Zusammenfassung
Im allgemeinen Wortsinn bezeichnet der Begriff der Variante eine Abweichung von einem Standard.16 Angesichts einer Vielzahl möglicher Erscheinungsformen von Varianten innerhalb einer Unternehmung17 bedarf diese vordergründig einfache Universalformel zur Vermittlung ihres betriebswirtschaftlich relevanten Bedeutungsinhalts jedoch stets der an dem jeweils zugrundeliegenden Untersuchungszweck und der eingenommenen Perspektive ausgerichteten konkretisierenden Ausfüllung durch ihren Verwender. Zur Vorbereitung eines dem Untersuchungsziel der vorliegenden Arbeit entsprechenden Begriffsverständnisses werden daher in diesem Abschnitt zunächst die Merkmale verschiedener in der Literatur dokumentierter Variantendefinitionen untersucht, um bislang erarbeitete Anknüpfungspunkte der Begriffsbildung zu identifizieren. Diese sind dann aus der hier gewählten Untersuchungsperspektive heraus zu ergänzen und zu einem problemadäquaten Begriffsverständnis zusammenzufügen.
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Literatur
- 16.In der Regel handelt es sich dabei zugleich um eine lediglich geringe Abweichung; vgl. PRILLMANN (1996), S. 81; SCHUH (1989), S. 42.Google Scholar
- 17.Vgl. etwa CAESAR (1991), S. 9.Google Scholar
- 18.Teilweise verzichten die Autoren jedoch auch ganz auf eine ausdrückliche Darlegung ihres Begriffsverständnisses. In diesen Fällen erschließt es sich erst mittelbar aus den vorgeschlagenen Methoden zur Variantenanalyse und -gestaltung.Google Scholar
- 19.Vgl. SCHUH (1989) und CAESAR (1991).Google Scholar
- 20.Vgl. SCHUH (1989), S. 42, und, ihm folgend, aber mißverständlich CAESAR (1991), S. 10; vgl. auch GOETZE(1992), S.46.Google Scholar
- 21.Vgl. SCHUH (1989), S. 42; CAESAR (1991), S. 10. Die Produktionsvarianz bleibt indes nicht auf die Fertigungsressourcen der Unternehmung beschränkt, sondern wird von Schuh auch auf die Funktionen Konstruktion, Verwaltung und Logistik bezogen. Vgl. SCHUH (1989), S. 43.Google Scholar
- 22.Im einzelnen sind dies Grundarbeitsplan- und Stücklistendaten, Sonderausstattungsarbeitspläne und -stamm-daten (vgl. EBENDA, S. 46). Auf die Möglichkeit, zur Generierung von Varianteninformationen neben der Verknüpfung und Auswertung Edv-technisch erfaßter Informationsträger auch Expertenwissen und Erfahrungswerte einzusetzen, verweisen PFEIFFER ET AL. (1989), S. 50.Google Scholar
- 23.CAESAR (1991), S. 62 f., fuhrt zusätzlich den Begriff des „Referenzbaums“ ein. Unter Aufweitung der Va-riantenbaumstruktur wird darin auf der Grundlage einer systemorientierten Betrachtung die theoretische Kombinationsvielfalt aller Variantenelemente (Baugruppen und Bauteile) und ihrer Ausprägungen abgebildet, um dann über die sachlogische Verknüpfung von Teilsystemen mit Produktentscheidungen, wie etwa der Neueinführung, Überarbeitung oder Bereinigung von Baureihen, Ansatzpunkte für deren variantenoptimale Gestaltung zu gewinnen.Google Scholar
- 24.Vgl. CAESAR (1991), S. 46; KESTEL (1995), S. 7; EVERSHEIM/SCHENKE/WARNKE (1998), S. 32.Google Scholar
- 25.Vgl. EBENDA, S. 49. Ähnlich auch CAESAR (1991), S. 61.Google Scholar
- 26.In der Abbildung sind Ersatzvariantenteile an den nachgestellten Ziffern in der Nummerierung (n.1, n.2, n.m) zu erkennen.Google Scholar
- 27.Unter Haptik wird im allgemeinen die Lehre vom Tastsinn verstanden [vgl. etwa TREIS/OPPERMANN (1998), S. 796]; der Begriff steht hier für die über den Tastsinn wahrnehmbaren Varianten- bzw. Produktcha-rakteristika.Google Scholar
- 28.Vgl. SCHUH (1989), S. 45; CAESAR (1991), S. 46. Als zusätzliches Differenzierungsmerkmal läßt sich der Neuigkeitsgrad der einer Baugruppe inkorporierten Technologie ergänzen, wobei zwischen prinzipieller und gradueller Innovation zu unterscheiden ist [vgl. GOETZE (1992), S. 55]. Innovationen prinzipiellen Charakters bilden dabei aus theoretischer Sicht stets eine Kombination neuer technischer Problemlösungspotentiale mit vorhandenen wirtschaftlichen Anwendungen, vorhandener technischer Lösungspotentiale mit neuen wirtschaftlichen Anwendungen oder neuer Potentiale mit neuen Anwendungen [vgl. PFEIFFER (1980), S. 421 ff.]. Unter Technologie wird dabei das Wissen verstanden, das zur Lösung von Problemen marktbezogener Leistungserstellung und -Verwertung dient und in Sachgütern, Informationen (z.B. Patenten) oder Dienstleistungen gebunden ist; vgl. KUMAR/NEYER (1991), S. 14.Google Scholar
- 29.Im Hinblick auf die umfangreiche Definition der einzelnen Variantenmerkmale muß an dieser Stelle auf den Anhang bei SCHUH (1989), S. 164 ff, verwiesen werden.Google Scholar
- 30.Vgl. EBENDA, S. 55 ff.Google Scholar
