vgl. Ansoff, H.I. (1982), S.73.Google Scholar
  756. 812.
    Kelly, D., Amburgey, T.L. (1991), S.610Google Scholar
  757. 813.
    Vgl. Kelly, D., Amburgey, T.L. (1991), 5.610; vgl. Hainzl, M. (1987), S.52.Google Scholar
  758. 814.
    Vgl. ähnlich Boeker, W. (1989), S.490.Google Scholar
  759. 815.
    Vgl. zudem die Referierung von Theoriearbeiten mit ähnlicher Auffassung bei Boeker, W. (1989), S.490f.Google Scholar
  760. 816.
    “Strategy researchers must recognize… that organizations have at least some tendency toward inertia.” (Boeker, W. (1989), 5.510; vgl. ergänzend Hannan, M.T., Freeman, J. (1984), S.149ff.; vgl. lose ergänzend Fredrickson, J.W., Iaquinto, A.L. (1989), 5.518f). Trägheit und Wandel bilden aber keinen Widerspruch in dem Sinne, daß sie einander ausschließen (vgl. offensichtlich anderer Meinung Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.144). “Die Selbststrukturierung autopoietischer Systeme trägt… unvermeidlich einen streng konservativen Grundzug.” Wollnik, M. (1994), 5.141, En. weggelassenGoogle Scholar
  761. 817.
    Vgl. mit spekulativer Konnotation Bierfelder, W. (1991), S.136. Einsichtig ist, daß der Trägheitsinhärenz eine lerntheoretische Fassung zugrunde liegt (vgl. ähnlich Hainzl, M. (1987), S.47f.).Google Scholar
  762. 818.
    Von daher muß jedes Verständnis des Strategiewandels “… immer langfristig angelegt sein und historische Erblasten’ beachten.” Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), 5.153Google Scholar
  763. 819.
    Diese Einsicht wird durch die dichotome Unterscheidung strategischer Theorien der Evolution in “strategische WahUstrategische Trägheit” verdeckt. Beide Seiten sind dort der gleichen Phänomenebene zugeordnet. Die Theorie selbstreferentieller Systeme ist in der Lage, die Vermutungen Hainzls zum hohen Gewicht der Trägheit organisationaler Evolution (vgl. Hainzl, M. (1987), S.47, vor allem S.57) durch theoretische Überlegungen zu fundieren. Die Trägheit der Organisation ist zumindest minimal beschränkt auf die objektiv unüberwindbaren Schranken der Kognition und geht jeglicher Wahl voran.Google Scholar
  764. 820.
    Vgl. Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.149. Nicht ohne Grund fanden sich Argumente, die für eine Herabsetzung des Lernens plädieren, um zu höheren Erfolgsraten bei der Weltdeutung zu gelangen (vgl. Lounamaa, P.H., March, J.G. (1987), S.107ff.).Google Scholar
  765. 821.
    Vgl. Hainzl, M. (1987), S.56.Google Scholar
  766. 822.
    Vgl. Zajac, E.J., Shortell, S.M. (1989), S.427.Google Scholar
  767. 823.
    Der Beobachter kann auch ein wissenschaftlicher Beobachter sein (vgl. Türk, K. (1989), S.94).Google Scholar
  768. 824.
    Tatsächlich wird das Phänomen des unterbliebenen organisationalen Wandels beim Umweltwandel von der Wissenschaft, d.h. aus der Sicht der Wissenschaft, beobachtet (vgl. Kelly, D., Amburgey, T.L. (1991), S.591, S.608).Google Scholar
  769. 825.
    Nach Grundaussagen des Radikalen Konstruktivismus bleibt das solange ohne nachhaltige Folgen für die Organisation, solange sie nicht an der für jeden Beobachter unerkennbar bleibenden ontologischen Wirklichkeit scheitert. Konstruktivistisch ist aber auch zulässig, daß bei stark veränderten Umweltstimuli, die vom wissenschaftlichen Beobachter beobachtet werden, Organisationen ihre Strategien - wie wissenschaftlich erwartet - ändern (vgl. als empirische Referenz Zajac, E.J., Shortell, S.M. (1989), S.426f.).Google Scholar
  770. 826.
    Vgl. Burgelman, R.A. (1983), S.62.Google Scholar
  771. 827.
    Gerade der Fall der hohen Innovationsneigung der Organisation gibt der Trägheitstheorie eine anscheinend paradoxe Fassung, die die Theorie ursprünglich gar nicht beachtet hatte: Organisationen ändern eben aufgrund von Trägheit ihre Strategien. Sie können also im Extremfall ihre Rolle als Innovator gar nicht verlassen und extrapolieren in diesem Sinne ihre Erfahrung (vgl. Kelly, D., Amburgey, T.L. (1991), S.596, S.608f.).Google Scholar
  772. 828.
    Somit sind die Perspektiven organisationaler Trägheit und strategischer Wahl vereint (vgl. ähnlich Boeker, W. (1989), S.511).Google Scholar
  773. 829.
    Dieser Eindruck wird jedoch im Rahmen der evolutionstheoretischen Organisationstheorie gerade in älteren Ansätzen der Populationsökologik erweckt (vgl. zur Herausstellung dieser Sichtweise Astley, W.G., Fombrun, C.J. (1983), S.576). Das hat den Ansätzen eine kaum überraschende Kritik eingebracht: Die Frage nach der eigentlichen Quelle der Systemstrukturen bleibt unbeantwortet (vgl. Türk, K. (1989), S.92f).Google Scholar
  774. 831.
    Dahinter lauert eine Paradoxie (vgl. knapp Wollnik, M. (1994), S.146).Google Scholar
  775. 832.
    Die Umwelt wird nur interpretativ und mithin nur indirekt adressiert (vgl. White, R.E. (1986), S.218). 832 Bringt man “Emergenz” mit “Offenheit” in Verbindung, so findet sich keine teleonome Vorstrukturierung (vgl. Nassehi, A. (1993), S.109).Google Scholar
  776. 833.
    Die Theorie ist derart formuliert, daß an sie situative Ausarbeitungen anschließen können. Diese Ausarbeitungen scheinen für konkrete empirische Fälle unumgänglich: “… (N)o single method of managing change retains absolute supremacy. The viability of any approach depends an its fit with specific circumstances…” Pava, C. (1986), S.631Google Scholar
  777. 834.
    Die nachfolgend dargelegte allgemeine Theorie des Strategiewandels hat einen z.T. deutlich normativen Gehalt, der sich aus der systemischen Epistemologie ergibt.Google Scholar
  778. 835.
    Vgl. weitgehend ähnlich Pava, C. (1986), S.616.Google Scholar
  779. 836.
    Vgl. Pava, C. (1986), S.615. Für einen Rahmen zur Analyse der Strategiegenese vgl. Broich, A. (1994), S.96.Google Scholar
  780. 837.
    Nachfolgende Ausführungen formieren sich anhand der Grundzüge der Überlegungen bei Prigogine, I., Stengers, I. (1990), S.181ff.; vgl. für eine komprimierte, stark physikalische Darstellung Prigogine, I. (1995).Google Scholar
  781. 838.
    Vgl. den Verweis auf das Wachsen neuer Strategien an der organisationalen Peripherie bei Mintzberg, H. (1978), S.947; vgl. Prigogine, I., Stengers, I. (1990), S.182.Google Scholar
  782. 839.
    Die Organisationstheorie deutet diese Einsicht weitgehend als “bottom-up-Vorgehen” der Strategieformierung (vgl. Reichert, R., Stinner, R. (1983), S.209; vgl. Quinn, J.B. (1978), S.15; vgl. unter zusätzlicher Betonung seitwärts gerichteter Kommunikation zwischen Organisationseinheiten Röpke, J. (1977), S.199).Google Scholar
  783. 840.
    Zur Messung von Slack vgl. Bourgeois, L.J. (1981), S.29ff.Google Scholar
  784. 841.
    Diese Gebiete können durch Managementaktivität beabsichtigt geschaffen werden (vgl. Stacey, R. (1993), S.17; ergänzend vgl. Staehle, W.H. (1991), S.319ff.; vgl. Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.158).Google Scholar
  785. 842.
    Bierfelder spricht hier von “Insellösungen” (vgl. Bierfelder, W. (1991), S.96).Google Scholar
  786. 843.
    Neue Ideen blühen originär in verborgenen Winkeln der Organisation (vgl. Mintzberg, H. (1988), S.78).Google Scholar
  787. 844.
    Vgl. Burgelman, R.A. (1983), S.61, S.64ff.; vgl. zudem die auf Burgelman abstellen Überlegungen bei Hainzl, M. (1987), S.50ff.Google Scholar
  788. 845.
    Burgelman, R.A. (1983), S.68Google Scholar
  789. 846.
    Anlehnung an Jantsch, E. (1988), S.82; diese dialektisch anmutende Einsicht findet sich z.B. im Politikmodell des Managements, wo Koalitionen der Neuerung sich Koalitionen mit Beharrungskräften gegenüber durchzusetzen versuchen (vgl. Schienstock, G. (1993a), S.101).Google Scholar
  790. 848.
    Vgl. Prigogine, I., Stengers, I. (1990), S.181.Google Scholar
  791. 849.
    Der Beobachter kann dabei internale und extemale Gründe der Wandelvermeidung zurechnen: “… (T)here are… external and internal barriers to change.” (Goodstein, J., Boeker, W. (1991), S.308) Aber auch die externen Gründe müssen intern wirksam werden, um Wandel zu vermeiden.Google Scholar
  792. 850.
    Das Verhältnis steht nicht von vornherein fest und evolviert in der Zeit. Auch eine auf den ersten Blick schwache dominante Struktur kann jegliche Divergenz unterbinden. Zum einen, wenn sie frühzeitig von den sie bedrohenden Divergenzen erfährt und sich auf sie einstellen kann. Zum anderen, wenn die Divergenzproduktion ihre Gestalt nicht genügend scharf formulieren kann, so daß ihre Implikationen aufgrund von Vagheit und mangelnder Energie nicht gegen die bestehende Struktur ankommen (vgl. weitgehend ähnlich Jantsch, E. (1988), S.83). Gerade der zweite Aspekt wird von Burgelman besonders hervorgehoben, wenn er schreibt, daß “… managers must make sense out of… autonomous strategic initiatives and formulate workable, attractive strategies for the corresponding areas of new business development.” Burgelman, R.A. (1983), S.66Google Scholar
  793. 851.
    Vgl. Bierfelder, W. (1991), S.96.Google Scholar
  794. 852.
    Dem liegt die Auffassung zugrunde, daß sich jedwede Strategieveränderung im zu verändernden Raum vollzieht.Google Scholar
  795. 853.
    Vgl. Prigogine, I., Stengers, I. (1990), S.183.Google Scholar
  796. 854.
    Vgl. das Beispiel der Ausdehnung von einer vormals organisatorisch eng begrenzten, sich nun in der Organisation ausbreitenden Verkaufsstrategie bei Mintzberg, H. (1988), S.75, S.76, S.77.Google Scholar
  797. 855.
    Vgl. ähnlich Quinn, J.B. (1978), S.16; ein Verweis auf die Fragmentiertheit der Untemehmensstrategiebildung findet sich bei Quinn auf S.7.Google Scholar
  798. 856.
    Diese Einsicht wird weiter unten im Text ausgebaut.Google Scholar
  799. 857.
    Dieser Aspekt stammt dem Ansatz nach aus der Diffusionsforschung. Er wird dort im Rahmen der innerbetrieblichen Umsetzung von Innovationen abgehandelt (vgl. am Beispiel der Mikroelektronik Bock, J. (1987), S.77ff., S.183ff.).Google Scholar
  800. 858.
    Die Divergenzen können im Normalfall völlig bedeutungslos sein (vgl. Paslack, R. (1991), S.94; vgl. Bierfelder, W. (1991), S.179).Google Scholar
  801. 859.
    Vgl. grundlegend anhand naturwissenschaftlicher Kategorien Prigogine, I, Stengers, I. (1990), S.176ff.; vgl. Paslack, R. (1991), S.94; vgl. zur Referenz der naturwissenschaftlichen Erkenntnisse in der Organisationstheorie Bierfelder, W. (1991), S.97, S.178, mit kritischen Anmerkungen bezüglich einer simplen Übertragung der naturwissenschaftlichen Erkenntnis auf die Sozialwissenschaften auf 5.171, jedoch mit einem Verweis auf die anscheinend “prinzipielle Gleichheit” der nach Bierfelders Worten “kulturellen” und “außerkulturellen” Evolution auf S.179.Google Scholar
  802. 860.
    Vgl. Bierfelder, W. (1991), S.179.Google Scholar
  803. 861.
    Vgl. für einen auf die Unternehmungskultur gerichteten Vorschlag Bleicher, K. (1991a), S.427ff.Google Scholar
  804. 862.
    Die Form wird dementsprechend mediatisiert. Gelingt das nicht, wird der Strategiewandel verhindert. So wird in der Literatur auf eine feste Integration verwiesen, die eine Strategiewandel erschwert (vgl. Mintzberg, H. (1978), S.944). Es erscheint daher nicht zufällig, daß gerade Bürokratien als Hemmnis strategischer Planung gesehen werden (vgl. LB. Hall, D.J., Saias, M.A. (1980), S.155).Google Scholar
  805. 863.
    Diese Notwendigkeit gilt vor allem für einen als tiefgreifend empfundenen Wandel (vgl. Quinn, J.B. (1978), S.12; desweiteren allgemein ergänzend vgl. Bleicher, K. (1991), S.446ff.; vgl. Bleicher, K. (1994), S.145ff.).Google Scholar
  806. 864.
    In diesem Sinne stellt Burgelman heraus, das mittlere Management als Protagonist autonomer strategischer Kommunikation “… must engage in political activities to convince top management to rationalize, retroactively,… successful initiatives by amending the concept of strategy to accommodate the strategic initiatives.” (Burgelman, R.A. (1983), S.66) Grundsätzlich ist dieser, in der normalen Organisationstheorie als “Aufwärtseinfluß” bezeichnete Sachverhalt, wenig behandelt (vgl. Schilit, W.K. (1987), S.272).Google Scholar
  807. 865.
    “A… political process of building special interest groups to support an issue is required before it gains organizational attention and can thus be said to be on the strategic issue agenda.” Stacey, R. (1993), S.15Google Scholar
  808. 866.
    Die Überlegungen formieren sich in der Tradition der Kontroverse um den Vollzug und die Eignung inkrementaler (schrittweiser) oder sprunghafter (quantisierter) Veränderungen von Organisationsstrukturen (vgl. - und gleichzeitig als Vertreter sprunghafter Veränderung - Bierfelder, W. (1991), S.196ff. und Miller, D., Friesen, P.H. (1982a), S.870). Als prominenteste Vertreter inkrementalen Wandels gelten Lindblom, C.E. (1959), S.79ff. und Popper, K.R (1987a), S.51 ff.Google Scholar
  809. 867.
    Miller, D., Friesen, P. (19806), S.288Google Scholar
  810. 868.
    Organisationstheoretische Ansätze, die Organisationen als Konfigurationen struktureller Merkmale beobachten und beschreiben, werden im Schrifttum auch als “Konsistenz-Ansäzte” bezeichnet (vgl. Staehle, W.H. (1994), S.58ff, S.455ff.).Google Scholar
  811. 869.
    Zur Nähe des Ansatzes struktureller Konfigurationen zur Autopoiesistheorie vgl. Staehle, W.H. (1994), S.64. 870 Vgl. Miller, D., Friesen, P. (1980), S.270.Google Scholar
  812. 870.
    “Relationships cannot… be divorced from their context.” Miller, D. (1986), S.235 an Hinter der Aussage verbürgt sich die Idee, daß Organisationen mit untereinander völlig inkohärenten Strategien nicht viabel sind (vgl. andeutend Miller, D. (1986), S.236).Google Scholar
  813. 871.
    Vgl. Miller, D. (1986), S.233ff.; vgl. ergänzend Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.157.Google Scholar
  814. 874.
    Die Einsicht ist an sich aus der Perspektive der Systemtheorie trivial, verweist doch der Ansatz der Kohärenz auf die Vorstellung des Systems (vgl. Rescher, N. (1973), S.370). D.h.: Bilden Strategien ein System, so sind sie kohärent und lassen sich als Konfiguration beobachten und beschreibenGoogle Scholar
  815. 875.
    Diese Interpretation steht in der Tradition zentraler Annahmen der Kontingenzforschung (vgl. Habel, S. (1992), S.95).Google Scholar
  816. 876.
    Vgl. Staehle, W.H. (1994), S.60; vgl. ergänzend Miller, D. (1990), S.771ff.Google Scholar
  817. 877.
    Die Formulierungen sollen den Eindruck vermeiden, als propagiere die vorliegende Untersuchung eine holistische Perspektive der Systemerkenntnis im Sinne der synoptischen Planungsrationalität. Diese scheitert bekanntermaßen an der mangelnden Verfügbarkeit der zu ihrer Realisierung notwendigen Information und bleibt eine Utopie (vgl. zur Holismuskritik auf gesamtgesellschaftlicher Ebene Popper, K.R. (1987a), S.51ff., S.61ff.; vgl. im Kontext der Strategischen Untemehmungsfiihrung Schreyögg, G. (1984), S.133ff.). Die Originalbeiträge von Miller/Friesen nehmen zur Holismusproblematik nicht explizit Stellung. Es kommt nicht von ungefähr, daß die Ausführungen Miller/Friesens von Habel als “synoptisch” bezeichnet werden (vgl. Nabel, S. (1992), S.96). Diese teilweise inhärent synoptische Fassung der Beiträge von Miller/Friesen wird oft übersehen, wie z.B. von Bierfelder, W. (1991), S.113ff.Google Scholar
  818. 878.
    Vgl. - obwohl ohne Hinweis auf die eingeschränkte Vorhersagemöglichkeit im Sinne von Mustervoraussagen - Miller, D. (1986), S.236. Diese prinzipielle Einsicht findet sich zahlreich in der Wissenschaft, wie z.B. in den biologischen Überlegungen bei Bateson, G. (1983), S.448.Google Scholar
  819. 879.
    Die Deduktion wird durch die mengentheoretische Fassung des Kohärenzbegriffs möglich: “Kohärenz ist… eine Eigenschaft, die nicht einzelne Propositionen, sondern nur Mengen haben können, in denen mehrere Propositionen enthalten sind…” Rescher, N. (1973), S.371Google Scholar
  820. 880.
    Zur Redundanz vgl. Luhmann, N. (1988h), S.174; vgl. Meyer, M. (1994), S.196ff.Google Scholar
  821. 881.
    Vgl. Miller, D. (1986), S.237.Google Scholar
  822. 882.
    Vgl. für eine sehr stark harmonische Konnotation Miller, D. (1986), S.236.Google Scholar
  823. 883.
    Vgl. zusätzlich im weitesten Sinne Bateson, G. (1983), S.449fGoogle Scholar
  824. 884.
    Die Strategien lägen dann relativ unverbunden nebeneinander in dem Sinne, daß eben kein Verbund, d.h. keine umfassende Gestalt, sichtbar ist. Vage könnte man in dem Falle von “Anhäufungen” sprechen (in loser Anlehnung an Popper, K.R. (1987a), S.66).Google Scholar
  825. 885.
    Vgl. zur Bedeutung dieser Aspekte beim Strategiewandel Quinn, J.B. (1978), S.10. Es erscheint demnach un-zureichend, die herkömmliche Rationalperspektive allein über die politische Dimension anzugreifen, wie z.B. der Tendenz nach bei Narayanan, V.K., Fahey, L. (1982), S.32.Google Scholar
  826. 886.
    Damit wird die Effektivität verschiedener Wandelstrategien angesprochen. Zu diesem Aspekt finden sich nur wenige empirische Untersuchungen (vgl. Miller, D., Friesen, P.H. (1982a), S.867; vgl. überblicksartig Habel, S. (1992), S.94£; vgl. Bierfelder, W. (1991), S.122ff.).Google Scholar
  827. 887.
    Der Begriff “Inkrementalismus” (incremental) wird in der Literatur mitunter vom Begriff “Stückwerk” (piecemeal) unterschieden. Inkrementaler Wandel heißt dort “graduelle Ausformung neuer Strategien”. Stückwerkswandel bedeutet “Wandel einiger Strategien bei Konstanthaltung anderer” (vgl. Mintzberg, H. (1978), S.936). Meist werden beide Begriffe jedoch synonym verwandt (vgl. z.B. die Begriffsverwendung bei Schreyögg, G. (1984), S.222). Hier wird der gebräuchlicheren Verfahrensweise gefolgt.Google Scholar
  828. 888.
    Vgl. Pava, C. (1986), S.619.Google Scholar
  829. 889.
    Traditionell werden beide Vorgehensweisen einander gegenübergestellt, insbesondere dann, wenn ihre Implikationen radikalisiert werden (vgl. Popper, K.R. (1987a), S.51 ff., S.61 ff.).Google Scholar
  830. 890.
    Gefolgt wird mithin der Einsicht, daß es beim Wandel in der Organisation auf die ganzheitliche Perspektive ankommt (vgl. Scott-Morgan, P. (1994), S.85).Google Scholar
  831. 891.
    Der obige Begriff des “Inkrementalismus” ist im Vergleich zu seiner herkömmlichen Konnotation im Sinne von “… auf einzelne Variablen beschränkt” (Habel, S. (1992), S.95, Satzendezeichen weggelassen) deutlich unterschieden. Er hat eine enge und weite Fassung zugleich: Er ist bezogen auf eine gegenwärtig kleine Veränderung mit einer zukünftig großen Implikation.Google Scholar
  832. 892.
    Quinn, J.B. (1978), S.13Google Scholar
  833. 893.
    So lautet aber die normale Interpretation des inkrementalen Systemwandels (vgl. Miller, D., Friesen, P.H. (1982a), S.868ff.).Google Scholar
  834. 894.
    Vgl. Pava, C. (1986), S.619.Google Scholar
  835. 895.
    Pava, C. (1986), S.622Google Scholar
  836. 896.
    Pava, C. (1986), S.619Google Scholar
  837. 897.
    Diese Sicht ist deutlich bei Popper vorbereitet, denn nach Popper “… weiß der Stückwerks-Ingenieur, wie wenig er weiß. Er weiß, daß wir nur aus unseren Fehlern lernen können. Daher wird er nur Schritt für Schritt vorgehen und die erwarteten Resultate stets sorgfältig mit den tatsächlich erreichten vergleichen, immer auf der Hut vor den bei jeder Reform unweigerlich auftretenden unerwünschten Nebenwirkungen.” Popper, K.R. (1987a), S.54Google Scholar
  838. 898.
    Vgl. die Interpretation des “Logischen Inkrementalismus” bei Schreyögg, G. (1984), S.241.Google Scholar
  839. 899.
    “New strategic directions emerge when groups of managers learn together in the sense of questioning deeply-held beliefs and altering exisiting mental models…” (Stacey, R. (1993), S.17) Das Lernen umfaßt dabei sowohl Lernen I als auch Lernen II (vgl. Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), 5.149, Fn.97).Google Scholar
  840. 900.
    in Anlehnung an Quinn, J.B. (1978), S.10Google Scholar
  841. 901.
    Vgl. Quinn, J.B. (1978), S.13.Google Scholar
  842. 902.
    Quinn folgert: “The best executives can do is to forecast the most likely forces which will impigne on the cornpanys affairs and the ranges of their possible impact.” Quinn, J.B. (1978), S.17f.Google Scholar
  843. 903.
    Quinn, J.B. (1978), S.13Google Scholar
  844. 904.
    So betont auch Quinn, sein Inkrementalismusverständnis “… is not ‘muddling. It is a purposeful, effective, proactive management technique for improving and integrating both the analytical and behavioral aspects of strategy formulation.” Quinn, J.B. (1978), S.8, im Original teilweise kursivGoogle Scholar
  845. 905.
    Schreyögg hat die auf Methode des “Durchwurstelns” zentrierten Thesen Lindbloms zum Inkrementalprinzip der Planung für die Strategische Untemehmungsfihrung interpretiert und kritisiert. Kritisch erscheinen vor allem (1) die starke Orientierung des Wandels am Vertrautem, (2) lediglich die Lösung von Einzelproblemen, also die Propagierung einer Stückwerkstechnologie, (3) die Tendenz zum reparierenden Verhalten und (4) die Vermeidung einheitlicher Problem-und Zieldefinitionen. Daß es sich hierbei um ein eher reaktives und Zukunftsvisionen vermeidendes Vorgehen handelt, ist leicht einzusehen. Der Systemzusammenhang von Entscheidungen wird übersehen, ja durch die Betonung der Stückwerkstechnologie völlig aus dem Blick verbannt (vgl. vertiefend Schreyögg, G. (1984), S.221ff.). Schreyögg unterstellt in seinen Ausführungen auch dem Inkrementalisten Popper, ein weitgehend ähnliches Inkrementalverständnis wie Lindblom zu hegen (vgl. Schreyögg, G. (1984), S.222). Das erscheint zu pauschal, denn Popper hat “… den Tätigkeitsbereich der Stückwerkmethode nicht beschränkt.” Popper will “… die Möglichkeit nicht ausschließen, daß eine Reihe von Stückwerk-Reformen von einer gemeinsamen Tendenz getragen wird…” (Popper, K.R. (1987a), das erste Zitat von S.54, das zweite von S.55) Von daher müßte Popper das Vorgehen oben im Text nicht unbedingt ablehnen, wie jedoch Schreyöggs Überlegungen suggerieren.Google Scholar
  846. 906.
    Vgl. Pava, C. (1986), S.618; vgl. Miller, D., Friesen, P.H. (1982a), S.868, S.885.Google Scholar
  847. 907.
    Vgl. Weick, K.E. (1985a), S.163ff.Google Scholar
  848. 908.
    Miller, D., Friesen, P.H. (1982a), S.869Google Scholar
  849. 909.
    Es besteht m.a.W. eine “Neigung” zu gebündelter Veränderung (vgl. Habel, S. (1992), S.95).Google Scholar
  850. 910.
    Es ist nicht zufällig, daß Miller/Friesen ihren Quantum-Ansatz als scharfen Gegensatz zur Inkrementalismustheorie Lindbloms auffassen (vgl. Miller, D., Friesen, P.H. (1982a), S.870).Google Scholar
  851. 911.
    Vgl. Miller, D., Friesen, P.H. (1982a), 5.891; vgl. Miller, D. (1986), S.236f.; vgl. Mintzberg, H. (1978), S.944.Google Scholar
  852. 912.
    Habel, S. (1992), S.95Google Scholar
  853. 913.
    Vgl. umfassend Miller, D. (1982), S.131ff.Google Scholar
  854. 914.
    Habel, S. (1992), S.95Google Scholar
  855. 915.
    Vgl. Miller, D. (1986), S.237; vgl. Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.166.Google Scholar
  856. 916.
    Vgl. Miller, D., Friesen, P. (1982a), S.888.Google Scholar
  857. 917.
    Miller, D. (1986), S.237Google Scholar
  858. 918.
    Vgl. Miller, D., Friesen, P.H. (1982a), S.879, S.882f.Google Scholar
  859. 919.
    Vgl. ähnlich Schreyögg, G. (1984), S 223f.Google Scholar
  860. 920.
    Vgl. ähnlich Miller, D. (1986), S.236f.Google Scholar
  861. 921.
    Somit erfolgt eine Antwort auf die Frage Miller/Friesens, wann eine Stückwerkstechnologie erfolgreich sein kann (vgl. Miller, D., Friesen, P.H. (1982a), S.891).Google Scholar
  862. 922.
    Lose Kopplung bewirkt “… die Unterbindung von Rückschlüssen aus einer Rolle auf andere…” Luhmann, N. (1993a), S.584Google Scholar
  863. 923.
    Das Prinzip kennt keine Steuerung zweiter Ordnung, also die Fähigkeit, den Anteil von Divergenzverminderung und -ausweitung zu steuern. Die mit loser Kopplung implizierte Unberechenbarkeit wird von Richter auch zwischen lose gekoppelten Unternehmungen hervorgehoben (vgl. Richter, F: J. (1993), S.282).Google Scholar
  864. 924.
    Stacey, R. (1993), S.15; strategischer Wandel erscheint daher als kumulatives Unterfangen von Versuch und Irrtum (vgl. Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.156).Google Scholar
  865. 925.
    Miller, D., Friesen, P.H. (1982a), S.872, grammatisch berichtigtGoogle Scholar
  866. 926.
    Miller, D., Friesen, P.H. (1982a), S.872, im Original teilweise kursivGoogle Scholar
  867. 927.
    Vgl. z.B. Mintzberg, H. (1988), S.78.Google Scholar
  868. 928.
    Bierfelder, W. (1991), S.131Google Scholar
  869. 929.
    Beobachtungen der Wissenschaftstheorie mahnen hier ebenfalls zur Vorsicht. Sogenannte Paradigmenwechsel werden in der Wissenschaft eingehend diskutiert, bevor sie retiniert werden (vgl. Toulmin, S. (1983), S.119ff., vor allem S.128). Es wird jedoch vor einer überzogenen Analogisierung gewarnt.Google Scholar
  870. 930.
    Vgl. im Ergebnis gleich Quinn, J.B. (1978), S.18.Google Scholar
  871. 931.
    Miller/Friesen sind sich über dieses Problem durchaus im Klaren und verschweigen es nicht (vgl. Miller, D., Friesen, P.H. (1982a), S.877, S.887f.; vgl. Miller, D., Friesen, P. (19806), S.273).Google Scholar
  872. 932.
    Die nachfolgenden Überlegungen mögen auf den ersten Blick höchst abstrakt anmuten, erheben aber den Anspruch der empirischen Relevanz. So finden sie ihre empirische Beobachtung u.a. zumindest ansatzweise bei der Einführung von CIM-Systemen bei Wildemann, H. (1987a), S.152. Wildemann verfügt aber nicht über den hiesigen komplexen Theorierahmen. Seine Überlegungen haben eher pragmatischen Charakter und erscheinen besonders mit Blick auf die Sozialdimension von Sinn verkürzt.Google Scholar
  873. 933.
    Die Divergenz führt als sogenannte “autonome Kommunikation” in die Organisation neue Kategorien ein (vgl. Burgelman, R.A. (1983), S.64).Google Scholar
  874. 934.
    Motivation kann “ein” originärer Faktor des Systemwandels sein. Dies bleibt in den in der Literatur vorfindbaren Wandeltheorien zumeist unerwähnt, oder aber die Einsicht ist eher implizit eingebettet, wie z.B. bei Pava, wenn er von “desired change” (Pava, C. (1986), 5.620) spricht. In die gleiche Richtung läßt sich ebenso die hohe Wandelbereitschaft bei schlechten Unternehmungsleistungen sowie der Verweis auf die Bedeutung von Interessen fir den Wandel verorten (vgl. zu diesen Beispielen Boeker, W. (1989), S.509, S.510). Allein die deskriptive Strategietheorie rückt die Frage der Motivation im Sinne verspürter Unzufriedenheit, die zum Strategiewandel führt, wenigstens manchmal in dem Blick (vgl. z.B. Mintzberg, H. (1988), S.76).Google Scholar
  875. 935.
    Pava notiert: “This theme (die Variation, A.d.V.) does not explicitly stipulate a particular outcome, nor does it directly challenge the continuation of current interests. Instead, the theme implies a change in one aspect of relations between existing parties. The precise meaning and implication of this change are initially unclear, even to the original advocates, but it implies a pervasive shift in the quality of relations between groups inside the system.” (Pava, C. (1986), S.620) Pava führt weiter aus: “The theme starts ambiguously. An elite launches it, based on a feeling that it marks a direction for improvement, but no one (not even its originators) understand it conclusively.” Pava, C. (1986), S.62IGoogle Scholar
  876. 936.
    Pava, C. (1986), S.624Google Scholar
  877. 937.
    “Because it implies a qualitative discontinuity, this vision is at first nonsensical. Its reality cannot be known in advance, it can only be appreciated in reflection upon experience.” Pava, C. (1986), S.623Google Scholar
  878. 938.
    Vgl. Pava, C. (1986), S.619.Google Scholar
  879. 939.
    Das Nichtgelingen der Mediatisierung der gegenwärtig dominanten Form wird im allgemeinen als “hoher Systemwiderstand gegen Änderungen” bezeichnet (vgl. anstelle vieler Ansoff, H.I. (1982), S.72).Google Scholar
  880. 940.
    Vergleicht man diese Aktivität mit dem eigentlichen Durchsetzen einer Divergenz, so ist der eher analytische Charakter der obigen Ausführungen nicht zu übersehen. In der Literatur zum Strategiewandel werden beide Aspekte bisher zusammen als “Brechung von Symmetrien” behandelt (vgl. Stacey, R. (1993), S.15).Google Scholar
  881. 941.
    Wandel ist also immer auch destruktiv ausgerichtet (vgl. Woolsey Biggart, N. (1977), S.410ff.).Google Scholar
  882. 942.
    Vgl. hierzu die Theorie der Fragmentierung bei Miller, D., Friesen, P. (1980b), S.287.Google Scholar
  883. 944.
    Vgl. in diesem Sinne die - wenn auch eher handlungstheoretischen Überlegungen bei Quinn: “… Major organizational changes have timing imperatives (or ‘process limits’) all their own. In making any signifikant shifts, the executive must think through the new roles, capabilities, and probable individual reactions of the many principals affected. He may have to wait for the promotion or retirement of a valued collegue before consummating any change. He then frequently has to bring in, train, or test new people for substantial periods before he can staff key post with confidence.” Quinn, J.B. (1978), S.12Google Scholar
  884. 945.
    So läßt sich die hohe Bereitschaft zu einem ausgeprägten strategischen Wandel bei geringem Konsens mit der gegenwärtigen Strategie beobachten (vgl. Becker, W. (1989), S.510).Google Scholar
  885. 946.
    Es verwundert daher aufs Ganze gesehen nicht, daß Benölken/Greipel die Verzahnung von Strategie-und Or-ganisationsentwicklung im Sinne einer Doppelgleisigkeit propagieren, in der die Organisationsentwicklung die Stellung einer wesentlichen Komponente der Strategieumsetzung erlangt (vgl. Benölken, H., Greipel, P. (1989), S.15ff., vor allem S.16).Google Scholar
  886. 947.
    Vgl. Gray, B., Ariss, S.S. (1985), S.717.Google Scholar
  887. 948.
    Vgl. ergänzend Quinn, J.B. (1978), S.13; vgl. Mintzberg, H. (1988), S.77.Google Scholar
  888. 949.
    in Anlehnung an Quinn, J.B. (1978), S.12îGoogle Scholar
  889. 950.
    Eine Divergenz “… proposes that some quality be invoked as a new context that should mediate and transform existing relations without their abolition.” (Pava, C. (1986), S.622) Nicht möglich ist, vollständig gegen vorhandene Potentiale zu arbeiten. Auch der Einsatz von Macht bedeutet letztlich keine totale Gegnerschaft, denn “Macht ist akzeptanzpflichtig.” Sandner, K. (1992), S.156Google Scholar
  890. 951.
    Da Strategien aus der Kenntnis der Möglichkeiten des laufenden Geschäfts erzeugt werden (vgl. ähnlich Van-cil, R.F. (1976), S.16).Google Scholar
  891. 952.
    Diese Sicht findet sich bei den eher handlungstheoretisch geprägten Überlegungen Quinns: “… (T)he executive… negotiates individually with key people, and makes final commitments as late as possible in order to obtain the best matches between people’s capabilities, personalities, and aspirations and their new roles… (T)he executive moves opportunistically, step-by-step, selectively moving people toward a broadly conceived organizational goal, which is constantly modified and rarely articulated in detail until the last pieces fit together.” Quinn, J.B. (1978), S.13Google Scholar
  892. 956.
    Vgl. im weitesten Sinne Quinn, J.B. (1978), S.8.Google Scholar
  893. 957.
    So spricht Mintzberg von “… the difficulty of global change.” Mintzberg, H. (1978), S.945Google Scholar
  894. 958.
    Vgl. Stacey, R. (1993), S.15.Google Scholar
  895. 959.
    In diese Richtung zielt auch Quinn. Zur Vielzahl der Vorfälle, die zur Ausbildung einer neuen Form führen, notiert er: “Typically, all these events do not come together at one convenient time, particulary the moment annual plans are due.” (Quinn, J.B. (1978), S.13) Quinn fihrt weiter aus: “Successful executives link together and bring order to a series of strategic… decisions spanning years.” Quinn, J.B. (1978), S.17Google Scholar
  896. 960.
    “… (N)o organization - no matter how brilliant, rational, or imaginative - could possibly foresee the timing, severity, or even the nature of all… precipitating events.” Quinn, J.B. (1978), S.9Google Scholar
  897. 961.
    “… (E)ven under pressure, most top executives… often purposely delayed initial decisions, or kept such decisions vague, in order to encourage lower-level participation, to gain more information from specialists, or to build commitment to solutions. Even when a crisis atmosphere tended to shorten time horizons and make decisions more goal orientated than political, perceptive executives… tried to keep their options open until they understood how crisis would affect the power bases and needs of their key constituens.” Quinn, J.B. (1978), S.10Google Scholar
  898. 962.
    Die Argumentation widerspricht der intuitiven Ansicht, daß Trägheit und Wandel unvereinbar sind. Trägheit im Wandel ist empirisch nachweisbar: “We defmitly saw momentum in organizational change…” Kelly, D., Amburgey, T.L. (1991), S.608Google Scholar
  899. 963.
    Organisationaler Wandel “… takes place over time.” Miller, D., Friesen, P. (1980b), S.269Google Scholar
  900. 966.
    Durch die Beobachtung von Übergangstypen versuchen Miller/Friesen eine Klassifizierung des Wandels zu erreichen und damit das Verhalten von anderen, nicht beobachteten Variablen vorherzusagen (vgl. Miller, D., Friesen, P. (1980b), S.271).Google Scholar
  901. 967.
    Bierfelder, W. (1991), 5.113; Miller/Friesen bezeichnen diese Strukturen als “transition gestalts” (Miller, D., Friesen, P. (19806), S.271).Google Scholar
  902. 968.
    Bierfelder, W. (1991), S.115; Miller/Friesen sprechen von “… packages of change…” Miller, D., Friesen P. (1980b), S.270Google Scholar
  903. 969.
    Miller/Friesen sprechen in ihrem Aufsatztitel von “Archetypes of Organizational Transition” (Miller, D., Friesen, P. (1980b), S.268).Google Scholar
  904. 970.
    Bierfelder, W. (1991), 5.117Google Scholar
  905. 971.
    Bierfelder, W. (1991), S.117; vgl. Miller, D., Friesen, P. (19806), S.270.Google Scholar
  906. 972.
    Für jede Erkenntnis “(i)st Zeit ein unnegierbarer, differenzloser Begriff…, denn: Die Negation von Zeit setzt Zeit voraus, geschieht in der Zeit.” Brandt, S. (1992), S.175Google Scholar
  907. 980.
    Vgl. Knyphausen, D. zu (1993), S.153; vgl. Nassehi, A. (1993), S.199ff.Google Scholar
  908. 981.
    Nassehi, A. (1993), S.239; vgl. weniger deutlich Dux, G. (1992), S.45.Google Scholar
  909. 982.
    Vgl. Luhmann, N. (1985), S.254; vgl. Knyphausen, D. zu (1993), S.154.Google Scholar
  910. 983.
    Vgl. Dux, G. (1992), S.45.Google Scholar
  911. 984.
    Vgl. Nassehi, A. (1993), S.236; so ist jegliche ontologische Verobjektivierung der Zeit abzulehnen (vgl. Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.321).Google Scholar
  912. 985.
    Vgl. Luhmann, N. (1990b), S.114.Google Scholar
  913. 986.
    Vgl. Luhmann, N. (1985a), S.255. Ähnlich betont v. Weizsäcker, daß es ohne Prozeß keine beobachtbare Zeit gebe (vgl. Weizsäcker, C.F. v. (1992), S.366).Google Scholar
  914. 987.
    Nassehi, A. (1993), S.238Google Scholar
  915. 989.
    Die Überlegungen stehen hier in der Tradition der mittelalterlichen und antiken Philosophie (vgl. Nassehi, A. (1993), S.19ff., S.24ff., S.34).Google Scholar
  916. 989.
    Blaseio, H. (1986), S.199, Fn.7 ab S.198; somit ist klar, daß man sich auf die Zukunft nur einlassen kann (vgl. Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.321). Zukunft ist nicht die bloße Fortsetzung der Vergangenheit (vgl. D’Avis, W. (1994), S.207).Google Scholar
  917. 990.
    Vgl. Luhmann, N. (19906), S.102.Google Scholar
  918. 991.
    Vgl. Luhmann, N. (1991d), 5.115. Zeit ist also realisiert in Ereignissen (vgl. Simsa, R. (1996), S.38). 99: Luhmann, N. (1990b), S.108; vgl. Nassehi, A. (1993), S.237, S.242.Google Scholar
  919. 993.
    Vgl. Nassehi, A. (1993), S.237.Google Scholar
  920. 994.
    Vgl. zur allgemeinen Theoriegrundlage Nassehi, A. (1993), S.241.Google Scholar
  921. 995.
    Vgl. Luhmann, N. (19906), 5.113. Luhmann stützt sich damit auf die umgangssprachliche Struktur von Zeit (vgl. D’Avis, W. (1994), S.212).Google Scholar
  922. 996.
    Vgl. Luhmann, N. (1990b), S.101. Es ist nicht verwunderlich, daß v. Weizsäcker betont, das “Jetzt” verrinne im Zusammenhang von Vergangenheit und Zukunft (vgl. Weizsäcker, C.F. v. (1992), S.278).Google Scholar
  923. 997.
    Vgl. Luhmann, N. (19906), 5.129.Google Scholar
  924. 998.
    Nassehi, A. (1993), S.238, im Original teilweise kursivGoogle Scholar
  925. 999.
    Sinnhaftigkeit wird demnach konstitutiv für Zeit, da sie die erfahrbare Selektivität aller Bestimmungen begründet (vgl. Luhmann, N. (199Ic), S.105, S.109).Google Scholar
  926. 1000.
    Vgl. Nassehi, A. (1993), S.242; vgl. Luhmann, N. (1985a), S.254.Google Scholar
  927. 1001.
    Luhmann, N. (1990b), S.116Google Scholar
  928. 1002.
    Nassehi, A. (1993), S.238Google Scholar
  929. 1003.
    Vgl. Dux, G. (1992), S.36.Google Scholar
  930. 1004.
    Vgl. Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.321.Google Scholar
  931. 1005.
    Simsa, R (1996), S.88, vgl. S.89.Google Scholar
  932. 1006.
    Vgl. ähnlich Nassehi, A. (1993), S.237f.Google Scholar
  933. 1007.
    Vgl. zudem mit allgemeinen wissenschaftstheoretischen Überlegungen Nassehi, A. (1993), S.233ff.Google Scholar
  934. 1008.
    Vgl. Brandt, S. (1992), S.175.Google Scholar
  935. 1009.
    Dux, G. (1992), S.59; dergestalt kann z.B. Bewußtsein nur in der Gegenwart vorkommen (vgl. D’Avis, W. (1994), S.214).Google Scholar
  936. 1010.
    So betont Dux, daß die Entwicklung der Konstrukte Zeit braucht (vgl. Dux, G. (1992), S.76). ‘o“ Vgl. Weizsäcker, C.F. v. (1992), S.1114.Google Scholar
  937. 1011.
    Vor allem Blaseio betont die begriffliche Untrennbarkeit von Orientierung und Zeitvorstellung (vgl. Blaseio, H. (1986), S.197). Im ähnlichen Sinne notiert Luhmann, daß Zeit in sozialen Systemen laufend rekonstituiert wird (vgl. Luhmann, N. (199Id), S.119). Auch Bleicher verbucht die Orientierungsfunktion der Zeit (vgl. Bleicher, K. (1994), S.135).Google Scholar
  938. 1012.
    Blaseio, H. (1986), S.197, Fn. weggelassen; Zeit ist also stets eine Kategorie der Interpretation (vgl. Simsa, R. (1996), 5.16f.).Google Scholar
  939. 1013.
    Diese Bezugspunkte sind in der Untemehmungsplanung als “Präferenzen” bekannt (vgl. Dyckhoff, H., Weiner, M. (1992). S.28ff.).Google Scholar
  940. 1014.
    Vgl. Weiss, E. (1989), S.137f. Es scheint, als nehme Zeit als Führungsgesichtspunkt mehr Komplexität auf als das Sachliche oder Soziale (vgl. Baecker, D. (1993a), S.99).Google Scholar
  941. 1016.
    Luhmann, N. (1985a), S.631Google Scholar
  942. 1017.
    Vgl. Dux, G. (1992), S.59.Google Scholar
  943. 1018.
    So beginnt Nowotny ihre Überlegungen zur Zeit mit dem einleitenden, handlungstheoretischen Satz: “Alle Menschen sind Praktiker und Theoretiker der Zeit. Zeit ‘steckt in uns - durch die biologischen Rhythmen, denen wir unterworfen sind, und weil wir soziale Wesen sind, die in eine Gesellschaft mit sich ändernden Zeitstrukturen hineingeboren werden und lernen, in ihrer sozialen Zeit zu leben.” (Nowotny, H. (1993), S.7) Zeitliche gesellschaftliche Vorgaben lassen sich als “objektive” Zeit begreifen (vgl. Simsa, R. (1996), S.32ff.).Google Scholar
  944. 1019.
    Vgl. Dux, G. (1992), S.58.Google Scholar
  945. 1010.
    Vgl. Simsa, R. (1996), S.39ff.Google Scholar
  946. 1011.
    Zum Begriff der “Zeitgestalt” vgl. Schlosser, G. (1993), 5.111, einschließlich Fn.16. Systemgrenzen sind somit immer auch Zeitgrenzen (vgl. Simsa, R. (1996), S.21).Google Scholar
  947. 1022.
    “Die Zeit ist unsere grundlegende existentielle Dimension.” Prigogine, I. (1995), S.15Google Scholar
  948. 1023.
    Weizsäcker, C.F. v. (1992), S.881Google Scholar
  949. 1024.
    Überhaupt nimmt die Wichtigkeit der zeitlichen Perspektive seit jüngerer Vergangenheit beständig zu und führt zu “… Schlagworten wie Time based management, time based competition’ oder’ time to market…” Wegner, U. (1994), S.125; vgl. ergänzend Hässig, K. (1994), S.249ff.; vgl. ergänzend Wimmer, R. (1995), S.81.Google Scholar
  950. 1025.
    Vgl. Stalk Jr., G. (1988), S.45; vgl. Wildemann, H. (1992), S.4; vgl. ergänzend Simsa, R. (1996), S.83. Zur Durchführung schneller strategischer Entscheidungen vgl. Eisenhardt, K.M. (19896), S.543ff.Google Scholar
  951. 1026.
    Vgl. Gutersohn, A. (1986), S.32; vgl. Hamer, E. (1990b), S.44.Google Scholar
  952. 1027.
    Eine gleichlautende Problematik kennt die Politik der Gesellschaft, wenn sie sich mit der Frage nach dem Bedarf an Mittelstandspolitik auseinandersetzt (in Anlehnung an Schüler, W. (1986), S.37).Google Scholar
  953. 1028.
    Vgl. ähnlich o.V. (1983), S.30.Google Scholar
  954. 1029.
    Vgl. d’Amboise, G., Muldowney, M. (1986), S.13.Google Scholar
  955. 1030.
    Vgl. Lansberg S., I. (1983), S.39; vgl. Goffee, R, Scase, R. (1985), S.65.Google Scholar
  956. 1031.
    Vgl. weitgehend ähnlich Wohlgemuth, A.C. (1993), S.108.Google Scholar
  957. 1032.
    Vgl. - obwohl im Original nicht explizit auf mFU, sondern auf KMU bezogen - d’Amboise, G., Muldowney, M. (1988), S.226, vgl. ergänzend S.236; vgl. ergänzend d’Amboise, G., Muldowney, M. (1986), S.13.Google Scholar
  958. 1033.
    Vgl. Schröder, E.F. (1993a), S.105.Google Scholar
  959. 1034.
    Vgl. ähnlich Barbasch, E. (1989), S.15.Google Scholar
  960. 1035.
    Ins Einklang hiermit betont Wohlgemuth die Vielschichtigkeit und Interdisziplinarität des Gegenstandes der FU (vgl. Wohlgemuth, A.C. (1993), S.108; vgl. ergänzend Hammer, R.M., Hinterhuber, H.H. (1993), S.264). Die Interdisziplinarität von FU schlägt sich z.B. in der Qualität der Erbringung von Beratungsleistungen nieder (vgl. Meredith, G.G. (1985), S.276).Google Scholar
  961. 1036.
    Vgl. d’Amboise, G., Muldowney, M. (1988), S.237.Google Scholar
  962. 1037.
    Siegwart notiert, daß allein schon der Begriff der FU aufhorchen läßt und Gefühl und Phantasie erregt (vgl. Siegwart, H. (1982), S.150f.).Google Scholar
  963. 1038.
    “Several writers have, in fact, proposed that the appropriate solution to the ‘contamination’ of a rational management structure is to bring nonfamily managers into the organization and restrict the status of the family to that of outside investors.” Davis, P. (1983), S.498.Google Scholar
  964. 1039.
    Die “Störfaktortheorie der Familie” im Funktionieren der FU ist maßgeblich der Forschung über FU der 60er und 70er Jahre zuzuordnen (vgl. Hammer, R.M., Hinterhuber, H.H. (1993), S.253f). So gelangt z.B. Bany zu dem normativen Schluß, die FU müsse sich mehr in einen formalen Konzern wandeln (vgl. Barry, B. (1975), S.59). Aber schon zu dieser Zeit finden sich Einsichten, die warnend konstatieren, daß die Entfamilialisierung der FU zwar die Logik auf ihrer Seite hätte, dieses Argument aber (vorbehaltlich eines naturalistischen Fehlschlusses) nicht mit der Empirie übereinstimme (vgl. Barnes, L.B., Hershon, S.A. (1976), S.106; vgl. zeitlich nicht ganz so weit zurückliegend o.V. (1983), S.32). Die Diskussion der Entfamilialisierung der FU bis dato nicht abgeebbt (vgl. z.B. den Erfahrungsbericht bei Pine, A. (1992), S.104).Google Scholar
  965. 1040.
    Vgl. kritisch Frese, E. (1993), S.1021; v. Wartenberg spricht diesbezüglich kritisch vorn “simulierten Mittelstand” (vgl. Wartenberg, L. v. (1991), S.154).Google Scholar
  966. 1041.
    So sieht man sich bestätigt für die Effektivität und Effizienz der Operationsweise der rnFU durch den gegenwärtigen Strukturwandel von Großunternehmungen, der sich nachhaltig am Leitbild der mU orientiert (vgl. Maurice, D.W. (1993), S.276; vgl. Frese, E. (1993), S.999; vgl. Wartenberg, L. v. (1991), S.154; vgl. ergänzend zum Zerbrechen der Mythen über Großuntemehmungen Hammer, R.M., Hinterhuber, H.H. (1993), S.255). Auch die Bemühung, am Arbeitsplatz “familial geprägte Strukturen” zu implementieren, widerstreitet dem Gesichtspunkt der Anonymität der Arbeitsbeziehungen (vgl. Cullmann, K. (1995), S.138).Google Scholar
  967. 1042.
    Vgl. Kirchhoff, B.A., Kirchhoff, J.J. (1988), S.179.Google Scholar
  968. 1043.
    in loser Anlehnung an Donnelly, R.G. (1964), S.93Google Scholar
  969. 1044.
    Dementsprechend sind die Überlegungen bei Pfohl/Kellerwessel dem objektivistischen, die Überlegungen bei Kepner dem interpretativen Paradigma verschrieben (vgl. Pfohl, H.-Chr., Kellerwessel, P. (1990), S.1 ff.; vgl. Kepner, E. (1983), S.57ff.).Google Scholar
  970. 1045.
    Leihner betont, daß die Branchenzugehörigkeit von Unternehmungen einen höheren Einfluß auf die organisa-tionsspezifische Operationsweise ausübt als die Größe der Organisation. Leihher läßt aber jedoch nicht unerwähnt, daß es Bereiche gibt, in denen die Betriebsgröße dominiert (vgl. Leihner, E. (1986), S.66). Von daher zeichnet sich hier fiür die vorliegende Untersuchung ein Extraktionsproblem ab.Google Scholar
  971. 1046.
    Vgl. Kirsch, W. (1983), S.413; vgl. Schuster, P. (1991), S.4; vgl. Daschmann, H.-A. (1994a), S.51; vgl. Schalek, E. (1988), S.19; vgl. Ammann, H., Lachnit, L. (1987), S.245; vgl. Churchill, N.C., Lewis, V.L. (1983), S.30; vgl. Goetschin, P. (1988), S.74.Google Scholar
  972. 1047.
    Die Herausarbeitung der fundamentalen Operationsweise der mFU sieht sich dem Risiko ausgesetzt, aufgrund der großen Heterogenität des Untersuchungsgegenstandes starken Verallgemeinerungen zu unterliegen (vgl. Wall, F. (1993), S.242). Dies kann schnell zu einer empirischen Gehaltlosigkeit der Aussagen führen.Google Scholar
  973. 1048.
    Daher mutet es sonderlich an, wenn d’Amboise/Muldowney behaupten, die genaue Definition des Untersu-chungsobjekts sei die Voraussetzung der Theorienbildung (vgl. d’Amboise, G., Muldowney, M. (1986), S.9).Google Scholar
  974. 1049.
    Hinzu kommt, daß die Begriffe selbst desöfteren beabsichtigt unpräzise verwandt werden (vgl. z.B. für den Begriff der “FU” Rudolph, B. (1984), S.276; vgl. hierzu kritisch, da eine derartige Vorgehensweise den Vergleich verschiedener Untersuchungen erschwert, Gibb, A., Scott, M. (1985), S.598). Andere kümmern sich erst gar nicht um die Problematik der Begriffsbildung (vgl. Langhein, B. (1987); vgl. Halmburger, H.P., Halmburger, A., Leuthäuser, R., Ludwig, H. (1990)).Google Scholar
  975. 1050.
    Vgl. Hamer, E. (1990a), S.42.Google Scholar
  976. 1051.
    “Im allgemeinen versteht man unter Klein-bzw. Mittelbetrieb die Zuordnung eines Unternehmens in eine Größenklasse.” (Holzhuber, T. (1984), S.136) Das hat realiter Folgen für die Begriffsbildung: So soll nach Pfohl/Kellerwessel “… der Betriebsgrößenbegriff durch die Auswahl betriebsgrößenrelevanter Merkmale konkretisiert werden.” Pfohl, H.-Chr., Kellerwessel, P. (1990), S.15.Google Scholar
  977. 1052.
    Vgl. Hamer, E. (1990a), S.42; vgl. Pleitner, H.J. (1987), S.145; vgl. Schuster, P. (1991), Si,. Fn.14. Besonders radikal ist Bickel, der den Begriff des Mittelstandes weitgehend losgelöst von Größenbetrachtungen verstanden wissen will (vgl. Bickel, W. (1981), 5.181ff.). In der Wirtschaft ist der Begriff der mU jedoch auf eine Unternehmungsgröße bezogen (vgl. Meister, H. (1992), S.I2).Google Scholar
  978. 1053.
    Hamer notiert zu einer reinen Größenbetrachtung: “Außer der statistischen Bezeichnung… sind… von den Autoren dieser Differenzierung… bisher keine weiteren theoretischen Konsequenzen gezogen worden.” Hamer, E. (1990a), S.42Google Scholar
  979. 1054.
    In diesem Sinne vermutet Schnöder, daß Untemehmungsgröße und Marktaufgabe aufeinander abgestimmt sein müssen (vgl. Schröder, E.F. (1993a), S.108).Google Scholar
  980. 1055.
    Nach Holzhuber besteht mit der Ausdifferenzierung von KMU immer auch “… eine bestimmte Gesinnung und Verhaltensweise, die diesen Unternehmen zugeordnet werden kann.” (Holzhuber, T. (1984), S.136) Zarte Hinweise zu dieser Einsicht finden sich ansonsten überraschenderweise nur relativ vereinzelt in der Mittelstandsforschung, wie z.B. mit dem Vermerk Gutersohns, daß aus der Größe der Unternehmung auch die Führungsanforderungen resultieren (vgl. Gutersohn, A. (1986), S.39f.). Die Kritik erweckt den Eindruck, daß die Unterscheidung in “Größe” und “Eigenart” (vgl. Hamer, E. (1990a), S.28) letztlich unglücklich gewählt ist, da beide Seiten der Unterscheidung keine reinen Oppositionen sind.Google Scholar
  981. 1056.
    Die Formulierung soll schon dem Ansatz nach vorbeugen, Strategieüberlegungen für mU nicht mit dem “kleinen Großunternehmen-Syndrom” zu versehen (in loser Anlehnung an Robinson Jr., R.B., Pearce II, J.A. (1984), S.128).Google Scholar
  982. 1057.
    Damit wird der Gepflogenheiten der Literatur gefolgt: “In der Literatur werden häufig die Begriffe ‘Klein-und Mittelbetriebe’ und ’mittelständische Betriebe synonym verwendet.” Pfohl, H.-Chr., Kellerwessel, P. (1990), S.2, Fn.4; vgl. dazu kritisch Schuster, P. (1991), S.3.Google Scholar
  983. 1058.
    Es wird nachhaltig darauf hingewiesen, daß sich mU nicht nur aufgrund ihrer Größe von Großuntemehmungen unterscheiden (vgl. Wall, F. (1993), S.242). Die interpretative Theorie zeigt, daß mit Größenunterschieden unterschiedliche Operationsmechanismen zu erwarten sind.Google Scholar
  984. 1059.
    Hamer, E. (1990a), S.35Google Scholar
  985. 1060.
    in Anlehnung an Schindler, A. (1975), S.32Google Scholar
  986. 1061.
    Vgl. Barry, B. (1975), S.42; vgl. Bechtle, C. (1983), S.31; vgl. Klughardt, B. (1994), S.102.Google Scholar
  987. 1062.
    Diese Gleichsetzung wird jedoch häufig vollzogen (vgl. Voigt, J.F. (1990), S.24f.).Google Scholar
  988. 1063.
    Vgl. o.V. (1983), S.38.Google Scholar
  989. 1064.
    Vgl. implizit die Begriffsstrategie bei Bechtle, C. (1983), S33.Google Scholar
  990. 1066.
    Vgl. Schindler, A. (1975), S34. Diese Einsicht ist in der Literatur nicht völlig unumstritten. So zählt LB. Barry zu FU auch “… the public company in which the distribution of the equity is such that the family has effective control.” (Barry, B. (1975), S.42) Für den von Barry aufgezeigten Sachverhalt wird die vorliegende Untersuchung den Begriff der “Publikumsgesellschaft” nicht anwenden, da der öffentliche Charakter der Unternehmung zumindest stark eingeschränkt erscheint.Google Scholar
  991. 1067.
    Hiermit korrespondierend finden sich in der Literatur im Kontext der Typisierung von FU Hinweise, daß die Typisierung sich auf alle Unternehmungsgrößenklassen bezieht (vgl. z.B. Bechtle, C. (1983), S33). Für eine Ty-pisierung der mFU vgl. z.B. Hinterhuber, H.H., Minrath, R. (1994), S.74.Google Scholar
  992. 1068.
    Bechtle erblickt darin vor allem eine deutsche Tradition (vgl. Bechtle, C. (1983), S.27; vgl. Schröder, E.F. (1993a), S.110).Google Scholar
  993. 1069.
    Vgl. Schanz, G. (1986), 5.85; vgl. Donckels, R., Hoebeke, K. (1990), S.18; vgl. Meredith, G.G. (1985), S.275; vgl. Voigt, J.F. (1990), S.25; vgl. Hamer, E. (1988), S.63; vgl. Pfohl, H.-Chr., Kellerwessel, P. (1990), S.20; vgl. Schade, H.C. (1974), S.23, S.28. Hier läßt sich auf einen beträchtlichen Fundus an Literatur hinweisen, der festhält, daß in den USA die meisten Unternehmungen als FU anzusehen sind (vgl. Barnes, L.B., Hershon, S.A. (1983), S.68; vgl. Beckhard, R., Dyer Jr., W.G. (19836), S.5; vgl. o.V. (1983), S.29, S30; vgl. Lansberg S., I. (1983), S39; vgl. Kirchhoff, B.A., Kirchhoff, J.J. (1988), S.179; vgl. Beckhard, R., Gibb Dyer Jr., W. (1983a), S.59; vgl. Hurgon, P. (1985), S30). Und auch in den westeuropäischen Staaten nehmen FU eine gewichtige Stellung ein (vgl. Goffee, R., Scase, R. (1985), S.65). Hammer/Hinterhuber schätzen den Anteil der FU in allen Industriestaaten auf über 95% an der gesamten Untemehmungsanzahl (vgl. Hammer, R.M., Hinterhuber, H.H. (1993), S.252).Google Scholar
  994. 1070.
    Mithin will die vorliegende Untersuchung nicht der Einsicht Bechtles folgen und “… die mittelständische Un-ternehmung als Teil der umfassenderen Gruppe der Familienunternehmen bezeichnen.” Bechtle, C. (1983), S.27 1071 Vgl. weitgehend gleichlautend Bechtle, C. (1983), S.59f.Google Scholar
  995. 1071.
    Dabei läßt sich auch auf die internationale Literatur zurückgreifen, unterliegen mU im internationalen Vergleich doch in vieler Hinsicht ähnlichen Problemen (vgl. z.B. mit Referenz auf Westeuropa Watkins, D. (1983), S.95). Das muß über weite Strecken auch so sein, gelten doch FU als eine grundlegende Einrichtung der Marktwirtschaft (vgl. Hammer, R.M., Hinterhuber, H.H. (1993), S.252). Dennoch muß man bei der Verdichtung der Ergebnisse behutsam vorgehen, nicht nur aufgrund der Problematik allgemeiner nationaler Einflüsse der Strukturierung, sondern schon aufgrund deutlich unterschiedlicher nationaler Klassifizierungsgepflogenheiten der mU (vgl. Gingold, E., Stöckli Lachner, Y. (1993), S.479; vgl. zu nationalen Klassifizierungsbeispielen Hamer, E. (1990a), S.46ff.).Google Scholar
  996. 1072.
    Die Einschlagung der Handlungstheorie wird wegen der im weiteren Verlauf der Untersuchung noch näher bestimmten personalen Form dieses Unternehmungstyps begünstigt: Offensichtlich ist es mit zunehmender Kleinheit der Organisation um so einfacher, organisationale Charakteristiken an Personen festzumachen (vgl. Miller, D., Toulouse, J.-M. (1986), S.1389). Das verführt zu der Annahme, daß vor allem mU durch die Untemehmerpersönlichkeit geprägt sind (vgl. Kirsch, W. (1983), S.404). Zudem wird auch gesellschaftstheoretisch der Mittelstand schnell in die Nähe des Individualismus gerückt (vgl. z.B. Hamer, E. (1990a), S.13).Google Scholar
  997. 1073.
    Pleitner betont, die mittelständischen Untemehmermerkmale reichten bis in die klassische Nationalökonomie zurück (vgl. Pleitner, H: J. (1986c), S.77).Google Scholar
  998. 1075.
    Vgl. Gumpert, D.E., Boyd, D.P. (1985), S.92; vgl. Lange, R. (1995), S.67ff.Google Scholar
  999. 1076.
    Vgl. die Konnotation der Überlegungen bei Daschmann, H.-A. (1994a), S.56.Google Scholar
  1000. 1077.
    Vgl. für eine Ausnahme Curran, J., Stanworth, J. (1981), S.142. So ist bekannt, daß die die Gesamtorganisation umgreifenden Steuerungsinstanzen in mU besonders in komplexen Arbeitssituationen weder alles wissen, noch in Erfahrung bringen können. Das hat Manz für die Branche des Maschinenbaus klar aufgezeigt (vgl. Manz, T. (1990), S.29). Auf der gleichen Linie findet sich eine Notiz bei Fell, der anhand empirisch gestützter Beobachtungen vermerkt, “… daß zwar die unternehmenswichtigen länger-und oft kürzerfistigen Entscheidungen durch die Unternehmensspitze getroffen werden, doch die Mitarbeiter durchaus Gelegenheit zu aktiver Entscheidungs-partizipation haben.” (Fell, M. (1994), S.75, Fn.2) Unternehmerstudien erfassen zudem nicht nur die übrigen intemen Verhältnisse der Organisation unzureichend, sondern spielen ebenfalls die Bedeutung der Organisationsumwelt herab (vgl. zur Vernachlässigung von Umwelteinflüssen auf die Organisation in Untemehmerstudien Kalleberg, A.L., Leicht, K.T. (1991), S.I38; vgl. Gutersohn, A. (1986), S37, S.46). So sind die Zweifel Hamers berechtigt, in der Untemehmungsfihrung der mU den literarischen Gepflogenheiten folgend (vgl. neuerdings erst wieder Daschmann, H.-A. (1994a), S.68, jedoch etwas abschwächend S.153) per se den größten Schwachpunkt der mU ausmachen zu können (vgl. Hamer, E. (1990a), S.95).Google Scholar
  1001. 1078.
    Die Persönlichkeit ist aber im Kontext zu betrachten (vgl. Gutersohn, A. (1986), S.37).Google Scholar
  1002. 1079.
    Es ist mit der Erfolgsträchtigkeit der Untemehmerperson in mU sehr wohl zu rechnen, wie aus einer Untersuchung Simons hervorgeht (vgl. Simon, H. (1991), S.879; vgl. zusätzlich Churchill, N.C., Lewis, V.L. (1983), S.42; vgl. Haake, K. (1987), S.236). Jedoch läßt sich daraus keine Pauschalannahme formulieren: Interessanterweise schätzen mittelständische Führungskräfte mit gesamtorganisationsumfassender Steuerungsverantwortung die Qualität ihrer Mitarbeiter für den Untemehmungserfolg etwas wichtiger ein als ihre eigenen Leistungen (vgl. Daschmann, H.-A. (19946), S.211, S.214).Google Scholar
  1003. 1080.
    Vgl. Hamer, E. (1990a), S.86; vgl. Schröder, E.F. (1993a), S.108.Google Scholar
  1004. 1081.
    Wie sehr es sich hierbei um eine Vereinfachung handeln mag, läßt sich zumindest ansatzweise aus der Beobachtung von Führungskräften bei der Arbeit erschließen. Dort fällt aufs Ganze gesehen der doch eher relativ geringe Anteil der aktiven Initiierung von Ereignissen auf, die von den Führungskräften zu verantworten sind (vgl. mit weiteren Literaturnachweisen Schreyögg, G., Hübl, G. (1992), S.88). Darüber hinaus läßt sich die Ausrichtung unter Ideologieverdacht stellen, nämlich als Sicherung von Autorität begreifen, wie sie sich insbesondere bei kleinen Bürokratien mit simplen Routinen herausbildet (vgl. dazu Blau, P.M., Heydebrand, W.V., Stauffer, RE. (1966), S.179ff.).Google Scholar
  1005. 1082.
    In der Literatur wird mitunter konstatiert, daß man eigentlich wenig über das Steuerungssystem von FU weiß (vgl. Goffee, R, Scase, R. (1985), S.65). Die pauschale Lokalisierung der Steuerungsfunktion beim Unternehmer kann daher nur als ein erster Schritt betrachtet werden, Steuerungsverhältnisse in mFU zu beobachten und zu beschreiben. Auf dieser Linie fmden sich in der Literatur Hinweise, daß das Festmachen von Konkursgründen der Untemehmungen in der Unternehmerperson zu schematisch ist (vgl. d’Amboise, G., Muldowney, M. (1986), S.20).Google Scholar
  1006. 1083.
    In diesem Sinne betonen Miller/Toulouse die Schwierigkeit und gar die teilweise Unmöglichkeit, Personen und sonstige Erscheinungen der Organisation nach Kausalitäten, d.h. nach ihrer Stellung als Medium und als Form hin zu ordnen (vgl. Miller, D., Toulouse, J.-M. (1986), S.I390, S.1405, S.1405f.).Google Scholar
  1007. 1084.
    So weiß die Forschung, daß Unternehmungsfiihrer in mU ihr Weltbild nach der Gründung der Organisation ändern (vgl. Gutersohn, A. (1986), S.37; vgl. zur Änderung von Untemehmereigenschaften knapp auch d’Amboise, G., Muldowney, M. (1988), S.229; vgl. Bjerke, B. (1984), S.21).Google Scholar
  1008. 1085.
    Insofern ist die Metapher Scheins falsch, der Gründer einer Organisation drücke bzw. ziehe die Organisation in Richtungen (vgl. Schein, E.H. (1983), S.16).Google Scholar
  1009. 1086.
    Vgl. Gumpert, D.E., Boyd, D.P. (1984), S.18ff.; vgl. Gumpert, D.E., Boyd, D.P. (1985), S.89ff.; vgl. Maurice, D.W. (1993), S.277.Google Scholar
  1010. 1087.
    So betont Irsch, daß mit wachsender Untemehmungsgröße die Führungsaufgaben anwachsen (vgl. Irsch, N. (1983), S.152).Google Scholar
  1011. 1088.
    Damit entfallen zunehmend reaktive Verhaltensweisen der organisationalen Steuerung (vgl. der Intention nach gleich Kirsch, W. (1983), S.405). Auf dieser Linie liegt z.B. die Argumentation Kirschs, der festhält, daß mit steigender Unübersichtlichkeit der Planungsbedarf ansteige (vgl. Kirsch, W. (1983), S.402).Google Scholar
  1012. 1089.
    Das Ausdifferenzierungsniveau von Steuerungsinstanzen ist mithin bei kleineren Betriebsgrößen geringer (vgl. Manz, T. (1990), S.30).Google Scholar
  1013. 1090.
    n einem ähnlichen Sinne versucht zu Knyphausen-Aufsess, in “Führung” und “Management zu differenzieren (vgl. Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.300).Google Scholar
  1014. 1091.
    Vgl. Haake, K. (1987), S.235.Google Scholar
  1015. 1092.
    Vgl. Fink, M., Zimmermann, N. (1989), S.55.Google Scholar
  1016. 1093.
    Es handelt sich dennoch nicht um eine Beschränkung des Mittelstands per se (vgl. der Intention nach anderer Meinung Wall, F. (1993), S.242; vgl. Lay, R. (1991), S.234; vgl. Fell, M. (1994), S.12). Jedoch setzen hier Unterscheidungen zwischen kleinen und mittleren mU an (vgl. Holzhuber, T. (1984), S.136ff.).Google Scholar
  1017. 1094.
    Vgl. Rehkugler, H. (1989), S.628.Google Scholar
  1018. 1095.
    Vgl. Serfling, K., Marx, M. (1991), S.106; vgl. Gingold, E., Stöckli Lachner, Y. (1993), S.478; vgl. Daschmann, H.-A. (1994a), S.50; vgl. Hahn, D. (1994), S.129.Google Scholar
  1019. 1096.
    Vgl. Rehkugler, H. (1989), S.628; vgl. Daschmann, H.-A. (1994a), 5.50f; vgl. z.B. zur Kombinierung der Kriterien “Umsatz”, “Angestelltenzahl”, “Unabhängigkeit von Eigentum und Untemehmungsfiihrung” Robinson Jr., R.B. (1982), S.85; fir eine andersartige Kombinierung vgl. Nicolai, C. (1993), S.925; vgl. Fell, M. (1994), S.14.Google Scholar
  1020. 1097.
    Vgl. Rehkugler, H. (1989), S.628; vgl. Bechtle, C. (1983), S.28; vgl. Fell, M. (1994), S.11; vgl. Schalek, E. (1988), S.21.Google Scholar
  1021. 1098.
    Zu den meistgebrauchten und traditionellen quantitativen Abgrenzungskriterien gehört vor allem die “Anzahl der Beschäftigten”. Für eine Auswahl vgl. Schmidt, K.-H. (1986), S.74; vgl. Krämer, W. (1985), S.98; vgl. Corsten, H. (1989c), S.80; vgl. Haake, K. (1987), S.229; vgl. Donckels, R., Hoebeke, K. (1990), S.22; vgl. Hering, E. (1985), S.74; vgl. Lanz, R. (1989), S.14. Aber auch “Umsatz” (vgl. Schuster, P. (1991), S.11; vgl. Fell, M. (1994), S.11) und “Kapitalausstattung” sind hier besonders zu erwähnen (vgl. Rutheklock, T. (1991), S.81). “Umsatz” und “Arbeitnehmerzahl” als quantitative Kriterien bieten sich schon aufgrund ihrer statistischen Verfiigbarkeit an (vgl. Gingold, E., Stöckli Lachner, Y. (1993), S.478; vgl. implizit den Verweis auf “Personalbestand” und “Umsatz” bei Drexl, A. (1986), S.2091; vgl. Staudt, E., Bock, J., Mühlenmeyer, P. (1992), 5.1003£, En.8; vgl. Schober, F. (1993), S.297).Google Scholar
  1022. 1099.
    Vgl. ähnlich Hamer, E. (1990a), S32.Google Scholar
  1023. 1100.
    Vgl. implizit Fell, M. (1994), S.10.Google Scholar
  1024. 1101.
    Bickel ist der Ansicht, daß quantitative Kriterien der Mittelstandserfassung der empirischen Komplexität nicht Rechnung tragen und demnach zur Mittelstandsbestimmung völlig ungeeignet sind (vgl. Bickel, W. (1981), S.182).Google Scholar
  1025. 1102.
    Vgl. der Konnotation nach ähnlich Wickenhäuser, F. (1989), S.I74; vgl. Daschmann, H.-A. (1994a), S.51. 1ß’ Vgl. Rehkugler, H. (1989), S.628; vgl. ergänzend Schuster, P. (1991), 5.7f.; vgl. Fell, M. (1994), S.11.Google Scholar
  1026. 1103.
    Vgl. Serfling, K., Marx, M. (1991), S.106; vgl. Pleitner, H.J. (1987), S.145; vgl. Gingold, E., Stöckli Lachner, Y. (1993), S.478.Google Scholar
  1027. 1104.
    Vgl. Fell, M. (1994), S.11.Google Scholar
  1028. 1105.
    Vgl. im Ergebnis gleich Bickel, W. (1981), 5.182.Google Scholar
  1029. 1107.
    So betonten Serfling/Marx, daß nur qualitative Abgrenzungskriterien einen Interbranchenvergleich ermögli-chen (vgl. Serfling, K., Marx, M. (1991), S.106).Google Scholar
  1030. 1108.
    Als qualitative Kriterien der Untemehmungen werden in der Literatur z.B. eine “hohe Flexibilität”, “Innovationsfähigkeit” und die “Fähigkeit zur kundenindividuellen Anpassung” genannt (vgl. Rutheklock, T. (1991), S.82). Es finden sich aber auch Hinweise auf den “beschränkten Zugang der mU zum Kapitalmarkt” (vgl. z.B. Meister, H. (1992), S.14). Für weitere qualitative Kriterien vgl. Hering, E. (1985), S.77; vgl. Schober, F. (1993), S.298; vgl. Gingold, E., Stöckli Lachner, Y. (1993), S.478; vgl. Bechtle, C. (1983), S.28; vgl. Schuster, P. (1991), S.15; vgl. Fell, M. (1994), S.10; vgl. Schalek, E. (1988), S.20. Grotesk erscheint das Charakteristikum der mU, daß Bocker an der “großen Zahl der Mißerfolge der Unternehmungen” festmachen will (vgl. Bocker, H.J. (1983), S.187).Google Scholar
  1031. 1109.
    Die bessere Eignung qualitativer Mittelstandskriterien zur Theoriebildung wird in der Literatur desöfteren notiert (vgl. knapp Meister, H. (1992), S.12; vgl. Hering, E. (1985), S.77).Google Scholar
  1032. 1110.
    Eine gleichlautende Ansicht findet sich bei Crane/Buchholz: “In general, the dollar volume of a family Business and the number of family players are less significant in characterizing it than the input of the family - how it shapes the culture of its company, how it handles succession, how it uses non-family expertise.” Buchholz, B.B., Crane, M. (1989), S.23Google Scholar
  1033. 1111.
    Vgl. Lansberg S., I. (1983), S.40.Google Scholar
  1034. 1112.
    Nur Besonderheiten der Unternehmungen können die Unternehmungen abgrenzen (vgl. Hamer, E. (1990a), S.30, S.31).Google Scholar
  1035. 1113.
    Es wird mithin grundlegenden Charakteristiken im Reproduktionsmodus der Untemehmungen nachgegangen. Demnach wird nicht versucht, “… den Abgrenzungsgrund entweder aus der Rechtsform des Unternehmens oder aus der Finanzierungsart… anzugehen. Solche Merkmalsbeschreibung bliebt… oberflächliche Abgrenzungsquantität oder -qualität…” Hamer, E. (1990a), S35Google Scholar
  1036. 1114.
    Eine allgemeine Anerkennung von Kriterien der (m)FU wird wohl bei einem mit so vielen Konnotationen besetzen Begriff (vgl. ähnlich Nicolai, C. (1993), S.925) - was z.T. in der Wissenschaft als frustrierend empfinden wird (vgl. Pleitner, H.J. (1987), S.146) - nicht zu erwarten sein (vgl. auf die FU gerichtet Donnelly, R.G. (1964), S.94). Donnelly will Unternehmungen erst dann als FU bezeichnen, wenn sie neben anderem wenigstens seit zwei Generationen in enger Verbindung mit einer Familie stehen. Diese Vereinbarung erscheint zu rigide, denn nicht einleuchtend ist, warum erst der Mehrgenerationenfall familiale Prägungen der Organisation bewirken soll. Weniger einschränkend als Donnelly verlangen Dailey/Reuschling/De Mong, daß das Vorliegen der Verbindung von Familie und Unternehmung seit wenigstens einer Generation bestehen muß (vgl. Dailey, R.C., Reushling, T.E., De Mong, R.F. (1976/1977), S.60). Aber auch hier gilt im Prinzip wie bei Donnelly der gleiche Einwand. Für weitere Begriffsspezifizierungen der FU vgl. Siegwart, H. (1982), S.150; vgl. Oetker, A. (1991), S.506; vgl. Schindler, A. (1975), S34; vgl. Barbasch, E. (1989), S.15; vgl. Krollmann, H., Rinsche, F.-J. (1976), S.209.Google Scholar
  1037. 1115.
    Damit wird einer Intention Daschmanns gefolgt, der sich bemüht, die Vielheit von Charakteristiken der mU auf ihre grundlegenden Aspekte zu reduzieren. Unter der Vernachlässigung des Familiencharakters der meisten mU extrahiert Daschmann die “zentrale Stellung des Unternehmers” und die “begrenzte Betriebsgröße” (vgl. vertiefend Daschmann, H.-A. (1994a), S.55). Allgemein und hier ergänzend konstatiert Gutersohn, daß bei einer Vielfalt von Erscheinungsformen die Theorie nur deren Kemgehalt zum Ausdruck bringen kann (vgl. Gutersohn, A. (1986), S.49).Google Scholar
  1038. 1116.
    Vgl. der Konnotation nach Wickenhäuser, F. (1989), S.174; vgl. Schanz, G. (1986), S.90; vgl. Muller, E. (1989), S.93; vgl. Hering, E. (1985), S.77; vgl. Schröder, E.F. (1993a), S.109; vgl. Fell, M. (1994), S.82, S.83.Google Scholar
  1039. 1117.
    Vgl. Oppl-Jirsa, V. (1986), S.32; vgl. Frese, E. (1993), S.1010; vgl. Nicolai, C. (1993), S.926; vgl. Eschenbach, R., Müller-Tyl, F. (1993), S.60; vgl. Mann, R (1993), S.86; vgl. Daschmann, H.-A. (1994a), S.63; vgl. Schade, H.C. (1974), S.25; vgl. Bremeier, E., Jeuschede, G., Juesten, W. (1983), S.92.Google Scholar
  1040. 1118.
    Ein mögliches Indiz hierfür mag darin gesehen werden, daß FU in der zweiten Führungsebene tendenziell eher wenige Mitarbeiter aufweisen (vgl. Albach, H. (1990d), S.27).Google Scholar
  1041. 1119.
    Die Argumente (b) und (c) unterscheiden sich darin, daß das Argument (b) nichts über die Totalität der Phänomenbereiche “Rahmen-und Programmstrategien” aussagt.Google Scholar
  1042. 1120.
    d’Amboise/Muldowney attestieren in diesem Sinne der mU eine “zusammengezogene Hierarchie” (vgl. d’Amboise, G., Muldowney, M. (1988), S.227). Dementsprechend ist auch der Unterschied zwischen führenden und ausfahrenden Tätigkeiten in mU verwaschen (vgl. Kemmetmüller, W. (1986), S.54).Google Scholar
  1043. 1123.
    Vgl. sehr ähnlich Daschmann, H: A. (1994a), S.61; vgl. Davis, P., Stem, D. (1980), S.339. Zur Organisation ad personam in rFU vgl. Hahn, D. (1985), S.17; vgl. Ahrens, H. (1989), S.256. Zum größeren Raum der Persönlichkeitsentwicklung in mU vgl. Krüger, W. (1986), S.52. Zum Wandel des Organisationsverständnisses von “ad rem” zu “ad personam” überhaupt vgl. Bleicher, K. (19906), S.154f. Für allgemeine Gründe der Wahrnehmung in Personenkategorien vgl. Schmitz, C., Weyrer, M. (1995), S.124.Google Scholar
  1044. 1124.
    Hamer versucht sogar, mittels der Unterscheidung “Personalität/Neutralität” eine Grenzziehung zwischen mU und Großunternehmen zu ziehen (vgl. Hamer, E. (1990a), S37, S.39; vgl. Gotlfreund, G. (1993), S.131). Hamer erblickt in der Personalisierung der mU eine “… notwendige betriebswirtschaftliche Konsequenz…” Hamer, E. (1990a), S.36Google Scholar
  1045. 1125.
    Vgl. Hering, E. (1985), S.78; vgl. Bremeier, E., Jeuschede, G., Juesten, W. (1983), S.92; vgl. Diez, W., John, E., Rechenauer, O., Weber, K.D. (1990), S.13. Vgl. ähnlich Bickel, W. (1981), S.182; vgl. Bechtle, C. (1983), S.58; vgl. Kemmetmüller, W. (1986), S.52.Google Scholar
  1046. 1126.
    Vgl. Hennerkes, B.-H. (1986), S.30; vgl. Hennerkes, B.-H., May, P. (1987), S30; vgl. im Ergebnis gleich Voigt, J.F. (1990), S.21f.Google Scholar
  1047. 1127.
    Vgl. Oetker, A. (1991), S.510. Auf dieser Linie liegt eine Bemerkung Schades, nachdem in der FU die Metapher der “Betriebsfamilie” kursiert (vgl. Schade, H.C. (1974), S.26).Google Scholar
  1048. 1128.
    In diesen Bereichen werden zumeist die Begründungen für die Extrema von Erfolg und Mißerfolg in FU zu suchen sein (in Anlehnung an Voigt, J.F. (1990), S.42).Google Scholar
  1049. 1129.
    Vgl. Hamer, E. (1990b), S.55; vgl. Gotlfreund, G. (1993), S.134.Google Scholar
  1050. 1130.
    Auch wenn organisationswissenschaftlich und betriebswirtschaftlich in Richtung Motivationswirkungen überwiegend lediglich mit ad hoc Theorien argumentiert wird (vgl. Frese, E. (1993), S.I005), darf dies nicht dazu verführen, unreflektiert Wirkungszusammenhänge zu postulieren. Die hervorstechende Personalität der Unterneh-mungen kann abschreckend wirken. Es kann auch nicht behauptet werden, daß FU aufgrund ihres persönlichen Einschlags besonders erhaltenswert sind (vgl. anderer Auffassung Hennerkes, B.-H., May, P. (1987), S.30). Es darf ebenso nicht vorab die persönliche Prägung des Arbeitsplatzes in der mU als ein Vorteil angesehen werden (vgl. anderer Meinung Hamer, E. (1990b), S.53; vgl. kritisch Manz, T. (1990), S.33).Google Scholar
  1051. 1131.
    Vgl. der Intention nach Kemmetmüller, W. (1987), 5.158; vgl. zur personalen Prägung der Entscheidungen in mU Hamer, E. (19906), S.49ff.Google Scholar
  1052. 1132.
    Dementgegen gelten Publikumsgesellschaften als “entpersonifiziert” (vgl. Bremeier, E., Jeuschede, G., Juesten, W. (1983), S.91).Google Scholar
  1053. 1133.
    So ist z.B. das Zielsystem der mU durch die elaborierte persönliche Komponente anders besetzt als in Großunternehmungen (vgl. ähnlich Kemmetmüller, W. (1987), S.159).Google Scholar
  1054. 1134.
    Vgl. Hering, E. (1985), S.77. So kann z.B. beobachtet werden, daß in der Autopoiese der Unternehmung Familienmythen (zum Begriff der Familienmythen vgl. Simon, F.B. (1993a), S.237f; vgl. zu Mythen als Komponente der Untemehmungskultur Kahle, E. (1989), S.87) dupliziert werden.Google Scholar
  1055. 1135.
    Oppl-Jirsa betont, daß Personenschäden in mU besonders risikoreich sind (vgl. Oppl-Jirsa, V. (1986), 533f.). 136 Zum Spezifikum der Personalität der mFU vgl. Meister, H. (1992), S.13; vgl. Schanz, G. (1986), S.85; vgl. Hennerkes, B.-H. (1986), S.30; vgl. Rudolph, B. (1986), S.229; vgl. Hinterhuber, H.H., Minrath, R. (1991), S.1202; vgl. d’Amboise, G., Muldowney, M. (1988), S.227; vgl. Kußmaul, H. (1990), S.356; vgl. Kemmetmüller, W. (1986), S.53; vgl. Bremeier, E., Jeuschede, G., Juesten, W. (1983), S.91; vgl. Pine, A. (1992), S.7; vgl. Hamer, E. (1990a), S.29, S31, S.38; vgl. Gottfreund, G. (1993), S.133; vgl. Rudolph, B. (1984), S.276. Die Unternehmungen richten an dieser Personalität prinzipiell auch ihre Rechtsform aus (vgl. Schneider, D. (1993), S.128; vgl. ergänzend zur Präferierung personaler Rechtsformen von FU Diez, W., John, E., Rechenauer, O., Weber, K.D. (1990), S.9). Entsprechendes gilt für ihre Untemehmungsverfassung als Ganzes (vgl. Hennerkes, B.-H. (1986), S.30).Google Scholar
  1056. 1136.
    Es ist jedoch zu vermeiden, in der Personalität der mFU den alles entscheidenden Faktor fir Erklärungen ausmachen zu wollen. Das ist schon aufgrund des Ansatzes der Autopoiesistheorie nicht möglich, wird die Person - wie ausgiebig dargestellt - erst über Systemereignisse konstituiert. Aber auch in der normalen Mittelstandsforschung fmden sich bereits wamende Hinweise. So notiert z.B. Gutersohn, daß die geringe Unternehmungsgröße eher aus dem Untemehmungszweck, als aus der Persönlichkeit resultiert (vgl. Gutersohn, A. (1986), S.39).Google Scholar
  1057. 1137.
    Die geringe Untemehmungskomplexität gilt ebenfalls in der empirischen Forschung als ein wesentlicher Faktor, personale organisationale Charakteristiken ausmachen zu können (vgl. - obwohl theoretisch nicht völlig unproblematisch - Miller, D., Toulouse, J.-M. (1986), S.1389, S.1393, S.1404).Google Scholar
  1058. 1139.
    Als ein empirisch fundiertes Indiz für die obige Ansicht mag die vielfach betonte große Leitungsspanne in mU gelten (vgl. anstelle vieler Kahle, E. (1989), S.90).Google Scholar
  1059. 1140.
    Vgl. Wickenhäuser, F. (1989), S.174; vgl. im Ansatz Miller, D., Toulouse, J.-M. (1986), S.1406; vgl. zur engen Beziehung der Teilnehmer in der mU Kemmetmüller, W. (1986), S.55.Google Scholar
  1060. 1141.
    Die Theorieformierung steht mithin in der Tradition der Auffassung, daß die Steuerung der mU - wie Hamer herausstellt (vgl. Hamer, E. (19906), S.49) - durch persönlich gedeutete Anliegen erfolgt.Google Scholar
  1061. 1142.
    Vgl. Luhmann, N. (1985a), S.223f. Die Mitteilung wird komplexer und das bewirkt, daß Information und Mitteilung schwieriger voneinander zu trennen sind.Google Scholar
  1062. 1143.
    In diesem Sinne kommt es in mU zu einer Personifizierung der Information (vgl. ähnlich Kahle, E. (1989), S.91), wodurch die Person an der Information mitbestimmt wird.Google Scholar
  1063. 1144.
    Die Zusammenfassung von Aufgaben läßt sich als “fehlende Funktionentrennung” verstehen. Es wird in diesem Sinne von geringer Spezialisierung gesprochen (vgl. Hirschmann, R.G. (1986), S.102; vgl ergänzend Leihner, E. (1986), S.71).Google Scholar
  1064. 1145.
    So ist nicht verwunderlich, daß Hahn die oftmals zu beobachtende ausgeprägte Fürsorgepflicht in FU betont (vgl. Hahn, D. (1985), S.15).Google Scholar
  1065. 1146.
    Allerdings ist hier die Personalität familial geprägt und unterscheidet sich demgemäß von anderen Spezifikationen des Persönlichen. Das wird auch in der Literatur klar erkannt: So führt die Einfiihrung von Nichtfamilienmitgliedern in die FU dort zu geänderten Beziehungen (vgl. Benedict, B. (1968), S.639).Google Scholar
  1066. 1147.
    Davis charakterisiert eine FU als ein “besonderes Gefühlssystem” (vgl. Davis, P. (1983), S.48; vgl. ergänzend zur emotionalen Steuerung in FU Hamer, E. (1990a), S.29).Google Scholar
  1067. 1148.
    Von daher ist es wenig überraschend, daß nach Ansicht der Literatur über die Gründerpersönlichkeit eine starke Prägung der Organisation verbunden ist (vgl. Miller, D., Toulouse, J.-M. (1986), S.I406; vgl. Schein, E. (1983), S.13). Mit der Gründerpersönlichkeit kann aber primär keine psychische Disposition gemeint sein, sondern eine Entscheidungsprämisse in der Kommunikation. Gleichauf finden sich in der Literatur Hinweise, die davon ausgehen, daß die Person des mittelständischen Unternehmers die maßgebende Interpretation der Unternehmung liefere (vgl. implizit Grochla, E., Puhlmann, M., Vahle, M. (1984), S.408; vgl. auf die Umweltinterpretation gerichtet Carter, N.M. (1990), S.312).Google Scholar
  1068. 1149.
    Kaum verwunderlich ist daher, daß in mFU oft die Fixierung auf eine charismatische Führungspersönlichkeit vorliegt (vgl. Probst, G.J.B. (1983a), S.16). Die Wirkung dieser Fixierung reicht bis in die Unternehmungskultur hinein (vgl. Gottfreund, G. (1993), S.110). Als die Zentralfigur der mFU gilt die Person des “Eigentümeruntemehmers” (vgl. Ahrens, H. (1989), S.256; vgl. ähnlich Wall, F. (1993), S.242; vgl. ähnlich Kahle, E. (1989), S.89). Dann sieht es so aus, als sei die Form der Organisation auf den Unternehmer ausgerichtet (vgl. zu dieser Beobachtung z.B. Wall, F. (1993), S.242), obwohl die Unternehmerperson realiter ein Teil der Organisationsstruktur ist. Die Wissenschaft scheint hier der Selbstbeobachtung und -beschreibung der mFU eher bedingungslos zu folgen. Jedenfalls sieht auch sie mFU in Verbindung mit der Person des mittelständischen Unternehmers als “Personaluntemehmen” an (vgl. z.B. Hamer, E. (1990b), S.45).Google Scholar
  1069. 1150.
    Integration durch Persönlichkeit erscheint vor allem in mU als eine adäquate Strategie, gelten doch in ihnen integrative Aufgaben als weniger komplex (vgl. Schober, F. (1993), S.307).Google Scholar
  1070. 1151.
    Vgl. ähnlich Brauchlin, E., Siegwart, H. (1983), S.87; vgl. Gingold, E., Stöckli Lachner, Y. (1993), S.479; vgl. Kemmetmüller, W. (1986), S.53, S.54, S.59; vgl. Hamer, E. (1990b), S.45; vgl. Albach, H., Freund, W. (1989), S.24.Google Scholar
  1071. 1152.
    Die Unternehmerperson ist in ihrer Reichweite nicht nur auf den Bereich des strategischèn, sondern auch auf den Bereich des operativen Managements gerichtet (vgl. Lay, R. (1991), S.235).Google Scholar
  1072. 1153.
    Vgl. Barry, B. (1975), S.51, S.56.Google Scholar
  1073. 1154.
    Vgl. Beckhard, R., Dyer Jr., W.G. (1983b), S.6f Es ist demnach naheliegend, Gründe des Erfolges in mFU viel eher mit der Untemehmerperson in Verbindung zu bringen als in Großunternehmungen (vgl. Diez, W. (1994), S.163; vgl. implizit Daschmann, H.-A. (1994a), S.102) und ihr auch die Risiken anzulasten (vgl. z.B. Hamer, E. (1990a), S.16f.).Google Scholar
  1074. 1155.
    Vgl. ergänzend Barry, B. (1975), S.56.Google Scholar
  1075. 1156.
    Die Vielheit an Perspektivität wird in der Forschung über FU im allgemeinen besonders betont. So erwähnen z.B. Bames/Hershon, daß Familienmanager, Angestellte, Verwandte u.a. unterschiedliche Betrachtungsweisen inne haben (vgl. Barnes, L.B., Hershon, S.A. (1983), S.76).Google Scholar
  1076. 1157.
    Häufig erwähnt sind hier z.B. Spannungen zwischen den Generationen (vgl. Sonnenfeld, J. (1986), S.121; vgl. Peiser, R.B., Wooten, L.M. (1983), S.432).Google Scholar
  1077. 1158.
    Familiale Prägungen organisationaler Strategien können sich an vielfältigen Ansatzpunkten der Strategie zeigen. Hahn spricht z.B. von einer “familienspezifischen Ausprägung der Philosophie der Unternehmung” (vgl. Hahn, D. (1985), S.12).Google Scholar
  1078. 1159.
    Im Rahmen der Integration familialer und nichtfamilialer Entscheidungsprämissen in der Organisation läßt sich festhalten, daß die FU “… eine Vereinigung zweier Welten anstrebt…” (Goetschin, P. (1988), S.76) Daraus ergibt sich aufs Ganze gesehen ein Phänomenbereich, der sich qualitativ von Nicht-FU unterscheidet. So wird in der FU z.B. die Planung zugleich bestimmt durch den Untemehmungsbereich und den Familienbereich (vgl. Kemmetmüller, W. (1983), S.158f.). Einschränkend ist anzumerken, daß im Rahmen der vorliegenden Untersuchung keine genaue Abwägung des Anteils familialer und nichtfamilialer Erwartungsstrukturen in mFU erfolgt. Die Empirie hat bezüglich dieses Aspekts eine weite Spannbreite von Ergebnissen hervorgebracht (vgl. vertiefend Fröhlich, E., Pichler, J.H. (1988), S.99ff., vgl. ergänzend S.145f.). Dabei wird die Komplexität der Unternehmung eine nicht zu vernachlässigende Rolle spielen. Je größer die Unternehmung wird, desto wahrscheinlicher wird der Anteil familialer Entscheidungsprämissen zurückgedrängt (vgl. andeutend Schade, H.C. (1974), S.79).Google Scholar
  1079. 1160.
