Annahme verweigert pp 117-144 | Cite as
Ehe und nichteheliche Lebensgemeinschaft Akzeptanz unter neuen Bedingungen
Zusammenfassung
Seit den 60er Jahren hat die Ehe als einzig legitime Form dauerhaften intimen Zusammenlebens zwischen Mann und Frau an Selbstverständlichkeit eingebüßt. Frauen und Männer im heiratsfähigen Alter betrachten die Leitideen, die von der Institution Ehe repräsentiert werden, zusehends kritisch und lassen sich mehr Zeit für eine Entscheidung. Die Angst vor einer endgültigen Festlegung und deren Folgen, aber auch der Wunsch nach einer Veränderung der Rahmenbedingungen für eine gelingende Partnerschaft sind größer geworden. Die Tendenz zum Aufschub der Eheschließung, die gestiegenen Scheidungsziffern, aber auch die Zunahme nichtehelicher Lebensgemeinschaften sind Indikatoren für einen Akzeptanzschwund der Institution Ehe in ihrer herkömmlichen Ausgestaltung, die zugleich auf einen Akzeptanzgewinn anderer Lebensformen hindeuten.
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