- 31.Mit der Entwicklung eines sog. Elementprinzips stellt Caesar dieses Verständnis auf eine systemtheoretische Grundlage, ohne dadurch jedoch zu einem anderen Variantenbegriff zu gelangen: Referenzpunkte für die Be-Schreibung von (Produkt)Varianten bilden auch in seiner Arbeit Baugruppen und Einzelteile, die von ihm jedoch abweichend als Strukturelemente bezeichnet werden [vgl. CAESAR (1991), S. 60]. Im Kontext ihres Verwendungszusammenhangs innerhalb übergeordneter Baugruppen nennt er sie auch Verwendungselemente und stellt damit auf die bereits von Schuh entwickelte Differenzierung zwischen Ersatz-, Zusatz- und Zusatzersatzvariantenteilen bzw. -elementen ab; vgl. EBENDA, S. 60 f.Google Scholar
- 32.Vgl. GOETZE (1992).Google Scholar
- 33.Während Schuh und Caesar mit ihren Variantengestaltungsmethoden auf die Realisierung vorgegebener Funktionsumfänge von Produkten mittels minimaler Baugruppen- und Teilevielfalt zielen [vgl. SCHUH (1989), S. 35; CAESAR (1991), S. 33] und sich damit innerhalb der engen Grenzen von Konstruktion und Fertigung bewegen, postuliert Goetze die Notwendigkeit einer sachlichen und zeitlichen Ausdehnung des Untersuchungs- und Gestaltungsrahmens der Variantenvielfalt zu einer alle Unternehmungsbereiche integrativ umfassenden und an strategischen in gleicher Weise wie an operativen Aspekten der Varianten- bzw. Produktpolitik ausgerichteten Systembetrachtung; vgl. GOETZE (1992), S. 12 und 14.Google Scholar
- 34.EBENDA, S. 49.Google Scholar
- 35.Die Kritik von Goetze an der Variantenstrukturierung nach Schuh richtet sich insbesondere auf die mangelnde theoretische Fundierung der Abbildungsebenen im Variantenbaum [vgl. GOETZE (1992), S. 48]. Eine Auflösung von Produktvarianten in Baugruppen und -teile hält sie im Falle eines komplexen Produktaufbaus wegen der zu erwartenden Informationsfülle für undurchführbar. Zudem verringere sich dadurch die Chance, Varianten in Gestalt alternativer Technologien mit gleichen oder ähnlichen Funktionen zu identifizieren und damit Ansatzpunkte zur Bereinigung der Vielfalt zu gewinnen; vgl. EBENDA, S. 52, Fn. 2.Google Scholar
- 36.Vgl. EBENDA, S. 54.Google Scholar
- 37.Vgl. EBENDA.Google Scholar
- 38.Goetze greift dafür auf ein Metamodell der Technik von SCHNEIDER (1984), S. 102, zurück. In seiner Anwendung auf die Problematik produktbezogener Variantenvielfalt zielt dieses auf die Aufdeckung von Tech-nologie-Isomorphien auf System- und Subsystemebene, die sich in Art und Anzahl der Subsysteme bzw. Systemelemente sowie in Art und Anzahl der zwischen diesen bestehenden Relationen manifestieren; vgl. GOETZE (1992), S. 57.Google Scholar
- 39.EBENDA, S. 58.Google Scholar
- 40.Die allgemeine Grobstruktur umfaßt dabei die Ebenen Produktsystem, Produkt(variante), Variantensubsystem und Variantenelement; vgl. EBENDA, S. 58, Fn. 24.Google Scholar
- 41.Auf abstrakter Ebene lassen sich diese Beiträge stets als Kombinationen elementarer Wirkgrößen und Transformationen darstellen. Schneider greift hierfür auf die der Kybernetik entlehnten Größen Materie, Energie und Information [vgl. SCHNEIDER (1984), S. 73] sowie die Transformationen Wandlung, Speicherung und Transport (vgl. EBENDA, S. 83 ff.) zurück. Seiner Ansicht nach läßt sich damit das Funktionsspektrum aller existierenden und denkbaren technischen Systeme abbilden. In bezug auf die Wirkgrößen verweist er dabei jedoch zugleich auf einen weitergehenden Detaillierungsbedarf; vgl. EBENDA, S. 73.Google Scholar
- 42.Vgl. EBENDA, S. 99 f.Google Scholar
- 43.Die Produktebenen n bis n-3 bezeichnen im einzelnen das Produktsystem (n), die Produktvarianten (n-1), die Variantensubsysteme (n-2) und — in der Abbildung nicht berücksichtigt — die Variantenelemente (n-3); vgl. Goetze (1992), S. 58, Fn. 24.Google Scholar
- 44.Angesichts der Kritik Goetzes an der mangelnden theoretischen Fundierung der Abbildungsebenen im Variantenbaum nach Schuh (siehe Fn. 35) erscheint dieser Punkt bemerkenswert. Denn auch die Einführung eines abstrakt-funktionalen Technikbeschreibungssystems oder die Einbettung der Variantenthematik in ein systemtheoretisches Begriffsumfeld vermögen das Problem der theoretischen Fundierung der Gliederungstiefe einer Variantensystematik nicht zu lösen, wenn dafür auf nach wie vor pragmatisch bestimmte Abbil-dungsstufen der Vielfalt zurückgegriffen wird. Für die Bestimmung der relevanten Betrachtungsebenen werden in Abschnitt 2.1.2.1.2 der vorliegenden Arbeit einfache theoretische Überlegungen entwickelt.Google Scholar