    Die gute Überschaubarkeit kann z.B. die Emergenz partnerschaftlicher Verhältnisse in der Organisation begünstigen (vgl. Schanz, G. (1986), S.90).Google Scholar
  1080. 1161.
    Die Begründung der personalen Prägung der Sozialdimension in der mFU formiert sich analog zur Sachdimension und soll daher hier nicht gesondert angeführt werden.Google Scholar
  1081. 1163.
    Es ist wichtig festzuhalten, daß das Kriterium der Familialität hier für eine Besonderheit der Organisation steht und nicht der Familie zugerechnet wird. In diesem Sinne spricht Maurice von “… familiär strukturierten Großunternehmen.” Maurice, D.W. (1993), S.267Google Scholar
  1082. 1163.
    Zum Beispiel läßt sich beobachten, daß in FU die Person des Vaters dominiert (vgl. Meredith, G.G. (1985), S.275).Google Scholar
  1083. 1164.
    Diese Einsicht zeigt sich der Intention nach bei Fink/Zimmermann: “In vielen Familienunternehmen ist die Einheitlichkeit der Führung durch die Aufteilung von Eigentum und Management auf zwei oder mehrere Familien in Frage gestellt.” Fink, M., Zimmermann, N. (1989), S.42Google Scholar
  1084. 1165.
    Vgl. Wylie, P., Grothe, M. (1982), S.454ff. Derartige Divergenzen sind völlig normal (vgl. Ward, J.L. (1987), S.131).Google Scholar
  1085. 1166.
    So wirkt z.B. die Unternehmung in der Familie wie eine dritte Partei (vgl. Kepner, E. (1983), S.62).Google Scholar
  1086. 1167.
    Nach Christians stehen maßgeblich weitverzweigte Familien unter dem Eindruck “… unterschiedlicher, mitunter sogar auseinanderdriftender Interessen…” Christians, F.W. (1983), 5.180Google Scholar
  1087. 1168.
    In diesem Fall liegt eine intrafamiliale Friktion vor (vgl. zur intrafamilialen Friktion Levinson, H. (1971), S.95f.).Google Scholar
  1088. 1169.
    Die oben gewählte Formulierung macht nochmals deutlich, daß die FU und die Familie operativ getrennt existieren (vgl. der Intention nach gleichlautend Davis, P. (1983), S.50). Es kommt somit nicht zu einer Uberlappung der Erwartungsstrukturen der Systeme (vgl. anderer Meinung Lansberg S., I. (1983), S.44).Google Scholar
  1089. 1170.
    So findet sich z.B. in Familien nicht pauschal, wie jedoch Kepner annimmt, “… a perception of reality that is experienced by all system members.” (Kepner, E. (1983), S.64) Vielmehr läßt sich auch das Gegenteil beobachten: Some family members may see the firm as a means of benefiting society and, therefore, they may wish to use the firm’s assets to provide educational, cultural, and employment opportunities for employees and/or members of the broader society. Others, however, may see the firm merely as an economic asset whose role is to provide income for family members. Still other family members and nonfamily professionals who manage the business may want to use the company’s profits to increase the fnn’s growth. The potential for conflict here is, of course, enormous.“ Beckhard, R., Dyer Jr., W.G. (1983a), S.60Google Scholar
  1090. 1171.
    Vgl. Kepner, E. (1983), S.68.Google Scholar
  1091. 1172.
    Daß die Unternehmung jedoch in die Familie integriert ist, kann nicht behauptet werden (vgl. anderer Mei-nung Hamer, E. (1990b), S.47).Google Scholar
  1092. 1173.
    Diese Einsicht ist vor allem für den Einstieg von Nachfolgern in die Unternehmung dokumentiert, die aus dem Kreis der Familie stammen: “… (T)he firm’s… culture may be different from those of the family… Family members entering the firm may go through a period of culture shock and resocialization to adapt to the firm’s… culture.” Kepner, E. (1983), S.69Google Scholar
  1093. 1174.
    Es bleibt dabei: Unternehmung und Familie haben zwei verschiedene Logiken (vgl. Hammer, R.M., Hinterhuber, H.H. (1993), S.254).Google Scholar
  1094. 1175.
    Hammer/Hinterhuber fiihren an, daß die Familie dabei vermehrt auf das Erscheinungsbild der Unternehmung achtet, die Unternehmungsrendite als weniger wichtig ansieht und den Wunsch hat, in die Steuerungsfunktionen der Unternehmung eingebunden zu werden (vgl. Hammer, R.M., Hinterhuber, H.H. (1993), S.261).Google Scholar
  1095. 1176.
    In der Weise wird z.B. das Persönliche und die darauf aufbauende, eher implizite Beschaffenheit der Beziehungen der Familie in die FU getragen (vgl. der Intention nach ähnlich Lansberg S., I. (1983), S.40).Google Scholar
  1096. 1177.
    Vgl. zur Phänomenemergenz im Kontext der Formung der Unternehmung durch die Familie und im Kontext der Formung der Familie durch die Unternehmung Goetschin, P. (1988), S.78f.Google Scholar
  1097. 1178.
    Nach Wohlgemuth hingegen können “… Familie und Unternehmung… von sehr unterschiedlichen Interessen, Werten und Normen geleitet sein.” (Wohlgemuth, A.C. (1993), S.109, im Original teilweise kursiv; vgl. ähnlich pauschal Barry, B. (1975), S.50; vgl. Schade, H.C. (1974), S.79.) Diese Einsicht ist jedoch auf Dauer und in ihrer Nachhaltigkeit nicht aufrechtzuerhalten. Strukturell gekoppelte Phänomenbereiche können sich nicht zu weit voneinander entfernen, da der jeweilige Systemaufbau nicht unabhängig von den Operationen des anderen Systems ist. Für diese Einsicht finden sich erste empirische Evidenzen. Dementsprechend beobachten Wicker/Burley, daß Veränderungen der organisationalen Beziehungen miteinander verwandter Personen Implikationen fir deren Familienbeziehung aufweisen können (vgl. Wicker, A.W., Burley, K.A. (1991), S.91).Google Scholar
  1098. 1179.
    Insofern hilft die mitunter propagierte Formel, daß das “Unternehmungsinteresse Vorrang vor dem Familieninteresse hat” (vgl. Oetker, A. (1991), S.509; vgl. Schade, H.C. (1974), S.79ff.; vgl. ähnlich Groeben, F. Graf v.d. (1991), S.548), keineswegs auf Dauer. Das Unternehmungsinteresse läßt sich in FU nicht dauerhaft ohne Rück-sichtnahmen auf die Familie verfolgen.Google Scholar
  1099. 1180.
    Die Tendenz ist besonders gut bei Unternehmungsgründungen zu beobachten, bei denen in der Unternehmung zusammenarbeitende Eheleute nachhaltig familiale Verhaltensroutinen quasi übernehmen (vgl. Wicker, A.W., Burley, K.A. (1991), S.90).Google Scholar
  1100. 1181.
    Es kann z.B. in der Organisation ein bestimmtes familial geprägtes Weltbild eine umfassend formgebende Stellung einnehmen und demnach für die autopoietische Reproduktion der Organisation einen hohen Stellenwert erlangen. Wegen der strukturellen Kopplung mit der Familie korrespondiert damit ein bestimmtes familiales Weltbild. Hiermit ist aber nicht per se gemeint, daß dem korrespondierenden Weltbild in der Familie eine der Organisation vergleichbare Stellung im Familiensystem zukommen muß.Google Scholar
  1101. 1182.
    Diese Einsicht kann dazu verführen, den Haushalt als ein Willensbildungszentrum der Unternehmung zu be-trachten (vgl. z.B. Kemmetmüller, W. (1986), S.59). Das ist falsch: Unternehmung und Familie existieren operativ getrennt.Google Scholar
  1102. 1183.
    So ist es nicht unwahrscheinlich, daß manche Probleme von FU durch Familienschicksale ausgelöst werden (vgl. Meredith, G.G. (1985), S.274; vgl. Hammer, R.M., Hinterhuber, H.H. (1993), S.253).Google Scholar
  1103. 1184.
    Genau an diesem Punkt kann z.B. die Familie ansetzen, um einen positiven Beitrag zur Untemehmungssteuerung zu liefern: “The family understands that its personal objectives can be realized only by the long-term success of the enterprise.” Donnelly, R.G. (1964), S.103Google Scholar
  1104. 1185.
    Fink, M., Zimmermann, N. (1989), S.26Google Scholar
  1105. 1186.
    Die “Schicksalsgemeinschaft” von Familie und Unternehmung scheint in ihrer Manifestation von nationalen Eigentümlichkeiten geprägt zu sein. Jedenfalls konstatiert Hamer fir die Bundesrepublik Deutschland eine diesbezüglich stärkere Ausprägung als fir die USA (vgl. Hamer, E. (1988), S.63).Google Scholar
  1106. 1187.
    Vgl. Voigt, J.F. (1990), S.41.Google Scholar
  1107. 1188.
    Vgl. Kepner, E. (1983), S.57.Google Scholar
  1108. 1189.
    Zum organisationalen Mißerfolgsgrund familialer Probleme vgl. knapp Becker, H.J. (1983), S.188; vgl. Oetker, A. (1991), 5.511. Zur Paralyse der FU durch Familienkonflikte vgl. Jaffee, D.T. (1988), S.586.Google Scholar
  1109. 1190.
    Daher können z.B. Bewertungen von Personen, die sich im Familiensystem durchaus als tragfähig erweisen, im Kontext der Unternehmung zu falschen Entscheidungen führen.Google Scholar
  1110. 1191.
    Nach Bames/Hershon können z.B. Familien durch Konflikte gespalten werden (vgl. Barnes, L.B., Hershon, S.A. (1983), S.68).Google Scholar
  1111. 1192.
    Deswegen läßt sich wenig überraschend beobachten, daß Familienstreitigkeiten die Unternehmungssteuerung bis hin zur Unentschlossenheit verdammen können (vgl. weitgehend ähnlich Barnes, L.B., Hershon, S.A. (1983), S.67).Google Scholar
  1112. 1193.
    So gehen z.B. Generations-bzw. Machtwechsel in der Unternehmungssteuerung und Generationswechsel in der Familie im Kontext von FU i.d.R. Hand in Hand, obwohl sie im Prinzip auch getrennt ablaufen können (vgl. Barnes, L.B., Hershon, S.A. (1983), S.69, S.71).Google Scholar
  1113. 1194.
    Diese Art von Gleichlauf der Systeme darf keinesfalls vorab mit positiven Bewertungen unterlegt werden. Er kann vielmehr zu erheblichen Problemen der Systeme führen: Zum Beispiel kann der Gleichlauf eine Konfusion der Rollen in der Familie und Unternehmung bewirken (vgl. ausführlich Barry, B. (1975), S.49, vgl. ergänzend S.46).Google Scholar
  1114. 1195.
    Vgl. Barnes, L.B., Hershon, S.A. (1976), S.l 12; vgl. ähnlich Barbasch, E. (1989), S.16f.Google Scholar
  1115. 1196.
    Vgl. - obwohl eher andeutend - Fink, M., Zimmermann, N. (1989), S.26. Diese für die FU sehr wichtigen Probleme innerhalb der Familie werden von der Betriebswirtschaftslehre allerdings im allgemeinen ignoriert (vgl. Barnes, L.B., Hershon, S.A. (1983), S.70; vgl. Barnes, L.B., Hershon, S.A. (1976), S.108).Google Scholar
  1116. 1197.
    Vgl. Donnelly, R.G. (1964), S.93, 5.103.Google Scholar
  1117. 1198.
    Zur Begründung von Harmonie durch Familientradition vgl. Buchholz, B.B., Crane, M. (1989), S.26; vgl. Donnelly, R.G. (1964), S.97.Google Scholar
  1118. 1199.
    Davis meint, daß die Energien der Familie in der FU hohen Intentionalitäten zur Zielerreichung dienen und daß hier ein wesentlicher Vorteil der FU liege (vgl. Davis, P. (1983), S.50, vgl. ergänzend S.56). I.a7Prson zeigt auf, daß die Begründung ökonomischer Relationen in FU auf der Basis familialer Kooperation und Vertrauen geschieht (vgl. Lazerson, M.H. (1988), S.331). Wohlgemuth führt an, daß zwischen der Unternehmung und der Familie eine symbiotische Beziehung bestehen kann, die der FU zur Stärke verhilft (vgl. Wohlgemuth, A.C. (1993), S.108). Stärken von FU werden maßgeblich im Bereich des Vertrauens und der Partnerschaft liegen. Vertrauen und Partnerschaft ergeben sich nicht von selbst, sondern werden nur über intensive Kontakte ermöglicht (vgl. Schmoll, A. (1989), S.174). Hier können FU einen Vorsprung gegenüber Nicht-FU aufweisen. Von daher ist nicht verwunderlich, daß starke FU mit familial begründeten Zusammenhalt geführt werden (vgl. Wartenberg, L. v. (1993), S.245; vgl. ergänzend Hammer, R.M., Hinterhuber, H.H. (1993), S.252).Google Scholar
  1119. 1200.
    Vgl. sehr ähnlich Donnelly, R.G. (1964), S.97. So können FU z.B. den Vorteil der “Redlichkeit” und der “Hingabe” aufweisen (vgl. Hurgon, P. (1985), S.30).Google Scholar
  1120. 1201.
    Vgl. den Erfahrungsbericht bei Hoffmann, K. (1992), S.42ff. In der Literatur wird die Konfliktgeladenheit von FU zumeist dramatisiert, wie z.B. bei Fink/Zimmermann: So “… gibt es zweifellos weit mehr Betriebe, in denen Zwietracht, nicht bewältigte Konflikte und Rivalitäten zwischen einzelnen Familienmitgliedern und Familienclans ein effizientes und zukunftsorientiertes Management verhindern.” (Fink, M., Zimmermann, N. (1989), S.42) Besonders Augenmerk wird hierbei auf Rivalitäten gelegt: “Rivalitäten… gehören zu den häufigsten und schwierigsten Führungsproblemen des Familienuntemehmens.” (Bechtle, C. (1983), S.130, Fn. weggelassen) Es kann - um das Gegenkonzept zu nennen - keineswegs, wie Hammer/Hinterhuber jedoch betonen, davon ausgegangen werden, daß Familienmitglieder einer Art “Mannschaftsspiel” in der Organisation förderlich sind (vgl. anderer Meinung Hammer, R.M., Hinterhuber, H.H. (1993), S.262f).Google Scholar
  1121. 1202.
    Hier findet sich das bei Voigt formulierte “Amplitudengesetz” von FU (vgl. Voigt, J.F. (1990), 5.14f.) wieder. Zur hohen Varianz von Machtkämpfen in FU vgl. implizit Rosenblatt, P.C., de Mik, L., Anderson, R.M., Johnson, P.A. (1985), S.167.Google Scholar
  1122. 1203.
    Gleiches gilt umgekehrt für das Familiensystem. So können Familien eben wegen ihrer Identitätsbestimmung unter Referenz auf die Organisation z.B. Konflikte leugnen (vgl. Kepner, E. (1983), S.63, ergänzend S.65; vgl. ergänzend Davis, J.A., Taguiri, R. (1982), S.64). Dementsprechend lassen sich Probleme unterdrücken (vgl. Wylie, P., Grothe, M. (1982), S.455).Google Scholar
  1123. 1204.
    Vgl. Groeben, F. Graf v.d. (1991), S.544; vgl. ähnlich Voigt, J.F. (1990), S.43.Google Scholar
  1124. 1205.
    So sehen sich zumindest einige Konflikte in mFU bereits in der Kindheit verankert und stammen aus soge-nannten Ursituationen wie Haß, Neid und Eifersucht (vgl. Bechtle, C. (1983), S.131; vgl. Voigt, J.F. (1990), S.43f.).Google Scholar
  1125. 1206.
    Demnach ist es keineswegs verwunderlich, daß Levinson die Konflikthandhabung in FU als besonders schwierig ansieht (vgl. Levinson, H. (1983), S.79).Google Scholar
  1126. 1207.
    Das Zugleich dieser beiden Typen autopoietischer Prägung wird in der Literatur über FU eher selten erwähnt (vgl. für eine Ausnahme Pine, A. (1992), S.98ff.).Google Scholar
  1127. 1208.
    Nicht ohne Grund sieht Goetschin “(d)ie Familienunternehmung… in einer zwiespältigen Situation…” Goetschin, P. (1988), S.76Google Scholar
  1128. 1209.
    Nicht weiter verfolgt wird an dieser Stelle die Ansicht Wohlgemuths, daß Fortbestandsfragen von Unternehmungen überwiegend sachlicher, von Familien hingegen überwiegend emotionaler Entscheidungen bedürfen (vgl. Wohlgemuth, A.C. (1993), S.109). Kritisch ist dazu festzuhalten, daß die Operationen der Organisation genauso wenig nur in der Sachdimension aufgehen, wie die der Familie lediglich über die Sozialdimension zu fassen sind. Wenn dem so wäre, dann ließen sich Bemühungen zur Errichtung familialer Beziehungen in der Arbeitswelt (vgl. Baum, H.S. (1991), S.l 137ff.) keineswegs nachvollziehen.Google Scholar
  1129. 1210.
    Das zeigt sich nicht zuletzt daran, daß die Verwandten eine private Sprache pflegen (vgl. Davis, J.A., Taguiri, R. (1982), S.67).Google Scholar
  1130. 1211.
    Das Kriterium der Familialität wirkt mithin in der Organisation als eine Mitgliedschaftsregel, die ihren Ursprung im Bereich der Familie hat (vgl. ergänzend zur Mitgliedschaftsregel in Familien über das Kriterium des “Blutes” Kepner, E. (1983), S.59; vgl. zur diesbezüglichen Problematik im Kontext der Führungskräfteauswahl Diez, W., John, E., Rechenauer, O., Weber, K.D. (1990), S.23).Google Scholar
  1131. 1221.
    Hier setzt eines der wichtigsten Probleme von FU an: “Non-family employees often leave when they realise that the top posts are reserved for family members or that, even if they are given seats on the board, this change is really one of status and not of role.” (Barry, B. (1975), S.50) Allgemein scheint in der Öffentlichkeit eine Nepotismus-Vermutung mit dem Begriff der FU verbunden zu werden (vgl. Donnelly, R.G. (1964), S.97).Google Scholar
  1132. 1212.
    Vgl. prinzipiell gleichlautend Barbasch, E. (1989), S.16.Google Scholar
  1133. 1214.
    In diesem Zusammenhang wird in der Literatur immer wieder auf die Fähigkeit von Nichtfamilienmitgliedem hingewiesen, familial geprägte Konflikte schlichtend beeinflussen zu können (vgl. Barnes, L.B., Hershon, S.A. (1983), S.75; vgl. Barnes, L.B., Hershon, S.A. (1976), S.113f.).Google Scholar
  1134. 1215.
    Diese Einsicht ist in der Theorie der Operationsweise der FU eine keineswegs zu vernachlässigende Restgröße. Sie stellt sich vor allem beim Nachfolgeproblem: “Sons of founders usually find it more difficult to test out and gain a sense of their own competency under their father’s shadow. Whatever their role in the family firm, they are simply more visible than others. They are being appraised as a replacement for father, and their ‘mistakes’ are being judged by different criteria than those applied to nonfamily managers or executives.” Kepner, E. (1983), S.68; zur sofortigen Beobachtung neu in die FU eingetretener Familienmitglieder vgl. Pine, A. (1992), S.99.Google Scholar
  1135. 1216.
    Bertsch, R. (1964), S.85Google Scholar
  1136. 1217.
    Vgl. ergänzend Hurgon, P. (1985), S.30; vgl. Bechtle, C. (1983), S.127. Besonders in der Organisationstheorie vermutet man, daß je nachhaltiger sich die Familienperspektive von der Unternehmungsperspektive entfernt, desto eher wird die Familienperspektive in der Organisation als Managementproblem wahrgenommen (vgl. Barnes, L.B., Hershon, S.A. (1976), S.108). Fasselt nimmt an, daß je weiter die Familie von der Untemehmungsgründungsgeneration zeitlich entfemt ist, desto weiter entrückt die Familie der Unternehmung (vgl. Fasselt, T. (1992), S.12f.).Google Scholar
  1137. 1218.
    Vgl. Beckhard, R., Dyer Jr., W.G. (1983), S.6. Normalerweise wird in Konflikten zwischen Familie und Unternehmung eine zu vermeidende Schwächung der FU erblickt (vgl. Donnelly, R.G. (1964), S.93). Einer derartigen Engführung kann in der vorliegenden Untersuchung nicht gefolgt werden. Sie gilt nur für den Fall, in dem die Perspektivität der Unternehmung der Perspektivität der Familie überlegen erscheint. Die Familie kann hingegen ebenso klugen Einsichten unterliegen, die mit Einsichten der Unternehmung zwar gegenwärtig konfligieren, von denen die Unternehmung aber auf Dauer nach Maßgabe ihres eigenen Reproduktionsmodus profitieren kann.Google Scholar
  1138. 1219.
    Vgl. Siegwart, H. (1982), S.153.Google Scholar
  1139. 1220.
    Die Differenz der Familialität/Nichtfamilialität der Entscheidungsprämissen ist als Quelle der in der Literatur erwähnten Dilemmata der FU (vgl. Beckhard, R, Dyer Jr., W.G. (1983b), S.8) anzusehen.Google Scholar
  1140. 1221.
    Es sieht dann für den Beobachter so aus, als gäbe es z.B. “… ein Eigeninteresse der Unternehmung gegenüber schädlichen Ansprüchen einzelner Gesellschafter…” (Hinterhuber, H.H., Minrath, R. (1991), S.1204) Der Unterschied familial und nichtfamilial geprägter Entscheidungsprämissen der Unternehmung kann eine derartige Interessenkollision theoretisch stringent gut einsichtig machen.Google Scholar
  1141. 1222.
    Davis betont, daß familial geprägte organisationale Loyalitäten oftmals adäquate strategische Entscheidungen verbieten (vgl. Davis, P. (1983), S.48; vgl. ergänzend Wohlgemuth, A.C. (1993), S.109).Google Scholar
  1142. 1223.
    Es erscheint als trügerische Hoffnung, familial geprägte Entscheidungsprämissen in FU zugunsten nichtfamilial geprägter zurückdrängen zu können. Erstere halten sich mitunter hartnäckig in der Organisation: “Sibling rivalry is a persistent organizing principle.” Davis, P. (1983), S.54Google Scholar
  1143. 1224.
    Vgl. Lansberg S., I. (1983), S.44; vgl. Bar y, B. (1975), S.48.Google Scholar
  1144. 1225.
    Vgl. Wickenhäuser, F. (1989), S.178; vgl. Meissner, H.G. (1984), S.256f.; vgl. Wartenberg, L. v. (1993), S.238; vgl. Manz, T. (1990), S.11; vgl. Schüler, W. (1986), S39; vgl. Churchill, N.C., Lewis, V.L. (1983), S.40; vgl. zur Flexibilität als kritischer Erfolgsfaktor der mU Gottfreund, G. (1993), S.109. Unbeschadet dessen sieht man den vermeintlichen Vorteil der mittelständischen Flexibilität durch Anstrengungen von Großuntemehmungen ins Wanken gebracht (vgl. Bauer, H.H. (1991), S.158f.; vgl. Daschmann, H: A. (1994a), S.70). Im Umkehr-schluß wird danach genauso pauschal angenommen, daß Größe zur Unbeweglichkeit führt (vgl. Maurice, D.W. (1993), S.276).Google Scholar
  1145. 1227.
    Vgl. Holzhuber, T. (1984), S.12.Google Scholar
  1146. 1228.
    Frese, E. (1993), S.1003, im Original teilweise kursiv, Fn. weggelassen; vgl. Uhl, O.W., Puhlmann, M. (1991), S.169; vgl. Eschenbach, R., Müller-Tyl, F. (1993), S.59; vgl. Maurice, D.W. (1993), S.276.Google Scholar
  1147. 1229.
    Vgl. Oppl-Jirsa, V. (1986), S.30; vgl. Gingold, E., Stöckli Lachner, Y. (1993), S.479; vgl. Daschmann, H.-A. (1994a), S.62.Google Scholar
  1148. 1230.
    Vgl. Schmidt, K.-H. (1986), S.76.Google Scholar
  1149. 1231.
    Vgl. Schröder, E.F. (1993a), S.118.Google Scholar
  1150. 1232.
    “Flexibilität kann man wörtlich mit Geschmeidigkeit, Biegsamkeit, Wendigkeit verbinden.” Hirschmann, R.G. (1986), S.97Google Scholar
  1151. 1233.
    Vgl. Semlinger, K. (1988), S.232, vgl. zum eingeschränkten Informationshorizont von mU S.231. Es ist also nicht ohne Grund, wenn Staudt/Bock/Mühlenberger die hohe Bedeutung der unter Fremdreferenz generierten Information für innovative mU betonen (vgl. Staudt, E., Bock, J., Mühlenmeyer, P. (1992), S.989).Google Scholar
  1152. 1234.
    Diese prinzipielle Einsicht muß einem verstellt bleiben, wenn man wie Daschmann Flexibilität allein mit der Schnelligkeit von Entscheidungen in Verbindung bringt (vgl. Daschmann, H.-A. (1994a), S.158).Google Scholar
  1153. 1235.
    Daran anschließend läßt sich mit Kaila/Kauranen festhalten: “Für Klein-und Mitteluntemehmen sind durch die Veränderungen in der Geschäftswelt geschaffenen Probleme noch viel gefährlicher als für große Unternehmen.” Kaila, M.M., Kauranen, I. (1990), S.105Google Scholar
  1154. 1236.
    Vgl. im Ergebnis ähnlich Semlinger, K. (1988), S.231.Google Scholar
  1155. 1237.
    Dem liegt aufs Ganze gesehen eine Einsicht der Kommunikationstheorie zugrunde, daß mit steigender Distanz der Einheiten die Wahrscheinlichkeit der Emergenz einer auf den Einheiten beruhenden Kommunikation sinkt (vgl. im Prinzip ähnlich Donckels, R., Degadt, J. (1986), S.16).Google Scholar
  1156. 1238.
    Die oben angeführten Flexibilitätsquellen der mU finden sich in den verschiedensten Akzentuierungen in der Literatur wieder. So notiert z.B. v. Wartenberg: “Die Flexibilität des Mittelstandes resultiert aus Überschaubarkeit und kurzen Wegen im Innern… und der Fähigkeit zur unmittelbaren Umsetzung.” (Wartenberg, L. v. (1993), S.238) Gottfreund stellt heraus, daß die flexible Handlungsfähigkeit von mU auf ihrer Personenbezogenheit beruhe (vgl. Gottfreund, G. (1993), S.131). Daschmann betont als Flexibilitätsquelle die begrenzte Betriebsgröße (vgl. Daschmann, H.-A. (1994a), S.63).Google Scholar
  1157. 1239.
    Es überrascht daher kaum, daß in der Literatur mU mitunter in “konservative” und “unternehmerische” Orga-nisationen differenziert werden (vgl. d’Amboise, G., Muldowney, M. (1988), S.231).Google Scholar
  1158. 1240.
    Man muß sich davor hüten, Innovativität und Konservatismus vorab mit Wertungen zu versehen. So ist Flexibilität für Unternehmungen keinesfalls per se eine positive Eigenschaft, kann sich hinter ihr doch schnell eine ungehemmte Akzeptanz von Strukturangeboten verbergen (vgl. zu dieser Einsicht im Kontext von FU Donnelly, R.G. (1964), S.101). Relativ ähnlicher Ansicht ist Daschmann, aber ohne einen Verweis auf FU im Blick zu haben, der betont, daß kurze Informationswege in mU zu Flexibilitätsvorteilen aber auch zu mangelnder Überprüfung durch Nichteinbringung von Erfahrung führen können (vgl. Daschmann, H: A. (1994a), S.60£). Ergänzend läßt sich zudem mit Daschmann die sattsam bekannte Einsicht der Produktinnovationsforschung anführen, daß erfolgreiche mU Innovationsaktivitäten nicht in die Stellung eines Geschäftsprinzips erheben (vgl. Daschmann, H.-A. (1994a), S.121, vgl. ergänzend S.167). Eine hohe Innovationsrate ist eben nicht gleichbedeutend mit einem hohen organisationalen Erfolg (vgl. Staudt, E., Bock, J., Mühlenmeyer, P. (1992), S.1002f.).Google Scholar
  1159. 1241.
    Mithin ist davon auszugehen, daß “… die Familie den Nährboden für… Traditionen bildet.” Dornier, C., Tiefenthaler-Domier, M. (1991), S.520; vgl. der Konnotation nach ähnlich Meissner, G. (1994), S.178ff.Google Scholar
  1160. 1242.
    Meredith, G.G. (1985), S.274; vgl. ähnlich Knur, A. (1941), S.14.Google Scholar
  1161. 1243.
    “The sense of tradition tends to be reinforced by the relatively high proportion of employees at all levels often found to be following a family tradition in joining the firm.” Bang, B. (1975), S.46Google Scholar
  1162. 1244.
    Die Formulierung macht aufs Ganze gesehen deutlich, daß Tradition nicht per se mit Problemen behaftet ist. In diesem Sinne spricht z.B. Seifert vom “… Aktivposten… Tradition…” Seifert, B. (1990), S.57Google Scholar
  1163. 1245.
    Vgl. Rehkugler, H. (1989), S.630; vgl. Daschmann, H.-A. (1994a), S.103.Google Scholar
  1164. 1246.
    Vgl. im Rahmen technologischer Überlegungen Barry, B. (1975), S.53. Zur hohen Bedeutung des Stabilitätskriteriums in FU führt Schindler aus: “Dem Wunsch eines Unternehmensgründers, mit ‘seinem Werk die Zeit zu überdauern, wird rechtsgestaltende Kraft zuerkannt. Das in dieser Form rational nicht völlig begründbare, durch Familientradition zum Teil auch für Erben fortgeltende Motiv verleiht dem Stabilitätskriterium bei der Organisationsstrukturentscheidung für Familienunternehmen stärkere Bedeutung als in Publikumsuntemehmen.” Schindler, A. (1975), S.223, Fn. weggelassenGoogle Scholar
  1165. 1247.
    Es finden sich durchaus jedoch auch zahlreiche gegenteilige Auffassungen (vgl. Dailey, R.C., Reushling, T.E., De Mong, R.F. (1976/1977), S.61, S.63; vgl. Hennerkes, B.-H., May, P. (1987), S.30; vgl. Dornier, C., Tiefenthaler-Dornier, M. (1991), S.519; vgl. May, P. (1992), S.1; vgl. Aronoff, C.E., Ward, J.L. (1991b), SIX; zur schnelleren Entscheidungsfmdung in FU vgl. Voigt, J.F. (1990), S.43; vgl. Schade, H.C. (1974), S.25).Google Scholar
  1166. 1248.
    Vgl. Levinson, H. (1971), S.90; vgl. Diez, W., John, E., Rechenauer, O., Weber, K.D. (1990), S.19; vgl. Knur, A. (1941), S.14.Google Scholar
  1167. 1249.
    “The… tradition of passing an heritage, possessions, and name from one generation to the next leads both pa rents and children to seek continuity in the family business.” Bames, L.B., Hershon, S.A. (1976), 5.107; vgl. im weitesten Sinne ergänzend zur Traditionsstärkung von FU durch den Familienunternehmer Oetker, A. (1991), S.507.Google Scholar
  1168. 1250.
    Folglich erscheint es verkürzt, wenn Hammer/Hinterhuber analog der angeblichen Logik von Familien FU neben anderem per se die Prägung durch Tradition zuschreiben (vgl. Hammer, R.M., Hinterhuber, H.H. (1993), S.254).Google Scholar
  1169. 1251.
    Vgl. Golden, S. (1983), S.491.Google Scholar
  1170. 1252.
    Vgl. Reiss, D. (1982), S.406; vgl. für einige Beispiele dieser Momente Kepner, E. (1983), S.64. Die Familientherapie interpretiert diese Momente als “Krisen” (in Anlehnung an Buchholz, M.B. (1990), S.95). Hier soll vorab weniger dramatisch konstatiert werden, daß der Zusammenbruch eines Familienparadigmas zu familialer Unordnung führt (vgl. Reiss, D. (1982), S.411).Google Scholar
  1171. 1253.
    Vgl. ergänzend Buchholz, M.B. (1990), S.97.Google Scholar
  1172. 1254.
    Familien unterliegen demnach ebenfalls einem Zyklus (vgl. Peiser, R.B., Wooten, L.M. (1983), S.430).Google Scholar
  1173. 1255.
    Und entsprechend schmerzhaft wird auch in Familien die Veränderung der Wirklichkeit empfunden (vgl. Kepner, E. (1983), S.64).Google Scholar
  1174. 1256.
    Es finden sich in der Literatur sogar Stimmen, die Familien eine höhere Erfahrung zur Durchführung von Ver-änderung als Organisationen attestieren: “In families, major transitions occur every five to seven years; so within a given time period, it has had more practice in managing transitions than have such larger social systems as organizations…” (Kepner, E. (1983), SM) Es überrascht daher kaum, daß Ward Familien als gut wandelfähig betrachtet (vgl. Ward, J.L. (1987), S.130).Google Scholar
  1175. 1257.
    Vgl. für eine alternative Ordnung der Familienevolution Höft, U. (1992), S.129. Der Vorschlag Höfts läßt sich hier mit aufnehmen.Google Scholar
  1176. 1258.
    Mithin muß “(d)ie Einteilung in statische Perioden oder krisenhafte Übergänge… interpretierend aus den Selbstdeutungsmustem der Familie erschlossen werden.” Buchholz, M.B. (1990), S.98Google Scholar
  1177. 1259.
    Vgl. ähnlich Buchholz, M.B. (1990), S.103. 1260 Genausowenig läßt sich daraus jedoch das Gegenteil ableiten: Der Aspekt der Tradition bleibt eine wichtige Komponente der Unternehmungen (vgl. Wickenhäuser, F. (1989), S.177).Google Scholar
  1178. 1261.
    Familienfremden Personen wird daher mitunter eine besondere Sensibilität fir traditionelle Strukturen abgefordert (vgl. Ahrens, H. (1989), S.257).Google Scholar
  1179. 1262.
    Vgl. im weitesten Sinne ähnlich Beckhard, R., Dyer Jr., W.G. (1983b), S.8f.; vgl. ergänzend o.V. (1983), S33. 1267 Die Systeme können hierbei kleineren, aber auch größeren Wandlungen ausgesetzt sein (vgl. Kepner, E. (1983), S.69).Google Scholar
  1180. 1263.
    Es deutet sich an: “… (F)amliy and company transitions will be more productive when they are simultaneous.” (Barnes, L.B., Hershon, S.A. (1976), S.105, vgl. ergänzend S.110) Diese Einsicht ist kaum überraschend, können dem einen System mit der Reproduktion des anderen Irritationen erwachsen, die im irritierten System zu erheblichen Schwierigkeiten in der Reproduktion führen.Google Scholar
  1181. 1264.
    Barnes, L.B., Hershon, S.A. (1976), S.113Google Scholar
  1182. 1266.
    “… (T)he conflicts and resistances in both the firm and the family make managing change a difficult task.” Beckhard, R., Dyer Jr., W.G. (1983a), S.60; vgl. Peiser, R.B., Wooten, L.M. (1983), S.430.Google Scholar
  1183. 1267.
    Vgl. Beckhard, R., Dyer Jr., W.G. (1983a), S.65.Google Scholar
  1184. 1268.
    Diese Einsicht deutet sich in ähnlicher Manier bei Beckhard/Dyer an: “When a major change in the firm occurs, it has a profound impact an the relationships between family members.. ” Beckhard, R., Dyer Jr., W.G. (1983a), S.60Google Scholar
  1185. 1269.
    Diese doppelte Referenz des Wandels wird die Familie einem erhöhten Streß aussetzen, als wenn sich nur eine der beiden Referenzen ändern würde (vgl. im weitesten Sinne ähnlich - wenngleich grundsätzlich in einem anderen Theorierahmen - Kepner, E. (1983), S.64).Google Scholar
  1186. 1270.
    In der Literatur ist die Konstitution von Zeit in mFU völlig vernachlässigt.Google Scholar
  1187. 1271.
    Die Erzeugung der spezifischen Zeitlichkeit der Unternehmung findet sich zumindest in vielen zur Unternehmung gehörenden Aktivitäten wieder, wie z.B. im Horizont der Planung (vgl. zur Gegenüberstellung des Planungshorizontes von mU und Großunternehmungen Kemmetmüller, W. (1987), S.158f.).Google Scholar
  1188. 1272.
    In Anlehnung an Gottfreund, G. (1993), S.131; vgl. Aronoff, C.E., Ward, J.L. (1991b), S.IX; vgl. Prokesch, S. (1986), S.5; vgl. Ward, J.L. (1988), 5.196; vgl. Holland, P.G., Boulton, W.R. (1984), S.495; vgl. Zucker, B., Bor-wick, B. (1993), S.215.Google Scholar
  1189. 1274.
    Die Wichtigkeit dieses Arguments wird offenbar, da die Literatur besonders auf das Timingproblem der Nachfolge hinweist (vgl. Lansberg, I. (1988), S.100).Google Scholar
  1190. 1275.
    Vgl. im Effekt gleich Bertsch, R. (1964), S.89.Google Scholar
  1191. 1276.
    Davis, P. (1983), S.54; vgl. ergänzend Siefer, T. (1996), S.45, S.67ff.Google Scholar
  1192. 1277.
    Vgl. Gottfreund, G. (1993), 5.131.Google Scholar
  1193. 1278.
    So wird z.B. der Zeitpunkt der Zeugung möglicher Nachfolger der Unternehmung von der Familie möglicherweise nicht unabhängig von den Gegebenheiten in der Unternehmung zu betrachten sein.Google Scholar
  1194. 1279.
    Theoriebautechnisch ist hier eine allgemeine luhmannsche Annahme enger gefaßt: “Die folgenden Überlegungen gehen davon aus, daß es Systeme gibt.” Luhmann, N. (1985a), S.30; vgl. ergänzend Nassehi, A. (1992), S.43ff.Google Scholar
  1195. 1280.
    Die Einsicht der Autonomie des Eigentums kann solange nicht in den Blick gelangen, solange man das Eigentum lediglich instrumentell zu begreifen versucht, wie z.B. bei Schmidt-Leithoff: “Indem es (das Eigentum; A.d.V.)… der Verwirklichung des Untemehmensziels zu dienen hat, wird mit dieser Funktionszuweisung zugleich der instrumentale Charakter… besonders hervorgehoben.” Schmidt-Leithoff, C. (1989), S.212, im Original teilweise kursivGoogle Scholar
  1196. 1281.
    Theoriebautechnisch ist hier eine weitere luhmannsche Annahme enger gefaßt: “Es gibt selbstreferentielle Systeme.” Luhmann, N. (1985a), S.31Google Scholar
  1197. 1282.
    Mithin sind Eigentumsysteme ebenfalls “… Systeme, die auf der Basis der Differenz von Identität und Differenz arbeiten.” Stamitzke, D. (1992), S.74Google Scholar
  1198. 1283.
    Die Formulierung relativiert vorab die Dominanz von Eigentumsystemen in Organisationen und folgt damit einer langen Tradition (vgl. Freeman, R.E., Reed, D.L. (1983), S.88f.; vgl. implizit Freeman, R.E. (1984), S.6).Google Scholar
  1199. 1284.
    Von daher ist es alles andere als verwunderlich, wenn HilUSnell konstatieren, das Eigentumsystem beeinflusse die Unternehmungsstrategie (vgl. Hill, C.W.L., Snell, S.A. (1989), S.44).Google Scholar
  1200. 1285.
    Habel, S. (1992), S.101Google Scholar
  1201. 1286.
    Diese Ausrichtung wird aufs Ganze gesehen in der Betriebswirtschaftslehre und den Organisationswissen-schaften kaum notiert. Zumeist erfolgt dort lediglich ein vager Hinweis auf die vielgenannten “Eigentümerinteressen” bzw. auf die “Ziele von Aktionären” (vgl. Jehle, E. (1982), S.1066; vgl. Pondy, L.R. (1969), S.51; vgl. Coenenberg, A.G., Schmidt, F., Werhand, M. (1983), S.323; vgl. Pümpin, C., Pritzl, R. (1991), S.44; vgl. Hill, C.W.L., Snell, S.A. (1989), S.42; vgl. Witte, E. (1981b), S.733; vgl. Elschen, R. (1991a), S.210; vgl. Nabel, S. (1992), 5.104; vgl. Friedman, S.D., Singh, H. (1990), S.720; vgl. Gutenberg, E. (1970), S.4; vgl. Steinmann, H., Klaus, H. (1987), S.30; vgl. Steinmann, H., Gerum, E. (1980), S.13). Eine Ausnahme hiervon ist z.B. v. Bülow, die Eigentümern explizit eine “Weltanschauung” zugesteht, ohne jedoch diese Perspektive weiter auszubauen (vgl. Bülow, I. v. (1989), S.114f.).Google Scholar
  1202. 1287.
    Vgl. - obwohl lediglich mit äußerst zarten und eher impliziten Hinweisen Baysinger, B.D., Kosnik, R.D., Turk, T.A. (1991), S.205.Google Scholar
  1203. 1288.
    Handlungstheoretisch ist von einer “Eignerstrategie” zu sprechen (vgl. z.B. Pümpin, C., Pritzl, M. (1991), S.46ff.).Google Scholar
  1204. 1289.
    Das Vorliegen eigentumsystemischer Strategien findet in der Literatur eher selten Erwähnung (vgl. für eine Ausnahme - obwohl dort eher beiläufig notiert - Goffee, R, Scase, R. (1985), S.53).Google Scholar
  1205. 1290.
    Daß eine aggressive Möglichkeit der Interessenwahrung auch bei weit verstreuten Eigentumsverhältnissen grundsätzlich nicht auszuschließen ist, notieren bereits Berle/Means, die von einer “Aktionärsrevolte” sprechen (vgl. Berle, A.A., Means, G.C. (1968), S.82).Google Scholar
  1206. 1291.
    Dementsprechend betonen z.B. Schreyögg/Steinmann, daß Aktiengesetz gehe von der Annahme aus, die Aktionäre seien fähig, angestellte Manager zu kontrollieren (vgl. Schreyögg, G., Steinmann, H. (1981), S.534).Google Scholar
  1207. 1292.
    Gerade bei Großuntemehmungen in der Rechtsform der Aktiengesellschaft ist bekannt, daß es “… der Mehr-heit der Kleinaktionäre zur wirksamen Ausübung der ihnen vom Gesetz zugestandenen Mitspracherechte in der Hauptversammlung an den erforderlichen Fähigkeiten, an der nötigen Einsicht und am Interesse fehlt.” (Jehle, E. (1982), S.1075) Bei Großaktionären ergibt sich dagegen ein völlig anderes Bild (vgl. Baysinger, B.D., Kosnik, R.D., Turk, T.A. (1991), S.206).Google Scholar
  1208. 1293.
    Demgemäß lassen sich dann auch vermeintlich “passive Eigentümer” beobachten (vgl. Berle, A.A. (1967), S.XI, S.XV). Passive Eigentümer sind Eigentümer, die durch ein geringes Engagement in der organisationalen Autopoiese auffallen.Google Scholar
  1209. 1294.
    Die nachfolgende Typisierung unterscheidet sich signifikant vom Spektrum der Eignershategien bei Püm-pin/Pritzel. Die Autoren unterscheiden mit zwei Polen der Eignerstrategien “… reine Unternehmungsorientierung, das heißt sich an Unternehmen beteiligen und bestimmte Produkt/Marktziele verfolgen, und reine Finanzorientierung: über die Börse Kapitalbeteiligungen erwerben, auf eine aktive Teilnahme am Management verzichten und lediglich eine Strategie der Vermögensverwaltung betreiben.” (Pümpin, C., Fritz!, R. (1991), S.45, im Original teilweise kursiv) Obige Überlegungen sind weniger inhaltlich auf die Organisation gerichtet, sondern beschreiben eine grundlegendere Qualität der Welterschließung. Pümpin/Pritzel bleibt durch ihre Ausrichtung diese Einsicht verstellt. Das Zusammenwirken von Eigentumsystem und Organisation wird dann entsprechend verkürzt behandelt; es kann nicht gezeigt werden, wie die Welt des Eigentums entsteht.Google Scholar
  1210. 1295.
    Es finden sich in der Literatur äußerst wenige Hinweise zur Problematik der Vielheit an Interpretationsmodi in Eigentumsystemen. Man muß sie zudem eher mit Gewalt aus der Literatur herauslesen, wie z.B. bei Hill/Snell, die feststellen, daß “… stockholder preferences are less uniform…” (Hill, C.W.L., Snell, S.A. (1989), S.42; vgl. ergänzend Baysinger, B.D., Keim, G.D., Zeithaml, G.P. (1985), S.183) So weiß man z.B. über die psychologische Motivationsstruktur von Aktionären fast nichts, außer daß ihre Motive differieren und daß neben Renditeerwartungen eine Vielzahl anderer Motive relevant werden (vgl. Müller, H., Fischer, L., Koop, J. (1993), S.480ff.).Google Scholar
  1211. 1296.
    Vgl. ergänzend Freeman, R.E. (1984), 5.109.Google Scholar
  1212. 1297.
    Vgl. Pfeffer, J., Salancik, G.R. (1978), S.27ff.Google Scholar
  1213. 1298.
    Dabei wird schon traditionell Eigentum mit Interesse verbunden (vgl. Baecker, D. (1988), S.161ff.).Google Scholar
  1214. 1299.
    In Anlehnung an Witte, E. (1981b), S.735; in Anlehnung an Bechtle, C. (1983), S.131; vgl. im weitesten Sinne Ehrensperger, H. (1985), S.228.Google Scholar
  1215. 1300.
    Vgl. im weitesten Sinne ergänzend Hill, C.W.L, Snell, S.A. (1989), S.25f Eigentum verleiht Macht (vgl. Holland, P.G., Boulton, W.R. (1984), S.497).Google Scholar
  1216. 1301.
    Witte verweist z.B. auf das Kriterium der “Qualifikation” der Anteilseigner (vgl. Witte, E. (1981b), S.735). 1301 Freeman formuliert drastisch: “Ultimately there may be a ‘win-lose’ fight.” Freeman, R.E. (1984), S.207Google Scholar
  1217. 1303.
    Es erscheint verwunderlich, daß Konflikte in Eigentumsystemen in der betriebswirtschaftlichen und organisationswissenschafilichen Literatur bisher kaum zur Sprache gebracht werden (vgl. jedoch wenigstens ansatzweise Bechtle, C. (1983), S.130f.). Zur Störung der Unternehmungsaktivität durch einzelne Aktionäre vgl. knapp andeutend Hommelhoff, P. (1990), S.449.Google Scholar
  1218. 1304.
    Dabei gibt es offenbar zahlreiche Gründe, an denen sich Konflikte entzünden können. Groß ermittelt zehn verschiedene Gründe für Streitigkeiten im Innenverhältnis der GmbH anhand einer Analyse der höchstrichterlichen Rechtsprechung, die auch im Kontext des Eigentumsystems Gültigkeit aufweisen (vgl. Groß, M. (1987), S.26ff.).Google Scholar
  1219. 1305.
    Das Eigentumsystem ist in dem Falle nicht in der Lage, funktionale Beiträge für die Systemsteuerungsfähigkeiten der Handlungsfähigkeit, Lernfähigkeit und Erkenntnisfähigkeit herzustellen. Diese Problematik ist im wissenschaftlichen Schrifttum in der ein oder anderen Form gut etabliert. In diesem Sinne spricht z.B. Priester von der “… Unbeweglichkeit der Hauptversammlung großer Publikumsaktiengesellschaften…” Priester, H.-J. (1990), S.435Google Scholar
  1220. 1306.
    “… (T)he ownership group ist badly split…” Freeman, R.E. (1984), S.207Google Scholar
  1221. 1307.
    Einen Hinweis auf die Zeitthematik in Eigentumsystemen kann man in der umfangreichen Tradition der Trennung von Eigentum und Verfügungsgewalt (vgl. Picot, A., Michaelis, E. (1984), S.253) erblicken. Die sukzessive Abgabe von Verfügungsrechten läßt sich als spezifische Evolution der Eigentumsystemstrategien interpretieren. Zeitthematiken von Eigentumsystemen finden sich ebenfalls in Theorien über “Generationswechsel” und “Führungsnachfolge” in Unternehmungen (fiir eine Auswahl vgl. Albach, H., Freund, W. (1989); vgl. Bechtle, C. (1983); vgl. Fasselt, T. (1992)). Dort diskutiert man z.B. die Vererbung von Unternehmungsanteilen in steuerlicher Sicht (anstelle vieler vgl. Franke, G., Herrmann, M. (1994), S.582ff.).Google Scholar
  1222. 1308.
    in loser Anlehnung an Albach, H., Freund, W. (1989), S.261Google Scholar
  1223. 1309.
    “As technology and its organization for production and use evolve, so will property.” (Berle, A.A. (1967), S.XIV) Äußerst zarte Hinweise dieser Einsicht fmden sich im weitesten Sinne bei Schmidt-Leithoff, der betont, die Eigentumslage der Unternehmung könne sich mit Blick auf die Ertragssituation der Unternehmung “… von einem Abrechnungszeitraum zum anderen unterschiedlich entwickeln…” Schmidt-Leithoff, C. (1989), S.420Google Scholar
  1224. 1310.
    Fasselt, T. (1992), S.221Google Scholar
  1225. 1311.
    Organisationstheoretisch wird gerade an diesem Argument ein prominenter Grund für das Bedürfnis der Finanzierung aus Gewinnen festgemacht, kann die Hereinnahme neuer Eigner zur Finanzierung Machtverschiebungen bewirken (vgl. weitgehend gleichlautend Eberwein, W., Tholen, J. (1990), S.250).Google Scholar
  1226. 1312.
    Mit diesem Untersuchungsgegenstand wird deutlich: Es gibt “… changes in ownership…” Goodstein, J., Boeker, W. (1991), S.310Google Scholar
  1227. 1313.
    Auch das Eigentum hat einen Zyklus (vgl. Peiser, R.B., Wooten, L.M. (1983), 5.431; vgl. Ward, J.L. (1987), S.36).Google Scholar
  1228. 1314.
    So ist hier z.B. seitens der Umwelt der Eigentumsysteme in Wirtschaftsorganisationen vor allem das Rechtssystem relevant (vgl. andeutend Baecker, D. (1988), S.164), läßt sich mit Luhmann Eigentum als ein Mechanismus struktureller Kopplung von Wirtschaft und Recht auffassen (vgl. Luhmann, N. (1993a), S.455).Google Scholar
  1229. 1315.
    Vgl. ausführlich Fasselt, T. (1992), S.71 ff.Google Scholar
  1230. 1316.
    Eine der naheliegensten Asymmetrisierungen ist die Selbstbeschreibung des Eigentumsystems nach der Gene-rationenfolge der Eigentümer.Google Scholar
  1231. 1317.
    Das Eigentumsystem der rnFU ist, um nicht begriffswahlbedingten theoretischen Verwirrungen zu unterliegen, kein Familiensystem. Unternehmungen “als im Eigentum von Familien” zu bezeichnen bzw. “… die Mehrheit der stimmberechtigten Anteile im Eigentum der Familie…” (Hahn, D. (1985), S.12) zu sehen heißt nicht, daß die operationale Differenz von Familie und Organisation unterlaufen wird. Die Familie hat - wenn man so formulieren will - lediglich eine Eigentümerrolle (vgl. Hammer, R.M., Hinterhuber, H.H. (1993), S.258). Entsprechendes gilt für Formulierungen wie “Eigentum am Betrieb…” (Schumpeter, J.A. (1987b), S.112) Besser sind allerdings Formulierungen wie z.B. die, daß im Eigentumsystem familial geprägte Beziehungen bestehen, wird damit doch der organisationalen Systemreferenz des Eigentumsystems mehr Klarheit verliehen.Google Scholar
  1232. 1318.
    Vgl. Ayres, G.R. (1988), S.267.Google Scholar
  1233. 1319.
    So kann die Eigentümerstellung von Personen mit bestimmten Wirklichkeitsauffassungen verbunden werden, die aus dieser Eigentümerstellung resultieren: “… (0)wners do have distinctive characteristics that derive… partly from their structural position as owners.” Schein, E.H. (1983), S.25Google Scholar
  1234. 1320.
    Durch die prinzipielle Fehlbarkeit der Erkenntnis trägt das Eigentum automatisch Risiken. Die zahlreichen Verweise der Literatur zum Tragen von Risiken der Eigentümer (vgl. anstelle vieler Carland, J.W., Hoy, F., Boulton, W.R., Carland, J.A.C. (1984), S.355, S.357) scheinen demzufolge überaus plausibel zu sein. Risiken entstehen dem Eigentum aufgrund seiner Entscheidungen. Eigentümer erzeugen danach ihre eigenen Risikobeurteilungen (vgl. ergänzend Levin, RI., Travis, V.R. (1988), S.28). Ansonsten sind mögliche Schäden, die nicht direkt aus eigentumsystemischen Entscheidungen resultieren, für das Eigentum als Gefahren zu interpretieren.Google Scholar
  1235. 1321.
    Das in der Literatur vielfach geäußerte Argument, daß die Anstellung eigentumloser Manager zu einer deutlichen Trennung von Eigentum und Steuerung führt (vgl. anstelle vieler Wartenberg, L. v. (1993), S.241) ist derart zu reformulieren, daß es lediglich zu einer deutlicheren Sichtbarmachung des ausdifferenzierbaren Umfanges der Steuerungsfunktion in der Gesamtorganisation kommt.Google Scholar
  1236. 1322.
    Es lassen sich demnach nicht die Perspektive der “strategischen und operativen Steuerung (Untemehmungsnorm)” und die Perspektive des “Eigentums (Familiennorm)” sinnvoll einander gegenüberstellen (vgl. so aber im Rahmen der Personalpolitik in FU Hammer, R.M., Hinterhuber, H.H. (1993), S.256f.).Google Scholar
  1237. 1323.
    In der Weise kann sich z.B. für die Zielkomponente von Strategien ergeben: “Die Eigentümerorientierung umfaßt als Ziele beispielsweise die Erwirtschaftung eines angemessenen Ertrages und die langfristige Sicherung des Untemehmensbestandes sowie des Einflusses auf die Unternehmenspolitik.” Albach, H., Freund, W. (1989), S.20; zu Zielen des Eigentumsystems in FU vgl. Liedler, M. (1993), S.255.Google Scholar
  1238. 1324.
    Die Literatur thematisiert dies unter der Rubrik “Gesellschafterstrategien” (vgl. Liedler, M. (1993), 5.252£). 136 Vgl. ähnlich Wohlgemuth, A.C. (1993), 5.108.Google Scholar
  1239. 1326.
    Vgl. Schmeisser, W. (1989), S.48.Google Scholar
  1240. 1327.
    Der Überlegung, daß diese Begriffsbestimmung viel zu eng ausgelegt ist, um eine familienbezogene Aussage über die Verhältnisse der organisationalen Steuerung zu formulieren, trägt die vorliegende Untersuchung mit der Vereinbarung Rechnung, von einer FU immer dann zu sprechen, wenn ein Beobachter auf der Ebene der Rahmenstrategien der Organisation nachhaltige familiale Prägungen im Kontext eines Verhältnisses struktureller Kopplung mit einer oder mehreren Familie(n) ausmachen kann. Der Phänomenbereich des Eigentums ist nur ein Teil möglicher Rahmenstrategien der Organisation. Als ein möglicher anderer Teil familial geprägter Rahmenstrategien könnte z.B. das Vertretungsberechtigungssystem genannt werden. Gleicher Ansicht ist offensichtlich Donnelly - wenngleich unter dem Eindruck der Vermengung der distinktiven Operationszusammenhänge von Organisation und Familie: “In a family company, the family almost always has the proprietary and/or management power to pursue its own objectives and aspirations…” Donnelly, R.G. (1964), S.94Google Scholar
  1241. 1328.
    Schon seltener sind Hinweise, daß gerade die Eigentümer in der FU eine besondere Steuerungsverantwortung besitzen (vgl. für eine Ausnahme - obwohl überaus knapp - Schmeisser, W. (1989), S.48).Google Scholar
  1242. 1329.
    Damit befinden sich die Überlegungen in bester Gesellschaft zu anderen Forschungstraditionen, wie z.B. der Soziologie. Dort zeigt unlängst das Beispiel einer Untersuchung von Stehr, wie die Wahl des Untersuchungsgegenstandes intensive Überlegungen zum Eigentumphänomen verspricht, die jedoch inhaltlich in keiner Weise erfüllt werden (vgl. Stehr, N. (1994)).Google Scholar
  1243. 1330.
    Als selten müssen allein schon Hinweise wie bei Ward qualifiziert werden, daß Eigentümer in FU spezielle Herausforderungen und Privilegien haben (vgl. Ward, J.L. (1991), S.29).Google Scholar
  1244. 1331.
    Bezeichnend erscheint in diesem Zusammenhang, daß in der anhand einer Literatursichtung vorgenommenen Zusammenstellung von zehn Komplexen familienuntemehmungsspezifischer Schwierigkeiten bei Hurgon das Eigentumsystem allenfalls höchst rudimentär angesprochen wird (vgl. Hurgon, P. (1985), S.31). Das muß verwundern, ist doch das Eigentum als eine wesentliche Grundordnung der Organisation anzusehen, weshalb bei Störungen dieser Grundordnung mit erheblichen Störungen der organisationalen Autopoiese zu rechnen ist.Google Scholar
  1245. 1332.
    d.h. ohne einen Bezug auf die mögliche familiale Prägung der mFUGoogle Scholar
  1246. 1333.
    Beckhard, R., Dyer Jr., W.G. (1983a), S.59Google Scholar
  1247. 1334.
    Steinmann, H., Kumar, B. (1986), S.42, Satzendezeichen weggelassen; vgl. ergänzend Hinterhuber, H.H., Minrath, R. (1991), S.1202.Google Scholar
  1248. 1335.
    Die Eigentümeruntemehmerschaft begründet eine zentrale Stellung in der Unternehmung (vgl. Daschmann, H.-A. (1994a), S.56), d.h. auch in der Funktion der Unternehmungssteuerung.Google Scholar
  1249. 1336.
    In der Literatur fmden sich mitunter stark unreflektierte Überlegungen wie z.B. bei Churchill/Lewis, die sug-gerieren, daß das Eigentum für die Organisationssteuerung schon alles sei: “Small businesses are built an the owners talents…” Churchill, N.C., Lewis, V.L. (1983), S.42Google Scholar
  1250. 1337.
    Das ist um so bedauerlicher, da hierdurch die Erarbeitung einer Steuerungstheorie der Gesamtorganisation verhindert wird, denn für deren Erzeugung bedarf es neben anderem einer Analyse des Eigentums (vgl. grund-sätzlich in die gleiche Richtung zielend d’Amboise, G., Muldowney, M. (1986), S.26).Google Scholar
  1251. 1338.
    Dementsprechend wird z.B. vermutet, daß “… Streitigkeiten zwischen Gesellschaftern ein Thema ist, das verschwiegen und nicht nach außen getragen wird…” Daschmann, H.-A. (1994a), S.154, Fn. weggelassenGoogle Scholar
  1252. 1339.
    Obgleich man offensichtlich eher wenig über das Institut des organisationalen Eigentums weiß, läßt sich die Forschung mitunter zu erheblich konkreten Feststellungen hinreißen. So gilt es z.B. für Bechtle als ausgemacht: “Leistungswille, Kreativität und Risikobereitschaft sind in einem System, in dem der einzelne ‘für sich’ arbeitet und mit seinem Eigentum für seine Handlungen haftet, ausgeprägter als in einer Organisation, wo sein Eigentum und die Verfügung darüber nicht miteinander gekoppelt sind.” (Bechtle, C. (1983), S.54) Daschmann hingegen kommt - nur um das Gegenkonzept anzudeuten - zu dem Schluß, daß zuzüglich zu Eigentümeruntemehmem in der Systemsteuerung der Organisation “… bei Erfolgsunternehmen sich gleichzeitig häufiger… Fremdmanager ohne bedeutenden Kapitalbesitz fmden.” Daschmann, H.-A. (1994a), S.I56, im Original teilweise FettdruckGoogle Scholar
  1253. 1340.
    “In numerous organizations, ownership interests… may be actively involved in issues of strategy…” Goodstein, J., Boeker, W. (1991), S.309f.Google Scholar
  1254. 1341.
    Die oben im Text angestellte Überlegung ist lediglich als Heuristik zu betrachten. Die Theorie der Emergenz zeigt, daß sich die Gestalt des Gesamtsystems nicht vollständig auf die Gestalt seiner Teile reduzieren läßt. Die obige Argumentationsausrichtung scheint aber nicht ohne Plausibilität zu sein, berücksichtigt man, daß die emergente Ganzheit ordnungserzeugend auf die Teile zurückwirkt.Google Scholar
  1255. 1342.
    So verbucht Schneider die geringe Gesellschafteranzahl in mU (vgl. Schneider, D. (1993), S.128). Der Gesellschafterkreis kleinerer Unternehmungen gilt als “überschaubar” (vgl. Ammon, L., Görlitz, S. (1995), S.90).Google Scholar
  1256. 1343.
    Zugegeben ist die Argumentation als spekulativ zu betrachten und bedarf der genaueren Ausarbeitung. Sie zu umgehen erscheint aber gleichwohl nicht angebracht, drängt sie sich doch durch die besonderen Reproduk-tionscharakteristiken der mFU auf. Windolf, P. (1994), S.81, im Original teilweise kursivGoogle Scholar
  1257. 1347.
    Diese Festschreibung wird insbesondere bei Überkreuzverflechtungen von Unternehmungen zur Übernahmeabwehr wahrscheinlich (vgl. ergänzend Windolf, P. (1994), S.83).Google Scholar
  1258. 1348.
    Ein Indiz dafiir mag die gesellschaftsrechtliche Etablierung des Grundsatzes der “gesellschaftlichen Treue pflicht” gemäß § 242 BGB in ihrer Auslegung als Beachtung der Interessen der Miteigentümer durch andere Gesellschafter sein (vgl. zur gesellschaftlichen Treuepflicht anstelle vieler Klauss, H., Birle, J. (1986), S.61f.). Auch dort wird ergo die Möglichkeit eingeräumt, daß Eigentümer mit zunehmender Entfemung zu Miteigentümern agieren können und dabei die Möglichkeit haben, für letztere ungünstige Rahmenbedingungen zu schaffen.Google Scholar
  1259. 1350.
    Tatsächlich finden sich in Eigentumsystemen von FU Regeln, die ohne die strukturelle Kopplung von Eigentum-und Familiensystem nicht im Eigentumsystem bestehen würden. So konstatieren LB. Donckles/Hoebeke anhand empirischer Ergebnisse den nachhaltigen Wunsch des Eigentumserhalts in der Familie (vgl. Donckels, R. Hoebeke, K. (1990), S.25).Google Scholar
  1260. 1351.
    Es stehen dann familial und nichtfamilial geprägte strategische Themen nebeneinander, deren Argumente wahrscheinlich nicht vollständig miteinander relationiert werden können.Google Scholar
  1261. 1352.
    Gestützt wird dieses Argument z.B. durch die Mehrfacheinbindung von Personen.Google Scholar
  1262. 1353.
    Diese eigentumsystemische Intrasystemqualität zeigt sich ebenfalls an Beziehungen organisationaler Teilsysteme zum Eigentumsystem. So gibt es z.B. persönliche Beziehungen zwischen dem Eigentumsystem und der eigentumlosen Geschäftsführung. Diese Einsicht gilt nicht für Publikumsgesellschaften (vgl. Schober, F. (1993), S.298; vgl. Barry, B. (1975), S.47).Google Scholar
  1263. 1355.
    Die Tendenz steht in einem sich verstärkenden Gegensatz zu Großorganisationen, wo die Eigentümer zuse-hends auch institutionalisierte Personen sind (vgl. Windolf, P. (1994), S.79ff.).Google Scholar
  1264. 1356.
    In der Literatur zur FU wird der Aspekt von Macht und Eigentum öfters - vor allem bezüglich der Einheit des Eigentumsystems - mit einer negativen Konnotation unterlegt: “Kapitaleigner mit unterschiedlichem Machtanspruch verringern die Chancen einheitlicher Zielbildung.” Schindler, A. (1975), S.237Google Scholar
  1265. 1357.
    Zu Konflikten zwischen Eigentümern vgl. Liedler, M. (1993), S.248; vgl. für eine mögliche Konflikthandhabungsstrategie für kleinere Unternehmungen Thurston, P.H. (1987), S.108ff.Google Scholar
  1266. 1358.
    Eher selten wird in der Literatur zur FU notiert, daß Konflikte im Eigentumsystem normal sind (vgl. für eine Ausnahme Groeben, Graf v.d. (1991), S.548). Hingegen wird pauschal die Notwendigkeit zur Einigkeit im Eigentumsystem als Stärke von FU gesehen, ohne genauer den Wert von Konflikten zu bestimmen. So heißt es z.B. bei Schröder: “Die Einigkeit in der Eigentümerfamilie über die Belange des Unternehmens und seiner Aufgaben muß gegeben sein.” Schröder, E.F. (1993a), S.122Google Scholar
  1267. 1359.
    Es muß darauf bestanden werden, daß eine mögliche Vielheit an Weltanschauungen in Systemen nicht vorab mit einer positiven oder negativen Konnotation zu unterlegen ist. Derartigen Vorabbewertungen unterliegt jedoch die Forschung über FU, was speziell auch für die Eigentumsysteme dieses Untemehmungstyps gilt. DementspreGoogle Scholar
  1268. 1360.
    Beispielsweise bilden sich mit der “… Entfernung vom Unternehmen… Interessengegensätze heraus…” Hen-nerkes, B.-H. (1986), S.30Google Scholar
  1269. 1361.
    Es erlangen dann Personen im Eigentumsystem Einfluß, die ein Beobachter als “unterschiedlich sozialisiert” betrachten wird. Diese Möglichkeit ist nicht von der Hand zu weisen: So sind Gesellschafter mitunter in artfremden Berufen tätig (vgl. Hennerkes, B.-H., May, P. (1987), S32). Daraus werden den Gesellschaftern bestimmte psychische Dispositionen erwachsen, die im Rahmen von Interpenetrationsverhältnissen den eigentumsystemischen Komplexitätsaufbau beeinflussen. Die unterschiedliche Sozialisierung der psychischen Systeme wird sich im Entscheidungsverhalten bemerkbar machen können: “If… distinctive patterns of socialization exist, they may form the underlying determinants of strategic decisions…” Geeraerts, G. (1984), S.236Google Scholar
  1270. 1362.
    Die vorliegende Untersuchung teilt nicht die Auffassung Hennerkes, der das Herausbilden von Interessenge-gensätzen in Eigentumsystemen neben anderem mit einer steigenden Gesellschafteranzahl verbindet (vgl. Hen-nerkes, B.-H. (1986), S.30).Google Scholar
  1271. 1363.
    Entsprechend kann z.B. das familial geprägte Kriterium der Seniorität den Grad der Macht aus den Eigentumsteilen dominieren (vgl. Holland, P.G., Boulton, W.R. (1984), S.499).Google Scholar
  1272. 1364.
    Da sich derartige Reproduktionsaktivitäten vor dem Hintergrund der familialen Prägung der Autopoiese fort-zeugen ist es nicht verwunderlich, daß nichtfamilienzugehörige Personen normalerweise bemüht sind, nicht in familial geprägte Auseinandersetzungen zu gelangen. Dementsprechende Beobachtungen fmden sich bei Brauchlin: “Wenn innerhalb und zwischen der Eigentümerfamilie Meinungsunterschiede über wesentliche Fragen der Unternehmensstrategie und/oder persönliche Animositäten bestehen, möchten die Fremdmanager im Regelfall in die Austragung der entsprechenden Konflikte nur bedingt einbezogen werden.” Brauchlin, E. (1983), S.66Google Scholar
  1273. 1365.
    Eine in diesem Sinne stattfindende Auswahl von Eigentümern wird zur Folge haben, daß das Eigentumsystem “… nicht immer aus mit den Untemehmensproblemen vertrauten Personen besteht.” Hinterhuber, H.H., Minrath, R. (1991), S.1203, Fn. weggelassenGoogle Scholar
  1274. 1366.
    D.h. in der weiteren Verarbeitung der Wirklichkeiten in nicht strukturell gekoppelten Bereichen der Autopoiesen können sehr wohl stärkere Differenzen der Systeme zueinander auftreten.Google Scholar
  1275. 1367.
    Die Theoriebildung begibt sich hier in den Kontext der Frage nach der Kontinuität oder der Veränderung des Eigentums (vgl. zu möglichen Inhalten dieser Frage ergänzend Beckhard, R., Dyer Jr., W.G. (1983a), S.59).Google Scholar
  1276. 1368.
    Somit wird auch Eigentumsystemen im Prinzip eine Fähigkeit zur Innovation zugesprochen. Von daher er-scheinen die Bemühungen von Carland et al grundsätzlich problematisch, Eigentümer und Unternehmer im Kontext der Innovation zu unterscheiden, auch wenn die Autoren diese Unterscheidung unter der Referenz auf das prominente Werk Schumpeters vorantreiben (vgl. Carland, J.W., Hoy, F., Boulton, W.R., Carland, J.A.C. (1984), S.357f.). Da Innovationen allgemein als mühsam und aufwendig gelten (vgl. Hering, E. (1985), S.83), ist ebenso für Eigentumsysteme zu erwarten, daß sich ihr Strategiewandel grundsätzlich nur unter erheblichen Schwierigkeiten vollziehen läßt.Google Scholar
  1277. 1369.
    Der eigentumsystemische Strategiewandel wird vor allem in Eigentumsystemen von FU mitunter durch die Aufrechterhaltung einer Familientradition hohen Trägheiten unterworfen sein: “Family members are usually extremely reluctant to sell their ownership in the family firm.” Donnelly, R.G. (1964), S.100Google Scholar
  1278. 1370.
    Das Argument wird bei generalistischen Wirklichkeitsperspektiven etwas abgeschwächt. Das Gesamtsystem gewinnt dadurch die Fähigkeit der Einbindung vermehrter Divergenzen. Jedoch sollten hierbei nicht allzu große Erwartungen gehegt werden: Diese generalistischen Wirklichkeitsperspektiven sind nicht so zahlreich vorhanden, hält man sich die geringe Systemausdehnung vor Augen. In komplexeren Systemen wird man schon eher geeignete Orte finden, um Divergenzen einbinden zu können.Google Scholar
  1279. 1371.
    Im Kontext dieses operationalen Zugleichs werden in der FU fir einen eigentumsystemischen Strategiewandel auch wesentliche motivationale Determinanten angesiedelt sein, berührt ein eigentumsystemischer Strategiewandel im Bereich der strukturellen Kopplung schnell das Selbstverständnis der Familie. Jedenfalls wird damit erklärt, daß in Unternehmungen auf dem Weg zur Publikumsgesellschaft “(d)ie Trennung von der eigentlichen Gründerfamilie… nicht selten spät und in Etappen erfolgt.” Schade, H.C. (1974), S.19Google Scholar
  1280. 1372.
    Der Eigentumsystemstrategiewandel sieht sich mithin in der Improvisation, Entstehung und Degeneration im Lichte der strukturellen Kopplung mit der Familie.Google Scholar
  1281. 1373.
    Der zentrale Einbezug der Person in die Autopoiese des Eigentumsystems der mFU kann infolgedessen sowohl die Strategiewandelwahrscheinlichkeit als auch das Ausmaß des Strategiewandels des Eigentumsystems erhöhen und verringem.Google Scholar
  1282. 1374.
    Deutlich bringt eine (plakative) Formulierung Hamers den intendierten Sachverhalt hervor: “Der mittelständische Unternehmer… ist Eigentümer seines Unternehmens auf Lebenszeit…” Hamer, E. (1988), S.16Google Scholar
  1283. 1375.
    Donnelly notiert, daß das familial geprägte Eigentum eine langfristige Zeitgestalt in das Unternehmen einbindet: “Because of their ownership influence,… family managers may be less sensitive to criticism based on short-term performance, and may be freer to focus on the long term aspects of company moves.” (Donnelly, R.G. (1964), 5.100) Bechtle vermerkt, daß das Eigentum in FU zur Beständigkeit neigt (vgl. Bechtle, C. (1983), S.54).Google Scholar
  1284. 1376.
    Vgl. Zajac, E.J., Bazerman, M.H. (1991), S.37. Die Problembearbeitung wird dabei in einem engen Zusammenhang mit dem organisationalen Lernen betrachtet (vgl. Balakrishnan, A., Kalkota, R., Ow, P.S., Whinston, A.B. (1995), S.41, S.46).Google Scholar
  1285. 1377.
    Vgl. Röpke, J. (1977), S.88; vgl. Kirsch, W. (1988), S.8.Google Scholar
  1286. 1378.
    Dabei kann es sich hier nur um einen sozialen Tatbestand handeln, dem die Literatur mit dem Begriff des “kollektiven Entscheidens” (vgl. anstelle vieler Brauchlin, E., Heene, R. (1995), S.81 ff.) Rechnung trägt.Google Scholar
  1287. 1389.
    Vgl. Staehle, W.H. (1994), S.274ff.Google Scholar
  1288. 1390.
    Vgl. vertiefend Smith, G.F. (1988), S.1489f.Google Scholar
  1289. 1391.
    Zugleich wird der mitunter konstatierte Wissensmangel seitens der Forschung über das organisationale Entscheidungsverhalten (vgl. Nutt, P.C. (1984), S.448) durch Theorieanreicherungen aus der Problemforschung verringert.Google Scholar
  1290. 1392.
    Vgl. Nutt, P.C. (1984), S.441; vgl. Mintzberg, H., Raisinghani, D., Théorét, A. (1976), 5.251, S.253, S.254; vgl. Cowan, D.A. (1990), S.370; vgl. Carter, E.E. (1971), S.424.Google Scholar
  1291. 1393.
    Vgl. Cowan, D.A. (1986), S.764.Google Scholar
  1292. 1394.
    Empirisch wird diese Interpretation von der Entscheidungstheorie wieder relativiert, sieht sie doch per se die meisten Anlässe der Entscheidungsauslösung in Problemen (vgl. Nutt, P.C. (1984), S.441, S.442, S.443; vgl. Cowan, D.A. (1990), S.370).Google Scholar
  1293. 1395.
    Unbeschadet dessen bleibt immer noch die Möglichkeit, “… daß Entscheidungen die Lösung des Problems der Entscheidung darstellen.” Baecker, D. (1993a), S.199Google Scholar
  1294. 1396.
    Vgl. Cohen, M.D., March, J.G., Olsen, J.P. (1990), S.329ff.; vgl. ergänzend Brauchlin, E., Heene, R (1995), S.113f.Google Scholar
  1295. 1397.
    Vgl. Nutt, P.C. (1984), S.443; vgl. Cowan, D.A. (1986), S.764; vgl. Baecker, D. (1993a), S.198f. “% Vgl. Billings, RS., Milbum, T.W., Schaalman, M.L. (1980), S.302ff.Google Scholar
  1296. 1398.
    Anderer Auffassung ist Cowan, der “Gelegenheiten”, “Probleme” und “Krisen” klar unterschieden wissen will (vgl. Cowan, D.A. (1986), S.764). Auch falls die drei Phänomene unterschiedlich wahrgenommen werden (vgl. Mintzberg, H., Raisinghani, D., Théorét, A. (1976), S.253), erfolgt doch in allen Fällen eine Problembearbeitung, zu deren grundsätzlicher Struktur Aussagen formuliert werden können.Google Scholar
  1297. 1400.
    Bei der “Problemlöseforschung” handelt es sich um ein eigenständiges Forschungsparadigma, daß sich mit sogenannten “komplexen Problemen” beschäftigt (vgl. Roth, T. (1985), S.178). Das Paradigma ist seit etwa Mitte der siebziger Jahre in der Bundesrepublik Deutschland in der Forschungsdiskussion (vgl. Funke, J. (1984), 5.159; vgl. Funke, J. (1985), S.l 14). Es bricht mit einigen etablierten Traditionen, so z.B. mit traditionellen Intelligenztests (vgl. Hörmann, H.-J, Thomas, M. (1984), S.24).Google Scholar
  1298. 1401.
    Vgl. Luhmann, N. (1985a), S.84. Anderer Auffassung ist v. Bülow, die in ihren systemtheoretischen Argu-mentationen Probleme ausschließlich dem Menschen zuschreiben will (vgl. Bülow, I. v. (1989), S.10f.).Google Scholar
  1299. 1402.
    Das schließt nicht aus, organisationale Probleme und psychische Probleme miteinander in Beziehung setzen zu können (vgl. z.B. für die Phase der Problemformulierung - wenn auch ohne eine differenzierte systemtheoretische Grundlage - Lyles, M.A. (1981), S.61ff.).Google Scholar
  1300. 1403.
    Dem widerstrebt selbstverständlich nicht, “… die Organisation selbst als Lösung des Problems des Umgangs mit Umweltkontingenzen…” (Baecker, D. (1993a), 5.198) zu betrachten.Google Scholar
  1301. 1404.
    Vgl. zur Interpretation von “Problemlösen” als “Schwierigkeiten beseitigen” Wittgenstein, L. (1990), S.305, Abschnitt 133. Anderer Auffassung ist jedoch v. Bülow, die sich gegen eine über den Begriff der “Schwierigkeit” laufende Interpretation von Problemen verwehrt (vgl. Billow, I. v. (1989), S.22, Fn.39).Google Scholar
  1302. 1405.
    Vgl. Smith, G.F. (1988), S.1491.Google Scholar
  1303. 1406.
    Polanyi, M. (1985), S.70Google Scholar
  1304. 1407.
    So spricht Röpke im Rahmen der Innovationstheorie von der “… Organisation des Neuerungsvorganges in seinen Phasen der Problementdeckung, -lösung und -durchsetzung…” Röpke, J. (1977), S.195Google Scholar
  1305. 1408.
    Vgl. anstelle vieler Mintzberg, H., Raisinghani, D., Théorêt, A. (1976), S.246.Google Scholar
  1306. 1409.
    Meist wird in der Literatur pauschal von “Problemen”, nicht aber von “strategischen Problemen” gesprochen (vgl. für einige Ausnahmen Lyles, M.A., Thomas, H. (1988), S.131 und Ramaprasad, A., Mitroff, I.1. (1984), S.597).Google Scholar
  1307. 1410.
    Der morphogenetische Bezug von strategischen Problemen ist in der Organisationsforschung selten zu erblikken. Er deutet sich lediglich im Zusammenhang mit der Phase der Problemidentifizierung an und bleibt ohne wesentliche theoretische Vertiefung (vgl. Cowan, D.A. (1990), S370f.; vgl. andeutend Smith, G.F. (1988), S.1500; vgl. Smith, G.F. (1989), S.972; vgl. Roth, T. (1985), S.182).Google Scholar
  1308. 1411.
    Ein tendenziell ähnlicher, wenngleich nicht weiter präzisierter Bezug auf Form fandet sich bei Mintzberg, H., Raisinghani, D., Théorét, A. (1976), S.246.Google Scholar
  1309. 1412.
    in loser Anlehnung an Probst, G.J.B., Gomez, P. (1989b), S.3Google Scholar
  1310. 1413.
    Vgl. zudem ergänzend die Unterscheidung in “strategische” und “geometrische Probleme” bei Ramaprasad, A., Mitroff, I.I. (1984), S.597.Google Scholar
  1311. 1414.
    Hier steht die Problembearbeitungsstrategie verbindlich und mit einer hohen Komplexitätsreduktionsfähigkeit fest (vgl. ergänzend die Beschreibung “harmloser” Probleme bei Balakrishnan, A., Kalkota, R., Ow, P.S., Whinston, A.B. (1995), S.43).Google Scholar
  1312. 1415.
    Vgl. - obwohl ohne Referenz auf das obige Beispiel von “Schachproblemen” - Röpke, J. (1977), S.87. ‘4’6 Vgl. Mintzberg, H., Raisinghani, D., Théorêt, A. (1976), S246.Google Scholar
  1313. 1416.
    Die Differenzierung von Problemen anhand des Strukturierungsgrades ist eine gängige Unterscheidung der Problemforschung (vgl. Smith, G.F. (1989), S.966; vgl. ergänzend Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S329).Google Scholar
  1314. 1418.
    Vgl. Smith, G.F. (1988), S.1492.Google Scholar
  1315. 1419.
    Vgl. zudem die Darstellungen über “passive” im Gegensatz zu “kreativen” Entscheidungstheorien bei Röpke, J. (1977), S.91 ff., vor allem S.96ff.Google Scholar
  1316. 1420.
    Röpke, J. (1977), S.89; vgl. ergänzend zur zentralen Stellung der Erkenntnis bei innovativen Problemen Hauschildt, J., Petersen, K. (1987), S.1061; vgl. ergänzend Kirsch, W. (1992), S.395, vgl. zudem S.66ff.Google Scholar
  1317. 1421.
    Vgl. Mintzberg, H., Raisinghani, D., Théorêt, A. (1976), S.261.Google Scholar
  1318. 1422.
    Vgl. die empirischen Ergebnisse zu gesamtorganisationsbezogenen Entscheidungen bei Borsting, J.R. (1982), 5.341 ff., vor allem S.350.Google Scholar
  1319. 1423.
    Vgl. Smith, G.F. (1988), S.1503.Google Scholar
  1320. 1424.
    Mintzberg, H., Raisinghani, D., Théorët, A. (1976), S.250; vgl. ergänzend die Charakterisierung “bösartiger Probleme” bei Balakrishnan, A., Kalkota, R., Ow, P.S., Whinston, A.B. (1995), S.43.Google Scholar
  1321. 1425.
    Strasser, G. (1991), S.135Google Scholar
  1322. 1426.
    Vgl. anstelle vieler Cowan, D.A. (1986), S.763, S.766.Google Scholar
  1323. 1427.
    Vgl. vertiefend Witte, E. (1968a), S.581ff.; vgl. vertiefend Witte, E. (1968b), S.625ff.; vgl. Mintzberg, H., Raisinghani, D., Théorêt, A. (1976), S.246ff.; vgl. Nutt, P.C. (1984), S.414ff.; vgl. Hauschildt, J., Petersen, K. (1987), S.1043ff.Google Scholar
  1324. 1428.
    Hauschildt/Petersen notieren: “Als präskriptive Aussage wird eine bestimmte Reihenfolge gefordert, offenbar weil sie effizienter ist als andere Bündelungen von Verrichtungen.” Hauschildt, J., Petersen, K. (1987), S.1043, im Original teilweise kursivGoogle Scholar
  1325. 1429.
    Vgl. Balakrishnan, A., Kalkota, R., Ow, P.S., Whinston, A.B. (1995), S.42. So finden sich z.B. Fünf-PhasenSchemata (vgl. Staehle, W.H. (1994), S.276), Drei-Phasen-Schemata (vgl. Lyles, M.A. (1981), S.61f., Aufsatz noch nicht registriert) und in Ergänzung Drei-Phasen-Schemata mit einer reflexiven Ebene (vgl. Mintzberg, H., Raisinghani, D., Théorêt, A. (1976), S.252ff., S.260ff.).Google Scholar
  1326. 1430.
    Mintzberg, M., Raisinghani, D., Théorêt, A. (1976), S.252Google Scholar
  1327. 1432.
    Vgl. die Unterscheidung in “Problemlösen i.w.S.” und “Problemlösen i.e.S.” bei Smith, G.F. (1989), S.964. ’“ Vgl. Mintzberg, H., Raisinghani, D., Théorêt, A. (1976), S.252ff.Google Scholar
  1328. 1434.
    Vgl. Nutt, P.C. (1984), S.419.Google Scholar
  1329. 1435.
    Zum Umfang der vorläufigen Problemlösung gehört auch die Altemativenanzahl, erlangt eine jede Alternative ihren Sinn u.a. über ihren Bezug zu anderen Alternativen (zur Relevanz der Berücksichtigung der Altemativenanzahl in Entscheidungszusammenhängen vgl. Nutt, P.C. (1984), S.440).Google Scholar
  1330. 1436.
    “The heart of the decision-making process is the set of activities that leads to the development of one or more solutions to a problem…” Mintzberg, H., Raisinghani, D., Théorêt, A. (1976), S.252Google Scholar
  1331. 1437.
    Very little attention has been paid to… the questions arise concerning the nature of the problem to be solved and how to implement the solution.“ Lyles, M.A. (1981), S.62; vgl. Billings, R.S., Milbum, T.W., Schaalman, M.L. (1980), S.302; vgl. Cowan, D.A. (1986), S.763. Der Vollständigkeit halber ist anzumerken, daß in der angelsächsischen Strategischen Management-Forschung der Implementierung eher Bedeutung zugemessen wird als dies über weite Strecken in der deutschsprachigen Betriebswirtschaftslehre der Fall ist (vgl. Obring, K. (1992), S.60).Google Scholar
  1332. 1438.
    Vgl. Nutt, P.C. (1984), S.414; vgl. Mintzberg, H., Raisinghani, D., Théorêt, A. (1976), S.257f.Google Scholar
  1333. 1439.
    Die Planung von Problemen erscheint intuitiv betrachtet befremdlich zu sein. Dennoch ist es LB. mit der Interessenlastigkeit des Strategischen Managements nicht abwegig, daß Probleme geplant werden, um daraus eigene Vorteile zu erzielen.Google Scholar
  1334. 1440.
    Hierunter sind die Ziele zu verstehen, denen Problemlösungen zu genügen haben (vgl. Smith, G.F. (1988), 5.1492f.; vgl. Hauschildt, J. (1981), S.311f.).Google Scholar
  1335. 1441.
    Es bleiben aber auch andere sachdimensionale Differenzierungen der Problembearbeitung möglich. ‘442 Vgl. Smith, G.F. (1989), S.963.Google Scholar
  1336. 1442.
    Vgl. Röpke, J. (1977), S.91f.Google Scholar
  1337. 1443.
    Vgl. Volkema, R.J. (1983), S.640; vgl. Röpke, J. (1977), S.I98.Google Scholar
  1338. 1445.
    Volkema, R.J. (1983), S.641Google Scholar
  1339. 1446.
    Vgl. Stevenson, W.B., Gilly, M.C. (1991), 5.920. Für eine empirische Studie vgl. Lyles, M.A., Mitroff, I.I. (1980), S.102ff.Google Scholar
  1340. 1447.
    Lyles/Thomas notieren: “Coalitions within organizations will use their own histories and experiences to construct a view of the problem…” Lyles, M.A., Thomas, H. (1988), S.138Google Scholar
  1341. 1418.
    Auch wenn die Literatur “präsentierte” und “kreierte” Probleme unterscheidet (vgl. Röpke, J. (1977), S.9Iff.), sind Probleme immer in dem Sinne kreiert, als daß sie kognitiv, d.h. aktiv erzeugt werden müssen.Google Scholar
  1342. 1449.
    Vgl. Smith, G.F. (1988), 5.1491, S.1497; vgl. Kiesler, S., Sproull, L. (1982), S.550f.Google Scholar
  1343. 1450.
    Vgl. Rarnaprasad, A., Mitroff, I.I. (1984), S.597.Google Scholar
  1344. 1451.
    Vgl. Smith, G.F. (1988), S.1491.Google Scholar
  1345. 1452.
    Vgl. Probst, G.J.B., Gomez, P. (1989b), S.7.Google Scholar
  1346. 1445.
    Kiesler/Sproull halten fest, “… that decision makers will best incorporate information that is discrepant enough to capture attention but not so discrepant as to seem irrelevant.” Kiesler, S., Sproull, L. (1982), S.557Google Scholar
  1347. 1466.
    Vgl. ähnlich Mintzberg, H., Raisinghani, D., Théorêt, A. (1976), S.253.Google Scholar
  1348. 1467.
    Vgl. -jedoch in individualistischer Perspektive - Bülow, 1. v. (1989), S.10.Google Scholar
  1349. 1468.
    Vgl. Smith, G.F. (1988), S.1491.Google Scholar
  1350. 1449.
    Vgl. Bülow, I. v. (1989), S.3f.Google Scholar
  1351. 1450.
    Die Problemidentifizierung anhand einer Soll/Ist-Diskrepanz ist in der Forschung vielfach anzutreffen: “Since problems are existing state-desired state gaps, problem definition can be regarded as the specification of such gaps. One compares what is with what ought to be…” Smith, G.F. (1989), S.968; vgl. zudem für den Bereich der kognitiven Psychologie Hesse, F.W. (1985), S.139.Google Scholar
  1352. 1473.
    Nicht gemeint ist mit dem “Verbund von Problemen” die Zerlegung von Problemen in Subprobleme, die über eine Reduktion von Komplexität ihre Handhabung erleichtern soll (vgl. Kirsch, W. (1988), S.224; vgl. Hauschildt, J., Petersen, K. (1987), S.1061).Google Scholar
  1353. 1474.
    Vgl. Billow, I. v. (1989), S.21; vgl. Cowan, D.A. (1990), S368.Google Scholar
  1354. 1475.
    Vgl. Mintzberg, H., Raisinghani, D., Théorêt, A. (1976), S.251, Fn.2.Google Scholar
  1355. 1476.
    Vgl. Kirsch, W. (1988), S.233.Google Scholar
  1356. 1480.
    Die Problemdiagnose wird für eine höhere Komplexitätsreduktionsfähigkeit mehr Zeit in Anspruch nehmen müssen (in Anlehnung an Balakrishnan, A., Kalkota, R., Ow, P.S., Whinston, A.B. (1995), S.44).Google Scholar
  1357. 1481.
    Alexander, L.D. (1985), S.93Google Scholar
  1358. 1482.
    Vgl. Alexander, L.D. (1985), S.93.Google Scholar
  1359. 1483.
    Allgemein gilt die Fähigkeit zur Erfassung komplexer Situationen als nicht gut entwickelt (vgl. Probst, G.J.B., Gomez, P. (1989b), S.4).Google Scholar
  1360. 1486.
    Hier manifestiert sich in der Literatur die Nähe der Problemlöseforschung zur Gestalttheorie (vgl. Smith, G.F. (1988), S.1490).Google Scholar
  1361. 1487.
    Vgl. zusätzlich Röpke, J. (1977), S.87f.Google Scholar
  1362. 1488.
    Dieser Sachverhalt ist an sich seit langem bekannt, wie Polanyi unter Rekurs auf Platon betont: “Die Suche nach der Lösung, sagt er (Platon; A.d.V.), sei etwas Widersinniges; denn entweder weiß man, wonach man sucht, dann gibt es kein Problem; oder man weiß es nicht, und dann kann man nicht erwarten, irgend etwas zu finden.” Polanyi, M. (1985), S.28Google Scholar
  1363. 1489.
    Vgl. Smith, G.F. (1988), S.1499.Google Scholar
  1364. 1490.
    Smith, G.F. (1988), S.1497Google Scholar
  1365. 1491.
    Kirsch, W. (1988), S.78; ebenso vermerkt Röpke: “Das Problemlösungsprogramm steuert mit Hilfe der in ihm enthaltenen Vorschriften die kognitiven Vorgänge in der Phase der Problemlösung…” Röpke, J. (1977), S.89, vgl. zudem S.105.Google Scholar
  1366. 1492.
    Die Strategie der Problemlösungsprograrnme folgt der allgemein anzutreffenden Beobachtung, daß nach Tho-mas/McDaniel vergangene Erfahrungen in der gegenwärtigen Strategie inkorporiert sind (vgl. Thomas, J.B., McDaniel Jr., R.R. (1990), S.292).Google Scholar
  1367. 1493.
    Nutt beobachtet in seiner empirischen Studie: “Executives in this study seem to have had firm predispositions about how the process of looking for ideas should unfold.” Nutt, P.C. (1984), S.446Google Scholar
  1368. 1494.
    Im Einklang mit dem Konstruktivismus ist davon auszugehen, daß die Komplexität von Problemen beschränkt ist (vgl. Smith, G.F. (1989), S.970).Google Scholar
  1369. 1496.
    Vgl. Nutt, P.C. (1984), S.440.Google Scholar
  1370. 1497.
    Es ist demnach auf vorhandene Potentiale zurückzugreifen, was Kontingenzen begrenzen muß.Google Scholar
  1371. 1498.
    Vgl. Smith, G.F. (1988), S.1492. Man kann zwar die Generierung einer Vielzahl von Alternativen einfordem (so Balakrishnan, A., Kalkota, R., Ow, P.S., Whinston, A.B. (1995), S.44). Dies ist aber eher als Reflexionswert zu verstehen.Google Scholar
  1372. 1499.
    Vgl. Smith, G.F. (1989), S.970.Google Scholar
  1373. 1500.
    Nutt notiert: “Executives… seldom use nova processes. They prefer ready-made solutions instead of seeking innovation.” Nutt, P.C. (1984), S.445Google Scholar
  1374. 1501.
    Vgl. Mintzberg, H., Raisinghani, D., Théorêt, A. (1976), S.255.Google Scholar
  1375. 1502.
    Mintzberg, Raisinghani und Théorêt sprechen dann von einer “custom-made solution” (Mintzberg, H., Raisinghani, D., Théorêt, A. (1976), S.255).Google Scholar
  1376. 1503.
    Vgl. Mintzberg, H., Raisinghani, D., Théorêt, A. (1976), S.256.Google Scholar
  1377. 1504.
    Vgl. Smith, G.F. (1988), S.1492.Google Scholar
  1378. 1505.
    Mit der Zielunklarheit liegt ein Verstoß gegen das von der Betriebswirtschaftslehre traditionell formulierte Postulat der Zielklarheit vor (vgl. Hauschildt, J. (1981), S.307).Google Scholar
  1379. 1506.
    Die Forschung spricht auch von “Problemlösungskriterien”: Hierunter sind Ziele zu verstehen, denen Pro-blemlösungen zu genügen haben (vgl. Smith, G.F. (1988), S.1492f.; vgl. Hauschildt, J. (1981), S.311f.).Google Scholar
  1380. 1507.
    Vgl. Mintzberg, H., Raisinghani, D., Théorêt, A. (1976), S.259.Google Scholar
  1381. 1508.
    “A possible effect of goal indefiniteness is the lack of a validation procedure, a means of determining if a proposed solution is acceptable.” Smith, G.F. (1988), 5.1492Google Scholar
  1382. 1509.
    Vgl. vertiefend Hauschildt, J. (1981), 5.311. Der von Hauschildt angeführte Aspekt der Zielunklarheit zur Erhaltung von Flexibilität wird unter den Bereich kognitiver Beschränkungen subsumiert, resultiert der Flexibilitätsbedarf aus der gegenwärtigen Unmöglichkeit der vollständigen Erkenntnis zukünftiger Situationen (vgl. Smith, G.F. (1988), S.1492).Google Scholar
  1383. 1510.
    Zwischen beiden Ansätzen lassen sich Kombinationsmöglichkeiten finden (vgl. Kirsch, W., Obring, K. (1991), S.399).Google Scholar
  1384. 1511.
    Vgl. weitgehend ähnlich Reichert, R. (1984), S.8; vgl. Kirsch, W., Obring, K. (1991), S399. “’Kirsch, W., Obring, K. (1991), S.399Google Scholar
  1385. 1512.
    Kirsch, W., Obring, K. (1991), S.399Google Scholar
  1386. 1514.
    Reichert, R. (1984), S.11Google Scholar
  1387. 1515.
    Vgl. Kirsch, W., Obring, K. (1991), S.401.Google Scholar
  1388. 1516.
