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Das Gestern im Heute. Medien und soziales Gedächtnis

  • Aleida Assmann
  • Jan Assmann

Zusammenfassung

Das Gedächtnis entsteht nicht nur in, sondern vor allem zwischen den Menschen. Es ist nicht nur ein neuronales und psychisches, sondern auch und vor allem ein soziales Phänomen. Es entfaltet sich in Kommunikation und Gedächtnismedien, die solcher Kommunikation ihre Wiedererkennbarkeit und Kontinuität sichern. Was und wie erinnert wird, darüber entscheiden neben den technischen Möglichkeiten der Aufzeichnung und Speicherung auch die Relevanzrahmen, die in einer Gesellschaft gelten. Aufbauend auf der Gedächtnistheorie des Soziologen Maurice Halbwachs entwickelt der folgende Beitrag eine Theorie des kulturellen Gedächtnisses, die den kulturellen Aspekt der Gedächtnisbildung in den Vordergrund stellt und nach den Medien und Institutionen fragt, die dieses „Zwischen” organisieren. Medien wie Schrift und Buchdruck sowie Institutionen der Kanonisierung und Interpretation von Texten haben in der Vergangenheit die Möglichkeiten des kollektiven oder sozialen Gedächtnisses fundamental erweitert. Entsprechende Wandlungen zeichnen sich mit der Heraufkunft der elektronischen Medien ab. Kultur wird in diesem Sinne verstanden als der historisch veränderliche Zusammenhang von Kommunikation, Gedächtnis und Medien.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1994

Authors and Affiliations

  • Aleida Assmann
  • Jan Assmann

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