- 45.Vgl. RATHNOW (1993). Das Attribut integriert kennzeichnet das dort entwickelte Managementkonzept als einen die Gesamtunternehmung umfassenden und Kosten- und Nutzenwirkungen der Vielfalt gleichermaßen einbeziehenden Ansatz; vgl. EBENDA, S. 4.Google Scholar
- 46.Vgl. EBENDA, S. 8.Google Scholar
- 47.EBENDA, S. 8. Beispielhaft nennt er die Wahl unterschiedlicher Markennamen oder Vertriebswege sowie die Variation von Lieferzeiten und -service oder der eingeräumten Garantiezeit.Google Scholar
- 48.Vgl. EBENDA, S. 45. Dabei wird ein weiter Produktbegriff zugrunde gelegt, der neben der materiellen Komponente (hier als Produkt im engeren Sinne bezeichnet und aus der Betrachtung ausgeklammert) auch sämtliche komplementären, immateriellen Bestandteile des Outputs der Unternehmung (sog. added on values), wie etwa Beratungsleistungen beim Kauf, Garantiezusagen etc., umfaßt; vgl. EBENDA, S. 7 f.Google Scholar
- 49.Rathnow bezieht sich dabei auf die Verfahren der Multidimensionalen Skalierung (Mds) sowie des Conjoint-Measurement, auf die an dieser Stelle nicht im Detail einzugehen ist. Vgl. dazu die Ausführungen und Literaturhinweise bei RATHNOW (1993), S. 64 ff., und KAISER (1995), S. 126 ff. Weitere ausführliche Darstellungen dieser Verfahren enthalten z.B. KNAPP (1998), S. 217 ff. und 221 ff.; NIESCHLAG/ DICHTL/HÖRSCHGEN (1994), S. 824 ff. und 828 ff.Google Scholar
- 50.Vgl. LINGNAU (1994).Google Scholar
- 51.Deutsches Institut Für Normung E.V. (1977), S. 9.Google Scholar
- 52.Die Definition des Vdi, der unter Varianten „Abarten einer Grundausführung“ [VDI/REFA (1976), S. 179] versteht, verwirft er hingegen, da er die Existenz einer Grundausfuhrung nicht als notwendig erachtet [anders jedoch HOITSCH/LINGNAU (1995), S. 486, wo das Fehlen eines Standarderzeugnisses die Variantenbildung per definitionem ausschließen soll]; gleicher Ansicht KAISER (1995), S. 15. Dieser Einschätzung wird hier gefolgt; der Vergleich zweier Objekte auf der Grundlage einer Ähnlichkeitsbetrachtung bedarf nicht der Festlegung des einen oder des anderen als Grundausfuhrung.Google Scholar
- 53.Vgl. LINGNAU (1994), S. 26, unter Verweis auf REFA (1985), S. 358.Google Scholar
- 54.Vgl. LINGNAU (1994), S. 26.Google Scholar
- 55.In Übereinstimmung mit REFA (1985), S. 358. Offen bleibt bei Lingnau das Verhältnis beider Kategorien zueinander. KAISER (1995), S. 16, weist zu Recht darauf hin, daß technische Varianten lediglich Ausprägungen von Strukturvarianten darstellen.Google Scholar
- 56.Vgl. auch REFA (1985), S. 358.Google Scholar
- 57.Während Schuh mit dieser Unterscheidung jedoch an die konstruktive Realisierung gegebener Funktionen anknüpft [vgl. SCHUH (1989), S. 169], verbindet Lingnau sie mit der Differenzierung obligatorischer (z.B. Farbe) und fakultativer (additiver) (z.B. Kopfstützen) Funktionsumfänge [vgl. LINGNAU (1994), S. 26 f.]. In der Systematik von Schuh entspricht dies eher der Unterscheidung von Zusatz- (als Kann-) und Ersatzvarianten (als Mußvarianten) (siehe hierzu bereits oben). Dies belegen auch die weiteren Ausführungen von Lingnau, in denen er mit der Definition von „unechten“ Mußvarianten als „fakultative Alternativvarianten“ [LINGNAU (1994), S. 27] den Fall der Zusatzersatzvarianten nach Schuh beschreibt.Google Scholar
- 58.Vgl. LINGNAU (1994), S. 25.Google Scholar
- 59.Unter einem Teil ist dabei ein Gegenstand zu verstehen, für dessen weitere Aufgliederung aus Anwendersicht kein Bedürfnis besteht. Ein Einzelteil ist demgegenüber ein Teil, das physisch nicht zerstörungsfrei zerlegt werden kann; vgl. DEUTSCHES INSTITUT FÜR NORMUNG E.V. (1977), S. 5 ff.Google Scholar
- 60.Vgl. LINGNAU (1994), S. 25.Google Scholar
- 61.Vgl. EBENDA, S. 28 f. Angesichts dieses Bedeutungsinhalts ist die begriffliche Abgrenzung als technische und logische Abhängigkeiten nicht eben anschaulich gewählt.Google Scholar
- 62.Vgl. EBENDA, S. 28.Google Scholar
- 63.Das Attribut der Zweckorientierung ist dabei vor dem Hintergrund einer bislang in Theorie und Praxis gleichermaßen vorherrschenden Fokussierung auf Einzelaspekte der Vielfalt zu verstehen, die jeweils unterschiedlich abgegrenzte Ordnungssysteme nach sich zog (siehe nur die in Abschnitt 2.1.1 skizzierten Ansätze). Daß es gelingen wird, eine allgemeingültige, alle Einzelaspekte umfassende Systematik als Grundlage eines integrierten Varianten- oder Komplexitätsmanagements zu entwickeln, darf angesichts der Fülle möglicher Erscheinungs- und Wahrnehmungsformen der Vielfalt bezweifelt werden.Google Scholar
- 64.Vgl. SCHUH (1989), S. 49; CAESAR (1991), S. 10 und 46; GOETZE (1992), S. 54; RATHNOW (1993), S. 7; LINGNAU (1994), S. 24 und 26; KESTEL (1995), S. 7 f.; KAISER (1995), S. 15 f.; PRILLMANN (1996), S. 82 f.Google Scholar