    Vgl. Kirsch, W., Obring, K. (1991), S.404.Google Scholar
  1389. 1517.
    Vgl. grundsätzlich Narayanan, V.K., Fahey, L. (1982), S32.Google Scholar
  1390. 1518.
    Beachte die Konnotation der Überlegungen bei Reichert, R. (1984), S.B.Google Scholar
  1391. 1519.
    in Anlehnung an Carqueville, P., Esser, W.-M., Kirsch, W., Müller-Stewens, G. (1991a), S.113 1520 Vgl. Reichert, R. (1984), S.1 1f.Google Scholar
  1392. 1522.
    Es ist wichtig, nicht den Phänomenbereich des Sozialen mit dem Bewußtsein zu verwechseln. Diesem Fehlschluß unterliegen z.B. Carqueville/Esser/Kirsch/Müller-Stewens. Es kommt eben hier nicht darauf an, daß Alternativen “implizit in den Köpfen der Beteiligten” abgewogen werden (so aber Carqueville, P., Esser, W.-M., Kirsch, W., Müller-Stewens, G. (1991a), S.111). Es kommt lediglich auf den Kommunikationszusammenhang an. 15v’ Vgl. Luhmann, N. (1991d), S.338.Google Scholar
  1393. 1525.
    Vgl. Mintzberg, H., Raisinghani, D., Théorêt, A. (1976), S.256. Die Autoren verweisen als mögliche Arten von Beschränkungen in üblicher Manier auf Kosten und Zeit. Eine derartige Engführung wird hier abgelehnt. Kognitive Systeme besitzen z.B. auch keine uneingeschränkte Kreativität.Google Scholar
  1394. 1526.
    Vgl. Luhmann, N. (1991d), S.338; vgl. grundlegend Soelberg, P.O. (1967), S.19ff.Google Scholar
  1395. 1527.
    Vgl. Kirsch, W., Obring, K. (1991), S.403, S.404.Google Scholar
  1396. 1528.
    “Wenn man… eine Strategie über mehrere Stufen nach verschiedenen Kriterien abgeklopft und modifiziert hat, so steht im Extremfall ein Endergebnis da, das mit dem Ausgangszustand nicht mehr viel gemeinsam hat!” Reichert, R. (1984), S.13Google Scholar
  1397. 1529.
    Man muß im Rahmen der Problemhandhabung zu dem Schluß gelangen, daß die Anwendung des Alternativen-Auswahl-Konzepts sinnvoll erscheint (vgl. ähnlich Kirsch, W., Obring, K. (1991), S.401, die die “vernünftige” (was immer das heißen mag) Überprüfung der Anwendung des Alternativen-Auswahl-Konzepts für schlechtstrukturierbare Probleme einfordern).Google Scholar
  1398. 1530.
    Die Betonung der Wichtigkeit der Sozialdimension für die Problemhandhabung ist nicht zufällig, sind kon-struktivistische Interpretationen des Entscheidungsverhaltens mit dem Politischem eng verknüpft (vgl. Lyles, M.A., Thomas, H. (1988), S.137f.). Strategische Probleme sind für Politisierungen prädestiniert (vgl. im Vorübergehen Babel, S. (1992), S.184).Google Scholar
  1399. 1531.
    Vgl. Mitroff, 1.1., Mason, R.O., Barabba, V.P. (1982), S.1391; vgl. Kirsch, W. (1984), S.344; vgl. ähnlich Weiss, E. (1989), S.150.Google Scholar
  1400. 1532.
    Vgl. Sydow, J. (1992c), S.258.Google Scholar
  1401. 1533.
    Vgl. Bülow, I. v. (1989), S.25. 194 Vgl. z.B. zur Problemformulierung Smith, G.F. (1989), S.966. In der kognitiven Psychologie wird der Aspekt des Relativismus als “perspektivisches Denken bei der Problemlösung komplexer Probleme” behandelt (vgl. Strzalka, J., Strzalka, F.-J. (1986), S.202ff.).Google Scholar
  1402. 1535.
    Vgl. das psychologische Pendant bei Hesse, F.W. (1985), S.139f.Google Scholar
  1403. 1539.
    Vgl. Smith, G.F. (1988), S.1496; vgl. ergänzend Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.330f.Google Scholar
  1404. 1540.
    Vgl. Smith, G.F. (1988), 5.1494, für die Konstatierung eines Mißverhältnisses von Problemanforderung und Kapazität des Problemlösers vgl. S.1497.Google Scholar
  1405. 1549.
    Vgl. Smith, G.F. (1988), S.1495.Google Scholar
  1406. 1553.
    Da die Problemidentifizierung in der Entscheidungstheorie aber tendenziell vernachlässigt wird, wird auch das Phänomen des Problemrelativismus in der Entscheidungstheorie aufs Ganze gesehen eher wenig angesprochen. ‘ss4 Vgl. Kirsch, W. (1992), S.395.Google Scholar
  1407. 1555.
    Es liegen also mehrere mögliche Problemidentifizierungsstrategien vor.Google Scholar
  1408. 1560.
    in Radikalisierung der Überlegung bei Kirsch, W. (1988), S.77Google Scholar
  1409. 1561.
    Vgl. Knyphausen, D. zu (1993), S.157; vgl. Kirsch, W. (1992), S.66.Google Scholar
  1410. 1562.
    Vgl. ähnlich Strasser, G. (1991), S.136; vgl. Billow, I. v. (1989), 523f.Google Scholar
  1411. 1563.
    Es erfolgt eine deutliche Abgrenzung vom klassischen Rationalmodell, das die Möglichkeit einer optimalen und (im nichtkonstruktivistischen Sinne) objektiven Problemformulierung betont (vgl. Lyles, M.A., Thomas, H. (1988), S.134).Google Scholar
  1412. 1566.
    Vgl. ergänzend Ehrensperger, H. (1985), S.226.Google Scholar
  1413. 1567.
    Vgl. Probst, G.J.B., Gomez, P. (1989b), S.6; vgl. Smith, G.F. (1989), S.975.Google Scholar
  1414. 1568.
    Ein derartiges Vorgehen erscheint intuitiv richtig (vgl. Kirsch, W. (1992), S395).Google Scholar
  1415. 1569.
    Bülow, I. v. (1989), S.24, Fn. weggelassenGoogle Scholar
  1416. 1570.
    Vgl. ergänzend Volkema, R.J. (1983), S.640.Google Scholar
  1417. 1571.
    Vgl. Sorg, S. (1982), S.19; vgl. Mitroff, I.I., Featheringham, T.R. (1974), S.383ff. Die beiden anderen Fehlerarten sind wie folgt bestimmt: “Ein Fehler der ersten Art liegt vor, wenn eine ‘hinreichend ähnliche’ Anfangssituation nicht als solche erkannt wird: eine an sich ’richtige Handlung wird nicht vollzogen. Ein Fehler der zweiten Art liegt vor, wenn nicht hinreichend ähnliche Anfangsbedingungen als ähnlich eingeschätzt werden, mithin eine vollzogene Handlung nicht das erwartete Ergebnis bewirkt.” Sorg, S. (1982), S.17, im Original teilweise unterstrichen, Fn. und Abs. weggelassenGoogle Scholar
  1418. 1572.
    Konstruktivistisch bleibt die Feststellung der “Falschheit” an die Referenz eines Beobachters gebunden. Es läßt sich nicht einfach von “dem Problem” sprechen (vgl. Bülow, I. v. (1989), S.104).Google Scholar
  1419. 1573.
    Vgl. Smith, G.F. (1989), S.971.Google Scholar
  1420. 1574.
    Volkema, R.J. (1983), S.648, vom Verfasser aus dem Englischen übersetzt; vgl. Smith, G.F. (1989), S.977.Google Scholar
  1421. 1575.
    So bemerkt die Problemforschung: Systeme “… are conservative of their beliefs, rely heavily an initial belief anchors, ignore disconfirming evidence, and misinterpret new data to fit current assumptions.” Smith, G.F. (1989), S.977, im Original in nichtsystemischer FassungGoogle Scholar
  1422. 1576.
    Die Problemhandhabung ist kein ad hoc Verfahren, sondern eine zahlreiche Schritte Vgl. Nutt, P.C. (1984), S.447.Google Scholar
  1423. 1578.
    Vgl. im weitesten Sinne ergänzend zum Einfluß von Gedächtnis bei der Problembearbeitung einige Ergebnisse der psychologischen Problemlöseforschung bei Kühle, H: J, Badke, P. (1986), S.95ff.Google Scholar
  1424. 1579.
    Bülow, I. v. (1989), S.23, im Original teilweise unterstrichenGoogle Scholar
  1425. 1580.
    So gilt hier im übertragenen Sinne eine Einsicht der toulminschen Wissenschaftstheorie: “(V)ergleicht man die… Leistungsfähigkeit einander entsprechender Ideen und Verfahren aus verschiedenen Milieus, so geschieht dies doch… von einem Standpunkt innerhalb der eigenen Kultur und Epoche aus, und das Herangehen an diese Fragen ist… durch diesen speziellen Standpunkt geprägt.” Toulmin, S. (1983), S.572, im Original teilweise kursiv 1581 Vgl. Mintzberg, H., Raisinghani, D., Théorêt, A. (1976), S.263.Google Scholar
  1426. 1582.
    Die Zeitkonstitution durch die Problembearbeitung stellt für die Forschung gegenwärtig kein Thema dar. Diese Lücke soll auch hier nicht geschlossen werden.Google Scholar
  1427. 1583.
    Die Sicht der Verflechtung der Phasen ist empirisch orientiert, denn empirisch findet sich keine der Logik entsprechende Phasenabfolge der Problemhandhabung (vgl. Cowan, D.A. (1986), S.763).Google Scholar
  1428. 1584.
    Mintzberg, H., Raisinghani, D., Théorêt, A. (1976), S.250f.; es findet sich also keine Linearität des Entscheidungsverhaltens (vgl. Anderson, P. (1983), S.217).Google Scholar
  1429. 1585.
    Vgl. Röpke, J. (1977), S.87f. Gleichlautend, wenn auch auf die Problemidentifizierung verengt, notieren LyleslThomas “… that successful problem formulation is closely related to organizational learning capabilities…” Lyles, M.A., Thomas, H. (1988), S.140Google Scholar
  1430. 1987.
    Vgl. auf der Gruppenebene Seeger, J.A. (1983), S.683ff. Dies zeigt sich LB. auch im Rahmen der Technikentwicklung (vgl. Asdonk, J., Bredeweg, U., Kowol, U. (1994), S.75ff.).Google Scholar
  1431. 1588.
    Vgl. ähnlich Kirsch, W. (1988), S.64.Google Scholar
  1432. 1589.
    In diesem Sinne spricht z.B. Baecker von “… der das Problem kontinuierenden Lösung…” Baecker, D. (1993a), S.198Google Scholar
  1433. 1590.
    Bülow, I. v. (1989), S.23, im Original teilweise unterstrichen, Grammatikfehler berichtigtGoogle Scholar
  1434. 1591.
    Billings/Milburn/Schaalman notieren: “”… (T)he first step is recognizing… the problem.“ Billings, R.S., Mil-bum, T.W., Schaalman, M.L. (1980), S.302Google Scholar
  1435. 1592.
    Cowan formuliert ähnlich: “Problem recognition rarely occurs as a completely discrete event.” Cowan, D.A. (1986), S.764Google Scholar
  1436. 1593.
    Am deutlichsten tritt diese Einsicht in der Entscheidungstheorie durch das Mülleimermodell des Entscheidens (vgl. Cohen, M.D., March, J.G., Olsen, J.P. (1990), S.329ff.) zutage.Google Scholar
  1437. 1595.
    Bülow, I. v. (1989), S.22, im Original teilweise unterstrichen, Fn. weggelassenGoogle Scholar
  1438. 1596.
    Baecker, D. (1993a), 5.199Google Scholar
  1439. 1597.
    Vgl. mit dem Verweis auf politische Entscheidungen Shakun, M.F. (1991), S.1291.Google Scholar
  1440. 1598.
    Vgl. knapp ergänzend Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.330.Google Scholar
  1441. 1599.
    Zur allgemeinen Grundlage vgl. Blaseio, H. (1986).Google Scholar
  1442. 1600.
    Diese Einsicht ist in der Problemforschung durchaus angelegt, indem z.B. auf die “Situativität der Problemidentifizierung” hingewiesen wird (vgl. Cowan, D.A. (1990), S.366).Google Scholar
  1443. 1601.
    Vgl. Probst, G.J.B., Gomez, P. (19896), S.9.Google Scholar
  1444. 1602.
    Vgl. Probst, G.J.B., Gomez, P. (1989b), S.3.Google Scholar
  1445. 1603.
    Vgl. Probst, G.J.B., Gomez, P. (1989b), S.16.Google Scholar
  1446. 1604.
    “Managers’ perspectives affect their punctuation of segments of behavior; segmentation then has implications for the manner in which decision makers frame problems and solutions.” Kiesler, S., Sproull, L. (1982), S.561Google Scholar
  1447. 1605.
    Vgl. im weitesten Sinne und implizit im Kontext von Überlegungen zum “permanenten Ablauf der strategischen Planung” Rabl, K. (1990), S.28.Google Scholar
  1448. 1606.
    “Calendar-based demarcations such as seasons and years are… breakpoints.” Kiesler, S., Sproull, L. (1982), S.561Google Scholar
  1449. 1607.
    Die permanente Berücksichtigung der Zeitdimension wird in der Strategischen Management-Forschung maßgebend innerhalb der Idee der Suche nach schwachen Signalen durch eine Strategische Frühaufklärung propagiert (vgl. z.B. Müller-Stewens, G. (1990), S.20).Google Scholar
  1450. 1608.
    Für diese Einsicht spricht das Indiz der nachhaltigen Notwendigkeit nichtfahrplanmäßiger Zusammenkünfte in Organisationen bei vieldeutigen Problemen (vgl. Stevenson, W.B., Gilly, M.C. (1991), S.926).Google Scholar
  1451. 1609.
    Rabl, K. (1990), S.28Google Scholar
  1452. 1610.
    Es geht bei den nachfolgenden Überlegungen oben im Text nicht um Fragen der Entproblematisierung des Verhältnisses von Organisation und Familie, wie z.B. durch die Einrichtung von Information und Vorsicht (vgl. Kepner, E. (1983), S.69f.). Auch geht es nicht um die in der Literatur konstatierte Anzahl einzigartiger Probleme von FU (vgl. Beckhard, R., Dyer Jr., W.G. (1983a), S.59; vgl. Groeben, F. Graf v.d. (1991), S.544): Wichtigste Probleme sind die FU-Perpetuierung (vgl. Ward, J.L. (1984), S.77) und - damit LT. verbunden - die Anstellung ungeeigneter Verwandter (vgl. Levinson, R.E. (1987), S.171). Die Überlegungen widmen sich lediglich Besonderheiten im Vollzug der Handhabung von Problemen in mFU, also um besondere operative Argumente.Google Scholar
  1453. 1611.
    Vgl. fir eine Ausnahme wenigstens dem Ansatz nach Hoy, F., Hellriegel, D. (1982), S.308ff.Google Scholar
  1454. 1612.
    Dementsprechend weiß die Literatur, daß Probleme von FU eben wegen der familialen Prägung etwas anders gelagert sind als Probleme in Nicht-FU (vgl. Levinson, R.E. (1987), S.169). FU haben demnach spezielle Probleme (vgl. Ward, J.L. (1991), S.8). Nicht verwunderlich ist daher, daß Probleme von FU nicht adäquat von der klassischen Managementtheorie adressiert werden (vgl. Davis, P., Stem, D. (1980), S.350).Google Scholar
  1455. 1613.
    Das muß um so mehr überraschen, wenn man einer Notiz Levinsons folgt, nach der vor allem Probleme von FU öfters sehr tiefe Wurzeln haben (vgl. Levinson, H. (1971), S.90).Google Scholar
  1456. 1614.
    Robinson/Pearce II konstatieren zur Situation der mU: “Their resources are limited; their strategic options are comparatively simplistic and narrow.” Robinson Jr., R.B., Pearce, J.A. II (1984), S.128Google Scholar
  1457. 1615.
    So tragen bekanntlich vor allem nachhaltig innovative mU das Risiko von kostspieligen Fehlentscheidungen (vgl. Schmidt, A., Freund, W. (1989), S.19).Google Scholar
  1458. 1616.
    Infolgedessen ist es keinesfalls verwunderlich, daß mU nicht so sehr durch “Wagemut”, sondern eher durch das Eingehen “begrenzter Risiken” geprägt sind (vgl. Pleitner, H.J. (1986c), S.83; vgl. Pleitner, H.J. (1984), S.521; vgl. zur erheblichen Risikolast von Innovationen in mU Staudt, E., Bock, J., Mühlenmeyer, P. (1992), S.995. Danach ist der pauschalen Überlegung von Maurice entgegenzutreten, daß FU neben anderem “vom Wagemut ihrer Entscheider” geprägt sind (vgl. Maurice, D.W. (1993), S.266). Unbeschadet dessen wird jedoch eingeräumt, daß die Risikoübernahme von FU eine eigene Qualität aufweist, da sich die Unternehmungen nicht so sehr in der Öffentlichkeit darstellen müssen (in Anlehnung an Barry, B. (1975), S.48). Daraus läßt sich aber nicht folgern, daß die Unternehmungen generell bereit sind, mehr aufs Spiel zu setzen.Google Scholar
  1459. 1617.
    Vgl. Gutersohn, A. (1986), S.44f.Google Scholar
  1460. 1618.
    Vgl. zur Personifizierung von Problemen in personenbezogenen Unternehmungen Meister, H. (1992), S.13f. 16“ Ergänzend sei auf Staudt/Bock/Mühlenmeyer verwiesen, die die hohe Bedeutung personaler Probleme in der mU betonen (vgl. Staudt, E., Bock, J., Mühlenmeyer, P. (1992), S.998).Google Scholar
  1461. 1620.
    In der Wirtschaft der Gesellschaft läßt sich jedoch die Tendenz ausmachen, Erfolge zwar der Person, Mißer-folge hingegen anderweitigen Einflüssen zuzurechnen (vgl. Daschmann, H: A. (1994a), S.151).Google Scholar
  1462. 1622.
    Bei Hamer heißt es: “Selbständige Unternehmer sind ‘Risikountemehmer, die persönlich für das wirtschaftliche Schicksal ihres Unternehmens einstehen und für eigene Rechnung handeln.” Hamer, E. (1990b), S.47Google Scholar
  1463. 1623.
    Das Risiko in der Person wird vor allem im Zusammenhang mit Generationswechseln auf der gesamtsystemischen Steuerungsebene in den FU thematisiert (vgl. Maurice, D.W (1993), S.271; vgl. Albach, H., Freund, W. (1989), S.24; vgl. ergänzend Hamer, E. (19906), S.47).Google Scholar
  1464. 1624.
    Mithin weisen Bames/Hershon völlig zu Recht darauf hin, daß Probleme innerhalb der Familie für FU sehr wichtig sind (vgl. Bames, L.B., Hershon, S.A. (1983), S.70).Google Scholar
  1465. 1625.
    Diese Einsicht wird in der Literatur maßgeblich in Referenz auf den Aspekt des Nepotismus diskutiert. So kann ein in der Organisation betriebener Nepotismus dazu führen, daß ein organisationales Problem schnell zu einem großen Familienproblem ausufert (vgl. Donnelly, R.G. (1964), S.97).Google Scholar
  1466. 1626.
    Diese Bestimmung fmdet sich z.B. bei der Besetzung von Steuerungspositionen in der Unternehmung: ‘Das Top-Management besteht in vielen kleineren Unternehmungen gerade aus Familienmitgliedern (der Untemehmensgründer), und damit sind zumindest teilweise unterschiedliche Voraussetzungen fir Position und Zuordnung von Funktionen gegeben.“ Probst, G.J.B. (1983a), S.18Google Scholar
  1467. 1627.
    Derartige Asymmetrisierungen werden in der Literatur meist mit Argwohn betrachtet. So sieht LB. Davis eine effektive Steuerung durch Familienemotionen unterlaufen (vgl. Davis, P. (1983), S.48).Google Scholar
  1468. 1628.
    Das kann sich z.B. durch die fehlende Austauschbarkeit des Führungspersonals ergeben (vgl. ergänzend Daschmann, H.-A. (1994a), S.62).Google Scholar
  1469. 1629.
    Daß aus diesem Kontext nachhaltige Probleme der Autopoiese der FU resultieren können, ist auch in der Literatur zur FU bekannt. Jedenfalls sieht man dort die Notwendigkeit einer Machtstabilisierung zur Vermeidung polarisierter Konflikte (vgl. Barnes, L.B., Hershon, S.A. (1976), S.113).Google Scholar
  1470. 1630.
    Daran erinnert wird, in Politik an sich nichts Schlechtes zu sehen. Die Literatur zur FU übertreibt hier etwas die negativen Seiten des Phänomens (vgl. z.B. - obwohl eher implizit - Seifert, B. (1990), S.57).Google Scholar
  1471. 1631.
    Die Person kann Unterschiede in den Problemperspektiven überdecken. So kann z.B. eine Fürsorgepflicht, wie Hahn betont, sehr wohl zu Entscheidungsunterlassungen fiihren (vgl. Hahn, D. (1985), S.15).Google Scholar
  1472. 1632.
    In kontextuelle Differenzen werden zusätzlich Persönlichkeitsdifferenzen eingelagert, wodurch die Schärfe der Differenz der Wirklichkeitsperspektiven ansteigen kann.Google Scholar
  1473. 1633.
    So kann die persönliche Prägung der Problemhandhabung dazu führen, Unterschiede in den Perspektiven eben im Interesse der Persönlichkeit zurückzustellen.Google Scholar
  1474. 1634.
    Hier liegt ein wesentliches Argument fir die häufige Notiz, daß in der mFU der unternehmerische Gestaltungsspielraum größer sei als in der großen Publikumsgesellschaft (vgl. anstelle vieler Hennerkes, B.-H. (1986), S.30).Google Scholar
  1475. 1635.
    Diese Einsicht sieht sich im Kontext der größeren Varianz der persönlichen Beziehungen in FU: “Bei Fami-lienunternehmen gilt nach aller Erfahrung die These der größeren Streubreite zwischenmenschlicher Beziehungen: Entweder verstehen sich alle besonders gut und arbeiten vertrauensvoll zusammen, oder die Familienmitglieder haben untereinander schlechte, ja sogar haßerfiillte Beziehungen.” Voigt, J.F. (1990), S.116Google Scholar
  1476. 1636.
    Das kann fir das Finden von Problemlösungen äußerst hinderlich sein, wie vor allem zum personellen Bereich notiert wird: “Competent people with talents and capabilities needed by the company will not accept employment. They reason that there will be no future for them in the organization unless they are related to the family by blood or marriage.” Rea, R.C. (1972), S.79; vgl. Bechtle, C. (1983), S.134f.Google Scholar
  1477. 1637.
    Dementsprechend ergeben sich z.B. bei mehreren Familienstämmen “… schwierige Besetzungsfragen im Hinblick auf vorhandene und mögliche Führungspositionen.” Hahn, D. (1985), S.16, im Original teilweise kursivGoogle Scholar
  1478. 1638.
    Die Zeitkomponente in der Problemhandhabung ist ebenfalls für die Theorie der mFU ein unverzichtbarer Theoriebaustein: So weiß die Theorie der FU um die mögliche Obsoleszens von Problemlösungen aufgrund bestimmter Ereignisse (vgl. Beckhard, R., Dyer Jr., W.G. (1983a), S.60).Google Scholar
  1479. 1639.
    Dann fallen z.B. sicher geglaubte Problemlösungen weg, oder auch vormals akzeptierte Problemidentifikatio-nen können wieder zur Disposition gestellt werden.Google Scholar
  1480. 1640.
    Wird z.B. eine Problemlösung im Gegensatz zur Problemidentifikation mehr unter familial geprägten Gesichtspunkten vorangetrieben, so geht damit wahrscheinlich eine Veränderung in der Problemidentifikation einher.Google Scholar
  1481. 1641.
    In der Weise fmdet der Ansatz von Beckhard/Dyer Bestätigung, Veränderungen in der FU auch im Zusammenhang mit der Familiendynamik zu betrachten (vgl. Beckhard, R., Dyer Jr., W.G. (19836), S.8).Google Scholar
  1482. 1642.
    Der Organismusbegriff ist auf das Phänomen des “Lebens” gerichtet, der hier in einem Kommunikationszusammenhang als Thema verwandt wird. Es handelt sich nicht um eine der in der Organisationstheorie gefürchteten “Organismusanalogien”.Google Scholar
  1483. 1643.
    Daß dem Eigentum ein nachhaltiger Problembezug inhärent ist, ist gut bekannt. Das zeigt sich schon bei den einfachsten Formen des Sacheigentums: “Sacheigentum kann auf vielfältige Weise verwendet werden…” Luhmann, N. (1989a), S.198Google Scholar
  1484. 1644.
    Vgl. ergänzend Luhmann, N. (1989a), S.201.Google Scholar
  1485. 1645.
    Vgl. ergänzend Ehrensperger, H. (1985), S.61f.Google Scholar
  1486. 1646.
    “Die Institution des Eigentums erlaubt, in bezug auf Leistungen und Zahlungen Zugriffschancen und Exklusionsmöglichkeiten auszuweisen und durchzusetzen, die wirtschaftssystemintem durch Preise konditioniert werden können.” Baecker, D. (1988), S.160f.Google Scholar
  1487. 1649.
    Daß Eigentümer das vielzitierte sogenannte “letzte Risiko” in der Organisation tragen, wie z.B. Schein meint (vgl. Schein, E.H. (1983), S.25), soll nicht behauptet werden. Eine Rangreihe des Risikotragens wird sich wohl kaum ermitteln lassen. Eigentümer gehen Eigentümerrisiken ein - nicht mehr und nicht weniger.Google Scholar
  1488. 1650.
    Man kann nicht wie Graf v.d. Groeben den sogenannten “aktiven” Eigentümern das Eingehen von Risiken, den “passiven” hingegen als eine Art Gegenkonzept das Streben nach Sicherheit unterstellen (vgl. Groeben, F. Graf v.d. (1991), S.547). Vielmehr müssen unterschiedliche Grade an Risikobereitschaft und Risikofähigkeit unterschieden werden, denn das Eigentum geht auf jeden Fall Risiken ein.Google Scholar
  1489. 1651.
    Zu Problemen des Eigentums vgl. Liedler, M. (1993), S.249.Google Scholar
  1490. 1652.
    in Anlehnung an Hahn, D. (1985), S.12 and foster trust relationships at senior management levels.“ Goffee, R., Scase, R. (1985), S.62, im Original teilweise kursivGoogle Scholar
  1491. 1653.
    Demzufolge macht die Dimension der Problemhandhabung verständlich, daß Verschiebungen im Gesellschafterkreis als ungewöhnliche Veränderungen interpretiert werden (vgl. Christians, F.W. (1983), S.182).Google Scholar
  1492. 1656.
    Die Einschränkung der Steuerungsfähigkeit der eigentumsystemischen Autopoiese ist als unmittelbare Auswirkung der Konflikte im Eigentumsystem zu sehen. Der Streit zwischen Eigentümern kann aber mittelbar sehr wohl zu Steuerungsschwierigkeiten der Organisation führen (vgl. Groeben, F. Graf v.d. (1991), S.544. Verweise auf Zwistigkeiten in der Eigentümerfamilie als Konkursgrund fmden sich bei d’Amboise, G., Muldowney, M. (1986), S20).Google Scholar
  1493. 1657.
    Daß das gerade ein Problem von Eigentumsystemen in FU werden kann liegt auf der Hand. So wird der familial geprägte Wunsch nach einer vermeintlich gerechten Eigentumsverteilung und die an die Eigentumsverteilung gekoppelte Verteilung der Stimmrechte eine “Eigentümerstruktur” (Rehkugler, H. (1989), S.628) erzeugen, im Zuge derer es schnell zu Pattsituationen bei oppositionellen Wirklichkeitsauffassungen kommt, die eine Entscheidungsunfähigkeit des Eigentumsystems zur Folge haben. Dieses Problem wird in der Literatur besonders unter dem Aspekt von gleichen Machtverhältnissen zwischen den Eigentümern diskutiert (vgl. z.B. Diez, W., John, E., Rechenauer, O., Weber, K.D. (1990), S.22).Google Scholar
  1494. 1658.
    So konstatieren z.B. Hinterhuber/Minrath fir die Managementteilfunktion der Kontrolle, daß eine oftmals zer-strittene große Gesellschafterversammlung in mFU häufig dazu neigt, ihr Kontrollrecht auf einen Beirat zu übertragen (vgl. Hinterhuber, H.H., Minrath, R. (1991), S.1203; vgl. ergänzend unter Gesichtspunkten der Entscheidungsbeschleunigung Hennerkes, B.-H. (1986), S.30).Google Scholar
  1495. 16591660.
    In der Literatur wird diesbezüglich insbesondere auf die Problematik eines zu großen Stimmengewichts in-kompetenter Eigentümer verwiesen (vgl. z.B. Diez, W., John, E., Rechenauer, O., Weber, K.D. (1990), S.22). Dem Argument zu Folge ist die Reihenfolge der Verflechtungen zwischen den Phasen der Problemhandha-bung im Eigentumsytem der mFU wahrscheinlich nachhaltig an der Person asymmetrisiert.Google Scholar
  1496. 1661.
    Der Begriff der “Sensibilisierung” ist nicht per se mit “Antizipation” gleichzusetzen: So ist nach Gibb/Scott gerade die Problemhandhabung des Eigentums in mU geprägt “… by coming up against problems and solving them rather than by anticipation.” Gibb, A., Scott, M. (1985), S.621Google Scholar
  1497. 1662.
    Vgl. Keller, A. (1990), S.155.Google Scholar
  1498. 1666.
    So lauten jedoch die Einsichten bei Kirsch, W., Knyphausen, D. zu (1988), S.489 und implizit bei Boehm-Tettelbach, P. (1990), S.155. Der Wert der Unterscheidung von Organisation und Gesellschaft soll nicht geschmälert werden, zeigt er, daß die Beziehungen der Unternehmung zur Umwelt sich nicht auf Marktbeziehungen reduzieren lassen (in enger Anlehnung an Dyllick, T. (1986), S374).Google Scholar
  1499. 1667.
    Es geht folglich um Schaffung, Erhaltung und Veränderung von Grenzen in der Welt (vgl. - obwohl im Original auf das Bestandsmodell und lediglich auf das System hin zentriert - Lullmann, N. (1976), S.79).Google Scholar
  1500. 1668.
    Diese Einsicht findet sich am ehesten bei Kirsch/Knyphausen, die den Begriff “Unternehmungsstandort” im “wörtlichen” wie auch im “übertragenen” Sinne auslegen (vgl. Kirsch, W., Knyphausen, D. zu (1988), S.490, vgl. dem Ansatz nach auch Habel, S. (1992), S.101).Google Scholar
  1501. 1669.
    Es geht nicht darum, die Standortfrage von Unternehmungen direkt mit der Thematisierung von Tagesrouti-nen zu verbinden, wie z.B. nach Pfohl im Rahmen einfacher Rationalisierungsbemühungen durch den Einsatz von Logistiksystemen (vgl. Pfohl, H.-Chr. (199 1 b), S.8).Google Scholar
  1502. 1670.
    Damit wird letztlich einer Intention Riedls gefolgt: “Letztes Ziel aller Wahrnehmungsinterpretation ist die Wägung von Bedeutungen der Dinge, ihrer Merkmale und ihrer Zugehörigkeiten. Es geht um das ‘versteckte Gemeinsame’, um die Aufdeckung dessen, was den Dingen zugrunde (in ihrer Tiefe) liegt.” (Riedl, R (1987a), S.83) Keller betont auf dieser Linie, Integration bedeute die (Wieder-)Herstellung von Sinnzusammenhang (vgl. Keller, A. (1990), S.171).Google Scholar
  1503. 1671.
    Dabei läßt sich der Untemehmungsstandort unter den verschiedensten Themen beobachten, wie LB. dem Einfluß der Informationstechnologie (vgl. Picot, A., Reichwald, R. (1994), S.547ff.), der Rechtsformwahl (vgl. Krüger, D. (1992)) oder auch der Rechnungslegung (vgl. Moxter, A. (1995), S.31ff.).Google Scholar
  1504. 1675.
    Vgl. Habel, S. (1992), S.100, 5.101; vgl. Kirsch, W. (1990a), S.365. Es geht also auf allgemeiner systemtheoretischer Ebene darum, “… daß ein System als System sich in Differenz zur Umwelt setzt…” Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S313, im Original teilweise kursivGoogle Scholar
  1505. 1676.
    “Wenn wir alltäglich von Objekten sprechen, meinen wir sicher ‘identifizierbare Objekte’ und nicht’unidentiifizierbare Objekte’, und die identifizierbaren (bzw. identifizierten) Objekte sind eben, weil sie wahrgenommen werden, in einem Ursache-Wirkung-Schema.” Posch, G. (198 lb), S.11; vgl. zum Ursachenbedarf der Identitätsbewahrung knapp Weizsäcker, C.F. v. (1992), S.816; vgl. im Kontext der Organisationstheorie zur Standortbestimmung und Kausalität Obring, K. (1992), S.322.Google Scholar
  1506. 1677.
    Kausalität wird als epistemische Beziehung interpretiert (vgl. grundlegend zur Gegenüberstellung von Kausalität als ontologische Kategorie oder epistemische Beziehung Bunge, M. (1987), S.5ff.).Google Scholar
  1507. 1678.
    Willke, H. (1987a), S.251Google Scholar
  1508. 1679.
    Das Einschlagen dieser Theorieform erfordert die Ausrichtung der modernen Systemtheorie, da sie von der “… Differenz von Identität und Differenz… ” (Luhmann, N. (1985a), S.26) ausgeht (vgl. Simon, F.B. (1993a), S.152). 1680 Vgl. Willke, H. (1991), S.12.Google Scholar
  1509. 1681.
    Vgl. Frese, E. (1992), S.I19; vgl. Steinmann, H., Schreyögg, G. (1991), S.363; vgl. Probst, G.J.B. (1987a), S.95; vgl. für den Sozialkonstruktivismus Berger, P.L., Luckmann, T. (1991), S.85f.; vgl. fir die Soziologie Morel, J. et al (1989), S.53.Google Scholar
  1510. 1682.
    Nach Ansicht Luhmanns fiihrte der Ansatz der Arbeitsteilung die soziologische Theorie über den Schritt der Generalisierung zur Theorie der Differenzierung (vgl. Luhmann, N., in: Durkheim, E. (1992), S.23). Die Arbeitsteilung stellt ab auf “… den gezielten Eingriff in die natürliche Form der Dinge…” (Willke, H. (1994), S.244) Kaum überraschend gesellen sich hier Überlegungen zur Verringerung der Arbeitsteilung (vgl. anstelle vieler knapp Picot, A., Reichwald, R. (1995), S.553ff.) hinzu.Google Scholar
  1511. 1684.
    Epskamp, H., in: Fuchs, W. et al (Hg.) (1988), S.347Google Scholar
  1512. 1685.
    Das dies schon dem Ansatz nach falsch sein muß, zeigen Staatsformen an, die zu ihrer Einheitsherstellung auf “Entdifferenzierung” setzen und dabei selbst Opfer dieser Strategie werden (vgl. ergänzend Willke, H. (1994), S.226f.).Google Scholar
  1513. 1686.
    So formieren sich vor dem Hintergrund des “Integrationsbegriffs” eine Vielzahl von prominenten Forschungsarbeiten (fiir eine Auswahl zur “Integration” von Untemehmensplanung und -rechnung vgl. Riebel, P. (1987), S.1154ff.; zum Ansatz des Computer “Integrated” Manufacturing vgl. Bullinger, H.-J., Ganz, W. (1990), S.48ff.; zur vertikalen “Integration” vgl. Balakrishnan, S., Wemerfeldt, B. (1986), S.347ff. sowie Harrigan, K.R. (1985), S.397ff.; zur Technologie-“Integration” und Strategische Führung vgl. Picot, A. (1991b), S.55ff.; zur “Integration” des Gesamtmanagements vgl. Bleicher, K. (1991a)).Google Scholar
  1514. 1687.
    Vgl. Wössner, M. (1989), S.62.Google Scholar
  1515. 1688.
    Vgl. tendenziell z.B. Delfmann, W. (19896), S.89.Google Scholar
  1516. 1689.
    Differenzierte Systeme können sich sehr wohl koordinieren, ohne ein gemeinsames Sozialsystem auszubilden. Die Koordination läuft dann über Beobachtung, nicht aber über Kommunikation im strengen Sinne.Google Scholar
  1517. 1690.
    Es bleibt der Vollständigkeit halber anzumerken, daß in der Betriebswirtschaftslehre genaugenommen keine Einigkeit über die Begriffe “Koordination” und “Integration” besteht (vgl. Amshoff, B. (1993), S.195).Google Scholar
  1518. 1691.
    Frese, E. (1989), Sp.913Google Scholar
  1519. 1692.
    Soziologisch bedeutet Koordination “… das wechselseitige Abstimmen der Aktivitäten in arbeitsteiligen Gruppen und Organisationen.” Lautmann, R., in: Fuchs, W. et al (11g.) (1988), S.428Google Scholar
  1520. 1693.
    So betrachtet Kirsch Integration als Neigung zur Kooperation (vgl. Kirsch, W. (1992), S.129).Google Scholar
  1521. 1694.
    Lehmann, F.A. (1992), S.52, Fn. weggelassen; vgl. Staehle, W.H. (1994), S.641. Eine gleichlautende Sichtweise findet sich bei Probst: “Differenzierung ruft… nach Koordination, einer Zusammenfügung der Teile zu einem Ganzen, um ein integriertes, koordiniertes, zielgerichtetes Zusammenwirken zu erreichen.” Probst, G.J.B. (1987a), S.95Google Scholar
  1522. 1695.
    Cheng, J.L.C. (1983), S.157; vgl. ähnlich Amshoff, B. (1993), S.197.Google Scholar
  1523. 1698.
    Keller, A. (1990), S.167; vgl. Scott, W.R. (1986), S.319.Google Scholar
  1524. 1699.
    Diese Einsicht hat auch in der Soziologie ihren angestammten Platz. Willke spricht vom “… Wechselspiel von Differenzierung und Integration…” Willke, H. (1991), S.96; vgl. ergänzend für die Organisationstheorie Probst, G.J.B. (1992), 5.174.Google Scholar
  1525. 1700.
    Vgl. Matzel, M. (1994), S.45; vgl. Probst, G.J.B. (1987a), S.95.Google Scholar
  1526. 1701.
    Probst, G.J.B. (1992), S.166Google Scholar
  1527. 1702.
    Teilweise fmdet sich die synonyme Unterscheidung Spezialisierung/Integration (vgl. z.B. Zeleny, M., Comet, R., Stoner, J.A.F. (1990), S.161).Google Scholar
  1528. 1703.
    Die betriebswirtschaftliche Organisationstheorie steht mit dieser Ausrichtung weder alleine dar, noch ohne prominente Tradition: gleichlautende Ausrichtungen finden sich z.B. in der Tradition der spencerschen Evolutionstheorie (vgl. zusammenfassend Windelband, W. (1919), S.553).Google Scholar
  1529. 1704.
    Matzel, M. (1994), S.45, im Original teilweise FettdruckGoogle Scholar
  1530. 1709.
    Vgl. Luhmann, N. (1976), S.140. Ähnlicher Meinung ist Baecker, der Ausdifferenzierung mit wechselseitiger Distanzierung in Verbindung bringt (vgl. Baecker, D. (1992a), S.245).Google Scholar
  1531. 1710.
    Vgl. Berger, P.L., Luckmann, T. (1991), S.86, S.87; vgl. Etzioni, A. (1975), S.663. Aus dieser Spezialisierung entstehen dann Integrationsprobleme (vgl. Willke, H. (1994), S.85f.).Google Scholar
  1532. 1712.
    Vgl. Gomez, P., Zimmermann, T. (1993), S.143ff.Google Scholar
  1533. 1713.
    Vgl. nahezu programmatisch Zeleny, M., Comet, R., Stoner, J.A.F. (1990), S.153ff.Google Scholar
  1534. 1714.
    Dieser Einschränkung wird - falls sie bemerkt wird - in der Literatur kaum weiterführende Aufmerksamkeit geschenkt (vgl. Keller, A. (1990), S.164, Fn.8).Google Scholar
  1535. 1718.
    In enger Anlehnung an Cheng, J.L.C. (1983), S.157f.; als Beispiel könnte hier die Emergenz von Controllingsystemen genannt werden (vgl. implizit Lehmann, F.A. (1992), S.52).Google Scholar
  1536. 1719.
    Vgl. Willke, H. (1991), S.169; vgl. Willke, H. (1994), S.86; vgl. Schreyögg, G. (1984), S.266. Etzioni spricht diesbezüglich von einer “Re-Integration” (Etzioni, A. (1975), S.663).Google Scholar
  1537. 1720.
    Ein anderes klassisches Beispiel findet sich in der Studie Durkheims über soziale Arbeitsteilung: “Nun vereint die Arbeitsteilung auch, obgleich sie entgegensetzt; sie läßt die Tätigkeiten zusammenfließen, die sie differenziert; sie nähert diejenigen an, die sie trennt.” (Durkheim, E. (1992), S335) Der Vollständigkeit halber ist zu ergänzen, daß Durkheim seine Überlegungen auf Solidarität verortet wissen will, was ihm erhebliche Kritik einbrachte (vgl. zur Kritik Müller, H: P., Schmid, M. (1992), S.515).Google Scholar
  1538. 1721.
    Vgl. - mit kritischen Unterton bezüglich des zu erwartenden Gewinns eines derartigen Verfahrens, daß auch als “Regression” bezeichnet wird - Etzioni, A. (1975), S.663.Google Scholar
  1539. 1722.
    Dieser Gesichtspunkt wird in der Literatur nicht gebührend erwähnt. So bewirkt z.B. die Aufhebung von Konflikten einen geringeren Integrationsgrad zwischen den ursprünglichen Gegnern.Google Scholar
  1540. 1723.
    Den Begriff “Entdifferenzierung” als Gegenbegriff zur “Differenzierung” zu setzen wird aus der Soziologie Etzionis entnommen (vgl. Etzioni, A. (1975), S.663ff.). Entdifferenzierung “… in the most literal sense is the reversal of a process of differentiation and a return to… a situation similar in its basic outline.” Rueschmeyer, D. (1977), S.19f., im Original teilweise kursiv, ontologieträchtige Textteile weggelassenGoogle Scholar
  1541. 1724.
    Der Begriff der “Desintegration” wird ebenfalls der Soziologie entnommen (vgl. Etzioni, A. (1975), S.458, S.467). Er findet sich selbstverständlich auch in der Organisationstheorie (vgl. Heinen, E. (1987b), S.27).Google Scholar
  1542. 1725.
    Luhmann, N. (1993a), S.584Google Scholar
  1543. 1726.
    Dies wird auch deutlich in der differenztheoretischen Fassung der Einheitsbestimmung bei Luhmann: “Die Gesamtordnung des umfassenden Systems… kommt… darin zum Ausdruck, daß das allgemeine System/UmweltVerhältnis der Teilsysteme eingeschränkt ist durch Ordnungsvorgaben für System-zu-System-Beziehungen. Und diese können unterschiedliche Freiheitsgrade, also unterschiedliche Integrationsdichte vorsehen je nach der Komplexität, die in der Evolution des Gesamtsystems erreicht und zu bewältigen ist.” Luhmann, N. (1993a), S.297f. ’’ Das Problem der Integration ist mithin ein Posten der Differenzierungstheorie. Ähnlicher Auffassung ist Willke, der Luhmann vorwirft, er würde die Integrationsproblematik im Rahmen der Differenzierungstheorie unbearbeitet lassen (vgl. Willke, H. (1991), S.165).Google Scholar
  1544. 1727.
    Damit werden herkömmliche Argumentationslinien verlassen, hatte doch “(d)ie traditionelle Differenzie-rungstheorie… ihren Widerpart immer schon in einer Integrationstheorie’, welche erklären sollte, wie denn nun die differenzierten Teile von Gesellschaft zu einer Einheit zurückfmden könnten.” Willke, H. (1987a), S.262f, En. weggelassenGoogle Scholar
  1545. 1728.
    Folgt man den allgemeinen Überlegungen Willkes, stellt sich der hiesigen Theoriebildung das Problem, daß zum Thema der Integration, komplexer Systeme nur wenige brauchbare Untersuchungen vorliegen (vgl. Willke, H. (1991), S.167).Google Scholar
  1546. 1729.
    Die Theorie steht dem interpretativen Paradigma folgend in der Tradition der kognitiven Deutung der Diffe-renzierung (vgl. zur kognitiven Deutung der Differenzierung - obwohl recht knapp und eher andeutend - Frese, E. (1992), S.157).Google Scholar
  1547. 1730.
    Vgl. Ranson, S., Hinings, B., Greenwood, R. (1980), S.9.Google Scholar
  1548. 1731.
    Ebenfalls heißt es in der Organisationstheorie, daß die Organisation in Differenz zum organisatorischen Feld stehe (vgl. anstelle vieler Ringlstetter, M. (1988), S.31. Dem gleich geht die gegenwärtig an Terrain gewinnende “Neue Institutionenökonomie” bei ihrer Theoriebildung zur Emergenz wirtschaftlicher Strukturen maßgeblich von dieser Unterscheidung aus, wenn auch mit der Verengung auf Hierarchie und Markt (vgl. Grundlegend Williamson, O.E. (1990)). Im Einklang hiermit betont Dyllick die Vielfalt der System/Umwelt-Beziehungen sozialer Systeme (vgl. Dyllick, T. (1982), S.187).Google Scholar
  1549. 1732.
    Vgl. ähnlich Gronhaug, K., Falkenberg, J.S. (1989), S.350.Google Scholar
  1550. 1733.
    Der systemtheoretische Bezugsrahmen wird nicht verlassen. Dies wird ebenso in der Organisationstheorie vermerkt (vgl. Freichel, S.L.K. (1992), S.48). “Interorganisatorische Systeme” werden mitunter als “interorganisationale Verbindungen” bezeichnet (vgl. Oliver, C. (1990), S.241ff.).Google Scholar
  1551. 1740.
    Bei der Verarbeitung der Literatur über Netzwerke ist Vorsicht angebracht, gilt der Begriff aufgrund der Vielheit seiner Verwendungen als “konfus” (vgl. Charan, R. (1991), S.104).Google Scholar
  1552. 1741.
    Vgl. grundlegend Teubner, G. (1992), S.189ff.; vgl. Powell, W.W. (1990), S.299; vgl. lose ergänzend Sydow, J. (1992b), S.684ff.Google Scholar
  1553. 1743.
    Vgl. Freichel, S.L.K. (1992), S.47; vgl. Oliver, C. (1990), S.242; vgl. Powell, W.W. (1990), S.296; vgl. Sydow, J. (1992a), S.239.Google Scholar
  1554. 1744.
    Vgl. Sydow, J. (1992c); vgl. Jarillo, J.C. (1988), S.31ff.Google Scholar
  1555. 1748.
    Vgl. McKelvey, B., Aldrich, H. (1983), S.101ff.; vgl. Kieser, A. (1988a), S.603ff.; vgl. Astley, W.G. (1985b), S.224ff.; vgl. Young, R.C. (1988), S.lff.; vgl. Hannan, M.T., Freeman, J. (1977), S.929ff.; vgl. Betton, J., Dess, G.G. (1985), S.750ff.; vgl. Obring, K. (1992), S.126ff.; vgl. lose ergänzend Zammuto, R.F. (1988), S.105ff.Google Scholar
  1556. 1746.
    Vgl. Astley, W.G., Fombrun, C.J. (1983), S.576ff.; vgl. Astley, W.G. (1984a), S.526ff.Google Scholar
  1557. 1747.
    Vgl. Rosenzweig, P.M., Singh, J.V. (1991), S.340ff.; vgl. Bleicher, K. (1989), S.77ff.; vgl. Kaufmann, F. (1993), S.278ff.; vgl. Meckl, R. (1995), S.25ff.; vgl. Morasch, K., Wetzel, P. (1994), S.395ff.Google Scholar
  1558. I751.
    “Identität im Unterschied zu allem anderen ist im Grunde nichts anderes als Bestimmung und Lokalisierung des Komplexitätsgefälles.” Luhmann, N. (1985a), S.252Google Scholar
  1559. 1752.
    Vgl. ergänzend die Konnotation der Überlegungen im Kontext der “vertikalen Integration” bei Benkenstein, M., Henke, N. (1993), S.77f.Google Scholar
  1560. 1753.
    Vgl. ergänzend und auf soziale Systeme beschränkt Keller, A. (1990), S.196.Google Scholar
  1561. 1754.
    Vgl. ähnlich Bleicher, K. (1991a), S.376.Google Scholar
  1562. 1755.
    in Anlehnung an Ziemke, A. (1992), S.77Google Scholar
  1563. 1756.
    in Anlehnung an Ziemke, A., Stöber, K. (1992), S.64Google Scholar
  1564. 1757.
    Vgl. Schreyögg, G. (1991), S.277, 5.281; vgl. Delfinann, W. (19896), S.97.Google Scholar
  1565. 1758.
    Schreyögg, G. (1991), S.280, im Original teilweise kursivGoogle Scholar
  1566. 1759.
    Bülow, I. v. (1989), S.149, im Original teilweise unterstrichenGoogle Scholar
  1567. 1760.
    Ziemke, A. (1992), S.72Google Scholar
  1568. 1761.
    Vgl. Ziemke, A. (1992), S.76.Google Scholar
  1569. 1762.
    Vgl. anderer Meinung Wössner, M. (1989), S.62.Google Scholar
  1570. 1763.
    Vgl. knapp ergänzend Lawrence, P.R., Lorsch, J.W. (1967/68), S.l 1f.Google Scholar
  1571. 1764.
    Vgl. Hales, C.P. (1986), S.88.Google Scholar
  1572. 1765.
    Für einen Überblick über mögliche Erklärungen zum Managementprozeß vgl. Schienstock, G. (1993a), S.11ff. “66 Zu diesem Themengebiet liegt eine Vielzahl empirischer Studien vor (vgl. Schreyögg, G., Hübl, G. (1992), S.82). Zur Kritik dieser Studien vgl. Hales, C.P. (1986), S.88ff.; vgl. Schirmer, F. (1992), S.95ff. Desweiteren vgl. Carroll, Si., Gillan, D.J. (1987), S.38ff.; vgl. Kotter, J.P. (1990), S.I03ff.; vgl. Willmott, H. (1987), S.249ff.; vgl. Willmott, H.C. (1984), S.349ff.Google Scholar
  1573. 1767.
    Vgl. Schreyögg, G. (1991), S.255, S.277. Dabei können induktive und/oder deduktive Bestimmungen des Managementinhalts erfolgen (vgl. Schienstock, G. (1993a), S.8).Google Scholar
  1574. 1768.
    Vgl. Reed, M.I. (1984), S.273ff.Google Scholar
  1575. 1769.
    Schreyögg, G., Hübl, G. (1992), S.89; vgl. andeutend Hales, C.P. (1986), S.96.Google Scholar
  1576. 1770.
    Vgl. Wössner, M. (1989), S.74.Google Scholar
  1577. 1771.
    Hierbei handelt es sich um das Bemühen, das Managementverständnis über “… einen generell akzeptierten Katalog verschiedener Funktionen festlegen zu wollen…” Schienstock, G. (1993a), S.9Google Scholar
  1578. 1772.
    Schreyögg, G., Hübl, G. (1992), S.82, im Original teilweise kursiv; vgl. vertiefend Schreyögg, G. (1991), S.258ff.Google Scholar
  1579. 1773.
    Vgl. die Überlegungen vertiefend - vor allem mit Referenz auf das in der hiesigen Fußnote nachfolgende Mintzberg-Zitat - Schreyögg, G., Hübl, G. (1992), S.89; vgl. Schirmer, F. (1992), S.95. Eine andere Sicht vertritt Mintzberg: “If you ask managers what they do, they will most likely tell you that they plan, organize, coordinate, and control. Then watch what they do. Don’t be surprised if you can’t relate what you see to these words.” Mintz-berg, H. (1990), S.163; vgl. zudem Kotter, J.P. (1982), S.159.Google Scholar
  1580. 1774.
    Die Linearität ausgehend von der Planung wird ergo in Frage gestellt (vgl. Schreyögg, G. (1991), S.285). ms Schreyögg, G. (1991), S.272Google Scholar
  1581. 1776.
    Schreyögg, G. (1991), S.272Google Scholar
  1582. 1777.
    Relativ ähnlich sieht Hales “… that managerial work is not the sequential execution of separate actitivites but is often an artful, simultaneous synthesis of inter-dependent activities or reconciliation of conflicting demands. There ist both rapid commuting between activities… with the manager seeking to’keep everything going’ and the simultaneous execution of discrete and, in principle, separable activities, with one activitiy providing the context, even the opportunity, for carrying out others…” Hales, C.P. (1986), S.102, im Original teilweise kursiv; vgl. Schreyögg, G. (1991), S.272.Google Scholar
  1583. 1778.
    Vgl. andeutend Mintzberg, H. (1990), S.174. Ähnliche Ausrichtungen finden sich bei Schreyögg, der zur Komplexitätsreduktion durch Systemdifferenzierung betont, daß es bei ihr auch auf die Anschlüsse zwischen den differenzierten Teilsystemen ankomme (vgl. Schreyögg, G. (1991), S.279). Gut kommt diese Einsicht bei Schirmer zum Ausdruck, der bezüglich der Fragmentierung des Arbeitsablaufes des Managements festhält, daß dieser “… zu den unabdingbaren Merkmalen des Arbeitsalltags von Managern gerechnet werden muß: Darin spiegelt sich das Bemühen von Managern wider, fortlaufend die Übersicht über eine Vielzahl von Ereignissen zu sichern, die erwartet oder unerwartet sein können und vor allem in letzterem Fall daraufhin zu prüfen sind, ob sie eine Ad-justierung oder Neubestimmung von Handlungszielen, -wegen und die Reallokation von Ressourcen verlangen.” Schirmer, F. (1992), S.97f., im Original teilweise kursivGoogle Scholar
  1584. 1779.
    Vgl. ergänzend Schreyögg, G. (1991), S.279.Google Scholar
  1585. 1780.
    Das schließt selbstverständlich andere Möglichkeiten der Managementinterpretation nicht aus wie z.B. die, die Managementaufgabe in der “Störung bei der Arbeit” zu sehen (vgl. Baecker, D. (1993a), 8.157f, speziell S.161 f).Google Scholar
  1586. 1781.
    Der Begriff der “Integrationsstrategie” findet sich - wenngleich in einem anderen Kontext als oben im Text - bei Grüter, H. (1993), S.50 und Vizjak, A. (1990), S.27.Google Scholar
  1587. 1782.
    Vgl. Willke, H. (1994), S.86.Google Scholar
  1588. 1783.
    Vgl. die Begriffsverwendung bei Kirsch, W. (1992), S.131.Google Scholar
  1589. 1784.
    Selbstverständlich besitzt jede Strategie Integrationskräfte, anders wäre sie gar nicht vorstellbar. Dieser Aspekt scheint so vertraut, daß er in der Literatur eher beiläufig erwähnt wird (vgl. z.B. die Formulierungen zur Unter-nehmensstrategie und vertikalen Integration bei Keller, A. (1990), S.229). Integrationsstrategien sind Strategien, die Strategien integrieren.Google Scholar
  1590. 1785.
    Hier lassen sich z.B. “Macht” und “Charisma” anführen.Google Scholar
  1591. 1786.
    An dieser Stelle lassen sich z.B. die “Etablierung einer Unternehmungsverfassung und die ”Errichtung von Controllingsystemen“ nennen.Google Scholar
  1592. 1787.
    Bei Boehm-Tettelbach heißt es - obwohl lediglich auf die Grenzbestimmung der Organisation zur Gesellschaft bezogen: “Gerade die ‘Verortung in der Gesellschaft stellt einen wesentlichen Aspekt des Unternehmenspolitischen Rahmens dar…” Boehm-Tettelbach, P. (1990), S.199Google Scholar
  1593. 1788.
    Benkenstein/Henke sehen (am Beispiel der vertikalen Integration) Integration als die Gestaltung der “Unter-nehmungskonfiguration” an (vgl. Benkenstein, M., Henke, N. (1993), S.77).Google Scholar
  1594. 1791.
    So beobachtet die Wissenschaft z.B. Gründe für vertikale Integrationsstrategien von Unternehmungen in der Untemehmungsumwelt (Kriterienbeispiele: Entwicklung und Stabilität der Industrie, Asymmetrien in Verhand-lungspositionen) und in der Organisation (Kriterienbeispiel: strategische Ziele) (vgl. anstelle vieler Harrigan, K.R. (1985), S.402ff.).Google Scholar
  1595. 1792.
    Sandner, K. (1992), S.169Google Scholar
  1596. 1793.
    Die Thematisierung der Organisation ist nur möglich, da von ihr die Umwelt als Kontext der Organisation un-terscheiden werden kann. Die Unterscheidung der Umwelt ist nötig, um der Organisation bestimmte Eigenschaften zuschreiben zu können (vgl. grundlegend Simon, F.B. (1993a), S.73, S.77; vgl. für die Kognitionsbiologie Varela, F.J., Thompson, E., Rosch, E. (1992), S.271; vgl. Mead, G.H. (1991), S.171).Google Scholar
  1597. 1794.
    Vgl. zudem Boehm-Tettelbach, P. (1990), S.199.Google Scholar
  1598. 1798.
    Vgl. Varela, F.J., Thompson, E., Rosch, E. (1992), S.271.Google Scholar
  1599. 1799.
    Varela, F.J., Thompson, E., Rosch, E. (1992), S.276Google Scholar
  1600. 1800.
    Luhmann, N. (1985a), S.249; vgl. Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.309.Google Scholar
  1601. 1801.
    Luhmann, N. (1985a), S36; so “… sind System und Umwelt immer zugleich gegeben…” Luhmann, N. (1993a), S.92; vgl. Nassehi, A. (1993), S.164.Google Scholar
  1602. 1804.
    Eine der bekanntesten Beschreibungen der Organisationsumwelt aus der Sicht des Wissenschaftssystems stammt von Emery/Trist (vgl. Emery, F.E., Trist, E.L. (1965), S.21 ff.).Google Scholar
  1603. 1805.
    Hegel schreibt zur Beobachtung der Vernunft: “Die Äußerlichkeit, in der die Momente des organischen Begriffs… betrachtet werden, ist die eigene unmittelbare Äußerlichkeit des Inneren, nicht das Äußere, welches Äußeres im Ganzen und Gestalt ist und mit welchem das Innere nachher in Beziehung zu betrachten ist.” (Hegel, G.W.F. (1991), S.209, im Original teilweise kursiv) Mit Röpke hat das System demnach ein “… inneres Modell der Außenwelt…” (Röpke, J. (1977), S.33) Röpke notiert weiter: “Die Umwelt weist für ein System… ein kausales Geftige auf, sie ist strukturiert.” Röpke, J. (1977), S.33Google Scholar
  1604. 1806.
    Vgl. ergänzend Ziemke, A., Stöber, K. (1992), S.60; vgl. ergänzend Peschl, M.F. (1994), S.213; vgl. Meyer, M. (1994), S.154f.Google Scholar
  1605. 1807.
    In enger Anlehnung an Weick, K.E. (1985a), S.192, S.326; die Umwelt entsteht daher mit der “… intern be nutzten Unterscheidung von System und Umwelt, also mit einer Bifurkation kausaler Zurechnungen.” Luhmann, N. (1993a), S.555Google Scholar
  1606. 1808.
    Vgl. ergänzend Ziemke, A., Stöber, K. (1992), S.53; vgl. Varela, F.J., Thompson, E., Rosch, E. (1992), S.239f.; vgl. in Grundzügen Röpke, J. (1977), S.33; vgl. Mead, G.H. (1991), 5.169.Google Scholar
  1607. 1809.
    Die Organisation kann sich nicht über ihre Grenzen hinweg auf die Umwelt beziehen. Scott aber notiert: “Or-ganisationen errichten und modifizieren Grenzen, über die hinweg sie sich auf die Außenwelt beziehen.” Scott, W.R. (1986), S.189Google Scholar
  1608. 1810.
    Mead, G.H. (1991), S.169; vgl. ergänzend Nassehi, A. (1993), S.164, S.324.Google Scholar
  1609. 1811.
    Ziemke, A., Stöber, K. (1992), S.62Google Scholar
  1610. 1817.
    Der Begriff “Asymmetrisierung” besagt, “… daß ein System zur Ermöglichung seiner Operationen Bezugspunkte wählt, die in diesen Operationen nicht mehr in Frage gestellt werden, sondern als gegeben hingenommen werden müssen.” (Luhmann, N. (1985a), S.631) Es handelt sich also um Theorien, deren Kontingenz für das System nur schwierig einzusehen ist (vgl. vertiefend mit historischer Perspektive Luhmann, N. (1985a), S.633). In der Luhmannrezeption wird dieser Aspekt nicht immer korrekt wiedergegeben, wie z.B. bei Weiss, der die Veränderlichkeit von Asymmetrisierungen ohne weiteres unterstellt (vgl. Weiss, E. (1989), S.138).Google Scholar
  1611. 1818.
    Ähnlich - obwohl auf das Leben bezogen - vgl. Ziemke, A. (1992), S.78; vgl. Ziemke, A., Stöber, K. (1992), S.53. Dennoch wird auch hier die systemeigene Selektivität der Wirklichkeitserzeugung nicht unterlaufen (vgl. ergänzend Willke, H. (1994), S.106f.).Google Scholar
  1612. 1819.
    Vgl. ergänzend Dyllick, T. (1982), S.190.Google Scholar
  1613. 1820.
    Vgl. Ziemke, A., Stöber, K. (1992), S.60; vgl. Varela, F.J., Thompson, E., Rosch, E. (1992), S.239. Vgl. Schlosser, G. (1993), S.132.Google Scholar
  1614. 1821.
    Vgl. zur Organisationsteilnahmeentscheidung grundlegend March, J.G., Simon, H.A. (1976), S.80ff.Google Scholar
  1615. 1822.
    Die Organisation muß die Umwelt mittels eigener Unterscheidungen beobachten, will sie ihr höheren Infor-mationswert abgewinnen als allein mit der schlichten Unterscheidung von System und Umwelt möglich wird (in Anlehnung an Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.309f.).Google Scholar
  1616. 1823.
    Vgl. ergänzend Meyer, M. (1994), S.157f.Google Scholar
  1617. 1824.
    Kast formuliert: “However, economic indicators reflect only a partial view of society.” Kast, F. (1980), S.24Google Scholar
  1618. 1825.
    Dabei scheint es jedoch einige kulturkreisspezifische Besonderheiten zu geben, wie sich anhand der Diskussion um die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmungen nachweisen läßt: “Anders als in den USA bekennen sich Unternehmer in Deutschland traditionell in ungleich stärkerem Maße… zu einer gesellschaftlichen Verantwortung…” Dyllick, T. (1986), S.374; vgl. ergänzend mit einigen empirischen Ergebnissen Babel, S. (1992), S.111£, S.196.Google Scholar
  1619. 1826.
    Vgl. der Konnotation nach gleichlautend und weniger allgemein formuliert Aaker, D.A. (1989), S.27.Google Scholar
  1620. 1828.
    So ist die marktliche Umwelt im Gegensatz zur außerwirtschaftlichen Umwelt mittels der Sprache der Wirtschaft zu beschreiben, wie z.B. durch Zahlungen/Nichtzahlungen, Preise, Leistungen, Bedürfnisse, Konkurrenten, Abnehmer, wirtschaftliche Wachstumsraten, Marktbeobachtungen, Zinsniveaus u.s.f. (vgl. zudem Hax, Majluf, N.S. (1991), 5.69f.).Google Scholar
  1621. 1829.
    Dyllick betont in diesem Sinne, “… daß es sich im Falle nichtmarktlicher Umweltbeziehungen um qualitativ andere Beziehungen handelt, deren Regeln in politischen Prozessen, in Prozessen der öffentlichen Meinungsbildung, in wissenschaftlichen oder in moralischen Prozessen wurzeln, bei denen wirtschaftliche Zusammenhänge häufig mitwirken, aber keineswegs ausschließlich, oder auch nur hauptsächlich relevant sind.” Dyllick, T. (1986), S.390Google Scholar
  1622. 1831.
    Die Integration der erhöhten Komplexität des Entscheidens in der Organisation ist inzwischen in der Forschung zur gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmungen zu einer eigenständigen Forschungsfrage geworden (vgl. Dyllick, T. (1986), S.375f.). Dennoch kann auch die außerwirtschaftlichen Umwelt von der Organisation nur selektiv erfaßt werden. Die Umwelt bleibt komplexer als das System (vgl. Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.310).Google Scholar
  1623. 1832.
    Die Nichtkongruenz liegt daran, daß die Aufgabenumwelt nicht mit der marktlichen Umwelt zusammenfällt, wie die weiteren Überlegungen oben im Text zeigen werden.Google Scholar
  1624. 1833.
    Diese Differenz fandet z.B. Verwendung bei Boehm-Tettelbach, P. (1990), S.200, Kast, F., (1980), S.23 und Bourgeois III, L.J. (1980), S.33. Weiss hingegen präferiert eine Dreiteilung und unterscheidet “staatlich-gesellschaftliche”, “marktliche” und “technisch-naturwissenschaftliche” Faktoren (vgl. Weiss, E. (1989), S.64; vgl. zudem Urbach, R. (1990), S.79).Google Scholar
  1625. 1835.
    Kast bestimmt beide Umwelten wie folgt: Zur generellen Umwelt gehören “(m)any forces…, such as the basic culture, including historical background, ideologies, and values. The level of scientific and technological development, educational attainment, and legal and political processes are important characteristics, as are demographic factors, the nature of human resources, natural resources, and the general economic and industrial framework of the society. The task environment encompasses the forces relevant to an individual business. Customers, suppliers, competitors, regulators, and specific technologies are part of the task environment” Kast, F. (1980), S.23, Abs. weggelassenGoogle Scholar
  1626. 1836.
    Über die morphologische Relevanz der Differenzierung finden sich in der Literatur andere Auffassungen. So will z.B. Boehm-Tettelbach die Aufgabenumwelt im direkten Bezug zur operativen Ebene verortet sehen (vgl. Boehm-Tettelbach, P. (1990), S.200).Google Scholar
  1627. 1837.
    Vgl. Boehm-Tettelbach, P. (1990), S.202. Das Typuskonzept der Wirklichkeitskonstruktion untermauert diese Einsicht theoretisch.Google Scholar
  1628. 1838.
    Nachfolgend wird vorwiegend auf Überlegungen Porters abgestellt. Die relevanten Literaturangaben folgen im Fußnotenapparat des Textes. Porters Überlegungen haben sich in der Strategischen Managementforschung nachhaltig durchgesetzt (vgl. Huxold, S. (1990), S.100); sie werden mithin in der Literatur oft referiert (vgl. anstelle vieler Frese, E. (1993), S.1008). Porters Darlegungen konstituieren einen Faktorenrahmen fiir organisationale Wettbewerbsstrategien (vgl. Tressin, J.M. (1993), S.45).Google Scholar
  1629. 1839.
    Vgl. ähnlich und vertiefend Tressin, J.M. (1993), S.97.Google Scholar
  1630. 1840.
    Das bedeutet jedoch nicht, daß die Branchenperspektive für das Sichfortzeugen der Autopoiese immer die adäquate Referenz ist: “Mögliche Branchenveränderungen, die sich am schwersten vorhersehen lassen, haben ihren Ursprung oft außerhalb der Branche.” Porter, M.E. (1989), S.568, im Original teilweise kursivGoogle Scholar
  1631. 1841.
    Branchen sind häufig nicht immer scharf voneinander differenzierbar: “Die Grenzen einer Branche sind häufig fließend.” Porter, M.E. (1989), S.304Google Scholar
  1632. 1842.
    In loser Anlehnung an Olschowy, W. (1990), S.192; vgl. Porter, M.E. (1989), S.25. Daher kann man der Branche eine eigene “… ‘dominante Logik’…” (Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.155) bescheinigen.Google Scholar
  1633. 1843.
    Porter, M.E. (1989), S.303Google Scholar
  1634. 1844.
    Vermieden wird daher die Differenzierung der Umwelt in einen “Absatzmarkt” und eine “sonstige Umwelt” (vgl. jedoch Huxold, S. (1990), S.50; vgl. mit der obigen Theorieausrichtung gleichlautend Olschowy, W. (1990), S.97).Google Scholar
  1635. 1845.
    Vgl. vertiefend Porter, M.E. (1989), S.309ff.Google Scholar
  1636. 1851.
    Hieran läßt sich das bekannte, empirisch bestätigte (vgl. Perillieux, R. (1987), S.70) Konzept “strategischer Gruppen” anschließen: “Unter einer strategischen Gruppe wird… eine Gruppe von Unternehmen verstanden, die sich hinsichtlich ihrer Wettbewerbsstrategie gleich oder ähnlich verhalten.” Huxold, S. (1990), S.136, Fn. weggelassen; vgl. Servatius, H.-G. (1986), S.99; vgl. Kirsch, W., Ringlstetter, M. (1991), S.247ff.Google Scholar
  1637. 1852.
    in loser Anlehnung an Olschowy, W. (1990), S.23Google Scholar
  1638. 1853.
    Vgl. vertiefend Porter, M.E. (1990a), S.25ff.Google Scholar
  1639. 1854.
    Vgl. implizit Bleeke, J.A. (1990), S.164.Google Scholar
  1640. 1855.
    So bezeichnet Röpke z.B. die “… unvollkommene Konkurrenz als eine Marktform…” Röpke, J. (1977), S.327Google Scholar
  1641. 1856.
    Porter, M.E. (1990a), S.25Google Scholar
  1642. 1857.
    Vgl. Reichert, R., Kirsch, W., Esser, W: M (1991), S.579.Google Scholar
  1643. 1858.
    Diese Einsicht ist in der Strategietheorie unter dem Streben nach “Wettbewerbsvorteilen” exponiert sedimentiert (vgl. maßgeblich Porter, M.E. (1989); vgl. Porter, M.E. (1990a)). Die Strategietheorie unterliegt also über weite Strecken dem “Wettbewerbsvorteil”-Ansatz. Dementsprechend ist kaum verwunderlich, daß Anker per se behauptet, die Branchenanalyse beschäftige sich mit der Attraktivität und Dynamik der Branche (vgl. Anker, D.A. (1989), S.25). Die Güte der Marktposition einer Organisation wird zur Schlüsselrolle des organisationalen Erfolgs (vgl. Meffert, H. (1988), S.12).Google Scholar
  1644. 1859.
    Vgl. Kast, F. (1980), S.24.Google Scholar
  1645. 1860.
    Weiss, E. (1989), S.143; der Vollständigkeit halber ist anzumerken, daß der obige Begriff der “Marktasymme-trisierung” sich sowohl auf den Input als auch auf den Output des Systems bezieht und daher über die outputbezogene Betrachtung bei Weiss hinausgeht.Google Scholar
  1646. 1861.
    Nicht ohne Grund bringen Hax/Majluf die generelle Umwelt mit “Subtilität” in Verbindung (vgl. Hax, A.C., Majluf, N.S. (1991), S.70).Google Scholar
  1647. 1862.
    Vgl. allgemein ergänzend Luhmann, N. (1985a), S.257.Google Scholar
  1648. 1864.
    Die Einsicht läßt sich zum Großteil auf die Betriebswirtschaftslehre erweitern. Die Dominanz des wirtschaftlichen Argumentierens führt dazu, Überlegungen bezüglich der generellen Umwelt eher als Randbereiche des Fachs zu verstehen (vgl. Dyllick, T. (1986), S.374).Google Scholar
  1649. 1865.
    Vgl. zur empirischen Stütze dieser Hypothese Hoffmann, F. (1986), S.836. Nicht ohne Grund bezeichnet Nor-mann die Aufgabenumwelt als “Domäne” (vgl. Normann, R. (1971), S.206).Google Scholar
  1650. 1866.
    Demzufolge ist die Nähe zum Markt ein wesentlicher Erfolgsfaktor von Unternehmungen (vgl. Eggers, B., Laws, D. (1993), S.101). Das überrascht kaum.Google Scholar
  1651. 1867.
    Diese Umwelt läßt sich aber immer noch im Vergleich zur Aufgabenumwelt als “sekundäre Umwelt” bezeichnen (vgl. Normar, R. (1971), S.206).Google Scholar
  1652. 1868.
    Vgl. Normann, R. (1971), S.206. Diese Einsicht deutet sich ebenfalls bei Kast an - jedoch theoretisch einseitig, da ohne Wechselkausalität formuliert: “Forces in the general environment are continually breakin through to the task envronment.” (Kast, F. (1980), S.23) Für eine mögliche Zusammenstellung von Veränderungen der generellen Umwelt vgl. Bleicher, K. (1994), S.163f.Google Scholar
  1653. 1869.
    Vgl. Olschowy, W. (1990), S.93; vgl. ergänzend Meyer, M. (1994), S.158.Google Scholar
  1654. 1872.
    Zu den allgemein üblichen Abgrenzungskriterien gehören die Ausdifferenzierung einer “gesamtwirtschaftlichen”, “politisch-rechtlichen”, “sozio-kulturellen”, “natürlich-ökologischen” und “technologisch-wissenschaftlichen” Umwelt (vgl. mit weiteren Literaturnachweisen Huxold, S. (1990), S.51, S.176).Google Scholar
  1655. 1873.
    in Umkehrung der Überlegungen bei Normann, R. (1971), S.206Google Scholar
  1656. 1876.
    Das ist durchaus ein ebenfalls relevantes Problem der Wissenschaft. So fragt die Managementwissenschaft (wenn auch nicht völlig im Einklang mit der Begrifflichkeit der vorliegenden Untersuchung) bezüglich gesellschaftlicher Fragestellungen von Unternehmungen: “Wie kann das Management gesellschaftspolitische Anliegen in die marktbezogenen Managementprozesse integrieren?” Dyllick, T. (1986), S375Google Scholar
  1657. 1877.
    Vgl. Obring, K. (1992), S.12.Google Scholar
  1658. 1878.
    “So können polyzentrische Handlungsstrukturen etwa zwischen verschiedenen Organisationen, innerhalb einer Organisation oder zwischen einer Organisation und einer staatlichen Behörde beobachtbar sein.” Obring, K. (1992), S.232; zur Referenz des Netzwerkbegriffs vgl. Lütz, S. (1995), S.170.Google Scholar
  1659. 1879.
    Bisweilen wird auch von “strategischen Familien” gesprochen (vgl. Albach, H. (1992), S.663ff.). 188° Obring, K. (1992), S.14, im Original teilweise kursivGoogle Scholar
  1660. 1880.
    Vgl. z.B. Oliver, C. (1990), S.241ff.Google Scholar
  1661. 1881.
    Sydow, J. (1992e), S.6; vgl. ergänzend Jarillo, J.C. (1988), S.31f.Google Scholar
  1662. 1882.
    Vgl. der Konnotation nach Powell, W.W. (1990), S323.Google Scholar
  1663. 1883.
    Mabel betont vor allem für die Erforschung personeller Verflechtungen von Organisationen, daß sich im an-gelsächsischen Sprachraum hierzu Diskussionen bis Anfang dieses Jahrhunderts datieren lassen (vgl. Habel, S. (1992), S.107). Nach Obring wurde der Netzwerkansatz ursprünglich in der Soziologie zur Erfassung des Zusammenwirkens differenter Einheiten entwickelt (vgl. Obring, K. (1992), S.232f.).Google Scholar
  1664. 1884.
    Vgl. Obring, K. (1992), S.17. Besondere Aktualität erlangt die Perspektive durch die Beobachtung der Struk-turierung der japanischen Industrie, vor allem des Zulieferwesens im Automobilbereich (vgl. Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.122f., S.126f., S.136f.).Google Scholar
  1665. 1890.
    Es ist jedoch auf eine Kontroverse in der Organisationstheorie hinzuweisen, die besonders im Rahmen der In-stitutionalisierung organisationaler Verflechtungen Bedeutung erlangt hat. Der integrativen Funktion von Verflechtungen wird mitunter die Funktion der Unsicherheitabsorption entgegengestellt (vgl. für einen Überblick mit weiteren Literatumachweisen Habel, S. (1992), S.107ff.). Zu berücksichtigen gilt, daß die Systemtheorie diesbezüglich eine vermittelnde Position einnimmt: Integration schließt über die Bildung einer formgebenden Systemeinheit eine Unsicherheitsabsorption für die Teilsysteme nicht aus.Google Scholar
  1666. 1891.
    Sydow spricht dann von “strategischen Netzwerken” (vgl. Sydow, J. (1992a), S.243, S.245, S.249f.).Google Scholar
  1667. 1892.
    Mit Sydow sind Netzwerke ausgeschlossen, “… die keine strategische Bedeutung für zumindest einige der darin kooperierenden Netzwerkuntemehmungen haben (z.B. Kooperationen in operativen, dem Kern-Geschäft nicht verwandten Aufgaben)…” (Sydow, J. (1992a), S.251, Fn. weggelassen) Polyzentrismus ist nicht pauschal als das Ergebnis strategischer Entscheidungen anzusehen (vgl. anderer Meinung Obring, K. (1992), S.I39). Ebenso ist der vorliegende Begriff des strategischen Netzwerks nicht auf die Erzielung von Wettbewerbsvorteilen hin zentriert, wie z.B. bei Freichel, S.L.K. (1992), S.59. Netzwerke sind von strategischer Natur, wenn die Form der Teile des Netzwerks erst hinreichend durch die Zugehörigkeit zum Netzwerk verständlich wird.Google Scholar
  1668. 1893.
    Mitunter wird in der “Netzwerktheorie” gar ein neues strategisches Paradigma gesehen (vgl. z.B. Ringlstetter, M. (1990), S.7).Google Scholar
  1669. 1894.
    Zu “kollektiven Strategien” vgl. Bresser, R.K.F. (1989), S.545ff.Google Scholar
  1670. 1895.
    Vgl. Sydow, J. (1992a), S.246, einschließlich Fn.3. Auf die Kontroverse zu diesem Problem wird in der Theorie jedoch nicht immer eingegangen (vgl. z.B. Oliver, C. (1990), S.241ff.).Google Scholar
  1671. 1896.
    Vgl. anstelle vieler Teubner, G. (1992), S.189.Google Scholar
  1672. 1897.
    So findet sich anstelle des Begriffs “Hybride” mitunter die Bezeichnung “intermediäre Organisationsform” (vgl. z.B. Sydow, J. (1992a), S.245), oder der Begriff der “Zwischenform” (vgl. z.B. Asdonk, J., Bredeweg, U., Kowol, U. (1994), S.79).Google Scholar
  1673. 1898.
    Vgl. grundlegend Williamson, O.E. (1990); vgl. knapp Picot, A., Reichwald, R. (1994), S.550.Google Scholar
  1674. 1899.
    Vgl. vertiefend Sydow, J. (1992a), S.246ff. Die obige Unterscheidung läßt sich anhand des organisationstheoretischen Lehrbuchwissens knapp wie folgt skizzieren: “Markt steht für den Austausch von genau spezifizierten Leistungen bei häufig flüchtigen Beziehungen, die Organisationen in kalkulierbarer Weise binden. Hierarchie steht für Beziehungen, bei denen die zu erbringende Leistung nicht von vornherein exakt bestimmt werden soll oder kann; vielmehr werden zunächst nur die Bedingungen für eine Einbindung und die weitere Präzisierung der zu erbringenden Leistungen festgelegt.” Kieser, A., Kubicek, H. (1992), S.15, im Original teilweise kursivGoogle Scholar
  1675. 1900.
    Vgl. implizit ergänzend Richter, F.-J. (1993), S.282. Die Standorttheorie müßte dann zudem als Theorie des Übergangs zwischen Organisation und Umwelt angelegt werden.Google Scholar
  1676. 1901.
    Vgl. Powell, W.W. (1990), S.299; vgl. Teubner, G. (1992), 8.193ff.Google Scholar
  1677. 1903.
    Vgl. z.B. die Ausrichtung der Überlegungen bei Powell, W.W. (1990), S.296ff.Google Scholar
  1678. 1904.
    Die Argumentation stützt sich auf Überlegungen von Teubner (vgl. Teubner, G. (1992), S.189ff.; Teubners Überlegungen zusammenfassend vgl. Obring, K. (1992), 8.273ff.), da sich aus dem Lager der Autopoieten ansonsten zumindest keine nennenswerten Ausführungen finden lassen. Zu Teubners Überlegungen im Original ist anzumerken, daß sie z.T. in eine recht metaphemartige und damit unpräzise Sprache gekleidet und häufig mit vermeidbaren Amerikanismen gespickt sind. Ihr Elaborierungsgrad ist daher aufs Ganze gesehen als eher gering zu betrachten.Google Scholar
  1679. 1906.
    Vgl. Teubner, G. (1992), S.195, S.197.Google Scholar
  1680. 1907.
    Teubner, G. (1992), S.195, vgl. vertiefend S.195f.Google Scholar
  1681. 1908.
    Vgl. Teubner, G. (1992), S.197; für Indikatoren der Netzwerkexistenz vgl. Hahn, R., Gaiser, A., Héraud, JA., Muller, E. (1995), S.248.Google Scholar
  1682. 1911.
    Ergo entstehen zwei grundsätzlich unterschiedliche Typen von Netzwerken: “Organisationsnetzwerke” (Kennzeichen: indirekte Steuerungsansätze, Bildung organisationsinterner Märkte, Einführung segrnentärer Differenzierungen z.B. durch Profit Center) und “Marktnetzwerke” (Kennzeichen: Verstärkung interner Anreiz-und Kontrollsysteme, Maßnahmen zum Abbau von Informationsasymmetrien, Aufbau einer Steuerungseinheit) (vgl. Teubner, G. (1992), S.201ff.).Google Scholar
  1683. 1913.
    Die obige Formulierung lehnt es nebenbei ab, teleonome Perspektiven in die Definition von polyzentrischen Systemen aufzunehmen, wie z.B. durch den expliziten Bezug des Netzwerkzwecks auf “Umweltgestaltung” bei Obring, K. (1992), S.136.Google Scholar
  1684. 1915.
    Ähnlich sieht dies Powell, obgleich er nicht auf den Bezugsrahmen der Autopoiesistheorie referiert: “Network forms of organization - typified by reciprocal patterns of communication and exchange - represent a viable pattern of economic organization.” Powell, W.W. (1990), S.295Google Scholar
  1685. 1916.
    So findet sich bei Sydow der Begriff der “Interorganisationsstruktur” (Sydow, J. (1992a), S.253; vgl. zusätzlich die Beispiele der Entstehung und Reproduktion von Netzwerken bei Ringlstetter, M. (1990), S.12£).Google Scholar
  1686. 1917.
    Diese Einsicht konfligiert mit der verbreiteten Auffassung, Netzwerke seien keine Akteure (vgl. Teubner, G. (1992), S.193).Google Scholar
  1687. 1918.
    Mit der Betonung von “Kooperationen” als Elemente von Netzwerken wird dem Aspekt Rechnung getragen, daß sich Beziehungen zwischen Organisationen nicht per se auf Wettbewerbsbeziehungen reduzieren lassen (vgl. - obwohl ohne Verweis auf die Autopoiesistheorie - Obring, K. (1992), S.137).Google Scholar
  1688. 1919.
    Erstaunlicherweise bleibt in der autopoietischen Netzwerktheorie die Elementbestimmung eher unterbelichtet. Bei den für den obigen Text wichtigen Überlegungen Teubners bleibt der Elementbegriff völlig unbestimmt. Auch zum Verhältnis zum Elementarakt der Organisation, der Entscheidung, bezieht Teubner keine Stellung. Lediglich Ringlstetter bestimmt systemtheoretisch den Elementarakt von Netzwerken, wenngleich eher beiläufig und spekulativ, als “Kooperation” (vgl. Ringlstetter, M. (1990), S.12). Hierzu passend erscheint, daß die im Augenmerk liegende Netzwerkform in Japan als “kooperatives Netzwerk” bezeichnet wird (vgl. Richter, F.-J. (1993), S.282). In der nichtsystemtheoretischen Netzwerkforschung wird der kooperative Charakter von Netzwerken besonders betont (vgl. Sydow, J. (1992a), S.248; vgl. Hinweise bei Kirsch, W. (1992), S.132). Der Entscheidungsbezug der autopoietischen Elemente von Netzwerken wird unter Referenz auf die Bemerkung bei Charan, Netzwerke integrieren Entscheidungen, formuliert (vgl. Charan, R. (1991), S.105).Google Scholar
  1689. 1920.
    Mit Vizjak läßt sich an diesen Teilheiten der “föderative Charakter” der Netzwerkstrukturen festmachen (vgl. eher beiläufig Vizjak, A. (1990), S.31).Google Scholar
  1690. 1921.
    Teubner, G. (1992), S.200, Amerikanismen durch deutsche Begriffe ersetzt Das Netzwerk ist durch die lose Kopplung der Teilnehmer mit in Grundzügen chaotischen Verhältnissen durchwoben (vgl. Richter, F.-J. (1993), S.282).Google Scholar
  1691. 1922.
    Vgl. Sydow, J. (1992a), S.248. Teubner spricht deshalb von “polykorporativen Kollektiven” (vgl. Teubner, G. (1992), S.191). Vgl. Teubner, G. (1992), S.208; vgl. ergänzend Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.372. Vgl. Sydow, J. (1992a), S.251, vgl. ähnlich S.252. Teubner, G. (1992), S.208, im Original teilweise kursivGoogle Scholar
  1692. 1923.
    Vgl. Teubner, G. (1992), S.198ff.. Es verwundert daher nicht, daß die Grenzen der Netzwerkunternehmungen verwaschen erscheinen, wie von Sydow herausgestellt wird (vgl. Sydow, J. (1992a), S.249).Google Scholar
  1693. 1931.
    Es wird der Organisation die Fähigkeit zugesprochen, “… sich als ‘Multiple Self zu konstituieren, das verschiedene, durchaus widersprüchliche Weltsichten in sich vereint…” Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.113Google Scholar
  1694. 1935.
    in Anlehnung an Neuberger, O. (1992), S.150Google Scholar
  1695. 1936.
    Zur allgemeinen Theoriegrundlage vgl. Schlosser, G. (1993), S.112£Google Scholar
  1696. 1937.
    Lueger, M. (1992), S.170Google Scholar
  1697. 1938.
    Schlosser spricht in diesem Sinne von einem “Teilsystem in seiner Identität als Teilsystem…” Schlosser, G. (1993), S.151, im Original teilweise kursivGoogle Scholar
  1698. 1939.
    Ähnlich - obwohl recht analytisch und mit allgemeiner Ausrichtung - betont diese Einsicht Sheldrake: “’Morphisch’ steht… für den Formaspekt und ‘Einheit’ für den Ganzheitsaspekt.” (Sheldrake, R. (1992), S.128) Der zweite Sachverhalt wird auch von v. Bülow betont, die festhält, “… daß es ein Sinnzusammenhang ist, der die Richtschnur dafür gibt, was als Obersystem und was als Systemteil anzusehen ist.” Bülow, I. v. (1989), S.73Google Scholar
  1699. 1940.
    Im Einklang hiermit betonen Bullinger/Ganz, daß die Integration der Vielfalt organisatorischer Teileinheiten ein interdisziplinäres Arbeiten verlangt (vgl. Bullinger, H.-J., Ganz, W. (1990), S.52).Google Scholar
  1700. 1941.
    In diesem Falle ist die übergreifende Gestalt eher nur diffus entwickelt, was nicht völlig ohne Vorteil sein kann: “This avoids threatening cautious and reluctant interests, while preserving the leeway needed to accommodate unanticipated developments.” Pava, C. (1986), S.619, im Original im Kontext einer spezifischen Art von Systemwandel verortet, Rechtschreibfehler berichtigtGoogle Scholar
  1701. 1942.
    Diese Einsicht deutet sich bei Lueger an: “Die Bedeutung organisationaler Machtphänomene ist in der Integrationsproblematik komplexer Sozialsysteme begründet…” Lueger, M. (1992), S.171; vgl. ergänzend Friedberg, E. (1988), 5.39f.Google Scholar
  1702. 1943.
    Bosetzky betont gleichermaßen die Wichtigkeit der Politik für die Systemintegration, jedoch mit einer zu positiven Konnotation: Er unterstellt der Politik schlechthin eine integrierende Wirkung (vgl. Bosetzky, H. (1988), S.37).Google Scholar
  1703. 1944.
    Lueger, M. (1992), S.173Google Scholar
  1704. 1945.
    Sandner, K. (1992), S.70, im Original teilweise kursivGoogle Scholar
  1705. 1946.
    Es bildet sich eine Wirklichkeit heraus, die als geteilte Wirklichkeit der differenten Interpretationsmodi anzusehen ist (in Anlehnung an Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.374).Google Scholar
  1706. 1947.
    Bleicher, K. (1991a), S.378Google Scholar
  1707. 1948.
    Vgl. ähnlich Schreyögg, G. (1991), S.282.Google Scholar
  1708. 1951.
    Es wird angenommen, daß Integrationsstrategien untereinander konfligieren können. Z.B. kann eine Integration durch “charismatische Autorität” einer Integration durch die “Untemehmungsverfassung” zuwiderlaufen.Google Scholar
  1709. 1952.
    in Generalisierung und Respezifikation der Überlegungen bei Ziemke, A. (1992), S.78Google Scholar
  1710. 1953.
    in Generalisierung und Respezifikation der Überlegungen bei Ziemke, A. (1992), S.82f.Google Scholar
  1711. 1954.
    in loser Anlehnung an Ziemke, A. Stöber, K. (1992), S.59Google Scholar
  1712. 1955.
    Weiss, E. (1989), S.138Google Scholar
  1713. 1956.
    Hier wird einem Gliederungsansatz v. Billows heuristisch gefolgt, die in “organismischer Sicht” zwischen den “Grenzen einer Ganzheit” und den “Grenzen eines Teils” unterscheidet (vgl. Bülow, I. v. (1989), S.50ff., S.56ff.).Google Scholar
  1714. 1957.
    So ist nach Keller “(d)ie Entscheidung über das Raster einer Umweltanalyse… wichtig, weil sie eine Vorent-scheidung fir die Altemativensuche und -bewertung bei der Strategiefindung darstellt.” Keller, A. (1990), S.194 ’ Insofern ist es dann auch nicht verwunderlich, das Unternehmungen die “Natur” nur schwerlich direkt adressieren können, sondern auf sie nur eher indirekt mit der Sprache der Zahlung reagieren (vgl. Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), 5.319f.).Google Scholar
  1715. 1959.
    Die Umweltverbundenheit der Organisation wird in der Organisationstheorie mitunter mit dem Begriff der “externen Integration” der Organisation belegt (vgl. z.B. Keller, A. (1990), S.I93). Diese Begrifflichkeit ist theoretisch unzureichend durchdrungen. Bei der Unterscheidung von System und Umwelt geht es nicht um Integration, sondern um Differenz.Google Scholar
  1716. 1960.
    in loser Anlehnung bezüglich der Legitimationsbemühungen an Kirsch, W., Knyphausen, D. zu (1988), S.500 ‘86’ Der aufgezeigte Zusammenhang kann nicht pauschal in den Status der Gültigkeit erhoben werden (vgl. der Intention nach gleichlautend Strasser, G. (1991), S.120).Google Scholar
  1717. 1962.
    Diese Typen müssen nicht auf den gesellschaftlichen Bereich beschränkt bleiben, wie z.B. jedoch teilweise in den Argumentationen Kirschs impliziert wird (vgl. Kirsch, W. (1992), S.129).Google Scholar
  1718. 1963.
    Strasser formuliert: “Organisatorische Felder sind wesentlich durch Kontextgemeinschaften charakterisier-bar.” Strasser, G. (1991), 5.117, im Original teilweise kursiv; vgl. Kirsch, W. (1990a), S.121.Google Scholar
  1719. 1964.
    Strasser, G. (1991), S.119, Fn. weggelassen; vgl. Kirsch, W. (1992), S.133; vgl. Ringlstetter, M. (1988), S.31. 1965 Dyllick betont z.B., daß die zunehmende Umweltzerstörung auf die Unternehmungen zurückschlägt (vgl. Dyllick, T. (1982), S.161).Google Scholar
  1720. 1966.
    in loser Anlehnung an Strasser, G. (1991), S.120Google Scholar
  1721. 1967.
    Es wird nicht allen Bezügen zur Umwelt die gleiche Behandlung entgegengebracht (vgl. Bleicher, K. (1994), S.159f.).Google Scholar
  1722. 1968.
    in loser Anlehnung an Boehm-Tettelbach, P. (1990), S.206ff.Google Scholar
  1723. 1969.
    Die maßgebende Ausrichtung an Kausalität ist kaum verwunderlich, spielen in Organisationen doch Steue-rungsüberlegungen eine erhebliche Rolle (vgl. zusätzlich die Konnotation der Überlegungen bei Boehm-Tettel-bach, P. (1990), S.202f.).Google Scholar
  1724. 1970.
    So werden z.B. Technologieentwicklungen mittels zyklisch interpretierter Kausalitäten zu erfassen versucht (vgl. anstelle vieler einschließlich einer kritischen Würdigung dieses Ansatzes Weiss, E. (1989), S.52ff.).Google Scholar
  1725. 1971.
    In einer zusehends stärker verflochtenen und integrierten Gesellschaft steigt auch die Abhängigkeit der ver-schiedenen Gesellschaftsbereiche voneinander an. Probleme in einem Bereich pflanzen sich über verschiedenste Kanäle fort und tauchen plötzlich an ganz anderen Orten wieder auf.“ Dyllick, T. (1982), S.I62Google Scholar
  1726. 1972.
    So lassen sich z.B. Kausalitäten zwischen Recht und Wirtschaft thematisieren (vgl. programmatisch Hayek, F.A. v. (1969), S.47ff.; vgl. Urbach, R. (1990), S.92ff.).Google Scholar
  1727. 1973.
    An dieser Stelle ließe sich als Beispiel die Lokalisierung unterschiedlicher Anspruchsgruppen anführen (vgl. Nabel, S. (1992), S.100). Weiterhin lassen sich hier Konzepte der Strategieplanung ansiedeln (vgl. anstelle vieler für einen Überblick Hax, A.C., Maj luf, N.S. (1991), S.133ff.).Google Scholar
  1728. 1974.
    Dem liegt die Einsicht zugrunde, “… daß die Teile eines sozialen Systems selbst Systemgrenzen definieren, die voneinander abweichend und möglicherweise widersprüchlich sind…” Bülow, I. v. (1989), 531f., im Original teilweise unterstrichenGoogle Scholar
  1729. 1975.
    Dariiber hinaus unterstreicht der negative Realismus des Radikalen Konstruktivismus die Vielfalt, Vagheit, Vieldeutigkeit und die geringe Erwartungssicherheit umweltrelevant erscheinender Informationen (in loser Anlehnung an Bleicher, K. (1994), S.164f.).Google Scholar
  1730. 1976.
    Die Managementwissenschaft betont hier vor allem die Asymmetrisierung nach Input und Output der Organisation (vgl. im weitesten Sinne und eher ergänzend Weiss, E. (1989), S.138).Google Scholar
  1731. 1977.
    Luhmann, N. (1985a), S.265Google Scholar
  1732. 1978.