- 65.Vgl. zu einer solchen Hierarchie erneut GOETZE (1992), S. 59.Google Scholar
- 66.Vgl. KESTEL (1995), S. 8; PRILLMANN (1996), S. 82.Google Scholar
- 67.Siehe zum Teilebegriff bereits Fn. 59. Gemäß der Zweckorientierung jeder Variantensystematik ist für die Bestimmung der Variantenebenen allein die auch dem Teilebegriff zugrunde liegende anwenderspezifische Perspektive — bei fallweiser Übereinstimmung mit der physischen Perspektive — relevant.Google Scholar
- 68.Vgl. etwa PRILLMANN (1996), S. 82.Google Scholar
- 69.Siehe hierzu Abschnitt 2.1.2.1.2.Google Scholar
- 70.Vgl. KESTEL (1995), S. 8.Google Scholar
- 71.Nach der Systematik von Goetze etwa werden Varianten zusätzlich anhand ihrer Ausprägungen auf den Stufen einer aus programm- und absatzpolitischer Perspektive entwickelten Hierarchie unterschieden [vgl. GOETZE (1992), S. 54]. KESTEL (1995), S. 10, differenziert Varianten oberhalb der durch Teile und Baugruppen gebildeten Entstehungsebene in mehreren Aggregationsschritten nach Produktart, -gruppe und -feld.Google Scholar
- 72.Der Verwertungszusammenhang umfaßt dabei sämtliche Tatbestände der wirtschaftlichen Verwertung eines Produkts durch Verkauf. Dem Verwertungszusammenhang lassen sich etwa die bei GOETZE (1992), S. 42, zitierten Bezugsobjekte nach Riebel zuordnen. Mit dem Verwendungszusammenhang werden hingegen sämtliche die Nutzung des Produkts betreffenden Sachverhalte angesprochen. Gegenüber den traditionellen Ansätzen wird die Variantensystematik damit auch für variantenbezogene Sachverhalte innerhalb der Nutzeroder Betreibersphäre geöffnet.Google Scholar
- 73.So ließen sich beispielsweise Varianten auf der von Goetze gewählten Bezugsobjektebene Verkaufs- bzw. Erzeugnisgebiet (siehe bereits oben, Abbildung 3) aus Sicht der Unternehmung durch unterschiedliche Bereitstellungswege (z.B. Versand oder Distribution über örtliche Repräsentanzen) kennzeichnen.Google Scholar
- 74.Vgl. etwa KESTEL (1995), S. 5; LINGNAU (1994), S. 26; CAESAR (1991), S. 46; SCHUH (1989), S. 45.Google Scholar
- 75.Vgl. EVERSHEIM/SCHENKE/WARNKE (1998), S. 32; KESTEL (1995), S. 7; CAESAR (1991), S. 46.Google Scholar
- 76.Vgl. zu dieser Klassifikation SCHUH (1989), S. 56 und 164 ff., sowie oben, Abbildung 2.Google Scholar
- 77.Vgl. etwa GOETZE (1992), S. 48 und 52, Fn. 2; RATHNOW (1993), S. 8, Fn 20.Google Scholar
- 78.Vgl. etwa GOETZE (1992), S. 58.Google Scholar
- 79.Diesen Umstand macht sich explizit die Strategie der Variantenreduktion durch Leistungstiefenoptimierung zunutze; vgl. hierzu etwa MEFFERT (1998), S. 970; BLISS (1998), S. 22 f.; RATHNOW (1993), S. 115; kritisch hierzu KESTEL (1995), S. 218 f.; KAISER (1995), S. 179.Google Scholar
- 80.Vgl. hierzu etwa die bei BAUMBACH (1998), S. 139, beschriebenen Austauschmodul-Servicekonzepte des Bau- und Landmaschinenproduzenten Caterpillar sowie des Druck- und Kopiergeräteherstellers Xerox. Auch aus Sicht eines Schienenverkehrsbetreibers bildet die Realisierbarkeit modulbasierter Instandhaltungskonzepte eine denkbare Anforderung an künftige Fahrzeuggenerationen zur Minimierung instandhaltungsbedingter Unverfügbarkeitszeiten [vgl. aus Sicht der DB AG GEMEINHARDT (1998), S. 364; vgl. ferner bereits MOLLE/WOLTERS/KLUGE (1991), S. 501]. Bei Aufhebung der Annahme modulbezogener Instandhaltbarkeit wäre die Untergrenze der Variantensystematik bis hinunter zur Teileebene zu verschieben mit der Konsequenz einer kaum zu bewältigenden Fülle an Varianteninformationen. In der Praxis werden daher viele grundsätzlich möglichen Variantenebenen zusätzlich auf der Grundlage von Wesentlichkeitskrite-rien auszuschließen sein.Google Scholar
- 81.Unterstellt wird dabei nutzenorientiertes Kaufverhalten derart, daß das Abnehmersystem stets nach der Realisierung eines den Kaufpreis und etwaige Folgeaufwendungen übersteigenden erwarteten Bruttonutzens als sog. Kundennutzen (Nettonutzen) strebt. Der Bruttonutzen als subjektiv bewertete Gesamtheit aller positiven Nutzenbeiträge eines Produkts ergibt sich dabei aus den Produkteigenschaften i.e.S., mithin denjenigen Merkmalen, die sich unmittelbar auf Merkmalsträger der Entstehungsebene zurückführen lassen, sowie weiteren Faktoren, wie etwa der Erfahrung im Zusammenhang mit Kauf oder Service oder der Bewertung des Markennamens; vgl. etwa GUTSCHE (1995), S. 40; NIESCHLAG/DICHTL/HÖRSCHGEN (1994), S. 327 f. Siehe zum Präferenzbildungsprozeß auch unten, Abbildung 18, S. 94.Google Scholar