    Röpke verkündet optimistisch: “Je differenzierter ein organisatorisches System,… desto größer ist die Fähigkeit der Organisation,… die Komplexität der Welt zu begrenzen…” Röpke, J. (1977), S.183fGoogle Scholar
  1733. 1979.
    Ähnlich lauten die Ausführungen von v. Bülow, die ihre Überlegungen jedoch nicht auf die Umwelt, sondern auf das System selbst richtet (vgl. Bülow, I. v. (1989), S.81).Google Scholar
  1734. 1980.
    In diesem Sinne betont Schreyögg, daß jede Grenzziehung zu vereinfachten Umwelten führt (vgl. Schreyögg, G. (1991), S.277).Google Scholar
  1735. 1981.
    Vergleichbar gelangt Weick zu dem Ergebnis: “Umwelten sind vielgestaltig, (sie; A.d.V.) existieren im Auge des Betrachters…” Weick, K.E. (1985a), S.242Google Scholar
  1736. 1982.
    In ähnlicher Manier - obwohl mit einigen Theoriedifferenzen zur vorliegenden Untersuchung - notiert Weick: “Glaubensvorstellungen weisen Teilen der Umwelt ihren Platz zu, und sie weisen bei verschiedenen Menschen unterschiedlichen Teilen einen Platz zu.” Weick, K.E. (1985a), S.197Google Scholar
  1737. 1983.
    Es wird demgemäß mit der Differenz “Teilsystem/Feilsystemumwelt” argumentiert (vgl. zu dieser Differenz zusätzlich Luhmann, N. (1985a), S.262).Google Scholar
  1738. 1984.
    Die Inkommensurabilität steigt, je stärker das System polyzentrisch organisiert ist (in loser Anlehnung anGoogle Scholar
  1739. 1987.
    Somit bleibt das von Keller aufgezeigte Problem eines möglicherweise zerstörten Sinnzusammenhangs durch die Vielheit der Perspektiven (vgl. Keller, A. (1990), S.225) stets latent vorhanden.Google Scholar
  1740. 1988.
    Das gilt allgemein, d.h. gleichermaßen fir die Teilsysteme: “Das System wählt seine Umwelt und bestimmt damit in gewissem Maß die Art und Intensität des Umweltdruckes, dem es sich aussetzt…” (Röpke, J. (1977), S.69) Bei Durkheim wird notiert: “Da wir in bestimmte Umwelten eingebunden sind, nehmen wir die Dinge in einem je spezifischen Sinne.” Durkheim, E. (1993), S.93Google Scholar
  1741. 1990.
    Vgl. zudem und auf der Ebene des Gesamtsystems argumentierend Baecker, D. (1988), S.91. ‘89’ Durkheim, E. (1993), S.93Google Scholar
  1742. 1991.
    Hierbei kann es sich - für ein Beispiel - um einen politischen Gebrauch von Information (vgl. ergänzend Al-Ani, A. (1993), S.145f.) handeln.Google Scholar
  1743. 1993.
    Die mikropolitische Thematisierung von Netzwerkverbindungen ist erst seit kurzem ein Gegenstand organisa-tionstheoretischer Forschungen (vgl. Sydow, J. (1992c), S.259).Google Scholar
  1744. 1996.
    “Among the most significant consequences that theorists have attributed to the establishment of interorganizational relationships is a loss of organizational decision-making autonomy…” Oliver, C. (1991a), S.943Google Scholar
  1745. 1999.
    Vgl. Oliver, C. (1991a), S.943ff. Oliver geht bei ihrer Untersuchung von der Erwartung aus: “If organizations possess generalizable tendencies to avoid relationships which comprise their autonomy…, then the frequency with which relations are established should be inversely related to the loss of organizational autonomy associated with these relationships.” Oliver, C. (1991a), S.949Google Scholar
  1746. 2000.
    Vgl. die Ergebnisse bei Oliver, C. (1991a), S.956ff. Oliver zeigt aber nicht, wie nun Organisationen die von ihr beschriebene Abwägung des Autonomieverlusts mit den Vorteilen aus Netzwerkverbindungen vollziehen. Diese Einsichten befinden sich jenseits ihres vorwiegend quantitativen Ansatzes.Google Scholar
  1747. 2001.
    Vgl. Ringlstetter, M. (1990), S.10; vgl. ergänzend Obring, K. (1992), S.238.Google Scholar
  1748. 2002.
    “Häufig schließen Organisationen sich zu Untemehmensverbindungen zusammen, um solche Gegebenheiten… beeinflussen zu können, auf die einzelne Organisationen keinen Einfluß haben. Die Entstehung von Untemehmensverbindungen kann damit als Ausdruck der Bemühungen einzelner Organisationen interpretiert werden, ihren strategischen Handlungsspielraum zu erweitern.” Obring, K. (1992), S.325Google Scholar
  1749. 2003.
    Damit wird Ringlstetter gefolgt, der die Beachtung der Entstehungssituationen von Netzwerken einfordert (vgl. Ringlstetter, M. (1990), S.I3).Google Scholar
  1750. 2004.
    “We no longer know what we know about the formation of interorganizational relationships.” Oliver, C. (1990), 5.241; vgl. für eines der seltenen Beispiele der Nennung von Netzwerkentstehungsgründen Wieandt, A. (1993), 5.341.Google Scholar
  1751. 2005.
    Bei Obring heißt es knapp: “Organisationen schließen sich… zusammen, um als Mitglieder einer multiorgani-sationalen Verbindung… Einfluß auf die Gestaltung der Umweltbedingungen zu erhalten.” Obring, K. (1992), S.136Google Scholar
  1752. 2006.
    So wird in der Forschung auf die Vielzahl der Gründe der Netzwerkentstehung hingewiesen (vgl. Powell, W.W. (1990), S.322).Google Scholar
  1753. 2016.
    Vgl. z.B. den Verweis auf die Bedeutung des bundesdeutschen und europäischen Kartellamts fir die Bildung von Logistik-Netzwerken bei Freichel, S.L.K. (1992), S.60.Google Scholar
  1754. 2018.
    Vgl. nachfolgend Oliver, C. (1990), S.243f.Google Scholar
  1755. 2019.
    Der Aspekt der Ressourcenknappheit nimmt traditionell einen hohen Stellenwert ein, wenn es darum geht, die Entstehung von externen Beziehungen der Organisation zu erklären. Bei Dyllick heißt es z.B.: “Über die Ressourcen verfügen bestimmte gesellschaftliche Gruppen oder Institutionen, mit denen die Unternehmung in Beziehung treten muß, wenn sie deren Beiträge benötigt.” Dyllick, T. (1984), S.74Google Scholar
  1756. 2020.
    Es läßt sich in diesem Fall nur von einem “gemäßigten Polyzentrismus” sprechen (in enger Anlehnung an Ringlstetter, M., Skrobarczyk, P. (1994), S.346).Google Scholar
  1757. 2022.
    Vgl. nachfolgend Oliver, C. (1990), S.244f.Google Scholar
  1758. 2023.
    Dem Aspekt der Wechselseitigkeit hat sich die Forschung unter der Rubrik “Zusammenarbeit in Netzwerken” bisher am eingehendsten genähert (in Anlehnung an Bonacich, P. (1990), S.458). Dementsprechend betont Powell kaum überraschend die zentrale Stellung der Wechselseitigkeit fir die Diskussion von Netzwerken (vgl. Powell, W.W. (1990), S.304).Google Scholar
  1759. 2026.
    Allerdings sollte dieses harmonische Bild nicht ins Extrem getrieben werden: “Beispielsweise können im Rahmen einer Kooperation zwischen den beteiligten Organisationseinheiten beschaffungsseitig gleichgerichtete Interessen vorliegen, während absatzseitig Wettbewerb herrscht.” Freichel, S.L.K. (1992), S.53, Fn.22Google Scholar
  1760. 2027.
    Vgl. Obring, K. (1992), S.235ff.Google Scholar
  1761. 2028.
    Diese Ausrichtung entspräche dem “Anspruchsgruppen-Konzept” (vgl. Dyllick, T. (1984), S.74). 2m9 Obring, K. (1992), S.138Google Scholar
  1762. 2030.
    Vgl. nachfolgend Oliver, C. (1990), S.245.Google Scholar
  1763. 2032.
    Powell notiert: “In only a minority of instances is it sensible to maintain that the genesis of network forms is driven by a concern for minimizing transaction costs.” Powell, W.W. (1990), S.322Google Scholar
  1764. 2034.
    Diese Aspekte können z.B. in unsicheren Umwelten liegen, wie Oliver betont (vgl. Oliver, C. (1991a), S.958). 2035 Obring, K. (1992), S.155, Grammatikfehler berichtigtGoogle Scholar
  1765. 2037.
    Ähnlicher Meinung ist Obring, der aber den Differenzgrad der Wirklichkeitskonstruktionen nicht so sehr als empirische Frage ansieht, sondern eher pauschal stark divergierende Perspektiven unterstellt (vgl. Obring, K. (1992), S.116, jedoch vollzieht Obring eine - wenn auch eher implizite - Relativierung seiner Sicht auf S.324). Eine gewisse Konvergenz der Wirklichkeitsperspektiven wird unabdingbare Voraussetzung ffir das Entstehen von Netzwerken sein (in loser Anlehnung an Oliver, C. (1990), S.250; vgl. Powell, W.W. (1990), S.326).Google Scholar
  1766. 2038.
    Vgl. anhand des Beispiels “Strategische Partnerschaften” und “Unternehmungskultur” Vizjak, A. (1990), 5.151.Google Scholar
  1767. 2039.
    Gleichlautend betont Freichel, daß interorganisatorische Beziehungen durch gleichgerichtete und gegeneinander gerichtete Interessen geprägt sein können (vgl. Freichel, S.L.K. (1992), S.53).Google Scholar
  1768. 2040.
    So ist nach Bonacich z.B. “kooperatives” und “kompetitives” Verhalten möglich (vgl. Bonacich, P. (1990), S.449). Jeder Netzwerkkontakt kann also Konflikt oder Harmonie bedeuten (vgl. Powell, W.W. (1990), S305). zas Vgl. Obring, K. (1992), S.324.Google Scholar
  1769. 2041.
    Vgl. implizit Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.375.Google Scholar
  1770. 2042.
    Asdonk, J., Bredeweg, U., Kowol, U. (1994), S.79, En. weggelassen; die Beziehungen im Netzwerk sind eng mit Macht verbunden (vgl. Sydow, J. (1992c), S.257£). Netzwerke lassen sich dementsprechend politologisch begreifen (vgl. Benson, J.K. (1975), S.229ff.). Charakteristisch ist auch hier der wechselseitige politische Tausch (vgl. Weinzierl, H. (1994), S.90).Google Scholar
  1771. 2043.
    Obring schreibt - wenngleich vor dem Hintergrund einer anders gelagerten Theoriebasis - zur Reduktion von Inkommensurabilitäten in polyzentrischen Systemen: “Es wird versucht, die Lebens-und Sprachformen anschlußfähiger zu machen. Dabei ist… nicht davon auszugehen, daß dies jemals vollständig gelingen kann. Die verschiedenen Lebens-und Sprachformen der Partialsysteme bleiben grundsätzlich erhalten.” Obring, K. (1992), S.307 20i Vgl. ergänzend Ringlstetter, M. (1990), S.4.Google Scholar
  1772. 2051.
    Es muß m.a.W. zur Handhabung der Interdependenzen zwischen den Teilnehmern kommen (vgl. Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.375).Google Scholar
  1773. 2052.
    Vgl. Ringlstetter, M. (1990), S.4.Google Scholar
  1774. 2053.
    So beobachtet die Forschung in Netzwerken mitunter ein konfliktträchtiges “Kommunikationsdilemma”: Dieses “… exists when members of a network have incentives not to share, but to accumulate more knowledge than other network members even though such behavior delays the achievement of network goals.” Bonacich, P. (1990), S.458Google Scholar
  1775. 2054.
    Vgl. die Überlegungen zu kulturellen Problemen der Integration im Rahmen Strategischer Partnerschaften bei Vizjak, A. (1990), S.150ff.Google Scholar
  1776. 2050.
    Vgl. Obring, K. (1992), 5.108.Google Scholar
  1777. 2056.
    So wird gewissermaßen die hohe Politikimmanenz von Netzwerken in die Organisation aufgenommen. Gleiches gilt auch umgekehrt, wenn “… organisationale Innenpolitiken in interorganisationalen Verhandlungen aufeinandertreffen.” Sydow, J. (1992c), S.258Google Scholar
  1778. 2057.
    In Anlehnung an Freeman, J. (1982), S.11; dieses Problem besitzt gegenwärtig besonders hohe Aktualität (vgl. anstelle vieler Krüger, W. (1993), S.579f.).Google Scholar
  1779. 2058.
    Mithin wird der betriebswirtschaftlich und organisationstheoretisch gebräuchliche, aber theoretisch falsche Begriff des “Organisationslebenszyklus” vermieden, legt dieser doch eine zu Recht zahlreich kritisierte Biologis musanalogie nahe (vgl. zur Kritik z.B. Pümpin, C., Prange, J. (1991), S.42î).Google Scholar
  1780. 2059.
    Vgl. Miller, D., Friesen, P.H. (1984), S.1164.Google Scholar
  1781. 2060.
    Walsh, J.P., Dewar, R.D. (1987), S.221; vgl. Freeman, J. (1982), S.2; vgl. Gomez, P., Zimmermann, T. (1993), 5.142.Google Scholar
  1782. 2061.
    Es entspricht nicht den Gegebenheiten, wenn Höft konstatiert, daß das Altem von Organisationen zwar wichtig, aber in der Literatur eher vernachlässigt sei (vgl. Höft, U. (1992), S.88; vgl. mit gleicher Konnotation wie Höft Mintzberg, H. (1984), S.207). Dementgegen stellen Miller/Friesen bereits im Jahre 1983 einen dramatischen Anstieg der Organisationszyklus-Forschung fest (vgl. Miller, D., Friesen, P.H. (1983), S.339; vgl. Miller, D., Friesen, P.H. (1984), S.1161; vgl. Smith, K.G., Mitchell, T.R, Summer, C.E. (1985), S.801). Für einen Überblick über einige Organisationszyklusmodelle vgl. Quinn, R.E., Cameron, K. (1983), S.34ff.; vgl. Höft, U. (1992), S.88ff.; vgl. Gomez, P., Zimmermann, T. (1993), S.143ff.Google Scholar
  1783. 2062.
    Die Organisationszyklus-Thematik wird mitunter auf organisationale Teileinheiten bezogen, wie z.B. Fabriken (vgl. Schmenner, R.W. (1983), S.121ff.).Google Scholar
  1784. 2064.
    Vgl. Höft, U. (1992), S.95; vgl. Miller, D., Friesen, P.H. (1984), S.1161.Google Scholar
  1785. 2065.
    Vgl. Quinn, RE, Cameron, K. (1983), S.40.Google Scholar
  1786. 2066.
    in loser Anlehnung an Höft, U. (1992), S.88Google Scholar
  1787. 2067.
    Vgl. Gomez, P., Zimmermann, T. (1993), S.153.Google Scholar
  1788. 2068.
    Vgl. Pümpin, C., Prange, J. (1991), S.79; vgl. ergänzend Gray, B., Ariss, S.S. (1985), S.711.Google Scholar
  1789. 2069.
    Dieser diskontinuierliche Wandel wird in der Organisationstheorie über Metarnorphosemodelle beschrieben (vgl. Milliman, J., Glinow, M.A. v., Nathan, M. (1991), S.326; vgl. Mintzberg, H. (1984), S.207; vgl. Freeman, J. (1982), S.I3).Google Scholar
  1790. 2070.
    Vgl. Quinn, R.E., Cameron, K. (1983), S.40.Google Scholar
  1791. 2071.
    Vgl. dem Ansatz nach ähnlich Smith, K.G., Mitchell, T.R., Summer, C.E. (1985), S.803, S.813.Google Scholar
  1792. 2072.
    In der Forschung wird dieser Sachverhalt häufig mit dem Begriff der “Revolution” umschrieben (vgl. Gomez, P., Zimmermann, T. (1993), S.145; vgl. Milliman, J., Glinow, M.A. v., Nathan, M. (1991), S.326f.).Google Scholar
  1793. 2076.
    Vgl. der Konnotation nach ähnlich Miller, D., Friesen, P.H. (1984), S.1177.Google Scholar
  1794. 2079.
    Vgl. Gomez, P., Zimmermann, T. (1993), S.142.Google Scholar
  1795. 2080.
    Es erscheint demzufolge verkürzt, wenn Freeman den Organisationszyklus als Muster in der Zeit bezeichnet (vgl. Freeman, J. (1982), S.2; vgl. der Konnotation nach ähnlich Dieckhaus, 0.-T. (1993), S.165). Es muß heißen: Muster in der Erkenntnisproduktion.Google Scholar
  1796. 2081.
    So wird mithin hier nicht unbedingt auf die Größe der Organisation abgestellt, wie es in der Literatur maßgeblich geschieht (vgl. anstelle vieler Gray, B., Ariss, S.S. (1985), S.710). Wer an eher quantitativen Orientierungen interessiert ist, beachte z.B. Schwalbach, J., Winter, S. (1993), S.149ff.Google Scholar
  1797. 2082.
    Im Gegensatz zu oben beurteilen z.B. Gomez/Zimmermann die Phasenkonfigurationen über das Kriterium des gestifteten Nutzenpotentials der Organisation (vgl. Gomez, P., Zimmermann, T. (1993), S.154E).Google Scholar
  1798. 2083.
    Es finden sich in der Literatur im Extrem Drei-Phasen-Modelle, aber auch Zehn-Phasen-Modelle (vgl. Höft, U. (1992), S.92). Überwiegen dürften jedoch Vier-Phasen-Modelle (vgl. Milliman, J., Glinow, M.A. v., Nathan, M. (1991), S.328, vgl. einige kritische Bemerkungen auf S.336).Google Scholar
  1799. 2084.
    Vor allem die Phase der Degeneration scheint in den meisten Organisationszyklusmodellen zu fehlen. Das mag nach Ansicht der Literatur daran liegen, daß die Degeneration unvorhersehbar und eher nur metaphorisch beschreibbar ist (vgl. Quinn, R.E., Cameron, K. (1983), S.40; vgl. dagegen unentschieden Walsh, J.P., Dewar, R.D. (1987), S.221). Die konstruktivistische Erkenntnistheorie schreckt diese vermutete Erklärungseinschränkung nicht. Sie deutet Degeneration als Zusammenbruch der bisher bestehenden Komplexitätsreduktion.Google Scholar
  1800. 2085.
    Das Modell widmet sich mithin dem “… sinnhaften Lernen über den Umgang mit Komplexität.” (Bleicher, K. (1994), S.50) Es geht dem Modell um die Beschreibung eines Musters, das Evolutionsstadien thematisiert (vgl. ergänzend Ulrich, K. (1993), S.40).Google Scholar
  1801. 2086.
    Vgl. Miller, D., Friesen, P.H. (1984), S.1176.Google Scholar
  1802. 2087.
    Vgl. Miller, D., Friesen, P.H. (1984), 5.1161, S.I 177. Es wird an diesem Ort nicht die Metapher des “genetischen Codes” verwandt, der den Verlauf quasi programmiert, wie von “Reifungstheorien” propagiert wird (vgl. Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.169E). Im übrigen sind alle “natürlichen” Metaphern völlig verfehlt. Unternehmungen haben weder eine natürliche Existenzdauer noch sind sie genetisch programmiert (vgl. Dosi, G., NelGoogle Scholar
  1803. 2088.
    Die Nicht-Irreversibilität der Phasenabfolge ist in den meisten Organisationszyklusmodellen nicht vorgesehen (vgl. Pümpin, C., Prange, J. (1991), S.81). Vielmehr wird der Organisationszyklus typischerweise deterministisch gedeutet (vgl. Dieckhaus, 0.-T. (1993), S.166; vgl. Milliman, J., Glinow, M.A. v., Nathan, M. (1991), S.327). Das trifft vor allem für die konzeptionelle Literatur zu (vgl. Miller, D., Friesen, P.H. (1984), S.l 175).Google Scholar
  1804. 2089.
    So kann z.B. an die Phase der Degeneration der organisationalen Form direkt die Improvisationsphase anschließen.Google Scholar
  1805. 2090.
    Vgl. ähnlich Quinn, R.E., Cameron, K. (1983), S.40.Google Scholar
  1806. 2091.
    Vgl. der Konnotation nach ähnlich Quinn, R.E., Cameron, K. (1983), S.34.Google Scholar
  1807. 2092.
    Zu Eigenschaften emergierender Organisationen vgl. Katz, J., Gartner, W.B. (1988), S.429ff.Google Scholar
  1808. 2093.
    Höft hingegen verdichtet das Tätigwerden der Organisation am Markt zu einer eigenständigen Marktphase und rechnet die Formierung der organisationalen Wirklichkeitskonstruktion als Untemehmungskonzeptentwicklung einer Vorbereitungsphase zu (vgl. Höft, U. (1992), S.99, S.100).Google Scholar
  1809. 2094.
    In die Subphase der Initiierung sind sogenannte ‘Pionierunternehmungen“ einzuordnen (vgl. zur Beschreibung der Pionieruntemehmung Pümpin, C., Prange, J. (1991), S.84ff.; vgl. Gomez, P., Zimmermann, T. (1993), S.155). Die Organisationsform ist in der Initiierungsphase wenig elaboriert und hat die ihr hieraus entstehenden Nachteile der relativ unzureichenden Welterschließung zu tragen. So überrascht es kaum, daß Freeman konstatiert, neue Organisationsformen hätten grundsätzlich Wettbewerbsnachteile im Vergleich zu den alten (vgl. Freeman, J. (1982), S.17; vgl. ergänzend Mintzberg, H. (1984), S.214). Die Organisation kämpft um ihre Viabilität (vgl. Miller, D., Friesen, P.H. (1984), S.l 162, vgl. auch die Ausführungen zur Geburt von Organisationen auf S.1169f.). In dieser Subphase ist viel unternehmerisches Verhalten gefordert. Kaum überraschend ist hier ebenfalls der Hinweis, daß junge Organisationen eher Generalisten im Management ansiedeln (vgl. Höft, U. (1992), zum unternehmerischen Verhalten S.101, zum Vorfanden von Generalisten S.95; vgl. zur Charakterisierung der Initiierungsphase auch Milliman, J., Glinow, M.A. v., Nathan, M. (1991), S.328f.).Google Scholar
  1810. 2095.
    Die Subphase der Elaboration darf nicht einfach mit einem umsatzbezogenen Wachstum der Organisation in Verbindung gebracht werden (zur Beschreibung von Wachstumsuntemehmungen vgl. Pümpin, C., Prange, J. (1991), S.97ff.; vgl. Gomez, P., Zimmermann, T. (1993), 5.155; vgl. Miller, D., Friesen, P.H. (1984), 5.1170f.). Elaboration wird als eine Aussage über den Grad des Erkenntnisfortschritts verstanden. Diese Sicht wird in der Literatur versteckt behandelt unter der Beobachtung des Kompetenzaufbaus von Wachstumsorganisationen (vgl. Miller, D., Friesen, P.H. (1984), S.1162). Das kann selbstverständlich zu einem Größenwachstum der Untemeh mung führen, da der Organisation mit zunehmender Erkenntnis die Handhabung der Weltprobleme besser gelingt und dabei eine Ausdehnung der Unternehmungsaktivität erfolgen kann. Beruht die Ausdehnung der Unternehmungsaktivität eher auf einer quantitativen Steigerung, liegt eine Multiplikation der eigentlichen Problemhandhabung (Pümpin/Prange sprechen von einer “… Multiplikation von Geschäftsaktivitäten…” Pümpin, C., Prange, J. (1991), S.97, im Original teilweise kursiv) vor. Man sieht dann schnell, daß idealtypisch der Grad an Ausarbeitung der Form der Organisation nicht per se gleichgesetzt werden darf mit Unternehmungswachstum. Das ist eine nicht zulässige Vereinfachung. Zur Verteidigung dieser Vereinfachung ist jedoch zu erwarten, daß mit dem quantitativ gedeuteten Unternehmungswachstum die Form der Organisation evolviert: So ist z.B. eine mU keine kleine Großuntemehmung. Die Form wandelt sich, wenn die Organisation wächst (vgl. Freeman, J. (1982), S.22).Google Scholar
  1811. 2096.
    Initiierung und Stop erscheinen somit als Antipoden. Ähnlich gelangen GomezlZimmerann zu dem Schluß: “Das Reife-Unternehmen erscheint… in vielerlei Hinsicht als das Gegenteil der Pionier-Unternehmen.” Gomez, P., Zimmermann, T. (1993), S.156; vgl. zu Reifeorganisationen auch Miller, D., Friesen, P.H. (1984), S.1171f.Google Scholar
  1812. 2097.
    Hier ist der unternehmerische Geist verloren (vgl. Pümpin, C., Prange, J. (1991), S.121).Google Scholar
  1813. 2098.
    Alle Organisationen weisen die Möglichkeit ihres Niedergangs auf (vgl. Gray, B., Ariss, S.S. (1985), S.715). Dabei ergeben sich eine Vielzahl niedergangsrelevanter Dysfunktionen (vgl. Cameron, K.S., Whetten, D.A., Kim, M.U. (1987), S.126ff.). Zudem bestehen unterschiedliche Niedergangsmuster (vgl. D’Aveni, R.A. (1989b), S.577ff.).Google Scholar
  1814. 2099.
    Vgl. Miller, D., Friesen, P.H. (1984), S.1162. Zu einer möglichen Beschreibung des organisationalen Niedergangs vgl. Hambrick, D.C., D’Aveni, R.A. (1988), S.lff.).Google Scholar
  1815. 2100.
    Auf dieser Linie unterscheiden Pümpin/Prange stabile Phasen und Krisen der Organisationsevolution (vgl. Pümpin, C., Prange, J. (1991), S.79). Bekannt geworden ist die Sicht der Abwechslung von stabilen Phasen und Krisen in der Literatur vor allem durch die Überlegungen Greiners (vgl. Greiner, L. (1972), S.37ff.). Nicht überraschend ist, daß mit Schwellenübergängen in der Organisationsevolution Krisen verbunden sein können.Google Scholar
  1816. 2101.
    Vgl. Pümpin, C., Prange, J. (1991), S.80.Google Scholar
  1817. 2162.
    Kuhn, T.S. (1989), S.80Google Scholar
  1818. 2107.
    Vgl. zur Beschreibung der organisationalen Erneuerung Miller, D., Friesen, P.H. (1984), S.1173f.Google Scholar
  1819. 2104.
    Krisen sind mithin nicht eben nur ein Hinweis für einen Paradigmenwechsel (vgl. so aber im Rahmen der Wissenschaftstheorie Kuhn, T.S. (1989), S.89), sondern dessen Bestandteil.Google Scholar
  1820. 2105.
    Vgl. zur Beschreibung des organisationalen Niedergangs Miller, D., Friesen, P.H. (1984), S.1174f.Google Scholar
  1821. 2106.
    “Schon allgemein gilt, daß ein System nur in dem Zeitpunkt existiert, in dem es operiert…” Luhmann, N. (1993a), S.308Google Scholar
  1822. 2107.
    Vgl. allgemein Nassehi, A. (1993), S.237.Google Scholar
  1823. 2108.
    Vgl. allgemein Luhmann, N. (1985a), S.73.Google Scholar
  1824. 2109.
    Luhmann, N. (1991d), S.115, En. weggelassenGoogle Scholar
  1825. 2110.
    Luhmann, N. (19906), S.109Google Scholar
  1826. 2111.
    Diese Einsicht ist in der Organisationstheorie meist implizit sedimentiert. So ist z.B. nach Boehm-Tettelbach “… der Standort das Ergebnis historisch gewachsener Gegebenheiten und Handlungsmuster…” Boehm-Tettelbach, P. (1990), 5.199Google Scholar
  1827. 2112.
    Vgl. Brandt, S. (1992), S.174.Google Scholar
  1828. 2113.
    Luhmann, N. (1985a), S.255Google Scholar
  1829. 2114.
    Kongruent spricht Nowotny von “… der kulturellen Vielfalt von Zeitvorstellungen.” Nowotny, H. (1993), S.10; vgl. Dux, G. (1992), S.103ff.; vgl. Hassard, J. (1991), S.107ff.Google Scholar
  1830. 2115.
    Vgl. Luhmann, N. (1991c), S.103f.Google Scholar
  1831. 2116.
    Vgl. Luhmann, N. (1990b), S.115. Diese Sichtweise findet mit der Beobachterrelativität der Zeit in der Relativitätstheorie Halt (vgl. zur Beobachterrelativität der Zeit in der Relativitätstheorie anstelle vieler (wenngleich recht knapp) Hawking, S.W. (1991), S.37). Zusätzlich wird an dieser Stelle angemerkt, daß gegen Luhmann bisweilen der Vorwurf erhoben wird, er würde seinen Zeitbegriff ohne Rücksicht auf die Relativitätstheorie formulieren (vgl. Brandt, S. (1992), S.175). Das erscheint zumindest vom Ansatz her nicht richtig, denn Luhmann verweist in seinen Überlegungen - obwohl eher in einer Randbemerkung - auf die Relativitätstheorie (vgl. Luhmann, N. (1985a), S.254). Eine intensive Auseinandersetzung mit dieser Problematik muß jedoch in der vorliegenden Untersuchung aus thematischen und eben zeitlichen Gründen unterbleiben.Google Scholar
  1832. 2117.
    Vgl. Luhmann, N. (1991c), S.103f.; vgl. Weiss, E. (1989), S.135.Google Scholar
  1833. 2118.
    Vgl. Bleicher, K. (1986), S.267f.; vgl. Kern, W. (1992), S.48.Google Scholar
  1834. 2119.
    Dieser Ansatz widerspricht weitgehend dem Zeitverständnis der Kultur westlicher Industrieländer, “(t)hat culture generally views time as: homogeneous, divisible, linear, measurable, singular, objective, and abstrakt.” McGrath, J.E., Rotchford, N.L. (1983), S.61, im Original teilweise kursivGoogle Scholar
  1835. 2122.
    Vgl. Luhmann, N. (19906), S.114; vgl. Nassehi, A. (1993), S.239.Google Scholar
  1836. 2123.
    Vgl. zudem und im weitesten Sinne ergänzend Luhmann, N. (19906), S.117f.Google Scholar
  1837. 2125.
    Lohmann, N. (1990b), S.128; vgl. lose ergänzend Luhmann, N. (1993a), S.426.Google Scholar
  1838. 2129.
    in loser Anlehnung an Nowotny, H. (1993), S.8Google Scholar
  1839. 2130.
    Vgl. Nassehi, A. (1993), 5.343£. Nassehi führt an dieser Stelle “occasionelle”, “zyklische” und “lineare” Typen der Komplexitätstemporalisierung ein.Google Scholar
  1840. 2131.
    Vgl. Nassehi, A. (1993), S.255f.; vgl. Luhmann, N. (1985a), S.254.Google Scholar
  1841. 2132.
    Vgl. Nassehi, A. (1993), S.255.Google Scholar
  1842. 2133.
    Lohmann, N. (1990b), S.98, Fn. weggelassen; vgl. ergänzend Luhmann, N. (1993a), S.110; zur Kritik dieses Ansatzes vgl. Brandt, S. (1992), S.175f.Google Scholar
  1843. 2134.
    Vgl. Nassehi, A. (1993), S.255. System und Umwelt existieren immer nur gleichzeitig.Google Scholar
  1844. 2135.
    Vgl. Luhmann, N. (19906), S.99.Google Scholar
  1845. 2136.
    Luhmann spricht weniger spezifiziert von “geringer Ausdehnung” (Luhmann, N. (19906), S.l 17). 2177 Lohmann, N. (1990b), S.110Google Scholar
  1846. 2138.
    Vgl. ähnlich - obwohl nur auf sachliche Verschiedenheit bezogen - Luhmann, N. (19906), S.99. 2119 Nassehi, A. (1993), S.257, im Original teilweise kursivGoogle Scholar
  1847. 2140.
    Lohmann, N. (1990b), S.102, vgl. S.112.Google Scholar
  1848. 2141.
    Anzumerken ist, daß die luhmannsche Kausalitätsinterpretation Erkenntnisse der modernen Physik zumindest nicht vollständig in sich aufnimmt, wie sie Capra anhand des sogenannten “Bell-Theorems” aufzeigt (vgl. vertiefend Capra, F. (1992a), S.86ff.). Diese Diskussion läßt sich hier nicht weiter verfolgen, soll aber wenigstens nicht unerwähnt bleiben, zeigt Luhmanns obige Formulierung, daß er sich über die Eingeschränktheit seiner Überlegungen im Klaren zu sein scheint.Google Scholar
  1849. 2142.
    Luhmann, N. (1990b), S.117; vgl. Luhmann, N. (1993a), S.110.Google Scholar
  1850. 2143.
    Desynchronisationen werden dabei vom System mit negativen Emotionen belegt (vgl. Ziemke, A., Stöber, K. (1992), S.64).Google Scholar
  1851. 2144.
    Vgl. Luhmann, N. (19906), S.I29.Google Scholar
  1852. 2145.
    Vgl. ergänzend Luhmann, N. (19906), S.125.Google Scholar
  1853. 2146.
    Der Begriff der “temporalen Integration” wird den Überlegungen Luhmanns entnommen. Der Begriff findet sich in den luhmannschen Schriften an mehreren Stellen (vgl. z.B. Luhmann, N. (1991d), S.103, S.116, S.117). 2147 Zur temporalen Integration von Systemen finden sich in der Literatur bereits Überlegungen auf gesamtgesell schaftlicher Ebene. Man spricht dabei mitunter der Weltzeit (Uhrzeit) die Erzeugung der Einheit der Differenz der verschiedenen Eigenzeiten im Sinne einer “Zeit der Gesellschaft” zu (vgl. Brandt, S. (1992), S.173).Google Scholar
  1854. 2148.
    Der Begriff der “Synchronisation” ist in der Theorie der Autopoiese allgemein gefaßt. Er wird auf Inter-und Intrasystembeziehungen gleichermaßen angewendet (vgl. Nassehi, A. (1993), S.335).Google Scholar
  1855. 2149.
    Vgl. Luhmann, N. (19906), S.119. Selbst die strukturelle Kopplung führt nicht von sich aus zur Synchronisation. Auf Störungen wird in differenten Systemen unterschiedlich schnell reagiert (vgl. Luhmann, N. (1993a), S.443).Google Scholar
  1856. 2150.
    Zusätzlich wird mit der obigen Formulierung aufgezeigt, daß “Synchronisation” nicht per se mit “Integration” gleichzusetzen ist. Vielmehr ist der Synchronisationsbegriff ebenfalls auf den Sachverhalt der “Koordination” anwendbar und wird auch wohl von den Autopoieten eher in die Nähe der Koordination gerückt (vgl. zudem die Formulierungen bei Luhmann, N. (1991c), S.108 und die Einordnung der hier zitierten luhmannschen Überlegungen bei Nassehi, A. (1993), S.251, einschließlich der Darstellungen auf S335).Google Scholar
  1857. 2151.
    Luhmann, N. (1990b), S.117f.Google Scholar
  1858. 2152.
    Vgl. eher ergänzend Nassehi, A. (1993), S.343.Google Scholar
  1859. 2154.
    Zur allgemeinen Theoriegrundlage vgl. Luhmann, N. (1990b), S.120; vgl. im weitesten Sinne Dux, G. (1992), S.41. Zeit ist eine Beobachterkonstruktion und daher sind verschiedene Beobachtungen der Zeit zu synchronisie ren (vgl. Luhmann, N. (1993a), S.326f.).Google Scholar
  1860. 2155.
    Luhmann, N. (1990b), S.123; vgl. knapp ergänzend Meyer, M. (1994), S.125.Google Scholar
  1861. 2156.
    in Anlehnung an Nassehi, A. (1993), S.340Google Scholar
  1862. 2157.
    “Das System operiert in der Fonn der Verkettung von Einzelereignissen und konstituiert dafür eine Eigenzeit, die mit den Umweltzeiten mehr oder weniger gut synchronisiert werden kann.” Luhmann, N. (1993a), 5.212Google Scholar
  1863. 2159.
    Vgl. allgemein Luhmann, N. (1993a), S.426.Google Scholar
  1864. 2160.
    Über die damit korrespondierenden Kompetenzen und Verantwortlichkeiten zur Strategieentwicklung läßt sich im Einzelfall disponieren. Sie können z.B. Controllingabteilungen zugewiesen werden.Google Scholar
  1865. 2161.
    in loser Anlehnung an Brandt, S. (1992), S.171f.Google Scholar
  1866. 2162.
    Luhmann, N. (1985a), S.632Google Scholar
  1867. 2163.
    in loser Anlehnung an Berger, P.L., Luckmann, T. (1991), S.30Google Scholar
  1868. 2164.
    In Anlehnung an Luhmann, N. (1985a), S.255; vgl. allgemein ergänzend auf gesellschaftlicher Ebene Luh-mann, N. (1993a), S.126.Google Scholar
  1869. 2165.
    Vgl. ergänzend Luhmann, N. (1985a), S.632; vgl. eher beiläufig Benkenstein, M., Henke, N. (1993), S.86.Google Scholar
  1870. 2166.
    Dem liegt die Sicht der Autopoiesistheorie zugrunde, daß vom System wahrgenommene Perturbationen Zeitpunkte von Strukturveränderungen festlegen (vgl. in organismischer Sicht Ziemke, A. (1992), S.91f.). Auch die Theorie der Untemehmungsfiihrung stützt die Überlegungen oben im Text: “Jede realistische Theorie der Unternehmungsfiihrung muß davon ausgehen, daß einmal gefundene Lösungen altem oder plötzlich obsolet werden.” Schreyögg, G. (1991), S.278Google Scholar
  1871. 2167.
    Vgl. Nassehi, A. (1993), S.343.Google Scholar
  1872. 2168.
    Vgl. - obwohl eher auf die Systemumwelt und die Sachdimension gerichtet - Luhmann, N. (1985a), S.255. Die Zeiteinhaltung ist dann wichtiger als das zu erzielende sachliche oder soziale Resultat (vgl. ähnlich Luhmann, N. (19906), S.125; vgl. ergänzend Meyer, M. (1994), S.125; vgl. ergänzend Bleicher, K. (1994), S.143).Google Scholar
  1873. 2169.
    Vgl. Delfmann, W. (19896), S.92; vgl. ergänzend Luhmann, N. (1994), S.143ff.Google Scholar
  1874. 2170.
    Überleben in turbulenten Umwelten, in Umwelten, die sich immer schneller verändern und darum für die Unternehmungen, die in diesen Umwelten operieren, Zeitknappheit implizieren - das ist ein geradezu klassisches Thema des Strategischen Managements…“ Knyphausen, D. zu (1993), S.I43Google Scholar
  1875. 2171.
    Vgl. eher beiläufig Pümpin, C., Prange, J. (1991), S.33.Google Scholar
  1876. 2172.
    Vgl. ähnlich, jedoch sehr pauschal Höft, U. (1992), S.103. Dafiir findet sich der Verweis auf die gegenwärtig hohe Aktualität von Brancheninformationen um so öfter (vgl. anstelle vieler Krüger, W. (1993), S.578).Google Scholar
  1877. 2173.
    Die Organisation kann anhand der Kenntnis der Branchenevolution bestimmte Entscheidungen treffen, wie “… z.B. Entscheidungen über den Einstieg oder den Verbleib in einem Industriezweig.” (Hört, U. (1992), 5.113) Aber auch die Ausrichtung von Marketingstrategien an der Branchenstruktur läßt sich hier erwähnen (vgl. Meffert, H., Renunerbach, K.-U. (1988), S.331ff.). Insbesondere die “Technology-pull” Theorie beobachtet intensiv die Innovationsdynamik der Branche (vgl. Bredeweg, U., Kowol, U., Krohn, W. (1994), S.191).Google Scholar
  1878. 2175.
    Der in der Literatur eingeführte Begriff des “Branchenlebenszyklus” wird entsprechend der Theorieausrichtung der Untersuchung revidiert.Google Scholar
  1879. 2176.
    Es fmdet sich in der Literatur im gleichen Sinne der Begriff des “Industriezyklus” (vgl. z.B. Höft, U. (1992), S.103). Im gleichen Kontext findet sich in der Literatur zudem der Begriff des “Marktzyklus” (vgl. z.B. Meffert, H. (1988), S.53).Google Scholar
  1880. 2177.
    Porter, M.E. (1990a), S.208Google Scholar
  1881. 2178.
    Indem der Beobachter Gründe der Änderung der Branchenregeln beschreibt, kann er Verantwortung für die Änderung zuschreiben. Die Verantwortung kann handlungstheoretisch gedeutet sein: So können z.B. Organisationen die Branchenstruktur zu ihren Gunsten umformen (vgl. Porter, M.E. (1989), S.27).Google Scholar
  1882. 2182.
    Höft spricht in diesem Sinne von “… Spielregeln des Wettbewerbs…” Höft, U. (1992), S.I07; vgl. für bestimmende Kräfte von Wettbewerbsregeln Porter, M.E. (1989), S.23.Google Scholar
  1883. 2186.
    Vgl. zur plötzlichen Schaffung von Märkten durch den Wegfall künstlicher Grenzen Bleeke, J.A. (1990), S.158.Google Scholar
  1884. 2187.
    Selbstverständlich kann ein Beobachter den Subphasen Volumenaussagen zuordnen, um die Beobachtung der Branche zu komplettieren. Es ist jedoch zu bemerken, daß diese Sicht nicht die dominante Stellung bei der Beobachtung der Form der Branche einnehmen kann, wie in der betriebswirtschaftlichen und organisationswissen-schaftlichen Tradition üblich. Das Schwergewicht liegt auf der Beobachtung der Regeln, wie oben im Text dargelegt wird.Google Scholar
  1885. 2188.
    Porter scheint ebenso die Notwendigkeit dieser Differenzierung zu spüren, jedenfalls unterscheidet er - obgleich eher beiläufig - “… Wettbewerbsregeln und Größendimensionen…” (Porter, M.E. (1990a), S.273) von Branchen.Google Scholar
  1886. 2189.
    So kann es sein, daß eine Branche ohne Volumenzuwächse durch eine hohe Dynamik ihrer Regeln gekenn-zeichnet, ist wenn die Wettbewerber versuchen, mittels einer Veränderung der Wettbewerbsregeln die Verteilung des Volumens zu ihren Gunsten zu verändern (vgl. der Konnotation nach ähnlich Porter, M. E. (1990a), S.299). 3190 In Anlehnung an die Überlegungen zu jungen Branchen bei Porter, M.E. (1990a), S.290; vgl. Meffert, H. (1988), S.57.Google Scholar
  1887. 2191.
    Das bedeutet im Endeffekt einen geringeren Anteil an Kreativität im Werden der Branchenregeln (in Anleh-nung an Porter, M.E. (1990a), S.313).Google Scholar
  1888. 2192.
    Porter notiert überjunge Branchen: “Strategisch betrachtet besteht die wesentliche Eigenschaft einer jungen Branche darin, daß es keine Spielregeln gibt.” Porter, M.E. (1990a), S.273Google Scholar
  1889. 2193.
    So wird in der Degeneration der Branche z.B. das Muster des Wettbewerbs instabil (vgl. Porter, M.E. (1990a), S.333f.).Google Scholar
  1890. 2194.
    Etwas unglücklich spricht ein Teil der Literatur von “Wiederformierung” (vgl. Höft, U. (1992), S.107; vgl. Porter, M.E. (1990a), S.273) in einem Sinne, als ob die ursprüngliche Welt über Wiederformierung wieder hergestellt wird.Google Scholar
  1891. 2195.
    Es kann demnach nicht per se davon ausgegangen werden, daß Märkte früher oder später reif werden (vgl. anderer Meinung Stobaugh, R., Telesio, P. (1983), S.118).Google Scholar
  1892. 2196.
    Vgl. fir Gründe des Niedergangs von Branchen knapp Hört, U. (1992), S.108.Google Scholar
  1893. 2197.
    Vgl. anhand von Auswirkungen staatlicher Politik auf Branchen Porter, M.E. (1990a), S.237f.; vgl. ergänzend Cadosch, W. (1988), S.14ff.; vgl. Steinmann, H., Schreyögg, G. (1991), S.132.Google Scholar
  1894. 2199.
    Vgl. anstelle vieler Huxold, S. (1990), 5.175.Google Scholar
  1895. 2200.
    Eine bekannte Ausnahme hiervon bildet traditionsgemäß und daher wenig überraschend der Ansatz des “Konjunkturzyklus”. Dieser berührt aber eben nur einen Teil der generellen Umwelt. Eine weitere und weniger bekannte Ausnahme liegt in der zyklischen Fassung der “Evolution politischer Themen” (vgl. Huxold, S. (1990), S.180f.).Google Scholar
  1896. 2201.
    Hier wird die Einsicht durchgehalten: “… (M)an kann die Umwelt einer Organisation ohne Kenntnis der Organisation selbst nicht ‘objektiv’ beschreiben.” Scott, W.R. (1986), S.240Google Scholar
  1897. 2202.
    So erwähnt Dyllick, daß der Wandel der Umwelt sich im Rahmen vielfältiger sachlicher Formen vollzieht (vgl. Dyllick, T. (1982), S.273).Google Scholar
  1898. 2203.
    So konstatiert Teubner - jedoch metaphemartig und in einem anderen Zusammenhang - “… die Fähigkeit von Netzwerken…, ‘chamäleonartig’ die Organisationsfarbe zu wechseln…” (Teubner, G. (1992), S.209) Netzwerke können demnach flexibel organisatorische und marktliche Komponenten in den Vordergrund stellen und mithin schnell verschiedene Strategien der Integration ausbilden. Die hohe Flexibilität ist dabei insbesondere ein Kennzeichen rein polyzentrischer Strukturen (vgl. Ringlstetter, M., Skrobarczyk, P. (1994), S346).Google Scholar
  1899. 2204.
    Jedoch scheint die Wandelfähigkeit des Netzwerks widersprüchlich konstituiert zu sein. Es scheint im Netzwerk exponiert schnelle und langsame Wandlungen zu geben. Ein besonders wandelbremsender Faktor ist im Aufbau von Vertrauen zu sehen (vgl. den Befund bei Sydow, J. (1992c), S.301ff.).Google Scholar
  1900. 2210.
    Netzwerke werden von der Forschung desöfteren exponiert als “flexibel spezialisiert” beschrieben (vgl. z.B. Sydow, J. (1992a), S.249).Google Scholar
  1901. 2211.
    Sydow, J. (1992a), S.249, Fn. weggelassenGoogle Scholar
  1902. 2212.
    “Als Varietät soll die Vielzahl und Verschiedenartigkeit der Elemente eines Systems bezeichnet sein, als Redundanz das Ausmaß, in dem man in Kenntnis eines Elements andere erraten kann und nicht auf weitere Informationen angewiesen ist.” Teubner, G. (1992), S.197, im Original teilweise kursivGoogle Scholar
  1903. 2214.
    Vgl. ähnlich Ringlstetter, M. (1990), S.9. Es ist anzumerken, daß Ringlstetter das Lavieren zwischen Varietät und Redundanz anders deutet als oben im Text: Ringlstetter ordnet Redundanz eher der Koordination über das Netzwerk, Varietät der Koordination über den Markt im Sinne einer außemetzwerklichen Beziehung zu und verpaßt damit die Pointe, daß im Netzwerk beides möglich ist.Google Scholar
  1904. 2216.
    Es bleibt dem Netzwerk gleichwohl vorbehalten, sich der Möglichkeit des Lavierens zwischen Varietät und Redundanz selbst zu berauben, etwa durch lang bindende Vertragsgestaltungen.Google Scholar
  1905. 2217.
    “Expectations are not frozen, but change as circumstance dictate.” Powell, W.W. (1990), S.303 u,e Vgl. Oliver, C. (1990), 5247.Google Scholar
  1906. 2218.
    Hier ließen sich die informellen und sporadischen Kontakte potentieller Netzwerkorganisationen anführen, die der eigentlichen Netzwerkformierung vorausgehen (vgl. Sydow, J. (1992c), S.301). Auf jeden Fall entstehen Organisationsnetzwerke “… durch die Intensivierung von zwischenbetrieblicher Zusammenarbeit.” Hahn, R., Gaiser, A., Héraud, J.-A., Muller, E. (1995), S.248Google Scholar
  1907. 2220.
    Die zeitliche Strukturierung ist nicht nur auf den Binnenaspekt des Systems beschränkbar, sondern auch auf die Außenwelt gerichtet (in Generalisierung und Respezifikation der Überlegungen bei Dux, G. (1992), S.41).Google Scholar
  1908. 2221.
    Vgl. ergänzend Luhmann, N. (1990b), S.99.Google Scholar
  1909. 2222.
    Vgl. Nassehi, A. (1993), S.332.Google Scholar
  1910. 2223.
    Nassehi, A. (1993), S.237; vgl. ergänzend Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.321.Google Scholar
  1911. 2224.
    “Entsprechend der operationalen Geschlossenheit des Systems werden… Zeitstrukturen innerhalb der Beschreibung des Systems… nicht… durch dem System äußerliche Zeitstrukturen bestimmt, sondern die Rhythmik durch das System selbst in seinem Verhalten produziert, indem es die Interaktionen mit dem Medium rhythmitisiert.” (Ziemke, A., Stöber, K. (1992), S.63) Auch vermehrt anthropologisch geprägte Untersuchungen beobachten diesen Sachverhalt (vgl. z.B. Dux, G. (1992), S.38).Google Scholar
  1912. 2225.
    Diese Einsicht der Nichtbeliebigkeit wird deutlich bei Dux - obwohl mit anthropologischer Ausrichtung - dargelegt: “Der Mensch ist in seiner biologischen Verfassung an die Dynamik der äußeren Wirklichkeit, in die hinein er geboren wird, nicht angeschlossen. Der Anschluß muß zeitlich erst organisiert werden, und zwar im doppelten Sinne: als zeitliche Strukturierung seines eigenen Verhaltens und als zeitliche Durchorganisation einer äußeren Wirklichkeit, ihres Aufbaus als ‘Welt’.” Dux, G. (1992), S.43Google Scholar
  1913. 2226.
    Es ist bekanntermaßen “… das Wirtschaftsgeschehen… nicht nur einer großen Vielzahl von Einflüssen ausgesetzt, sondern auch dadurch gekennzeichnet, daß diese ständig wechseln; schließlich wirken sich diese Einflüsse bei jedem Unternehmen… sowohl hinsichtlich des Zeitpunktes als auch in ihrer Nachhaltigkeit unterschiedlich aus.” Schmidt-Leithoff, C. (1989), S.255, vgl. zudem S.256.Google Scholar
  1914. 2227.
    Vgl. im weitesten Sinne ähnlich Dux, G. (1992), S.70; vgl. in individualistischer Perspektive Berger, P.L., Luckmann, T. (1991), S.30.Google Scholar
  1915. 2230.
    Dies ist Zeugnis einer allgemeinen Tendenz auf gesamtgesellschaftlicher Ebene, wie sie Luhmann nachzeichnet: “In zunehmend differenzierten Gesellschaften, die über Systemgrenzen hinweg kommunikativen Verkehr vorsehen müssen, reicht die Erinnerung an die je eigene Systemgeschichte als Struktur nicht mehr aus.” Luhmann, N. (1991c), S.I 10Google Scholar
  1916. 2231.
    Bei zunehmend funktionaler Systemdifferenzierung nehmen Zahl, Verschiedenheit und Interdependenz von Systemgeschichten so sehr zu, daß abstraktere Formen ihrer Vermittlung gefunden werden müssen.“ Luhmann, N. (1991c), S.11IGoogle Scholar
  1917. 2232.
    Es handelt sich demzufolge ebenso bei der Ausbildung eines abstrakten Zeitmaßstabes um ein historisches Phänomen (vgl. Luhmann, N. (1991c), S.113f.).Google Scholar
  1918. 2235.
    Luhmann, N. (1991c), S.110f., En. weggelassenGoogle Scholar
  1919. 2236.
    Hier wird einer Terminologie Nassehis gefolgt, der von “Welt-/Uhrenzeit” spricht, “… weil sie zum einen als Weltzeit die Welttranszendenz jeder System/Umwelt-Differenz symbolisiert und weil sie zum anderen semantisch als zahlenförmige Uhrenzeit in Erscheinung tritt.” (Nassehi, A. (1993), S.335, Fn.86, im Original teilweise kursiv) Luhmann spricht hingegen lediglich von “Weltzeit” und konzipiert sie als “Systemzeit der Weltgesellschaft” (die Zitate befinden sich bei Luhmann, N. (1991c), S.111, im Original kursiv).Google Scholar
  1920. 2237.
    Luhmann, N. (1985a), S.426, im Original teilweise kursivGoogle Scholar
  1921. 2241.
    Vgl. die Konnotation der Überlegungen bei Weiss, E. (1989), S.134ff.Google Scholar
  1922. 2244.
    Diese lokalen und pulsierenden Zeitregimes entsprechen der marktlichen Komponente von Netzwerken. We-nigstens andeutungsweise fandet sich diese Einsicht bei Asdonk/Bredeweg/Kowol im Kontext von sogenannten “hinovationsnetzwerken”: “Innovationsnetzwerke sind pulsierende Strukturen; zu verschiedenen Zeiten sind differente Akteure beteiligt, die unterschiedliche Bedeutung besitzen.” Asdonk, J., Bredeweg, U., Kowol, U. (1994), S.78Google Scholar
  1923. 2245.
    Diese weiträumigen und relativ dauerhaften Zeitregimes betreffen die organisationale Komponente von Netzwerken.Google Scholar
  1924. 2246.
    Die von Richter erwähnte “Unberechenbarkeit von Netzwerken” (vgl. Richter, F.-J. (1993), S.282) zeigt sich mithin auch auf der zeitdimensionalen Ebene des Netzwerks.Google Scholar
  1925. 2247.
    Eine Netzwerktheorie ist Ihr mU ein unverzichtbarer Bestandteil der strategischen Standorttheorie: “Kleine und mittlere Unternehmungen können durch ihre Einbindung in komplexe Netzwerke auf Märkten wie große agieren…” (Sydow, J. (1992c), S.320) Howard betont im Rahmen seiner mittelständisch asymmetrisierten Wettbewerbstheorie: “The key unit of production is no longer the individual company but a decentralized network of companies.” (Howard, R. (1990), S.89) Eine Netzwerkbetrachtung drängt sich auch dadurch auf, da viele mU nach Angaben der Literatur (vgl. Schneider, D. (1993), S.I30; vgl. ergänzend Schober, F. (1993), S300) Zulieferer sehr weniger Großunternehmen sind. Ebenso reiht sich hier der Hinweis ein, mU könnten Kooperationen zur Beseitigung von ihnen spezifischen Problemen heranziehen (vgl. Oppl-Jirsa, V. (1986), S.36). So weiß man LB. um die Formung strategischer Allianzen von mU zur Ressourcenergänzung (vgl. Wartenberg, L. v. (1993), S.242). Die Forschung zur FU betont jedoch nur äußerst zaghaft die Notwendigkeit des Eingehens von Netzwerkverbindungen als möglichen Erfolgsfaktor (vgl. fir eine Ausnahme Hammer, R.M., Hinterhuber, H.H. (1993)Google Scholar
  1926. 2248.
    sowie Hammer, R.M. (1994), S.22). Netzwerkrelevante Überlegungen mittelständischer Organisationen unterliegen stets der Voraussetzung der Partnerschaftsfähigkeit dieser Organisationen (vgl. Roventa, P. (1991), S.410).Google Scholar
  1927. 2249.
    In Referenz auf netzwerktheoretische Überlegungen ist auch auf skeptisch distanzierte Formulierungen zu achten, was den Wert des Eingehens von Netzwerkverbindungen für die mFU anbelangt. Besonders die erfolgreichen mU scheinen kein allzu großes Vertrauen in das Eingehen von Netzwerkverbindungen zu haben (vgl. Simon, H. (1990), S.885f.; vgl. Simon, H. (1996), S.145ff.).Google Scholar
  1928. 2250.
    Standortfragen der mFU werden in der Organisationswissenschaft und der Betriebswirtschaftslehre lediglich, aber dafür nahezu unablässig mit Blick auf die Notwendigkeit der Überprüfung der Rechtsformwahl (vgl. Hennerkes, B.-H. (1986), S.33f.; vgl. Hennerkes, B.-H., May, P. (1987), S.30) diskutiert. Diese umfangreiche und äußerst kontroverse Diskussion kann hier nicht einmal annähernd nachgezeichnet werden. Wichtigster und wohl auch umstrittenster Gegenstand der Diskussion ist die Frage nach der Zweckmäßigkeit der Rechtsform der Aktiengesellschaft fir die mFU - besonders unter den Gesichtspunkten der “Finanzierung” und des “Erhalts des Familieneinflusses in der Unternehmung”. In der Literatur finden sich immer wieder Hinweise auf die Scheu von FU vor der Rechtsform der Aktiengesellschaft (vgl. anstelle vieler Rudolph, B. (1986), S.231). Beim Börsengang der FU wird vor allem der Verlust des Familieneinflusses befürchtet (vgl. May, P. (1992), S.7; vgl. für kontroverse Ansichten Schindler, A. (1975), S.236; vgl. Barbasch, E. (1989), S.31; vgl. Hennerkes, B.-H. (1986), S.35; vgl. Seifert, B. (1990), S.66) und die Zulassungsvorschriften fir die Aktiengesellschaft als Einstiegsbarriere fir mU gedeutet (vgl. Unterberg, A. (1986), S.65; vgl. Hopp, D. (1991), S.327; vgl. Wossidlo, P.R. (1990), S.247f., S.277; vgl. ergänzend Wartenberg, L. v. (1993), S.242; zu möglichen Vor-und Nachteilen der börsennotierten Aktiengesellschaft für die FU vgl. für einen Überblick knapp Rudolph, B. (1986), S.232; vgl. Krips Newman, P. (1985), S.243ff.; zur Notwendigkeit der emotionalen Vorbereitung auf den Börsengang vgl. Endress, G.H. (1994), S.76). Ob das Deregulierungsunterfangen des Aktienrechts mit der “kleinen Aktiengesellschaft” (vgl. fir einen Überblick Ammon, L., Görlitz, S. (1995)) die Kontroversen um die Eignung der Aktiengesellschaft fir mFU tatsächlich zum Abebben bringt, bleibt abzuwarten. Eher selten finden sich in der standortrelevanten Literatur zur FU z.B. Hinweise auf die Bedeutung von Leitbildern in der FU (vgl. fir eine Ausnahme knapp Endress, G.H. (1994), S.76). Als anderweitig andiskutierter Aspekt der Einheit der Unternehmung ist z.B. die Frage nach der Vision oder dem Zweck der Unternehmung (vgl. Schröder, E.F. (1993a), S.119) zu betrachten.Google Scholar
  1929. 2251.
    In der Literatur zur mFU taucht der Aspekt der Selbstdarstellung der Organisation in ihrer Umwelt besonders unter der Thematik der vom Rechtssystem lancierten Publizitätspflicht der Organisationen auf (vgl. z.B. kritisch Hopp, D. (1991), S.327, S.330). FU sind jedoch eher durch die Charakteristik der Geheimhaltung in ihren Angelegenheiten geprägt (vgl. Davis, P. (1983), S.47). Die Argumente sehen sich in der Lage, auch vielfältige, quasi außerorganisationale Gründe der Entstehung der mFU aufzunehmen. Das werden insbesondere politische Bedingtheiten sein: MU werden gesellschaftstheoretisch wegen ihrer Verkörperung dezentraler Prinzipien durch die “Kleinheit ihrer Einheit” als “natürliche Gegner” kollektiver Weltanschauungen betrachtet (vgl. Schade, H.C. (1974), S.24). Es ist nicht verwunderlich, daß die Emergenz der mU in der Gesellschaft stets auch auf bestimmten politischen Ordnungsverhältnissen beruht (vgl. I awrson, M.H. (1988), S.331).Google Scholar
  1930. 2252.
    Die Überlegungen sehen sich in der Tradition einer Anmerkung Schoben, der festhält, daß integrative Aufgaben in mU weniger komplex sind (vgl. Schober, F. (1993), S.307).Google Scholar
  1931. 2253.
    Hier wird einer Ansicht Kirschs gefolgt, daß im Mittelstand Persönlichkeiten die Unternehmungsidentität prägen (vgl. Kirsch, W. (1983), S.408). Als ein weiteres Indiz fir diese Annahme ist anzusehen, daß FU einen Hang zu Gesellschaftsformen mit personalem Charakter haben (vgl. Diez, W., John, E., Rechenauer, O., Weber, K.R. (1990), S.9). Derartige Gesellschaftsformen sind die Personengesellschaften und die GmbH (vgl. May, P. (1992), S.239).Google Scholar
  1932. 2254.
    Vgl. grundlegend und allgemein Feldman, S.P. (1986), S.211 ff.Google Scholar
  1933. 2255.
    Vgl. ergänzend grundlegend und allgemein Sexton, D.L. (1988), S.117ff.; vgl. Donckels, R., Cauwenberghe, E. v. (1984), S.24 1ff.; vgl. Reich, R.B. (1988), S.11ff.Google Scholar
  1934. 2256.
    Folglich verwundert nicht, daß mFU vorwiegend in der Form der Personengesellschaft organisiert sind (vgl. Hammer, R.M. (1993), S.257).Google Scholar
  1935. 2257.
    Dementsprechend können familial geprägte Erzählungen und Mythen in der FU als Kohäsionsfaktoren betrachtet werden (vgl. Davis, P., Stem, D. (1980), S.348). Die Familientradition prägt das Erscheinungsbild der Organisation (vgl. Meissner, H.G. (1994), S.181).Google Scholar
  1936. 2258.
    Dieser Einsicht wird im Rechtssystem durch den Begriff der “verfaßten FU” Rechnung getragen, der betont, “… daß die identitätsbestimmenden Merkmale des verfaßten Unternehmens nicht Organisationselemente wie Sitz und Gegenstand, sondern die Bindung von Leitungsmacht und Verantwortlichkeit an die Familie des Gründers sein sollen.” (Reuter, D. (1991), S.468) Die Überlegung steht in der Tradition der von Barry geäußerten Ansicht, “…’the family as an integrating factor…” (Barry, B. (1975), S.56) zu betrachten. Eine familial geprägte Integration ist in der FU sogar recht wahrscheinlich, denn nach May ist das Erscheinungsbild der FU maßgeblich durch das Selbstverständnis und die Werte einer oder mehrerer Familien ausgezeichnet (vgl. May, P. (1992), S.1).Google Scholar
  1937. 2259.
    Dabei muß es in der Familie nicht um Einheit gehen.Google Scholar
  1938. 2260.
    “The small business is, in general, more vulnerable to the effects of the environment. Given its limited financial and human resources, it spends more time adjusting to turbulence than prediciting or controlling it.” d’Amboise, G., Muldowney, M. (1988), S.227Google Scholar
  1939. 2261.
    Es gibt keinen Grund anzunehmen, daß große Einheiten sich unverletzlich gegenüber Umweltentwicklungen zeigen. Derartige Annahmen sind eher der Ausdruck der bis in die 80er Jahre vorherrschenden Ansicht, Erfolg mit Größe zu verbinden (vgl. zum Letzteren Howard, R (1990), S.88).Google Scholar
  1940. 2262.
    Eher zu akzeptieren wäre - obgleich mit den bekannten Meßproblemen verbunden - die Sichtweise, daß mU sich verstärkt der Dynamik der Märkte ausgesetzt sehen (vgl. Gottfreund, G. (1993), S.113).Google Scholar
  1941. 2263.
    Wickenhäuser notiert: “Da auch mittelständische Unternehmen innerhalb der sozialen Marktwirtschaft aktiv sind, ergeben sich für ihre strategischen… Entscheidungen systembedingte Grenzen, die unabhängig von der Stellung, Art und Größe eines Betriebes sind. Darüber hinaus ergeben sich wesentliche Grenzen der Entscheidungsfreiheit durch die Umgebung des Unternehmens am Markt.” Wickenhäuser, F. (1989), S.175Google Scholar
  1942. 2264.
    In der Weise kommen Hoy/Hellriegel in ihrer empirischen Untersuchung zum Problemhandhabungsverhalten der Führer kleinerer Unternehmungen zu dem Schluß, daß “… all of these small business managers presumably are the only ones in a position to represent organization/environment interface issues…” Hoy, F., Hellriegel, D. (1982), S.320Google Scholar
  1943. 2265.
    Hier zeigt sich die von Oppl-Jirsa konstatierte Tendenz in mU, daß das Wissen auf einzelne Personen konzentriert ist (vgl. Oppl-Jirsa, V. (1986), S.30).Google Scholar
  1944. 2266.
    Es sei nebenbei erwähnt, daß mU entgegen anderer Meinungen laut empirisch fundierter Erkenntnis sehr wohl klare Vorstellungen über ihre Umwelt entwickeln - zumindest was ihre Aufgabenumwelt anbelangt (vgl. Gabele, E., Moraw, D.-J. (1991), S.1010).Google Scholar
  1945. 2267.
    Vgl. Schmidt, A., Freund, W. (1989), S.27f. Mit Scheer läßt sich der Begriff der “Marktnische” auf die Formel bringen: “… kleine Losgröße unter Beachtung von speziellen Kundenwünschen…” Scheer, A.-W. (1989b), S.4Google Scholar
  1946. 2268.
    Vgl. Hering, E., (1985), S.76.Google Scholar
  1947. 2269.
    Wall sieht Wettbewerbsvorteile von mU gegenüber Großunternehmungen “… vor allem in der größeren Nähe zum Markt und der Flexibilität, auf veränderte Marktsituationen zu reagieren, begründet.” Wall, F. (1993), S.242 227° Vgl. Weber, T. (1990), 5.176.Google Scholar
  1948. 2270.
    Mit der Differenzierung im Wettbewerb geht nicht vorab eine räumliche Beschränkung einher. Dementsprechend können mU mitunter auch erhebliche Mengen ihrer Produkte exportieren; die Unternehmungen erweisen sich sogar zusehends als weltoffen (vgl. Meissner, H.G. (1984), S.254, S.263).Google Scholar
  1949. 2271.
    Vgl. Daschmann, H.-A. (1994a), S.64, vgl. kritische Ergebnisse auf S.140.Google Scholar
  1950. 2273.
    Diese Einsicht deutet sich bei d’Amboise/Muldowney im Rahmen ihrer Überlegungen zur Grundausrichtung einer Theorie der mU an: “A theory of small business management should include the behavior of the persons operating within specific organizational environments…” d’Amboise, G., Muldowney, M. (1988), S.227Google Scholar
  1951. 2274.
    Strategien der FU verlangen deutlich familiale Sensibilitäten (vgl. Holland, P.G., Boulton, W.R. (1984), S.493).Google Scholar
  1952. 2275.
    Allgemein gilt für mU, daß die generelle Umwelt gegenüber der Aufgabenumwelt für den Unternehmungserfolg von nachrangiger Bedeutung ist (vgl. Hoffmann, F. (1986), S.836). Diese Justierung läßt sich in der mFU zu Recht in Frage stellen.Google Scholar
  1953. 2276.
    Das ist kaum verwunderlich, gilt umgekehrt die FU als ein wichtiger Teil der familialen Existenz (vgl. ähnlich Hamer, E. (1990a), S.29).Google Scholar
  1954. 2277.
    Dies kann soweit gehen, daß die FU sich der Familie gegenüber überloyal zeigt (vgl. anhand eines Beispiels Schein, E. (1983), S.23).Google Scholar
  1955. 2278.
    Die Wichtigkeit einer derartigen Exponierung der Familie wird ebenfalls von Hammer/Hinterhuber vermerkt: “… (S)tellt man… die Familie in den Vordergrund, so lassen sich deren negative und positive Einflüsse auf die Entwicklungsprozesse der Unternehmung erkennen…” Hammer, R.M., Hinterhuber, H.H. (1993), S.257Google Scholar
  1956. 2279.
    Somit ist keineswegs verwunderlich, daß sich z.B. die Ziele der FU, wie Barry betont, nicht nur an der ökonomischen Sphäre orientieren müssen (vgl. Barry, B. (1975), S.47).Google Scholar
  1957. 2280.
    Es zeigt sich, daß Geschäftsstrategien der FU nicht nur Beschränkungen durch Wettbewerbsanforderungen, sondern auch durch die Familie zentral im Augenmerk haben (vgl. Holland, P.G., Boulton, W.R. (1984), S.493). So sind vor allem FU für ihr Engagement mit Blick auf die generelle Umwelt bekannt (vgl. Hahn, D. (1985), S.15; vgl. o.V. (1983), S.30; vgl. Albach, H., Freund, W. (1989), S.37ff.). Jedoch wird diese Einsicht seitens der Forschung nicht uneingeschränkt geteilt. Brauchlin/Siegwart sind der Auffassung, daß mU nicht per se eine starke Öffentlichkeitsarbeit betreiben. Vielmehr wird gerade immer wieder eine große Zurückhaltung der Unternehmungen beobachtet (vgl. Brauchlin, E., Siegwart, H. (1983), S.86). Die kontroversen Auffassungen werden nur mittels nachhaltiger empirischer Analysen zu beurteilen sein. Für die vorliegende Untersuchung wird theoretisch begründet lediglich festgehalten, daß rnFU eine hohe Sensibilität ihrer generellen Umwelt gegenüber aufweisen werden. 338’ Dadurch erfolgt eine deutliche Anreicherung der Beziehungen in der Unternehmung um außerökonomische Kategorien. Weil bekanntermaßen ökonomische Beziehungen Intimitäten unterdrücken (vgl. Kepner, E. (1983), S.68), kann diese Umweltjustierung als Strategie der FU angesehen werden, ihren Bedarf an Intimität zu decken. 2282 Nassehi, A. (1993), S.175Google Scholar
  1958. 2283.
    Es ist offensichtlich nicht richtig, daß in der FU Unternehmung und Familie zur Einheit gebracht werden (vgl. jedoch gegenteiliger Auffassung Schade, H.C. (1974), S.79). Die Familie ist der Organisation nur durch eine selbstreferentiell erzeugte organisationale Theorie der Familie zugänglich.Google Scholar
  1959. 2282.
    Kaum überraschend ist, daß v. Wartenberg den Unternehmungen empfiehlt: “Wer von beständiger Ehe ausgehen kann, braucht sich um Ehe-und Scheidungsrecht nicht zu kümmern. Andernfalls sollte durch gründliche Information und Strategie vorgesorgt sein.” Wartenberg, L. v. (1993), S.238Google Scholar
  1960. 2283.
    Allein die Reservierung von Raum für diese Untersuchungsthematik zeigt, daß die vorliegende Theorie der mFU keinesfalls der Pauschalannahme der vor allem traditionellen Forschungsarbeiten folgt, die das Streben nach Unabhängigkeit der mU als eines ihrer zentralen Charakteristika ansieht. Der Untersuchungsraum der mU ist vielmehr nach dem heutigen Entwicklungsstand abzugrenzen (vgl. Bickel, W. (1981), S.181). So sind auch hier Unternehmungsverbindungen relevant (vgl. Meissner, H.G. (1994), S.195). Man sollte zudem nicht vorschnell das Kriterium der Unabhängigkeit per se als ein Vorzug typischer FU betrachten (vgl. jedoch Kußmaul, H. (1990), S.356).Google Scholar
  1961. 2284.
    Dabei sind die Überlegungen keineswegs auf regionale Netzwerke begrenzbar. Gerade mit Blick auf den EG Binnenmarkt zeigt sich, daß mittelständische Zulieferunternehmungen keineswegs ausschließlich national operie ren (vgl. Kayser, G. (1992), S.260; zum Betreiben von grenzüberschreitenden Kooperationen der mU vgl. Kaufmann, F. (1993), S.278f.; vgl. Bauer, H.H. (1991), 5.159; vgl. Kaila, M.M., Kauranen, I. (1990), S.103ff.).Google Scholar
  1962. 2287.
    Für mögliche Gründe des Eingehens von Netzwerkverbindungen der mFU läßt sich für einen ersten Zugang durchaus auf die allgemeine Theorie der Netzwerkentstehungsgriinde verweisen. Die Mittelstandsliteratur verweist mitunter zu einseitig auf Risikoüberlegungen (vgl. Kaila, M.M., Kauranen, I. (1990), S.197).Google Scholar
  1963. 2288.
    Diese theoriebegründete Ausrichtung der Netzwerktheorie der mFU folgt einer Einsicht Sydows: “Netzwerkmanagement erfordert… insgesamt die möglichst theoriegeleitete oder zumindest theoretisch rekonstruierbare Entwicklung neuartiger Managementtheorien…” Sydow, J. (1992c), S.313Google Scholar
  1964. 2289.
    Daß das Eingehen von Netzwerkverbindungen schon vom Prinzip her bei den Netzwerkpartnem Abstim-mungsmaßnahmen mit sich bringt, ist in der Forschung gut geläufig (vgl. im Kontext von Kooperationen Staudt, E., Bock, J., Toberg, M. (1989), S.148). Insofern zeigt sich ebenfalls hier, daß Integration auf der Eben der Teile immer auch Verzicht bedeutet (vgl. allgemein Meyer, M. (1994), S.I68).Google Scholar
  1965. 2290.
    Insofern ist die große Vorsicht von mU nachvollziehbar, die sie Netzwerkverbindungen gegenüber an den Tag legen, wird das Eingehen von Netzwerkverbindungen für mU mit einer erheblichen Einschränkung der Entscheidungsfreiheit verbunden sein (vgl. Segler, K. (1991), S.394). Netzwerke erzwingen ja gerade in gewissen Hinsichten eine Beschneidung der Entscheidungsmacht (vgl. Carter, N.M. (1990), S.309; vgl. im Rahmen einer Theorie der Kooperation der mU Staudt, E., Bock, J., Toberg, M. (1989), S.146f; vgl. zu Stufen unternehmerischer Entscheidungsfreiheit Wickenhäuser, F. (1989), S.175f). Die Relevanz dieser Überlegungen zeigt sich z.B. beim Eingehen von Franchise-Verträgen zwischen mU und Großuntemehmungen, aufgrund derer sich mU in ihren Gestaltungsmöglichkeiten einschränken (vgl. Wickenhäuser, F. (1989), S.175f.). Zudem besteht für mU vor allem im Rahmen der Zusammenarbeit mit Publikumsgesellschaften die Gefahr, in deren Verwaltungssog zu geraten (vgl. Wartenberg, L. v. (1991), S.152).Google Scholar
  1966. 2291.
    Auch Segler betont Geheimhaltungsprobleme beim Eingehen von Netzwerkverbindungen (vgl. Segler, K. (1991), S.399).Google Scholar
  1967. 2292.
    Das wird die Bereitschaft von mFU zum Eingehen von Netzwerkverbindungen prinzipiell einschränken, wie anhand von Überlegungen Kaufmanns zur zwischenbetrieblichen Kooperation ersichtlich wird: “Zu den Vorbedingungen einer synergieschaffenden und stabilen Kooperation gehören sowohl das Verhindern von ausbeutungsoffenen Positionen bei den Partnern als auch die Schaffung von Transparenz und Einsicht in die Vorteilhaftigkeit einer gemeinschaftlichen Vorgehensweise.” Kaufmann, F. (1993), S285Google Scholar
  1968. 2293.
    Es erscheint indes allzu verkürzt, wenn Oppl-Jirsa pauschal z.B. Kooperationen als Mittel der Beseitigung mittelstandsspezifischer Probleme postuliert (vgl. Oppl-Jirsa, V. (1986), S.36).Google Scholar
  1969. 2294.
    Meist “… kommt es zu der als besonders attraktiv bezeichneten Zusammenarbeit zwischen Klein-und Großun-ternehmungen.” Sydow, J. (1992c), S.298Google Scholar
  1970. 2295.
    Tatsächlich ist die Möglichkeit familial begründeter Netzwerke nicht von der Hand zu weisen: “Selbst familiäre Beziehungen können eine Quelle für die Evolution strategischer Netzwerke sein.” Sydow, J. (1992c), S.296Google Scholar
  1971. 2296.
    Hammer, R.M., Hinterhuber, H.H. (1993), S.264Google Scholar
  1972. 2297.
    Das ist bei der Einheit der FU deshalb wahrscheinlich, da die strukturelle Kopplung von Organisation und Familie auf der Ebene des strategischen Rahmens der Systeme angesetzt ist.Google Scholar
  1973. 2298.
    So können durchaus auch familienfremde Führungspersonen der Organisation Einheit stiften. Ahrens wird hierin fast schon Normalität erblicken (vgl. Ahrens, H. (1989), S.256ff.).Google Scholar
  1974. 2299.
    Mit der mittelständischen Charakteristik der Konzentration auf Marktnischen wird sich die an sich schon vor-handene Blickfeldverengung durch das Eindringen von Großunternehmungen in die mittelständischen Marktnischen (vgl. Wartenberg, L. v. (1993), S.239) verstärken: “So nimmt der Druck der Großen auf die Mittleren zu, was die Kleinen veranlaßt, immer tiefer in die Marktnischen einzudringen. Der Informationshorizont der Kleinen muß sich also zwangsläufig verengen, was demnach aber wenig mit der mangelnden Informationsversorgung oder Kapazitätsgrenzen zu tun hat.” Pfister, D. (1989), S.152Google Scholar
  1975. 2300.
    Jedenfalls zeigt sich, daß mU eine nachhaltig fremdreferentiell asymmetrisierte Informationserzeugung präferieren (vgl. Staudt, E., Bock, J., Mühlenmeyer, P. (1992), S.100ff.).Google Scholar
  1976. 2301.
    Das personale Einflüsse in den Entwicklungen der Umwelttheorien von mU erhebliches Gewicht haben zeigt sich nicht zuletzt daran, daß die Unternehmungen ihre Umweltinformationen i.d.R. über persönliche Kontakte erzeugen (vgl. zur Nutzung persönlicher Kontakte von mU z.B. Staudt, E., Bock, J., Mühlenmeyer, P. (1992), S.1001).Google Scholar
  1977. 2302.
    Zu Gründen der Netzwerkentstehung kann im wesentlichen auf die allgemeine Strategietheorie verwiesen werden. Auch familiale Gründe der Netzwerkentstehung lassen sich - wenigstens hilfsweise - den Gründen der allgemeinen Strategietheorie zuweisen, besonders unter den Rubriken der “Wechselseitigkeit” und der “Asymmetrie”.Google Scholar
  1978. 2303.
    Einklang hiermit notiert Sydow: “Ein hoher Diversifikationsgrad ermöglicht es einer Unternehmung, in un-terschiedliche Netzwerke eingebunden zu sein…” Sydow, J. (1992c), S.298Google Scholar
  1979. 2304.
    Vgl. zu personalen Netzwerken Sydow, J. (1992c), S.296.Google Scholar
  1980. 2305.
    Die Literatur verweist daher völlig zu Recht gerade für die mU auf die Gefahr hin, daß beim Eingehen von Netzwerkverbindungen mit stark ungleichen Partnern schnell einseitige Abhängigkeiten zu Lasten der mU erzeugt werden können (vgl. Segler, K. (1991), S.400). Man muß daher äußerst skeptisch gegenüber einer Formulierung Roventas sein, nach der Netzwerke wegen der Wahrung der Selbständigkeit der Netzwerkpartner gut für mU seien (vgl. Roventa, P. (1991), S.408).Google Scholar
  1981. 2306.
    Ebenso kann es auch hier nur um die Darlegung möglicher Besonderheiten gehen - über diese hinausgegangen wird jedoch nicht: So weiß LB. zwar die Forschung über FU, daß die Stabilisierung der Organisationsform Wandelerfordernissen zuwiderlaufen kann (vgl. Schindler, A. (1975), S.227). Derartige Einsichten lassen sich aber sehr wohl im Rahmen der allgemeinen Strategietheorie formulieren und können hier nicht Gegenstand der Untersuchung sein.Google Scholar
  1982. 2307.
    Das ändert sich nicht, wenn man mU zugute hält, daß sie flexibel strukturiert sind (vgl. anstelle vieler Pfohl, H.-Chr., Kellerwessel, P. (1990), S.19). Aller Flexibilität zum Trotz bleibt die Komplexität der mU im Vergleich zu nichtmittelständischen Unternehmungen gering, weshalb die Bandbreite der Innovationseinbindungen herabgesetzt sein wird.Google Scholar
  1983. 2309.
    Es deutet sich ein steigender Anteil entpersonalisierter Erwartungsstrukturen für die Steuerung von Netzwer-ken bei gesteigerter Netzwerkgröße nach Sydow an: “Strategische Netzwerke, die zahlreiche Unternehmungen umfassen, bedürfen m.E. eines intensiven Einsatzes formaler Planungs-und Koordinationsinstrumente…” Sydow, J. (1992c), S.296Google Scholar
  1984. 2312.
    Die Gesamtheit der Eigentumsysteme bildet von sich aus nicht notwendigerweise ein System in der Gesellschaft.Google Scholar
  1985. 2313.
    Baden, K., Balzer, A. (1993), S.169Google Scholar
  1986. 2314.
    Angemerkt sei, daß vor allem die Strategie der Selbstbeschreibung “Einflußnahme in der Untemehmungsfiihrung” in der Lage ist, das Eigentumsystem zu vereinigen, da sie auf vielfältige Möglichkeiten ihrer Absicherung zurückgreifen kann: Dementsprechend betont Witte, das Eigentum habe gesetzliche, vertragliche und gewohnheitsrechtliche Legitimationen zur Einflußnahme auf das Untemehmungsgeschehen aus der Kapitalbeteiligung (vgl. Witte, E. (1981), S.734).Google Scholar
  1987. 2315.
    D.h. nicht, daß diese Strategien nicht in sich differenzierbar sind. Jedoch liegt ihr originärer Bezugspunkt auf der Ebene des eigentumsystemischen Rahmens. Wie sollten sie auch anders einheitsstiftend wirken.Google Scholar
  1988. 2316.
    Als allgemeine Theoriegrundlage vgl. Luhmann, N. (1985a), S.37.Google Scholar
  1989. 2317.
    Hier lernt das Eigentumsystem immer auch etwas über die organisationalen Umwelttheorien, d.h. über die organisationale Aufgabenumwelt und die generelle Umwelt der Organisation aus Sicht der Organisation. Das Eigentumsystem lernt dies aber immer nur nach Maßgabe des eigenen Operierens.Google Scholar
  1990. 2318.
    Es ist hingegen nicht verwunderlich, daß Eigentümer in den Unternehmungen, die sich nachhaltig über angestellte Manager steuern, eine relativ große Distanz zum Untemehmungsgeschehen aufweisen und sich deshalb z.B. starker durch bilanzpolitische Maßnahmen verunsichert zeigen als in Unternehmungen, in denen Eigentümern ein stärkerer Einfluß auf die Unternehmungssteuerung zugesprochen wird (vgl. Coenenberg, A.G., Schmidt, F., Werhand, M. (1983), S.34I).Google Scholar
  1991. 2319.
    Auch dieses Wissen muß vom Eigentumsystem interpretiert werden und wird daher nicht in seiner originären Fassung in die eigentumsystemische Theoriebildung einfließen können.Google Scholar
  1992. 2320.
    So zeigt z.B. die explorative Studie Bechtles über FU im Kontext der Interessen der Kapitalgeber ein geteiltes Bild über die Relevanz der marktlich ausgerichteten Interessen (vgl. Bechtle, C. (1983), S.307).Google Scholar
  1993. 2321.
    Es scheint demnach verfehlt, wenn Sheenan pauschal betont, der Wettbewerb zwinge Eigentümern und angestellten Managern gleiche Verhaltensweisen auf (vgl. Sheenan, R. (1967), S.183). Die oftmals konstatierte Elimination des Eigentums in der Untemehmungssteuerung zugunsten angestellter Manager (vgl. anstelle vieler Steinmann, H., Fees, W., Gerum, E. (1985), S.992) kann nicht gut einsichtig machen, warum Eigentümern ein pauschales nachhaltiges Interesse an der Wettbewerbsorientierung zu unterstellen ist. Aber auch für angestellte Manager kann nicht per se eine über alles dominierende Wettbewerbsorientierung attestiert werden. Zumindest andeutungsweise tritt hervor, als müßten diese sich in jüngster Zeit verstärkt um die Belange des Untemehmungseigentums kümmern und nicht allein den Wettbewerb nach ihrem Gutdünken im Blick haben (vgl. Baden, K., Balzer, A. (1993), S.166ff.; vgl. zum gesteigerten Klageverhalten von Aktionären gegenüber dem angestellten Management im US-amerikanischen Raum Kesner, I.F., Johnson, R.B. (1990), S.327ff.). Bei Freeman fmden sich in diesem Kontext die Begriffe der “stockholder strategy” (Freeman, R.E. (1984), S.109) und des “’shareholder activism’ (Freeman, R.E. (1984), S.9).Google Scholar
  1994. 2322.
    Dann sieht sich die Formel, Untemehmungseigner betreiben eine Profitmaximierung (vgl. Baysinger, B.D., Kosnik, R.D., Turk, T.A. (1991), S.205), relativiert.Google Scholar
  1995. 2323.
    Die Überlegungen formieren sich mithin analog zu der Auffassung Kirschs, der die “strategische Grundhaltung” einer Unternehmung als deren Identität identifiziert wissen will (vgl. Kirsch, W. (1983), S.403).Google Scholar
  1996. 2324.
    Das Defizit fügt sich gut in die umfassendere Tradition der Erfolgsfaktorenforschung zur mU ein, in der nach Daschmann Gesellschafterverhältnisse selten oder überhaupt nicht als Erfolgsfaktoren genannt werden (vgl. Daschmann, H.-A. (1994a), S.124).Google Scholar
  1997. 2325.
    Mithin ist ein zusätzliches Feld identifiziert, daß in der Tradition der Einforderung weiterer Forschungsarbeiten bei d’Amboise/Muldowney (vgl. d’Amboise, G., Muldowney, M. (1988), S.236) steht.Google Scholar
  1998. 2327.
    Z.B. im Kontext von Nachfolgefragen (vgl. Albach, H. (1990d), S.28).Google Scholar
  1999. 2328.
    Vgl. Hahn, D. (1985), S.18f; vgl. z.B. zur Rechtsformwahl auf unternehmungstypunabhängiger Ebene detailliert Krüger, D. (1992).Google Scholar
  2000. 2329.
    Vgl. Probst, G.J.B. (1983a), S.16; vgl. ergänzend Beckhard, R., Dyer Jr., W.G. (1983a), S.59.Google Scholar
  2001. 2330.
    Barry betont, daß das Betreiben von FU mit der Gewinnung von Ansehen in der Gemeinde verbunden sein kann (vgl. Barry, B. (1975), S.47).Google Scholar
  2002. 2331.
    Vgl. Donnelly, R.G. (1964), 5.101; vgl. ergänzend Dailey, R.C., Reushling, T.E., De Mong, R.F. (1976/1977), S.63.Google Scholar
  2003. 2333.
    Es ist eigentlich erstaunlich, daß in der Literatur zur mU und FU die Aufgabe der Einheitserzeugung des Ei-gentumsystems völlig übersehen wird (vgl. anstelle vieler zur Nichtbeachtung dieses Aspekts Fink, M., Zimmermann, N. (1989), S.64), denn die Erzeugung dieser Einheit ist neben Resultat vor allem Bedingung der Steuerungsfähigkeit.Google Scholar
  2004. 2334.
    Auf jeden Fall ist die Einheit des Eigentumsystems von der Einheit der Unternehmung zu unterscheiden. Daher ist es grundfalsch, wenn Daschmann behauptet, der Eigentümer sei in der mU die Unternehmung (vgl. Daschmann, H.-A. (1994a), S.56).Google Scholar
  2005. 2335.
    Gerade im Kontext der FU scheint die Frage nach der Einheit des Eigentumsystems einen hohen Stellenwert zu besitzen - nicht nur in der Organisation, sondern auch in der Familie selbst: “… an important value in the family is unity…” Bany, B. (1975), S.50Google Scholar
  2006. 2336.
    Dergestalt zeigt sich, daß Eigentümer durchaus von ihnen besetzte Machtpotentiale einsetzen, um im Eigentumsystem eine einheitliche und ihnen genehme Weltanschauung durchzusetzen (vgl. Bechtle, C. (1983), S.133f.).Google Scholar
  2007. 2337.
    Die Persönlichkeit von Eigentümern kann dabei z.B. dazu führen, nichtökonomische Annahmen und Werte im System einzubinden und von der Effizienzperspektive des angestellten Managements abzuweichen (vgl. Schein, E.H. (1983), S.25ff.).Google Scholar
  2008. 2338.
    In diesen Kontext läßt sich für ein Beispiel das in der Literatur bekannte Phänomen der “Cliquenbildung unter den Eigentümern” (vgl. Diez, W., John, E., Rechenauer, O., Weber, K.D. (1990), S.25) einordnen.Google Scholar
  2009. 2339.
    Es geht hier demzufolge um den Wandel von Einheitsstrategien des Eigentumsystems in mFU, nicht aber darum, daß man sich z.B. bei einem nachhaltigen Strategiewandel um die Eigentümer zu kümmern hat (vgl. zum Letzteren Beckhard, R., Dyer Jr., W.G. (1983a), S.65).Google Scholar
  2010. 2340.
    Zu erwarten ist, daß die sich gegenwärtig steigernde Bedeutung der Auseinandersetzung um Zeitvorteile zwischen den Wirtschaftsorganisationen auch die Einheit des Eigentumsystems erfassen wird. So werden z.B. vermehrt Fragen nach der Adäquanz der organisationalen Verfassung auftreten (zur Notwendigkeit der Überprüfung der Rechtsform vgl. Hennerkes, B.-H. (1986), S.33f.) oder aber auch vermehrt Fragen nach der Mitgliedschaftsregel des Eigentumsystems - u.a. wegen gesteigerter Kapitalbedarfe - aufkommen. Dadurch nimmt der Zeitdruck und die Häufigkeit der Entscheidungen zu. Auch das Eigentumsystem muß öfters und schneller entscheiden können.Google Scholar
  2011. 2343.
    Vgl. ähnlich Ulrich, K. (1993), S.3, S.11; vgl. Reglin, B. (1993), S.4f.Google Scholar
  2012. 2344.
    Vgl. Kirsch, W., Knyphausen, D. zu, Ringlstetter, M. (1989), S.13.Google Scholar
  2013. 2348.
    Vgl. ähnlich Reglin, B. (1993), S.7. Managementsysteme lassen sich als interne Akteure begreifen (vgl. Kernstock, J. (1995), S.235, S.236).Google Scholar
  2014. 2349.
    Vgl. Kirsch, W., Knyphausen, D. zu, Ringlstetter, M. (1989), S.I3.Google Scholar
  2015. 2350.
    Kirsch notiert: “Managementsysteme sind… Regelsysteme…” Kirsch, W. (1990b), S.56Google Scholar
  2016. 2351.
    Vgl. zur Stellung von “Regeln” im Vergleich zu “Personen” und “Werten” sowie zur Behandlung von Regeln in der Forschung Bierfelder, W. (1991), S.226f.Google Scholar
  2017. 2356.
    Der gesamtsystemische Zusammenhang fließt als Strukturierungsvorgabe in die Konzipierung und den Ein-satz von Managementsystemen mit ein. Servatius notiert in diesem Sinne, daß schlecht-strukturierbare Problembereiche in der Organisation den Einsatz von Heuristiken einfordern, deren Aufgabe es ist, eine nichtlineare Erkenntnisförderung zu bewirken (vgl. Servatius, H.-G. (1986), S.23).Google Scholar
  2018. 2357.
    In der Weise schreibt z.B. Schneider zur Theorie des Rechnungswesens: “Untemehmensfiihrung und ihre In-strumente, wie das Rechnungswesen, sind stets in die Ordnung des Wirtschaftssystems eingebunden.” Schneider, D. (1992), S.3Google Scholar
  2019. 2358.
    Ulrich, K. (1993), S.11, Fn. weggelassen; vgl. etwas vertiefend Reglin, B. (1993), S.11ff.Google Scholar
  2020. 2359.
    Vgl. die Ausrichtung der Überlegungen bei Stock, U. (1990), S.1.Google Scholar
  2021. 2360.
    Das scheint besonders vielversprechend, wird systemtheoretischen Grundlagen fir Managementsysteme eine hohe Bedeutung zugewiesen (vgl. Schwaninger, M. (1994), S.31, S.32).Google Scholar
  2022. 2361.
    Vgl. Ulrich, K. (1993), S.14ff.; vgl. fir ein Beispiel Hahn, D. (1994).Google Scholar
  2023. 2362.
    In diesem Sinne lauten die enger gefaßten Überlegungen Kleins, der festhält, die Planungstheorie müsse auf die Bedingungen des Wissenserwerbs reflektieren (vgl. Klein, S. (1989), S.I 18).Google Scholar
  2024. 1363.
    Om Die allgemein formulierte Einsicht fmdet ihr spezielles Pendant z.B. bei Weiss, der die Komplexitätsreduktionsfmktion fir strategische Planungsinstrumente betont (vgl. Weiss, E. (1989), S.156; vgl. zusätzlich - obwohl argumentativ eher psychologisch ausgerichtet - Ulrich, K. (1993), S.38).Google Scholar
  2025. 2364.
    Im Rahmen der Planungstheorie schreibt Klein: “Die Wirkungen der Theorieanwendung sind… nur interpretativ zugänglich; diese Interpretation bedarf einer eigenen Legitimation.” Klein, S. (1989), S.124Google Scholar
  2026. 2365.
    “Die Legitimation des… Wissens erfolgt… durch das Verfahren der Wissensgewinnung.” Klein, S. (1989), S.122, Fn. weggelassen, im Originalkontext jedoch weniger radikal formuliertGoogle Scholar
  2027. 2366.
    Vgl. die Festlegungen in der Übersicht bei Bleicher, K. (1991a), S.56; vgl. ergänzend Schwaninger, M. (1994), S.26f, S.49. Zum diesbezüglichen Befund des bleicherschen Bezugsrahmens vgl. Ulrich, K. (1993), S.9. 2367 “Managementsysteme haben die Aufgabe, strategische Konzepte umzusetzen und ihren operativen Vollzug zu unterstützen.” Gomez, P., Zimmermann, T. (1993), S.26Google Scholar
  2028. 2367.
    Vgl. anstelle vieler Kirsch, W., Maaßen, H. (19906), S.9.Google Scholar
  2029. 2369.
    Eine der Konnotation nach ähnliche, weil nicht verabsolutierte Einsicht, deutet sich bei Ulrich an: “Die Entwicklung von Managementsystemen stellt ein komplexes Problem dar. Häufig ist die Einführung solcher Systeme Ausdruck eines Prozesses tiefgreifenden organisatorischen Wandels.” Ulrich, K. (1993), S.34Google Scholar
  2030. 2370.
    Kirsch, W., Geiger, U., Grebenc, H., Maaßen, H. (1990), S.130, im Original durch den zusätzlichen Verweis auf Entwicklung und Kontrolle von strategischen Plänen voraussetzungsvoller gefaßt; vgl. Kirsch, W. (1991b), S.15.Google Scholar
  2031. 2371.
    Auf den ersten Blick ähnliche, bei genauerem Hinsehen doch deutlich differente Einschätzungen finden sich in den Überlegungen bei Bleicher, K. (1991a), S.252ff. Anzumerken ist einerseits, daß Bleichers Überlegungen bereits durch die pauschale Plazierung von Managementsystemen im Bereich des Strategischen mit der hiesigen Position nicht völlig deckungsgleich sind. Wichtiger erscheint andererseits der Unterschied, daß Bleicher Mana-gementsysteme nach dem Kriterium der Leistung qualifiziert, nicht aber wie oben im Text nach dem Kriterium der Funktion (vgl. wie Bleicher auch Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.365). Hier wird vereinbart, die Funktion von Managementsystemen in der Lieferung von Effektivitätsbeiträgen zu sehen (in loser Anlehnung an Reglin, B. (1993), S.126).Google Scholar
  2032. 2372.
    “Strategische Systeme sind durch Kontexte gekennzeichnet, die die Erfolgspotentiale zu problematisieren erlauben. Dadurch unterscheiden sie sich von operativen Systemen. Diese sind sehr viel enger an die Kategorien des laufenden Geschäftes orientiert.” Kirsch, W., Obring, K. (1991), S.371Google Scholar
  2033. 2373.
    Vgl. Kirsch, W., Obring, K. (1991), S.371f.; vgl. Kirsch, W., Reglin, B. (1991), S.660; vgl. Ulrich, K. (1993), S.19.Google Scholar
  2034. 2374.
    Vgl. - ohne Verweis auf Morphogenese - Kirsch, W., Geiger, U., Grebenc, H., Maaßen, H. (1990), S.144, S.147.Google Scholar
  2035. 2375.
    “Eine eindeutige Trennung von Strategischen und Operativen Managementsystemen ist… keineswegs unproblematisch.” Kirsch, W., Obring, K. (1991), S.372; vgl. Kirsch, W., Reglin, B. (1991), S.658.Google Scholar
  2036. 2376.
    Gleichauf liegt die Differenzierung der Managementsysteme über die Kriterien von “Effektivität” und “Effizienz”: Strategische Managementsysteme sind auf Effektivität ausgerichtet, operative auf Effizienz (vgl. im Kontext von Planungs-und Kontrollsystemen Stock, U. (1990), S.72; vgl. Kirsch, W., Geiger, U., Grebenc, H., Maaßen, H. (1990), S.147).Google Scholar
  2037. 2377.
    Die Managementsysteme müssen lediglich insofern integriert sein, daß sie einer Organisation zugerechnet werden können.Google Scholar
  2038. 2378.
    Vgl. mittels einer Rezeption gängiger Managementkonzepte ähnliche Ergebnisse bei Ulrich, K. (1993), S.I Of. 1319 Das Integrationspostulat hat in der Betriebswirtschaftslehre und den Organisationswissenschaften eine derartige Schärfe, daß es sich an prominenten Stellen sogar im Bereich der Themenstellung, d.h. im Buchtitel bzw. im -untertitel, wiederfindet (vgl. Bleicher, K. (1991a); vgl. Hax, A.C., Majluf, N.S. (1991)).Google Scholar
  2039. 2383.
    Dennoch bleiben wesentliche Unterschiede der vorliegenden Konzeption mit den Theorien von Kirsch und Mitarbeitern zu verbuchen. Ein wichtiger Punkt ist die grundlegende argumentative Position. Während hier einer konsequent systemtheoretischen Epistemologie gefolgt wird, konzipieren Kirsch und Mitarbeiter ihre Überlegungen vor dem Hintergrund einer (kritischen) Reflexion auf die “Theorie des kommunikativen Handelns” von Jürgen Habermas (vgl. Habermas, J. (1987a) und (1987b)). Kirsch und Mitarbeiter arrangieren vor diesem Hinter grund ihre Überlegungen im Rahmen einer dualen Perspektive, die von der Komplementarität von System-und Handlungstheorie ausgeht (auch als Komplementarität von “System-und Lebenswelt” bezeichnet) und unter anderem über die Fortsetzung der Erklärens/Verstehens-Kontroverse (vgl. hierzu als eine neuere und äußerst kritische Auseinandersetzung Haussmann, T. (1991)) methodologische Differenzierungen bewirkt (vgl. grundlegend Kirsch, W. (1992), S.35ff., S.79ff., S.119ff., 5.122ff.). Diese Ausrichtungen tragen Kirsch und Mitarbeiter explizit in ihre Überlegungen zu Managementsystemen hinein (vgl. Kirsch, W. (1992), S.162).Google Scholar
  2040. 2387.
    Vgl. Kirsch, W., Geiger, U., Grebenc, H., Maaßen, H. (1990), S.168.Google Scholar
  2041. 2389.
    Vgl. Stock, U. (1990), S.72; vgl. Ulrich, K. (1993), S.17, S.21.Google Scholar
  2042. 2391.
    Vgl. Kirsch, W., Geiger, U., Grebenc, H., Maaßen, H. (1990), S.165; vgl. Kirsch, W., Obring, K. (1991), 5.371.Google Scholar
  2043. 2392.
    Vgl. Kirsch, W., Reglin, B. (1991), S.658; vgl. Stock, U. (1990), S.72.Google Scholar
  2044. 2395.
    Vgl. Kirsch, W., Maaßen, H. (19906), S.15; vgl. Kirsch, W., Geiger, U., Grebenc, H., Maaßen, H. (1990), S.129.Google Scholar
  2045. 2397.
    Vgl. Kirsch, W. (1990b), S.52.Google Scholar
  2046. 2399.
    Umgekehrt kann die Offenheit der kirschschen Konzeption jedoch ebenso als unbefriedigend empfunden werden (vgl. Ulrich, K. (1993), S.22).Google Scholar
  2047. 3400.
    Kirsch, W., Obring, K. (1991), S.365; vgl. lose ergänzend Reglin, B. (1993), Si Die Konzentration auf die Entwurfssprache lenkt den Blick auf die Konstruktion von Managementsystemen (vgl. sehr ähnlich Reglin, B. (1993), S.162).Google Scholar
  2048. 3401.
    Wer an einem theoretisch begründeten Vorschlag zur Gestaltung von Managementsystemen interessiert ist, dem sei die Arbeit von Schwaninger, M. (1994) empfohlen.Google Scholar
  2049. 3402.
    Vgl. für einen neueren (kursorischen) Überblick über detailliert konstruierte Managementsystementwürfe in der betriebswirtschaftlichen und organisationstheoretischen Diskussion Ulrich, K. (1993), S.4ff.Google Scholar
  2050. 3404.
    Dennoch fallen Aussagen im Kontext der Gesamtarchitektur nicht in den Bereich der Immunisierung gegenüber der empirischen Überprüfbarkeit, denn Kirsch und Mitarbeiter versuchen, ihren Entwurf zwischen Spezialisten-und Generalistentum anzusiedeln (vgl. Kirsch, W., Geiger, U., Grebenc, H., Maaßen, H. (1990), S.129).Google Scholar
  2051. 3405.
    “Managementsysteme sind… als Konstrukte zu begreifen, die von Beobachtern verwendet werden, um die Or-ganisation in spezifischer Weise zu beschreiben.” Ulrich, K. (1993), S.VIGoogle Scholar
  2052. 3406.
    Vgl. im Ergebnis gleich Stock, U. (1990), S.24.Google Scholar
  2053. 3407.
    in Anlehnung und Radikalisierung der Überlegungen bei Ulrich, K. (1993), S.19Google Scholar
  2054. 3408.
    Kirsch notiert: “Auch im Rahmen eines Managementsystems sind formale Autoritätsbeziehungen, Arbeits-konstellationen, informale Kommunikationsbeziehungen und schließlich auch ad hoc-Entscheidungsprozesse relevant.” Kirsch, W. (1990b), S.49Google Scholar
  2055. 3409.
    Vgl. Kirsch, W. (1992), S.163.Google Scholar
  2056. 3410.
    in enger Anlehnung an Kirsch, W. (19916), S.15Google Scholar
  2057. 3411.
    Vgl. Trux, W., Kirsch, W., Ringlstetter, M., Knyphausen, D. zu (1991), S.720f.Google Scholar
  2058. 3412.
    Hier wird deutlich, daß das Vorliegen von Managementsystemen für das Vorliegen einer Strategischen Führung nicht konstitutiv ist (vgl. Kirsch, W. (1990b), S.51).Google Scholar
  2059. 3413.
    Stock, U. (1990), S.24, Fn. weggelassenGoogle Scholar
  2060. 3414.
    In die Argumentation wird eine historische Komponente eingeführt. Über den Gegenstand, auf den sich Managementsysteme beziehen, muß schon etwas gewußt werden und dieses Wissen fließt in den Aufbau der Systeme mit ein. Dieser historische Sachverhalt wird ebenso klar von Schneider erkannt und im Rahmen seiner Überlegungen zur Entstehung von Theorien des Rechnungswesens dargelegt: “Bei der… Verknüpfung von zweckrationalem unternehmerischen Handeln und Praxis des Rechnungswesens wird übersehen, daß vor einer entscheidungslogischen Explikation, wie rationales Handeln in diesem oder jenem Fall aussähe, überhaupt nicht das Wissen vorhanden ist, welche zahlenmäßigen Abbilder geplant, welche Maßgrößen für einen Wissenswunsch über die Realität benötigt werden und wie daraufhin ein Rechnungswesen zu gestalten ist.” Schneider, D. (1992), S.26 2415 Eine Ausdifferenzierungsthese vertritt gleichfalls Ulrich, jedoch vor dem Hintergrund einer Hierarchie-, Rollen-und Prozeßtheorie (vgl. Ulrich, K. (1993), S.28; vgl. Kirsch, W. (1992), S.163; vgl. Stock, U. (1990), S.27).Google Scholar
  2061. 2416.
    so aber Kirsch, W., Reglin, B. (1991), S.657 und sinngemäß auch Kirsch, W., Maaßen, H. (19906), S.4 241 Vgl. allgemein Sandner, K. (1992), S.197.Google Scholar
  2062. 2418.
    Demgemäß spricht Kirsch von einer “… Art ‘Organisation in der Organisation’…” Kirsch, W. (1992), S.164 2°19 Vgl. der Intention nach gleichlautend Ulrich, K. (1993), S.29.Google Scholar
  2063. 2420.
    Vgl. ergänzend Ulrich, K. (1993), S.14ff., vgl. zudem S.23, S.32.Google Scholar
  2064. 2421.
    Vgl. Reglin, B. (1993), S.229.Google Scholar
  2065. 2422.
    Diese Einsicht ist ansatzweise ebenfalls bei Kirsch erkennbar: “In der Basisorganisation werden zum Teil ganz andere Sprachen gesprochen als im Rahmen eines Managementsystems.” Kirsch, W. (1992), S.165Google Scholar
  2066. 2424.
    Vgl. Ulrich, K. (1993), S.25; vgl. im Ergebnis gleich, aber knapp Reglin, B. (1993), S.128.Google Scholar
  2067. 2425.
    in Anlehnung und Verallgemeinerung der auf Planungssysteme beschränkten Überlegungen bei Kirsch, W. (1992), S.165Google Scholar
  2068. 2426.
    Dem liegt die metaphemartige Auffassung zugrunde, daß sich Managementsysteme als “zusätzliche Schichten im Unterschied zur organisationalen Basis” betrachten lassen (vgl. Reglin, B. (1993), S.123).Google Scholar
  2069. 2427.
    Vgl. - obwohl ohne Akzent auf den Aspekt des Werdens - Ulrich, K. (1993), S.20; vgl. ergänzend Schwaninger, M. (1994), S.47.Google Scholar
  2070. 2428.
    Eine relativ ähnliche, jedoch sprachtheoretisch fundierte Sicht findet sich bei Ulrich: “Managementsysteme werden… durch eine oder mehrere Entwurfssprache(n) konstituiert, die die Regeln der Welterschließung defmieren.” Ulrich, K. (1993), S.VI, im Original teilweise kursivGoogle Scholar
  2071. 2429.
    Die Existenz solcher Leitlinien ist bei beabsichtigten Systementwicklungen als teleonome Vorgabe zu erwarten (vgl. der Konnotation nach ähnlich Kirsch, W. (1990b), S.58).Google Scholar
  2072. 2430.
    Ulrich, K. (1993), S.55Google Scholar
  2073. 2431.
    Ulrich bezeichnet diese Grenzen im Rahmen sprachtheoretischer Überlegungen als “… grammatische Grenzen…” Ulrich, K. (1993), S.33, im Original teilweise kursiv, vgl. S.54; vgl. Kirsch, W., Geiger, U., Grebenc, H., Maaßen, H. (1990), S.164.Google Scholar
  2074. 2432.
    Es bleibt legitim und steuerungstheoretisch notwendig, mit Ulrich die Transformierung der Grenzen von Managementsystemen einzufordern (vgl. Ulrich, K. (1993), S.56).Google Scholar
  2075. 2433.
    Klein, S. (1989), S.117, im Original in dem im Vergleich zum obigen Text spezielleren Kontext der Pla-nungstheorieGoogle Scholar
  2076. 2434.
    Demgemäß verorten Kirsch und Mitarbeiter die Gesamtarchitektur von Managementsystemen im Bereich der organisationalen Führung (vgl. Kirsch, W., Geiger, U., Grebenc, H., Maaßen, H. (1990), S.I32f.).Google Scholar
  2077. 2435.
    Vgl. weitgehend ähnlich, aber eher beiläufig Bleicher, K. (1991a), S.240.Google Scholar
  2078. 2436.
    Vgl. - obgleich im Original ohne Abschwächung - Kirsch, W., Reglin, B. (1991), S.652; vgl. Ulrich, K. (1993), S.25; vgl. Stock, U. (1990), S.25.Google Scholar
  2079. 2437.
    Vgl. ähnlich Maaßen, H. (1990), S.434; vgl. Ulrich, K. (1993), S.16.Google Scholar
  2080. 2438.
    Kirsch versteht Managementsysteme als eine die “Organisation überlagemde Organisation” (vgl. Kirsch, W. (1991b), S.15). Die Metapher der Überlagerung wird hier nicht uneingeschränkt geteilt, impliziert sie schnell hierarchische Vorstellungen.Google Scholar
  2081. 2439.
    Vgl. Kirsch, W., Reglin, B. (1991), S.657.Google Scholar
  2082. 2440.
    In Anlehnung an Stock, U. (1990), S.27; vgl. Kirsch, W. (19906), S.51, S.65.Google Scholar
  2083. 2441.
    Vgl. ähnlich Gomez, P., Zimmermann, T. (1993), S.25f.; vgl. Bleicher, K. (1991a), S.238.Google Scholar
  2084. 2442.
    Vgl. Maaßen, H. (1990), S.434; vgl. Kirsch, W., Reglin, B. (1991), S.657; vgl. Ulrich, K. (1993), S.3; vgl. Kirsch, W., Maaßen, H. (1990b), S.2; vgl. Pümpin, C., Prange, J. (1991), S.19; vgl. Bleicher, K. (1991a), S.239. 3444 Vgl. Kirsch, W., Obring, K. (1991), S.365; vgl. Kirsch, W., Habel, S. (1991), S.441; vgl. Kirsch, W., Maaßen, H. (1990b), S.10.Google Scholar
  2085. 2443.
    Vgl. Ulrich, K. (1993), S.11f., S.17, S.23. So ist ebenfalls das kirschsche Modell der Gesamtarchitektur von Managementsystemen Ergebnis “technischer” Forschung (vgl. Kirsch, W., Maaßen, H. (19906), S.6).Google Scholar
  2086. 2444.
    In diesem Sinne sind nach Naumann “… Instrumente zu schaffen, die die Führungsfunktion unterstützen helfen.” Naumann, C. (1982), S.93; dabei lassen sich Kriterien zur Gestaltung von Managementsystemen einführen (vgl. Schwaninger, M. (1994), S.58ff.).Google Scholar
  2087. 2445.
    Nach Kronast können Managementsysteme “… untereinander und mit der Basisorganisation mehr oder weniger intensiv verbunden sein.” Kronast, M. (1989), S.119Google Scholar
  2088. 2449.
    Es handelt sich nicht in erster Linie um eine Frage der Integration, wie Stock zu meinen scheint (vgl. Stock, U. (1990), S.70).Google Scholar
  2089. 2450.
    Vgl. Kronast, M. (1989), S.1198.Google Scholar
  2090. 2451.
    Reglin will diese Metaphern offensichtlich auf die Beschreibung des Verhältnisses von Managementsystemen und der ihnen zugrundeliegenden organisationalen Basis beschränkt wissen (vgl. Reglin, B. (1993), S.204ff.). 2492 Die Metaphern lassen sich nicht nur auf Managementsysteme, sondern auf Strategien per se beziehen (vgl. z.B. Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.357).Google Scholar
  2091. 2452.
    Vgl. Kirsch, W., Maaßen, H. (1990b), S.5; vgl. Kronast, M. (1989), S.119f.; vgl. Kirsch, W., Obring, K. (1991), S.375; vgl. Strasser, G. (1991), S.194.Google Scholar
  2092. 2454.
    Diese Kontingenz resultiert allein schon aus der Vielfalt möglicher Beziehungen der Managementsysteme untereinander: “Trotz aller Differenzierungen existiert aufgrund der vielfältigen und vielschichtigen Beziehungen zwischen den verschiedenen Systemen eine letztlich nicht erfaßbare Komplexität. Um diese handhaben zu können, können verschiedene Zugänge unterschieden werden, die jeweils andere Systeme sowie Sichtweisen ihrer Zusammenhänge, Aufgaben, Schwerpunkte etc. implizieren.” Stock, U. (1990), S.68; vgl. für einen Vorschlag Schwaninger, M. (1994), S.42ff.Google Scholar
  2093. 2455.
    Damit wird zugleich die Stellung der Managementsysteme untereinander verortet: “Die verschiedenen partiellen strategischen Systeme können… durch Merkmale differenziert werden, die an der Verankerung der Systeme in der Gesamtarchitektur anknüpfen.” (Kirsch, W., Obring, K. (1991), S.374) Im Endeffekt gleichlautend gelangt Ulrich zu dem Schluß: “Die Rolle eines Managementsystems in der Gesamtarchitektur wird dabei generell im Verhältnis zu den jeweils anderen Managementsystemen bestimmt.” Ulrich, K. (1993), S.67Google Scholar
  2094. 2456.
    Vgl. Kirsch, W., Geiger, U., Grebenc, H., Maaßen, H. (1990), S.136.Google Scholar
  2095. 2458.
    “Ein Kemsystem ist innerhalb einer Gesamtarchitektur von Managementsystemen dadurch gekennzeichnet, daß sich die übrigen Systeme der Architektur sehr stark an ihm ausrichten.” (Ulrich, K. (1993), S.37, vgl. zudem S.67) Die Stellung eines Managementsystems als Kemsystem bezeichnet also die Rolle eines Managementsystems in der Gesamtarchitektur (vgl. Kirsch, W., Geiger, U., Grebenc, H., Maaßen, H. (1990), S.I63).Google Scholar
  2096. 2459.
    Gerade dies macht die Stellung eines Kemsystem aus (vgl. Kirsch, W., Geiger, U., Grebenc, H., Maaßen, H. (1990), S.162; vgl. Kirsch, W., Reglin, B. (1991), S.659).Google Scholar
  2097. 2463.
    In Anlehnung an die planungstheoretischen Überlegungen bei Kirsch, W. (1990b), 5.64£; vgl. Kirsch, W., Reglin, B. (1991), S.665; vgl. Naumann, C. (1982), S.113f.Google Scholar
  2098. 2464.
    So lassen sich z.B. für Planungssysteme analog dem Kontenrahmen im Rechnungswesen “Planungsrahmen” ausdifferenzieren (vgl. zu Aufgaben und Inhalten von Planungsrahmen Naumann, C. (1982), S.109ff.).Google Scholar
  2099. 2466.
    Damit ist zugleich angedeutet, daß die Evolution von Managementsystemen sich auch ohne Ausdifferenzierung gesonderter Meta-Managementsysteme vollzieht (vgl. weitgehend gleichlautend Kirsch, W. (1990b), S.57). 2467 Vgl. anhand planungstheoretischer Überlegungen Kirsch, W. (1990b), S.57.Google Scholar
  2100. 2468.
    Als prominentes Beispiel läßt das Controlling anfihren, das im Einklang mit den obigen Überlegungen u.a. in Richtung der Gestaltung von Managementsystemen verortet wird (vgl. Kronast, M. (1989), S.117ff., vor allem 5.118; vgl. Stock, U. (1990), S.66; vgl. Kirsch, W., Geiger, U., Grebenc, H., Maaßen, H. (1990), S.138; vgl. Bleicher, K. (1991a), S.257).Google Scholar
  2101. 2475.
    Vgl. Kirsch, W., Geiger, U., Grebenc, H., Maaßen, H. (1990), S.163fGoogle Scholar
  2102. 2476.
    So erblickt Bleicher z.B. in Informationssystemen die Grundlage für alle andere Arten von Managementsystemen (vgl. Bleicher, K. (1991a), S.240).Google Scholar
  2103. 2477.
    in Anlehnung an Kirsch, W., Geiger, U., Grebenc, H., Maaßen, H. (1990), S.161f.Google Scholar
  2104. 2478.
    in enger Anlehnung an Stock, U. (1990), S.67Google Scholar
  2105. 2479.
    Kirsch, W., Maaßen, H. (1990b), S.9, vgl. zudem S.15; vgl. Kirsch, W., Geiger, U., Grebenc, H., Maaßen, H. (1990), 5.128; vgl. Kirsch, W., Reglin, B. (1991), S.658, S.682.Google Scholar
  2106. 2480.
    Vgl. in diesem Sinne Kirsch, W., Maaßen, H. (1990b), S.15.Google Scholar
  2107. 2481.
    Vgl. Kirsch, W., Geiger, U., Grebenc, H., Maaßen, H. (1990), S.162.Google Scholar
  2108. 2482.
    Ohnehin läßt sich davon ausgehen, daß die Gewichtung der Bedeutung der Managementsysteme von Problembereich zu Problembereich unterschiedlich sein wird (vgl. unter Referenz auf den FE-Bereich Stock, U. (1990), S.67).Google Scholar
  2109. 2483.
    in loser Anlehnung an die Überlegungen zum Umfange eines möglichen F&E-Managements bei Stock, U. (1990), S.66Google Scholar
  2110. 2484.
    Explizite Überlegungen zur Sozialdimension von Managementsystemen bleiben in der Literatur eher unterbelichtet. Sie konzentriert sich lieber auf Fragen der Sachdimension.Google Scholar
  2111. 2485.
    Mithin wird über rein ökonomische Vorgaben von Managementsystemen hinweg zu argumentieren sein: “Gut strukturierte Situationen… lassen… keinen Spielraum für Einflüsse anderer, außerökonomischer Faktoren.” Berger, U. (1988), 5.117Google Scholar
  2112. 2486.
    Sandner, K. (1992), S.197Google Scholar
  2113. 2487.
    Um so mehr erscheint es verwunderlich, daß die politische Dimension von Managementsystemen in der Literatur nahezu völlig übersehen wird (vgl. z.B. Schwaninger, M. (1994)). Managementsystemen sind ja gerade normative Aspekte inhärent (vgl. Reglin, B. (1993), S.174ff.).Google Scholar
  2114. 2488.
    Pfeffer, J. (1992), S.244Google Scholar
  2115. 2489.
    Managementsysteme haben mithin eine Art “Vehikelfunktion” (vgl. andeutend Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.365).Google Scholar
  2116. 2490.
    Mit Verallgemeinerung in enger Anlehnung an Berger, U. (1988), S.126ff.; deutlicher formuliert Sandner: “Entscheidungen, die durch Befolgung der Regeln… zustande kommen, gelten als legitim…” Sandner, K. (1992), S.196Google Scholar
  2117. 2491.
    in loser Anlehnung und Übertragung der Überlegungen zu Strategiebewertungskriterien bei Reichert, R. (1984), S.213f.Google Scholar
  2118. 2492.
    Kirsch, W. (1992), S.162, die zitierte Stelle findet sich im Original in einem anderen Kontext.Google Scholar
  2119. 2493.
    Vgl. z.B. die (kritischen) Anmerkungen zur Technologie-Übergangsbewertung durch ökonomische Bewertungsverfahren bei Weiss, E. (1989), S.86.Google Scholar
  2120. 2494.
    Diese Einsicht findet gegenwärtig vor allem Eingang in die Diskussion von Kostenrechnungssystemen respektive der Prozeßkostenrechnung, für die im Vergleich zu anderen Kostenrechungssystemen Umlagerungen der Aufinerksamkeit konstatiert werden: “Zur Zeit der Entwicklung der traditionellen Kostenrechnungssysteme war nicht die Relevanz gegeben, den Gemeinkostenbereichen eine… hohe Aufmerksamkeit zu widmen.” Daube, K. (1993), S.209Google Scholar
  2121. 2495.
    Managementsysteme stellen bestimmte Beziehungen her und lassen andere außer acht. Diese Erkenntnis wird nachhaltig im Rahmen der “Innovationshemmung durch ökonomische Bewertungsverfahren” diskutiert (vgl. Weiss, E. (1989), S.85ff., speziell S.88f.).Google Scholar
  2122. 2496.
    Vgl. ergänzend im Kontext der Wissenschaftstheorie Schlosser, G. (1993), S.18f.Google Scholar
  2123. 2497.
    “Managementsysteme können mit der Basisorganisation und mit anderen Managementsystemen mehr oder weniger intensiv verbunden sein.” Kirsch, W., Maaßen, H. (19906), S.5Google Scholar
  2124. 2498.
    Vgl. Ulrich, K. (1993), S.54; vgl. Kirsch, W. (1990b), S.56.Google Scholar
  2125. 2499.
    Sandner, K. (1992), S.191, im Original teilweise kursivGoogle Scholar
  2126. 2500.
    Klein notiert im Rahmen der Planungstheorie: “Ein einmal konzipiertes theoretisches System entwickelt häufig eine starke Eigendynamik der Selbstrechtfertigung.” Klein, S. (1989), S.122Google Scholar
  2127. 2501.
    Vgl. z.B. den Versuch zur Neuausrichtung der Kostenrechnung in der rechnerintegrierten Fertigung bei Daube, K. (1993).Google Scholar
  2128. 2502.
    So betont Rowe anhand seines Methodenüberblicks zur Risikoforschung, “… daß keine einzelne Methode für alle Fälle nützlich ist. Was in einem Fall sinnvoll ist, kann in einem anderen ungültig sein, und in manchen Fällen ist eine Kombination von Ansätzen erforderlich…” Rowe, W.D. (1993), S.67Google Scholar
  2129. 2503.
    Zumindest für den Bereich der Methodenveränderung und -anwendungsspezifizierung lassen sich kritische Anmerkungen fanden, die eine geringe Auseinandersetzung der Forschung mit diesen Fragen anklingen lassen (vgl. Stock, U. (1991), S.640).Google Scholar
  2130. 2504.
    Vgl. im Kontext der allgemeinen Strategieforschung Reichert, R. (1984), S.160.Google Scholar
  2131. 2506.
    Die Testeinheiten haben die Stellung einer “Grammatik”, die nach der Sprachtheorie “… metasprachlicher Natur ist und gerade dadurch Wesentliches leistet, nämlich die Regelung des konkreten Gebrauchs der Sprache.” Malik, F. (1989a), S.353Google Scholar
  2132. 2507.
    Vgl. die von ihrer Grundausrichtung weitgehend parallel laufenden Überlegungen zur Planungstheorie bei Klein, S. (1989), S.123f.Google Scholar
  2133. 2508.
    So führt Ulrich das Beispiel von Informationssystemen zur Sicherung der Machtbasis an (vgl. Ulrich, K. (1993), S.41).Google Scholar
  2134. 2509.
    Politik ist vor allem als Geltendmachung und Realisierung von Interessen zu verstehen.“ Sandner, K. (1992), S.69Google Scholar
  2135. 2510.
    Vgl. Sandner, K. (1992), S.197.Google Scholar
  2136. 2511.
    Weiss hingegen versucht, fir die Spezialthematik der “Technologie/Portfolio-Methode” das Gegenteil nachzu-zeichnen (vgl. Weiss, E. (1989), S.163).Google Scholar
  2137. 2512.
    Vgl. vertiefend Ulrich, K. (1993), S.40ff.Google Scholar
  2138. 2513.
    Damit ist zugleich gesagt, daß Managementsysteme nicht im Interesse derer liegen müssen, die sie anzuwenden haben, sondern z.B. durch staatliche Formvorgaben erzwungen werden können, um anderweitigen Interessen zu genügen (in Anlehnung an Überlegungen zu Theorien des Rechnungswesens bei Schneider, D. (1992), S.I3, S.26).Google Scholar
  2139. 2514.
    Vgl. zum Einbezug des Machtmediums in die Diskussion von Managementsystemen andeutend Ulrich, K. (1993), S.41.Google Scholar
  2140. 2515.
    Vgl. ergänzend Kirsch, W. (1990b), S.53. So kann die Einflihrung von Managementsystemen an Widerständen scheitern (vgl. Reglin, B. (1993), S.186).Google Scholar
  2141. 2516.
    in enger Anlehnung an Sandner, K. (1992), S.172f.Google Scholar
  2142. 2517.
    Vgl. ergänzend Luhmann, N. (1988h), S.181. Managementsysteme lassen sich als gesteigerte Emanzipationen des organisationalen Geschehens begreifen (vgl. in diese Richtung zielend Schwub-Gwinner, G. (1993), S.114ff.).Google Scholar
  2143. 2518.
    Berger spricht von einem “Rationalitätsschleier”’ (Berger, U. (1988), S.128).Google Scholar
  2144. 2519.
    “Macht ist dort am wirkungsvollsten, wo sie relativ zurückhaltend eingesetzt wird. Die Verwendung rationaler oder scheinbar rationaler Analyseprozesse trägt dazu bei, Macht… weniger offensichtlich auszuüben.” Pfeffer, J. (1992), S.244Google Scholar
  2145. 2520.
    Vgl. andeutend Weiss, E. (1989), S.90.Google Scholar
  2146. 2521.
    Sandner, K. (1992), S.167, im Original allein im Kontext steuerungstheoretischer Überlegungen formuliert, d.h. ohne expliziten Verweis auf Managementsysteme, vgl. zudem 5.193.Google Scholar
  2147. 2522.
    Berger, U. (1988), S.128, im Originalkontext auf Methoden der Wirtschaftlichkeitsrechnung beschränktGoogle Scholar
  2148. 2523.
    Diese Legitimation verleiht dann den Interessen Macht (vgl. allgemein ergänzend Sandner, K. (1992), S.18f., vgl. zudem S.168).Google Scholar
  2149. 2524.
    Nach Sandner “… entsteht das aktuelle Regelsystem des Unternehmens in Aushandlungsprozessen.” Sandner, K. (1992), S.192Google Scholar
  2150. 2525.
    Vgl. Kirsch, W. (19906), S.53.Google Scholar
  2151. 2526.
    Insofern erscheint es verkürzt, wenn Weiss anhand des speziellen Falls der Technologie/Portfolio-Methode dieser pauschal die Eigenschaft einer verobjektivierten Diskussionsgrundlage zuschreibt (vgl. Weiss, E. (1989), 5.162£). Diese Objektivität trägt die Methode nicht einfach in sich, sondern erlangt sie erst über den Umstand der Akzeptanz in der Autopoiese.Google Scholar
  2152. 2527.
    Vgl. Kirsch, W. (19906), S.65.Google Scholar
  2153. 2528.
    Sandner, K. (1992), S.193Google Scholar
  2154. 2529.
    Damit wird eine nahezu selbstverständliche Bestrebung betont: “Interessenrealisierung strebt nach Dauerhaftigkeit, nach Institutionalisierung.” Sandner, K. (1992), S.166Google Scholar
  2155. 2530.
    Vgl. Sandner, K. (1992), S.193.Google Scholar
  2156. 2531.
    Diese Auffassung wird mitunter vor allem für den Bereich der mit Managementsystemen angebotenen Methoden explizit festgehalten, wie sich z.B. am “kreativen” Instrument der Portfolio-Methode demonstrieren läßt: So `… bietet die Portfolio-Methode die Möglichkeit, eine Arena zu schaffen, in der die verschiedenen Perspektiven, Meinungen und… Interessen eingebracht, diskutiert und auch Begründungszwängen ausgesetzt werden können: die Portfolio-Methode als zunächst konfliktgenerierendes, aber auch konfliktkanalisierendes Instrument.“ Stock, U. (1991), S.640Google Scholar
  2157. 2532.
    Zum Beispiel weil möglicherweise eigene Handlungschancen verringert werden und mithin die eigene Herrschaft in Frage gestellt wird (vgl. - jedoch nicht im Kontext von Managementsystemen - Sandner, K. (1992), S.163).Google Scholar
  2158. 2534.
    Vgl. anhand des Beispiels der Anwendung von Methoden der Wirtschaftlichkeitsrechnung bei EDV-Projekten Berger, U. (1988), S.126ff.Google Scholar
  2159. 2535.
    In den Traditionen der Betriebswirtschaftslehre und der Managementwissenschaft ist der Zusammenhang von Managementsystemen und Zeit am ehesten in die Diskussion um die Genese von Managementsystemen eingeordnet (vgl. für einen Überblick Reglin, B. (1993), S.167ff.).Google Scholar
  2160. 2536.
    Ulrich, K. (1993), S.32, im Original teilweise kursiv; anzumerken ist der Vollständigkeit halber, daß Ulrich den Begriff “Evolution” im Sinne von “Unkontrollierbarkeit” verwendet und ihm den Begriff “Entwicklungsfähigkeit” gegenüberstellt, der “Kontrollierbarkeit” suggeriert. Aufgrund des universalen Anspruchs der Evolutionstheorie wird auf diese Unterscheidung hier verzichtet.Google Scholar
  2161. 2537.
    Diese Problematik schließt nicht aus, daß Managementsysteme selbst in den Dienst der Evolution gestellt werden (vgl. den Konzeptionierungsvorschlag bei Schwaninger, M. (1994), S.249ff.).Google Scholar
  2162. 2538.
    Die morphogenetische Ausrichtung der Managementsystemveränderungen erhält gegenwärtig andeutungsweise Einzug in Arbeiten zur Theorie der Managementsysteme (vgl. im Kontext der Planungstheorie Klein, S. (1989), 5.117, der qualitative Verhaltensänderungen anstelle eines “Mehr desselben” einfordert).Google Scholar
  2163. 2539.
    Diese zweite Ausrichtung will auch hier “… Zeit als eine kognitive Struktur verstehen…” Dux, G. (1992), S.34 2540 Vgl. der Intention nach ähnlich Stock, U. (1990), S.24, Fn.3 1.Google Scholar
  2164. 2540.
    So knüpfen Pümpin/Prange die Entstehung von Managementsystemen an die zunehmende Entfernung des Managements von Ausführungstätigkeiten im Verlauf der Untemehmungsentwicklung (vgl. Pümpin, C., Prange, J. (1991), S.100).Google Scholar
  2165. 2542.
    Nach Pümpin/Prange werden z.B. in der späten Elaborationsphase der Unternehmung Managementsysteme weiter perfektioniert und ausgebaut (vgl. Pümpin, C., Prange, J. (1991), S.l 10).Google Scholar
  2166. 2546.
    Diese Strukturänderungen von Managementsystemen lassen sich z.B. heranziehen, um Untemehmensent-wicklungen zu beschreiben (in Anlehnung an Pümpin, C., Prange, J. (1991), S.46).Google Scholar
  2167. 2547.
    Hier geht es vorwiegend um die Schaffung einer Induktionsbasis des späteren Managementsystem-Paradig-mas.Google Scholar
  2168. 2548.
    Diese Phase umfaßt das Werden des Managementsystem-Paradigmas ausgehend von hohen hin zu niedrigen Effektivitätszuwächsen.Google Scholar
  2169. 2549.
    Die Elaboration kann mehr oder weniger detailliert ausfallen (vgl. Reglin, B. (1993), S.183).Google Scholar
  2170. 2550.
    Die Degenerationsphase beschreibt den Zerfall des Managementsystem-Paradigmas (vgl. ergänzend Reglin, B. (1993), S.189ff.).Google Scholar
  2171. 2553.
    Vgl. Kirsch, W., Geiger, U., Grebenc, H., Maaßen, H. (1990), S.128.Google Scholar
  2172. 2554.
    Kirsch/Obring führen hierzu das Beispiel von Controllingsystemen an (vgl. Kirsch, W., Obring, K. (1991), S.369).Google Scholar
  2173. 2555.
    Managementsysteme stehen demnach nicht nur mit ihrer organisationalen Basis im Verhältnis der Koevolution (vgl. anderer Meinung Ulrich, K. (1993), S.54).Google Scholar
  2174. 2556.
    Aufs Ganze gesehen ist jedoch einer voluntaristischen Steuerung von Managementsystemen eine eher untergeordnete Chance einzuräumen (vgl. der Intention nach in etwa gleichlautend Ulrich, K. (1993), S.33, S.34ff.).Google Scholar
  2175. 2557.
    Die Evolution von Managementsystemen wird von vielfältigen Aktivitäten geprägt sein, die einen stark politischen Charakter aufweisen werden. Sie wird durch eine inkrementalistische Vorgehensweise mit holistischer Ausrichtung zu beschreiben sein (vgl. im weitesten Sinne ergänzend Ulrich, K. (1993), S.36f.).Google Scholar
  2176. 2558.
    Denn ebenfalls für die Managementsystemevolution gilt: “… Evolution kann… als selbstorganisierender Prozeß beschrieben werden, der sich seinen Weg im Gehen selbst bahnt.” Schlosser, G. (1993), S.207, Fn. weggelassenGoogle Scholar
  2177. 2559.
    Damit z.B. ein Planungssystem als Planungssystem beobachtet und beschrieben werden kann, muß es aus Erwartungsstrukturen der Planung konstituiert sein. Andersartige Erwartungsstrukturen sind dem zirkulären Argument folgend strenggenommen ausgeschlossen. Zur Eignung zirkulärer Argumente zum Selbstverständnis der Planung und zur Gestaltung von Planungssystemen vgl. Klein, S. (1989), S.121, Fn.25.Google Scholar
  2178. 2560.
    So “… läßt sich alles, was zu einem Zeitpunkt beobachtbar ist, als aus Vorbedingungen heraus entstanden erklären.” (Turk, K. (1989), S.52) Dennoch läßt ein Managementsystem sich nicht einfach auf diese Vorbedingungen reduzieren, wie die Theorie der Emergenz zeigt.Google Scholar
  2179. 2561.
    Danach liegt der Argumentation eine kohärenztheoretische Form zugrunde (vgl. zur Kohärenztheorie Rescher, N. (1973), S.370ff.).Google Scholar
  2180. 2562.
    Aufgrund der Vielfalt zu berücksichtigender Abhängigkeiten erscheint es kaum überraschend, wenn Kirsch/Maaßen die Langwierigkeit des Aufbaus von Gesamtarchitekturen von Managementsystemen in Organisationen betonen (vgl. Kirsch, W., Maaßen, H. (19906), S.16; vgl. Kirsch, W., Reglin, B. (1991), S.659).Google Scholar
  2181. 2563.
    Ulrich postuliert im Zuge einer “… Veränderung des Leitsystems… den größten Folgeeffekt innerhalb von Basisorganisation und Gesamtarchitektur…” Ulrich, K. (1993), S.37; vgl. Kirsch, W., Geiger, U., Grebenc, H., Maaßen, H. (1990), S.163.Google Scholar
  2182. 2564.
    Hier wird auf Managementsysteme übertragen, was Dux im biologischen Sinne hervorhebt: “Da jeder Organismus eine eigene Organisationsform hat, hat jeder auch eine eigene inteme Zeit…” Dux, G. (1992), S.41Google Scholar
  2183. 2565.
    Ziemke/Stöber konstatieren auf allgemeiner Theoriebasis: “Entsprechend der operationalen Geschlossenheit des Systems werden… Zeitstrukturen… nicht… durch dem System äußerliche Zeitstrukturen bestimmt, sondern die Rhythmik durch das System selbst in seinem Verhalten produziert…” Ziemke, A., Stöber, K. (1992), S.63Google Scholar
  2184. 2566.
    Ähnlich notiert Dux: “Zeit ist… die Organisation des Anschlusses der Dynamik des eigenen Systems an die des Universums.” Dux, G. (1992), S.44, Fn. weggelassenGoogle Scholar
  2185. 2567.
    “Der begangene Weg führt zum gegenwärtigen Ausgangspunkt eines künftigen Weges, ohne dessen Verlauf in prognostizierbarer Weise vorzuzeichnen.” Schlosser, G. (1993), S.207, im Original teilweise kursivGoogle Scholar
  2186. 2568.
    Reglin, B. (1993), S.193, im Original kursivGoogle Scholar
  2187. 2569.
    Vgl. Reglin, B. (1993), S.193, Fn.64.Google Scholar
  2188. 2570.
    in Anlehnung an die auf die Strategische Frühaufklärung bezogenen Überlegungen bei Kirsch, W., Obring, K. (1991), S.374Google Scholar
  2189. 2571.
    Reglin, B. (1993), S.193f., Fn. weggelassenGoogle Scholar
  2190. 2572.
    Kirsch, W., Obring, K. (1991), S.374Google Scholar
  2191. 2573.
    Dies geschieht, weil beide Organisationsbereiche sich durch ihre zeitlich weitgehend parallel verlaufende Ent-scheidungsreproduktion wechselseitig irritieren und anhand dieser Irritationen ihre Strukturen aufbauen. Dennoch ist die obige Aussage nur als Tendenzaussage formulierbar, läßt die Autopoiesistheorie doch auch immer bis hin zur Opposition divergierende Strukturierungen mit Blick auf die Systemumwelt zu.Google Scholar
  2192. 2574.
    Vgl. implizit innerhalb von Überlegungen zur Handhabung strategischer Schlüsselprobleme im Rahmen von Managementsystemen Kirsch, W., Obring, K. (1991), S.374.Google Scholar
  2193. 2575.
    Jedoch scheint das Interesse an der Diskussion um die Steuerungserfolgswirksamkeit von Managementsystemen in mU seit jüngerer Vergangenheit abzuebben (vgl. Rehkugler, H. (1989), S.628).Google Scholar
  2194. 2576.
    “In der betriebswirtschaftlichen Literatur gilt gemeinhin als unbestritten, daß der Einsatz von Instrumenten zur… Steuerung… des Unternehmensgeschehens dem Erfolg förderlich ist. Daher wird in zahlreichen Untersuchungen zu ihrer Einsatzhäufigkeit und deren Determinanten eine geringe Verbreitung beklagt und ein vermehrter Einsatz gefordert oder begrüßt.” Rehkugler, H. (1989), S.630; vgl. ergänzend Pohl, H.-J., Rehkugler, H. (1989), S.lff. 2577 Vgl. z.B. Schuster, P. (1991), S.6.Google Scholar
  2195. 2579.
    Vgl. anhand von Planungssystemen Gibb, A., Scott, M. (1985), S.620.Google Scholar
  2196. 2580.
    Nicht übersehen werden darf, daß die Einfachheit der obigen Formulierung nicht die Problematik der Managementsystemgenerierung verdeckt: “Die Entwicklung von Managementsystemen stellt ein komplexes Problem dar.” Ulrich, K. (1993), S.34Google Scholar
  2197. 2581.
    Dies wird seitens der Forschung immer wieder verbucht: “Hinsichtlich der organisatorischen Gestaltung in mittelständischen Untemehmen existiert oft ein mangelhaftes Planungs-und Kontrollsystem.” Serfling, K., Marx, M. (1991), S.107, Fn. weggelassenGoogle Scholar
  2198. 2582.
    Sicherlich wird der Einsatz sogenannter “moderner” Führungsmechanismen auch eine Generationenfrage sein (vgl. Ahrens, H. (1989), S.256). MU versuchen seit längerer Zeit, Defizite in ihrem Reproduktionsmodus abzubauen (vgl. Irsch, N. (1983), S.152). Nicht ohne Grund sucht sich die Gründergeneration oftmals Personal außerhalb der Unternehmung, um die Unternehmung zu professionalisieren (vgl. Schein, E.H. (1983), S.28; vgl. Geeraerts, G. (1984), S.235). Normalerweise wird diese Tendenz einem als gesteigert empfundenen Wettbewerbsdruck zugeschrieben (vgl. Levinson, H. (1971), S.98). Aber auch andere Gründe sind möglich, wie z.B. eine gestiegene Unternehmungskomplexität oder Fragen nach einem zeitgemäßen Führungsstil.Google Scholar
  2199. 2583.
    So sehen z.B. für den Bereich der Planungssysteme Gibb/Scott “(i)n the small firms context… much less dependence an formal written plans and rahter more emphasis an encouraging the development of the strategic awareness and personal commitment of the owner manager.” (Gibb, A., Scott, M. (1985), S.622f.) Diese Überlegungen sind Zeugnis der allgemeinen Tendenz der nachhaltigen Personen-und geringeren Führungssystemorientierung in mU (vgl. im weitesten Sinne auch d’Amboise, G., Muldowney, M. (1986), S.11). Den mFU erwächst ja gerade aufgrund der Eigenheiten ihrer Reproduktion die Fähigkeit, bürokratische Entwicklungen vermeiden zu können (vgl. ähnlich Kahle, E. (1989), S.89; vgl. Bremeier, E., Jeuschede, G., Juesten, W. (1983), S.92). Die mU befürchten wohl nicht ohne Grund, daß ein Instrumenteneinsatz Initiative und Flexibilität bremsen können (vgl. Fell, M. (1994), S.82). Es zeigt sich auch hier, daß in den Unternehmungen leichter direkt geführt werden kann (vgl. Hamer, E. (19906), S.52), Umwegproduktionen von Entscheidungen vermeidbar sind und persönliche Nähe zu Flexibilitätsgewinnen ausgenutzt werden kann (vgl. Gottfieund, G. (1993), S.109). Aber auch motivationale Gründe werden hier eine Rolle spielen: So weiß man, daß gerade kleinere Unternehmungen durch ihre impliziten Erwartungsstrukturen einen nachhaltigen Enthusiasmus erzeugen können (in Anlehnung an Miller, D., Toulouse, J.-M. (1986), S.1399).Google Scholar
  2200. 2584.
    Das wird insbesondere in den Fällen erfolgen, in denen Managementsysteme den in der Unternehmung beste-henden Affektionen entrücken, wie sie in FU anzutreffen sind. Die Literatur kennt gerade in FU das Problem der gefühlsmäßigen Distanzierung, aufgrund dessen der Organisation Schwierigkeiten erwachsen können (vgl. Davis, P. (1983), 5.52f.). Ein eher “versachlichtes” und “zeitliches” Argument wäre hingegen z.B. die Vermeidung von Bürokratie, gilt doch die Unbürokratie für mU als ein größenspezifischer Erfolgsfaktor (vgl. Uhl, O.W., Puhlmann, M. (1991), S.I69; vgl. Schuster, P. (1991), S20f.).Google Scholar
  2201. 2585.
    Unsicherheiten in dieser Frage werden bisweilen durch kunstvolle Formulierung überdeckt. Derart heißt es z.B. bei Schröder: “Intensiver Wettbewerb und Verengung der Märkte verlangen auch von mittelständischen Unternehmen, moderne Führungsinstrumente da einzusetzen, wo sie gefordert sind.” (Schröder, E.F. (1993a), S.121) Oder es wird pauschal behauptet, die Instrumente seien in ihren Erfolgswirkungen unabhängig von der Betriebsgröße (vgl. o.V. (1988b), S.271).Google Scholar
  2202. 2586.
    Vgl. allgemein zum Problem von Erfolgszurechnungen Rehkugler, H. (1989), S.631.Google Scholar
  2203. 2587.
    Hinter dieser Bemerkung steckt besonders bei kleineren Unternehmungen ein schwieriges Erkenntnisproblem. Salopp heißt es: “However in smaller firms there should be less need for organizational sophistication…” Miller, D., Toulouse, J.-M. (1986), S.1399Google Scholar
  2204. 2588.
    Für einen neueren Vorschlag, die unternehmerische Steuerungsfunktion in der Steuerung von Ressourceneignem festzumachen, vgl. Large, R. (1995). Die Asymmetrie nach der Ressourcenseite wird jedoch, das sei hier kritisch angemerkt, dem Ansatz Larges allenfalls partielle Erklärungskraft geben können.Google Scholar
  2205. 2589.
    Jedoch bemerkt man offensichtlich, daß das Erscheinungsbild der Managementsysteme von mU und Publi-kumsgesellschaften sich unterscheidet bzw. unterscheiden muß, wie Gibb/Scott z.B. für Planungssysteme notieren: “Planning in the small business… is unlikely to be formalized for the organization as a whole in the large company planning sense.” Gibb, A., Scott, M. (1985), S.620Google Scholar
  2206. 2590.
    Daschmann, H.-A. (1994a), S.127, im Original teilweise Fettdruck, Fn. weggelassen, vgl. zusätzlich S.171. 2991 Die Orientierung an Phänomenkategorien von Publikumsgesellschaften als Leitbilder zur wissenschaftlichen Erkenntnisgenerierung bezüglich der mU wird mitunter heftig kritisiert. So fragen sich z.B. Robinson/Pearce II für die Erforschung der Strategischen Planung in der mU ob “… researchers are too rigid in operationalizing strategic planning?” Robinson Jr., R.B., Pearce II, J.A. (1984), S.135; vgl. ergänzend Haake, K. (1987), S.232, S.239. Ein derart strikt analoges Vorgehen erlangt gegenwärtig zudem einen besonders grotesken Charakter, sehen sich die organisationalen Erwartungsstrukturen von Großuntemehmungen zusehends nachhaltig in Frage gestellt (vgl. Frese, E. (1993), S.999).Google Scholar
  2207. 2592.
    So ist dann auch nach Ammann/Lachnit “… das betriebswirtschaftliche Instrumentarium bisher kaum daraufhin untersucht worden, inwieweit es in mittelständischen Betrieben eingesetzt werden kann…” Ammann, H., Lachnit, L. (1987), S.243Google Scholar
  2208. 2993.
    Die hiesigen Überlegungen würden sich dann jedoch in guter Gesellschaft eines Großteils der Literatur über Managementsysteme sehen, folgt man den Überlegungen Reglins, nach deren Ansicht “… die organisationstheoretische Diskussion von Managementsystemen mehr oder weniger defizitär ist.” Reglin, B. (1993), S.19Google Scholar
  2209. 2594.
    Im Umkehrschluß wird dadurch der von Kirsch konstatierte Mangel an Empfänglichkeit der Wissenschaft gegenüber den Charakteristiken des mittelständischen Reproduktionsmodus (vgl. Kirsch, W. (1983), S.414) gemildert.Google Scholar
  2210. 2595.
    Ulrich, K. (1993), S.VI, im Original teilweise kursivGoogle Scholar
  2211. 2597.
    Allerdings kann die Bewertung in der Wirtschaftsorganisation von der Bewertung der Wissenschaft divergieren. Die Nützlichkeit des Theorieangebots wird mithin je nach Referenz beurteilt werden (vgl. allgemein Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.387).Google Scholar
  2212. 2599.
    Der gewählte Untersuchungsgegenstand der größeren mFU unterstreicht daher die Notwendigkeit zu einer Auseinandersetzung mit strategischen Managementsystemen im Rahmen der besonderen Theorie der mFU.Google Scholar
  2213. 2600.
    Da jede Ordnung nur in der Zeit emergieren kann, kann auch in mFU die Systemsteuerung nicht völlig über Managementsysteme erbracht werden. Man wird weiterhin ebenfalls spontanere Steuerungsmechanismen brauchen. Zudem können in der Autopoiese Variationen hervorgebracht werden, die nicht von der typologischen Struktur der Managementsysteme abgedeckt sind, also eher an deren Rändern auftreten, in denen Managementsysteme mithin ihre organisationale Steuerungsfunktion verlieren.Google Scholar
  2214. 2601.
    Kirsch fordert bei der Konzipierung von Managementsystemen für mU “Mut zur Hemdsärmeligkeit” (Kirsch, W. (1983), S.415) ein.Google Scholar
  2215. 2602.
    Es ist ja gerade ein Flexibilitätsvorteil der mU, “… daß die… Entscheidungen nicht durch komplizierte Organisationen vorgeformt werden müssen…” (Meissner, H.G. (1984), S256) sondern daß die Unternehmungen unbürokratisch agieren können (in Anlehnung an Grochla, E., Puhlmann, M., Vahle, M. (1984), S.395).Google Scholar
  2216. 2603.
    MFU fehlen zur autopoietischen Reproduktion über stark spezialisierte Managementsysteme generell die da-fir erforderlichen Spezialisten, sehen sich die Unternehmungen doch gerade geprägt durch “… a lack of internal specialization…” Dailey, R.C., Reushling, T.E., De Mong, R.F. (1976/1977), S.62Google Scholar
  2217. 2604.
    Dies ist Ausdruck der Beobachtung der Tendenz zur Einfachheit der Form der mU (vgl. d’Amboise, G., Muldowney, M. (1986), S.15; vgl. Lanz, R. (1989), S.23).Google Scholar
  2218. 2605.
    Derartige Vorhaben verbieten sich nicht allein bei der Einbindung strategischer Managementsysteme im speziellen, sondern werden im allgemeinen schlechthin im Rahmen wissenschaftlicher Angebote zum Strategischen Management zu vermeiden sein. Jedenfalls wird seitens der Unternehmungen “… völlig zurecht beklagt, daß die meisten theoretischen Ansätze der strategischen Untemehmensführung kompliziert und fir mittelständische Unternehmen wenig geeignet sind.” Daschmann, H: A. (1994b), S.210Google Scholar
  2219. 2606.
    Hier fmdet sich das in der Literatur oftmals erwähnte Prinzip der Konzentration von Funktionen auf Personen in mU wieder (vgl. anstelle vieler Schmoll, A. (1989), S.167).Google Scholar
  2220. 2607.
    Dieses Argument gilt strenggenommen nur dann, wenn man wie Mann persönliche Beziehungen als einen Vorteil der mU ansieht (vgl. Mann, R. (1993), S.86). Ansonsten könnte versucht werden, über den Einsatz von Managementsystemen eine Strategie der Entpersönlichung der Unternehmung zu verfolgen. Inwieweit das aber für die mU eine realistische Perspektive ist, was Durchsetzbarkeit und Erfolgswirkung anbelangt, erscheint zweifelhaft.Google Scholar
  2221. 2608.
    Zugleich wird in mFU das Kriterium der Personalität der Managementsysteme noch weiter gesteigert werden. 2609 Inwieweit Managementsysteme in FU familiale Belange berücksichtigen sollen, läßt sich hier nicht nachhaltig weiter verfolgen. Aber allein schon das Interpenetrationsverhältnis von Organisation und Familie spricht aus motivationalen Gründen dafür, derartige Rücksichtnahmen zuzulassen.Google Scholar
  2222. 2610.
    Es muß also keinesfalls pauschal zu erhöhter Politik kommen.Google Scholar
  2223. 2611.
    Mithin stiftet die familiale Prägung der Vielheit der familial geprägten Managementsystemen nicht garantiert eine homogene Einheitsperspektive und einen dementsprechend politikfreien Raum.Google Scholar
  2224. 2613.
    Nachfolgend wird vereinfachend von “Managementsystemen” gesprochen, wenn von “strategischen Manage-mentsystemen” die Rede ist.Google Scholar
  2225. 2614.
    Die Erwartungsstruktur liefert mithin Positionen der Zurechnung von Kommunikationen (vgl. analoge Überlegungen zur Stellung des Eigentums in der Wirtschaft bei Baecker, D. (1988), S.160).Google Scholar
  2226. 2615.
    Für das Eigentum in mU selbst handelt es sich hierbei offensichtlich um ein bisher eher sekundäres Thema, folgt man jedenfalls der Einsicht, daß eigentumlose Führungspersonen betriebswirtschaftliche Instrumente grundsätzlich erfolgreicher anwenden als Eigentümer (vgl. Rehkugler, H. (1989), S.63I).Google Scholar
  2227. 2616.
    Vgl. ihr eine Ausnahme Goffee, R., Scase, R. (1985), S.53ff.Google Scholar
  2228. 2617.
    Das ist bedauerlich, bringen doch Managementsysteme mitunter dringend benötigte Stabilitäten in die Systemreproduktion ein. Diese sind für das Eigentumsystem von besonderem Wert, nimmt man von der Erfolgsbedeutung der Zuverlässigkeit, Berechenbarkeit und Selbstverpflichtung der Familieneigentümer Notiz (vgl. Schmeisser, W. (1989), S.48). So scheint auch hier die bei Bremeier/Jeuschede/Jüsten vertretene Einsicht angebracht, daß FU eher voller Unwägbarkeiten sind (vgl. Bremeier, E., Jeuschede, G., Juesten, W. (1983), S.93; vgl. ähnlich Voigt, J.F. (1990), S.11).Google Scholar
  2229. 2618.
    Das wird besonders verschärft in den mU der Fall sein, die als “klein” zu bezeichnen sind. Diese sind jedoch nicht Gegenstand der vorliegenden Untersuchung.Google Scholar
  2230. 2619.
    Hier kann sich das ebenfalls in FU auftretende Problem der Kurzsichtigkeit der Gründer (vgl. Hurgon, P. (1985), S.30) widerspiegeln, bestimmte Perspektivitäten im Eigentumsystem nicht mit größerer Nachhaltigkeit zu institutionalisieren.Google Scholar
  2231. 2620.
    in loser Anlehnung an die allgemeine Überlegung bei Ammann, H., Lachnit, L. (1987), S.243 2621 Vgl. grundlegend Klauss, H., Birle, J. (1986).Google Scholar
  2232. 2622.
    Bei Kußmaul heißt es: “Grundlage fir die Rechtsformstrukturierung sollten die jeweiligen Erfordernisse der Gesellschafter sein.” Kußmaul, H. (1990), S.355Google Scholar
  2233. 2623.
    Für die Differenzierung der Rechtsstruktur vgl. Hennerkes, B.-H., May, P. (1987), S.30.Google Scholar
  2234. 2624.
    Mit Blick auf die Autopoiese der Gesamtorganisation sind Managementsysteme des Eigentumsystems sicherlich als spezialisierte Systeme zu begreifen, da sie unter dem eigentumsystemischen Code Haben/Nichthaben operieren, der den übrigen Systemen der Organisation fremd ist.Google Scholar
  2235. 2625.
    Auch an dieser Stelle zeigt sich, daß eine Organisation ad personam die Person mehr berücksichtigen kann (vgl. auf allgemeiner theoretischer Ebene Hahn, D. (1985), S.17).Google Scholar
  2236. 2626.
    Vgl. die Einsicht dem Prinzip nach mittragend Goffee, R., Scase, R. (1985), S.65.Google Scholar
  2237. 2627.
    Das Auftreten dieses Phänomens ist sehr wahrscheinlich, dienen Managementsysteme der Steuerung und ruht die Steuerung in der FU nach Lansberg/Beckhard doch quasi in der Hand der Familie (vgl. o.V. (1983), S.31).Google Scholar
  2238. 2628.
    Als dramatisch empfundene Managementsystemwandlungen werden mithin sehr unwahrscheinlich sein.Google Scholar
  2239. 2629.
    Selbstverständlich kann dies nicht der einzige Weg des Eigentumsystems der FU sein, familial geprägte Zeitgeber in seinen Managementsystemen zu konstituieren. Die Konstitution kann auch allein durch Beobachtung erfolgen. Das ist aber nicht mehr exklusiv der FU vorbehalten. Demzufolge ist dieses Argument in der vorliegenden Untersuchung nicht so wichtig, liegt die Wesensbestimmung der FU doch gerade in der strukturellen Kopplung von Organisation und Familie im Rahmenbereich der Strategien beider Systeme.Google Scholar
  2240. 2630.
    Vgl. Sandner, K. (1992), S.9; vgl. Hess, W. (1992), S.30. In theoriegeschichtlicher Sicht wird die volkswirtschaftliche Differenzierung in “Arbeit, Boden und Kapital” seitens der Betriebswirtschaftslehre als “klassisch” bezeichnet (vgl. Picot, A., Franck, E. (1988a), S.544).Google Scholar
  2241. 2631.
    Vgl. Hoitsch, H.-J. (1993), S.2ff.; vgl. Blohm, H., Beer, T., Seidenberg, U., Silber, H. (1988), S.86ff.Google Scholar
  2242. 2632.
    Vgl. Picot, A., Franck, E. (1988a), S.544; vgl. Parsons, T. (1956a), S.69; vgl. jedoch zur Unterscheidung von “Ressourcen” und “Produktionsfaktoren” Siemer, S. (1991), S.27f.Google Scholar
  2243. 2634.
    Vgl. Hainzl, M. (1987), S.101; für einen Überblick vgl. Corsten, H. (1985), S.45ff. und knapp Large, R (1995), S.45f. Eines der meistreferierten Produktionsfaktorsysteme ist das von Gutenberg (vgl. Müller-Merbach, H. (1983), 5.819; vgl. Hainzl, M. (1987), S.101; vgl. Hoitsch, H.-J. (1993), S.2). Eine eher außergewöhnliche Ressourcentypologie findet sich bei Chatterjee/Wemerfeldt, die in “Geld, physische und ungreifbare Ressourcen” differenzieren (vgl. Chatterjee, S., Wemerfeldt, B. (1991), S.34).Google Scholar
  2244. 2635.
    “Die einzelnen Faktorsysteme stellen zweckmäßige, jeweils für bestimmte Erkenntnisse und Aussagen nützliche, aber keine aus der Untemeh mensstruktur heraus ‘gegebenen’ Gliederungen dar. Es lassen sich gewisse Zusammenhänge mit dem einen Faktorsystem eindrücklich beschreiben, während für die Behandlung anderer Aufgaben andere Faktorsysteme geeigneter sind.” Müller-Merbach, H. (1983), S.819Google Scholar
  2245. 2643.
    Die Verbindung von Soziologie und Politologie ist ilk Ressourcenabhängigkeitstheorien strenggenommen originär: So betonen Ulrich/Barney, daß der Ursprung der Betrachtungen von Ressourcenabhängigkeiten aus der Soziologie und Politikwissenschaft kommt (vgl. Ulrich, D., Barney, J.B. (1984), S.471).Google Scholar
  2246. 2642.
    Die Knappheit von Ressourcen dürfte zwar der Regelfall sein (in Anlehnung an Hess, W. (1992), S.30). Aber Ressourcen “… sind nicht a priori notwendigerweise knapp…” Sandner, K. (1992), S.9Google Scholar
  2247. 2645.
    Vgl. Vester, F. (1991), S.349ff.; vgl. Metzner, A. (1993), S.176; vgl. Dyllick, T. (1982), S.69ff.Google Scholar
  2248. 2646.
    Vgl. im Kontext zur Ressource Information Niebur, J. (1990), S.72, Postman, N. (1995), 5.8f. und Picot, A., Franck, E. (1988a), S.545. Dabei wird mit Metaphern nicht gegeizt. So meint man, die Information “explodiere” (vgl. Isenberg, H. (1995), S.15).Google Scholar
  2249. 2647.
    So läßt sich Knappheit z.B. durch neue Technologien überwinden (vgl. Dosi, G. (1988), S.1138). 2648 Paul bezeichnet z.B. die Managementkapazität als knappste Ressource (vgl. Paul, H. (1987), S.308).Google Scholar
  2250. 2649.
    Bei Pfeffer/Salancik heißt es, daß Ressourcen mehr oder weniger knapp “werden” können (vgl. Pfeffer, J., Salancik, G.R. (1978), S.3).Google Scholar
  2251. 2650.
    Scott betont, die menschliche Arbeit hätte den höchsten Stellenwert im Vergleich zu den übrigen Ressourcen (vgl. Scott, W.R. (1986), S.220; vgl. zudem Albach, H. (1990a), S.545).Google Scholar
  2252. 2650.
    Vgl. ähnlich Pfeffer, J., Salancik, G.R. (1978), S.I 16.Google Scholar
  2253. 2652.
    Hinder, W. (1991), S.481Google Scholar
  2254. 2653.
    Vgl. im weitesten Sinne ähnlich Hess, W. (1992), S.30.Google Scholar
  2255. 2654.
    Diese Absicht steht nach Aussagen der Managementwissenschaft im vorwiegend engen Bezug zur strategischen Planung, obgleich sie für den gesamten Strategischen Managementzusammenhang von Bedeutung ist: “Zunächst ist es die Aufgabe des strategischen Planers, die vorhandenen Unternehmensressourcen aus einem strategischen Blickwinkel zu ordnen und zu beschreiben.” Steinmann, H., Schreyögg, G. (1991), 5.155Google Scholar
  2256. 2655.
    Die Einsicht deutet sich ebenso im Kontext der innovations-und investitionstheoretischen Überlegungen Nie-burs an: “In interpretativer Sichtweise kommen die Akteure wesentlich stärker ins Bild - und damit auch die prozeduralen Dimensionen von Planung, die innerorganisatorische Genese von Innovationen bzw. Investitionen.” Niebur, J. (1990), S.74Google Scholar
  2257. 2656.
    Die Argumentationsrichtung gibt der Ressourcentheorie erst den strategischen Gehalt. In der Weise spricht Sandner - obwohl eher beiläufig - von “strategischen Ressourcen” (Sandner, K. (1992), S.36).Google Scholar
  2258. 2657.
    Derart weiterfihrende Überlegungen könnten am betriebswirtschaftlichen Lehrbuchwissen über einzelne Ressourcentypentheorien Anschluß finden (vgl. zu einer Lehrmeinung Hoitsch, H.-J. (1993), S.3ff.).Google Scholar
  2259. 2659.
    Der Begriff “Ressourcenmanagement” wird den Überlegungen Hinders entnommen (vgl. Hinder, W. (1991), S.483). Es ist allgemein üblich - obwohl daraus keine Begründung abzulesen ist - die Handhabung von Ressourcen vor allem mit Blick auf Knappheit und Unsicherheit dem Management zuzuweisen (vgl. anstelle vieler Pfeffer, J., Salancik, G.R. (1978), S.47).Google Scholar
  2260. 2660.
    Vgl. z.B. für den Teilbereich der “strategischen Beschaffung” des Strategischen Ressourcenmanagements Kligge, C.G. (1992).Google Scholar
  2261. 2661.
    Vgl. Mainz], M. (1987), S.101f.Google Scholar
  2262. 2662.
    Die weiteren Überlegungen oben im Text stützen sich ihrem Schwerpunkt nach auf Teile der Argumentationen von Dosi, G. (1988), S.1120ff. und Leder, M. (1990), S.lff.Google Scholar
  2263. 2663.
    “Neue Technologien betreffen ebenso eine wachsende Rechnerunterstützung und Rechnerintegration von Produktionsprozessen wie den Einsatz von neuen Werkstoffen… und damit die Erschließung von neuen Anwendungsfeldem und Märkten.” Bühner, R. (1987), S.249f.; vgl. zu möglichen Typen neuer Produktionstechnologien ergänzend Wildemann, H. (1986c), S.338; vgl. zudem lose ergänzend Wildemann, H. (19876), S.209ff.Google Scholar
  2264. 2664.
    Die strategische Relevanz dieser Ressourcen ist in der Forschung wohl allgemein akzeptiert, vor allem was die rechnerintegrierte Fertigung anbelangt (vgl. Günter, B. (1990), S.51; vgl. Ebers, M., Ganter, H: D. (1990), 5.83f; vgl. Wildemann, H. (1987a), S.44ff.; vgl. Zäpfel, G. (1989), 5.1058, S.1060, S.1070; vgl. Wildemann, H. (1986a), S.350). Der in der Literatur vielfach anzutreffende Hinweis, die Eignung neuer Technologien für den organisationalen Einsatz bedürfe nicht nur der Bewertung durch quantitative, sondem auch durch qualitative Überlegungen (vgl. anstelle vieler Hässig, K. (1988), S.337) läßt sich als Aufforderung interpretieren, den entdeckungsfeindlichen Bezugsrahmen der klassischen zweiwertigen Logik zu überschreiten und sich auf Entdeckungszusammenhänge einzulassen.Google Scholar
  2265. 2665.
    Vgl. Hayes, R.H., Jaikumar, R. (1988), S.77.Google Scholar
  2266. 2666.
    Der Aspekt der mangelnden Erfahrung wird dabei als ein wesentlicher Kostenfaktor der Technologieinvestition herausgestellt (vgl. Bühner, R. (1987), S.255).Google Scholar
  2267. 2667.
    Vgl. Hayes, R.H., Jaikumar, R. (1988), S.84; vgl. zudem Günter, B. (1990), S.45; vgl. im Kontext der Informationstechnologie Krcmar, H., Lucas Jr., H.C. (1991), S.139.Google Scholar
  2268. 2668.
    Vgl. Hayes, R.H., Jaikumar, R. (1988), S.79.Google Scholar
  2269. 2669.
    Vgl. Zäpfel, G. (1989), S.1058.Google Scholar
  2270. 2670.
    Vgl. Kuhlen, R., Finke, W.F. (1988a), S.314ff.; vgl. Kuhlen, R., Finke, W.F. (19886), S.399ff.; vgl. Picot, A., Franck, E. (1988a), S.544ff.; vgl. Picot, A., Franck, E. (19886), S.608ff.; vgl. Krcmar, H., Lucas Jr., H.C. (1991), S.137ff.; vgl. zu konzeptionellen Überlegungen Rüttler, M. (1991).Google Scholar
  2271. 2671.
    Vgl. anstelle vieler Burack, E.H. (1986), S.73ff. Die Ressource “Personal” steht dabei in enger Beziehung zur innovativen Technologieanwendung, läßt sich das Personalpotential als deren kritischer Faktor beschreiben (vgl. Knetsch, W. (1987), S.3).Google Scholar
  2272. 2672.
    Diese Sicht ist jedoch bisweilen in der organisationstheoretischen Argumentation vorfmdbar, wie z.B. im “Ressourcenabhängigkeitstheorem” (vgl. Steinmann, H., Schreyögg, G. (1991), S.58; vgl. Scott, W.R. (1986), S.165; vgl. Ulrich, D., Barney, J.B. (1984), S.472, S.476; vgl. eher implizit Koberg, C.S. (1987), S.799).Google Scholar
  2273. 2677.
    Gleichlautende Unterscheidungen finden sich bei Zäpfel, G. (1989), S.1062 und im Kontext des Informationsmanagements bei Kuhlen, R., Finke, W.F. (19886), S.399 sowie Kuhlen, R., Finke, W.F. (1988a), 5.315.Google Scholar
  2274. 3674.
    Diese Differenz besitzt gegenwärtig hohe Aktualität und hat ihr Diskussionsforum im Begriff “Outsourcing” (vgl. z.B. die Beiträge in Köhler-Frost, W. (Hg.) (1995a)) gefunden.Google Scholar
  2275. 2675.
    Die nachfolgend dargestellte Zweiteilung zeigt sich genaugenommen schon bei Parsons, T. (1956a), S.74. Eine ähnliche Ausrichtung findet sich bei March/Simon, die zwischen der “Teilnahmeentscheidung” an einer Organisation und der “Entscheidung zur Leistungserbringung” differenzieren (vgl. March, J.G., Simon, H.A. (1976), S.81).Google Scholar
  2276. 2676.
    in Anlehnung an Vizjak, A. (1990), S.107Google Scholar
  2277. 2677.
    Vgl. zur Inkludierung der Ressourcenfreisetzung in den Kontext einer umfassenden Ressourcenstrategie Hinder, W. (1991), S.482.Google Scholar
  2278. 2678.
    Zum Beispiel ließe sich hier die Neustrukturierung von Leistungen über den Begriff des “Outsourcing” einordnen: “Der aus den USA übernommene Begriff beschreibt anschaulich, was beim Outsourcing vor sich geht: Für in einem Unternehmen benötigte Leistung werden von außen… Ressourcen in Anspruch genommen. Der Inanspruchnahme externer Ressourcen geht fast immer die Verlagerung interner Funktionen aus dem Unternehmen und die Übertragung auf einen… Spezialisten voraus.” Sommerlad, K. (1995), S.214; vgl. zudem Dobschütz, L. v., Prautsch, W. (1993), S.105.Google Scholar
  2279. 2679.
    Vgl. im Kontext der Wissenschaftstheorie Knorr-Cetina, K. (1991), S.243£Google Scholar
  2280. 2680.
    Diese Einsicht erfährt gegenwärtig besonders in der ökologischen Diskussion der Unternehmungsführung eine verstärkte Problematisierung. Die Umwelt dient hier als Ressourcenquelle und Aufnahmemedium zugleich (vgl. Hopfenbeck, W. (1995), S.951f.).Google Scholar
  2281. 2681.
    Diese Justierung der Diskussion erscheint gegenwärtig nachdrücklich aktuell zu sein. Jedenfalls werden in der Strategischen Managementforschung zur Zeit die Argumentationen auf einen “Ressourcenorientierten Ansatz” hin verdichtet, der Wettbewerbsvorteile auf Kernkompetenzen zurückführt. Dadurch soll mehr “Realismus” in das Strategische Management eingeführt werden (vgl. Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.37, S.44, S.46, S.51ff., S.8211, S.434, S.438; vgl. Wemerfelt, B. (1984), S.17Iff.; vgl. Osterloh, M., Grand, S. (1994), S.281ff.; vgl. Rühli, E. (1995), S.91ff.).Google Scholar
  2282. 2682.
    Mithin wird Ansätzen widerstrebt, die auf der Outputseite z.B. das Vorhandensein von Großabnehmem analog als Ressourcenabhängigkeit eingeordnet sehen wollen (vgl. z.B. Steinmann, H., Schreyögg, G. (1991), S.58). 2683 Luhmann, N. (1973), S.19f.Google Scholar
  2283. 2684.
    Produktionstheoretische Überlegungen zu “neuen” Produktionstechnologien scheinen diese Auffassung zu stützen. Dort wird die weitgehende Produktunabhängigkeit neuer Produktionstechnologien konstatiert (vgl. Wildemann, H. (1987), 5.713; vgl. ähnlich der Hinweis auf die Gleichzeitigkeit von Produkt-und Verfahrensinnovationen bei Pfeiffer, W., Weiss E. (1990b), S.7f.).Google Scholar
  2284. 2685.
    “For the firm, resources and products are two sides of the same coin.” Wernerfelt, B. (1984), S.171Google Scholar
  2285. 2686.
    Die Einsicht findet sich in informationeller Einkleidung bei Picot/Franck: “Unternehmerische Ideen sind… nichts anderes als ein kreativer Brückenschlag zwischen zwei Informationssphären, nämlich den Informationen über… Ressourcen… und den Informationen über… Kunden auf Absatzmärkten.” (Picot, A., Franck, E. (1988a), S.544, im Original teilweise Fettdruck, Zeichensetzungsfehler berichtigt) Ähnlich betont Günter, wenngleich implizit, daß Absatzüberlegungen in Fragen der Beschaffung einzubeziehen sind (vgl. Günter, B. (1990), S.52).Google Scholar
  2286. 2687.
    Vgl. Hess, W. (1992), S.30.Google Scholar
  2287. 2688.
    Knorr-Cetina, K. (1991), S.160Google Scholar
  2288. 2689.
    Ein Beobachter kann Ressourcen als mehr oder weniger voluntaristisch von der Organisation erzeugt betrachten. Insbesondere können hier exteme Vorgaben als Vorgaben der Eruierung von Ressourcen wirken. Dies wird immer wieder beobachtet, wie z.B. im Rahmen der Beiratstheorie bei Mayntz, R. (1977), S.15. Geläufig sind in diesem Sinne auch juristische Regelungen, die von der Organisation zu beachten sind. Das ändert aber nichts an dem Umstand, daß die Organisation Ressourcen nur mittels ihrer eigenen selbstreferentiellen Entscheidungen hervorbringt.Google Scholar
  2289. 2690.
    Vgl. anhand von Technik Wagner, G. (1994), S.155.Google Scholar
  2290. 2691.
    Vgl. weitgehend ähnlich Hess, W. (1992), S.30. Large erblickt in einer Ressource ein “Einsatzgut” (vgl. Large, R. (1995), S.11, Fn.51, S.45). Starker ökonomisch zentriert heißt es: “Unter einer Ressource versteht man im wirtschaftlichen Zusammenhang ein Produktions-oder Hilfsmittel für die wirtschaftliche Tätigkeit.” Eschenröder, G. (1985), S.88; vgl. Picot, A., Franck, E. (1988a), S.544.Google Scholar
  2291. 2693.
    In diesem Sinne erwähnt z.B. Bechtle im Gegensatz zur “reinen Beschaffung von Unternehmungsnachfolgem” die “… Entwicklung der Träger der Unternehmerfunktion…” (Bechtle, C. (1983), 5.137) Hinder spricht von einem “Ressourcendevelopment” (Hinder, W. (1991), S.482).Google Scholar
  2292. 2693.
    in Anlehnung an Berger, U. (1988), S.126ff.Google Scholar
  2293. 2694.
    Für einen Überblick zu Ansätzen der Ressourcenbewertung bei der Beschaffung neuer Technologien vgl. Günter, B. (1990), S.48ff.; vgl. Wildemann, H. (1987), S.64ff.Google Scholar
  2294. 2699.
    In diesem Sinne betonen Meyer/Rowan, daß organisationale Regeln den Status von Ressourcen einnehmen (vgl. Meyer, J.W., Rowan, B. (1978), S.340).Google Scholar
  2295. 2696.
    Diese Einsicht folgt der allgemeinen Theorie der Beobachtung: “Im Gegensatz zur Umgangssprache wird… nicht vom Kontext abstrahiert, wenn von Form gesprochen wird.” Simon, F.B. (1993a), S.61Google Scholar
  2296. 2697.
    Die Organisation kann dadurch versuchen, einen höheren Wert der Ressourcen zu erreichen, als dies ohne Verbindung der Ressourcen der Fall wäre (in Anlehnung an Hainzl, M. (1987), S.7). Dieser Aspekt wird häufig mit Blick auf computerintegrierte Systeme betont, die “… ihre… Effektivität oft… erst in vollem Umfang entfalten, wenn die Datenintegration ausgebaut wird und größere Ausbaustufen mit allen Integrationswirkungen berücksichtigt werden.” (Günter, W. (1990), S.50) Oftmals trügt die Erwartung der Wertsteigerung jedoch (in Anlehnung an Überlegungen zur Theorie der Synergie durch Unternehmungsakquisitionen bei Arbeitskreis Die Unternehmung im Markt (Arbeitskreis Hax) (1992), S.967).Google Scholar
  2297. 2698.
    Das ist folgendermaßen zu verstehen: Der Beobachter zerteilt durch die Form MitteVZiel den Raum. Mittel ist, was nicht Ziel ist, d.h. sich als “Nicht-Ziel-Sein” abgrenzt und deshalb den Zielverweis, als das, von dem es sich abgrenzt, als die andere Seite der Unterscheidung zu seiner eigenen Abgrenzung in sich aufnimmt.Google Scholar
  2298. 2699.
    Diese Einsicht wird in der hier einschlägigen Literatur nicht betont, ja wahrscheinlich nicht einmal geteilt werden. Eine Andeutung, die für die obige Auslegung spricht, findet sich im Kontext einer empirischen Untersuchung zur Struktur und Leistung von Beratungsgremien bei Mayntz: “Obwohl im Rahmen der Untersuchung die ‘strategischen Entscheidungen’ über Einrichtung und Gestaltung von Beiräten nicht unmittelbar beobachtet werden konnten, war doch zu erwarten, daß die Kriterien dieser Entscheidungen sich… zum Teil an den Merkmalen der bestehenden Beratungsgremien ablesen lassen…” (Mayntz, R. (1977), S.5) So trägt die Struktur der Beratungsgremien auch die Zielaussage in sich.Google Scholar
  2299. 2700.
    Vgl. Knorr-Cetina, K. (1991), S.201.Google Scholar
  2300. 2701.
    Vgl. Kirsch, W. (1990b), S.37.Google Scholar
  2301. 2702.
    Zur Allokation von Verantwortlichkeit vgl. allgemein Parsons, T. (1956a), S.77£Google Scholar
  2302. 2703.
    Ressourcen können dabei selbst wiederum auf Ressourcen referieren, wie z.B. der Produktionsfaktor “Ge-schäftsleitung” in der gutenbergschen Betriebswirtschaftslehre (vgl. Albach, H. (1990), S.535).Google Scholar
  2303. 2704.
    Diese Integration wird vor allem in Theorien der Unternehmungsberatung betont und dort rollentheoretisch dargelegt. So lassen sich z.B. Beiräte in mFU als “Berater” oder “Kontrolleure” nutzen (vgl. Hinterhuber, H.H., Minrath, R. (1991), 5.1202£; vgl. Klaus, H. (1990), S.339). Beachte z.B. auch die Überlegungen bei Klaile, die Rollen der Unternehmungsberater in “Informationslieferant”, “Problemlöser”, “Katalysator” und “Trainer” differenziert (vgl. Klaile, B. (1984), S.104ff.). Der hiesige Zusammenhang wird als verallgemeinerungsfähig betrachtet.Google Scholar
  2304. 2705.
    Vgl. weitgehend ähnlich Gerhardt, J. (1987), S.I75; vgl. zudem und eher implizit Bleicher, K. (1979), Sp.804; vgl. Siemer, S. (1991), S.26.Google Scholar
  2305. 2706.
    Sandner, K. (1992), S.9, im Original teilweise kursiv; vgl. Dyllick, T. (1982), S.183; vgl. zudem und eher implizit Gausemeier, J., Fahrwinkel, U., Paul, M. (1993), S.100. Ressourcen haben damit einen “relativen Eignungswert” (vgl. Large, R. (1995), S.33f.).Google Scholar
  2306. 2707.
    Vgl. Hainzl, M. (1987), S.106. Ähnlich notiert Luhmann: “Ein Mittel ist nicht etwa nur eine Ursache in ihrer Ursächlichkeit für einen bestimmten Zweck.” Luhmann, N. (1973), S.43Google Scholar
  2307. 2708.
    Vgl. Bühner, R. (1987), S.252, S.253.Google Scholar
  2308. 2709.
    Die Literatur spricht in diesem Falle von einer “Umkehrung des Ziel/Mittel-Zusammenhangs” (vgl. Hainzl, M. (1987), S.99, S.193).Google Scholar
  2309. 2710.
    Ähnlich notiert Hess - obwohl er implizit davon ausgeht, was eine Ressource ist, liege schon vor: “Die Erkennung der Möglichkeiten einer Ressource ist schwieriger, als man gemeinhin wahrhaben will. Sie geht weit über das rein Meßbare hinaus, ja sie verlangt oft visionäre Begabung.” Hess, W. (1992), S.30Google Scholar
  2310. 2711.
    Vgl. Hainzl, M. (1987), S.99.Google Scholar
  2311. 2712.
    Vgl. Knorr-Cetina, K. (1991), S.68.Google Scholar
  2312. 2713.
    Dieser Hinweis ist keinesfalls trivial. So klagen z.B. Hayes/Jaikumar, der strategische Bezug von Produk-tionsinvestitionen würde nur allzu oft übersehen (vgl. Hayes, R.H., Jaikumar, R. (1988), S.83).Google Scholar
  2313. 2714.
    Diese Einsicht gilt auch für Ressourcenmischungen, wie bei Scott implizit ersichtlich ist (vgl. Scott, W.R. (1986), S.227).Google Scholar
  2314. 2715.
    Die strategische Einordnung von Ressourcen unterliegt dem Maß eines Beobachters: So erblickt z.B. Bühner in der organisationalen Ressource der “neuen Technologien” einen Wesensbestandteil der Unternehmungsstrategie (vgl. Bühner, R. (1987), S.249). Relativ unbestimmt erscheint hingegen der Hinweis bei Krcmar/Lucas, Technologie sei ein Teil der Strategie (vgl. Krcmar, H., Lucas Jr., H.C. (1991), 5.144).Google Scholar
  2315. 2716.
    Mithin wird Anschluß an Erkenntnisse der neueren technologischen Innovationsforschung gewonnen: So “… hat sich zu Beginn der 80er Jahre die Auffassung herausgebildet, daß technische Innovationen auf technologische Paradigmen zurückzufiihren seien.” (Leder, M. (1990), S.4) Dementsprechend fmdet sich z.B. die folgende Begriffsvereinbarung eines technologischen Paradigmas: “… (A)’technological paradigm’ can be defined as a ‘pattern’ of solution of selected technoeconomic problems based an highly selected principles derived from the natural siences, jointly with specific mies aimed to acquire new knowledge and safeguard it…” Dosi, G. (1988), S.1127Google Scholar
  2316. 2717.
    Auch die Bewertung von Ressourcen hat im morphogenetischen Sinne mit Blick auf die strategische Situation des Systems zu erfolgen: “Damit ist eine situative Methodenauswahl… erforderlich.” (Günter, B. (1990), S.58, Fn. weggelassen) So bewertet z.B. die kompetitive Strategische Managementforschung “neue Produktionstechnologien” mit Referenz auf die Wettbewerbssituation der Untemehmung (vgl. Wildemann, H. (1986a), S.357; vgl. Wildemann, H. (1986b), S.6; vgl. Wildemann, H. (1987c), S.707, S.708; vgl. Knetsch, W. (1987), S.92; vgl. Günter, B. (1990), S.61; vgl. implizit Hoitsch, H.-J. (1989), S.159; vgl. ähnlich Hoitsch, H.-J. (1993), S.216). Gleiches läßt sich zur Informationstechnologie festhalten (vgl. zum strategischen Gebrauch der Informationstechnologie Krcmar, H., Lucas Jr., H.C. (1991), S.139; vgl. Ebers, M., Ganter, H.-D. (1990), S.87; vgl. zur Informationsbewertung im Informationsmanagement Kuhlen, R., Finke, W.F. (1988a), S.320). Die Bewertungsregel reduziert demnach auch hier Komplexität mit der ihr immanenten Art und Weise. Sie führt zu den für sie charakteristischen Entscheidungen. So ist es nicht überraschend, daß vielfach die Verhinderung des Einsatzes “neuer Technologien” durch die Referenz der Bewertung auf Wirtschaftlichkeitsrechnungen konstatiert wird (vgl. Wildemann, H. (1986a), S.342; vgl. ergänzend Ebers, M., Ganter, H.-D. (1990), S.87). Speziell wird speziell für strategische Technologien wird betont, daß sich durch eine Kostenanalyse ihre Unbrauchbarkeit nachweisen läßt, sie demnach “weggerechnet” werden (vgl. Krcmar, H., Lucas Jr., H.C. (1991), S.143). Die Komplexität der Ressource wird durch die Wirtschaftlichkeitsrechnung auf wenige Dimensionen verengt. In der Literatur wird in diesem Sinne von einer “ökonomischen Rationalität” gesprochen, die Innovationsentscheidungen unter rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten beurteilt (vgl. Knetsch, W. (1987), S.221).Google Scholar
  2317. 2718.
    H Das Ressourceneinbindungs-Paradigma behandelt die Ermöglichung des Eingang einer Ressource in die organisationale Entscheidungsreproduktion. Hier ließe sich z.B. mit Blick auf den Personalbereich der Aspekt der “Sozialisation” anführen als “das Sicheinfügen in eine neue soziale Umwelt” (vgl. Watzka, K. (1992), S.90). Korrespondierende Ausrichtungen sind auch in anderen Kontexten der Wissenschaft bekannt. Die Wissenschaftstheorie z.B. spricht vom “Konvertibelmachen” von Ressourcen (vgl. Knorr-Cetina, K. (1991), S.184). Ziel ist es, mittels Entscheidungen zu erreichen, daß eine Ressource in der Organisation retiniert und in der Autopoiese verwandt, d.h. dem systemischen Code in ihrer Verwendung unterworfen wird (vgl. Parsons, T. (1956a), S.74; die “Unterwerfungsmetapher” findet sich in einem ähnlichen Kontext auch bei Ziemke, A. (1992), S.78) und erwartete Funktionen und Leistungen erbringt.Google Scholar
  2318. 2719.
    Eine erfolgreiche Ressourceneinbindung wird sehr wahrscheinlich über weite Strecken insbesondere bei komplexen Ressourcen nur unter nennenswerten Schwierigkeiten geschehen können. So wird z.B. bei der Einführung “neuer Technologien im Produktionsbereich” betont, daß ihre Einführung nutzenbringend nur äußerst schwierig möglich ist und der Einsatz von Arbeitskraft entscheidend für ihre erfolgreiche Einführung ist (vgl. Hässig, K. (1988), S.336, S.338). Ähnlich lauten Erfahrungen zur Synergieerzeugung durch Untemehmungsakquisitionen (vgl. - obwohl eher implizit - Arbeitskreis Die Unternehmung im Markt (Arbeitskreis Hax), S.968). Hier einzuordnen ist ferner der Hinweis auf die Schwierigkeit der Integration neuer Personen in die bestehende Erwartungsstrukturen bei Freeman, R.E. (1984), 5.161. Bei der Integration müssen “gesellschaftliche Personen” zu “Personen der Organisation” geformt werden. Im Prinzip übereinstimmende Überlegungen mit den aufgezeigten Einbindungsschwierigkeiten finden sich auch in der Untemehmungsberatungsforschung, in der auf notwendige Aktivitäten des Beratungsempfängers zur Erhöhung des Beratungsergebnisses hingewiesen wird (vgl. Steyrer, J. (1991), S.785; vgl. Lachnit, L., Müller, S. (1993), S.1382).Google Scholar
  2319. 2720.
    Vgl. ähnliche Überlegungen im Rahmen der technologischen Paradigmaforschung bei Dosi, G. (1988), S.1137.Google Scholar
  2320. 2721.
    In Anlehnung und Übertragung an die technologische Paradigmaforschung bei Dosi: “… (T)echnological paradigms restrict the actual combinations in a notional characteristic space to a certain number of prototypical bundles.” Dosi, G. (1988), S.1127Google Scholar
  2321. 2722.
    “… (T)he use of resources always presupposes their existence.” Pfeffer, J., Salancik, G.R. (1978), S.3Google Scholar
  2322. 2723.
    Vgl. z.B. fir die bekannte Beschreibung von Technologieressourcen in “Schlüssel-”, “Basis-” und “Schrittmachertechnologien” anstelle vieler Baaken, T. (1989), 5.189ff. Weniger geläufig ist die Beschreibung von Technologien als “innovatorische Ressourcen” (vgl. Knetsch, W. (1987), S.70).Google Scholar
  2323. 2724.
    So betont z.B. Wildemann, neue Technologien seien durch “Flexibilität”, “Automation” und “Integration” gekennzeichnet (vgl. Wildemann, H. (1992), S.6).Google Scholar
  2324. 2725.
    Der Abgrenzungsfrage von Ressourcen wird mitunter in strategischen Ressourcentheorieansätzen nicht explizit Raum gewidmet (vgl. z.B. Hinder, W. (1991), S.481ff.).Google Scholar
  2325. 2726.
    Vgl. z.B. zur Klassifizierung von Technologien Wildemann, H. (1986b), S.3ff.Google Scholar
  2326. 2727.
    Die hiesige Argumentation findet ihr Pendant weitestgehend in der Potentialbeschreibung von Technologien im Rahmen der Innovationsforschung (vgl. vertiefend Weiss, E. (1989), 5.175ff.). Jedoch geht Weiss im Gegensatz zur vorliegenden Untersuchung davon aus, daß das Analyseobjekt (Technologie) bereits vorliegt. Die obigen Überlegungen setzen daher früher an.Google Scholar
  2327. 2726.
    Diese Einsicht deutet sich bei Ropohl an, der Technik als angewandte Naturwissenschaft und gesellschaftliche Praxis bezeichnet (vgl. Ropohl, G. (1981b), S.15).Google Scholar
  2328. 2729.
    Die Organisation beobachtet und beschreibt u.a. über die Semantik kritischer Ressourcen die “Wichtigkeit” von Ressourcen (vgl. Pfeffer, J., Salancik, G.R. (1978), S.46f.).Google Scholar
  2329. 2730.
    Was demnach eine “kritische” Ressource ist, ist offen und unterliegt einer sozialen Vereinbarung (vgl. Pfeffer, J., Salancik, G.R. (1978), S.259).Google Scholar
  2330. 1731.
    Zu ähnlichen Schlüssen gelangt Sandner, der festhält, daß man über die Definition kritischer Ressourcen in der Lage ist, “… die Parameter der Handlungsrationalität festzulegen.” Sandner, K. (1992), S.39Google Scholar
  2331. 2732.
    Hier wird erneut über das Existenzmodell hinausgegangen. Jedoch finden sich auch andere Ausrichtungen: “Instability with respect to an important resource means the organization’s survival has become more uncertain.” Pfeffer, J., Salancik, G.R. (1978), S.47; vgl. implizit Sandner, K. (1992), S.36. Nicht immer muß man mit kritischen Ressourcen eine derart dramatische Sicht wie Pfeffer/Salancik verbinden. Es genügt bereits, an ihnen irgendwelche Beschränkungen festzumachen, wie z.B. Wachstumsbeschränkungen bei Vizjak (vgl. Vizjak, A. (1990), S.82).Google Scholar
  2332. 2733.
    “A resource may be critical to the organization even though it comprises only a small propotion of the total input.” Pfeffer, J., Salancik, G.R. (1978), S.46Google Scholar
  2333. 2734.
    Als Instrument der Wertschöpfungsanalyse ist in die Strategietheorie der Ansatz der “Wertschöpfungskette” eingeführt: “Die Wertschöpfungskette stellt dar, mit welchen Wertschöpfungsstufen die gesamte betriebliche Wertschöpfung erstellt wird.” Esser, W.-M., Ringlstetter, M. (1991), S.516; vgl. vertiefend Porter, M.E. (1989), S.59ff.Google Scholar
  2334. 2735.
    Die obige Sichtweise korrespondiert nicht mit der Ausrichtung der kompetitiven Strategietheorie, der es darauf ankommt, “… Vorteile gegenüber den Wettbewerbern herauszuarbeiten.” Esser, W.-M., Ringlstetter, M. (1991), S.516; vgl. Rüttler, M. (1991), S.211. Die hier maßgebliche Auffassung ist im Vergleich dazu allgemeiner gefaßt; sie schließt die Sichtweise der kompetitiven Strategietheorie mit ein.Google Scholar
  2335. 2736.
    Vgl. im Grundsatz gleichlautend Steinmann, H., Schreyögg, G. (1991), S.163.Google Scholar
  2336. 1737.
    Zum Ansatz der “kritischen Erfolgsfaktoren” existiert eine umfangreiche Literatur (vgl. mit weiteren Literaturnachweisen z.B. Rüttler, M. (1991), S.211f, Fn.599). Als Begründer des Ansatzes der kritischen Erfolgsfaktoren werden Rockart und Daniel angesehen (vgl. Rockart, J.F. (1979), S.81ff.; vgl. Daniel, D.R. (1961), S.111ff. Für den Begriff “Erfolgsfaktor” wird vereinbart: “Hinter dem Begriff ‘Erfolgsfaktor’ steht die Idee, daß es einige - wenige - globale, für jedes Unternehmen… gültige Einflußgrößen gibt, die den Erfolg oder Mißerfolg entscheidend mitbestimmen.” Trommsdorff, V. (1990), S.2; zur einer knappen Darstellung des Konzepts kritischer Erfolgsfaktoren vgl. anstelle vieler Daschmann, H.-A. (1994a), S.11ff. und mit stark empirischen Bezug Wolfrum, U. (1993), S.114ff.Google Scholar
  2337. 2738.
    Der Ansatz “kritischer Erfolgsfaktoren” ist jedoch nicht vorab auf den Phänomenbereich der Organisation beschränkbar. So kann der Beobachter z.B. Branchenunterschiede von Erfolgsfaktoren ausmachen (vgl. Esser, W.-M., Ringlstetter, M. (1991), S.516). Es scheint Erfolgsfaktoren zu geben, die für ganze Länder gelten (vgl. Trommsdorff, V. (1990), S.3).Google Scholar
  2338. 2739.