- 82.Dieser Umstand reflektiert sich nicht zuletzt auch in der Unterscheidung kundenrelevanter und -irrelevanter Baugruppenvarianten; vgl. etwa SCHUH (1989), S. 11, der funktional realisierte Varianz als vom Kunden erkennbare Vielfalt von konstruktiv realisierter Varianz als durch die Bauteile bestimmter, dem Kunden weitgehend verborgen bleibender Vielfalt unterscheidet. Vgl. auch EVERSHEIM/SCHENKE/WARNKE (1998), S. 30.Google Scholar
- 83.Vgl. hierzu stellvertretend MEFFERT (1998), S. 164 f.; BACKHAUS Et al. (1996), S. 431 ff. und 496 ff.; GUTSCHE (1995); NIESCHLAG/DICHTL/HÖRSCHGEN (1994), S. 827 ff. Siehe zu einem entsprechenden Vorgehen im Verkehrsdienstleistungsbereich ausführlicher unten, Abschnitt 4.1.1.3.1.Google Scholar
- 84.Diesen Rückschluß ermöglicht der Umstand, daß die funktionalen, technologischen, optischen oder haptischen Charakteristika eines Produkts ihren Ursprung stets in den Merkmalsträgern der Entstehungsebenen finden; vgl. KESTEL (1995), S. 7; CAESAR (1991), S. 46.Google Scholar
- 85.Die sich hierin andeutende Möglichkeit des Auseinanderfallens von erlös- und kostenorientierter Variantensystematik bietet im Sinne der bereits angesprochenen Differenzierung kundennutzenrelevanter und -irrelevanter Baugruppen und Teile erste Anknüpfungspunkte für eine Basisstrategie zur Reduktion der Variantenvielfalt. Danach wäre zunächst die lediglich aus kosten-, jedoch nicht erlösorientierter Sicht erkennbare Vielfalt auf ein Minimum zu reduzieren (etwa durch verstärkte Gleichteileverwendung). Für den Abbau kundennutzenrelevanter Vielfalt bedürfte es dagegen einer Abwägung zwischen ersparten Variantenkosten einerseits und zu erwartenden Erlöseinbußen durch die Preisgabe etwaiger Differenzierungsvorteile des offerierten Produkts im Wettbewerbsumfeld andererseits.Google Scholar
- 86.Vgl. etwa GOETZE (1992), S. 54.Google Scholar
- 87.Vgl. zu derartigen Merkmalen beispielhaft RATHNOW (1993), S. 8 und S. 17, Fn. 51. 88 Vgl. auch EBENDA, S. 13.Google Scholar
- 89.Erweiternd kann gefordert werden, daß auch solche Merkmale, deren Variation lediglich einen der Höhe nach unwesentlichen Varianten induzierten Güterverzehr verursacht, auszuschließen sind. Die Wesentlich-keitsgrenzen sind dabei pragmatisch, etwa als bestimmter Anteil an den Gesamtkosten einer Periode, zu bestimmen.Google Scholar
- 90.Dies gilt jedoch nur dann uneingeschränkt, wenn tatsächlich keine Lackierarbeiten anfallen. Im Falle ihrer Fremdvergabe ist von einer zumindest mittelbaren Relevanz auszugehen, da der Auftragnehmer sich einen etwaigen komplexitätsbedingten Aufwand infolge ausufernder Farbvarianten vergüten lassen wird; vgl. hierzu auch KESTEL (1995), S. 218 f.; KAISER (1995), S. 179.Google Scholar
- 91.Vgl. PFEIFFER ET AL. (1989), S. 50. Vgl. auch RATHNOW (1993), S. 57.Google Scholar
- 92.Siehe hierzu ausführlich Abschnitt 3.2.1.1.Google Scholar
- 93.Siehe ausführlich ebenda.Google Scholar
- 94.Dabei erscheint zumindest eine weitere Differenzierung nach den Transportobjekten sinnvoll, die zu einer Segmentierung in eine (Teil-)Flotte für den Personenverkehr und eine für den Güterverkehr führt.Google Scholar
- 95.Vgl. zum Begriff des Potentialsystems ZEHBOLD (1996), S. 49.Google Scholar
- 96.Zu den Betriebsmitteln zählen überdies die Betriebsmittelrepetierfaktoren, wie etwa Treibstoffe, elektrische Traktionsenergie und Schmiermittel, die indes nicht dem technischen Potentialsystem angehören. Vgl. zur Klassifizierung und Systematisierung der Produktionsfaktoren stellvertretend BEUERMANN (1996), Sp. 1495 ff.Google Scholar
- 97.Vgl. DIEDERICH (1997b), S. 1154; WILLEKE (1979), Sp. 2113.Google Scholar
- 98.Vgl. nur DIEDERICH (1997b), S. 1154.Google Scholar
- 99.Siehe hierzu unten, Fn. 258, S. 57.Google Scholar
- 100.Die erwähnten Aktivitätsfelder bilden den Gegenstandsbereich der integrierten Anlagenwirtschaft, die sich im Rahmen einer inputorientierten Abgrenzung des Betriebsgeschehens neben die übrigen „Faktorwirtschaften“, wie insbesondere die Personal- und Materialwirtschaft, gruppieren läßt und sämtliche betrieblichen Aufgaben- und Entscheidungsfelder umfaßt, „die über die einzelnen Teilphasen des Anlagenlebenszyklus hinweg zu bewältigen sind, um Anlagenkapazitäten erfolgreich nutzen zu können.“ [MÄNNEL (1996), Sp. 72 (Hervorhebungen im Original)]. Vgl. hierzu auch STEVEN/BÖNING (1999), S. 76 ff.; Männel (1992), S. 27 ff., DERS. (1988), S. 5 ff.; KALAITZIS (1990), S. 282. Die hier eingenommene Betreiberperspektive ließe sich daher auch als anlagen- bzw. fahrzeugwirtschaftliche Perspektive bezeichnen.Google Scholar
- 101.Männel subsumiert aus anlagenwirtschaftlicher Perspektive unter das Aktivitätsfeld der Nutzung und Instandhaltung auch Maßnahmen zur Anlagenverbesserung; vgl. MÄNNEL (1996), Sp. 78, DERS. (1988), S. 19. Vgl. auch KALAITZIS (1990), S. 283. Davon wird hier nachfolgend aber abgesehen.Google Scholar
- 102.Vgl. MÄNNEL (1991), S. 194, und ausführlicher DERS. (1988), S. 5 ff. Ähnlich auch KALAITZIS (1990), S. 282 f., und MEYER (1986), S. 46.Google Scholar
- 103.Die „Variantenwahrnehmung“ der hieran Beteiligten ist dabei als selektive Variantenerkennung in dem Sinne zu verstehen, daß sie sich lediglich auf diejenigen Erscheinungsformen von Vielfalt bezieht, die die Aufgaben- und Verrichtungskomplexität der auszuführenden Teilaktivitäten erhöhen und dadurch komplexitätsbedingte Kosten verursachen. Siehe zu den Kostenwirkungen der Vielfalt auch ausführlich die Abschnitte 4.1.2.3.1.2 und 4.2.1.2.2.Google Scholar
- 104.Vgl. hierzu STEVEN/BÖNING (1999), S. 77 ff.; MÄNNEL (1996), Sp. 77 ff; ZEHBOLD (1996), S. 56 ff.; KALAITZIS (1990), S. 282 f.Google Scholar
- 105.Anforderungsprofile repräsentieren dabei Bündel aller aufgabenbezogenen Ansprüche an das Beschaffungsobjekt, die im Rahmen innerbetrieblicher Verhandlungsprozesse unter Beteiligung sämtlicher bedarfstragenden Funktionsbereiche und Stellen ermittelt werden; vgl. SCHERER (1991), S. 135.Google Scholar
- 106.Vgl. ALTENBURG (1999), S. 414; PRESTON/SIMONOVIC (1998), S. 511 f.; GEMEINHARDT (1998), S. 364. Gegenüber einem Pflichtenheft, das bereits die Spezifikation eines konkreten technischen Realisierungskonzepts anhand aller zugehörigen Parameter und Daten, wie etwa Konstruktionsweisen, einzusetzenden Materialien und inkorporierten Technologien enthält [vgl. BROKER (1993), S. 24], weist das Lastenheft erst den Charakter eines Grobkonzepts auf, das die grundlegenden Objektanforderungen, beispielsweise die von dem Fahrzeug zu erreichende Reisegeschwindigkeit, seine Beförderungskapazität, das Komfortniveau oder die einzuhaltenden allgemeinen Randbedingungen des Betriebsumfelds (Spurweite, Lichtraumprofil u.a.), beinhaltet.Google Scholar
- 107.Siehe hierzu ausführlich unten, Abschnitt 4.1.3.2.3.Google Scholar
- 108.Vgl. WAGNER (1999), S. 31 f.; HOPF ET AL. (1997), S. 126.Google Scholar
- 109.Vgl. WAGNER (1999), S. 34. GEMEINHARDT (1998), S. 364, charakterisiert die funktionale Auftragsvergabephilosophie aus Sicht der Deutschen Bahn AG wie folgt: „Die DB AG erwartet bei Anfragen, daß auf Basis von Leistungsbeschreibungen nach funktionalen Gesichtspunkten, die den Anbietern ein Höchstmaß an Konstruktionsfreiheit geben, entscheidbar definierte Produkte als Ergebnis konstruktiver und Design-Vorarbeit angeboten werden. Dabei müssen Angebote soweit (!) detailliert sein, daß Vergleiche mit Wettbewerbsangeboten und entsprechende Bewertungen, gespiegelt an der Funktionsspezifikation, möglich sind.“Google Scholar
- 110.Vgl. STEVEN/BÖNING (1999), S. 77; MÄNNEL (1992), S. 28, DERS. (1988), S. 8; KALAITZIS (1990), S.283.Google Scholar
- 111.GROCHLA/SCHÖNBOHM (1980), S. 15.Google Scholar
- 112.Siehe hierzu die Abschnitte 3.2.1.3 und 3.2.2.1.3.Google Scholar
- 113.Vgl. ESCHENAUER/NIERMANN (1993), S. 923.Google Scholar
- 114.Siehe hierzu unten, Fn. 487, S. 123.Google Scholar
- 115.Vgl. ESCHENAUER/NIERMANN (1993), S. 925. Beispielhaft sei hier nur auf die zahlreichen Störfälle im Betrieb der mit sogenannter Neigetechnik ausgerüsteten Triebzüge der Deutschen Bahn AG verwiesen, die in 1998 gar in einer Anordnung des Eisenbahnbundesamtes (EBA) gipfelten, den Fahrgastbetrieb mit Zügen dieser Bauart zur Gewährleistung der Sicherheit des Eisenbahnverkehrs zeitweise vollkommen auszusetzen. Der durch derartige Vorkommnisse für den Fahrzeugbetreiber und dessen Fahrgäste eintretende Schaden ist dabei nach eigener Einschätzung der DB AG „in der Regel durch keine — wenn auch unverzichtbare — Nachforderung und Nachbesserung wieder gut zu machen.“ [GEMEINHARDT (1998), S. 364].Google Scholar
- 116.Die Aktivitäten dieser Phase sind nicht mit der Inbetriebsetzung (IBS) zu verwechseln, die umfangreiche Komponenten- und Systemtests, Meßversuche und Betriebserprobungen zur Erlangung der Fahrzeugzulassung durch das Eisenbahnbundesamt (EBA) beinhaltet [vgl. hierzu etwa SEIDLER/BÖHM (1998)]. Im Gegensatz zur früher praktizierten Aufgabenteilung zwischen der DB und ihren Fahrzeuglieferanten erfolgt die Inbetriebsetzung heute durch die Fahrzeughersteller [vgl. WAGNER (1999), S. 34] und ist daher in der Regel bereits vor dem Eintritt in die Beschaffungsphase abgeschlossen.Google Scholar
- 117.Vgl. hierzu etwa ROCKENFELT/HAUS (1992), S. 508.Google Scholar
- 118.Vgl. auch HOPF ET AL. (1997), S. 20.Google Scholar