    Rüttler, M. (1991), S.211; die Quelle der kritischen Erfolgsfaktoren kann idealtypisch betrachtet in der Organisation oder in der Umwelt liegen (vgl. Trommsdorff, V. (1990), S.3).Google Scholar
  2339. 2740.
    Selbstverständlich müssen sich kritische Erfolgsfaktoren nicht immer auf die Organisation als Ganzes bezie-hen. Sie lassen sich auch für Teile der Organisation ermitteln (vgl. für die rechnerintegrierte Produktion Gausemeier, J., Fahrwinkel, U., Paul, M. (1993), S.99ff.; vgl. für das Produktprogramm Gierl, H. (1991), S.86ff.; vgl. für strategische Informationssysteme Krcmar, H., Lucas Jr., H.C. (1991), S.137ff.).Google Scholar
  2340. 2741.
    Vgl. Trommsdorff, V. (1990), S.16; vgl. Lange, B. (1982), S.28.Google Scholar
  2341. 2742.
    Trommsdorff, V. (1990), S.1Google Scholar
  2342. 2741.
    Vgl. Trommsdorff, V. (1990), S.20.Google Scholar
  2343. 2743.
    Vgl. Rumpelhardt, M. (1989).Google Scholar
  2344. 2745.
    So läßt sich z.B. die Gestaltung organisationaler Erwartungsstrukturen an den Erfolgsfaktoren der Unternehmung ausrichten (vgl. anhand der Gestaltung von Informations-und Steuerungssystemen Meibom, M. (1990), S.105ff.).Google Scholar
  2345. 2746.
    Dementsprechend ist es wenig überraschend, daß die wissenschaftliche Methodik der Erforschung kritischer Erfolgsfaktoren durch eine Pluralität von Ansätzen gekennzeichnet ist (für einen Überblick vgl. Trommsdorff, V. (1990), S.5ff.; vgl. Lange, B. (1982), S.27ff.; vgl. Wohlgemuth, A.C. (1989), S.89ff.).Google Scholar
  2346. 2747.
    Vgl. der Konnotation nach ähnlich Trommsdorff, V. (1990), S.21.Google Scholar
  2347. 2748.
    Rüttler, M. (1991), S.212Google Scholar
  2348. 2749.
    Herausragende Untemehmungsfähigkeiten werden in der Literatur z.T. als “Kernfähigkeiten” bezeichnet (vgl. die Begriffsverwendung bei Probst, G.J.B. (1992), S.582).Google Scholar
  2349. 2750.
    Hainzl, M. (1987), S.71; diese Fähigkeiten werden auch als “Kernkompetenzen” gedeutet (vgl. Prahalad, C.K., Hamel, G. (1990), S.79ff.). Kernkompetenzen werden dabei als Basis für Neuproduktentwicklungen betrachtet (vgl. Hamel, G., Prahalad, C.K. (1992), S.44ff.; vgl. Meyer, M.H., Utterback, J.M. (1993), S.29ff.; vgl. ergänzend Friedrich, S.A. (1995), S.87ff.; vgl. ergänzend Wimmer, R. (1995), S.85; vgl. ergänzend Wolfrum, U. (1993), S.136f.) und explizit unter die Verantwortlichkeit des Managements gestellt (vgl. Suter, A. (1995), S.92ff.).Google Scholar
  2350. 2751.
    Die Unternehmungsidentität geht selbstverständlich nicht in ihrer Gesamtheit in den herausragenden Unternehmungsfähigkeiten auf, fehlen doch Überlegungen z.B. zu Betätigungsfeldern. Hainzl übersieht diesen Sachverhalt offensichtlich (vgl. Hainzl, M. (1987), S.70).Google Scholar
  2351. 2752.
    in loser Anlehnung an Schlosser, G. (1993), 5.113Google Scholar
  2352. 2753.
    Vgl. weitgehend ähnlich Hainzl, M. (1987), S.70.Google Scholar
  2353. 2754.
    Vgl. ähnlich Hainzl, M. (1987), S.70.Google Scholar
  2354. 2755.
    Schreyögg, G. (1984), S.111Google Scholar
  2355. 2756.
    Vgl. fir ein Beispiel einer strategischen Ressourcenordnung Hainzl, M. (1987), S.105. Die Sicht Hainzls kann nicht übernommen werden, ist sie primär am Kriterium des Wettbewerbsvorteils ausgerichtet und nicht an der Morphogenese per se. Eine andere Ordnung findet sich bei Siemer in Referenz auf die Erschließung neuer Geschäftsfelder durch Venture Einheiten, der in “originäre”, “kognitive” und “dispositive Ressourcen” unterscheidet (vgl. Siemer, U. (1991), S.26ff.). Unbeschadet des offensichtlich nicht deckungsgleichen epistemischen Ansatzes von Siemer im Vergleich mit der vorliegenden Untersuchung erscheint es generell problematisch, eine Ressourcenform als “originär” zu bezeichnen.Google Scholar
  2356. 2757.
    Der Maßstab der “Flexibilität” zur Beschreibung von Formen findet sich ebenso in Theorien zu neuen Produktionstechnologien (vgl. z.B. Wildemann, H. (1986b), S.35, S.36).Google Scholar
  2357. 2758.
    Vgl. Chatterjee, S., Wemerfeldt, B. (1991), S34.Google Scholar
  2358. 2759.
    Die Ressourcentypologie ist auf das Strategische zentriert und demnach nicht generalisierbar. Obwohl die Generalisierbarkeit von Ressourcentypologien bisweilen eingefordert wird (vgl. Chatterjee, Wemerfeldt, B. (1991), S.34), erscheint das Entsprechen dieser Forderung strenggenommen schwierig, sind doch derartige Typologien Bekundungen eines spezifischen Interesses.Google Scholar
  2359. 2760.
    Dies sind besonders flüssige Faktoren (in Anlehnung an Parsons, T. (1956a), S.70). Hierunter läßt sich z.B. das symbolisch generalisierte Kommunikationsmedium Geld als Qualität (nicht in quantitativer Sicht) subsumieren. Es wird in ökonomisch orientierten Argumentationen mitunter als “Basisressource” (vgl. Steinmann, H., Schreyögg, G. (1991), S.155) oder auch als “fundamental” (vgl. Parsons, T. (1956a), S.79; vgl. Hainzl, M. (1987), S.104, S.116) bezeichnet. Es ist in der okzidentalen Gesellschaftsform Grundlage jeder wirtschaftlichen Aktivität, liegt dort eine Geldwirtschaft vor (vgl. Weber, M. (1980), S.53). Geld zeichnet sich durch die hohe Variabilität seines Einsatzes aus. Es hat also eine hohe Flexibilität (anstelle vieler vgl. Chatterjee, S., Wemerfeldt, B. (1991), S.34; vgl. Hainzl, M. (1987), S.103). Da in der Selbstreferenz der Autopoiese der Wirtschaft Zahlungen immer auf Zahlungen verweisen, ist Geld an sich nicht reflexiv konstituiert. Aber auch andere symbolisch generalisierte Kommunikationsmedien lassen sich hier anführen, wie z.B. Macht (vgl. Parsons, T. (1956b), S.226). Eine abweichende Auffassung scheint Sandner zu teilen, der Kommunikationsmedien implizit nicht als Ressourcen betrachtet (vgl. Sandner, K. (1992), S.10). Ein anderer relativ paradigmafreier Ressourcenaspekt, der erwähnt werden kann, ist der Tatbestand des sozialen Vertrauens (vgl. vertiefend Luhmann, N. (1989c); vgl. Luhmann, N. (1985a), S.179ff.), lassen sich doch Untemehmen als “Vertrauensorganisationen” beschreiben (vgl. Albach, H. (1990a), S.546). Zudem wird generell und im weiteren Sinne auf allgemeine organisationale überschüssige Ressourcen zu verweisen sein (March spricht hier von “organisationalen Schlupf”; vgl. March, J.G. (1990e), S.8). Diese Überschüsse werden häufig als Verschwendung angesehen. Auf die strategische Bedeutung von Slack wird eher nur selten hingewiesen (vgl. Kirsch, W. (1991), S.483; vgl. ergänzend Bleicher, K. (1979), Sp.804). Verständlich im hiesigen Kontext ist der Hinweis von Ebers/Ganter, Slack sei ein Mittel zur Bewältigung von Unsicherheit (vgl. Ebers, M., Ganter, H.-D. (1990), S.91). Slack scheint bisweilen recht variabel einsetzbar zu sein, ob-wohl er an sich nicht den Grad an Paradigmafreiheit aufweist wie Geld: So erlaubt ein Wissen über Slack Voraussagen über organisationale Diversifikationsrichtungen (vgl. Chatterjee, S., Wemerfeldt, B. (1991), S.33).Google Scholar
  2360. 2761.
    Hierzu zählen z.B. “allgemeines Managementwissen” und “allgemeine Controllingsysteme”. Ebenso lassen sich hier “generalistische Beratungsleistungen” (vgl. Backhaus, K., Späth, G.-M. (1992), S.763) anführen.Google Scholar
  2361. 2762.
    Hier lassen sich z.B. “spezielles Technologiewissen” oder auch “Vorprodukte” und “Lizenzen” einordnen. Die Diversifikationsforschung postuliert in diesem Bereich von Ressourcen eine Tendenz zu einer mehr mit “vorherigen Organisationsleistungen verbundenen Diversifikation” (vgl. Chatterjee, S., Wemerfeldt, B. (1991), S.34f.). 2763 Als Beispiel möge hier der Verweis auf“spezielles Managementwissen” genügen.Google Scholar
  2362. 2764.
    Die Paradigmagebundenheit oder -freiheit ist nur in einer relativen Dimension beschreibbar, liefert doch jede Ressource eine Form, die immer eine Vorgabe fir mögliche Evolutionspfade darstellt. Diese Einsicht ist ebenfalls in der technologischen Innovationsforschung sedimentiert (vgl. Leder, M. (1990), S.4; vgl. Niebur, J. (1990), S.73). Auch die Wissenschaftstheorie kennt diese Einsicht prinzipiell. So betont z.B. Knorr-Cetina, frühere wissenschaftliche Selektionen seien Ressourcen weiterer Forschungen (vgl. Knorr-Cetina, K. (1991), S.27).Google Scholar
  2363. 2765.
    Zur Beschaffung als unterstützender Funktionalbereich vgl. knapp ergänzend Vizjak, A. (1990), S.107. 276 Zum Begriff“Beschaffungsmuster” vgl. ergänzend Niebur, J. (1990), S.68f.Google Scholar
  2364. 2767.
    Vgl. grundsätzlich March, J.G., Simon, H.A. (1976), S.174.Google Scholar
  2365. 2768.
    Scott, W.R. (1986), S.219Google Scholar
  2366. 2769.
    Hainzl, M. (1987), S.121Google Scholar
  2367. 2770.
    Traditionell wird davon ausgegangen, die Ressourcenbeschaffung diene der Zielerreichung (vgl. anstelle vieler Parsons, T. (1956a), S.69). Ziele werden dabei als relativ bestimmt angenommen. Hier wird zusätzlich notiert, daß Ressourcen beschafft werden können, um überhaupt neue Ziele zu finden.Google Scholar
  2368. 2771.
    Scott geht davon aus, daß in der modernen Gesellschaft diese Mobilisierung einfacher gelingen kann (vgl. Scott, W.R. (1986), S.218).Google Scholar
  2369. 2772.
    Bei mangelnder Verfügbarkeit morphogenetischer Regeln zur Beschaffungsentscheidung wird die Ressour-cenbeschaffung behindert (so lautet der Tenor der Überlegungen bei Wildemann, H. (1986b), S.1) bzw. der Forderung nach Rechtfertigung der Ressourcenbindung (vgl. Picot, A., Franck, E. (1988a), S.547) nicht entsprochen. Korrespondierende Andeutungen finden sich z.B. im Rahmen von Überlegungen zu einer Theorie der Dienstleistung bei EngelhardtlSchwab. Die Autoren konstatieren die Unsicherheit des Beschaffungsverhaltens beim Mangel an präziser Kenntnis der zu beschaffenden Dienstleistung (vgl. Engelhardt, W.H., Schwab, W. (1982), S.510f.).Google Scholar
  2370. 2723.
    Es wird der Auffassung Ziemkes gefolgt, daß das System über seine Plazierung in der Umwelt mitbestimmt, was überhaupt an das System kommen kann (vgl. - obwohl auf das Lebendige bezogen - Ziemke, A. (1992), S.78).Google Scholar
  2371. 2724.
    Auf dieser Linie liegt innerhalb der kompetitiven Strategietheorie im wesentlichen die Argumentation Porters, wenn er den möglichen Nutzen von Konkurrenten behandelt (vgl. vertiefend Porter, M.E. (1989), S.264ff.).Google Scholar
  2372. 2725.
    Vgl. Scott, W.R. (1986), S.227; vgl. ergänzend zur Kontrolle von Ressourcen im Kontext des Zugangs zu Ressourcen Pfeffer, J., Salancik, G.R. (1978), S.48.Google Scholar
  2373. 2726.
    Knorr-Cetina, K. (1991), S.160, Rechtschreibfehler berichtigt, im Original im Kontext der Wissenschaftstheorie, vgl. zudem S.158.Google Scholar
  2374. 2727.
    Pfeffer, J., Salancik, G.R. (1978), S.261, im Original ausschließlich umwelttheoretisch gefaßt. 1278 Vgl. Scott, W.R. (1986), S.225.Google Scholar
  2375. 2779.
    So konstatieren z.B. Lebic/Patak im Kontext der Unternehmungsberatungsforschung, die Auswahl der Berater erfolge in den seltensten Fällen anhand klar ausgesprochener Auswahlkriterien (vgl. Lebic, E., Patak, M. (1992), S.87).Google Scholar
  2376. 2780.
    Hier findet sich z.B. die Tradition elaborierter Formen der Ressourcenanalyse wieder. Aufgabe der Ressourcenanalyse ist es “… festzustellen, was die Unternehmung in Anbetracht ihrer… Ressourcensituation… strategisch tun kann.” Schreyögg, G. (1984), 5.111, im Original teilweise kursiv, Fn. weggelassen; vgl. zur Ressourcenanalyse ergänzend Steinmann, H., Schreyögg, G. (1991), S.155ff., vgl. zusätzlich S.132.Google Scholar
  2377. 2781.
    Pfeffer, J., Salancik, GR. (1978), S.258Google Scholar
  2378. 2782.
    Zum Beispiel führt Scott an, die Geschäftsführung verwende in erster Linie ihre Energie zur Beschaffung materieller Ressourcen (vgl. Scott, W.R. (1986), S.223).Google Scholar
  2379. 2783.
    Klassischerweise werden Ressourcen fmanziell beschafft (vgl. anstelle vieler Parsons, T. (1956a), S.72). Den in der Literatur bekannten ressourcentheoretischen Verweis auf die Beschaffung von Personal deutet Hainzl so, daß die Unternehmung auf das Personal eine Art Anziehungskraft ausüben muß (vgl. Hainzl, M. (1987), S.113). 2784 Vgl. Pfeffer, J., Salancik, G.R. (1978), S.46.Google Scholar
  2380. 2785.
    Bislang galt in der Betriebswirtschaftslehre der Produktionsfaktor “Umwelt” als freies Gut (vgl. Hopfenbeck, W. (1995), S.951).Google Scholar
  2381. 2786.
    Vgl. Scott, W.R. (1986), S.218.Google Scholar
  2382. 2787.
    So heißt es bei Astley/Sachdeva: “… (0)rganizational subunits supply resources to others in exchange for a return of resources upon which they are dependent…” Astley, W.G., Sachdeva, P.S. (1984), S.I06Google Scholar
  2383. 2788.
    in loser Anlehnung an Scott, W.R. (1986), S.422Google Scholar
  2384. 2789.
    Dem liegt die Auffassung zugrunde, daß Ressourcen eine eigene Logik zuzuschreiben ist (vgl. ergänzend Willke, H. (1993), S.52ff.).Google Scholar
  2385. 2790.
    Wagner notiert zur Technik: “Das unschuldige Artefakt ist die List einer bestimmten politischen Strategie.” Wagner, G. (1994), S.155Google Scholar
  2386. 2791.
    Vgl. zum Verweis auf das Politische im Kontext der Autorisierung von Ressourcen im weitesten Sinne, jedoch recht knapp, Giddens, A. (1992), S.84.Google Scholar
  2387. 2792.
    Vgl. Knorr-Cetina, K. (1991), S.68. Dabei kann es zu erheblichen Umkontextuierungen von Ressourcen kommen (vgl. anhand des Nutzerverhaltens beim Werkzeugmaschineneinsatz Bredeweg, U., Kowol, U., Krohn, W. (1994), S.199).Google Scholar
  2388. 2793.
    In diesem Sinne betont z.B. Knetsch, daß Technikanwendungen durch Meinungsverschiedenheiten geprägt sind (vgl. Knetsch, W. (1987), S.88).Google Scholar
  2389. 2794.
    Giddens vermerkt, Konflikte über knappe Ressourcen seien ein fundamentaler Motor sozialen Wandels (vgl. Giddens, A. (1992), S.87).Google Scholar
  2390. 2795.
    Koberg formuliert, daß organisationale Veränderungen um so häufiger seien, je größer die Umweltunsicherheit und Knappheit von Ressourcen ist (vgl. Koberg, C.S. (1987), S.799, S.802, S.804).Google Scholar
  2391. 2796.
    Vgl. Steinmann, H., Schreyögg, G. (1991), S.58f.Google Scholar
  2392. 2797.
    in loser Anlehnung an Günter, B. (1990), S.46Google Scholar
  2393. 2798.
    Diese Art von Entscheidungen ist unumgänglich: “There must be some allocative organization by which resources are distributed within the organization…” Parsons, T. (1956a), S.77Google Scholar
  2394. 2799.
    Vgl. Freeman, R.E. (1984), S.159. Dabei können der Organisation durchaus problematische Konsequenzen erwachsen, falls die Ressourcenallokation zu sehr dem Interessenpluralismus nachgibt (vgl. Bleicher, K. (1991a), S.196).Google Scholar
  2395. 2800.
    Vgl. Scott, W.R. (1986), S.223; vgl. ergänzend Drory, A., Romm, T. (1990), S.1137.Google Scholar
  2396. 2801.
    Im Einklang hiermit betont Freeman, daß die Wichtigkeit der Systeme, die an die Organisation Ansprüche stellen können (Freeman bezeichnet sie als “Anspruchsgruppen”), von Organisation zu Organisation, aber auch von Management zu Management verschieden eingeschätzt werden (vgl. Freeman, R.E. (1984), S.159).Google Scholar
  2397. 2802.
    Knorr-Cetina, K. (1991), S.160Google Scholar
  2398. 2803.
    Knorr-Cetina, K. (1991), S.161Google Scholar
  2399. 2804.
    Joerges schreibt: “Eine Werkzeugmaschine ‘ist’ für die, die mit ihr zu tun haben, in dem Sinn eine technische Sache, als sie fast immer in technische Handlungssysteme eingebunden ist. Gelegentlich kann sie allerdings auch einmal abgeschaltet werden und, drapiert mit einer roten Fahne anläßlich eines Streiks oder einer Einweihung, aus technischen Handlungssystemen herausgenommen und eher rituell verwendet werden.” Joerges, B. (1981), S.142, Rechtschreibfehler berichtigtGoogle Scholar
  2400. 2805.
    in enger Anlehnung an March, J.G. (l990d), S.117Google Scholar
  2401. 2806.
    Vgl. Scott, W.R. (1986), S.220.Google Scholar
  2402. 2807.
    So verlangen z.B. Investitionen in rechnerintegrierte Fertigungen die organisationale Ausbildung generalistischer Erkenntnisse (in Anlehnung an Hayes, R.H., Jaikumar, R. (1988), S.85).Google Scholar
  2403. 2808.
    Diese Einsicht ist im Rahmen des Großteils der Forschung eher implizit sedimentiert. Auf dieser Linie liegt z.B. die Beklagung eines strukturellen Informationsdefizits von Beiräten in mFU (vgl. Klaus, H. (1990), S.339). 2809 Vgl. ähnlich Scott, W.R. (1986), S.220.Google Scholar
  2404. 2809.
    Im Einklang hiermit wird von Luhmann gezeigt, daß dem Zweck/Mittel-Schema schon von der Struktur her Wertimplikationen inhärent sind (vgl. Luhmann, N. (1973), S.43ff.).Google Scholar
  2405. 2810.
    Diese Einsicht zeigt sich zumindest dem Ansatz nach bei Pfeffer/Salancik: “The ability to control the use of a resource is’a major source of influence for some interest groups.” Pfeffer, J., Salancik, G.R. (1978), S.49Google Scholar
  2406. 2811.
    Die Gründe, die zur Einbindung einer spezifischen Ressource führen und damit ein Interesse zu verfolgen ermöglichen, können vielfältigen Ursprungs sein. So weiß man z.B., daß das “Recht der Gesellschaft” Untemehmungsnachfolgeplanungen beeinflußt (vgl. Fasselt, T. (1992), S.VIIIf.) und somit die Freiheit der Mittelwahl einschränkt mit der Folge, daß die Realisierung von Interessen in ihrer möglichen Breite ebenfalls eingeschränkt wird. Ähnlich gelagert sind im weitesten Sinne im Rahmen der Wissenschaftstheorie Überlegungen von KnorrCetina, nach der die Ressource “Systemumwelt” Randbedingungen liefert, die für die Wissenschaft bestimmte Kriterien nahelegen (vgl. Knorr-Cetina, K. (1991), 5.68f).Google Scholar
  2407. 2814.
    Nichts anderes verbirgt sich hinter der Äußerung Hainzls, daß Geld keinen Wegweiser der Richtung der Un-ternehmensentwicklung liefert (vgl. Hainzl, M. (1987), S.117). Eine Ausnahme hiervon findet sich in der Theorie des “Schwungs von Geld”, nach der bereits ausgegebenes Geld als Grund für die weitere Zuteilung von Geld fungiert und übrige Gründe der Ressourcenzuteilung in den Hintergrund treten läßt (vgl. ergänzend Northcraft, G.B., Wolf, G. (1984), S.226; vgl. andeutend zu ähnlichen Richtungsgebungen von Geld im Rahmen der jährlichen Budgetierungspraxis Freeman, R.E. (1984), S.158f.).Google Scholar
  2408. 2815.
    in Anlehnung an Pfeffer, J., Salancik, G.R. (1978), S.261Google Scholar
  2409. 2816.
    in loser Anlehnung an Scott, W.R. (1986), S.257Google Scholar
  2410. 2817.
    Vgl. Astley, W.G., Sachdeva, P.S. (1984), 5.104, S.105.Google Scholar
  2411. 2818.
    Pfeffer, J., Salancik, G.R. (1978), S.259Google Scholar
  2412. 2819.
    Vgl. Sandner, K. (1992), S.10, S.13; vgl. ergänzend Etzioni, A. (1975), S.334, S.343, S.355, S.363.Google Scholar
  2413. 2620.
    in Anlehnung an Giddens, A. (1992), S.319Google Scholar
  2414. 2821.
    Vgl. ergänzend Sandner, K. (1992), S.29.Google Scholar
  2415. 2822.
    Vgl. Pfeffer, J., Salancik, G.R. (1978), S.48.Google Scholar
  2416. 2623.
    Vgl. Pfeffer, J., Salancik, G.R. (1978), S.50.Google Scholar
  2417. 2624.
    Umgekehrt wird durch eine Varianz der Inputs die Ressourcenabhängigkeit des System verringert (vgl. Pfef-fer, J., Salancik, G.R. (1978), S.46).Google Scholar
  2418. 2825.
    In diesem Sinne notieren Pfeffer/Salancik: “To the extent participants furnish resources that are more critical…, they obtain more control over the organization.” Pfeffer, J., Salancik, G.R. (1978), S.259; vgl. Sandner, K. (1992), S.47.Google Scholar
  2419. 2826.
    lm Umkehrschluß wird sich aus freien Ressourcen kaum Macht gewinnen lassen (vgl. Sandner, K. (1992), S.10).Google Scholar
  2420. 2827.
    Es geht demnach nicht nur um die Kontrolle von von anderen nachgefragten Ressourcen (vgl. anderer Mei-nung Astley, W.G., Sachdeva, P.S. (1984), 5.106 und Ulrich, D., Barney, J.B. (1984), S.472).Google Scholar
  2421. 2628.
    Pfeffer, J., Salancik, G.R. (1978), S.51Google Scholar
  2422. 2829.
    Macht kann im Rahmen sämtlicher Aktivitäten des Ressourcenmanagements entstehen und eingesetzt werden, so z.B. in der Definierung dessen, was als Ressource gilt (vgl. - wenngleich eher beiläufig und ergänzend - Hainzl, M. (1987), S.115). Bei der Beschaffung von Ressourcen wird Macht auf den Beschaffenden verlagert (vgl. Ulrich, D., Barney, J.B. (1984), S.476).Google Scholar
  2423. 2830.
    Vgl. ähnlich - obwohl weniger komplex als oben im Text auf Ressourcenabhängigkeiten beschränkt - Astley, W.G., Sachdeva, P.S. (1984), S.106.Google Scholar
  2424. 2831.
    Vgl. ergänzend Pfeffer, J., Salancik, G.R. (1978), S.258.Google Scholar
  2425. 2832.
    Von daher gestaltet sich die Wegnahme von Ressourcen wegen des mit ihr einhergehenden Machtverlusts als schwierig (vgl. Freeman, R.E. (1984), S.159).Google Scholar
  2426. 2833.
    in loser Anlehnung an Pfeffer, J., Salancik, G.R. (1978), S.259Google Scholar
  2427. 2834.
    Vgl. im Rahmen ressourcentheoretischer Überlegungen - wenngleich eher beiläufig - Pfeffer, J., Salancik, G.R. (1978), S.260.Google Scholar
  2428. 3835.
    Vgl. ähnliche aber ungleich radikalere Überlegungen im Kontext der Wissenschaftstheorie bei Knorr-Cetina, K. (1991), S.161.Google Scholar
  2429. 2836.
    Vgl. Sandner, K. (1992), S.11.Google Scholar
  2430. 2837.
    Selbstverständlich lassen sich für diese Machtquelle funktionale Äquivalente ausmachen. In dem Sinne notieren Astley/Sachdeva: “Network centrality can be regarded as an additional source of intraorganizational power and above an actoes ability to generate dependencies through resource exchange.” Astley, W.G., Sachdeva, P.S. (1984), S.106Google Scholar
  2431. 2838.
    Vgl. der Intention nach ähnlich Schlosser, G. (1993), S.132; vgl. Scott, W.R (1986), S.218.Google Scholar
  2432. 2839.
    So erwähnt Knorr-Cetina, daß Phänomene als Ressourcen defmiert und daß diese Definitionen of mals neu verhandelt werden müssen. Zugleich verweist sie auf die Notwendigkeit der kontinuierlichen Erneuerung der Beziehungen der Ressourcenbeschaffung (vgl. Knorr-Cetina, K. (1991), S.160).Google Scholar
  2433. 2840.
    Vgl. Giddens, A. (1992), S.316.Google Scholar
  2434. 2841.
    Die Überlegungen finden hier Anschluß an die Innovationsforschung (vgl. Leder, M. (1990), S.19). In diese Sicht fügt sich ein, daß Ressourcen mitunter nicht einfach vorgefunden werden, sondern nach und nach aufgebaut werden müssen (vgl. im Rahmen der Entwicklung qualifikatorischer Fähigkeiten Staudt, E., Kröll, M., Hören, M. v. (1993), S.57ff.).Google Scholar
  2435. 2842.
    Folgerichtig thematisiert die Forschung die Transformation von Fähigkeiten (vgl. Krüger, W. (1993), S.583ff.).Google Scholar
  2436. 2843.
    Der Begriff des “Entstehungszusammenhangs” wird der technologischen Innovationsforschung entnommen, die ihn zur Abgrenzung des “Verwendungszusammenhangs” von Technologien einführt (vgl. anstelle vieler Weiss, E. (1989), S.54).Google Scholar
  2437. 2844.
    Vgl. grundsätzlich gleichlautend Hainzl, M. (1987), S.117.Google Scholar
  2438. 2845.
    Vester betont z.B., der Übergang auf nicht-produktgebundene Werkstoffeigenschaften brauche seine Zeit (vgl. Vester, F. (1991), S.356).Google Scholar
  2439. 2846.
    Vgl. - wenngleich eher implizit - Hayes, R.H., Jaikumar, R. (1988), S.81.Google Scholar
  2440. 2847.
    Im Einklang mit der Theorie des Strategiewandels betont z.B. die moderne Produktionstheorie, daß stufenweise Systemveränderungen der Produktionstechnologien auf einem Gesamtkonzept beruhen sollten (vgl. Zäpfel, G., in: o.V. (1987), S.274). Man weiß auch hier, daß nicht alles auf einmal möglich wird, ohne aber die Richtung aus den Augen zu verlieren.Google Scholar
  2441. 2848.
    Vgl. im Kontext der Innovationsforschung Leder, M. (1990), S.3.Google Scholar
  2442. 2849.
    Ähnlich lauten Ergebnisse der Innovationsforschung (vgl. Leder, M. (1990), S.6).Google Scholar
  2443. 2850.
    Vgl. in technologischer Sicht Dosi, G. (1988), S.1130.Google Scholar
  2444. 2851.
    So hält Leder fest, “… daß neues Wissen aus einer Kombination von bekanntem Wissen entsteht.” Leder, M. (1990), S.8Google Scholar
  2445. 2852.
    Bei Leder heißt es lediglich recht plastisch, Organisationen müssen auf Innovationen “geschmeidig” reagieren (vgl. Leder, M. (1990), S.21).Google Scholar
  2446. 2853.
    Hinter dieser abstrakten Formulierung stehen konkret beobachtbare Phänomene. So stellt z.B. die Beiratsforschung heraus, ein Beirat sei in das bestehende organisationale Kompetenzgefiige einzubinden, was vor allem bei mitbestimmten GmbH’s aufgrund der Kompetenzen des Aufsichtsrats mit Problemen behaftet ist. Die Grenzen der Kompetenzen des Beirats liegen bei der Überschreitung zwingenden Rechts (vgl. Teubner, G. (1986), S.573, S.576). Im allgemeineren Kontext der Forschung zur Unternehmungsberatung werden organisationale Barrieren gegen die Beratung erfaßt (vgl. Steyrer, J. (1991), S.788ff.).Google Scholar
  2447. 2854.
    Barrieren sind demnach als Systemwiderstände zu deuten (in loser Anlehnung an Wildemann, H. (1986a), S.356).Google Scholar
  2448. 2855.
    So scheint fir ein bekanntes Beispiel die Beschaffenheit der Humanressourcen eine Schlüsselstellung bei der Einfiihrung neuer Produktionstechnologien aufzuweisen (vgl. Wildemann, H. (1987c), S.720; vgl. Knetsch, W. (1987), S.3, S.4).Google Scholar
  2449. 2856.
    Wildemann notiert: ‘Neue Produktionstechnologien erfordern… auch eine Neugestaltung des betrieblichen Umfeldes…“ Wildemann, H. (1986a), S.337Google Scholar
  2450. 2857.
    Diese Einsicht wird in der Organisationstheorie selten hervorgehoben und eher implizit angesprochen. Eine Andeutung hierzu findet sich z.B. in der Untemehmungsberatungsforschung mit dem Hinweis, daß Berater in die bestehende Machtstruktur eingebunden sind (vgl. Lebic, E., Patak, M. (1992), S.88).Google Scholar
  2451. 2858.
    Vielfach wird z.B. konstatiert, die Einführung der Mikroelektronik in Organisationen erfordere einen Wandel des Qualifikationsprofils des Personals (vgl. anstelle vieler Knetsch, W. (1987), S.3). Grundsätzlich in die gleiche Richtung zielt Niebur, der betont, daß einschneidende Umgestaltungen der Produktionstechnik bestehende Funktionseinteilungen in der Organisation in Frage stellen (vgl. Niebur, J. (1990), S.79). Aber auch viel undramatischere Vorgehensweisen sind möglich, wie z.B. die Freisetzung verschütteter organisationaler Ressourcen, was als eine Aufgabe der Organisationsentwicklung gesehen wird (vgl. Exner, A., Königswieser, R., Titscher, J. (1988), S.25). Nicht ohne Grund wird die Organisationsentwicklung als ein strategischer Erfolgsfaktor angesehen (vgl. Nilsson, R. (1993), S.132).Google Scholar
  2452. 2859.
    Die Formulierung stößt auf den schumpeterschen Unternehmerbegriff. Schumpeter sieht in Unternehmern “… die Wirtschaftssubjekte, deren Funktion die Durchsetzung neuer Kombinationen ist und die dabei das aktive Element sind.” Schumpeter, J. (1987b), 5.111Google Scholar
  2453. 2860.
    Die Organisation bereitet sozusagen das Terrain vor, in dem sich der eigentliche Wandel dann vollzieht; sie bricht Widerstand. Dabei sind im konkreten Fall verschiedene Strategien der Widerstandsverringerung möglich. Eine beliebte Forderung ist die nach “Einbeziehung der Betroffenen in die den Wandel betreffenden Entscheidungszusammenhänge” (vgl. anstelle vieler Kreikebaum, H. (1992), S.679).Google Scholar
  2454. 2861.
    Diese Einsicht kennt man z.B. im Produktionsbereich von Unternehmungen, dessen Problemhandhabung nach Interdisziplinarität verlangen (vgl. Hässig, K. (1988), S.332). So heißt es häufig: “Soll die Einführung neuer Technologien als aktive Variable in der Untemehmensstrategie verstanden werden, so ist eine Koordination von Markt-und Technologiestrategie erforderlich.” Wildemann, H. (1986b), S.21Google Scholar
  2455. 2862.
    So unterscheidet z.B. Wildemann bei der Einfiihrung von CAD/CAM und FFS die Einfiihrungsstrategien “früher Einstieg” und “sinnvolles Warten” (vgl. Wildemann, H. (1986b), S.13). Auch bei der Untemehmungsberatung zeigt sich klar der zeitliche Bezug der Ressourcentheorie, manifestiert sich doch die Beratung in der Form des “aperiodischen Zusammenwirkens der Beteiligten” (vgl. Backhaus, K., Späth, G: M. (1992), S.763).Google Scholar
  2456. 2863.
    Auf dieser Linie der Argumentation betont z.B. Wildemann, daß die Einfiihrung neuer Produktionstechnologien die höchste Hierarchieebene der Organisation involviere (vgl. Wildemann, H. (1986a), S.355).Google Scholar
  2457. 2864.
    Vgl. im Kontext der Einführung “neuer Produktionstechnologien” Hayes, R.H., Jaikumar, R. (1988), S.78.Google Scholar
  2458. 2865.
    Wildemann hebt hervor, die Wahl der Einsatzbereiche neuer Produktionstechnologien könne auf Konflikt oder auf Harmonie ausgelegt sein (vgl. Wildemann, H. (1986a), S.352).Google Scholar
  2459. 2866.
    “A sequential relationship indicates that a certain dimension cannot be designed until another dimension has been designed. A reciprocal relationship is one in which the design of one dimension influences the design of another and viceversa.” Normann, R. (1971), S.211Google Scholar
  2460. 2867.
    Die Variation erfolgt demgemäß mit Referenz auf die Selektion und die Retention (vgl. weitgehend kongruente Überlegungen im Rahmen der Wissenschaftstheorie bei Knorr-Cetina, K. (1991), S.36ff. und bei Luhmann, N. (1990a), S.586).Google Scholar
  2461. 2868.
    Besonders in der späten Phase der Elaboration und der Stopphase des Ressourcen-Paradigmas ist in der Form relativ wenig Bewegung. Eizienzüberlegungen der Ressourcennutzung erlangen im Ressourcenkontext die Oberhand.Google Scholar
  2462. 2869.
    in Übertragung der Überlegungen zur technologischen Paradigmaforschung bei Dosi, G. (1988), S.1134 2800 in Übertragung der Überlegungen zur technologischen Paradigmaforschung bei Dosi, G. (1988), S.1134Google Scholar
  2463. 2871.
    Einseitig heißt es bei Pfeffer/Salancik, Ressoureenprobleme würden aus der Organisationsumwelt stammen (vgl. Pfeffer, J., Salancik, G.R. (1978), S.47). In diesem Sinne führt z.B. die Veränderung der Verfügbarkeit von Ressourcen notwendigerweise zu starken organisationalen Veränderungen (vgl. Koberg, C.S. (1987), S.805; vgl. Ulrich, D., Barney, J.B. (1984), S.472; vgl. Freeman, R.E. (1984), S.160).Google Scholar
  2464. 2872.
    So wird seitens der Forschung bei Ressourcenknappheiten eine relativ variabel konzipierte organisationale Struktur erwartet, (fälschlicherweise) in der Literatur oft als “organisch” bezeichnet (vgl. Koberg, C.S. (1987), S.799).Google Scholar
  2465. 2873.
    Diese Fähigkeit scheint desöfteren eher beschränkt als vorhanden zu sein. So betont z.B. Wildemann, daß Produktionsinvestitionen das Produktionspotential auf Jahre festlegen (vgl. Wildemann, H. (1986b), S.2).Google Scholar
  2466. 2874.
    in loser Anlehnung an Dosi, G. (1988), S.1138Google Scholar
  2467. 2875.
    So läßt sich z.B. das Erreichen von Leistungsgrenzen von Ressourcenformen anführen (in loser Anlehnung an Weiss, E. (1989), S.53).Google Scholar
  2468. 2876.
    Dem liegt die Einsicht der technologischen Innovationsforschung zugrunde, in technologischen Innovationen generell eine Problemlösung zu sehen (vgl. Dosi, G. (1988), S.1125).Google Scholar
  2469. 2877.
    Bezeichnenderweise spricht die technologische Innovationsforschung von einem “technologischen Trendbruch” oder sieht die Formänderung als eine “prinzipielle bzw. radikale Veränderung” (Weiss, E. (1989), das erste Zitat auf S.52, das zweite Zitat auf S.53) an. Höft spricht ähnlich von “technologischen Diskontinuitäten” (Hört, U. (1992), S.115).Google Scholar
  2470. 2878.
    Dieser Sachverhalt wird ähnlich in der technologischen Innovationsforschung über die Metapher der S-Kurve der Leistungsfähigkeit von Technologien (anhand der Grundannahmen der biologischen Analogie und ertragsgesetzlichen Interpretation (vgl. Weiss E. (1989), S.52)) beschrieben. Im Übergangsbereich von einer Technologie zur anderen ist die Leistungsfähigkeit der neuen Technologie bei gleichem kumulierten F&E-Aufwand geringer als die der alten Technologie. Hinter diesem speziellen Anwendungsgebiet der S-Kurven-Interpretation steht aufs Ganze gesehen ein universaler Zusammenhang: “Die S-fdrmige Wachstums-und Sättigungskurve ist… nicht nur auf… eine bestimmte Technologie beschränkt, sondern läßt sich universell einsetzen…” Höft, U. (1992), S.I 13 2879 Die Literatur nimmt ebenfalls Notiz von der Zeitkonstitution der Teile von Ressourcen-Paradigmen. So wird z.B. explizit konstatiert, daß “Einbindungen” von Ressourcen in die Organisation einer zeitlichen Struktur unterliegen (vgl. anhand der Einführung flexibler Fertigungssysteme Hoitsch, 1–1.-J. (1989), S.165). Die enge Verbindung von Einbindung und Zeit ist länger bekannt. Normann schreibt bereits zur Einfiihrung neuer Subsysteme in Organisationen: “The integration of new task subsystems into the structure is often a slow and laborious process.” Normann, R. (1971), S.212Google Scholar
  2471. 2879.
    Vgl. zu den allgemeinen Grundlagen Blaseio, H. (1986), S.197.Google Scholar
  2472. 2880.
    Die Inputzeit dient dann als Maßstab der Orientierung. Diese überaus geläufige Einsicht findet sich z.B. bei Wildemann, H. (1992), S.4.Google Scholar
  2473. 2882.
    Zum Beispiel läßt sich die originäre Orientierung an der Zeitgestalt von Ressourcen als ein Argument zur Erringung von Wettbewerbsvorteilen verstehen (vgl. Stalk Jr., G. (1988), S.41; vgl. ähnlich Wildemann, H. (1992), S.5).Google Scholar
  2474. 2883.
    Vgl. Steinmann, H., Kumar, B. (1986), S.42; vgl. Hering, E. (1985), S.76, S.77. So werden den Unternehmungen im Vergleich zu Publikumsgesellschaften von Daschmann “…. ressourcenbedingte Nachteile…” (Daschmann, H.-A. (1994a), S.63) attestiert.Google Scholar
  2475. 2884.
    Eher selten finden sich Hinweise in der Literatur zu möglichen Vorteilen von FU, wie z.B. “… das Potential der familiären… Kräfte und vereinzelt ihren finanziellen, gemeinsam betreuten Reserven…” (Hurgon, P. (1985), S.30; vgl. ergänzend Holland, P.G., Boulton, W.R. (1984), S.495). Die FU betrachtet die Familie in diesem Sinne als Ressource (vgl. Ward, J.L. (1987), S.129) und dabei insbesondere als Nachfolgerlieferant (vgl. Rosenblatt, P.C., de Mik, L., Anderson, R.M., Johnson, P.A. (1985), S.194).Google Scholar
  2476. 2885.
    In diesem Sinne konstatiert Manz eine “… spezifische’ Ressourcenknappheit…” (Manz, T. (1990), S.34) der mU.Google Scholar
  2477. 2886.
    Eine nennenswerte Ausnahme stellt der Aufsatz von Davis über FU dar. Davis sieht Schwierigkeiten dieses Untemehmungstyps nicht aus dem Blickwinkel der Ressourcenknappheit, sondem allein in der Spezifität der Operationsweise der Untemehmungen begründet (vgl. Davis, P. (1983), S.47ff.). Ressourcenknappheit wird dann zu einer Folge systemimmanenter operativer Charakteristiken.Google Scholar
  2478. 2887.
    Wartenberg, L. v. (1993), S.238Google Scholar
  2479. 2888.
    Einem Mehr an Ressourcen wird eine höhere Risikofähigkeit zugeschrieben (vgl. Miller, D., Toulouse, J.-M. (1986), S.1397). In der Literatur wird die begrenzte Risikofähigkeit der Unternehmung vor allem im Kontext verringerter Eigenkapitalaustattungen gesehen (vgl. z.B. Daschmann, H.-A. (1994a), S.66). Die Risikofähigkeit selbst wird als eine Determinante der Innovationsbereitschaft betrachtet: In diesem Sinne wird seitens der Forschung argumentiert, ein Ressourcenüberschuß in mU begünstige als strategische Grundhaltung die Prospektorstrategie, Ressourcenknappheit dagegen führe zur Verteidigerstrategie (vgl. Carter, N.M. (1990), S.309).Google Scholar
  2480. 2889.
    Vgl. Kaila, M.M., Kauranen, I. (1990), 5.106.Google Scholar
  2481. 2890.
    Vgl. Schüler, W. (1986), S.39; vgl. Schmoll, A. (1989), S.166; vgl. Schober, F. (1993), S.298; vgl. Oetker, A. (1991), S.508; vgl. Daschmann, 11.-A. (1994a), S.66.Google Scholar
  2482. 2891.
    Vgl. Donnelly, R.G. (1964), S.95.Google Scholar
  2483. 2892.
    Vgl. Serfling, K., Marx, M. (1991), S.106; vgl. Claussen, C.P. (1991), S.183f; vgl. Schneider, D. (1993), S.127; vgl. Inch, N. (1983), S.153; vgl. Hennerkes, B.-H. (1986), S.32; vgl. May, P. (1992), S.3f.; vgl. Daschmann, H: A. (1994a), S.66; vgl. Ammon, L., Görlitz, S. (1995), S.21.Google Scholar
  2484. 2893.
    In der Frage der Eigenkapitalausstattung der FU wird in jüngster Zeit wieder verstärkt auf die Politik gezielt und geeignete eigenkapitalverbessernde politische Maßnahmen, vor allem in der Steuerpolitik, eingefordert (vgl. Wartenberg, L. v. (1993), S.247ff.). Zu dem muß angemerkt werden, daß sich die Konstatierung begrenzter Finanzmittel und besonders einer relativ geringen Eigenkapitalausstattung nicht bedingungslos halten läßt. Gerade die nicht unerhebliche Anzahl der erfolgreichen innovativen mU weisen nachhaltige Steigerungsraten ihrer Eigenkapitalmittel im speziellen und eine hervorragende Ausstattung mit Finanzmitteln im allgemeinen auf (vgl. Schmidt, A., Freund, W. (1989), S.21, S.121).Google Scholar
  2485. 2894.
    Vgl. Reuter, D. (1991), S.478; vgl. Ogawa, E.I. (1986), S.73.Google Scholar
  2486. 2895.
    Zur Haftungsfunktion des Eigenkapitals vgl. anstelle vieler knapp Kußmaul, H. (1990), S.355. Zur Kreditwürdigkeits-und Vertauensfunktion des Eigenkapitals vgl. anstelle vieler knapp May, P. (1992), S.3.Google Scholar
  2487. 2896.
    Vgl. Serfling, K., Marx, M. (1991), S.107; vgl. Muller, E. (1989), S.93. Hierzu zählen ebenfalls Verweise auf die oft beschränkte Kapazität der Führungskräfte (vgl. Gutersohn, A. (1986), S.40). Ebenso läßt sich der für den Mittelstand immer wieder betonte Aspekt der personellen Überlastung durch Routineaufgaben anführen (vgl. anstelle vieler Holzhuber, T. (1984), S.14).Google Scholar
  2488. 2897.
    In diesem Zusammenhang wird exponiert in der Theorie der mFU das kritische (vgl. Meredith, G.G. (1985), S.275) ‘Nachfolgeproblem“ auf der Ebene der Rahmenstrategien der Organisation diskutiert (fir eine Auswahl vgl. Barnes, L.B., Hershon, S.A. (1983), S.67; vgl. Daschmann, H.-A. (1994a), S.153f; vgl. Hurgon, P. (1985), S.29ff.; vgl. Unterberg, A. (1986), S.62; vgl. o.V. (1983), S.31; vgl. Reuter, D. (1991), S.467ff.; vgl. Voigt, J.F. (1990), S.58; vgl. Longenecker, J.G., Schoen, J.E. (1978), S.150ff.). So sieht man mitunter in diesem Nachfolgeproblem den größten Mißerfolgsfaktor bzw. die größte Bedrohung der mU (vgl. Daschmann, H.-A. (1994b), S.211; vgl. Domier, C., Tiefenthaler-Domier, M. (1991), S.519). Nicht ohne Grund erscheint das Nachfolgeproblem als Trauma (vgl. Prokesch, S. (1986), S.13). Das Nachfolgeproblem ist mit Sicherheit als komplexes Problem zu betrachten, denn es berührt eine Vielheit von Aspekten (vgl. z.B. die komplexe, aber immer noch vor allem um rechtliche Aspekte reduzierte Argumentation bei Hammer, R.M., Hinterhuber, H.H. (1993), S.258ff.), denen jedoch in der Literatur zur Nachfolgeproblematik nicht immer Rechnung getragen wird. Betont wird zwar vielfach der kritische Faktor der Emotionalität bei der Handhabung der Nachfolgeproblematik. Ebenso Erwähnung fandet die Normalität von Nachfolgewiderständen (vgl. o.V. (1983), S.34). Daß die Nachfolgefrage sich aber bereits in sachlicher Sicht als mehrdimensionales Problem stellt, wird eher seltener explizit ausgearbeitet: So kann sich die Nachfolgeproblematik für Vertretungsfragen, Geschäftsfiührungsfragen und für Eigentumsfragen zu Lebzeiten und im Todesfall ergeben (vgl. ähnlich Hahn, D. (1985), S.12; vgl. ähnlich Voigt, J.F. (1990), S.58; vgl. ähnlich Fink, M., Zimmermann, N. (1989), S.15). Die Nachfolgefrage berührt nicht nur den expliziten Teil der Strategien, sondern auch die Unternehmungskultur (vgl. Schein, E.H. (1983), S.28). Zudem wird die organisationale Nachfolgeproblematik nachhaltig aus der generellen Umwelt der Unternehmung beeinflußt. Prominent sind hierbei insbesondere steuerliche Einwirkungen (vgl. detailliert Schoor, H.W. (1995); vgl. Gebel, D. (1994). 2898 Inwieweit die intensive Betonung des Nachfolgeproblems in mFU im einzelnen gerechtfertigt erscheint, kann hier nicht umfassend geklärt werden. Lansberg/Beckhard sehen das Kritischsein des Nachfolgeproblems grundsätzlich in jeder Unternehmung gegeben, nur daß in der FU Einflüsse des ”Blutes“ hinzutreten (vgl. o.V. (1983), S.31). Auch der Einfluß der Rechtsform der Unternehmung scheint bei der Handhabung des Nachfolgeproblems - zumindest aufs Erste gesehen - eine gewisse Rolle zu spielen. So sieht Hopp einen wesentlichen Vorteil der auf Publikumsgesellschaften gerichteten Aktiengesellschaft darin liegen, daß mit dieser Rechtsform das Nachfolgeproblem besser gehandhabt werden kann (vgl. Hopp, D. (1991), S.330; vgl. knapp andeutend Titzrath, A. (1995), S.136). Es muß aber nachhaltig davor gewarnt werden, Nachfolgeprobleme in Publikumsgesellschaften herunterzuspielen. Es ist längst hinreichend bekannt, daß auch diese Unternehmungen Lücken im Führungsnachwuchs beklagen (vgl. Hoffmann, F. (1986), S.839f.). So ist ebenfalls in Publikumsgesellschaften die Sicherung der Nachfolge auf der Ebene der Rahmenstrategien ein besonders zentrales Problem (vgl. Albach, H., Freund, W. (1989), S.22). Eher selten wird in der Forschung zur FU zudem betont, daß sehr wohl auch das Vorhandensein mehrerer Nachfolger zum Problem werden kann (vgl. fir eine Ausnahme Hahn, D. (1985), S.18). 2899 Ammann/Lachnit sehen völlig in der Tradition des Gros der organisationswissenschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Forschung ”… neben dem vieldiskutierten Eigenkapitalmangel vor allem unternehmerische Führungsfehler als Ursache der Insolvenzanfälligkeit in diesen Betriebsgrößenklassen…“ Ammann, H., Lachnit, L. (1987), S.243, En. weggelassen; vgl. ergänzend Bany, B. (1975), S.48; vgl. ergänzend Fink, M., Zimmermann, N. (1989), S.25f.Google Scholar
  2489. 2900.
    Die Auseinandersetzung mit angeblichen Mängeln im Steuerungswissen der mU nimmt in der Literatur einen derart breiten Raum ein, daß als positiv gewertete Steuerungsfaktoren (z.B. ermöglicht die tendenziell breitere Kompetenz mittelständischer Steuerungsinstanzen verbesserte Koordinierungen in den Organisationen (vgl. Frese, E. (1993), S.1010, einschließlich Fn.31)) eher zu Randerscheinungen degenerieren.Google Scholar
  2490. 2901.
    Vgl. Schüler, W. (1986), S.39; vgl. Staudt, E., Bock, J., Mühlenmeyer, P. (1992), S.998, S.1003; vgl. Wartenberg, L. v. (1993), S.238.Google Scholar
  2491. 2902.
    Es deutet sich jedoch an, daß die mU Problembereiche ihrer Infomiationserzeugung zusehends überwindet (vgl. Hoffmann, F. (1986), S.841).Google Scholar
  2492. 2903.
    Vgl. Reuter, D. (1991), S.477.Google Scholar
  2493. 2904.
    Mahnend müßten hier die Worte Siegwarts erscheinen: “Familienuntemehmungen werden geme mit… Führungsschwächen in Verbindung gebracht…. Ohne festgelegten oder festgefahrenen Vorurteilen das Wort zu reden, läßt sich leicht nachweisen, daß es Führungsschwächen auch in Unternehmungen gibt, die den Charakter einer Familienunternehmung nicht besitzen.” (Siegwart, H. (1982), 5.151) Ebenso sind - entgegen vielen Vermutungen - Nachfolgekonflikte keineswegs typisch fir FU (vgl. Seifert, B. (1990), S.54). Auch die oft pauschal konstatierte Überlegenheit von Publikumsgesellschaften im Bereich der Finanzierung muß nach Schade genauer betrachtet werden. Schade verweist zwar selbst auf diese Überlegenheit, hebt aber zugleich hervor, daß die Kapitalbeschaffung von Publikumsgesellschaften am Kapitalmarkt auch nur unter bestimmten Bedingungen gelingt (vgl. Schade, H.C. (1974), S.33f.).Google Scholar
  2494. 2905.
    Auf jeden Fall sollte man sich vor Schnellschlüssen hüten: “Weder die Entwicklung der Selbständigenzahl, noch die Entwicklung der Unternehmensinsolvenzen und der Untemehmenskonzentration lassen Rückschlüsse auf geringere Entwicklungschancen und eine geminderte Leistungsfähigkeit der kleinen und mittleren Untemehmen zu.” Irsch, N. (1983), S.154Google Scholar
  2495. 2906.
    Vgl. fir eine der seltenen Ausnahmen, die diesen Sachverhalt mit Blick auf Finanzierungs-und Marktmachtverhältnisse betonen, Gutersohn, A. (1986), S.44.Google Scholar
  2496. 2907.
    Notwendig wird also eine vieldimensionale Argumentation - eine Einsicht, die auch von Ergebnissen empirischer Studien gestützt wird. So zeigt sich z.B. bei der mittelständischen Steuerung der Finanzwirtschaft unter Referenz auf das Kriterium der Betriebsgröße: “Alle bisher vorliegenden empirischen Studien zeigen, daß die Betriebsgröße keine hinreichende Bedingung zur Erklärung der fmanzwirtschaftlichen Prozesse ist, sondern allenfalls im Zusammenspiel mit anderen Variablen, wie z.B. Wirtschaftszweig, Standort, Untemehmerausbildung, -alter, Werthaltungen, Konjunkturphasen, etc. Erklärungskraft besitzt.” Wossidlo, P.R. (1990), S.247Google Scholar
  2497. 2908.
    Die hier umfassend auf Operationen im strategischen Ressourcenmanagement bezogene Überlegung fmdet bei Dailey/Reuschling ihre spezielle Anwendung im Rahmen des Managements der Humanressourcen: “… (F)amily fums have some unique characteristics which significantly affect human resource practices.” Dailey, R.C., Reuschling, T.E. (1980), S.49Google Scholar
  2498. 2909.
    Auf den Aspekt der Knappheit läßt sich von dort aus immer noch schließen. Der Knappheitsaspekt kommt dann allerdings nicht mehr originär, sondern nur noch derivativ zur Geltung.Google Scholar
  2499. 2910.
    Wie in der allgemeinen Strategietheorie geht es hier um die “… Aufnahmefähigkeit der jeweiligen Unternehmung…” Ogawa, E.I. (1986), S.77Google Scholar
  2500. 2911.
    In dem Sinne bestimmen z.B. “(p)ersönliche Präferenzen… die Finanzpolitik.” Levin, R.I., Travis, V.R. (1988), S.29, im Original kursivGoogle Scholar
  2501. 2912.
    Dies ist insbesondere für mittelständische Erfolgsuntemehmen im Kontext der Beobachtung von Fluktuationen notiert (vgl. Simon, H. (1996), S.168).Google Scholar
  2502. 2913.
    So “… ist der Charakter in einem Familienunternehmen wesentlich wichtiger als in einer anderen Unternehmensform. In einem Familienunternehmen wird ein Manager in seinem Charakter eher transparent, während er sich in einem Konzern besser verstecken kann.” Bremeier, E., Jeuschede, G., Juesten, W. (1983), S.91Google Scholar
  2503. 2914.
    In diesem Sinne entscheidet “Verwandtschaft” und nicht “Fähigkeit” über den Zugang zu Führungspositionen in mFU (vgl. Hubler, T., Swartz, S. (1984), S.332; vgl. ergänzend Davis, P., Stem, D. (1980), S.337).Google Scholar
  2504. 2915.
    Es zeigt sich z.B., daß Töchter im Gegensatz zu Söhnen relativ selten in die Steuerungsinstanzen der Unternehmung berufen werden (vgl. Kepner, E. (1983), S.67; vgl. ergänzend Siefer, T. (1996), S.69f.). Die dahinterliegende Beschneidung des Möglichen erscheint tragisch, gibt es erste empirische Hinweise dafür, daß mit Frauen gesteuerte Unternehmungen nicht weniger erfolgreich sind wie mit Männern gesteuerte (vgl. Kalleberg, Leicht, K.T. (1991), S.157).Google Scholar
  2505. 2916.
    Im Kontext der Ressourcen zeigen sich die inhärenten Defizite der FU für Nichtfamilienmitglieder (vgl. Davis, P., Stem, D. (1980), S.348) besonders deutlich.Google Scholar
  2506. 2917.
    Die Ereignisse in der FU müssen selbst nicht einer Ressourcenperspektive unterliegen.Google Scholar
  2507. 2918.
    Diese Einsicht gilt verstärkt in den frühen Phasen der FU: “… (D)uring these early days the family often provides the firm with a steady supply of trustworthy manpower.” Lansberg S., I. (1983), S.40; vgl. zur Aufnahme von Kindern in die FU Ward, J.L., Sorenson, L. (1988), S.543f.Google Scholar
  2508. 2919.
    Dementsprechend gilt die Planung der Integration der jüngeren Generation in die FU als strategisch relevant (vgl. Barach, J.A., Gantisky, J., Carson, J.A., Doochin, B.A. (1988), S.545).Google Scholar
  2509. 2920.
    In diesem Sinne läßt sich mit Buchholz/Crane von “… the input of the family…” (Buchholz, B.B., Crane, M. (1989), S.23) sprechen.Google Scholar
  2510. 2921.
    Die Forschung thematisiert in diesem Zusammenhang insbesondere “.. die Benachteiligung gegenüber den Großbetrieben am Beschaffungsmarkt…” Holzhuber, T. (1984), S.12; vgl. Daschmann, H.-A. (1994a), S.65. Selbstverständlich erschöpft sich die “Problemtheorie der Ressourcenbeschaffung” keineswegs in Beschaffungsmarktbenachteiligungen.Google Scholar
  2511. 2922.
    Zum Beispiel kann die mittelständische Kapazität nicht fir die Schaffung bestimmter Stellen ausreichen, oder aber auch die erforderlichen Gegenleistungen der Ressourcenbeschaffung lassen sich nicht erbringen.Google Scholar
  2512. 2923.
    Der Begriff des “Ressourcen-Paradigmas” liegt hier in seiner weiten Form vor und inkludiert auch das “Ressourcenbeschaffungs-Paradigma”.Google Scholar
  2513. 2924.
    Sozialdimensional relevante ressourcentheoretische Überlegungen zur FU fanden sich in der Literatur - gemessen an der Spannweite möglicher Themen - relativ selten. Intensiv werden vor allem Konflikte und Machtfragen im Kontext der Nachfolge angesprochen (vgl. anstelle vieler o.V. (1983), S.31).Google Scholar
  2514. 2925.
    Diese Einsicht zeigt sich insbesondere bei hoch spezialisierten mU, die zudem von einer starken Untemehmungskultur geprägt sind. Die Unternehmungen leiden nachhaltig unter Managementengpässen (vgl. Simon, H. (1990), S.887) und haben mithin wenig Raum ihr alternative Managementressourcen. Das gleiche Phänomen offenbart sich auf der Ebene der Stellvertretung in den Unternehmungen. Gerade die häufige Angewiesenheit der mU auf einzelne Spezialisten erschwert eine gelungene Stellvertretungsregelung (vgl. Oppl-Jirsa, V. (1986), S.32).Google Scholar
  2515. 2926.
    Dergestalt findet sich z.B. in FU die Nicht-FU unbekannte Regel, daß in Nachfolgefragen Familienmitgliedern bei gleicher Qualifikation im Vergleich mit Nichtfamilienmitgliedern den Vorzug erhalten sollen (vgl. Hahn, D. (1985), S.17).Google Scholar
  2516. 2927.
    Das zeigt sich z.B. im Rahmen der Art der Handhabung personeller Probleme in der FU (vgl. mit einem Überblick Hammer, R.M., Hinterhuber, H.H. (1993), S.257).Google Scholar
  2517. 2928.
    Daraus können der Unternehmung sehr wohl Probleme erwachsen. So machen verwandtschaftliche Beziehungen in der Organisation z.B. Rollenausdifferenzierungen problematisch (vgl. Wicker, A.W., Burley, K.A. (1991), S.90). Oder auch andere Einschränkungen sind hier möglich: “In some companies employment restrictions are based an blood ties and/or age.” Donnelly, R.G. (1964), S.104Google Scholar
  2518. 2929.
    in Anlehnung an Hurgon, P. (1985), S.30, S.31Google Scholar
  2519. 2930.
    Diese Entscheidungen brauchen aber gar nicht unbedingt nepotistischen Tendenzen zu unterliegen. Es zeigt sich, daß schon die Bewertung verwandtschaftlich verbundener Personen per se oft besonders schwierig ist: “Frequently, founders experience many difficulties when trying to evaluate the performance of a close relative who works in the firm - particulary when it comes to objective evaluation of their children.” (Lansberg S., I. (1983), S.43) Die Bewertung von Familienmitgliedern verlangt demzufolge noch außerhalb der Familie befindliche Be-werter (vgl. Lansberg S., I. (1983), S.46). Nichtsdestotrotz sind nebenbei auch untemehmungsfremde Manager äußerst schwierig zu bewerten (vgl. Fasselt, T. (1992), S.21).Google Scholar
  2520. 2931.
    In diesem Sinne schreibt Bany: “Unlike more formal concerns, in the family business authority and status tend to come from membership off’the family’ rather than from holding a post in the organisation.” Bany, B. (1975), S.51Google Scholar
  2521. 2932.
    Maurice, D.W. (1993), S.274; somit wird offenbar, daß der Einsatz familienfremder Personen in der Unternehmungssteuerung die Attraktivität der FU für familienfremde Personen erhöht (vgl. Donnelly, R.G. (1964), S.105).Google Scholar
  2522. 2933.
    Die Inkommensurabilitäten familialer Weltbilder sind im Prinzip deshalb nicht allzu stark ausgeprägt, da sie alle aus familialen Ereigniszusammenhängen resultieren. Sie unterliegen damit alle in ihrer grundlegenden Charakteristik der Urtümlichkeit familialer Beziehungen (“Die urtümlichste Solidaritätsgemeinschaft… ist die Familie.” Bischof, N. (1989), S.60). Diese Einsicht wird zusehends auch als ein Spezifikum des Selbstreferenz der Familienforschung erkannt: “… kein Familienforscher, der nicht selbst aus einer Familie stammt…” Buchholz, M.B. (1990), S.51Google Scholar
  2523. 2934.
    Demnach ist es nicht verwunderlich, daß “… the succession problem is seen… in power or political terms.” (Schein, E.H. (1983), S.28) So ist die Nachfolgeproblematik gekennzeichnet durch Machtkämpfe und Machterhöhungen beim ausgewählten Nachfolger (vgl. o.V. (1983), S.31).Google Scholar
  2524. 2935.
    Die vorliegende Untersuchung zeigt eine Theorieform auf, die die seitens der Forschung eher selten konstatierte, nahezu unausweichliche Verwobenheit der Unternehmung und der Familie begründen kann. Die Bedeutung dieser Verwobenheit ist speziell ihr die Ressourcensituation der Unternehmung nicht zu unterschätzen und wird zu einigen Relativierungen der pauschalen Vermutung des Kapitalmangels der mFU fuhren müssen, können Finanzmittel durchaus relativ frei der Unternehmung oder der Familie zugerechnet werden (vgl. Levin, RJ., Travis, V.R. (1988), S.27). Dementsprechend zeigt Schneider auf, “… daß die privaten Vermögens-und Besitzverhältnisse der Eigentümer einen enormen Einfluß auf das Finanzgebaren und damit auf die Liquiditätsverhältnisse bei Mittelstandsuntemehmen nehmen. Besonders bei der Liquiditätsbeurteilung von Mittelstandsuntemehmen darf sich daher die Bewertung nicht auf die geschäftlichen Belange verengen. Vielmehr müssen auch die privaten Verhältnisse… im Blick bleiben.” (Schneider, D. (1993), S.129) So können Familieninteressen nicht nur eine Quelle von Problemen der FU sein, sondern im Gegenteil über familiale Opferbereitschaften und den Einsatz der familialen Reputation im Rahmen der Kreditbeschaffung die FU fmanziell stärken (vgl. Donnelly, R.G. (1964), S.98f).Google Scholar
  2525. 2936.
    In der Tradition dieses Ansatzes stehend konstatieren Levin/Travis ausführlich, daß die finanziellen Selbstbeschreibungen von FU nicht in Korrespondenz mit den Selbstbeschreibungen von Publikumsgesellschaften stehen. So passen für FU z.B. nicht die wohlbekannten Finanzierungsregeln, Entscheidungen unterliegen nicht notwendigerweise Rentabilitätsgesichtspunkten, die Entnahme-bzw. Ausschüttungspolitik ist nicht auf die Stabilität des Aktienkurses gerichtet, die Unternehmungen brauchen sich nicht um Analysten und den Marktwert von Aktien zu kümmern (vgl. ausführlich Levin, R.I., Travis, V.R. (1988), S.27ff.; vgl. der Konnotation nach im weitesten Sinne ähnlich, aber knapp, Oetker, A. (1991), S.508).Google Scholar
  2526. 2937.
    Hier wird sich der in der Literatur beschworene Interessenkonflikt des Kapitalbedarfs der Organisation bei gleichzeitiger Verweigerung der Familie einordnen lassen (vgl. anstelle vieler Schade, H.C. (1974), S.80). Der Konflikt läßt sich intrasystemisch deuten als Konflikt von familial und nichtfamilial geprägten Entscheidungen in der Organisation. Der Konflikt ist vor allem dann zu erwarten, wenn “… die Finanzierungsbedürfnisse der Unternehmung… mit dem Sparverhalten in der Familie kollidieren…” Wohlgemuth, A.C. (1993), S.109Google Scholar
  2527. 2938.
    Das gilt ebenfalls für den besonderen Aspekt der Beschaffungsfragen von Ressourcen-Paradigmen. So müssen z.B. Nachfolger in die Unternehmen hineinwachsen (vgl. Hahn, D. (1985), S.14).Google Scholar
  2528. 2940.
    In den wissenschaftlichen Theorien über FU wird der Ressourcenformwandel gegenwärtig vor allem mit Blick auf die Generationenfolge bei der Geschäftsführungsübertragung diskutiert. Die Forschung thematisiert die personelle Nachfolge dort eher skeptisch in dem Sinne, als daß mit zunehmender Generationenfolge die Chance auf einen gelingenden Generationswechsel in der Geschäftsfiihrung aus dem Kontext der Familie stark abnimmt (vgl. Hurgon, P. (1985), S.33; vgl. Beckhard, R., Dyer Jr., W.G. (1983b), S.5). Es wird davon ausgegangen, daß der FU von Generation zu Generation mehr Probleme anheimfallen (vgl. Hennerkes, B.-H. (1986), S.30). Hinzu tritt erschwerend fir die Nachfolgersozialisation aus der Familie, daß zu unterschiedlichen Zeiten der Untemehmungsevolution unterschiedliche Begabungen zur Untemehmungssteuerung verlangt werden (vgl. Ahrens, H. (1989), S.257). Der dritten Generation wird normalerweise nur noch ein Einkommensinteresse zugesprochen (vgl. Levinson, H. (1983), S.79). Die Literatur spricht in diesem Sinne vom “’Problem der dritten Generation’ (Schindler, A. (1975), S.238). Jedoch wird die Sensibilität zur Wahrnehmung generationsbedingter Probleme von nationalen Unterschieden geprägt: FU werden vor allem in Deutschland als Mehrgenerationenaufgabe verstanden (vgl. Hamer, E. (1988), S.63). Insbesondere US-amerikanische FU hingegen bestehen Generationenprobleme entschärfend im Durchschnitt lediglich 24 Jahre, was der durchschnittlichen Dienstzeit ihrer Gründer entspricht (vgl. Lansberg S., I. (1983), S.41; vgl. ergänzend Hamer, E. (1988), S.63). Zudem erscheint die Problematik historischen Bedingtheiten zu unterliegen: Über die Jahrhunderte hinweg betrachtet hatte das Nachfolgeproblem wohl nicht die dominierende Stellung, die es heute einnimmt. Das Familiensystem wurde als eine schier unerschöpfliche Quelle von Nachfolgern betrachtet: ”… (F)amliy businesses gave the illusion of immortality - of surviving into successive generations.“ (Buchholz, B.B., Crane, M. (1989), S.24) Eine derartige Traditionsfortsetzung scheint heute bereits an motivationalen Hindernissen zu scheitern: Jedenfalls will die junge Generation nicht mehr unbedingt in die FU eintreten (vgl. Albach, H. (1990d), S.29). Wie dem auch sei - realistischerweise ist davon auszugehen, daß keine FU auf Dauer ihre Wiederherstellung maßgeblich über die Familie sicherstellen kann (vgl. Levinson, H. (1971), S.98).Google Scholar
  2529. 2941.
    Hier zeigt sich deutlich die Selbstreferenz des Ressourcenpotentials: “The Resource Base is important because it dictates the ease with which the company can move onwards from any existing position.” Gibb, A., Scott, M. (1985), S.608, im Original teilweise kursivGoogle Scholar
  2530. 2942.
    Im Zuge dessen fällt es in der mU schnell auf und vor allem schnell ins Gewicht, wenn sich zwischen den Ressourcenformen Inkomplementaritäten ergeben. In diesem Sinne existieren besonders in der mittelstandsrelevanten Forschung exponierte Hinweise darauf, daß sich die Person des Unternehmers, obwohl sie sich zu Anfang der Unternehmungsevolution gut in die Unternehmung einfügte, später durchaus zum Problem entwickeln kann (vgl. Barry, B. (1975), S.45).Google Scholar
  2531. 2943.
    Das ist auf die Gesamtheit der Organisation bezogen kaum zu erwarten. Eine eher generalistische Ausrichtung läßt sich jedoch für die gesamtorganisationsumfassenden Strategien von FU behaupten, folgt man jedenfalls der Einsicht von Albach/Freund, daß die organisationsumfassenden Führungspersonen in FU eher Generalisten sind (vgl. Albach, H., Freund, W. (1989), S.39; vgl. ergänzend Hamer, E. (1990a), S.87).Google Scholar
  2532. 2944.
    So kann man zwar davon ausgehen, daß sich mit einer Nachfolge in der Unternehmung neue strategische Optionen ergeben (vgl. Wohlgemuth, A.C. (1993), 5.113; vgl. Diez, W. (1994), S.163). Dem Wunsch nach erscheint dies nicht völlig unwahrscheinlich zu sein: Oetker notiert, daß annähemd die Hälfte aller Nachfolger in der Organisation Änderungen anstreben (vgl. Oetker, A. (1991), S.509). Nur sollte man hier die Erwartung im Regelfall nicht zu hoch stecken. Mögliche Restriktionen der Evolution aus den übrigen Unternehmungsbereichen lassen sich nicht vernachlässigen.Google Scholar
  2533. 2945.
    In diesem Sinne beobachtet die Forschung z.B. im Rahmen der Nachfolgeregelung durch die Unternehmer verantwortungszuweisend, “… daß deren Umsicht und Dynamik mit den Jahren nachläßt und sie nicht beizeiten für die beste Nachfolge sorgen.” Gutersohn, A. (1986), S.45Google Scholar
  2534. 2946.
    Mithin verwundert es nicht, daß speziell in FU die zukünftige Rollenbildung der personalen Steuerungsprämissen exponiert diskutiert wird (vgl. Barnes, L.B., Hershon, S.A. (1976), S.114).Google Scholar
  2535. 2947.
    Dementsprechend schreibt z.B. Fasselt zur Generationenfolge im Gesellschafterkreis: “In der zweiten, spätestens in der dritten Generation folgen in aller Regel mehrere Familienmitglieder nach.… Diese können ihrerseits wieder Familienstämme bilden. Häufig gilt dann die Regelung, daß jeder Familienstamm das Recht hat, (nur) ein Familienmitglied als Geschäftsfiihrer zu benennen.” Fasselt, T. (1992), S.8, im Original teilweise kursivGoogle Scholar
  2536. 2948.
    Diese Art “wechselseitig irritierender Gleichlauf’ findet ihre empirische Bestätigung: ”Sorgfältige Recherchen über Familien in kleinen und großen Unternehmen haben ergeben, daß der Generationswechsel in Familien und die Weiterentwicklung von Unternehmen Hand in Hand gehen, auch wenn der Prozeß manchmal problematisch verläuft.“ Barnes, L.B., Hershon, S.A. (1983), S.69Google Scholar
  2537. 2949.
    Besonders offensichtlich ist die personale Asymmetrisierung der VorhedNachher-Differenz des strategischen Ressourcenmanagements in den Fällen, in denen Personen selbst dem strategischen Ressourcenmanagement der Organisation unterliegen.Google Scholar
  2538. 2950.
    Daher ist nicht verwunderlich, daß in FU geschäftsführende Personen sehr lange in der FU tätig sind (vgl. Albach, H. (1990d), S.27).Google Scholar
  2539. 2951.
    Vgl. Wickenhäuser, F. (1989), S.177.Google Scholar
  2540. 2952.
    Macht resultiert in Eigentumsystemen besonders offensichtlich aus dem Eigentum selbst, aber wesentlich auch aus der Qualifikation der Eigentümer als Ressource der Systemreproduktion. Unbestritten bleibt, daß die Steuerung der Ressourceneigner selbst der Macht bedarf(vgl. dazu Large, R. (1995), S.92ff., S.219).Google Scholar
  2541. 2953.
    Hinter dieser schlichten Formulierung können sich erhebliche Gestaltungsbedarfe für das Eigentumsystem verbergen. Diese werden gegenwärtig vor dem Hintergrund eines an Aktualität gewinnenden Generationswechsels in steuerlicher Sicht diskutiert (vgl. Gebel, D. (1994); vgl. Sonnebom, A. (1996)). S.115; vgl. Hahn, D. (1985), S.12) verweisen. Dabei werden auch kognitive Kategorien angesprochen: An dieser Stelle ist z.B. die vom Fremdmanagement erwartete Kompetenz des Eigentumsystems (vgl. Brauchlin, E. (1983), S.66) einzuordnen.Google Scholar
  2542. 2954.
    zvn Vgl. anstelle vieler Fasselt, T. (1992), S.12ff.Google Scholar
  2543. 2956.
    In der Weise ist das Familienvermögen immer weniger in der Lage, den Kapitalbedarf des organisationalen Eigentums zu decken (vgl. Reuter, D. (1991), S.477).Google Scholar
  2544. 2957.
    Vgl. Frese, E. (1993), 5.1011.Google Scholar
  2545. 2958.
    Zum Beispiel wird die Mitarbeiterbeteiligung am Unternehmungskapital in mU mehrheitlich abgelehnt (vgl. Probst, G.J.B. (1983a), S.19). Selbstverständlich kann das Kriterium der “Familialität” hier nur ein möglicher Grund von mehreren sein. Es ergeben sich bei der Kapitalbeteiligung noch andere beteiligungsverhindernde Probleme, wie die Frage nach der Bewertungsformel der Kapitalanteile, deren mögliche Antwort durchaus anderen, vor allem zukünftigen Erfordemissen der Organisation zuwiderlaufen kann (vgl. Groeben, F. Graf v.d. (1991), S.548). Offensichtlich ist auch, daß verstärkt “anonymisiertes Kapital” den Charakter der mU ändern wird (vgl. Albach, H., Freund, W. (1989), S.21).Google Scholar
  2546. 2959.
    Es läßt sich z.B. vereinbaren, daß Familienmitgliedem bei gleicher Qualifikation im Vergleich zu Nichtfamilienmitgliedem den Vorzug zur Systemteilnahme erhalten, oder daß die Teilnahme von Familienmitgliedern begrenzt wird (vgl. Hahn, D. (1985), S.17).Google Scholar
  2547. 2960.
    Am klarsten zeigt sich das bei dem fir die FU bedeutsamen Argument, den Kreis der an der Unternehmung Beteiligten einzuschränken (vgl. zu dem Argument Schindler, A. (1975), S.33). Dieses Anliegen können FU z.B. durch Selbstbeschreibungen sichern wie: “Kontinuität der Beteiligung der Familie am Kapital…” Barnes, L.B., Hershon, S.A. (1983), S.69Google Scholar
  2548. 2961.
    Vgl. die empirischen Ergebnisse bei Donckels, R., Hoebeke, K. (1990), S.25.Google Scholar
  2549. 2962.
    diesem Kontext lassen sich z.B. Gewinnentnahme-bzw. -ausschüttungsstrategien anfiihren (vgl. Bechtle, C. (1983), 5.132ff.). Probleme entstehen vor allem immer dann, wenn zu viele Eigentümer fir ihre private Daseinsfihrung auf möglichst hohe Gewinnentnahmen bzw. -ausschüttungen angewiesen sind (vgl. Fasself, T. (1992), S.14). Quasi als Gegenkonzept läßt sich gerade in FU eine Strategie der geringen Entnahme bzw. Ausschüttung betreiben, die in Publikumsgesellschaften unerreichbar ist (vgl. Voigt, J.F. (1990), S.42). Desweiteren läßt sich z.B. die Thematik der Ausbildung von Nachfolgern anfihren (vgl. Hahn, D. (1985), S.17f.; vgl. Goffee, R., Scase, R. (1985), S.64; vgl. Donnelly, R.G. (1964), S.104f.).Google Scholar
  2550. 2963.
    Die personal geprägte Interpretation der Ressourcenbeschaffungs-Paradigmen im Eigentumsystem der mU zeigt sich nicht zuletzt daran, daß nach Ansicht der Forschung die privaten und in diesem Sinne personalen Vermögensverhältnisse der Eigentümer in mU eine große Rolle spielen (vgl. Schneider, D. (1993), S.129).Google Scholar
  2551. 2964.
    Dann heißt es beispielsweise konditionierend im Rahmen der Finanzierung: “Das Unternehmen ist im Familienbesitz. Es besteht kein Zugang zum anonymen Kapitalmarkt…” Wall, F. (1993), S.242Google Scholar
  2552. 2965.
    Das Eigentumsystem weiß z.B., daß die familial geprägte Sozialisation die Nachfolge erleichtern kann, ohne aber zu vergessen, daß Nachfolger auch ein divergierendes Verhalten an den Tag legen können (vgl. - wenngleich ohne Bezug auf das Eigentumsystem - Hahn, D. (1985), S.14). Allerdings ist die Bedeutung der familialen Sozialisation nicht zu überschätzen, da sich psychische Systeme ebenfalls außerhalb des Kontexts der Familie sozialisieren (vgl. im Ergebnis ähnlich Kepner, E. (1983), S.66f.).Google Scholar
  2553. 2966.
    Die personale Asymmetrisierung zeigt sich besonders offensichtlich beim Eigentümerwechsel: “Die Kapitalbasis wird mit Hilfe von Austritts-und Abfindungsbeschränkungen gesichert, die tendenziell darauf hinwirken, daß der Wechsel der Gesellschafter in andere Finanzanlagen unterbleibt.” Reuter, D. (1991), S.469Google Scholar
  2554. 2967.
    Hier besitzen z.B. die Regelungen des Erbrechts eine hohe Bedeutung, denn “… nach wie vor (ist; A.d.V.) die Vererbung die häufigste Form der Fortführung mittelständischer Unternehmen.” (Wartenberg, L. v. (1993), S.240) Aber auch motivationale Überlegungen gelangen durchaus in den Blick, wie das von Hammer/Hinterhuber herausgestellte Erfordernis der sinnvollen privaten Daseinsgestaltung für ausscheidende Personen zur Erhöhung der Ausscheidensbereitschaft (vgl. Hammer, R.M., Hinterhuber, H.H. (1993), S.258).Google Scholar
  2555. 2968.
    So haben beispielsweise Gesellschafterbewegungen für die Liquidität der mU eine hohe Bedeutung (vgl. Schneider, D. (1993), 5.129; vgl. ergänzend Christians, F.W. (1983), S.182). Der FU kam daraus eine erhebliche Gefahr erwachsen: “Gefahr droht den Familienunternehmen… beim Ausscheiden eines Gesellschafters. Die dann fällig werdende Abfindung muß nämlich bei einer Personengesellschaft - anders als bei einer Aktiengesellschaft, wo dies allein Sache der Aktionäre ist - regelmäßig aus dem Unternehmen heraus finanziert werden.” (Hennerkes, B.-H. (1986), S.32) Das gilt ebenfalls für den Generationswechsel, der “… oftmals… erhebliche finanzielle Belastungen mit sich bringt und zwar vor allem immer dann, wenn enterbte Angehörige ihren Pflichtteil beanspruchen oder wenn Erben, die sich aus dem Unternehmen zurückziehen, Abfmdungs-oder Auseinandersetzungsansprüche geltend machen.” Albach, H. (1990d), S.28Google Scholar
  2556. 2970.
    Das Eigentumsystem wird sich vor allem beim Wandel der Personen des Eigentumsystems alarmiert zeigen, denn gerade hier weisen familial geprägte Eigentümer ein hohes Beharrungsvermögen im Sinne der Theorie von Medium und Form in Richtung Eigentumserhalt auf: “Family members are usually extremely reluctant to sell their ownership in the family firm.” Donnelly, RG. (1964), S.100; vgl. ergänzend Schmeisser, W. (1989), S.48. 2979 Die Kategorien lassen sich z.B. durch Gesellschaftsverträge im Eigentumsystem einbinden. Nach Hennerkes/May kommen dabei die Vinkulierungsklausel, Nachfolgeklausel, Güterstandsklausel und ZwerganteilsklauselGoogle Scholar
  2557. 2971.
    Betracht (vgl. Hennerkes, B.-H., May, P. (1987), S.33).Google Scholar
  2558. 2972.
    Dergestalt kann bestimmt werden, “… daß das Kapital… beim Generationenwechsel möglichst mehrheitlich in den Händen von Familienmitgliedern bleibt.” Fasselt, T. (1992), S.13; vgl. knapp ergänzend Schindler, A. (1975), S.33.Google Scholar
  2559. 2973.
    Damit wird keineswegs eine voluntaristische Sichtweise in die Diskussion eingebracht. Manchen Möglichkeiten zur Ressourcenformwandlung wird das Eigentumsystem nahezu initiativlos zusehen müssen. So propagiert beispielsweise das Rechtssystem fir die Eigentumsysteme an Wirtschaftsorganisationen “… als Mittel des Minderheitenschutzes… ein Austritts-und Abfindungsrecht der überstimmten Gesellschafter…” (Reuter, D. (1991), S.479), ohne daß das Eigentumsystem hier gegenwärtig intervenieren kann.Google Scholar
  2560. 2974.
    Der Begriff “Betätigungsfeld” ist in der Strategischen Management-Forschung gut eingeführt (vgl. Meffert, H. (1988), S.3; vgl. Aaker, D.A. (1989), S.4; vgl. Huxold, S. (1990), S.15; vgl. Müller-Stewens, G. (1990), S.6), wird aber z.T. mit unterschiedlichen Konnotationen belegt. Er wird zum einen eher auf den Absatzbereich beschränkt, zum anderen darüber hinaus auch auf den Bereich des Inputs bezogen.Google Scholar
  2561. 2975.
    Dyllick, T. (1982), S.183Google Scholar
  2562. 2976.
    Diese selbstreferentiell erzeugte Beobachtung und Beschreibung der Organisation als offenes System ist mithin ein Teil der Autopoiese erkennender Systeme. So sehr man bei der Outputbetrachtung der Organisation versucht ist, die Sinnebene zu verlassen, so sehr ist die Outputbetrachtung dem Erkennen doch immer nur auf der Sinnebene möglich. Dagegen kann auch die Kritik an der luhmannschen Systemkonzeption nichts ausrichten (vgl. jedoch den Versuch bei Metzner, A. (1993), S.216ff.).Google Scholar
  2563. 2977.
    So bleibt es z.B. für eine umfassende Markttheorie beim “… dualen Charakter der Marktbeziehungen: Jeder Absatzvorgang eines Anbieters ist fir den Kunden ein Beschaffungsakt…” Meinig, W. (1985), S.20Google Scholar
  2564. 2978.
    In der Austauschtheorie liegt der Schwerpunkt der Theorie offener Systeme (vgl. anstelle vieler Metzner, A. (1993), S.233).Google Scholar
  2565. 2979.
    Unbeschadet dessen stellt sich der Output der Organisation fir die Outputabnehmer als Input dar (in loser Anlehnung an Porter, M.E. (1989), S.I77).Google Scholar
  2566. 2980.
    Eine derartige Ausrichtung von Überlegungen zu Betätigungsfeldern ist in der betriebswirtschaftlichen Literatur an sich nicht völlig unüblich. Sie wird jedoch nur eher nebenbei in die Diskussion eingebracht, ohne ihr tiefergehende Aufmerksamkeit zu schenken, wie z.B. bei Eversheim/Hartmann/Kümper, die Produkten “Gestalt” zusprechen oder den Begriff “Produktgestalt” verwenden (vgl. Eversheim, W., Hartmann, M., Kümper, R. (1993), S.93, S.94).Google Scholar
  2567. 2981.
    Wie alle anderen strategischen Theorien, hat auch die strategische Theorie der Betätigungsfelder eine inhärent innovative Fassung, folgt man der schumpeterschen Deutung neuer Kombinationen als diskontinuierliche Erscheinungen (vgl. Schumpeter, J.A. (19876), S.100).Google Scholar
  2568. 2981.
    Vgl. zum Umfang des Spektrums der Durchsetzung neuer Kombinationen Schumpeter, J.A. (1987), S.100f. 787 Der Begriff “strategisches Geschäftsfeld” wird mitunter mit dem Begriff “strategische Geschäftseinheit” synonym verwandt (vgl. Hinterhuber, H.H. (1992), S.123; vgl. Beglinger, V., Bloch, W., Rühli, E. (1992), S.153; vgl. Eggers, B., Lawa, D. (1993), S.102). Dieser Begriffsverwendung wird hier nicht gefolgt. Der Begriff “strategische Geschäftseinheit” wird der Ressourcendimension des Strategischen Managements zugeordnet (vgl. die Begriffsverwendung bei Ewald, A. (1989), S.15; vgl. Staehle, W.H. (1994), S.624).Google Scholar
  2569. 2982.
    So können dann Belastungen, wie z.B. Emissionen, im Kontext der Theorie der Betätigungsfelder erfaßt werden (in loser Anlehnung an die umwelttheoretischen Überlegungen bei Obladen, H.-P. (1993), S.41 ff.).Google Scholar
  2570. 7883.
    Die erweiterte Sichtweise wird vor allem im Rahmen ökologieorientierter Untemehmungsfiihrungstheorien (vgl. für einen Überblick Hopfenbeck, W. (1995), S.925ff.) unverzichtbarer Bestandteil der Argumentation (vgl. Matzel, M. (1994), S.16ff.).Google Scholar
  2571. 2986.
    Hopfenbeck, W. (1995), S.952; vgl. ergänzend Strebel, H. (1980), S.21.Google Scholar
  2572. 2987.
    Mit Blick auf das Beispiel der natürlichen Umwelt ist dann von einer “Umweltbelastung” zu sprechen (vgl. zur “Umweltbelastung” Strebel, H. (1980), S.17ff.; vgl. Dyllick, T. (1982), S.84ff.).Google Scholar
  2573. 2988.
    Vgl. Matzel, M. (1994), S.I8.Google Scholar
  2574. 2989.
    “Die allgemeine Notwendigkeit der Beobachtung… der globalen Untemehmensumwelt… wird… von der Untemehmenspraxis erkannt.” Huxold, S. (1990), S.175, Fn. weggelassenGoogle Scholar
  2575. 2990.
    Vgl. ähnlich Porter, M.E. (1990a), S.25. Zu radikal erscheint hingegen das Postulat Ankers, Organisationen müssen vom Markt her orientiert sein (vgl. Anker, D.A. (1989), S.13).Google Scholar
  2576. 2991.
    Vgl. Kirsch, W. (1990a), S.277.Google Scholar
  2577. 2992.
    Vgl. zum Strategischen Marktmanagement anstelle vieler grundlegend Anker, D.A. (1989). Ressourcenbezogene Überlegungen fanden dort eine nur untergeordnete Rolle und haben eher dienenden Charakter unter der Dominanz des Absatzes.Google Scholar
  2578. 2993.
    Vgl. zum Gegenstandsbereich der Strategischen Marketingplanung Meffert, H. (1988), S.4.Google Scholar
  2579. 2994.
    Steinle konstatiert für die organisationale Aufgabenumwelt: “Im Rahmen der strategischen Planung - ja der Planung insgesamt - kommt der Geschäftsfeldplanung zentrale Bedeutung zu…” Steinle, C. (1988), S.127Google Scholar
  2580. 2995.
    Luhmann betont, daß “… das System einen Führungswechsel von Input und Output organisieren kann, so daß es sich einmal durch Probleme und Engpässe der Inputgrenze und ein andermal durch Probleme und Engpässe der Outputgrenze bestimmen läßt” Luhmann, N. (1985a), S.279Google Scholar
  2581. 2996.
    Das schlägt sich z.B. bei Beschaffungsentscheidungen nieder: “In der betriebswirtschaftlichen Literatur wird in der Regel von der Anpassung der Beschaffung an die Gegebenheiten der Absatzmarktpolitik ausgegangen.” Huxold, S. (1990), S.151, Fn. weggelassenGoogle Scholar
  2582. 2997.
    Im Sinne dieser Tradition sehen z.B. Böcker/Gierl Neuprodukte als Motor einer dynamischen Untemeh-mungsentwicklung an (vgl. Böcker, F., Gierl, H. (1987), S.684; vgl. Böcker, F., Gierl, H. (1988), S.32; vgl. im Grundtenor ähnlich Frese, E. (1993), S.1002f.). Zusehends fmden sich jedoch auch mahnende Stimmen: So kann ein konstanter Strom neuer Produkte Kunden verunsichern und zu abwartendem Verhalten führen (vgl. Bolwijn, P.T., Kumpe, T. (1990), S.52).Google Scholar
  2583. 2999.
    “A product manager’s job is also typically the entry level position in a person’s general management career…” Bart, C.K. (1986), S.298f.Google Scholar
  2584. 3000.
    Zum Beispiel dokumentiert Klingebiel, daß bei der Formulierung von Wettbewerbsstrategien bis ca. Mitte der 80er Jahre maßgeblich auf Produktinnovationen abgestellt wurde, seit dieser Zeit aber zusehend ebenfalls Produktionsinnovationen für die Formulierung von Wettbewerbsstrategien in Betracht gezogen werden (vgl. Klingebiel, N. (1989), S.15f., S.412). In die gleiche Richtung zielt zu Knyphausen-Aufsess, der vermerkt, daß die Unterscheidung von Unternehmens-und Geschäftsstrategie an Bedeutung verliert bzw. in die falsche Richtung führt (vgl. Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.37).Google Scholar
  2585. 3001.
    Nicht negiert wird damit jedoch, daß der Beobachter einen Produktbezug vieler strategischer Entscheidungen festhalten kann: “Rein praktisch gesehen, betreffen viele strategische Entscheidungen Produkte…” Aaker, D.A. (1989), S.41Google Scholar
  2586. 3002.
    Vgl. Huxold, S. (1990), S.3; vgl. Gierl, H. (1991), S.87.Google Scholar
  2587. 3003.
    in Anlehnung an Bolwijn, P.T., Kumpe, T. (1990), S.53Google Scholar
  2588. 3004.
    Selbstverständlich ist damit nicht ausgeschlossen, in einem Geschäftsfeld ein “Erfolgsobjekt” (vgl. z.B. Michel, K. (1990), S.153) zu sehen.Google Scholar
  2589. 3005.
    In diesem Sinne betont Höft, daß die Produktionstechnologiestrategie eng mit der Produktstrategie verknüpft ist (vgl. Höft, U. (1992), S.239; vgl. ähnlich Vesey, J.T. (1990), S.23). In der Tradition steht auch der Hinweis von Fine/Freund, die Produktionsflexibilität ermögliche eine große Breite an Output (vgl. Fine, C.H., Freund, R.M. (1990), S.449). Ebenso fügt sich die Überlegung von Meyer/Utterback, daß Unternehmungen neue Marktanwendungen für ihre Technologie-Rahmenstrategie fmden können, in dieses Bild ein (vgl. Meyer, M.H., Utterback, J.M. (1993), S.34).Google Scholar
  2590. 3006.
    Tatsächlich ist aber die Dominanz der Betätigungsfelder aus Theorien wirtschaftlicher Organisationen nicht stringent verbannt. In diesem Sinne sehen z.B. Eggers/Lawa Geschäftsfeldstrategien als globale Wege zur Erreichung unternehmungspolitischer Oberziele an (vgl. Eggers, B., Lawa, D. (1993), S.101).Google Scholar
  2591. 3007.
    Vgl. Frese, E. (1993), S.1002.Google Scholar
  2592. 3008.
    Vgl. Klingebiel, N. (1989), S.8; vgl. Olschowy, W. (1990), S.23; vgl. Asam, P.-M., Braun, C.-F. v., Fischer, H.G. (1989), S.109.Google Scholar
  2593. 3009.
    Vgl. Bolwijn, P.T., Kumpe, T. (1990), S.44.Google Scholar
  2594. 3010.
    Selbstverständlich können aber auch andere Problembereiche eine derartige Trendumkehr bewirken, wie z.B. die von Günter konstatierte steigende Typenvielfalt von Produkten (vgl. - obwohl originär auf den Handel bezogen - Günter, T. (1993), S.66) und der damit implizierten Notwendigkeit der Ausbildung eines Variantenmanagements (vgl. Lingnau, V. (1994); vgl. lose ergänzend Krüger, W. (1993), S.578f.).Google Scholar
  2595. 3011.
    In der Literatur wird dieser Trennung entsprochen, indem Tätigkeitsbereiche in “Geschäftsfelder und Funktionen” differenziert werden (vgl. Arbeitskreis Die Unternehmung im Markt (Arbeitskreis Flax) (1992), S.963, S.967).Google Scholar
  2596. 3012.
    So notieren z.B. Ésser/Ringlstetter zur Geschäftseinheit “Eingangslogistik”, daß sie “… Leistungen erstellt, die in irgendeiner Weise an andere Bereiche des Unternehmens ‘vermarktet und vertrieben’ werden müssen.” Esser, W.-M., Ringlstetter, M. (1991), S.521Google Scholar
  2597. 3013.
    Diese Interpretation erscheint nicht ohne Berechtigung - jedenfalls finden sich in der Literatur Hinweise, die die obige Sicht stützen. So betonen z.B. Diez/Roski zur Durchsetzung von Innovationen im Markt im Anschluß an ihre Modellbildung zur Durchsetzung von Innovationen in der Unternehmung: “Der Unterschied zum… Modell der Akzeptanz einer Innovation im Unternehmen liegt… vor allem in der Sichtweise aus der Richtung der Abnehmer und Nutzer einer Innovation, ansonsten verlaufen die Überlegungen weitgehend analog.” (Dietz, J.-W., Roski, R. (1989), 5.314) Und weiter, die obige Ausrichtung ebenso unterstreichend, spricht Servatius vom “… internen Markt… eines Unternehmens…” Servatius, H.-G. (1986), S.I65Google Scholar
  2598. 3014.
    in loser Anlehnung an Aaker, D.A. (1989), S.30Google Scholar
  2599. 3015.
    in loser Anlehnung und Generalisierung der Überlegungen zu strategischen Geschäftsfeldern bei Müller-Wünsch, M., Woltering, A. (1990), S.526Google Scholar
  2600. 3016.
    in Anlehnung an Eggers, B., Lawa, D. (1993), S.101Google Scholar
  2601. 3017.