- 119.Siehe hierzu ausführlich Abschnitt 4.2.1.2.2.Google Scholar
- 120.Vgl. auch PERGANDE (1998), S. 80.Google Scholar
- 121.Präventive Instandhaltungsmaßnahmen richten sich dabei auf die vorbeugende Vermeidung möglicher Schadensfälle. Hierfür kommen zum einen zustandsabhängige Instandhaltungsstrategien, die sich am tatsächlichen Abnutzungsvorrat kritischer Fahrzeugbaugruppen und -teile orientieren, in Betracht oder solche, die Instandhaltungsaktivitäten unabhängig vom vorliegenden Verschleißzustand nach Ablauf festgelegter Fristen auslösen [vgl. MÄNNEL (1996), Sp. 78]. Korrektive Maßnahmen beinhalten dagegen die Behebung unerwartet eingetretener Schäden und Ausfälle („Havarie-Einsätze“).Google Scholar
- 122.Der Betriebseinsatz der Fahrzeuge scheint indessen durch die Fahrzeugvielfalt nur in geringem Maße berührt. Mögliche Problembereiche bleiben im wesentlichen auf die Bereitstellung von Ersatzfahrzeugen bei Ausfällen auf freier Strecke (sog. „Hilfslok-Fälle“) beschränkt, die durch Inkompatibilität der Schnittstellen zwischen Hilfsfahrzeug und havariertem Zugverband behindert werden könnte. Mangelnde Kompatibilität zwischen verschiedenen Fahrzeugbaureihen kann auch die Erfüllung wichtiger betrieblicher Anforderungen, wie etwa die der Doppel- oder Mehrfachtraktion bei schweren Güterzügen, beeinträchtigen. Bei der Deutschen Bahn AG zeigte sich mangelnde Traktionsfähigkeit beispielsweise zwischen den Baureihen BR 145 und 120 bzw. BR 612 und 615.Google Scholar
- 123.Vgl. zur Bedeutung der Instandhaltungskosten allgemein auch STEVEN/BÖNING (1999), S. 78; MÄNNEL (1988), S.11.Google Scholar
- 124.Vgl. MÄNNEL (1996), Sp. 75; BLOß (1995), S. 49.Google Scholar
- 125.Vgl. BLOß (1995), S. 49, Fn. 9. Siehe zur Abgrenzung verschiedener Verfügbarkeitsbegriffe unten, Fn. 556, S. 140.Google Scholar
- 126.Siehe zu einem Beispiel unten, Fn. 539, S. 136.Google Scholar
- 127.Siehe Abschnitt 4.2.1.2.2.Google Scholar
- 128.Siehe ebenda.Google Scholar
- 129.Siehe hierzu unten, Fn. 674, S. 177.Google Scholar
- 130.Beispielhaft hierfür ist etwa die Modernisierung von Reisezugwagen der Gattung Bm der Deutschen Bahn Ag zu InterRegio-Wagen, die mit dem Ziel erfolgte, „aus dem hoch defizitären D-Zug ein neues Produkt mit eindeutigen Produktmerkmalen zu schaffen.“ [KLEINSCHMIDT (1999), S. 18].Google Scholar
- 131.Vgl. auch STEVEN/BÆNING (1999), S. 80; MÄNNEL (1992), S. 30 f., Ders. (1988), S. 20; KALAITZIS(1990), S. 297.Google Scholar
- 132.Vgl. hierzu auch PICOT/FREUDENBERG (1998), S. 69; FLECK (1995), S. 181.Google Scholar
- 133.Siehe Abschnitt 3.2.1.1.Google Scholar
- 134.Siehe hierzu ausführlich Abschnitt 4.1.1.3.2.Google Scholar
- 135.Siehe auch die detaillierten Ausführungen in den Abschnitten 4.1.2.3.1.2 und 4.2.1.2.2.Google Scholar
- 136.Einen progressiven (Gesamt-)Kostenverlauf bei zunehmender Variantenvielfalt unterstellen etwa WÜPPING (1998), S. 222; ADAM/JOHANNWILLE (1998), S. 13 f.; ADAM/ROLLBERG (1995), S. 667; KAISER (1995), S. 146; COENENBERG/PRILLMANN (1995), S. 1234; RATHNOW (1993), S. 31.Google Scholar
- 137.Vgl. etwa BASTIN (1995), S. 25.Google Scholar
- 138.Siehe in bezug auf die Ersatzteillager unten, Abschnitt 4.2.1.2.2. Vgl. zu den Auswirkungen auf das Materiallager eines Fertigungsbetriebs stellvertretend KESTEL (1995), S. 53 ff. Besonders deutlich werden die Übereinstimmungen bei Betrachtung eines Maschinenherstellers, der in gleicher Weise wie ein Schienen-fahrzeugbetreiber ein Ersatzteillager für die Instandhaltung seiner im Umlauf (bei den Kunden) befindlichen Maschinen vorhalten muß. Die Auswirkungen zunehmender Variantenvielfalt in einem solchen Fall illustriert Baumbach (1998), S. 168.Google Scholar
- 139.Vgl. stellvertretend ADAM/JOHANNWILLE (1998), S. 6; FLECK (1995), S. 179.Google Scholar
- 140.Vgl. zum Verhältnis von Variantenvielfalt und Unternehmungskomplexität auch MEFFERT (1998), S. 955; PRILLMANN (1996), S. 76; REIß (1993a), S. 54.Google Scholar
- 141.Siehe im Hinblick auf die Fahrzeugflotte einer Schienenverkehrsunternehmung ausführlich Abschnitt 3.2.1.Google Scholar
- 142.Siehe hierzu ausführlich unten, Abschnitt 4.2.1.2.2.Google Scholar
- 143.Bisweilen wird auf die synonyme Bedeutung beider Begriffe in der Betriebswirtschaftslehre verwiesen; vgl. etwa SCHWANINGER (1996), Sp. 1946; SCHIEMENZ (1993), Sp. 4128.Google Scholar
- 144.Vgl. zu einem Überblick SCHLANGE (1994), S. 7.Google Scholar
- 145.Vgl. etwa PRILLMANN (1996), S. 57 f.Google Scholar
- 146.Vgl. auch BLISS (1998), S. 2 f.Google Scholar
- 147.ULRICH (1970), S. 105.Google Scholar
- 148.Vgl. MACHARZINA (1995), S. 62.Google Scholar