    Vgl. Meffert, H. (1988), S.28; vgl. der Intention nach ähnlich Servatius, H.-G. (1986), S.164.Google Scholar
  2602. 3018.
    Der Beobachter kann unbeschadet dessen andere Kausalitäten konstruieren, also in etwa derart, als sei die Umwelt der Organisation fir die Wahl der Betätigungsfelder verantwortlich. So kann z.B. an das Rechtssystem adressiert werden, daß es über Produkthafungsregelungen Beziehungen der Organisation zu Lieferanten und Kunden neu gestaltet mit Auswirkung auf die Wahl von Betätigungsfeldern (vgl. implizit Zinkmann, R.C. (1989), S.179). Das ändert jedoch nichts an der operativen Autonomie der Organisation, die als Medium das Recht als Form in sich aufnimmt und zum Gegenstand ihrer Entscheidungsreproduktion macht.Google Scholar
  2603. 3019.
    Danach gibt es z.B. keine ontologisch objektiven Marktabgrenzungen und Marktzugehörigkeiten (vgl. offenbar anderer Meinung Röpke, J. (1977), S.324f., Fn.55).Google Scholar
  2604. 3020.
    Selbstverständlich kann ein Beobachter den Ursprung der Erzeugung eines Betätigungsfelds auch in Systemen außerhalb der Organisation festmachen. So meint v. Hippel, in vielen Fällen seien die ursprünglichen Entwickler erfolgreicher Neuprodukte gar nicht die Anbieter, sondem die Abnehmer selbst (vgl. Hippel, E. v. (1982), S.117ff.). Das ändert aber nichts daran, daß ein organisationales Betätigungsfeld ein organisationales, d.h. von der Organisation durch selbstreferentielle Operationen erzeugtes Phänomen ist.Google Scholar
  2605. 3021.
    Dementsprechend sind z.B. Produktdiversifikationen bekanntermaßen durch Risikoüberlegungen motiviert (vgl. anstelle vieler Bühner, J. (1991), S.1395, S.I396).Google Scholar
  2606. 3022.
    Vgl. Normann, R. (1971), S.203.Google Scholar
  2607. 3023.
    Eine im Prinzip gleichlautende Formulierung findet sich bei Müller-Stewens, allerdings auf den Bereich des Produkts beschränkt: “Die in ein Produkt eingegangenen Ressourcen kennzeichnen dieses…” (Müller-Stewens, G. (1990), S.7) Dem Sinn nach gleich heißt es bei Michel, daß die Technologie in das Produkt inkorporiert wird (vgl. Michel, K. (1990), S.166). Normann sieht im Produkt den Output der spezifischen Kompetenz verschiedenster organisatorischer Aufgabensysteme (vgl. Normann, R. (1971), S.204f.).Google Scholar
  2608. 3024.
    Vgl. Meyer, M.H., Utterback, J.M. (1993), S.30.Google Scholar
  2609. 3025.
    Bekanntlich ist der andere Teil der Wettbewerbsstrategie auf die Inputseite hin zentriert.Google Scholar
  2610. 3036.
    Vgl. ähnlich Perillieux, R. (1987), S.19.Google Scholar
  2611. 3037.
    So weist Huxold zu Recht darauf hin: “Im Regelfall sind die möglichen Verwendungszwecke neuer Produkte, die bekannte Verwenderprobleme lösen sollen, sehr viel leichter zu bestimmen.” Huxold, S. (1990), S.214, im Original teilweise FettdruckGoogle Scholar
  2612. 3038.
    Der Markt ist in absatzrelativer Sicht als wirtschatssysteminteme Umwelt der Raum, über den die Unternehmung in Verbindung mit Kunden steht (in Anlehnung an Siemer, S. (1991), S.18; zur Produkt/Marktkombination vgl. ergänzend Wheelwright, S.C., Clark, K.B. (1994), S.66ff.).Google Scholar
  2613. 3039.
    Vgl. Hinterhuber, H.H. (1996), 5.113.Google Scholar
  2614. 3030.
    Vgl. z.B. die Unterscheidung in “strategische Geschäftsfelder” und “industrielle Umfelder” bei Servatius, H.-G. (1986), S.164; vgl. ähnlich Hinterhuber, H.H. (1996), S.116ff.Google Scholar
  2615. 3031.
    Diese lassen sich dann als “Produktplattformen” interpretieren, an die ihnen nachfolgende Produkte im Sinne von Abkömmlingen anschließen können (vgl. Meyer, M.H., Utterback, J.M. (1993), S.29).Google Scholar
  2616. 3032.
    Unter dem Produktbegriff wird jedweder organisational mögliche Output subsumiert. Damit ist der Produktbegriff sehr weit bestimmt. Er ist auf all das gerichtet, was ein Aufnahmemedium als “Funktion”, “Leistung” und “Verhältnis zu sich selbst” interpretiert. Die Theorie erlangt dadurch eine hohe Reichweite. Sie gewinnt z.B. Anschluß an die weitreichenden Überlegungen Porters. Nach Porter “… beeinflußt ein Unternehmen seine Abnehmer in der Regel… auch durch… Aktivitäten… wie das Logistiksystem, das Auftragserfassungssystem, den Außendienst und die Anwendungstechniker.” (Porter, M.E. (1989), S.180) Somit umfassen Produkte z.B. nicht allein sogenannte Sachgüter, sondem gleichermaßen Dienstleistungen (vgl. Porter, M.E. (1990a), S26; vgl. Porter, M.E. (1989), 5303; anders lautet jedoch die Begriffsverwendung z.B. bei Meyer, A. (1985), 99ff.).Google Scholar
  2617. 3033.
    Eine derartige Differenzierung erscheint nicht möglich, wenn das Angebot aus Abnehmersicht stark homogen ist (vgl. Huxold, S. (1990), S.116).Google Scholar
  2618. 3034.
    Vgl. die ältere Auflage Hinterhuber, H.H. (1989), S.149; vgl. ergänzend Bleicher, K. (1991a), S206; vgl. ergänzend Hildebrand, K. (1995), S.30.Google Scholar
  2619. 3035.
    ms So läßt sich z.B. ein Produktfeld unterscheiden “… als Gesamtheit aller Erzeugnisse, die sich… noch auf ein Grundprodukt zurückführen läßt.” Hoitsch, 1–1.-J. (1993), S.75, im Original teilweise FettdruckGoogle Scholar
  2620. 3036.
    Das betriebswirtschaftliche Lehrbuchwissen kennt im Kontext der Aufgabenumwelt hier vor allem den Be-griff des “strategischen Produktprogramms”, daß bezeichnet wird als “… die Zusammenstellung aller zu erzeugender Produktarten mit ihren Produktionshöchst-und ggfs. -mindestmengen in künftigen Perioden.” Hoitsch, (1993), S.75Google Scholar
  2621. 3037.
    in Übertragung der Überlegungen bei Luhmann, N. (1985a), S.282Google Scholar
  2622. 3038.
    Vgl. ähnlich Meffert, H. (1988), S.31.Google Scholar
  2623. 3039.
    Es kommt ergo für die hiesige Bestimmung des Strategischen nicht primär darauf an, daß strategische Geschäftsfelder der Erzielung von Wettbewerbsvorteilen dienen, wie in der kompetitiven Strategieliteratur betont wird (vgl. z.B. Servatius, H.-G. (1986), S.164).Google Scholar
  2624. 3040.
    Beim Betätigungsfeldbewertungs-Paradigma handelt es sich um von der Organisation selbsterzeugte Regeln, die über die Güte von Betätigungsfeld-Paradigmen entscheiden. Die Bewertung erfolgt zum einen im Sinne eines Entscheidens über eine ordnungsgemäße Formung von Betätigungsfeldern, d.h. als Technologie (vgl. z.B. für einen formalen Bewertungsvorschlag Eggers, B., Lawa, D. (1993), 5.103£), zum anderen als inhaltliches Bewerten. So determinieren inhaltlich unterschiedliche Erfolgseinschätzungen die Richtung der Strategien der Organisation (in Anlehnung an Dietz, J.-W., Roski, R. (1989), S.321). Aaker notiert zur Bewertung: “Die Strategie muß auf einer Reihe von Vorteilen, Fähigkeiten und Möglichkeiten basieren.” (Aaker, D.A. (1989), S.204) Auf jeden Fall sind Betätigungsfeld-Paradigmen mittels der Referenz auf den System/Umwelt-Zusammenhang zu bewerten. Dahinter verbirgt sich die Erfahrung, daß der strategische Spielraum einer Organisation durch interne und exteme Faktoren begrenzt wird (vgl. Meffert, H. (1988), S.45f.). Eine derartige Ausrichtung der Strategiebewertung wird von der Organisationstheorie immer wieder normativ betont, wie z.B. bei Anderson/Zeithaml, die die Abstimmung des Geschäfts mit der Marktevolution einfordern (vgl. Anderson, C.R., Zeithaml, C.P. (1984), S.23; vgl. für weitere normative Überlegungen vor dem Hintergrund des System/Umwelt-Schemas im weitesten Sinne Nor-mann, R. (1971), S.204). Insbesondere bei der Bewertung der Produkt/Marktkombination wird gegenwärtig auf die Vielzahl von Bewertungskriterien hingewiesen (vgl. Wheelwright, S.C., Clark, K.B. (1994), S.25).Google Scholar
  2625. 3041.
    Im Betätigungsfeldbewertungs-Paradigma sind Bewertungen zweiter Ordnung mit inbegriffen, nämlich als Bewertung des Betätigungsfeldbewertungs-Paradigmas. So bilden sich Beobachtungen und Beschreibungen über die Eignung von Bewertungs-Paradigmen mit Blick auf den Bewertungsgegenstand heraus, also Bewertungen der Bewertung. Es formieren sich mithin “… ‘Metaentscheidungen’ über angemessene Regelanwendung…” (Berger, U. (1988), S.119) Dadurch werden Erkenntnisse erlangt, die zusätzlich zur Ausbildung von Reflexiveinrichtungen führen können, wie z.B. “Anforderungsvorschriften an Betätigungsfeldbewertungs-Paradigmen” (vgl. z.B. die Formulierung von Anforderungen bezüglich eines Beurteilungsinstrumentariums qualitativer Bedürfnisse aus Sicht der Marketingtheorie bei Meinig, W. (1985), S.123f.). Demnach kann ebenfalls die Wissenschaft Bewertungsdefizite von Betätigungsfeldbewertungs-Paradigmen der Untemehmungen beobachten und beschreiben (vgl. z.B. Eversheim, W., Hartmann, M., Kümper, R. (1993), S.92).Google Scholar
  2626. 3042.
    Das Betätigungsfeldeinbindungs-Paradigma formuliert Entscheidungen über die autopoietisch wirksame Plazierung von Betätigungsfeld-Paradigmen in der Organisation: Es regelt mithin die Implementierung von Betätigungsfeld-Paradigmen in die Entscheidungsproduktion, konzentriert sich also “… auf das Machbare in der Organisation…” (Meffert, H. (1988), S.143) und schützt davor, daß erarbeitete Betätigungsfeld-Paradigmen in der Organisation versanden, d.h. keinen nachhaltigen Eingang in die Entscheidungsreproduktion erlangen (in loser Anlehnung an Meffert, H. (1988), S.142). Das Paradigma steht folglich in einer neueren Tradition der Marketingwissenschaft, die die Forderung nach einer Marketingimplementierung erhebt (vgl. Meffert, H. (1988), S.141). Es ist als eine intern ausgerichtete organisationale Theorie ein Mittel zur Erreichung des Zwecks der Einbindung. In diese Theorie werden immer auch sehr stark personale Erwartungsstrukturen einfließen, stellt sich der Verlauf von Outputinnovationsprozessen in erster Linie als ein Personalproblem dar (vgl. Albers, S., Eggers, S. (1991), S.63). Hierbei handelt es sich nicht allein um ein sachliches bzw. zeitliches Problem, sondern auch um ein soziales, wie man aus der Neuprodukteinbindung weiß: “… (T)he new set of product dimensions must relate to the existing or changed values and power structure of the organization.” Normann, R. (1971), S.205; vgl. lose ergänzend im Kontext von Entwicklungsprojekten Wheelwright, S.C, Clark, K.B. (1994), S.25f.Google Scholar
  2627. 3043.
    In produkttheoretischer Sicht argumentieren Meyer/Utterback relativ ähnlich: “A robust platform is the heart of a successful product family, serving as the foundation for series of closely related products.” Meyer, M.H., Utterback, J.M. (1993), S.30Google Scholar
  2628. 3044.
    YI In diesem Sinne kennt z.B. die Planungstheorie die Produktkonzeptentwicklung, die als eigenständige Innovationsphase vor der eigentlichen Produktentwicklung liegt (vgl. Knoblich, H., Schubert, B. (1992), S.59ff.).Google Scholar
  2629. 3045.
    In dem Sinne ist nach Hinterhuber die Form letztlich “… ein kritischer Aspekt der strategischen Untemeh-mungsfiihrung.” Hinterhuber, H.H. (1992), S.124Google Scholar
  2630. 3046.
    Vgl. Servatius, H.-G. (1986), S.165; vgl. Michel, K. (1990), S.203.Google Scholar
  2631. 3047.
    Auf dieser Linie betonen Eggers/Lawa, daß bei der Bildung strategischer Geschäftsfelder eine Vielzahl von Aspekten zu beachten ist (vgl. Eggers, B., Lawa, D. (1993), S.106).Google Scholar
  2632. 3048.
    Vgl. Meffert, H. (1988), S.28.Google Scholar
  2633. 3049.
    Diese Sichtweise steht in der Tradition der auf die Aufgabenumwelt von Organisationen bezogenen und wohl-bekannten Auffassung, daß viele Unternehmungen mit verschiedenen Produkten auf Teilmärkten agieren (vgl. zum Letzteren anstelle vieler Eggers, B., Lawa, D. (1993), S.101f.). Vor allem “unähnliche” Produkte werden innerhalb der Organisation als “zu trennende” Produkte betrachtet (in Übertragung der Überlegungen bei Donaldson, L. (1985), S.34).Google Scholar
  2634. 3050.
    Vgl. das Klassifikationsbeispiel bei Müller-Stewens, G. (1990), S.7; vgl. Michel, K. (1990), S.46; vgl. Siemer, S. (1991), S.208.Google Scholar
  2635. 3051.
    Eggers, B., Lawa, D. (1993), S.102; vgl. Kirsch, W., Ringlstetter, M. (1991), S.242.Google Scholar
  2636. 3052.
    Verständlich wird hierbei die von der Literatur immer wieder empfohlene Eigenständigkeit strategischer Ge-schäftseinheiten als eine Leitlinie ihrer Ausdifferenzierung (vgl. anstelle vieler Servatius, H.-G. (1986), S.165). Dadurch steigt der Grad der Differenzierung, was die Ausdifferenzierung unterscheidbarer Erwartungsstrukturen und Operationen mit der Möglichkeit der Bildung trennscharfer Vorgehensweisen zur Folge hat. Vor allem bei Synergien zwischen strategischen Geschäftseinheiten wird das Postulat der Eigenständigkeit der strategischen Geschäftseinheiten unterlaufen (in Anlehnung an Kirsch, W. (1990a), S.285). Es erscheint per se realistisch, die Forderung nach Unabhängigkeit der strategischen Geschäftsfelder untereinander nicht zu weit zu treiben (vgl. ergänzend Kirsch, W., Ringlstetter, M. (1991), S.244). Der Ansatz der Einheit der Welt unterläuft jedwede radikal differenzierende Hypothese bereits auf theoretischer Ebene.Google Scholar
  2637. 3053.
    In Anlehnung an Kirsch, W., Ringlstetter, M. (1991), S.255; vgl. ähnlich Hinterhuber, H.H. (1992), S.147f. aos, So lassen sich differenzierte Betätigungsfeld-Paradigmen in ihrer Gesamtheit als vereinigte Vielheit mittels der Portfoliosystematik beobachten und beschreiben (in loser Anlehnung an Hinterhuber, H.H. (1996), S.147f.). 3°55 Am bekanntesten ist wohl die Art von Portfolioansatz, mittels derer nach Gälweiler Beziehungen der Geschäftsfelder untereinander aus der Analyse ihrer Mischung (vgl. Gälweiler, A. (1989), Sp.1559f.) herausgelesen werden können. Gälweiler betont speziell den Gesichtspunkt der finanzwirtschaftlichen Abstimmung der Geschäftsfelder untereinander (vgl. Gälweiler, A. (1989), Sp.1562).Google Scholar
  2638. 5056.
    Die lose Form der Integration ist besonders bei sogenannten “New Ventures” zu erwarten, die als neue, von den bisherigen Geschäften völlig verschiedene Geschäfte beschrieben werden (vgl. Müller-Stewens, G. (1989), S.14, S.17). Derartige Formen interpretiert Bühner mit Blick auf die Zeitdimension als “… frühe Verselbständigung…” Bühner, R. (1991), S.1409Google Scholar
  2639. 3057.
    Vgl. Dietz, J.-W., Roski, R. (1989), 5.319. Das Vorgehen der Abspaltung ist vor allem beim Projektmanagement bekannt (vgl. Bühner, R. (1991), S.1406; vgl. ähnlich zur Neuproduktentwicklung außerhalb bestehender strategischer Geschäftsfelder Geschka, H. (1992), S.26).Google Scholar
  2640. 3058.
    Kirsch/Ringlstetter sprechen von einer “… Logik der Geschäftsfeldabgrenzung…” Kirsch, W., Ringlstetter, M. (1991), S.245Google Scholar
  2641. 3059.
    In der Literatur findet sich mit diesem Sachverhalt im weitesten Sinne vergleichbar der Begriff der “Markt-wahlstrategie” (vgl. z.B. Olschowy, W. (1990), S.192).Google Scholar
  2642. 3060.
    Spezifiziert wird mithin bei “… einer vorgenommenen Geschäftsfeldabgrenzung, wenigstens im gewissen Umfang, auch die Grundstrategie…” Kirsch, W., Ringlstetter, M. (1991), S.247.Google Scholar
  2643. 3061.
    Vgl. Hinterhuber, H.H. (1996), S.137.Google Scholar
  2644. 3062.
    Sogenannte “Suchfelder” sind in outputbezogener Sicht im Kontext der Aufgabenumwelt der Organisation als der Produktfmdung vorgegebene Aktionsbereiche zu betrachten (vgl. Winck, P. (1986), S.144; vgl. ergänzend Müller-Stewens, G. (1990), S.9).Google Scholar
  2645. 3063.
    Vgl. Reichert, R., Kirsch, W., Esser, W.-M. (1991), S.579.Google Scholar
  2646. 3064.
    Vgl. der Konnotation nach Reichert, R., Kirsch, W., Esser, W.-M. (1991), S.579.Google Scholar
  2647. 3065.
    in Anlehnung an Bleicher, K. (1991a), S.203Google Scholar
  2648. 3066.
    Diese Einsicht deutet sich ebenfalls bei Anker an, nach dem die Produktpositionierung das Wesentliche des Geschäfts wiedergibt und auf der Ebene der Untemehmungsaufgabe angesiedelt sein kann (vgl. Anker, D.A. (1989), S.42; vgl. der Konnotation nach Meffert, H. (1988), S.350).Google Scholar
  2649. 3067.
    Vgl. ähnlich Bleicher, K. (1991a), S.202, S.203. Es ist demnach nicht richtig, die Ebene der strategischen Geschäftsfelder pauschal den Programmstrategien zuzurechnen, wie dies z.B. implizit bei Huxold geschehen ist (vgl. Huxold, S. (1990), S.24). Dementgegen weisen auch Kirsch/Ringlstetter auf die hohe Bedeutung von Rahmenüberlegungen bei der Geschäftsplanung hin (vgl. Kirsch, W., Ringlstetter, M. (1991), S.241î).Google Scholar
  2650. 3068.
    Dagegen findet sich z.B. im Rahmen der Produktinnovationsplanung eine Dreiteilung von Betätigungsfeld-Strategieebenen bei Huxold, S. (1990), S.24.Google Scholar
  2651. 3069.
    Demzufolge wird in der organisationstheoretischen Literatur mit Blick auf die Aufgabenumwelt der Organisation nahezu selbstverständlich vom “Kernmarkt” gesprochen (vgl. z.B. beiläufig Frese, E. (1993), S.1011).Google Scholar
  2652. 3070.
    Von daher erscheinen Überlegungen Herings verkürzt, der aus Harmoniegründen Methoden der Pro-dukt/Markt-Planung in der Untemehmungskultur verankert wissen will (vgl. Hering, E. (1985), S.77f.).Google Scholar
  2653. 3071.
    In Anlehnung an Porter, M.E. (1990a), S.327; demnach ist kaum verwunderlich, daß sich bisweilen beobachten läßt, daß der Unternehmungsname zur Produktmarke wird (vgl. Meffert, H. (1988), S.125).Google Scholar
  2654. 3072.
    Die obige Formulierung relativiert zugleich eine Überlegung Ankers, die den Eindruck erweckt, daß die Untemehmungsaufgabe stets nach dem Absatzmarkt spezifiziert wird (vgl. Anker, D.A. (1989), S.45).Google Scholar
  2655. 3073.
    in loser Anlehnung an Anker, D.A. (1989), S.33Google Scholar
  2656. 3074.
    Speziell fir die Aufgabenumwelt heißt es dann, strategische Betätigungsfelder seien abgegrenzt durch Produkte und Märkte (vgl. Steinle, C. (1988), 5.126£; vgl. Porter, M.E. (1989), S.308; vgl. Eggers, B., Lawa, D. (1993), S.102).Google Scholar
  2657. 3075.
    So bezeichnet z.B. Porter Betätigungsfelder (Porter verwendet den Begriff “Segmentfeld”) als “(d)ie Produktvarianten, die ein Unternehmen herstellt, und die Abnehmer, die es beliefert.” (Porter, M.E. (1989), S.83) Demgemäß folgerichtig ist, daß Darstellungsformen möglicher organisationaler Strategien in der Aufgabenumwelt normalerweise in die Form einer Matrix gebracht werden (vgl. anstelle vieler Staehle, W.H. (1994), S.625).Google Scholar
  2658. 3076.
    Auf dieser Linie stellt Huxold fest: “Die Entwicklung einer Produktinnovation wäre nicht sinnvoll durchzuführen, wenn nicht gleichzeitig überlegt wird, für welche… Marktsegmente diese geplant werden soll.” Huxold, S. (1990), S.23; vgl. der Intention nach Geschka, H. (1992), S.28. Radikal formuliert Normann: “A product indicates the type of relationships that exist between an organization and its environment.” (Normann, R. (1971), S.203) Aus dem Zusammenwirken von System und Umwelt bei der Wirklichkeitskonstruktion ergibt sich, daß analoge Überlegungen auch für die organisationale Vereinbarung dessen, was die Unternehmung als einen Markt ansehen will, gelten. Ähnliche Einsichten kennt die Innovationsforschung, die betont, daß die Einbeziehung der Abnehmer in die Produktentwicklung Chancen für eine nutzergerechte Produktentwicklung eröffnen soll (vgl. 01schowy, W. (1990), S.203). Dabei lernen beide Seiten voneinander. Auch die Formel Levitts “global standardisierte Produkte für globale Märkte” läßt sich hier einordnen (vgl. Levitt, T. (1983), S.92).Google Scholar
  2659. 3077.
    In der Literatur wird speziell im Kontext der Auseinandersetzung mit der Aufgabenumwelt der Organisation meist nur der Funktionsaspekt von Produkten hervorgehoben (vgl. (implizit) Porter, M.E. (1989), S.367; vgl. Servatius, H.-G. (1986), S.105).Google Scholar
  2660. 3078.
    In loser Anlehnung an Huxold, S. (1990), S.15; diese Einsicht korrespondiert mit der wohl akzeptierten Meinung Mefferts, daß die “… Kennzeichnung des Untemehmensgegenstandes… auf grundsätzliche Problemlösungsmöglichkeiten abzustellen habe…” (Meffert, H. (1988), S.29, im Original teilweise kursiv) Für die Aufgabenumwelt notieren Reichert/Kirsch/Esser: “Zum einen steckt in einem Produkt immer ein spezifisches Kundenproblem, zum anderen aber auch eine besondere Art der Problemlösung.” Reichert, R., Kirsch, W., Esser, W.-M. (1991), S.594Google Scholar
  2661. 3079.
    Luhmann, N. (1993a), S.42, Fn. weggelassenGoogle Scholar
  2662. 3080.
    Die Formulierung läßt sich durch einen Verweis auf die Zeitdimension rechtfertigen. Da zwischen Outputerzeugung und Erzeugung der Aufnahme des Outputs Zeit vergeht (diese Einsicht fügt sich ein in die allgemeine systemtheoretische Erkenntnis: “Die Umwelt erscheint… nach Maßgabe der Zeitstruktur des Systems als zerteilt in Zulieferung und Abnahme…” (Luhmann, N. (1985a), S.277f.)) ist es dem System möglich, sich im Falle des “Verhältnisses zu sich selbst” in der gegenwärtigen Zukunft als Aufnahmemedium zu beobachten und zu beschreiben und sich dadurch ins Extrem getrieben selbst zur Umwelt zu machen. Von daher ist der Theorieansatz, Betätigungsfelder generell als Output/Umwelt-Kombinationen zu deuten, nicht zu revidieren.Google Scholar
  2663. 3081.
    Vgl. - obwohl normativ ausgerichtet - Aaker, D.A. (1989), S.44.Google Scholar
  2664. 3082.
    In einem ähnlichen Sinne spricht Höft von ‘Bedarfsstrukturen“ (Hört, U. (1992), S.110).Google Scholar
  2665. 3083.
    Da Betätigungsfelder als Inseln reduzierter Komplexität als “Segmente” interpretiert werden können, spricht die Literatur auch von “Segmentationskriterien” (vgl. Servatius, H.-G. (1986), S.166).Google Scholar
  2666. 0.
    Weniger konstruktivistisch formuliert sind nach Porter “… Segmente herauszudestillieren.” Porter, M.E. (1989), S.322Google Scholar
  2667. 3085.
    In der Weise kann z.B. das Segmentationskriterium der “ähnlichen Präferenzstruktur” eingeführt werden, um Kundengruppen zu segmentieren (in loser Anlehnung an Olschowy, W. (1990), S.24; vgl. Meinig, W. (1985), S.212).Google Scholar
  2668. 3086.
    Der Begriff der “Segmentgrenze” findet sich z.B. im technisch-wirtschaftlichen Kontext bei Servatius, H.-G. (1986), S.172.Google Scholar
  2669. 3090.
    Diese Einsicht steht in der Tradition der produkttheoretischen Überlegungen Nonnanns: “The product is described… in terms of product dimensions…, that is, various properties of the product.” Normann, R. (1971), S.203Google Scholar
  2670. 3091.
    Vgl. dem Ansatz nach ähnlich Ewald, A. (1989), S.15.Google Scholar
  2671. 3092.
    Eggers, B., Lawa, D. (1993), S.104Google Scholar
  2672. 3093.
    Vgl. Porter, M.E. (1989), S.310.Google Scholar
  2673. 3094.
    Vgl. Hinterhuber, H.H. (1992), S.141f.; vgl. Aaker, D.A. (1989), S.57.Google Scholar
  2674. 3095.
    Vgl. ähnlich Meinig, W. (1985), S.214.Google Scholar
  2675. 3096.
    Nicht icht ohne Grund ist die Literatur bemüht, Anforderungen an Segmentierungskriterien festzulegen (vgl. anstelle vieler Tressin, J.M. (1993), S.100, mit weiteren Literatumachweisen auf S.101).Google Scholar
  2676. 3097.
    Vgl. Porter, M.E. (1989), S.323. An die Urteilskraft werden zumindest gegenwärtig bei der branchenbezogenen Segmentierung hohe Anforderungen gestellt, folgt man der Einsicht, “… daß der Differenzierungswettbewerb heute in vielen Branchen den reinen Preiswettbewerb verdrängt hat…” Knyphausen-Aufsess, D. zu (1995), S.57, Fn. weggelassenGoogle Scholar
  2677. 3098.
    So weiß die Innovationsforschung, daß z.B. die Nichtbeachtung des Kriteriums des Kundenbedürfnisses höchst wahrscheinlich zu Neuproduktmißerfolgen führt (vgl. Olschowy, W. (1990), S.31, S.118; vgl. Albers, S., Eggers, S. (1991), S.44; vgl. Knoblich, H., Schubert, B. (1992), S.59). Dann besteht das Risiko von Fehlern in der Adäquanzerkennung (in Anlehnung an Eggers, B., Lawa, D. (1993), S.102). Wenig hilfreich ist in diesem Zusammenhang der Hinweis bei Esser/Ringlstetter, Marktsegmente seien “richtig” abzugrenzen (vgl. Esser, W.-M., Ringlstetter, M. (1991), S.528).Google Scholar
  2678. 3099.
    Eggers, B., Lawa, D. (1993), S.108f.Google Scholar
  2679. 3100.
    Auch Meinig schreibt: “Produktpolitische Konzeption und Zielgruppenauswahl müssen simultan erfolgen.” Meinig, W. (1985), S.213Google Scholar
  2680. 3101.
    So kann das Kriterium “Abnehmer” durch eine Vielzahl weiterer Kriterien differenziert werden (vgl. Olschowy, W. (1990), S.142).Google Scholar
  2681. 3105.
    Vgl. Hinterhuber, H.H. (1992), S.147f.Google Scholar
  2682. 3106.
    In Anlehnung an und systemtheoretischer Respezifikation von Servatius, H: G. (1986), S.165; vgl. Hinterhuber, H.H. (1996), S.I78; vgl. Hinterhuber, H.H. (1992), S.142. Das Kriterium “Mittel” wird häufig spezifischer, nämlich als das Kriterium “Technologie” bezeichnet, wird der Technologie mitunter eine Schlüsselrolle bei der unternehmerischen Betätigung zugesprochen (vgl. Bolwijn, P.T., Kumpe, T. (1990), S.46); die Technologie wird damit zur eigenständigen Komponente der Geschäftsfeldplanung (vgl. Servatius, H.-G. (1986), S.105) sowie zu einem wesentlichen Bestandteil der Wettbewerbsstrategie (vgl. Porter, M.E. (1989), S.234). Die Technologie wird dabei in Richtung der Produkte interpretiert (vgl. implizit Hinterhuber, H.H. (1992), S.51f.). Klingebiel spricht deshalb von “Produkttechnologien” (vgl. Klingebiel, N. (1989), S.282ff.). Es ist anzunehmen, daß nicht alle drei Dimensionen in allen Branchen die gleiche Bedeutung besitzen. So ist z.B. im Maschinenbau die zentrale Bedeutung der Produkttechnologie für den Untemehmungserfolg von Perillieux nachgewiesen worden (vgl. Peril-lieux, R. (1987), S.257). Per se betonten Bolwjn/Kumpe die Wichtigkeit eines Strategischen Technologiemanagements in innovativen Firmen (vgl. Bolwijn, P.T., Kumpe, T. (1990), S.52). Die Dreiteilung der strategischen Ge-schäftsfeldabgrenzung geht zurück auf Abell (vgl. Abell, D.F. (1980)), dessen Differenzierung als die bekannteste Abgrenzung strategischer Geschäftsfelder gilt (vgl. Tressin, J.M. (1993), S.97, einschließlich der Kritik an Abell auf S.98).Google Scholar
  2683. 3107.
    Vgl. ähnlich Hinterhuber, H.H. (1992), S.149. So werden dann folgerichtig und wenig überraschend formale Kriterienkataloge als kreativitätshemmend bezeichnet (vgl. Meinig, W. (1985), S.221).Google Scholar
  2684. 3108.
    Meinig, W. (1985), S.230Google Scholar
  2685. 3109.
    Vgl. als Alternativvorschlag z.B. den Ansatz der strategischen Geschäftsfeldsegmentierung fir Versicherungsunternehmungen bei Eggers/Lawa, die die Dimensionen “Kundengruppen”, “Kundenregionen” und “Risiko” anführen (vgl. Eggers, B., Lawa, D. (1993), S.105f.).Google Scholar
  2686. 3110.
    Es muß keinesfalls zwingend zur Ausdifferenzierung eines Betätigungsfeldaufnahme-Paradigmas kommen. Die diesbezüglichen Überlegungen können auch eher beiläufig, also nicht als gesonderter Reproduktionszusammenhang im Betätigungsfeld-Paradigma angesiedelt sein. Die Ausdifferenzierung wird jedoch um so wahrscheinlicher, je mehr ein kreativer Einsatz en detail, d.h. je mehr unterstützender Einsatz notwendig ist, um eine output-gerechtere Gestaltung der Betätigungsfeld-Paradigmen zu erlangen. Zum Beispiel kann der Anbieter seine Outputgestaltung mit einer eher gesonderten Beobachtung in Richtung Flexibilität vorantreiben, wie sie fir Märkte mit innovativen Produkten diskutiert wird (vgl. Hauschildt, J., Leker, J. (1990), S.967ff.). Dabei spielen technische Voraussetzungen eine erhebliche Rolle (vgl. Blattberg, R.C., Deighton, J. (1993), S.96ff.).Google Scholar
  2687. 3111.
    In der Marketingtheorie lassen sich die obigen Überlegungen in die Tradition der Auseinandersetzung um eine enge oder eine weite Interpretation der Marktsegmentierung einordnen, d.h. einmal Marktsegmentierung ohne und einmal mit absatzpolitischen Strategien (vgl. anstelle vieler Meinig, W. (1985), S.209f.). Der Differenzierung tritt nicht entgegen, daß man sich gegenwärtig bemüht, für verbesserte Produktentwicklungen Konstruktion und Marketing zu integrieren (vgl. Wheelwright, S.C., Clark, K.B. (1994), S.234ff.).Google Scholar
  2688. 3112.
    Aufgrund der kombinativen Bestimmung von Betätigungsfeldem ist hier differenzierter zu unterscheiden in ein Outputaufnahme-Paradigma, in ein Aufnahmemediumaufnahme-Paradigma und in die Kombinierung dieser beiden.Google Scholar
  2689. 3113.
    Vgl. Perillieux, R. (1987), S.210.Google Scholar
  2690. 3114.
    Hinter dieser austauschtheoretischen Überlegung verbirgt sich fir den Outputanbieter eine erhebliche Proble-matik. Die Umwelt muß fir seinen Output aufnahmefähig sein. Gegenwärtig wird das Problem in der Forschung vertieft fur Anbieter sogenannter “Systemtechnologien” (wie z.B. CIM-Systeme) diskutiert. Deren Vermarktung erfordert gesonderte Wege, können potentielle Nachfrager aufgrund von Charakteristiken des Systemgeschäfts ihre Beschaffungsrisiken nicht durch eine Intensivierung der Informationserzeugung nachhaltig verbessern: Bei der Entscheidung fir eine Systemtechnologie-Architektur ist der Anwender i.d.R. auf Dauer festgelegt ohne zu wissen, was ihn in der Zukunft erwartet. Das kann Beschaffungsentscheidungen hemmen. Systemtechnologien sind offensichtlich “Vertrauensgüter”. Die Anbieter sind gefordert, Marketingansätze zu entwickeln, die diese Problematik handhaben. Dabei werden Surrogate fir die dem Ansatz nach unmögliche vermehrte Informationserzeugung zur Risikoreduktion generiert (vgl. vertiefend Weiss, P.A. (1992)).Google Scholar
  2691. 3115.
    In der Argumentation wird das Betätigungsfeldaufnahme-Paradigma deshalb eingeführt, da in der Literatur zu strategischen Betätigungsfeldern sehr oft ein expliziter und enger Verweis auf den “Absatzkanal” eines Betäti-gungsfelds erfolgt (vgl. z.B. Hinterhuber, H.H. (1992), S.123). Meffert spricht in einem ähnlichen und geläufigen Sinne von “Marketingaktivitäten” (vgl. Meffert, H. (1988), S.4).Google Scholar
  2692. 3116.
    In diesem Sinne wird in marktlicher Hinsicht argumentiert, der Erfolg einer strategischen Geschäftseinheit hänge “… vom Ausmaß ab, in dem es ihr gelingt, ein Marktbedürfnis besser als ihre Konkurrenten zu erfüllen.” Hinterhuber, H.H. (1996), S.178Google Scholar
  2693. 3117.
    So ist nach Höft der Austauscherfolg “… wesentlich von den Potentialen und… Strategien der Akteure auf der Anbieter-und der Abnehmerseite abhängig.” Höft, U. (1992), S.155, im Original teilweise in KlammemGoogle Scholar
  2694. 3118.
    Zum Beispiel erblickt Olschowy in Kommunikationsstrategien der Organisation eine zentrale Säule der Marktbearbeitung (vgl. Olschowy, W. (1990), S.202; vgl. Michel, K. (1990), S.177f.). Hier fugt sich ebenso der Hinweis Röpkes ein, daß anbieterinduzierte Produktvariationen die kognitive Kompetenz der Abnehmer überschreiten und folglich neue Produkte verhindern können (vgl. Röpke, J. (1977), S.326f.).Google Scholar
  2695. 3119.
    Diese Gestaltungsmöglichkeiten sind besonders mit Blick auf die organisationale Aufgabenumwelt bekannt. Sie haben ihre Wurzeln in der Bildung von Produkt/Markt-Strategien (vgl. Staehle, W.H. (1994), S.625ff.). Der Wissenschaft ist längst bekannt, daß es vor allem bei von der Unternehmung induzierten marktlichen Outputinnovationen auf einen frühzeitigen Dialog mit dem Aufnahmemedium ankommt, um die Aufnahmechancen des Outputs zu erhöhen (vgl. anstelle vieler Olschowy, W. (1990), S.204).Google Scholar
  2696. 3120.
    Das Produkt läßt sich u.a. durch die “Reputation des Anbieters” aufwerten. Damit erfolgt im Prinzip bei der Beurteilung des organisationalen Outputs durch den Abnehmer eine Übertragung der Produktebene auf die Unter nehmungsebene (vgl. Weiss, P.A. (1992), S.56). Der systemtheoretische Theorierahmen läßt die Deutung zu, daß das Produkt um unternehmungsrelative Komponenten erweitert wird.Google Scholar
  2697. 3121.
    in systemtheoretischer Übertragung der Ergebnisse bei Meinig, W. (1985), S.16fGoogle Scholar
  2698. 3122.
    Porter notiert z.B. für die Aufgabenumwelt: “In der Regel sind sich… Abnehmer nicht vollkommen gleich, sondern unterscheiden sich…” Porter, M.E. (1989), S.303Google Scholar
  2699. 3123.
    Meinig spricht hier von der “… Charakteristik der Verwendung des Gutes im Leistungsprozeß des Kunden…” Meinig, W. (1985), S.8, im Original unterstrichenGoogle Scholar
  2700. 3124.
    Im In diesem Kontext beobachtet die kompetitive betriebswirtschaftliche Forschung dann “… die in den Segmenten vorhandenen Marktwiderstände…” (Meffert, H. (1988), S.69) Von daher sind Erkenntnisse der Innovationsforschung allzu verständlich, daß vom Markt angeregte Produktinnovationen eine signifikant hohe Erfolgsquote aufweisen (vgl. anstelle vieler Perillieux, R. (1987), S.102).Google Scholar
  2701. 3125.
    Vgl. Michel, K. (1990), S.177; vgl. z.B. für Entscheidungsstandards bei Technologieübernahmeentschei-dungen Dietz, J.-W., Roski, R. (1989), S.314.Google Scholar
  2702. 3126.
    Dieser Letztentscheid ist in der wirtschaftswissenschaftlichen Theoriebildung seit langem bekannt. Es ist unter Absatzgesichtspunkten allein das Aufnahmemedium, das über den Wert des Produkts entscheidet (vgl. anstelle vieler Olschowy, W. (1990), S.118; vgl. knapp andeutend Fritz, W. (1994), S.1058).Google Scholar
  2703. 3127.
    Demnach ist keineswegs verwunderlich, daß das Strategische Marktmanagement der Meinung ist, es ent-wickle extern orientierte Strategien (vgl. Aaker, D.A. (1989), S.19). In marktlicher Hinsicht liegt ebenfalls bei Meffert “… die primäre Orientierung bei den Kundenbedürfnissen…” (Meffert, H. (1988), S.49) Normann betont gleichwohl, daß aus produkttheoretischer Sicht die Umwelt als Leitlinie fungiere (vgl. Normann, R. (1971), S.203).Google Scholar
  2704. 3128.
    Zum Beispiel schreibt Meinig im Kontext des Produktivgtitermarketings: “Die technischen und ökonomischen Bedingungen am Ort der Zweckerfüllung eines Produktivgutes stellen u.E. die greifbaren und dominierenden Gründe für das Zustandekommen des Produktivgüterabsatzes dar.” (Meinig, W. (1985), S.8) In der betriebswirtschaftlichen Literatur ist erkennbar, daß Organisationen sich immer wieder eine derartige Asymmetrisierung bei ihrer Outputgestaltung aufzwingen müssen. Sie versuchen dies vor allem durch Selbstbeschreibungen ihres Führungsverständnisses zu erreichen, wie durch die teleonome Ausrichtung: “Optimale Befriedigung der Bedürfnisse.” Meffert, H. (1988), S.49Google Scholar
  2705. 3129.
    Etwas ungenau formuliert in diesem Zusammenhang Frese, daß Organisationen mit Kostenführerschaftsstrategien sich von der Umwelt abschotten, während Diversifizierungsstrategien eine geringe Abschottung erfordern (vgl. Frese, E. (1993), S.1009). Auch Kostenführer brauchen Umweltbezug.Google Scholar
  2706. 3130.
    Derart meint z.B. Olschowy erkenntnistheoretisch falsch, daß der Komplexitätsgrad der Absatzmarktstruktur der Organisation quasi von außen vorgegeben wird und sie sich ihm anpassen müßte (vgl. Olschowy, W. (1990), S.193).Google Scholar
  2707. 3131.
    Eine Strategie hat immer die Möglichkeit einer einflußnehmenden Veränderung der Umwelt (vgl. Aaker, D.A. (1989), S.12, S.13; vgl. mit Hinweisen auf die Möglichkeit zur Marktbeeinflussung Röpke, J. (1977), S.317). Einordnen läßt sich hier auch der Hinweis Bühners, daß dem Kunden sein Nutzenzuwachs durch den Bezug innovativer Produkte vermittelt werden muß (vgl. Bühner, R. (1991), S.1402).Google Scholar
  2708. 3132.
    Das ist dem Prinzip nach in der ein oder anderen Form in der wirtschaftswissenschaftlichen Literatur seit langem bekannt, wie z.B. bei Schumpeter, der Marktbedürfnisse als von der Produktionsseite anerzogen deutet (vgl. Schumpeter, J.A. (1987b), S.100).Google Scholar
  2709. 3133.
    In marktlicher Sicht wird vorn “Kundenwiderstand” gesprochen (vgl. z.B. Dietz, J.-W., Roski, R. (1989), S.315).Google Scholar
  2710. 3134.
    Diese Einsicht ist vor allem bei Angebotsinnovationen, bei denen die Überwindung von Marktwiderständen exponiertes Gewicht hat, in der Literatur desöfteren anzutreffen (vgl. Michel, K. (1990), S.123; vgl. Meinig, W. (1985), S.13). Wenig überraschend heißt es in diesem Kontext zudem, daß Marktwiderstände insbesondere bei radikal empfundenen Innovationen zu erwarten sind (vgl. Perillieux, R. (1987), S.128).Google Scholar
  2711. 3135.
    Vgl. Bolwijn, P.T., Kumpe, T. (1990), S.53; vgl. im weitesten Sinne Vesey, J.T. (1990), S.23. Levitt spricht von der “Kreierung eines Kunden” (vgl. Levitt, T. (1983), S.101).Google Scholar
  2712. 3136.
    In marktlicher Sicht spricht Olschowy von “Kundenerfahrung” (vgl. Olschowy, W. (1990), S.120). Der Aspekt der Kundenerfahrung spielt gerade in technologierelevanter Sicht eine wesentliche Rolle für den Out-putabsatz (vgl. Michel, K. (1990), S.181).Google Scholar
  2713. 3117.
    Das bedeutet keineswegs, daß die Organisation bei der Outputgestaltung ausschließlich nur die Abnehmer im Blick hat. Der Beobachtung steht die Wahl einer höheren Komplexität offen: Huxold meint in diesem Sinne z.B., daß zentrale Beobachtungsfelder der Marktsituation die Abnehmer und die Konkurrenten sind (vgl. Huxold, S. (1990), S.97).Google Scholar
  2714. 3138.
    Es verwundert daher kaum, daß Huxold festhält, der Abnehmerbedarf sei schwierig zu erfassen (vgl. Huxold, S. (1990), S.112). Das Problem ist, daß die Kommunikationsprämissen des Aufnahmemediums vom Anbieter “von außen” zu beobachten sind (vgl. Meinig, W. (1985), S.35f.).Google Scholar
  2715. 3139.
    Vgl. zu den Kriterien der Nachfrageseite für die Darstellung von Produkteigenschaften Röpke, J. (1977), S.326.Google Scholar
  2716. 3140.
    Vgl. exemplarisch zwei grundsätzliche Vorgehensweisen der Erklärung der Produktbewertung durch die Konsumenten bei Huxold, S. (1990), S.99.Google Scholar
  2717. 3141.
    So dokumentiert die Produktgestalt z.B. die in der Unternehmungskultur verankerten Grundsätze nach außen (vgl. Meffert, H. (1988), S.351).Google Scholar
  2718. 3142.
    Zu den eher dramatischen Veränderungen zählt sicherlich die Möglichkeit der “Kreierung neuer Märkte durch technologische Veränderungen” (vgl. hierzu Michel, K. (1990), S.107).Google Scholar
  2719. 3143.
    Vgl. Levitt, T. (1983), 5.102.Google Scholar
  2720. 3144.
    Seit langem ist z.B. bekannt, daß die zu frühe Vermarktung von Produkten zur einer mangelnden Berücksichtigung der Anwenderbedürfnisse führt (vgl. Olschowy, W. (1990), S.35).Google Scholar
  2721. 3145.
    Daher ist die Einsicht der Innovationsforschung, daß es angebracht sein kann, dem Aufnahmemedium eine aktive Rolle in der Produktentwicklung beizumessen (vgl. anstelle vieler Olschowy, W. (1990), S.118), nur allzu verständlich.Google Scholar
  2722. 3146.
    Zur Bedeutung der Indikatorbildung im Rahmen der Bedarfsträgeridentifizierung vgl. Meinig, W. (1985), S.93ff. Als Beispiel der Indikatorbildung ließe sich das “Lead-user-Konzept” deuten (vgl. zum “Lead-user-Konzept” knapp Geschka, H. (1992), S.26f.).Google Scholar
  2723. 3147.
    Die Formulierung enthält beabsichtigt keinen Absolutheitsanspruch. So konnte empirisch nachgewiesen werden, daß gerade beim Eindringen in neue Märkte eher ein recht geringer Teil an Marktforschungsaktivitäten zu beobachten ist. Gründe konnten hierfür in der Literatur nicht gefunden werden (vgl. Perillieux, R. (1987), 5.100; vgl. Hauschildt, J., Leker, J. (1990), S.966). Die konstruktivistische Erkenntnistheorie kann jedoch eine Erklärung anführen: Vor allem beim Eindringen in neue Märkte ist deren Form weitgehend unbekannt, so daß die Organisation nicht weiß, wonach sie forschen soll. Es fehlt der Organisation m.a.W. an Explorations-Paradigmen. Der Fragende muß über den zu erfragenden Gegenstand ja schon immer etwas wissen. So ist im Marketing bekannt, daß in innovativen Märkten Marketingaktivitäten häufig experimentell sind (vgl. Lehmann, G. (1986), S.106).Google Scholar
  2724. 3148.
    Dementsprechend hat gerade mit dem Blick auf die Aufgabenumwelt die Bedarfsforschung einen hohen Stellenwert im Marketing inne (vgl. z.B. die Überlegungen zum Produktivgütermarketing, die das Kriterium des Bedarfs als zentrale Kategorie weiterer organisationaler Aktivitäten behandeln, bei Meinig, W. (1985), S.19ff.). Bei der Bedarfsforschung geht es um “… die Ermittlung von Bedarfsstrukturen und die fortlaufende Verfolgung von Bedarfsverschiebungen und Bedarfsschwankungen sowie deren Ursachen…” Meinig, W. (1985), S.21Google Scholar
  2725. 3149.
    Erste Ansätze zu dieser erkenntnistheoretisch radikalen Einsicht fanden sich z.B. im Rahmen der Überlegungen Müller-Stewens zur Bewertung von “Suchfeldern” bei der Suche nach neuen Geschäften: “Verallgemeinernd soll… die These aufgestellt werden, daß mit wechselndem Begründungsniveau bei der Beurteilung eines Suchfeldes auch dessen Attraktivität sich verändert.” Müller-Stewens, G. (1990), S.163Google Scholar
  2726. 3150.
    Die Produktion von Output könnte ohne sozialen Konsens gar nicht zum Thema gemacht werden - es gebe dann keinen Output, da die Produktion nicht funktionieren würde (in Anlehnung an Ortmann, G. (1988a), S.15). 331 So läßt sich das fertiggestellte Produkt deuten als Beendigung eines Konflikts (vgl. Baecker, D. (1993a), S.183).Google Scholar
  2727. 3151.
    Bei der Thematik “Politik und Betätigungsfelder” handelt es sich um einen wissenschaftlich eher vernachlässigten Untersuchungsgegenstand. Es überwiegen sachliche und zeitliche Theoretisierungen. Eine fast rühmliche Ausnahme bildet der Aufsatz von Normann (vgl. Normann, R. (1971), S.203ff.). Um hingegen nur ein Beispiel der “normalen” Hauptargumentationsketten anzuführen, kann auf die Arbeit von Huxold verwiesen werden (vgl. Huxold, S. (1990)). In Huxolds Überlegungen zur Erforschung von Informationen, die einen Produktinnovationsbedarf anzeigen, kommt die Sozialdimension der Erkenntnis zumindest explizit gar nicht vor. Das Versäumnis wird besonders durch die grundlegende, stark fremdreferentielle Ausrichtung der kompetitiven Strategietheorie induziert, nach der es heißt: “Die Struktur der Geschäfte eines Unternehmens ist eng mit der Frage nach der Realisierung der Wettbewerbsvorteile verbunden.” (Müller-Stewens, G. (1990), S.169) Nahezu zwangsläufig bleibt durch diese Orientierung die eher interne Sicht von Manipulations-und Verhandlungszusammenhängen im Kontext von Betätigungsfeldern größtenteils unbemerkt. Selbst Produktentwicklungskonzeptionen, die auf Teamansätzen beruhen, kennen die Sozialdimension nicht (vgl. z.B. Wheelwright, S.C., Clark, K.B. (1994)).Google Scholar
  2728. 3152.
    Die Einsicht der Perspektivität wird - falls überhaupt - in der Literatur verengt vor allem bezüglich der Aus-wahl von Bewertungsregeln betont (vgl. z.B. Müller-Stewens, G. (1990), S.I76).Google Scholar
  2729. 3153.
    In diesem Sinne betonen Kirsch/Ringlstetter, “… daß sich… die Logik der Geschäftsfeldabgrenzung mit einem anderen wahrgenommenen Wettbewerbsumfeld bzw. einer anderen Grundstrategie ändert.” Kirsch, W., Ringlstetter, M. (1991), S.247Google Scholar
  2730. 3154.
    wu Dementsprechend finden sich in der Literatur immer wieder Beschreibungen der Arbeitsteilung im Zuge der Entwicklung von Betätigungsfeldern (vgl. z.B. zur Arbeitsteiligkeit der Diversifikation in Organisationen Bühner, R. (1991), S.1398).Google Scholar
  2731. 3155.
    in loser Anlehnung an und Generalisierung der Überlegungen bei Müller-Stewens, G. (1990), S.186 3’ Vgl. ähnlich Müller-Stewens, G. (1990), S.187.Google Scholar
  2732. 3156.
    in loser Anlehnung an Normann, R. (1971), S.205Google Scholar
  2733. 3159.
    Der frühe Einzug der Politik ist kaum verwunderlich, ist in der Anfangsphase der Tendenz nach die Möglichkeit gegeben, die Formierung des Paradigmas auf einer größeren Breite beeinflussen zu können. In diesem Sinne ordnet z.B. Normann im Rahmen seiner Überlegungen zur Neuproduktinnovation die Aktivität der “Ideenformung” als den ersten stark politisch getränkten Schritt der Produktemergenz in die Neuprodukt-Initiierungsphase ein (vgl. Normann, R. (1971), S.207).Google Scholar
  2734. 3160.
    Vgl. anhand eines Beispiels Kirsch, W., Ringlstetter, M. (1991), S.245.Google Scholar
  2735. 3161.
    in loser Anlehnung an Siemer, S. (1991), S.24Google Scholar
  2736. 3162.
    Vgl. - obwohl im Rahmen der Suche nach neuen Betätigungsfeldern - Müller-Stewens, G. (1990), S.187; vgl. im Rahmen des Venture-Managements Siemer, S. (1991), S.24.Google Scholar
  2737. 3163.
    Zum Beispiel verkörpem für Müller-Stewens neue Betätigungsfelder “… die Domäne, auf die die Beteiligten ihre ‘Weltanschauungen’ projizieren und ihre politischen Interessen richten.” (Müller-Stewens, G. (1990), S.187f.) Nach Meffert dokumentiert die Produktgestalt die in der Unternehmungskultur verankerten Organisationsgrundsätze (vgl. Meffert, H. (1988), S.351).Google Scholar
  2738. 3164.
    Diese Einsicht wird von der Wissenschaft vor allem für das Bewertungs-Paradigma betont. So muß die Ausfilterung von Betätigungsfeldern u.a. “… immer vor dem Hintergrund… der jeweils eingenommenen ‘Weltanschauung’ gesehen werden.” Müller-Stewens, G. (1990), S.175f.Google Scholar
  2739. 3165.
    Denn nicht vergessen werden darf “… die unumgängliche Einzigkeit und Besonderheit des organisatorischen Geschehens, das sich hinter oft ähnlichen Strukturen abspielt.” Friedberg, E. (1988), S.40Google Scholar
  2740. 3166.
    In diesem Sinne spricht Friedberg von Macht als “Dimension der Wirklichkeit…” Friedberg, E. (1988), S.40 3167 In diesem Zusammenhang können z.B. Manipulationen der umweltbezogenen Informationen erfolgen (vgl. ähnlich Nomiann, R. (1971), S.206).Google Scholar
  2741. 3168.
    Hier wird besonders immer wieder auf das symbolisch generalisierte Kommunikationsmedium Macht verwiesen, vor allem im Kontext innovativ ausgerichteter Überlegungen (vgl. anstelle vieler Winck, P. (1986), S.148).Google Scholar
  2742. 3169.
    So hält Normann für das Produkt fest: “… (I)ts set of dimensions and their relative importance may be considered a mapping of the value and power structures of the organization…” Normann, R. (1971), S.205, im Original kursivGoogle Scholar
  2743. 3170.
    Nach Hinterhuber wird dies i.d.R. die gesamtsystemübergreifende Unternehmungssteuerung sein (vgl. Hinterhuber, H.H. (1996), S.135ff.). Die vorliegende Theorie kommt ohne eine derartige Vorabzurechnung aus.Google Scholar
  2744. 3171.
    Es wird also davon ausgegangen, daß der Einfluß eines Systems in der organisationalen Autopoiese von seiner “… Stellung im untemehmenspolitischen Kräftefeld abhängt…” Siemer, S. (1991), S.225Google Scholar
  2745. 3172.
    Daher ist die Teilnahme an der Entwicklung und Durchsetzung von Wirklichkeitskonstruktionen fir Systeme schon aus Statusgründen sehr attraktiv. Demgemäß heißt es bei Normann: “Development projects are important tools for… seeking status…” Normann, R. (1971), S.213Google Scholar
  2746. 3173.
    “Success results in power…” Normann, R. (1971), S.204Google Scholar
  2747. 3174.
    in loser Anlehnung an Normann, R. (1971), S.205Google Scholar
  2748. 3175.
    Die Formulierung deutet an, daß sich die politische Systemstruktur keineswegs und in jedem Fall total ändern muß. So können bisherige Machtzentren durchaus auch ihre Macht erhalten, falls sie es verstehen, die neue Form der Wirklichkeit zu ihren Gunsten zu bestimmen oder in der Bestimmung erneut eine dominierende Rolle zu spielen.Google Scholar
  2749. 3176.
    Vgl. Normann, R. (1971), S.205, vgl. ergänzend S.208.Google Scholar
  2750. 3477.
    Müller-Stewens, G. (1990), S.186, im Original wird die Aussage auf den Kontext der Suche nach neuen Betätigungsfeldern referiert.Google Scholar
  2751. 3178.
    Die Produktinnovationsforschung weist nahezu unablässig auf die Bedeutung des Zeitfaktors bei der Innovationsentwicklung und -verwertung hin (vgl. anstelle vieler Olschowy, W. (1990), S.34; vgl. zudem kritisch Braun, C.-F. v. (1991), S.51ff.).Google Scholar
  2752. 3179.
    Die Überlegungen stehen in der sich allgemein herausbildenden Einsicht, die eine verstärkte Beachtung des Zeitfaktors bei Absatzaktivitäten einfordert (vgl. Engelhardt, H.W. (1989), Sp.1591). Die Inanspruchnahme von Zeit zur Produktentwicklung und das schnelle Reagieren auf Kundenaufträge ist zum zusätzlichen Wettbewerbskriterium geworden (vgl. anstelle vieler Frese, E. (1993), S.1003).Google Scholar
  2753. 3180.
    Vgl. ähnlich Müller-Stewens, G. (1990), S.8f; vgl. ergänzend die Hinweise auf ständige Angebots-und Nachfrageveränderungen, auf die Dynamik der Wettbewerbsfeldveränderungen und auf die Veränderung von Segmenten in der Zeit bei Porter, M.E. (1989), S.29, S.304, S.350. Die Veränderungsgrade können bis hin zur völligen Neubestimmung gegenwärtiger Geschäfte gehen (in Anlehnung an Reichert, R., Kirsch, W., Esser, W.-M. (1991), S.579).Google Scholar
  2754. 3181.
    Dieser Aspekt wird bei Reichert/Kirsch/Esser ins Zentrum des Strategischen Managements in Phasen wirtschaftlicher Stagnation gerückt (vgl. Reichert, R., Kirsch, W., Esser, W.-M. (1991), S.579; vgl. ergänzend Huxold, S. (1990), S.24f.).Google Scholar
  2755. 3182.
    Dergestalt können z.B. am Ende der Suche nach neuen Betätigungsfeldern “… fertige strategische Programme für einige ausgewählte neue Betätigungsfelder stehen.” Reichert, R., Kirsch, W., Esser, W.-M. (1991), S.581Google Scholar
  2756. 3183.
    Der Wandel von Betätigungsfeldem ist mithin in seinem Kontext zu beurteilen. So rechtfertigt sich z.B. die Empfehlung Huxolds, daß Neuproduktinnovationen vor Niedergang der alten Produkte zu erfolgen haben (vgl. Huxold, S. (1990), S.39). Ebenfalls können sich die Suche nach neuen Geschäften und bestehende Betätigungsfelder gegenseitig befruchten (vgl. Reichert, R., Kirsch, W., Esser, W.-M. (1991), S.582). Zudem kann nach Triebkräften der Produktevolution gesucht werden (vgl. Wheelwright, S.C., Clark, K.B. (1994), S.15ff.).Google Scholar
  2757. 3184.
    Mithin wird der Begriff des “Lebens”, der im allgemeinen (nennenswerte Ausnahmen sind die Begriffe “Nachfragezyklus” und “Konjunkturzyklus”) die zentrale Begrifflichkeit betriebswirtschaftlicher und organisationswissenschaftlichen Zykluskonzepte darstellt, eliminiert (vgl. die umfangreiche Literatur zusammenfassend Höft, U. (1992)). Zumindest stiftet der Lebensbegriff im Bereich des Sozialen unnütze Verwirrung, so als ob es sich bei der sozialen Evolution um eine genetisch programmierte Form handele. Tatsächlich verbirgt sich hinter dem normalen Sprachgebrauch der Wissenschaft die gefirchtete “Organismusanalogie” (vgl. Engelhardt, H.W. (1989), Sp.1592). Dieses sachverhaltsverzerrende Problem ist betriebswirtschaftlich und organisationswissenschaftlich seit längerem im Prinzip registriert und in seiner Aussage jeglicher strengen Gesetzlichkeit enthoben (vgl. Michel, K. (1990), S.15; vgl. Huxold, S. (1990), S.18; vgl. Böcker, F., Gierl, H. (1987), S.686; vgl. Thietart, R.A., Vivas, R. (1984), S.I405). Desweiteren strahlt der Begriff des “Lebens” unglücklich auf den Begriff des “Zyklus” aus. Er gibt ihm eine Konnotation im Sinne von “regelmäßig und wiederkehrend ablaufend”. Dieser Konnotation ist der vorliegende “Zyklusbegriff’ entkleidet. Er meint nur das ”Aneinander“ der differenten Typen zusammengehöriger Erwartungsstrukturen, wobei über die Richtung der Reihung vorab keine Aussage getroffen wird. Der Betätigungsfeldzyklus kann nicht per se als Prozeß begriffen werden, obwohl dies im konkreten Fall immer noch möglich ist. Sein Wert liegt in der angebotenen Typologie zur Differenzierung morphogenetischer Situationen und daran anschließbarer Entscheidungen (vgl. Michel, K. (1990), S.15; vgl. Anderson, C.R., Zeithaml, C.P. (1984), S.21, S.22, S.23; vgl. ergänzend Donaldson, L. (1985), S.25; vgl. ergänzend Thietart, R.A., Vivas, R (1984), S.1421). Damit erlangt das Zykluskonzept auch didaktischen Wert (vgl. Engelhardt, H.W. (1989), Sp.1601).Google Scholar
  2758. 3185.
    Ergänzend ist zu notieren, daß eine derartige Strukturierung sich mit Problemen der Typenbildung auseinandersetzen muß. So weist Höft kaum überraschend darauf hin, daß die Ableitung verschiedenster Zykluskonzepte und die Differenzierung nach Zyklusphasen mit ähnlichen Problemen der Phasenabgrenzung zu tun hat (vgl. Höft, U. (1992), S.140).Google Scholar
  2759. 3186.
    Die Überlegungen sind demzufolge vom Ansatz her immer auch auf Innovationsaktivitäten im Kontext des Systemoutputs gerichtet (vgl. ergänzend gleichlautend die Ausrichtung eines erweiterten Produktzykluskonzepts bei Höft, U. (1992), S.66).Google Scholar
  2760. 3187.
    So kann z.B. mit Blick auf die Aufgabenumwelt der Organisation von einer “Produktentwicklungsstrategie” gesprochen werden (vgl. Siemer, S. (1991), S.2; vgl. ergänzend Wheelwright, S.C., Clark, K.B. (1994), S.71).Google Scholar
  2761. 3188.
    Vgl. ergänzend Wheelwright, S.C., Clark, K.B. (1994), S.50ff.Google Scholar
  2762. 3189.
    Vgl. Aaker, D.A. (1989), S.40; vgl. ergänzend mit einigen kritischen Anmerkungen zur tendenziellen Vernachlässigung der Dynamikbetrachtung der Unternehmungsaufgabe seitens der Wissenschaft Meffert, H. (1988), S.28.Google Scholar
  2763. 3900.
    Zur Neubestimmung des Unternehmungszwecks vgl. die Beobachtungen bei Reichert, R., Kirsch, W., Esser, W.-M. (1991), S.580.Google Scholar
  2764. 3901.
    Es müssen demnach im empirischen Fall der Beobachtung und Beschreibung eines spezifischen Output-Paradigmas keineswegs alle typologischen Möglichkeiten und auch keinesfalls in der im Text genannten Reihenfolge in den Blick gelangen. Möglichkeiten müssen nicht Wirklichkeit werden (vgl. ähnlich Meffert, H. (1988), S.33). 792 In loser Anlehnung an Kuhn kann anstelle von “Werden” morphogenetisch exakter von einer “Paradigmaausformung” gesprochen werden (vgl. Kuhn, T.S. (1989), S.167).Google Scholar
  2765. 3793.
    Meffert spricht von einer “… Typologisierung strategisch relevanter Situationen…” Meffert, H. (1988), S.33 319’ Meffert, H. (1988), S.33Google Scholar
  2766. 3195.
    Das Outputzykluskonzept hat der Abfolge der Gesamtheit seiner Phasen betreffend keine normative Kraft (vgl. Meffert, H. (1988), S.33).Google Scholar
  2767. 396.
    Vgl. Höft, U. (1992), S.53ff., S.66ff.Google Scholar
  2768. 397.
    Zugleich ist festzuhalten, daß die vorliegende Untersuchung einen relativ weiten Begriff der Outputinnovation verwendet. Er erfaßt alle möglichen morphogenetischen Veränderungen aller möglichen output-paradigmatischen Phasen (vgl. gleichlautend die Verortung des Erkenntnisinteresses des Innovationsmanagements bei Winck, P. (1986), S.147; vgl. anderer Meinung Knoblich, H., Schubert, B. (1992), S.60ff.).Google Scholar
  2769. 3198.
    Vgl. z.B. die Übersicht bei Höft, U. (1992), S.54.Google Scholar
  2770. 3199.
    So spricht in diesem Sinne Meinig von einer “… Aufldärung der Marktverhältnisse…” Meinig, W. (1985), S.19; vgl. ergänzend Witt, U. (1986), S.267.Google Scholar
  2771. 3200.
    Vgl. anderer MeinungNormann, R. (1971), S.203.Google Scholar
  2772. 3201.
    In loser Anlehnung an Höfl, U. (1992), S.66; ähnlich vermerkt Müller-Stewens für den Aufgabenbereich von Unternehmungen: “Als Basisaktivität kann… das Suchen nach… Signalen zu neuen Geschäften und die vertiefende Beobachtung dieser Signale gesehen werden.” Müller-Stewens, G. (1990), S.199Google Scholar
  2773. 3202.
    Das Erzeugen mehrerer Output-Paradigmaideen ist keineswegs unwahrscheinlich, ist hier die Erkenntnis durch geringe Ausarbeitungsgrade und mithin durch schwache Präzisionen gekennzeichnet, so daß es relativ einfach gelingt, vermeintlich passende Antworten für bestimmte Situationen zu finden (vgl. der Konnotation nach ähnliche Überlegungen innerhalb der Wissenschaftstheorie bei Kuhn, T.S. (1989), S.89).Google Scholar
  2774. 3303.
    Kuhn, T.S. (1989), S.89, im Originalkontext auf den Bereich der Wissenschaftstheorie ausgerichtet J20’ Kuhn, T.S. (1989), S.I66Google Scholar
  2775. 3209.
    Vgl. Reichert, R., Kirsch, W., Esser, W.-M. (1991), S.583.Google Scholar
  2776. 32Ôfi.
    Vgl. Albers, S., Eggers, S. (1991), 5.62f.Google Scholar
  2777. 3207.
    In der Theorie der Suchfeldanalyse verbirgt sich dieser Sachverhalt hinter dem Ansatz “suchraumbezogene Filter der Erkenntnis als Vorsteuergrößen möglicher Suchrichtungen” (vgl. Müller-Stewens, G. (1990), S.160). 3208 In der Weise führt die Veränderung der Erfahrung möglicherweise zur Veränderung von Suchstrategien für neue Output-Paradigmen (in enger Anlehnung an Müller-Stewens, G. (1990), S.169, vgl. ergänzend S.176).Google Scholar
  2778. 3208.
    Es ist nicht so, wie jedoch Bühner meint, daß die “Ideenauswahl” der erste Kontrollmechanismus der OutputParadigmaevolution ist (vgl. anhand von Überlegungen zu Diversifikationsprojekten Bühner, R. (1991), S.1408). Die Erzeugung der Erkenntnis wird bereits kontrolliert von dem, was an Erkenntnis vorhanden ist, d.h. die Erkenntnis operiert hier mit der Differenz von Variation/Retention: So werden “… neue Paradigmata aus alten geboren…” Kuhn, T.S. (1989), S.160Google Scholar
  2779. 3210.
    In diesem Sinne unterscheidet Geschka eine Produktplanung “innerhalb bestehender” von einer Produktpla nung “außerhalb bestehender” Produktlinien (vgl. Geschka, H. (1992), S.26f; vgl. ergänzend und der Konnotation nach ähnlich wegen der Unterscheidung von Produktwandlungen in “Variation und Reorientierung” Normann, R. (1971), S.205).Google Scholar
  2780. 3211.
    in Anlehnung an Normann, R. (1971), S.208, S.212Google Scholar
  2781. 3212.
    Vgl. zu möglichen Quellen von Outptut-Paradigmaideen anhand des Beispiels von Diversifikationsprojekten Btihner, R. (1991), S.1400; vgl. ergänzend Winck, P. (1986), S.145.Google Scholar
  2782. 3213.
    Für ein Beispiel analytischem Vorgehens läßt sich die Methodik der Suchfeldanalyse anführen, obgleich auch sie selbstverständlich z.T. ebenfalls eher explorative Komponenten inne hat (vgl. Müller-Stewens, G. (1990)).Google Scholar
  2783. 3214.
    Vgl. im Kontext der Wissenschaftstheorie Kuhn, T.S. (1989), S.62.Google Scholar
  2784. 3215.
    Es findet sich also schon hier, was Kuhn in der Wissenschaftstheorie als “… Wettstreit der Paradigmata…” (Kuhn, T.S. (1989), S.159) bezeichnet hat.Google Scholar
  2785. 3216.
    in Anlehnung an die Wissenschaftstheorie bei Kuhn, T.S. (1989), S.80Google Scholar
  2786. 3217.
    Ideen erzeugen Unsicherheiten, da sie als zusätzliche Komplexitätsreduktionen die etablierten verunsichem können.Google Scholar
  2787. 3218.
    Vgl. im weitesten Sinne ähnlich Hif, U. (1992), S.68.Google Scholar
  2788. 3219.
    Vgl. Höft, U. (1992), S.68; vgl. ergänzend Olschowy, W. (1990), S.145.Google Scholar
  2789. 322.
    Es ist der Innovationsforschung aber bekannt, daß z.B. Neuprodukte durch wenige kritische Faktoren zum Scheitern gebracht werden können (vgl. Perillieux, R. (1987), S.99, S.115; vgl. ähnlich Winck, P. (1986), S.141). 3211 Vgl. Normaa, R. (1971), S.207; vgl. ähnlich, jedoch eher relativ pauschal in der Zurechnung von Verantwortung Olschowy, W. (1990), S.186f. Anderer Auffassung sind Knoblich/Schubert, die mit ihrer Betonung der hohen Bedeutung der Konzeptionsphase von Output-Paradigmen eher später ansetzen (vgl. Knoblich, H., Schubert, B. (1992), S.59).Google Scholar
  2790. 3222.
    in Anlehnung an Normaa, R. (1971), S.207Google Scholar
  2791. 3223.
    Vgl. weitgehend ähnlich Hört, U. (1992), S.69.Google Scholar
  2792. 3224.
    Servatius, H.-G. (1986), S.86; in diesem Sinne betonen Wheelwright/Clark: ‘Nach unserem Modell kommt der Entwicklungsprozeß (erst) zum Abschluß, wenn die Organisation das Produkt voll markt-und konkurrenzfähig gemacht hat, d.h. unter Einschluß aller Aspekte: Konstruktion und Gestaltung, Marketing und Vertrieb, Fertigung.“ Wheelwright, S.C., Clark, K.B. (1994), S.238f.Google Scholar
  2793. 3225.
    Vgl. Michel, K. (1990), S.55; vgl. Perillieux, R. (1987), S.51f.Google Scholar
  2794. 3226.
    In diesem Sinne bezeichnet Michel die Emergenz eines dominanten Designs als “… einen wesentlichen Meilenstein in der Branchenentwicklung…” Michel, K. (1990), S.176Google Scholar
  2795. 3227.
    Kuhn, T.S. (1989), S.102, im Originalkontext im Rahmen der WissenschaftstheorieGoogle Scholar
  2796. 3228.
    So können z.B. geänderte Aussichten der Outputaufnahme durch die Umwelt (wie geänderte Kundenwünsche (vgl. Bolwijn, P.T., Kumpe, T. (1990), S.46)), aber ebenfalls mangelnder Einklang mit der Untemehmungsaufgabe zur Destabilisierung des Output-Paradigmas führen (vgl. Aaker, D.A. (1989), S.32; vgl. ergänzend Huxold, S. (1990), S.29).Google Scholar
  2797. 3229.
    Die Innovationstheorie spricht hier von “Innovationserfordemissen” und sucht nach Ansätzen, diese zur Steigerung der organisationalen Handlungsfähigkeit so früh als möglich zu erkennen (vgl. umfassend den Lösungsvorschlag bei Huxold, S. (1990)).Google Scholar
  2798. 3230.
    Demnach kann man mit Huxold einen Innovationsbedarf als “… ein dynamisches Konstrukt…” (Huxold, S. (1990), S.30) begreifen.Google Scholar
  2799. 3231.
    Hierzu finden sich Hinweise in der Literatur, jedoch weniger auf Output-Paradigmen, sondem auf Betäti-gungsfelder bezogen (vgl. Kirsch, W., Ringlstetter, M. (1991), S.249; vgl. im Kontext der Suchfeldanalyse Reichert, R, Kirsch, W., Esser, W.-M. (1991), S.587; vgl. ergänzend die Hinweise auf die Ermöglichung stärkeren morphogenetischen Wandels durch die Ingebrauchnahme von Macht bei Normann, R (1971), S.210).Google Scholar
  2800. 3232.
    Vgl. der Konnotation nach anderer Meinung Höft, U. (1992), S.69.Google Scholar
  2801. 3233.
    Vgl. Albers, S., Eggers, S. (1991), S.44.Google Scholar
  2802. 3234.
    So wählt z.B. Höft als Bezugsgröße der Phasenbeobachtung die Absatzmenge von Produkten (vgl. Höft, U. (1992), S.73).Google Scholar
  2803. 3236.
    Mit Blick auf die Aufgabenumwelt der Organisation handelt es sich bei dem Wissen um die “… Typologisierung strategisch relevanter Situationen im Kontext der Marktevolution.” Michel, K. (1990), S.15Google Scholar
  2804. 3238.
    Es handelt sich um eine Idealisierung, da gegenwärtig ein so früh wie möglicher Einbezug der Marktsprache in die F&E-Entscheidungsreproduktion eingefordert wird (vgl. Olschowy, W. (1990), S.187). Das kann z.B. durch die Berücksichtigung sogenannter “Marktanforderungen” geschehen. Am ehesten wird den obigen Darlegungen im Text mit der Ausrichtung der Grundlagenforschung entsprochen, da hier “… marktstrategische Aspekte keine Rolle spielen dürfen bzw. deren Einbeziehung darüber hinaus sogar kreativitätshemmend wirken würde.” Michel, K. (1990), S.123Google Scholar
  2805. 3240.
    Meffert, H. (1988), 8.63; Porter spricht gleichlautend von “Eintrittskonzepten” (vgl. Porter, M.E. (1990a), S.434f.).Google Scholar
  2806. 3241.
    Für eine Zusammenstellung möglicher Eintrittsformen vgl. Müller-Stewens, G. (1990), S.136; vgl. Anderson, C.R., Zeithaml, C.P. (1984), S.6. Überlegungen zum erstmaligen Outputeintritt werden gegenwärtig in der Wissenschaft besonders mit Blick auf die Zeitdimension diskutiert (vgl. Perillieux, R. (1987), S.3; vgl. Kalish, S., Lilien, G.L. (1986), S.194; vgl. zudem den Literaturüberblick bei Lilien, G.L., Yoon, E. (1990), S.568). So findet sich z.B. die Option des Eintritts in die frühen Phasen des Marktzyklus oder auch in dessen Wachstumsphasen (vgl. Michel, K. (1990), S.244). Die Diskussion zentriert sich hier vor allem um koordinierend interpretierte “Timingstrategien” unter Referenz auf die Gesamtheit der möglichen Eintritte, wobei in ihrer gröbsten Unterscheidung “Führer-” von “Folgerstrategien” differenziert werden (vgl. Meffert, H. (1988), S.63f.; vgl. Michel, K. (1990), S.92ff.; vgl. Servatius, H.G. (1986), S.108; vgl. Porter, M.E. (1990a), S.293f.; vgl. Bleicher, K. (1991a), S.209). Die Wahl der Timingstrategie ist nicht unabhängig von der Entwicklungszeit zu betrachten (vgl. Wheelwright, S.C., Clark, K.B. (1994), S.41ff.). In sozialer Sicht würden dagegen Preisstrategien für den Outputeintritt in das Aufnahmemedium zu diskutieren sein (vgl. zu Preisstrategien knapp Meffert, H. (1988), S.139ff.). In sachlicher Sicht läßt sich die Frage nach dem “Wo(?)” des Eintritts anführen (vgl. Porter, M.E. (1990a), S.423, vgl. exemplarisch S.428ff.).Google Scholar
  2807. 3242.
    Die Wachstumstätigkeit betrifft den Anteil der Form im Outputaufnahme-Paradigma, die die Gestalt für eine wachsende und wiederholte Aufnahme des Outputs durch das Aufnahmemedium liefert (vgl. ergänzend Anderson, C.R., Zeithaml, C.P. (1984), S.8).Google Scholar
  2808. 3243.
    Das Aufnahmestabilisierungswissen ist als ein eigener Typ von Wissen (in loser Anlehnung an Meffert, H. (1988), S.82f.) auf Sättigungstendenzen der Outputaufnahme durch das Aufnahmemedium gerichtet (vgl. ergänzend Anderson, C.R., Zeithaml, C.P. (1984), S.8).Google Scholar
  2809. 3244.
    Das Outputaufnahme-Paradigma wird hier in Richtung Absicherungs-, Verteidigungs-und Konsolidierungsstrategien vorangetrieben, aber auch mögliche Austrittsformen werden diskutiert (vgl. Meffert, H. (1988), S.83, S.91). Diese Überlegungen werden seitens der Forschung wenig untersucht und als “’Endspiel’-Strategien” (Porter, M.E. (1990a), S.318) bezeichnet (vgl. ergänzend Anderson, C.R., Zeithaml, C.P. (1984), S.8, S.22). Die von der Forschung in Betracht gezogenen Strategiealtemativen der Degeneration weichen stark voneinander ab (vgl. ausführlich Porter, M.E. (1990a), S.334ff.).Google Scholar
  2810. 3345.
    Unbeschadet anderweitig vorfmdbarer Meinungen wird explizit darauf hingewiesen, daß die Evolution von Aufnahmemedien-Paradigmen ihre Triebfeder in allen drei Sinndimensionen haben kann. So können sie aufgrund sachlicher, sozialer und/oder zeitlicher Einflüsse evolvieren. Unverständlich bleibt, warum Meinig lediglich die Sozialdimension verantwortlich machen will (vgl. Meinig, W. (1985), S.14f, S.44f.).Google Scholar
  2811. 3346.
    Selbstverständlich sind alternative Phasenordnungen keineswegs ausgeschlossen. So könnte z.B. eine Ordnung anhand betriebswirtschaftlich ausgearbeiteter Beschaffungstheorien entwickelt werden. Auch hier finden sich Phasendarstellungen (vgl. anstelle vieler mit weiteren Literaturnachweisen Friedl, B. (1990), S.64). Ein wesentliches Problem dieser Ordnungen für die vorliegende Untersuchung ist aber, daß sie mehr auf das “Was(?)” der Erkenntnis als auf ihr “Wie(?)” abstellen und mithin die Dimension des “Werdens” von Ordnung vernachlässigen. Diese bleibt jedoch für morphogenetische Überlegungen von vorrangiger Bedeutung.Google Scholar
  2812. 3347.
    Die Aufnahmephase wird in der betriebswirtschaftlichen Beschaffungstheorie unter dem Begriff der “Be-schaffungsrealisation” abgehandelt (vgl. z.B. Friedl, B. (1990), S.64).Google Scholar
  2813. 3249.
    So hält z.B. die Diffusionstheorie fir erstmalige Aufnahmeentscheidungen von Organisationen fest: “Die einzelnen Einheiten… werden zu unterschiedlichen Zeitpunkten Adoptionskandidaten. Als Ursachen für diese Unterschiede kommen einerseits Merkmale der betreffenden Einheiten… und andererseits… Aktivitäten der Anbieter sowie Faktoren gesellschaftlicher Art in Betracht.” Böcker, F., Gierl, H. (1987), S.689Google Scholar
  2814. 3249.
    Es handelt sich also um eine Interpretation der Organisation unter Referenz auf ihre interpretierende Umwelt. 3250 Das gilt nicht nur für die Aufgabenumwelt, sondern auch für die generelle Umwelt der Organisation. Auch für sie finden sich Zykluskonzepte (vgl. Huxold, S. (1990), S.180f.).Google Scholar
  2815. 3251.
    Gleich lautet der grundsätzliche Tenor der strategischen Beschaffungsforschung (vgl. Kligge, C.G. (1992), S.57ff.).Google Scholar
  2816. 3252.
    Die Beobachtungsphase in der Evolution von Aufnahmemedien-Paradigmen kann nicht mit der in der Litera-tur diskutierten “Beschaffungsmarktforschung” gleichgesetzt werden. Diese sieht sich in der Tradition des Auf-nahmemediumaufnahme-Paradigmas und leitet ihre Aufgaben (z.B. Informierung über Beschaffungsmärkte, Lieferquellenerschließung, Marktstörungsprognose u.ä.) aus dem Vorliegen eines Aufnahmemedium-Paradigmas ab (vgl. zur “Beschaffungsmarktforschung” detailliert Harlander, N., Platz, G. (1991), S.33ff.).Google Scholar
  2817. 3253.
    So ist die Outputbeobachtung durch den Anbieter von der Outputbeobachtung durch den Nachfrager zu unterscheiden (vgl. im Kontext der Innovationsforschung Knoblich, H., Schubert, B. (1992), S.61).Google Scholar
  2818. 3254.
    Huxold, S. (1990), S.214, im Original FettdruckGoogle Scholar
  2819. 3255.
    Selbstverständlich läßt sich der Anteil der Kreativität durch Vorabreglementierungen der Induktion einschränken (in loser Anlehnung an und Übertragung der Überlegungen von Olschowy, W. (1990), S.184).Google Scholar
  2820. 3255.
    Vgl. zu Ursachenfeldern der Bedarfsentstehung Meinig, W. (1985), S.47ff.Google Scholar
  2821. 3257.
    Meinig postuliert in diesem Sinne “latente Bedarfe” (Meinig, W. (1985), S.57).Google Scholar
  2822. 3258.
    in Anlehnung an Normann, R. (1971), S.203Google Scholar
  2823. 3259.
    Olschowy notiert z.B. für die Aufgabenumwelt: “Das entwickelte Produkt muß den Marktanforderungen… gerecht werden. Die Produktleistung wird daher zur dominierenden Zielvariable.” Olschowy, W. (1990), S.47, Fn. weggelassenGoogle Scholar
  2824. 3060.
    Die Bedarfsforschung weist in diesem Zusammenhang jedoch darauf hin, daß der Verlauf der Bedarfsentste-hung sich weitgehend empirischen Beobachtungen entzieht (vgl. Meinig, W. (1985), S.42).Google Scholar
  2825. 3061.
    Die Aufnahmemedium-Paradigmaentstehungsphase hat ihr Korrelat in der betriebswirtschaftlichen Beschaf-fungsforschung und dort maßgeblich in der strategischen Beschaffungsplanung (vgl. Friedl, B. (1990), S.69ff.). “62 Die Selektionskriterien sind auch hier zeitlichen Veränderungen unterworfen, so daß die Ergebnisse der Selektion sehr wohl Varianzen aufweisen können (vgl. im weitesten Sinne und eher ergänzend Huxold, S. (1990), S.117f.; vgl. Olschowy, W. (1990), S.188).Google Scholar
  2826. 3263.
    Die Überlegungen formieren sich entlang eines der wesentlichen Aspekte der betriebswirtschaftlichen Beschaffungszielsetzung, nämlich den notwendigen Input “… in der richtigen Menge und Qualität zur richtigen Zeit am richtigen Ort bereitzustellen…” Harlander, N., Platz, G. (1991), S.35Google Scholar
  2827. 3264.
    Dadurch wird sichergestellt, daß sich die Erkenntnis sowohl mit der Umwelt, als auch mit den übrigen Verhältnissen im Aufnahmemedium koordiniert.Google Scholar
  2828. 3265.
    Hier geht es z.B. darum, welche Arten von Vertragsschlüssen aus der Sicht des Aufnahmemediums zwischen Aufnahmemedium und Inputlieferant in Frage kommen. Die obige Form des Aufnahmenmedium-Paradigmas läßt sich im Rahmen der betriebswirtschaftlichen Beschaffungsforschung maßgeblich in Überlegungen zur “Marktbeeinflussung im Beschaffungsmarketing” einordnen (vgl. hierzu detailliert Harlander, N., Platz, G. (1991), S.55ff.).Google Scholar
  2829. 3266.
    in Anlehnung und Übertragung der wissenschaftstheoretischen Überlegungen bei Kuhn, T.S. (1989), S.77 3267 in Anlehnung an die Wissenschaftstheorie bei Kuhn, T.S. (1989), S.65ff.Google Scholar
  2830. 3268.
    in loser Anlehnung und Übertragung der Erkenntnis bei Kuhn, T.S. (1989), S.80Google Scholar
  2831. 3269.
    Hier wird das Wissen bereitgestellt für die erstmalige Aufnahme eines spezifischen Inputs durch das Aufnahmemedium, d.h. “… für die Adoptionsentscheidung…” Perillieux, R (1987), S.78Google Scholar
  2832. 3270.
    Es kommt zu einer sich verstärkenden Aufnahme des Inputs. Das Aufnahmemedium verfügt über erhöhte Erfahrungsschätze bezüglich der genauen Inputbeschaffenheit. So ist man sich z.B. aufgrund bereits gesammelter Erfahrungen mehr über den Wert des Inputs im klaren (in loser Anlehnung an Porter, M.E. (1989), S.187; vgl. Porter, M.E. (1990a), S.299). Das kann zu geänderten Aufnahmeentscheidungen führen und sei es lediglich, daß sie weniger Zeit in Anspruch nehmen. Auf jeden Fall entwickelt das Aufnahmemedium Routinen, die die vermehrte Inputaufnahme bewältigen sollen.Google Scholar
  2833. 3271.
    Die Inputaufnahme steigt nicht mehr an. Spätestens hier ist mit der Emergenz von formalisierten Erwar-tungsstrukturen zur Steuerung der Aufnahme zu rechnen (vgl. ergänzend Michel, K. (1990), S.180f).Google Scholar
  2834. 3272.
    Es kommt zu einer Verringerung der Inputaufnahme; das Aufnahmemedium hat darauf ausgerichtete Strategien zu erzeugen.Google Scholar
  2835. 3273.
    Eine dem Tenor nach gleiche Position richtet die Überlegungen zum bedarfsorientierten Produktivgütermarketing bei Meinig aus (vgl. Meinig, W. (1985), S.13, S.16).Google Scholar
  2836. 3274.
    Die Fremdbeobachtung kann z.B. über Indikatoren erfolgen (vgl. Huxold, S. (1990), S.113ff.).Google Scholar
  2837. 3275.
    Als relevante Grenzstelle sieht die betriebswirtschaftliche Literatur hier den Bereich des Marketings an (vgl. anstelle vieler Olschowy, W. (1990), S.143).Google Scholar
  2838. 3276.
    Für das Output-Paradigma der Organisation geht es demnach darum, einen Umweltbezug zu seiner Steuerung herzustellen, mit Blick auf die Aufgabenumwelt also um die Herstellung einer Verbindung zum Absatzmarkt (vgl. im Kontext der Bedarfsforschung Meinig, W. (1985), S.91 f.; vgl. ergänzend Bühner, J. (1991), S.1400).Google Scholar
  2839. 3277.
    Die Fremdreferenz kann jedoch keine Erfolgsgarantie der Koordinierung abgeben. Die Theorie selbstreferentieller Systeme liefert hierfür ausreichenden Erklärungsgehalt. Hinweise zu Schwierigkeiten der Bedürfnisbeobachtung fanden sich z.B. - wenngleich eher marginal - bei Huxold, S. (1990), 5.117. So ist schon in der Aufgabenumwelt die Unsicherheit der Absatzmarktentwicklung nicht zu eliminieren.Google Scholar
  2840. 3278.
    Demgemäß ist z.B. von der Produktinnovationsforschung “(d)ie besondere Bedeutung der Orientierung an Abnehmerbedürfnissen… für eine erfolgreiche Neuproduktentwicklung… immer wieder betont worden.” Huxold, S. (1990), S.109, Fn. weggelassen; vgl. ergänzend Olschowy, W. (1990), 5.198£Google Scholar
  2841. 3279.
    Hier läßt sich zur Ermittlung neuer Bedürfnisse und zugleich Ihr die Gewinnung von Zeitvorteilen der vorn Begriff her sich selbsterklärende “Lead-User-Ansatz” einordnen (vgl. Huxold, S. (1990), S.119; vgl. Olschowy, W. (1990), 5.149, S.206; vgl. Geschka, H. (1992), S.26f.).Google Scholar
  2842. 3280.
    Dementsprechend kann sich beispielsweise der Attraktivitätsgrad der Marktsegmente ändern (vgl. Bleeke, J.A. (1990), S.159f.).Google Scholar
  2843. 3281.
    Vgl. zur “Segmentattraktivität” ergänzend Porter, M.E. (1989), S.330f.Google Scholar
  2844. 3282.
    Es ist daher kaum verwunderlich, daß die Flexibilität des Outputs Ihr die wettbewerbsorientierte Strategietheo rie eine Quelle von Wettbewerbsvorteilen darstellt (vgl. Fiegenbaum, A., Kamani, A. (1991), S.102, S.109, S.111), ermöglicht sie eine einfachere und daher schnellere Koordinierung der Paradigmen. Und auch die Etablierung von “Produktplattformen” (vgl. Meyer, M.H., Utterback, J.M. (1993), S.29ff.) läßt sich in die Richtung verbesserter Koordinierung interpretieren.Google Scholar
  2845. 3283.
    Vgl. weitgehend ähnlich Huxold, S. (1990), S.16.Google Scholar
  2846. 3284.
    Vgl. Hinterhuber, H.H. (1992), S.142f.Google Scholar
  2847. 3285.
    Vgl. Eggers, B., Lawa, D. (1993), S.102.Google Scholar
  2848. 3286.
    Vgl. Servatius, H.-G. (1986), S.173, S.174.Google Scholar
  2849. 3288.
    Veränderte Segmentierungen sind veränderte Wirklichkeitskonstruktionen. Aufgrund der Selbstreferenz lassen sich neue Segmente strenggenommen allein durch die Transformation gängiger Segmentierungsvariablen erzeugen (in loser Anlehnung an Porter, M.E. (1989), S.320).Google Scholar
  2850. 3289.
    Es ist demnach nicht verwunderlich, daß Porter in der Erkenntnis einer neuen Segmentierungsmethode eine wichtige Chance erblickt (vgl. Porter, M.E. (1989), S.348).Google Scholar
  2851. 3290.
    In diesem Sinne betont Normahn, daß durch ein Neuprodukt die System/Umwelt-Beziehung eine Änderung erfahre (vgl. Normann, R. (1971), S.203).Google Scholar
  2852. 3291.
    Die Organisation wird dann mit einem hohen Neuheitsgrad konfrontiert (in Anlehnung an die Spezifikation der Beurteilung von Neuheitsgraden bei Knoblich, H., Schubert, B. (1992), S.61).Google Scholar
  2853. 3292.
    Vgl. ähnlich Bolwijn, P.T, Kumpe, T. (1990), S.47.Google Scholar
  2854. 3293.
    Die Gestalt der Aufnahme im Aufnahmemedium-Paradigma entscheidet über das Absatzpotential des Outputs (vgl. Olschowy, W. (1990), S.195).Google Scholar
  2855. 3294.
    Dementsprechend beobachtet die Organisation die von ihr benötigte Zeit zur Generierung eines absatzfähigen Output-Paradigmas (vgl. ergänzend Vesey, J.T. (1990), S.20), um mit Blick auf die outputflußwirksame Aufnahme des Aufnahmemedium-Paradigmas rechtzeitig einen absatzfähigen Output erstellen zu können.Google Scholar
  2856. 3295.
    An dieser Erkenntnis anschließend ist in der Aufgabenumwelt “… (e)ine der entscheidenden strategischen Fragen…, welche Märkte sich fir das Produkt… früh öffnen werden, und welche spät.” (Porter, M.E. (1990a), S.285) In der Strategietheorie ist zur Kennzeichnung dieses Sachverhalts der Begriff des “strategischen Fensters” sedimentiert (vgl. z.B. Meffert, H. (1988), S.37; ähnlich vgl. Bleicher, K. (1991a), S.446ff.; vgl. Bleicher, K. (1994), S.145ff.). Kaum überraschend fungiert das “… Timing als strategischer Schlüsselfaktor…” Meffert, H. (1988), S.63, im Original teilweise kursivGoogle Scholar
  2857. 3296.
    Vgl. zu einer weitgehend ähnlichen Orientierung Olschowy, W. (1990), 5.110.Google Scholar
  2858. 3298.
    Wird die operativ realisierte Outputabgabe bereits vor Formierungen der operativ realisierten Outputeinfiih-rung des Aufnahmemediums erzeugt, lassen sich Diffusionshemmnisse des Outputabsatzes beobachten (vgl. z.B. für Diffusionshemmnisse bezüglich der Einführung neuer Prozeßtechnologien in der Automobilindustrie Klingebiel, N. (1989), S.279ff.; vgl. ergänzend für eine allgemeine Theoriegrundlage zur Diffusion Bäcker, F., Gierl, H. (1987), S.688ff.; vgl. ergänzend zum “zu früh auf dem Markt sein” Olschowy, W. (1990), S.181). Dieses “zu früh auf dem Markt sein” ist zu unterscheiden von der “marktlichen Plazierung unausgereifter Output-Paradigmen”, wie sie Michel im Blick hat (vgl. Michel, K. (1990), S.124). Dem entspricht eine mangelnde sachliche und soziale Koordinierung der Paradigmen: Das Output-Paradigma ist noch weiter auszuarbeiten, bis er mit dem Kern des Aufnahmemedium-Paradigmas koordiniert ist. 32% Es verwundert daher nicht, daß die Innovationsforschung mit Blick auf die Aufgabenumwelt der Organisation einen “falschen Markteintrittszeitpunkt des Outputs” negativ für den Innovationserfolg der Unternehmung beurteilt (vgl. anstelle vieler Olschowy, W. (1990), S.34£).Google Scholar
  2859. 3299.
    Zum Beispiel wird für die Aufgabenumwelt gegenwärtig zentral beklagt, daß die Beobachtungs-und Entstehungszyklen der Outputerzeugung expandieren, die outputflußrealisierende Aufnahme hingegen kontraktiert (vgl. Meffert, H. (1988), S.58).Google Scholar
  2860. 3300.
    So beobachten Wissenschaft und Wirtschaft zur Problematik der Differenzen der Paradigmenzyklen das “Zeit-fallenphänomen”: “… (D)ie kurze Präsenz der Produkte am Markt ist zumeist mit hohen Investitionen und längeren Entwicklungszeiten bei meist gleichzeitig rapidem Preisverfall verbunden.” Meffert, H. (1988), S.63; vgl. ergänzend Olschowy, W. (1990), S.24, S.25, S.35. Diese Entwicklung läßt sich auch unter die Metapher der “Zeitschere” (vgl. Bleicher, K. (1994), S.147f.) subsumieren. Allgemein und eher recht pauschal wird daraus geschlossen, daß es gegenwärtig für Unternehmungen darauf ankommt, mit Produkten früh auf den Markt zu kommen (vgl. Geschka, H. (1992), S.27; vgl. hierzu kritisch Meyer, M.H., Utterback, J.M. (1993), S.29). In der Tradition der beobachteten Differenzen im Gleichlauf von Output-und Aufnahmemedium-Paradigmen betont Huxold folgerichtig die zunehmende Schwierigkeit der Planung und Umsetzung von Produktinnovationen (vgl. Huxold, S. (1990), S.VlI). zwz Dennoch gewinnt man bei der Sichtung der Veröffentlichungen den Eindruck, daß Überlegungen zu Betätigungsfeldern in der Mittelstandsforschung ohne expliziten Bezug auf die FU überwiegen. In der Forschung über FU hingegen spielen Betätigungsfelder eine weniger bedeutende Rolle. Dort gewinnen eher Aspekte über nachhaltig organisationsinterne Probleme an Gewicht.Google Scholar
  2861. 3301.
    Das ist keineswegs verwunderlich, gilt die “Aufgabenumwelt von Organisationen” den Organisationswissenschaften als eine der Perspektiven, anhand derer neben der “Perspektive der Organisationskonfiguration” und der “Perspektive der Managementcharakteristiken” jede Unternehmung analysiert werden kann (vgl. d’Amboise, G., Muldowney, M. (1988), S.226; vgl. d’Amboise, G., Muldowney, M. (1986), S.10).Google Scholar
  2862. 3304.
    Bei Hinderer heißt es plakativ: “Ein… Vorteil des Mittelstandes ist seine unmittelbare Marktnähe.” Hinderer, M. (1984), S.88, im Original teilweise unterstrichen; vgl. der Intention nach ähnlich Wartenberg, L. v. (1991), S.149. Gleichlautend notieren Uhl/Puhlmann zur mU: “Aufgrund ihres in der Regel spezialisierten Leistungsprogramms mit kundenorientierten Fertigungsstrukturen sind mittelständische Unternehmen in der Lage, neue Marktnischen oftmals schneller besetzen zu können als Großunternehmen.” Uhl, O.W., Puhhnann, M. (1991), S.169Google Scholar
  2863. 3305.
    Besonders hier tun sich in jüngster Zeit unüberhörbare Kassandrarufe auf, die diesen vermeintlichen Vorteil von mU gegenüber Publikumsgesellschaften schwinden sehen. So hält z.B. Bauer fest, “… daß die in… Marktnischen als neue Wettbewerber auftretenden multinationalen Konzerne sowohl über die technischen und finanziellen als auch über die personellen Ressourcen vertilgen, um auf Veränderungen der Nachfrage ohne große Verzögerung reagieren zu können. Der bisher größte komparative Vorteil mittelständischer Unternehmen, das schnelle und flexible Reagieren auf Kundenwünsche, gerät dadurch ins Wanken.” Bauer, H.H. (1991), S.158f.; vgl. im weitesten Sinne ergänzend Scheer, A.-W. (1989b), S.4. Inwieweit derartige Überlegungen gerechtfertigt erscheinen, kann an vorliegender Stelle nicht umfassend geklärt werden. Zu konstatieren ist jedoch, daß Bauer den Phänomenbereich organisationaler Charakteristiken in seinem Erscheinungsbild übergebührend stark verkürzt und motivationale Überlegungen sogar völlig außer acht läßt. Diese Argumente sind aber fir eine an Gründen erfolgreicher Untemehmungssteuerung festgemachte Urteilsfindung über die von Bauer angefihrte Problematik vonnöten (vgl. ergänzend zum Umfang an Notwendigkeiten fir eine erfolgreiche Unternehmungssteuerung knapp Zahn, E., Rüttler, M. (1991), S.366).Google Scholar
  2864. 3306.
    Es kann keineswegs als ausgemacht gelten, daß die mFU durch eine gute Erreichbarkeit ihrer Märkte gekennzeichnet ist. Selbst wenn das gegenwärtig so sein mag - was zu bezweifeln ist -, gilt das noch lange nicht für die Zukunft: “… (U)berraschend können Kunden auf altemative Produkte mit ähnlichen Nutzenkonstellationen ausweichen.” Hinderer, M. (1984), S.91f., Fn. weggelassenGoogle Scholar
  2865. 3307.
    Vgl. ähnlich kritisch Manz, T. (1990), S.28fGoogle Scholar
  2866. 3308.
    Zudem ist die These der guten Erreichbarkeit der Märkte im Kontext der FU in ihrer Pauschalität empirisch falsch: Man weiß sehr wohl, daß in der FU durchaus auch ein Mangel an schneller Reaktionsfähigkeit auf Marktherausforderungen vorliegen kann (vgl. Donnelly, R.G. (1964), S.93). Unbeschadet dessen kann man selbstverständlich die Betätigungsfeldflexibilität als einen “möglichen” Vorteil der FU ansehen (vgl. Dailey, R.C., Reushling, T.E., De Mong, R.F. (1976/1977), S.62f.; vgl. - obwohl ohne expliziten Bezug auf die FU - Grochla, E., Puhlmann, M., Vahle, M. (1984), S.395; vgl. Daschmann, H.-A. (1994a), S.63f.).Google Scholar
  2867. 3309.
    Nebenbei vermerkt bringt die Literatur mit Blick auf die Erklärung der guten Erreichbarkeit der Märkte durch mU mitunter stark inhaltsleere Formulierungen hervor. So attestiert z.B. v. Wartenberg der mU einen “… Instinkt für gute Märkte…” Wartenberg, L. v. (1993), S.238Google Scholar
  2868. 3310.
    Betätigungsfelder der mU können allein schon mit Blick auf die Aufgabenumwelt für die vielfältigsten Bereiche erzeugt werden. In diesem Sinne wird für mU festgehalten: So “… ist nicht nur deren reine Bedarfsdeckungsfunktion im Konsumgüterbereich zu sehen, sondern auch deren erhebliche Stellung als Zulieferer von Halb-und Fertigerzeugnissen, als Investitionsgüterproduzent und die spezielle Marktschließungsfunktion in bezug auf räumliche Versorgungslücken und neuentstehenden Bedarf.” Hinderer, M. (1984), S.89f., Fn. weggelassenGoogle Scholar
  2869. 3311.
    In diesem Sinne konstatiert Daschmann für Betätigungsfelder der Aufgabenumwelt der mU, “… daß im Mittelstand eine Differenzierungsstrategie über hohe Produktqualität und guten Unternehmensruf eine überragende Bedeutung besitzt…” Daschmann, H.-A. (1994b), S.213; vgl. Daschmann, H.-A. (1994a), S.140; vgl. ergänzend Gutersohn, A. (1986), S.41. Als wesentliche Nachteile der geringen Betriebsgröße mit Relation zu den Betätigungsfeldern sieht Daschmann “… Schwächen bei der Kostensituation sowie bei der Marktstellung.” Daschmann, H.-A. (1994a), S.65Google Scholar
  2870. 3312.
    Dennoch müssen die Märkte nicht lokal beschränkt sein. Die Unternehmungen können sehr wohl internatio-nale Unternehmungen sein (vgl. Holland, P.G., Boulton, W.R. (1984), S.493).Google Scholar
  2871. 3313.
    Dergestalt fordern Steinmann/Kumar als Erfolgsfaktor der mU im Kontext der Aufgabenumwelt “… ein im Vergleich zu Großunternehmen stark begrenztes Leistungsangebot…” (Steinmann, H., Kumar, B. (1986), S.42) ein. Weber verweist auf die stark differenzierte Leistung der mU (vgl. Weber, T. (1990), 5.176; vgl. zusätzlich Frese, E. (1993), 5.1010; vgl. ergänzend Pfohl, H.-Chr., Kellerwessel, P. (1990), S.19; vgl. Gottfreund, G. (1993), S.129).Google Scholar
  2872. 3314.
    Zum Marktverhalten (erfolgreicher) mU vgl. knapp Rehkugler, H. (1989), S.630. Auch nachhaltig hand-lungstheoretisch geprägte betriebswirtschaftliche Argumentationen betonen die Wichtigkeit der Konzentration auf Marktnischen wegen der geringen Unternehmungskomplexität (vgl. Meissner, H.G. (1994), S.194). Sowohl die Verantwortung für die Entdeckung als auch für die Ausschöpfung der Marktnischen wird dort der Person des Unternehmers zugeschrieben (vgl. Wickenhäuser, F. (1989), S.174).Google Scholar
  2873. 3315.
    Hinter dieser Begrifflichkeit verbirgt sich das volkswirtschaftliche Abgrenzungskriterium des “geringen Marktanteils” bzw. der “geringen Marktmacht” der mU (vgl. ergänzend Bechtle, C. (1983), S.29f). Fehlende Marktmacht wird als Mißerfolgsfaktor angesehen (vgl. Daschmann, 11.-A. (1994a), S.63).Google Scholar
  2874. 3316.
    Hinderer, M. (1984), S.90; vgl. Daschmann, 11.-A. (1994a), S.64fGoogle Scholar
  2875. 3317.
    Es ist anzumerken, daß die obige Aussage der Nischenbestimmung gegenwärtig und vor allem für die Zukunft Idealtypik aufweist: “Es ist absehbar, daß es Nischen, in denen mittelständische Unternehmen relativ ungestört operieren können, in absehbarer Zukunft nicht mehr gegeben wird, d.h. der Absatzprozeß gestaltet sich für den Mittelstand in der Zukunft komplexer, und planvolles Marketing wird an Bedeutung gewinnen.” Bauer, H.H. (1991), S.158Google Scholar
  2876. 3318.
    Die Möglichkeit einer derartigen Differenzierung wird immer auch im Zusammenhang mit einer gesellschaft-lichen Ermöglichung zu verstehen sein. So schreibt Hinderer für die Aufgabenumwelt: “Die Chancen der Ent-wicklung solcher Marktnischen ist… um so höher, je wohlhabender eine Gesellschaft und damit je individueller der Bedarf der Konsumenten ist.” Hinderer, M. (1984), S.9IGoogle Scholar
  2877. 3319.
    Dem liegt für die Aufgabenumwelt folgende Einsicht zugrunde: “Mit zunehmender Ausrichtung des Produk-tionsprogramms auf kundenindividuelle Wünsche geht das Nachfragevolumen zurück.” (Frese, E. (1993), S.1010) Es ist mithin kaum verwunderlich, daß der Aspekt der “Kundennähe” für mU als bedeutender Erfolgsfaktor angesehen wird (vgl. UhI, O.W., Puhlmann, M. (1991), S.169; vgl. ergänzend Gutersohn, A. (1986), S.39; vgl. Daschmann, H.-A. (1994a), S.63, S.166). In der Literatur findet sich synonym auch der Begriff der “Marktnähe” (Lanz, R. (1989), S.23).Google Scholar
  2878. 3320.
    Hinderer nennt und behandelt in seinen Überlegungen zur Aufgabenumwelt der mU als zwei mögliche Kategorien der Beobachtung und Beschreibung von Marktnischen die (1) Spezifität der Abnehmer bezüglich ihrer Produktanforderungen und Wertvorstellungen und die (2) Isolierbarkeit der Nische vom Hauptmarkt (vgl. Hinderer, M. (1984), S.92).Google Scholar
  2879. 3321.
    Auch Hinderer weist auf die Notwendigkeit einer genauen Bestimmung von Marktnischen hin (vgl. Hinderer, M. (1984), S.90).Google Scholar
  2880. 3322.
    Hinderer spricht im Kontext der Aufgabenumwelt vom “Hauptmarkt” (Hinderer, M. (1984), S.92).,n Die Forschung behandelt diese Einsicht im Rahmen der Gefahr des plötzlichen Markteintritts von (größeren) Konkurrenten in Nischenmärkte von mU, besonders falls diese geringe fremdreferentielle Beobachtungen betreiben (vgl. Hinderer, M. (1984), S.91).Google Scholar
  2881. 3324.
    Vgl. ähnlich Oppl-Jirsa, V. (1986), S.30.Google Scholar
  2882. 3325.
    Diese Gleichgerichtetheit zeigt sich z.B. an der Fähigkeit zur Erzeugung von “… kundenorientierten Fertigungsstrukturen…” Uhl, O.W., Puhlmann, M. (1991), S.169Google Scholar
  2883. 3326.
    Ähnlich gelangt Hinderer für die Aufgabenumwelt der mU zu dem Schluß: “Durch die Konzentration der MU auf ihre spezifischen Marktnischen sind sie… hochgradig problemsensibel.” Hinderer, M. (1984), S.100, Rechtschreibungs-und Zeichensetzungsfehler beseitigtGoogle Scholar
  2884. 3327.
    So sind z.B. die Marktbeziehungen in der mU personal geprägt (vgl. Daschmann, H.-A. (1994a), S.61).Google Scholar
  2885. 3328.
    Hier findet sich besonders offensichtlich das in der Literatur nahezu euphorisch und unablässig rezipierte Argument der mittelständischen Marktnähe wieder (vgl. zum Argument der Marktnähe der mU anstelle vieler Hinderer, M. (1984), S.88). Gottfreund formuliert: “Die Personenbezogenheit drückt sich nach außen hin in der größeren Kundennähe des mittelständischen Untemehmens aus.” Gottfreund, G. (1993), S.I33; vgl. ergänzend Meissner, H.G. (1994), S.188.Google Scholar
  2886. 3329.
    Somit ist es wenig überraschend, daß ein möglicher Vorteil von FU in “… good customer relations…” (Dailey, R.C., Reushling, T.E., De Mong, R.F. (1976/1977), S.63) gesehen wird.Google Scholar
  2887. 3330.
    Dementsprechend gelten die Kundenaufmerksamkeiten als personalisiert (vgl. Aronoff, C.E., Ward, J.L. (1991b), S.IX; vgl. ergänzend Ward, J.L. (1988), S.196; vgl. ergänzend Meissner, H.G. (1994), S.176).Google Scholar
  2888. 3331.
    In diesem Fall ist der Output der Organisation für die strukturell gekoppelte Familie bestimmt.Google Scholar
  2889. 3332.
    Die familiale Prägung der Betätigungsfelder hat offenbar nicht nur einen hohen Stellenwert in der Organisation, sondern mitunter auch in der Umwelt der FU: “In local markets, many executives felt that a synergistic effect is created between the association of the family name with the company’s product. Executives felt this linkage often led to a dependable group of customers who conduct business with the family firm due to brand loyalty and habit.” Dailey, R.C., Reushling, T.E., De Mong, R.F. (1976/1977), S.63Google Scholar
  2890. 3333.
    Gerde dies ist in den letzten Jahrzehnten ein relevantes Thema fir mFU geworden (vgl. Meissner, H.G. (1994), S.172).Google Scholar
  2891. 3334.
    Es sei den, es handelt sich bei den Potentialen um generalistisch angelegte Wirklichkeiten.Google Scholar
  2892. 3335.
    Hinter dieser Formulierung verbirgt sich die Einsicht, daß die oftmals konstatierte Betätigungsfeldflexibilität von FU lediglich als “Möglichkeit” zu betrachten ist (vgl. Dailey, R.C., Reushling, T.E., De Mong, R.F. (1976/1977), S.63). Kritisch äußert sich hier ebenfalls Steinle - obwohl ohne expliziten Bezug auf die FU (vgl. Steinle, C. (1988), S.130).Google Scholar
  2893. 3336.
    In dieser Sensibilität liegt eine bedeutende Quelle von möglichen Erfolgen der mU: “Das Erkennen von Kundenwünschen, fast noch ehe sie ausgesprochen sind, ist die innovatorische Seite des Erfolgs dieser Unternehmen.” (Albach, H. (1986), S.96) Die Kunden sind mithin eine wichtige Informationsquelle für mU (vgl. Staudt, E., Bock, J., Mühlenmeyer, P. (1992), S.1002). Die Literatur verweist im vorliegenden Zusammenhang immer wieder auf die besondere Kundennähe von mU im Vergleich zu Publikumsgesellschaften hin (vgl. z.B. Simon, H. (1990), S.884).Google Scholar
  2894. 3337.
    Die Einsicht findet sich mit Blick auf die Aufgabenumwelt im Kontext der Angebotsflexibilität der mU wieder, wie bei Schmidt (etwas euphorisch) ersichtlich wird: “Dem Marktnischenmodell liegt die empirische Beobachtung zugrunde, daß… (mU; A.d.V.) hinreichend flexibel sind, um ständig neue, von anderen Unternehmungen bisher nicht belieferte Teilmärkte bzw. Marktnischen zu entdecken und zu bedienen. Die… (mU; A.d.V.) als Anbieter differenzierter Leistungen erweisen sich hier als besonders anpassungs-und wettbewerbsfähig.” Schmidt, K.-H. (1986), S.77; vgl. ergänzend Daschmann, H: A. (1994a), S.64f. Ebenfalls weisen Miller/Toulouse darauf hin, daß “Flexibilität” neben anderem mit Nischenstrategien verbunden wird, die besonders für kleinere Unternehmungen geeignet erscheinen (vgl. Miller, D., Toulouse, J.M. (1986), S.1405).Google Scholar
  2895. 3338.
    ms Es ist zudem offenkundig, daß mU mit Blick auf die Aufgabenumwelt durch ihre Konzentration auf gering ausgedehnte Märkte stark von plötzlichen Marktveränderungen betroffen sind (vgl. d’Amboise, G., Muldowney, M. (1986), S.10; vgl. ergänzend Gottfieund, G. (1993), S.113).Google Scholar
  2896. 3339.
    Für die Fremdreferenz läßt sich beobachten: “… (T)op family executives feel that they are more aware of customer needs since they often close major sales personally.” Dailey, R.C., Reushling, T.E., De Mong, R.F. (1976/1977), S.63Google Scholar
  2897. 3340.
    Zum Beispiel kann in der Familie die Grundlage für eine nach dem Familiensystem asymmetrisierte organisationale Output/Umwelt-Kombination entfallen, im Zuge dessen sich dann die ursprüngliche organisationale Output/Umwelt-Kombination verändern wird.Google Scholar
  2898. 3341.
    Mithin ist es wenig überraschend, daß man der FU im Kontext der Betätigungsfelder bisweilen den möglichen Vorteil der “… product traditions…” (Dailey, R.C., Reushling, T.E., De Mong, R.F. (1976/1977), S.62f) attestiert.Google Scholar
  2899. 3345.
    Vgl. Beckhard, R., Dyer Jr., W.G. (1983a), S.60, vgl. ergänzend S.59; vgl. Fasselt, T. (1992), S.14; vgl. Fink, M., Zimmermann, N. (1989), S.55; vgl. Bechtle, C. (1983), S.132.Google Scholar
  2900. 3346.
    Zur Interpretation der Familie als Anspruchsgruppe vgl. knapp Hammer, R.M., Hinterhuber, H.H. (1993), S.261; vgl. ergänzend Fink, M., Zimmermann, N. (1989), S.55.Google Scholar
  2901. 3347.
    Vgl. Christians, F.W. (1983), S.180; vgl. Fink, M., Zimmermann, N. (1989), S.55, S.64. Eine der bekanntesten Aufgaben ist die bei Reuter erwähnte Mitwirkung bei der personalen Besetzung der organisationsumfassenden Steuerungspositionen (vgl. Reuter, D. (1991), S.482).Google Scholar
  2902. 3348.
    Vgl. Beckhard, R., Dyer Jr., W.G. (1983a), S.65.Google Scholar
  2903. 3349.
    Vgl. Daschmann, H: A. (1994a), S.153f.Google Scholar
  2904. 3350.
    Vgl. Schmeisser, W. (1989), S.48f.Google Scholar
  2905. 3351.
    Vgl. hierzu knapp und überaus kritisch Hennerkes, B.-H. (1986), S.31; vgl. ebenso kritisch Hennerkes, B.-H., May, P. (1987), S.32; vgl. Becker, T. (1993), S.18Off.Google Scholar
  2906. 3352.
    Am ehesten wird hier noch auf mögliche Konflikte im Rahmen der Entnahme-bzw. Ausschüttungsstrategien verwiesen (vgl. Hinterhuber, H.H., Minrath, R. (1991), S.1202).Google Scholar
  2907. 3353.
    Die Forschung sieht diesen Sachverhalt bei FU häufig als Betriebsprämisse an (vgl. Brauchlin, E. (1983), S.64; vgl. Fink, M., Zimmermann, N. (1989), S.25; vgl. ergänzend Hinterhuber, H.H., Minrath, R. (1991), S.1202).Google Scholar
  2908. 3354.
    Diese prinzipielle Annahme läßt sich - wenn überhaupt - allenfalls und nur in gewissen Grenzen für Publi-kumsgesellschaften aufrechterhalten (zur Anwendung auf die Publikumsaktiengesellschaft vgl. anstelle vieler Rudolph, B. (1986), S.229). Vor allem die Forschung über FU weiß um die Bedeutung des Eigentumsystems für die Qualität der Entscheidungen in den Unternehmungen: “The interdependency between ownership and management in these firms creates forces which tend to make executive and strategic decisions more complex and more subjective.” Beckhard, R., Dyer Jr., W.G. (1983a), S.59Google Scholar
  2909. 3355.
    Vor allem in FU hat das Eigentumsystem “… control mechanisms which enable proprietors to arbitrarily intervene in areas that have been formally delegated to managers.” Goffee, R., Scase, R. (1985), S.54Google Scholar
  2910. 3356.
    Vgl. Kußmaul, H. (1990), S.355.Google Scholar
  2911. 3357.
    Es wird durch die Gestalt des Wiedereintritts des Unterschiedenen in das Unterschiedene deutlich, daß die Theoriebildung die Gestalt einer “unendlichen Geschichte” annimmt, d.h. “… daß man es nicht… mit endlichen, sondern mit unendlichen Ausdrücken zu tun hat…” Baecker, D. (1993a), S.25Google Scholar
  2912. 3358.
    Vgl. Gottfreund, G. (1993), S.134.Google Scholar
  2913. 3359.
    Das wird zur Folge haben, daß die eigentumsystemischen Betätigungsfelder den Eigentümern “sehr nahe stehen”. Die Eigentümer werden ihre Betätigungsfelder als Ausdehnungs-und Bestimmungsmöglichkeit ihrer Persönlichkeit begreifen.Google Scholar
  2914. 3360.
    Dementsprechend setzt sich hier die Tradition der personalen Prägung der organisationalen Marktbeziehungen (vgl. Daschmann, H: A. (1994a), S.61) auch im Bereich der Betätigungsfelder des Eigentumsystems fort - jedoch in ihrer Intensität aufgrund des eigentumsystemischen Codes erheblich gesteigert.Google Scholar
  2915. 14.
    Mit Kneer lassen sich exemplarisch weitere “… Formen von Reflexivität benennen: Wissenschaftstheorie (Erforschen der Forschung) und Lehrerausbildung (Erziehung der Erzieher) stellen, bezogen auf die moderne Gesellschaft, nur zwei Beispiele unter vielen dar.” Kneer, G. (1992), S.96Google Scholar
  2916. 17.
    Eine familientherapeutische Diskussion z.B. wird eine andere maßgebende Asymmetrie wählen und insbesondere Anschlüsse an das Familiensystem, d.h. an die Spielregeln von Familiensystemen, suchen (vgl. zur Eruierung familialer Spielregeln im Rahmen der Familientheraphie Simon, F.B. (1993a), S.197ff.). Psychologen hingegen würden diese Ausrichtung wahrscheinlich erneut revidieren und eher bewußtseinstheoretische Überlegungen im Blick haben. Daher geht jede fachspezifische Untersuchung das Risiko ein, Dysfunktionalitäten durch die ihr fachspezifisch inhärenten Überasymmetrisierungen zu erzeugen.Google Scholar
  2917. 18.
    Vgl. grundlegend im Rahmen der Rationalitätsdebatte moderner Gesellschaften Kneer, G. (1992), S.103ff.Google Scholar
  2918. 19.
    Höhere Komplexität in Systemen wird erst möglich, wenn die Umwelt keine Zufallsverteilung aufweist, sondern ihrerseits durch Systeme in der Umwelt selektiv strukturiert ist.“ Luhmann, N. (1985a), S.48, Fn. weggelassenGoogle Scholar
  2919. 20.
    So wie Forschung über Forschung selbst Forschung ist (vgl. Luhmann, N. (1990a), S.334), verläßt die wissenschaftlich angebotene Reflexivität bei ihrer Installation im Eigentumsystem den Code der Wissenschaft und wird unter dem Code des Eigentumsystems hervorgebracht.Google Scholar
  2920. 21.
    Luhmann, N. (1990a), S.334Google Scholar
  2921. 23.
    In diesem Sinne versteht Toulmin Vernunft als “… eine Eigenschaft der Verfahren, mit denen die… jeweils akzeptierten Begriffe, Urteile und formalen Systeme kritisiert und verändert werden.” Toulmin, S. (1983), S.161Google Scholar
  2922. 24.
    Kasper, H. (1990), S.383Google Scholar
  2923. 25.
    Dementsprechend wird analog der Ausrichtung der Wissenschaftstheorie gefolgt, die “… Fragen nach den Bedingungen von Erkenntnisprozessen, nach dem Aufbau sowie nach der Legitimation des Wissens thematisiert.” Klein, S. (1989), S.107Google Scholar
  2924. 26.
    Die Beschäftigung mit den Konstruktionsschritten der Umwelttheorien des Eigentumsystems darf nicht vernachlässigt werden, denn diese sind bestimmend dafür, wie das System mit seiner Umwelt umgeht: “Großes Augenmerk ist darauf zu legen, wie sich eine Organisation jeweils ihre Umwelt schafft. Die dabei gebrauchten… Konstruktionsprinzipien stehen… zur Debatte…” (Kasper, H. (1990), S.383, Fn. weggelassen) Es gilt somit, die Angemessenheit der Umweltversionen (vgl. Weick, K.E. (1985a), S.243) zur Sprache zu bringen.Google Scholar
  2925. 27.
    Bei jeder Typenbildung handelt es sich um eine vom Einzelfall abstrahierende Komplexitätsreduktion: “Wer immer eine Typologie erstellen will (über was auch immer), ist gezwungen, zu abstrahieren…” (Simon, F.B. (1993a), S.360) Der Informationsverlust wird mit Stabilitätsgewinnen aufgerechnet: “Die Generalisierung von Erwartungen auf Typisches… überbrückt Diskontinuitäten in sachlicher, zeitlicher und sozialer Hinsicht, so daß eine Erwartung auch dann noch brauchbar ist, wenn die Situation sich geändert hat” Luhmann, N. (1985a), 5.140 28 Vgl. zur Unterscheidung materialer und formaler Typen Amshoff, B. (1993), S.95ff.Google Scholar
  2926. 29.
    Erstens wurde bereits in der Einleitung betont, daß Gesamtkonzeptionen nicht “wesensnotwendig da sein müssen”, zweitens tauchten im weiteren Gang der Argumentation immer wieder normative Gesichtspunkte auf, was besonders offensichtlich bei den Überlegungen zum Strategiewandel und der dysfunktionalen Analyse ins Auge springt.Google Scholar
  2927. 30.
    Die Leichtigkeit der Formulierung darf nicht verbergen, “… daß der Ausdruck ‘Typus’ auf mehrere recht verschiedene Weisen verwendet worden ist” Hempel, C.G. (1965), S.86Google Scholar
  2928. 31.
    Amshoff, B. (1993), S.96Google Scholar
  2929. 32.
    “Die Bildung von Typen gehört zu den wichtigsten nicht quantifizierenden Erkenntnismitteln der Sozialwissenschaften.” Wienold, H., in: Fuchs, W. et al (Hg.) (1988), S.798, Stichwort “Typus”; vgl. ergänzend zu Grundformen der Typenbildung Amshoff, B. (1993), S.98ff.Google Scholar
  2930. 33.
    Die Typenbildung “… kann nur in Bezug auf bestimmte Ziele (Untersuchungszweck) erstellt werden.” Amshoff, B. (1993), 5.111Google Scholar
  2931. 34.
    “Die Betonung von Gemeinsamkeiten führt zwangsläufig zur Vernachlässigung von Unterschieden.” Simon, F.B. (1993a), S360Google Scholar
  2932. 35.
    Zur Differenzierung von Untemehmungs-und Situationstypen vgl. Daschmann, H.-A. (1994a), S.176.Google Scholar
  2933. 36.
    In diesem Sinne skizziert z.B. Kirsch die Ausgestaltung von Managementsystemen für verschiedene Typen von mU (vgl. Kirsch, W. (1983), S.409f.).Google Scholar
  2934. 37.
    Vor allem der Aspekt der “Zufälligkeit” der Einbindung von Führungssystemen in die Untemehmungsfiihrung wird bisweilen in der Literatur kritisch betrachtet (vgl. z.B. für die Aktiengesellschaft zur Einbindung des Aufsichtsrats in die Untemehmungsfihrung über die Formulierung zustimmungsbedürftiger Geschäfte Theisen, M.R. (1987), S.153).Google Scholar
  2935. 38.
    Ähnlich sprechen Neubauer/Demb in bezug auf das US-amerikanische Board-System von “… involvement in the governance of the firm…” (Neubauer, F.-F., Demb, A. (1990), S.241) - obwohl das Schwergewicht ihrer Analyse dabei auf dem Aspekt der “Partizipation” liegt.Google Scholar
  2936. 39.
    Während der Gesichtspunkt der “Entscheidung” sich von selbst versteht, kennt das Gesellschaftsrecht “Beob-achtung” unter den Begriffen “Informationsrecht” und “Berichtspflicht”. Zur Berichtspflicht des Vorstandes an den Aufsichtsrat vgl. Götz, H. (1990), S.638; vgl. Theisen, M.R. (1987), S.322; vgl. Semler, J. (1983), S.17. In der Organisationstheorie gewinnt der Aspekt der Beobachtung zwischen führenden Systemen derzeit an Gewicht (vgl. unter Referenz auf die Aktiengesellschaft Neubauer, F: F., Demb, A. (1990), S.259).Google Scholar
  2937. 40.
    Hier wird demnach von Entscheidung in einem engeren Sinne gesprochen (vgl zudem Kasper, H. (1990), S.167, Fn.3). Der in der Überschrift zu diesem Abschnitt angeführte Entscheidungsbegriff ist demgegenüber weiter gefaßt. Er inkludiert Beobachtung.Google Scholar
  2938. 41.
    Vgl. zum Partizipationsbegriff anstelle vieler Locke, E.A., Schweiger, D.M., Latham, G.P. (1986), S.66.Google Scholar
  2939. 42.
    Nachfolgende Überlegungen sehen sich mithin in maßgeblicher Nähe zur Problematik der Bestimmung von Führungsentscheidungen, die in der Betriebswirtschaftslehre eine lange Tradition aufweist (vgl. Gemünden, H.G., in: Hauschildt, J., Gemünden, H.G., Grotz-Martin, S., Haidle, U. (1983), S.26).Google Scholar
  2940. 43.
    Vgl. Girgensohn, T. (1980), S.340f.Google Scholar
  2941. 44.
    in enger Anlehnung an Gemünden, H.G., in: Hauschildt, J., Gemünden, H.G., Grotz-Martin, S., Haidle, U. (1983), S.32Google Scholar
  2942. 45.
    Man muß sich davor hüten, in der Entscheidung den wichtigsten Hebel der Einbindung zu erblicken. Auch die Beobachtung ist höchst brisant, was sich bei Störungen der Beobachtung an den damit verbundenen Konsequenzen zeigt (vgl. z.B. o.V. (1993b), S.2324).Google Scholar
  2943. 46.
    Vgl. auf die Untemehmungsplanung im Rahmen des US-amerikanischen Board-Systems gerichtet Pinnell, B. (1986), S.27; vgl. auf die Überwachungsfunktion des Aufsichtsrats mittels zustimmungsbedürftiger Geschäfte bezogen Theisen, M.R. (1987), S.353, einschließlich Fn.41; vgl. zudem mit allgemeiner Referenz auf Führungsentscheidungen problematisierend Gemünden, H.G., in: Hauschildt, J., Gemünden, H.G., Grotz-Martin, S., HaidleGoogle Scholar
  2944. 47.
    Das Kriterium der “Bedeutsamkeit” dient gleichsam in Wissenschaft und Wirtschaft der Identifikation von Führungsentscheidungen (vgl. Gemünden, H.G., in: Hauschildt, J., Gemünden, H.G., Grotz-Martin, S., Haidle, U. (1983), S.42). Es bleibt aber an sich gänzlich unbestimmt.Google Scholar
  2945. 53.
    In der Aktiengesellschaft werden Zustimmungsvorbehalte zur Überwachung der Geschäftsführung seitens des Vorstands durch den Aufsichtsrat formuliert (vgl. Götz, H. (1990), S.633, S.637; vgl. Theisen, M.R. (1987), S.152, S.351; vgl. Becker, T. (1993), S.180ff.).Google Scholar
  2946. 54.
    Vgl. - obwohl mit aktienrechtlichem Bezug - Theisen, M.R. (1987), S.352; vgl. zur mangelnden Erfassung unternehmerischer Dynamik durch Zustimmungskataloge Girgensohn, T. (1980), S.340.Google Scholar
  2947. 55.
    Ferner wird z.T. die Bedeutung der Vorbehaltsgeschäfte in Frage gestellt (vgl. Hinterhuber, H.H., Minrath, R. (1991), S.1206; vgl. Hennerkes, B.-H. (1986), S.31).Google Scholar
  2948. 56.
    Im Rahmen des Zusammenwirkens von Vorstand und Aufsichtsrat in der Aktiengesellschaft ist dies ein be-sonders heikler Punkt, auf den der Vollständigkeit halber eingegangen wird. So darf sich die Zustimmungserteilung durch den Aufsichtsrat nicht auf die “gewöhnlichen”, sondern sich nur auf die “außergewöhnlichen” Geschäfte erstrecken (vgl. Girgensohn, T. (1980), S.340; vgl. Götz, H. (1990), S.638, S.639, Fn.14, S.640, S.641, S.642).Google Scholar
  2949. 57.
    Die hiesige Theorieform findet ihre Bestätigung in den auf die Aktiengesellschaft gerichteten Überlegungen Theisens zur Überwachung des Vorstands durch den Aufsichtsrat. Theisen ist bestrebt, “Grundsätze ordnungsgemäßer Überwachung” des Vorstands durch den Aufsichtsrat zu formulieren, die im Gegensatz zu der vermeintlich statischen Ausrichtung einer Kasuistik zustimmungspflichtiger Geschäfte eine “prozessual-offene Variante” der Überwachung darstellen. Trotz seiner ablehnenden Haltung zur Formulierung von Zustimmungskatalogen konstatiert Theisen, daß es sich bei den von ihm entwickelten “Grundsätzen” und der “Kasuistik zustimmungspflichtiger Geschäfte” nicht so sehr um ein Gegensatzpaar, sondern um ein Paar unterschiedlich zeitlicher Reichweite handele, wobei die “Grundsätze” die dauerhaftere Perspektive darstellen (vgl. Theisen, M.R. (1987), S.353f., S.418f., zu den “Grundsätzen ordnungsgemäßer Überwachung” vgl. S.205ff., vor allem S.240ff.). Die Darlegungen oben im Text geben Theisens Auffassung eine allgemeine Theoriegrundlage. Dabei ist jedoch eine problematische Annahme in den Überlegungen Theisens konsequenterweise zu verwerfen. Theisen geht davon aus, daß die von ihm entwickelten Grundsätze sowohl Raum-Zeit-unabhängig und als auch voneinander unabhängig sind (vgl. Theisen, M.R. (1987), S.215ff., S.240). Die hiesigen epistemischen Überlegungen, die eine Einheit der Welt und einen unvermeidlichen Relativismus fundieren, lassen eine derartige Interpretation nicht zu und weisen sie als epistemisch unfundiert zurück. Damit gelten auch die vermeintlichen Grundsätze keineswegs als unveränderbar und unabhängig voneinander.Google Scholar
  2950. 58.
    Damit wird der Weg für ein empirisches Verständnis der Einbindung des Eigentumsystems in die Strategische Unternehmungsführung geebnet.Google Scholar
  2951. 59.
    Vgl. unter Referenz auf eine Typologie von Führungsentscheidungen Gemänden, H.G., in: Hauschildt, J., Gemänden, H.G., Grotz-Martin, S., Haidle, U. (1983), S.25.Google Scholar
  2952. 60.
    Vgl. sehr ähnlich Girgensohn, T. (1980), S.341; vgl. Gemänden, H.G., in: Hauschildt, J., Gemünden, H.G., Grotz-Martin, S., Haidle, U. (1983), S.52. Ansonsten käme es zu einer Gleichmacherei von Entscheidungen (vgl. kritisch Hauschildt, J. (1991b), S.2ff.).Google Scholar
  2953. 61.
    Hiermit tritt eine nachhaltige Differenz zu den auf die Aktiengesellschaft bezogenen Überlegungen zur Be-stimmung zustimmungspflichtiger Geschäfte im Kontext des Zusammenspiels von Vorstand und Aufsichtsrat bei Girgensohn auf. Girgensohn bestimmt diese unter Referenz auf die obersten Unternehmungsziele. Sie gelten ihm als der archimedische Punkt der Erkenntnis, da er davon ausgeht, daß der Aufsichtsrat aufgrund gesellschaftsrechtlicher Argumentationen dort keinen Zustimmungsvorbehalt einführen darf (vgl. Girgensohn, T. (1980), S.340f.). Unbeschadet dessen, ob die Formierung oberster Unternehmungsziele schon aufgrund der gesellschaftsrechtlichen Sicht nicht doch einem Zustimmungsvorbehalt durch den Aufsichtsrat unterworfen werden kann (vgl. z.B. Semler, J. (1983), S 22f), eignen sich oberste Unternehmungsziele nicht als archimedischer Punkt der Bezugsbasis. Untemehmungsziele sind von Dynamik geprägt, mitunter diffus formuliert und lassen sich nur schwerlich in eine Rangordnung bringen, die zudem nicht zeitlich stabil ist (vgl. grundlegend Meyer, M. (1994); vgl. Kirsch, W., Esser, W.-M., Gabele, E. (1979), S.244f; vgl. Hauschildt, J. (1977), S.106; vgl. Hauschildt, J. (1981), S.305ff.; vgl. Gemänden, H.G., in: Hauschildt, J., Gemänden, H.G., Grotz-Martin, S., Haidle, U. (1983), S.43; vgl. Hauschildt, J., Pulczynski, J. (1992), S.74ff.).Google Scholar
  2954. 62.
    Dabei werden immer auch die Kriterien “Gefahr” und “Risiko” eine Rolle spielen, kann ihre Manifestation doch ebenso ein Kriterium der strategischen Relevanz werden (vgl. ergänzend zur Rolle des Risikos bei der Plankontrolle des Vorstands durch den Aufsichtsrat Becker, T. (1993), S.182ff.).Google Scholar
  2955. 63.
    Diese systemrelative Formulierung ist notwendig, “… werden in der Moderne polykontexturale Beobachtungsverhältnisse ausgebildet.” Kneer, G. (1992), 5.106, Fn. weggelassenGoogle Scholar
  2956. 64.
    Die Einsicht korrespondiert mit Gepflogenheiten des Aktienrechts bezüglich zustimmungspflichtiger Geschäfte: “Nach fast einhelliger Meinung ist die Zustimmung des Aufsichtsrats grundsätzlich vor Abschluß des Geschäfts einzuholen.” Götz, H. (1990), S.634, Fn. weggelassen, im Original teilweise kursiv, vgl. S.643; vgl. zudem zum Zwang des Aufsichtsrats aufgrund des Aktiengesetzes zur vorausschauenden Überwachung des Vorstands Semler, J. (1983), S.18.Google Scholar
  2957. 65.
    Dieses Argument stützt sich zum einen auf Hauschildts Überlegungen zu einer Realtypologie von Führungsentscheidungen. So läßt sich empirisch eine Relevanzschwelle nachweisen, ab welcher Entscheidungen an das die Gesamtuntemehmung betreffende Führungssystem verwiesen werden. Die Bestimmung dieser Schwelle ist jedoch ein schwieriges Problem, daß zudem zu zeitlich instabilen Urteilen führt (vgl. Gemünden, H.G., in: Hauschildt, J., Gemünden, H.G., Grotz-Martin, S., Haidle, U. (1983), S.60ff.). Die Relevanzschwelle wird nur systemrelativ zu bestimmen sein. Ferner stützt sich die Argumentation auf die im Aktienrecht verlangte “… ‘möglichst rechtzeitige’ Berichterstattung des Vorstandes an den Aufsichtsrat über Geschäfte von erheblicher Bedeutung für die Gesellschaft…” Theisen, M.R. (1987), S.322Google Scholar
  2958. 66.
    Das Argument stützt sich zum einen auf die Ansätze zu einer Theorie der “Betroffenen ins organisationalen Entscheiden” bei Kirsch, W. (1988), S.139ff. und Kirsch, W. (1990a), S.21f, S.98ff. Zum anderen stellt das Argument ab auf wissenschaftstheoretische Forschungen über die Paradigmagebundenheit von Erkenntnis und die daran anschließende Möglichkeit des Vergleichs von Paradigmen (vgl. Kuhn, T.S. (1978); vgl. Kuhn, T.S. (1989); vgl. Toulmin, S. (1983); vgl. Schlosser, G. (1993)).Google Scholar
  2959. 67.
    Ihr Gegenstand ist “… eine Pathologie der Kommunikation.” Baecker, D. (1993a), S35Google Scholar
  2960. 68.
    Vgl. Sorg, S. (1982), S.14.Google Scholar
  2961. 69.
    “Sozialwissenschaftliche Disziplinen haben sich in geradezu auffallender Weise seit jeher mit ‘pathologischen’ Phänomenen in sozialen Systemen befaßt.” Sorg, S. (1982), S.13; vgl. Wolff, R. (1982), S.155.Google Scholar
  2962. 70.
    Vgl. ähnlich Greipel, P. (1988), S.218.Google Scholar
  2963. 71.
    Die Erforschung von Pathologien hat in der Organisationswissenschaft nicht immer nur die Gesamtorganisation im Blick (vgl. z.B. fir Planungssysteme Bresser, R.K., Bishop, R.C. (1983), S.588ff.).Google Scholar
  2964. 72.
    Vgl. Scott, W.R. (1986), S.389ff.Google Scholar
  2965. 73.
    Greipel, P. (1988), S.218, im Original teilweise unterstrichenGoogle Scholar
  2966. 76.
    D.h. als Darstellung der Störung und den mit der Störung verbundenen Folgeerscheinungen (in Anlehnung an Greipel, P. (1988), S.218).Google Scholar
  2967. 77.
    In diesem Sinne notiert Durkheim zum Nutzen der Unterscheidung des “Normalen” vom “Pathologischen”: “Sie muß wissenschaftlich möglich sein, damit sich die Wissenschaft ihrer bedienen kann, um dem Verhalten Richtung zu geben.” Durkheim, E. (1984), S.11, im Original kursivGoogle Scholar
  2968. 78.
    Vgl. z.B. die Ausrichtung der Untersuchung bei Wolff, R. (1982), S.138.Google Scholar
  2969. 79.
    Scott, W.R. (1986), S.138Google Scholar
  2970. 80.
    Willke, H. (1994), S.88Google Scholar
  2971. 81.
    Vgl. Pinkwart, A. (1993), S.874.Google Scholar
  2972. 82.
    Sorg spricht zu Recht von einer “Begriffsfamilie”’ (Sorg, S. (1982), S.13).Google Scholar
  2973. 83.
    Sorg gelangt zu dem Schluß: “Der Begriff’pathologisch’ stellt… nur einen Begriff unter vielen dar, die in ähn lichen Zusammenhängen Verwendung finden und untereinander z.T. nur schwer abzugrenzen sind.” Sorg, S. (1982), S.13Google Scholar
  2974. 84.
    Hierbei wird es sich um “zugespitzte”, d.h. nicht zu ignorierende Probleme handeln, werden diese mit Steuerungskrisen verbunden (vgl. Pautzke, G. (1989), S.119).Google Scholar
  2975. 85.
    So stellt sich die Frage, ob die Wissenschaft überhaupt Mittel besitzt, um “normale” und “pathologische” Phänomene zu unterscheiden (vgl. ergänzend Durkheim, E. (1984), S.141).Google Scholar
  2976. 86.
    Vgl. bereits Türk, K. (1976), S.2.Google Scholar
  2977. 87.
    Demnach haben auch hier die skeptischen Worte von Wilensky ihre Berechtigung: “Information is… a source of power, but it is increasingly a source of confusion.” Wilensky, H.L. (1967), S.174Google Scholar
  2978. 88.
    Vgl. für die Soziologie Durkheim, E. (1984), S.141ff.; vgl. für die Organisationswissenschaft mit umfangreichen interdisziplinären Verweisen Sorg, S. (1982), S.5ff., S.130ff., S.367ff.Google Scholar
  2979. 89.
    Vgl. Durkheim, E. (1984), S.149; vgl. Sorg, S. (1982), S.134, 5.142EGoogle Scholar
  2980. 90.
    Ein diesbezüglich besonders bekannt gewordenes Beispiel fmdet sich bei Weiss: “Hier sei gedacht an Kapital-bewilligungsverfahren, die die Zustimmung des (Top-)Managements erst ab einer bestimmten Investitionshöhe erforderlich macht. Dieses grundsätzlich positive, weil entlastende Verfahren kann jedoch dann dysfunktionale Wirkungen zeitigen, wenn Manager ihr Investitionsverhalten nach entsprechend ‘unterkritischen’ Investitionsprojekten ausrichten. Denn durch solche permanente Suboptimierung kann es zur stetigen Fortschreibung überholter Strukturen kommen.” Weiss, E. (1989), S.90, Fn.226Google Scholar
  2981. 91.
    Vgl. programmatisch Poole, M.S., Van de Ven, A.H. (1989), S.562ff.Google Scholar
  2982. 92.
    Infolgedessen ist nicht verwunderlich, daß Türk konstatiert, die organisationale Bestimmung von Dysfunktionalitäten (Türk spricht von “Pathologien”) bedürfe eines allgemeinen Organisationskonzepts (vgl. Türk, K. (1976), S.2).Google Scholar
  2983. 93.
    Eine attestierte Dysfunktionalität stellt sich zudem in verschiedenen Kontexten durchaus verschieden dar (vgl. Sorg, S. (1982), S.143).Google Scholar
  2984. 94.
    Türk, K. (1976), S.108; vgl. Weiss, E. (1989), S.92, Fn.5.Google Scholar
  2985. 95.
    Sorg, S. (1982), S.14Google Scholar
  2986. 96.
    So ist “… die Gesundheit das Gute und Wünschenswerte, die Krankheit dagegen das Schlechte und zu Mei-dende.” Durkheim, E. (1984), 5.142Google Scholar
  2987. 97.
    Vgl. Durkheim, E. (1984), S.155f.Google Scholar
  2988. 98.
    Aber ebenfalls die Medizinwissenschaften als die Urdomäne der Pathologie sehen sich mit erheblichen Schwierigkeiten bei der Bestimmung des Pathologischen konfrontiert (vgl. Sorg, S. (1982), S.8).Google Scholar
  2989. 99.
    Vgl. Sorg, S. (1982), S.B.Google Scholar
  2990. 100.
    Türk, K. (1976), S.109, En.1Google Scholar
  2991. 101.
    Kets de Vries/Miller sprechen in diesem Sinne von “organisatorischer Pathologie” (Kets de Vries, M.F.R., Miller, D. (1985), S.3).Google Scholar
  2992. 102.
    Wolff, R. (1982), S.138Google Scholar
  2993. 103.
    Vgl. Türk, K. (1976), S.2.Google Scholar
  2994. 104.
    Das Dysfunktionalitätsverständnis der vorliegenden Untersuchung geht über das Verständnis bei Türk hinaus, der Pathologien nach dem System/Umwelt-Paradigma als Störungen des Entsprechungsverhältnisses von System und Umwelt bestimmen will (vgl. Turk, K. (1976), S.108; vgl. ergänzend Sorg, S. (1982), S.135). Das türksche Pathologieverständnis läßt sich in die autopoietische Bestimmung überführen, wobei anzumerken ist, daß es der Referenz auf das Entsprechungsverhältnis laut Radikalem Konstruktivismus am ontologischen Maßstab mangelt (vgl. kritisch auch Durkheim, E. (1984), S.143f.).Google Scholar
  2995. 102.
    Vgl. Sorg, S. (1982), S.7, S.144ff.Google Scholar
  2996. 106.
    Eine gleichlautende Ausrichtung findet sich bei Türk, K. (1976), S.1, S.111.Google Scholar
  2997. 107.
    Das gilt insbesondere auch fir die organisationswissenschaftlich prominente Arbeit von Türk, K. (1976). Unbeschadet dessen, daß Turks Überlegungen im System/Umwelt-Paradigma der Systemtheorie plaziert sind und mithin nicht den aktuellen systemtheoretischen Wissensstand aufweisen, geht es Turk vor allem um “… die soziale Verursachung pathologischer Phänomene…” (Turk, K. (1976), S.109, En.3, im Original teilweise kursiv) im Sinne von psychologisch gedeuteten “Persönlichkeitsgefährdungen”, die Türk aufgrund seiner ablehnenden Haltung der Verdinglichung der Organisation gegenüber als Ort der Pathologiereferenz bestimmen muß (vgl. Türk, K. (1976), S.1 f.). Es geht Türk m.a.W. um “… das ‘Leiden des Menschen’ an Organisationssystemen…” (Türk, K. (1976), S.111; vgl. ergänzend Scott, W.R. (1986), S390ff). Im Gegensatz zu Turk wird hier die soziale Referenz nicht verlassen.Google Scholar
  2998. 108.
    Das ist auch nicht verwunderlich, spielt die Ordnung des Wissens gesellschaftlich gegenwärtig noch eine deutlich untergeordnete Rolle: “Was die Wirtschaftsordnung für die Wirtschaft oder die Rechtsordnung für den Rechtsbereich, das ist für eine hochkultivierte und -technisierte Gesellschaft des Informationszeitalters die Wissensordnung. Im Gegensatz aber zu den hinlänglich ausgebildeten und untersuchten anderen Teilordnungen der Gesellschaft ist sie ein noch weitgehend unerforschter, ja unbekannter, obgleich ganz zentraler Problembereich, mit dem sich… die… Sozialwissenschaften mit eigenen Konzepten befassen sollten.” Spinner, H.F. (1994), S.22, im Original teilweise kursivGoogle Scholar
  2999. 109.
    Vgl. für eine weitgehend ähnliche Vorgehensweise Turk, K. (1976), S.112ff.Google Scholar
  3000. 110.
    Hierbei handelt es sich um “normale” Erscheinungen, d.h. um Erscheinungen, die “… in Beziehung auf den Normaltypus als nützlich oder notwendig befunden werden, um selbst als normal bezeichnet werden zu können.” Durkheim, E. (1984), 5.154Google Scholar
  3001. 111.
    Mit Türk wird davon ausgegangen, daß die hier zu behandelnden “… Störungen in dem Aufbau des Organisationssystems begründet sind.” Türk, K. (1976), S.I08Google Scholar
  3002. 112.
    Der Begriff “Asymmetrisierung” ist der Grundbegriff der luhmannschen Theorie für die Auswahl von Referenzen der Systemoperationen zur Herstellung von Anschlußfähigkeiten in der Autopoiese (vgl. Luhmann, N. (1985a), S.631ff.).Google Scholar
  3003. 113.
    Falsifizierung“ ist einer der Grundbegriffe jeder empirischen Erkenntnistheorie. Sie ist für den Radikalen Konstruktivismus relevant (”Alles ist möglich, bis zur im Realitätskontakt erwiesenen Unmöglichkeit.“ Weiss, E. (1989), S.225), wird aber insbesondere im Kritischen Rationalismus (Popper, K.R. (1989)) exponiert. Jedoch ist die Falsifizierung im hiesigen Kontext nicht pauschal in Richtung Wahrheitsgehalt asymmetrisiert. Zum Beispiel können auch motivationale Gründe die Gültigkeit des Wissens erschüttern. Gültigkeit ist danach nicht mit Wahrheit gleichzusetzen, enthält diese aber.Google Scholar
  3004. 114.
    Der Begriff “Fixierung” wird als Grundbegriff eingeführt, um Aussagen über die Form der Wissensverläufe in die Dysfunktionalitätsdebatte einbringen zu können. Dem liegt die Auffassung von Poole/Van de Ven zugrunde, nach der Stabilität und Veränderung Gegenstand jeder adäquaten Theoriebildung sein müssen (vgl. Poole, M.S., Van de Ven, A. (1989), S.564f.).Google Scholar
  3005. 115.
    “Das System asymmetrisiert - sich selbst!” Luhmann, N. (1985a), S.65Google Scholar
  3006. 116.
    Dementsprechend wird z.B. in Fragen des Wahrheitsgehalts von Wissen dem popperschen Falsifikationismus gefolgt: “Oft geprüfte und vorläufig nicht falsifizierte Theorien gelten… als ‘bewährt’.” (Kriz, J., Lück, H.E., Heidbrink, H. (1990), S.77) Dies liegt am hypothetischen Charakter des Wissens: “Alles Wissen ist Vermutungswissen. Die verschiedenen Vermutungen… sind unsere intuitiven Erfmdungen… Sie werden durch Erfahrung, durch bittere Erfahrung, ausgemerzt und damit wird die Ersetzung durch bessere Vermutungen angeregt…” (Popper, K.R. (1989), S.452) Aber im Gegensatz zu Popper wird hier die Falsifikation nicht eng an das Wissenschaftssystem gekoppelt (vgl. Popper, K.R. (19926), S.305), sondern auf jede Art von Systemwissen bezogen.Google Scholar
  3007. 117.
    Der Begriff “Wissensakkumulation” ist in zweierlei Hinsicht näher zu präzisieren. Zum einen umfaßt er Arten der Wissensevolution, die der Beobachter in “kontinuierliche” und “diskontinuierliche” Verläufe unterscheiden kann. Zum anderen ist der Begriff frei von jeder Art positiver Wertung, d.h. es kann sich nicht nur um “Wissenszuwächse”, sondern auch um “Wissensabbauten” handeln.Google Scholar
  3008. 118.
    Mithin geht es hier um die “… Herausarbeitung organisationstypischer Fehlentwicklungen…” Ttirk, K. (1976), S.2, im Original teilweise kursivGoogle Scholar
  3009. 119.
    Hierbei werden sich im empirischen Anwendungsfall keineswegs genaue Referenzrnarken formulieren lassen, ab wann Phänomene dysfunktional zu wirken beginnen. Man kann “… lediglich Zonen… bestimmen, innerhalb derer die betreffenden Variablen ‘kritisch’ zu werden beginnen.” (Sorg, S. (1982), S.135, Fn. weggelassen) Auch im sogenannten “Normalsein” lassen sich durchaus Anteile von Neurosen ausmachen (vgl. Kets de Vries, M.F.R., Miller, D. (1985), S.7).Google Scholar
  3010. 120.
    Dabei handelt es sich aufgrund der hohen Abstraktion der obigen Ausführungen realiter um metatheoretische Überlegungen. Dysfunktionale Erscheinungen werden allenfalls exemplarisch konkretisiert angesprochen (in Anlehnung an Weiss, E. (1989), S.146).Google Scholar
  3011. 121.
    Vgl. Willke, H. (1994), S.87.Google Scholar
  3012. 122.
    Weiss, E. (1989), S.138, Fn. weggelassenGoogle Scholar
  3013. 123.
    Hierzu lassen sich auch die auf Unsicherheiten beruhenden “… allzu großen Vereinfachungen von Alternati-ven…” (Scott, W.R. (1986), S.403) zählen. Aufjeden Fall ist die Überasymmetrisierung der Erkenntnis besonders inhärent, nämlich in der Tendenz, Verursachungen nur isoliert zu betrachten (vgl. Dömer, D. (1992), S.57). Selbstverständlich lassen sich auch andere Gründe anführen, wie z.B. eskalierende Machtkämpfe, in denen dann das System mehr mit sich selbst, als mit seiner Umwelt beschäftigt ist (vgl. Scott-Morgan, P. (1994), S.58f). 124 Besonders prominent wird in der Literatur an dieser Stelle der Mangel an benötigter penetrierender psychischer Komplexität unter dem vielfältig besetzten Begriff der “Entfremdung” angesprochen. Sie läßt sich als eine mangelnde Sensibilität der Organisation gegenüber psychischen Bedürfnissen verstehen (far eine Auswahl zum Phänomen der Entfremdung vgl. Turk, K. (1976), S.66, S.125, S.I37; vgl. Scott, W.R. (1986), S.390ff.). Aber auch das Problem der “reduktiven Hypothesenbildung” hat hier Bekanntheit erlangt (vgl. Dömer, D. (1992), S.129ff.). Besonders das Argument des “empfundenen Zeitdrucks” hat im Kontext der reduktiven Hypothesenbildung Eingang in die Literatur gefunden (vgl. Geißler, H. (1986), 5.238ff.). Aber auch “Geldmangel” und “fehlende Energie” sind Argumente der Literatur (vgl. Turner, B.A. (1976), S.382f), die in den Dunstkreis dieser Überlegungen gehören. Überexklusion scheint zudem der Zentralpunkt zu sein, der insbesondere “starke” Untemehmungskulturen der Kritik zugänglich macht (vgl. Schreyögg, G. (1989), S.94ff.). Jedenfalls zeigt sich dort deutlich exponiert das Phänomen der “… collective blindness…” Turner, B.A. (1976), S.388Google Scholar
  3014. 125.
    “Zufall ist… nicht als absolute… Ursachenlosigkeit gemeint, sondern nur als fehlende Koordination von Ereignissen mit den Strukturen eines Systems - eine ‘fehlende’ Koordination, die als Negativum aber im System Wirkungen haben, Kausalprozesse auslösen kann.” Luhmann, N. (1985a), S.170Google Scholar
  3015. 126.
    Es ist daran zu erinnern, daß der Erkenntnis die vollständige Welterkenntnis ausnahmslos untersagt ist (vgl. ergänzend zum Phänomen “Glück” knapp Luhmann, N. (1985a), S.343, S.454).Google Scholar
  3016. 127.
    Das System bemüht sich mithin, Indifferenzen zu minimieren.Google Scholar
  3017. 128.
    Turk diskutiert dieses Phänomen mit Blick auf die Organisationsmitglieder als “strukturelle Überlastung” (vgl. Türk, K. (1976), S.113ff.).Google Scholar
  3018. 129.
    Vgl. für einen ersten Zugang Sorg, S. (1982), S.290ff.Google Scholar
  3019. 130.
    Hier scheint eine Korrespondenz der sozialen mit der psychologischen Ebene zu bestehen: “Bei Überbela-stung wird nicht das größtmögliche Verarbeitungsniveau aufrechterhalten, sondern es erfolgt ein drastisches Absinken.” Sorg, S. (1982), S.294Google Scholar
  3020. 131.
    Vgl. ergänzend im Kontext der Wissenschaftstheorie zur Vermeidung von Wissensfortschritt durch das Trachten nach Widersprüchen Popper, K.R. (1992b), S.49.Google Scholar
  3021. 132.
    Das System ist im Grunde genommen auf Wandel fixiert (in Anlehnung an Mintzberg, H. (1988), S.79).Google Scholar
  3022. 133.
    Das kann z.B. daran liegen, daß das System einen ausgeprägten Hang zur Perfektionierung besitzt oder sich aber höchst unsicher (zur Bedeutung von Unsicherheit in Organisationen vgl. Scott, W.R. (1986), 5.402f.) fühlt. t4 Die allzu schnelle Aufgabe von Erkenntnis erscheint besonders tragisch: “Alle Erklärungen, wie bizarr sie auch sein mögen, sind wahrscheinlich in Teilen gültig. Es ist einfach die Frage, ob der Urheber… glücklich oder schlau genug ist, die Orte zu entdecken, an denen die Theorie die richtige Unterstützung findet.” Weick, K.E. (1985a), S.60Google Scholar
  3023. 135.
    In der Weise ist die alltägliche Vernachlässigung der Konstruiertheit der Erkenntnis kein Problem, sondern wahrscheinlich ein Vorteil (vgl. Peschl, M.F. (1994), S.214).Google Scholar
  3024. 136.
    So kommen im abstraktesten Sinne die Fähigkeit und die Bereitschaft des System in Frage, sein Wissen dem Kritizismus zu entziehen. Als Beispiel ließe sich hier das Phänomen des “Konformitätsdrucks” nennen (vgl. Dörner, D. (1992), S.55f.; vgl. Sorg, S. (1982), S.321ff.; vgl. exemplarisch Moorhead, G., Ference, R., Neck, C.P. (1991), S.539ff.; vgl. kritisch Whyte, G. (1989), S.40ff.). Aber auch die Präferierung einer Sinndimension vor den anderen ist in der Dominanz des Zeitlichen (vgl. Bleicher, K. (1986), S.272) ein gut dokumentiertes Beispiel.Google Scholar
  3025. 137.
    Zur Not werden Divergenzen, wenn sie schon im System entstanden sind, von den zentralen Strukturen des Systems abgeschirmt (in Anlehnung an Perrow, C. (1986), S.399). Eine andere Möglichkeit ist, auf das divergenzaufzehrende Mittel des Gehorsams (vgl. im Ergebnis gleich Sofsky, W., Paris, R. (1994), S.49f) zu setzen.Google Scholar
  3026. 138.
    Vgl. Popper, K.R. (1992b), S.48.Google Scholar
  3027. 139.
    Das System verschließt sich vor negativen Möglichkeiten. Dadurch beraubt es sich der Chance, aus Fehlern zu lernen (vgl. Diner, D. (1992), S.265ff.).Google Scholar
  3028. 140.
    Der Steuerungsansatz ist mithin voluntaristisch geprägt (vgl. zum voluntaristischen Ansatz auf der Ebene der Gesellschaft Etzioni, A. (1975), S.92ff.).Google Scholar
  3029. 141.
    Es soll danach nicht behauptet werden, daß voluntaristische Aktivitäten per se unmittelbar zum Scheitern verurteilt sind. Das zeigt sich z.B. bei besonders rücksichtslos betriebenen Reorganisationen (“Strategie des Bombenwurfs” (vgl. Kirsch, W., Esser, W.-M., Gabele, E. (1979), S.180ff.)). Wieweit man damit kommt, bleibt eine empirische Frage. Erste Evidenzen stimmen skeptisch (vgl. Bierfelder, W. (1991), S.197).Google Scholar
  3030. 142.
    Vgl. heuristisch zum Wert von Anomalien fier die Evolution der Erkenntnis im Rahmen der Wissenschaftstheorie Kuhn, T.S. (1989), S.65ff.Google Scholar
  3031. 143.
    In den Dunstkreis der Rigidisierung gehört auch die von Dömer konstatierte Langsamkeit der Erkenntnisbildung (vgl. Dömer, D. (1992), S.288ff.).Google Scholar
  3032. 144.
    Diese Dysfunktionalität wird z.B. von Dux in psychologischer Sicht mit dem Erreichen eines Satisfizierungsniveaus begründet (vgl. Dux, G. (1990), S.260f.). Ähnliche Einsichten finden sich in der Organisationstheorie: Insbesondere Erfolg bzw. der Anschein des Erfolgs machen schläfrig und führen zu Rigiditäten (vgl. Hedberg, B.L.T., Nystrom, C., Starbuck, W.H. (1976), S.49). Selbstverständlich sind dadurch funktionale Äquivalente der Erklärung nicht ausgeschlossen.Google Scholar
  3033. 145.
    Rigidisierung heißt nicht, daß nichts mehr passiert. Das Gegenteil kann der Fall sein. Wichtig für das Phänomen ist nur, daß jede Aktion mit einer gleichwertigen Gegenreaktion geahndet wird (vgl. Scott-Morgan, P. (1994), S.52f.).Google Scholar
  3034. 146.
    Er wird jedoch durch den Verzicht auf die Entwicklung innovativer Formen der Konservierung indirekt limitiert.Google Scholar
  3035. 147.
    Diese Erscheinung wird gegenwärtig im Kontext der Informationsbereitstellung auf gesamtgesellschaftlicher Ebene diskutiert (vgl. Postman, N. (1995), S.7ff.; vgl. Noam, E.M. (1995), S.35ff.).Google Scholar
  3036. 148.
    Das System ist im umgangssprachlichen Sinne “seiner Zeit voraus”.Google Scholar
  3037. 149.
    Das Begreifen von Dynamik scheint der Erkenntnis nur schwerlich zu gelingen (vgl. Dömer, D. (1992), S.62f.), so daß das Unverständnisargument besondere Relevanz besitzt. Das Argument ist in der Literatur im Begriff der “Kontextinkompatibilität” sedimentiert, der eine kommunikative Barriere bezeichnet (vgl. lose ergänzend Sorg, S. (1982), S.362ff.).Google Scholar
  3038. 150.
    Systeme reagieren stets anhand ihres Reproduktionsmodus, wie z.B. im Rahmen von Produktanalysen be-kannt ist: “In empirischen Untersuchungen zeigt sich, daß eine Produktanalyse, wie gründlich sie auch immer sein mag, so gut wie keine Vorhersage über das Rezeptionsverhalten der ‘Anderen’ zuläßt.” Scheffer, B. (1992), S.30, im Original teilweise kursivGoogle Scholar
  3039. 151.
    Einen entsprechenden Sachverhalt kennt die Bioepistemologie mit dem Problem der somatischen Verände-rungsnotwendigkeit aufgrund der Veränderung des Genotypus: Genotypische Variationen benötigen normaler-weise somatische Veränderungen, da ansonsten der Genträger durch die veränderten Anforderungen, die die ge-notypische Veränderung an die übrigen Bereiche des Organismus stellt, nicht überleben kann (vgl. Bateson, G. (1983), S.448). Eilt demzufolge die genotypische Variation den übrigen Systemmöglichkeiten über mögliche Fassungen ihrer Leistungsgrenze voraus, wird Überleben unwahrscheinlich.Google Scholar
  3040. 152.
    Das ist in der Pathologieforschung nichts Neues. In der Weise gelangt z.B. ebenfalls Sorg anhand seiner Informationspathologietypisierung zu dem Ergebnis, daß die von ihm vorgeschlagene begriffliche Trennschärfe nicht die vielfachen Ausstrahlungen zwischen den Themenbereichen untereinander verdecken kann (vgl. Sorg, S. (1982), S.378E). Auch bei Türk (vgl. Türk, K. (1976)) erscheinen derartige Querverbindungen nachweisbar: So kommt es in der türkschen Sprache z.B. zur “Überkomplizierung” der Organisation, weil ein Hang zur “Überstabilisierung” besteht.Google Scholar
  3041. 153.
    Die Hintergehbarkeit der Dysfunktionalitäten ist fir ein Weltbild kaum überraschend, für das es keine Letztbegründungen geben kann.Google Scholar
  3042. 154.
    Die Einbindungsreferenzen werden enumerativ dargelegt, weshalb die Reihenfolge der Behandlung keine Aussage über die Wichtigkeit der Einbindungsreferenzen triff.Google Scholar
  3043. 155.
    Diese Art der Selektion kann zudem wesentliche Beiträge zur Vermeidung der Dysfunktionalität der Überinklusion liefern.Google Scholar
  3044. 156.
    Hierbei kann es sich z.B. um Themen handeln, die die Wirklichkeitsauffassungen von Gegenkulturen zur Sprache bringen. Auf jeden Fall erschließt die Ausrichtung dem Eigentumsystem organisationsinteme kritische Potentiale, die als Chance der Veränderung begriffen werden und mithin Immunisierungs-und Rigidisierungsdysfunktionalitäten entgegenwirken (vgl. im weitesten Sinne ergänzend Greipel, P. (1988), S.260).Google Scholar
  3045. 157.
    Der Erklärungsgehalt, den der strategische Rahmen immerhin liefern kann, ist im Bereich der Philosophie se-dimentiert.Google Scholar
  3046. 158.
    Die Ideologie kann die Einsicht des Korrektivs per se nicht übernehmen, da sie aufgrund der Fraglosigkeit der von ihr zur Sprache gebrachten Welt nicht in der Lage ist, Divergenzen hervorzubringen.Google Scholar
  3047. 159.
    Klein, S. (1989), S.122Google Scholar
  3048. 160.
    in loser Anlehnung an Greipel, P. (1988), S.258Google Scholar
  3049. 161.
    Wildemann, H. (1995), S.20Google Scholar
  3050. 162.
    Ideologien sind mithin ein Ausdruck der Dysfunktionalität der Immunisierung.Google Scholar
  3051. 163.
    Die Ideologie muß gegen Reflexivitäten immunisiert sein, da das Ideologiekennzeichen gerade ihre “nicht pro-blematisierte Gültigkeit” ist.Google Scholar
  3052. 164.
    In einem ähnlichen Sinne betont Klein die Wichtigkeit “grundkonzeptioneller Überlegungen”: “Daher hat die Grundkonzeption besonderes Gewicht, obwohl sie weniger methodisch abgesichert ist, als primär auf vorgängigen Annahmen gründet.” Klein, S. (1989), S.122Google Scholar
  3053. 165.
    So werden sich z.B. Ziele kaum ideologiefrei begreifen lassen und es kann dementsprechend nicht als ausgemacht gelten, daß sie sich nicht verselbständigen.Google Scholar
  3054. 166.
    Explizite Strategien werden in der Organisationswissenschaft und Betriebswirtschaftslehre traditionell als wichtige Determinanten der Bestimmung der Weltverhältnisse betrachtet. Hingegen wird die Erfolgsträchtigkeit impliziter Strategien unlängst erst im Rahmen der Organisationskulturdebatte nachhaltig zur Notiz genommen: “Obwohl dem Phänomen kultureller Prägung in sozialen Systemen schon seit langer Zeit Aufmerksamkeit zukam, wurde dieses Thema fir die Wirtschaftspraxis erst nach dem ‘Japan-Schock’ der amerikanischen Wirtschaft interessant. Auf der Suche nach den Ursachen fir die Stärke japanischer Unternehmungen auf dem Weltmarkt, wurden kulturelle Faktoren fir den Erfolg von Unternehmungen maßgeblich entdeckt…” Bleicher, K. (1991a), S.148; vgl. ergänzend Greipel, P. (1988), S.43ff.; vgl. ergänzend DeFrank, R.S., Matteson, M.T., Schweiger, D.M., Ivancevich, J.M. (1985), S.62ff.Google Scholar
  3055. 167.
    Durch die Dirigierung der Aufmerksamkeit werden vor allem Dysfunktionalitäten aus dem Bereich der Asym-metrisierung, d.h. Über-als auch Unterexklusionen, verhindert.Google Scholar
  3056. 168.
    Kneer, G. (1992), S.105Google Scholar
  3057. 169.
    Greipel bezeichnet derartige Kommunikationen als “dicht und offen”, da sie nicht in hierarchische Formen gepreßt, sondern eher spontan, locker und iterativ ausgelegt sind (vgl. Greipel, P. (1988), S.265).Google Scholar
  3058. 170.
    Diese Einsicht ist ebenfalls in der Untemehmungskulturforschung sedimentiert, die sich wenigstens z.T. skeptisch gegenüber der direkten Gestaltbarkeit der Unternehmungskultur äußert: “Untemehmenskultur ist einer uneingeschränkten Machbarkeit im Sinne eines ‘Werte-und Normen-Drills’ nicht ohne weiteres zugänglich.” Heinen, E. (19876), S.41; vgl. ergänzend Osterloh, M. (1988), S.139ff.; vgl. Beyer, J.M., Trice, H.M. (1987), S.Sff.Google Scholar
  3059. 171.
    Erneut kann hier auf das Phänomen der Organisationskultur verwiesen werden, die ganz i.S.d. oben im Text Gemeinten von Kasper als “… kognitiver Hintergrund…” (Kasper, H. (1990), S.132) begriffen wird.Google Scholar
  3060. 172.
    Zum Beispiel muß die Erkenntnis des Kontroll-Paradigmas unvollständig bleiben, berücksichtigt man nicht die strategische Prämissen-und Durchführungskontrolle sowie die strategische Überwachung (vgl. ähnlich kritisch Becker, T. (1993), S.212).Google Scholar
  3061. 173.
    Besondere Relevanz erlangen dabei die Dysfunktionalitäten der Überexkiusion und der Überakzelerierung.Google Scholar
  3062. 174.
    Daher werden auch in dieser fünften Einbindungsreferenz hohe Anforderungen an die Aufmerksamkeit des Eigentumsystems gestellt, die durchaus das Risiko der Überinklusion in sich tragen. Das Risiko erscheint aber unvermeidbar zu sein.Google Scholar
  3063. 175.
    Zu nennen sind im Anschluß an die Strukturkernerweiterung der vorliegende Untersuchung für den strategi-schen Standort die Unterscheidung in “Aufgabenumwelt und generelle Umwelt”, für die strategischen Manage-mentsysteme die Unterscheidung in “Kern-und Leitsysteme”, fir die strategischen Ressourcen die Unterschei-dung in “Ressourcen-und Beschaffungs-Paradigmen” und die Unterscheidung “sonstiger Ressourcen von kriti-schen Erfolgsfaktoren und herausragenden Unternehmungsfähigkeiten” und fir die strategischen Betätigungsfel-der die Unterscheidung in “Betätigungsfeld-Paradigmen und Betätigungsfeldaufnahme-Paradigmen”.Google Scholar
  3064. 176.
    weil sich die Erkenntnis tiefer in morphogenetische Verästelungen vorantreibtGoogle Scholar
  3065. 177.
    Luhmann, N. (1989d), S.41Google Scholar
  3066. 178.
    “Verfahren werden als soziale Systeme gesehen, die mit Entscheidungsprozessen synchronisiert, aber nicht identisch sind.” Luhmann, N. (1989d), S.3Google Scholar
  3067. 179.
    z.B. Einbindung in das Verfahren der Etablierung der Differenz “kritischer Erfolgsfaktoren oder herausragen-der Untemehmungsfähigkeiten von anderen Ressourcen”Google Scholar
  3068. 180.
    “So läuft das Verfahren ab als eine Entscheidungsgeschichte…” Luhmann, N. (1989d), S.40Google Scholar
  3069. 181.
    “Verfahren sind… soziale Systeme, die spezifische Funktionen erfüllen, nämlich eine einmalige verbindliche Entscheidung zu erarbeiten, und dadurch von vornherein in ihrer Dauer begrenzt sind.” Luhmann, N. (1989d), S.41Google Scholar
  3070. 182.
    z.B. auf die kritischen Erfolgsfaktoren der OrganisationGoogle Scholar
  3071. 183.
    Die Geregeltheit entsteht durch die Strukturwirkung von Verfahren: “Verfahren verhelfen dazu, angesichts einer ungewissen Zukunft und vornehmlich angesichts einer Überforderung durch eine unübersehbare Komplexität von Möglichkeiten… gegenwärtige Sicherheit zu schaffen und ein darstellendes, expressives, sinnerfilltes, verpflichtendes Verhalten in der Gegenwart zu ermöglichen.” Luhmann, N. (1989d), S.232, im Original teilweise kursiv und im Kontext des Rechtssystems plaziert, Fn. weggelassenGoogle Scholar
  3072. 184.
    So wird die Intention verfolgt, “… die Selbstreflexionsfähigkeit im System selbst und diese möglichst nachhaltig aufzubauen.” Kasper, H. (1990), S.417Google Scholar
  3073. 185.
    Dadurch kommt es zu einer höheren kommunikativen Dichte im Eigentumsystem: “Kommunikation setzt… Interaktionschancen voraus…” Weiss, E. (1989), S.149Google Scholar
  3074. 186.
    Insofern bleibt die Rationalität des Eigentumsystems, falls es überhaupt zu ihrer Ausbildung kommt, an den Code des Eigentumsystems gebunden (vgl. allgemein und im Ergebnis gleich Kneer, G. (1992), S.108).Google Scholar
  3075. 187.
    Demnach sind die Überlegungen zur Redundanzvermeidung knapper zu halten.Google Scholar
  3076. 188.
    Die Erkenntnistheorie macht entgegen der Idealtypik obiger Formulierungen einsichtig, daß bei jedem strategischen Programm, unbeschadet ob nun abweichend oder nicht abweichend von der Rahmenstrategie, ein Mindestmaß an Reflexivität vorhanden sein muß. Ansonsten würden Abweichungen strategischer Programme nicht als solche erkannt werden können. Man sieht, die Einbindungstheorie zeigt eine Typik auf und weist damit Unschärfe aus.Google Scholar
  3077. 189.
    Die Differenzierungsmöglichkeiten eigentumsystemischer Strategien stellen eine offene Menge dar. Daher ergibt sich die Reflexionsreferenz (f) fir das Eigentumsystem zwingend.Google Scholar
  3078. 190.
    Die beiden reproduktiven Charakteristiken “intensive strukturelle Kopplung der Rahmen-und Programmstrategien” und “besonders unscharfe Differenzierung der Rahmen-und Programmstrategien” in der mFU lassen sich zu einem Einbindungsbereich zusammenziehen.Google Scholar
  3079. 191.
    Nach Luhmann “… muß ein System sehr klein bleiben, wenn es sich alle kombinatorischen Möglichkeiten offenhalten oder gar alle zugleich realisieren will; oder es muß Selektionsverhältnisse ordnen und verstärken.” Luhmann, N. (1985a), S.73Google Scholar
  3080. 192.
    Luhmann, N. (1985a), S.48Google Scholar
  3081. 193.
    Im Vergleich zu den anderen besonderen Einbindungsreferenzen im vorliegenden Abschnitt handelt es sich um ein derivatives Argument, wurde die personale Prägung der Autopoiese eher als eine Folge der übrigen reproduktiven Charakteristiken der mFU bestimmt.Google Scholar
  3082. 194.
    Die Steigerung liegt daran, daß die personale Prägung des Eigentumsystems durch den Eigentumcode ihrer Intensität nach auch in der eigentumsystemisch organisationsintemen Umwelt der mFU keine Entsprechung fmdet.Google Scholar
  3083. 195.
    Daß eine derartige Strukturierung möglich ist, ist bei Schreyögg ersichtlich. Schreyögg zeigt für die politische Dimension der Strategiegenese eine abstrakte Struktur auf und deutet diese als “Struktur von Kampfspielen” (vgl. Schreyögg, G. (1984), S.185ff.).Google Scholar
  3084. 197.
    Offenbar wird, daß hier die Einbindungstheorie auf ihre eigene Selbstreferenz trifft, ist sie selbst eine perspektivisch geprägte Ordnung des Zugangs zur Beobachtung und Entscheidung der organisationalen Autopoiese.Google Scholar
  3085. 198.
    In der Literatur wird die Genese dieser Ordnung vor allem im Kontext von Reorganisationsprozessen als “Grenzbildung von Entscheidungsarenen” diskutiert (vgl. präskriptive und deskriptive Befunde bei Ehrensperger, H. (1985), S.240ff.). Die Grenzbestimmung von Entscheidungsarenen gilt als schwierig zu handhabende Aufgabe (vgl. Kirsch, W., Esser, W.-M., Gabele, E. (1979), S.251; vgl. zu “Beteiligten” in politischen Abläufen Weinzierl, H. (1994), S.54ff.).Google Scholar
  3086. 199.
    Mithin wird einem Ergebnis Schreyöggs zur Deutung der Strategiegenese als Kampfspiel-Paradigma gefolgt: “Wer an einem bestimmten Spiel teilnehmen wird, kann nicht im voraus bestimmt werden. Weder Auszeichnungen durch die Organisationsstruktur noch die Zugehörigkeit zur Machtelite… lassen eine abschließende Bestimmung zu, es treten immer noch problemspezifische Akteure hinzu.” Schreyögg, G. (1984), S.186, im Original teilweise kursiv, Fn. weggelassen; vgl. ergänzend Ehrensperger, H. (1985), S.254, S.265.Google Scholar
  3087. 200.
    “Das Argument ist…, daß der Einzelne zu Anfang oft gar nicht weiß, ja wissen kann, ob er an einem ‘strategischen’ oder ’operativen’ Entscheidungsprozeß teilnimmt… Der strategische Charakter eines lokalisierbaren Problems kristallisiert sich… erst… heraus.” Schreyögg, G. (1984), 5.182Google Scholar
  3088. 201.
    Zur Begründung der Forderung nach partizipativen Gestaltungsprozessen hingegen beachte überblicksartig Ehrensperger, der eine Verbesserung der Lösungsqualität, Akzeptanzförderung und Entsprechung der demokratischen Nom anführt (vgl. Ehrensperger, H. (1985), S.241ff.).Google Scholar
  3089. 202.
    Somit wird offensichtlich, daß die Ordnung des Zugangs erheblich durch politische Aktivitäten geprägt sein wird: “Die Intensität der Beteiligung verschiedener Personen (im strategischen Entscheiden; A.d.V.) wird… von den politischen Potentialen und der Machtmotivation der Interessenten abhängig sein, die dafür sorgen, daß sie selbst bzw. Vertreter oder Repräsentanten ihrer Interessen am Gestaltungsprozeß teilnehmen.” Ehrensperger, H. (1985), S.254Google Scholar
  3090. 203.
    Vgl. ergänzende Überlegungen zur Nichtberücksichtigung von Interessen bei Ehrensperger, H. (1985), S.266ff.Google Scholar
  3091. 204.
    Vgl. Kirsch, W., Esser, W.-M., Gabele, E. (1979), S.252.Google Scholar
  3092. 205.
    “Politisches Verhalten umgreift die gezielte Mobilisierung und den kalkulierten Einsatz von (Verhand-lungs-)Macht zur Durchsetzung eigener Präferenzen.” Schreyögg, G. (1984), S.184, im Original teilweise kursivGoogle Scholar
  3093. 206.
    “In jedem Fall gilt, daß das Machtpotential von den Mitspielern als solches erkannt werden muß, wenn es seine Wirkung entfalten soll.” Schreyögg, G. (1984), S.189Google Scholar
  3094. 207.
    In der Folge gleich notiert Ehrensperger: “Man kann davon ausgehen, daß i.d.R. die Auswahl der verschiedenen Akteure von grundlegender Bedeutung für das Ergebnis des Gestaltungsprozesses ist.” Ehrensperger, H. (1985), S.251, vgl. ergänzend S.267.Google Scholar
  3095. 208.
    “Für die Fragen, welches Problem überhaupt zu einem relevanten Entscheidungsproblem wird und ob eine Problemlösung grundsätzlich als tragbar gelten kann, spielt die zugeordnete oder zuordenbare Legitimität eine nicht unerhebliche Rolle. Politische Prozesse stellen daher auch darauf ab, Legitimität für bestimmte Ideen, Werte und Lösungen zu schaffen.” Schreyögg, G. (1984), S.184f., im Original teilweise kursivGoogle Scholar
  3096. 209.
    Die Formulierung verdeutlicht, daß die Einbindungstheorie sowohl Istanalysen als auch Soll-bzw. Kannkonzepte zu erfassen vermag.Google Scholar
  3097. 210.
    Der zweite Einbindungsbereich schließt analytisch an den Bereich der “Zugangsordnung zur strategischen Autopoiese” an. Bei der Bildung der Zugangsordnung geht es idealtypisch um die Aufstellung der Teilnehmer an Entscheidungsepisoden: die Einbindung in Entscheidungsepisoden setzt an Entscheidungen der Teilnehmer von Entscheidungsepisoden an (vgl. ergänzend zum Episodenkonzept strategischer Entscheidungen Schwub-Gwinner, G. (1993), S.44ff., S.83ff., S.170ff.).Google Scholar
  3098. 211.
    Vgl. Schreyögg, G. (1984), S.190f.Google Scholar
  3099. 212.
    Vgl. zum Verhältnis “externe Berater” und “Organisation” Kasper, H. (1990), S.409ff.; vgl. ergänzend Exner, A., Königswieser, R., Titscher, S. (1992), S.204ff.Google Scholar
  3100. 213.
    Vgl. vertiefend Schreyögg, G. (1984), S.189f.Google Scholar
  3101. 214.
    Ähnliche Erkenntnisse finden sich bei Schreyögg: “Spiele laufen nicht völlig willkürlich und zufallsbestimmt ab. Sie unterliegen Regeln.” Schreyögg, G. (1984), S.189, im Original teilweise kursivGoogle Scholar
  3102. 215.
    Zum Beispiel hat die Überexklusion des Eigentumsystems von den sensiblen Sachverhalten des Politischen in der Organisation zur Folge, daß das Eigentumsystem seine Wirklichkeiten ohne politische Rücksichtnahmen auf seine organisationsinterne Umwelt formuliert und dort dementsprechend unkalkulierte Ereignisse auslösen kann. Aus ihnen können dem Eigentumsystem wiederum nicht gewünschte Effekte erwachsen.Google Scholar
  3103. 216.
    Schreyögg, G. (1984), S.178, Fn. weggelassenGoogle Scholar
  3104. 217.
    Es geht hier um die Verfahrensweise des Umgangs mit Widersprüchen und Konflikten. Im Extrem können sie unterdrückt, oder aber ebenfalls beabsichtigt zugelassen bzw. gefördert werden. So propagiert Kasper, für die Organisation “… ein gewisses Maß an Unordnung, Durcheinander, Unklarheit, Mehrdeutigkeit zuzulassen und damit auch zu Widersprüchlichkeit zu ermutigen.” (Kasper, H. (1990), S.386, Fn. weggelassen) Widersprüche werden “… aber üblicherweise als unlogisch und schlecht bezeichnet und zu unterdrücken versucht.” Exner, A., Königswieser, R., Titscher, S. (1992), S.218Google Scholar
  3105. 218.
    “Daß Unternehmen als ausschließlich an widerspruchsfreien Zwecken orientierte Zusammenschlüsse anzuse-hen sind, ist… schon deshalb nicht aufrechtzuerhalten, weil die interne Differenzierung… Differenzen, widersprüchliche Erwartungen, Selektionen und Informationsverarbeitungen voraussetzt und bedingt…” Exner, A., Königswieser, R., Titscher, S. (1992), S.218Google Scholar
  3106. 219.
    Die Konfliktgeladenheit der organisationalen Autopoiese ist wie der Widerspruch unvermeidlich: “Die Akteure der Initiierung und der organisatorischen Gestaltung bringen in verschiedenen Repräsentanzstufen eigene und fremde Interessen in den Prozeß ein. Häufig werden diese Akteure im Gegensatz zueinander stehen, da sich aufgrund der unterschiedlichen persönlichen Präferenzordnungen und ihrer verschiedenen Bezugsgruppen ihre bevorzugten Alternativen gegenseitig ausschließen.” Ehrensperger, H. (1985), S.268, Fn. weggelassenGoogle Scholar
  3107. 220.
    Dergestalt müssen auf jeden Fall auch FU mit Konflikten umgehen (vgl. Prokesch, S. (1986), S.8).Google Scholar
  3108. 221.
    An dieser Stelle lassen sich z.B. Strategien der “Leugnung”, “Unterdrückung”, “Zulassung” oder auch der “Förderung” von Widersprüchen unterscheiden. Widerspruchsstrategien lassen sich mithin als ein “Verfahren der Divergenzhandhabung” verstehen.Google Scholar
  3109. 222.
    Mit Ehrensperger lassen sich mögliche Konfliktstrategien in “Dominanz-”, “Problemlösungs-und Verhandlungs-” sowie “Konzessionsstrategien” unterscheiden (vgl. Ehrensperger, H. (1985), S.274ff.). Auch bei einem “… potentiell ‘unendlichen Konflikt’…” (Miller, M. (1992), S.37) wird sich nach Möglichkeit ein Muster, d.h. eine Konfliktstrategie, konstituieren lassen. SchmitzlWeyrer sprechen auch von einer “Konfliktgrammatik” (Schmitz, C., Weyrer, M. (1995), S.121). Eine Konfliktstrategie ist nicht pauschal ein “Verfahren zur Eindämmung oder Lösung des Konflikts…” (Sofsky, W., Paris, R. (1994), S.370f.) Das gilt vor allem, falls die Eindämmung bzw. die Lösung des Konflikts als Konsens gedeutet wird: “Ein letztendlicher Konsens ist ein eher unwahrscheinliches Ergebnis sozialer Konflikte.” Miller, M. (1992), S.37Google Scholar
  3110. 223.
    Deswegen sind die Überlegungen zur Redundanzvermeidung knapper zu halten.Google Scholar
  3111. 226.
    z.B. nach der “Trägheit der Strategieevolution”, nach “möglichen Konfigurationen von Strategien”, nach “möglichen Verhältnissen von Medium und Form der Strategien”, nach “möglichen Wandelstrategien”, nach der “Deutung des Strategiewandels als Entdeckungsverfahren” usf.Google Scholar
  3112. 227.
    zn Die Ordnung verlöre sich ansonsten im Diffusen und es käme wahrscheinlich zur Dysfunktionalität durch Uberinklusion.Google Scholar
  3113. 228.
    Die Überlegungen formieren sich sprachlich bedingt in einer sukzessiven Reihenfolge, die jedoch nicht als empirische Reihenfolge zu mißdeuten ist. Das hieße, die Argumentation in die Nähe der Rationalität der präskrip tiven Strategieforschung zu rücken (vgl. Schreyögg, G. (1984), S.133ff., S.213ff.), deren Aussagewert gerade von der vorliegenden Untersuchung kritisch eingeschätzt wird.Google Scholar
  3114. 229.
    Mithin wird davon ausgegangen, daß aufs Ganze gesehen die “… Morphogenese… nur in Abhängigkeit von ihrer eigenen Geschichte zu begreifen ist.” Luhmann, N. (1990a), S.235, Fn. weggelassenGoogle Scholar
  3115. 230.
    Insofern wird die eigentumsystemische Einbindung in die “Ausgangsordnung der Morphogenese” schnell zwischen den Dysfunktionalitäten der Überinklusion und der Überexklusion pendeln.Google Scholar
  3116. 231.
    “Operativ geschlossene Systeme befinden sich… in einer jeweils historischen Ausgangslage; und zwar nicht nur in historisch veränderlichen Situationen, weil ihre Umwelt sich ändert, sondern in einem eigenen Zustand, der jeweils durch vorhergehende eigene Operationen mitbestimmt ist.” Luhmann, N. (1990a), S.277Google Scholar
  3117. 232.
    Ähnlich notiert Klein: “Das Handeln ist… kognitiv in die Interpretation von Geschichte und Gegenwart eingebunden.” Klein, S. (1989), S.35, im Original teilweise kursivGoogle Scholar
  3118. 233.
    Demzufolge ist “Zeit” eine gegenwärtige Möglichkeit der Strukturierung eines Phänomens (in Anlehnung und Generalisierung der Überlegung bei Scheffer, B. (1992), S.155).Google Scholar
  3119. 234.
    un Mithin wird einer Unterscheidung Nassehis gefolgt, der konstatiert, “… daß in Reflexionstheorien beide Formen - die temporale und die temporal indifferente - vorkommen.” Nassehi, A. (1993), S.209, Fn.107, im Original teilweise kursivGoogle Scholar
  3120. 235.
    Diese Formulierung ist Ausdruck der Auffassung, nach der “(d)ie Gestalt des Kosmos als eine Funktion der Zeit” (D’Avis, W. (1994), S.225, im Original kursiv) zu begreifen ist.Google Scholar
  3121. 236.
    Bei den Beispielen handelt es sich um eine Enumeration; sie lassen sich zudem in ihren Aussagen nicht überschneidungsfrei begreifen.Google Scholar
  3122. 237.
    Dieser Zwang ergibt sich, da Geschichte an sich noch keine Gestaltungskraft besitzt: “Die Geschichte ‘lehrt’ weder die Notwendigkeit eines Wandels noch die Richtung, die er zu nehmen hätte.” Scheffer, B. (1992), S.I54 2“ Ebenso resultiert das erste Argument zwingend aus dem zweiten: ”Die Planung ist auf die Zukunft, die Historik auf die Vergangenheit ausgerichtet. Dennoch bildet das Verständnis der Geschichte - eigener wie anderer Erfahrungen sowie der Unternehmensgeschichte - einen zentralen Orientierungspunkt der Planung, gerade auch da, wo sich Planung um die Entwicklung von Zukunftsperspektiven bemüht.“ Klein, S. (1989), S.32Google Scholar
  3123. 238.
    Insofern wird der Erkenntnis der modernen Geschichtswissenschaft gefolgt, “… daß sich… ein Wandel von der Relativität der historischen Beobachtung zur Relativität der Historie selbst beobachten läßt.” Nassehi, A. (1993), S.202Google Scholar
  3124. 239.
    Luhmann, N. (1985a), 5.118, im Original teilweise kursiv; vgl. ergänzend Longo, G.O. (1994), S.235ff.Google Scholar
  3125. 240.
    Demzufolge lassen sich “innovative” von “konservativen” Konstruktionen der “Ausgangsordnung der Morphogenese” unterscheiden.Google Scholar
  3126. 243.
    Luhmann, N. (1991c), S.119; vgl. ergänzend Luhmann, N. (1985a), S.118.Google Scholar
  3127. 247.
    Klein, S. (1989), S.33, im Original teilweise kursiv, Fn. weggelassenGoogle Scholar
  3128. 249.
    Diese Einsicht sedimentiert gegenwärtig im Kontext der Gestaltung von Produktentwicklungsprojekten, indem darauf hingewiesen wird, daß gerade in den frühen Phasen der Entwicklung die beste Möglichkeit der Ergebnisbeeinflussung vorhanden ist (vgl. Wheelwright, S.C., Clark, K.B. (1994), S.54ff.). Zusätzliche Argument-stützen liefern wissenschaftstheoretisch gefärbte Überlegungen, die diese Phase wegen ihres Diskussionsreichtums und ihrer Perspektivenvielfalt besonders exponieren (vgl. Kernstock, J. (1995), S.37f).Google Scholar
  3129. 250.
    Die Einbindung in die Strategiedegeneration wirkt zudem gut und unmittelbar der Dysfunktionalität der Wis-sensimmunisierung im Eigentumsystem entgegen, wird durch diese Einbindung dem Eigentum die Falibilität der Erkenntnis exponiert zugänglich.Google Scholar
  3130. 251.
    Nassehi, A. (1993), S.255, im Original teilweise kursiv; zur Zeitstrukturierung vgl. ergänzend Sinisa, R (1996), S.24f.Google Scholar
  3131. 252.
    Nassehi, A. (1993), S.256, im Original teilweise kursivGoogle Scholar
  3132. 253.
    Nassehi, A. (1993), S.257Google Scholar
  3133. 254.
    Sn Luhmann, N. (1985a), S.72, im Original teilweise kursivGoogle Scholar
  3134. 255.
    Damit wird auf ein Grundproblem des Sozialen gezielt (vgl. Sinisa, R. (1996), S.20).Google Scholar
  3135. 256.
    Die Einbindungsrelevanz von Synchronisationsstrategien richtet sich dabei nach den Vorschriften der sachlichen, sozialen und der zeitlichen (Teil (a)) Einbindungstheorie.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1997

Authors and Affiliations

  • Joachim Schmidt

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