- 149.Vgl. ULRICH (1970), S. 107.Google Scholar
- 150.Vgl. RAFFÉE(1974), S. 80.Google Scholar
- 151.Vgl. MACHARZINA (1995), S. 62; Ulrich (1970), S. 107.Google Scholar
- 152.Vgl. ULRICH/KRIEG (1974), S. 11.Google Scholar
- 153.Vgl. LUHMANN (1980), Sp. 1064 f. Vgl. auch BRONNER (1992), Sp. 1122; Hauschildt (1990), S. 132; ULRICH (1984), S. 176. In Abhängigkeit von dem Grad ihrer analytischen Beschreibbarkeit wird dabei bisweilen zwischen verschiedenen Ausprägungen der Systemkomplexität differenziert; vgl. etwa die Unterscheidung „einfacher“, „komplexer“ und „äußerst komplexer“ Systeme bei RAFFÉE (1974), S. 81, und BEER (1966), S. 248 ff.Google Scholar
- 154.Vgl. zur Dynamik als möglicher Systemeigenschaft ULRICH (1970), S. 113 f.Google Scholar
- 155.Vgl. EBENDA, S. 118. Vgl. auch BLISS (1998), S. 5. Aufgrund dieser Freiheitsgrade steht jeder Kombination von Systemelementen eine Mehrzahl potentieller Systemzustände gegenüber; vgl. Ebenda.Google Scholar
- 156.Siehe hierzu bereits Abschnitt 2.1.2.1.1.Google Scholar
- 157.Vgl. nur MACHARZINA (1995), S. 62 f.Google Scholar
- 158.Vgl. ULRICH (1970), S. 155. Häufig findet sich auch die Bezeichnung als soziotechnisches System; vgl. BERENS/SCHMITTING (1998), S. 97; MALIK (1996), S. 169; MACHARZINA (1995), S. 63; GOETZE (1992), S. 22.Google Scholar
- 159.Vgl. MIROW (1999), S. 16; RAFFÉE (1974), S. 81.Google Scholar
- 160.Die unterhaltenen Beziehungen zu ihrer Umwelt charakterisieren die Unternehmung als „offenes“ System [vgl. EBENDA, S. 81; ULRICH (1970), S. 112]. Gegenstand der Interaktionen ist dabei grundsätzlich der Austausch von Materie, Energie oder/und Informationen; vgl. Ebenda.Google Scholar
- 161.Vgl. MIROW (1999), S. 16; MALIK (1996), S. 23.Google Scholar
- 162.Vgl. nur RAFFÉE (1974), S. 82.Google Scholar
- 163.Vgl. ULRICH (1970), S. 114.Google Scholar
- 164.Vgl. RAFFÉE (1974), S. 82.Google Scholar
- 165.Vgl. MACHARZINA (1995), S. 62 f.Google Scholar
- 166.Vgl. MALIK (1996), S. 24.Google Scholar
- 167.In einem die traditionelle Abgrenzung als Regelungstheorie bzw. -technik [vgl. MALIK (1996), S. 27] überschreitenden Sinne ist unter Kybernetik als Zweigdisziplin der Systemtheorie [vgl. SCHIEMENZ (1993), Sp. 4128; RAFFÉE (1974), S. 83] eine Theorie der Struktur und des Verhaltens beliebiger zielorientierter Systeme (in einer komplexen Umwelt) zu verstehen; vgl. MIROW (1999), S. 14; MALIK (1996), S. 77. Vgl. zu einem Überblick über weitere Definitionen ULRICH (1970), S. 100 f.Google Scholar
- 168.Vgl. ASHBY(1961), S. 82 ff.Google Scholar
- 169.Varietät bezeichnet dabei die Anzahl und Verschiedenartigkeit unterscheidbarer Ereignisse oder Zustände, die ein System herstellen und von seiner inneren Struktur her verkraften kann; vgl. MAUL (1993), S. 737, En. 5. Vgl. auch MALIK (1996), S. 186.Google Scholar
- 170.Vgl. MIROW (1999), S. 17; MALIK (1996), S. 194.Google Scholar
- 171.MALIK (1996), S. 191.Google Scholar
- 172.Vgl. EBENDA, S. 197; SCHWANINGER (1996), Sp. 1948. Siehe hierzu auch unten, Abschnitt 3.2.2.1.Google Scholar
- 173.Vgl. MIROW (1999), S. 17; CORSTEN/STUHLMANN (1998), S. 156; MALIK (1996), S. 170 ff.; FLECK (1995), S. 178.Google Scholar
- 174.Vgl. MALIK (1996), S. 31 und 171 f.Google Scholar
- 175.Vgl. EBENDA, S. 197. Vgl. auch BLISS (1998), S. 14 ff., der im Einklang mit der neueren betriebswirtschaftlichen Literatur zum Komplexitätsmanagement das Begriffspaar Komplexitätsreduktion und -be-herrschung wählt.Google Scholar
- 176.Vgl. FLECK (1995), S. 187.Google Scholar
- 177.Die Notwendigkeit der Komplexitätsreduktion läßt sich mit Malik letztlich begründen durch die „unüber-windbare Limitierung menschlichen Wissens, d.h. durch die Tatsache, dass Komplexität dem menschlichen Wissen Grenzen setzt. [.] Dies ist nicht etwa ein vorübergehender Zustand, der mit einem noch unterentwik-kelten Stadium bestimmter wissenschaftlicher Disziplinen zusammenhängt, sondern die menschliche Unwissenheit im Zusammenhang mit komplexen Sachverhalten ist eine absolute, die auch durch noch so große Fortschritte in den Computerwissenschaften nicht beseitigt werden kann.“ [MALIK (1996), S. 198 (Hervorhebungen im Original)].Google Scholar
- 178.„Der Systemansatz ist auf das Erkennen von Zusammenhängen und von vielgliedrigen Ursache-Wirkungsbeziehungen ausgerichtet und deshalb für das Erfassen der komplexen Vorgänge in Unternehmungen besonders geeignet. Er wirkt unzweckmäßigen isolierenden Betrachtungsweisen entgegen und fuhrt zur Aufdeckung bisher unbekannter Zusammenhänge.“ [ULRICH (1970), S. 135 f.].Google Scholar
- 179.Vgl. hierzu auch BLISS (1998), S. 34.Google Scholar