Der Zusammenhang zwischen unterschiedlichen Strukturdimensi-onsausprägungen und der organisatorischen Effektivität der Unternehmung

  • Hans F. Bünting
Part of the Gabler Edition Wissenschaft book series (GEW)

Zusammenfassung

In diesem Kapitel erfolgt eine Zusammenführung der Ergebnisse der Kapitel III. — V. Aus diesen Ergebnissen werden Gestaltungsempfehlungen hinsichtlich der Organisation von Unternehmungen abgeleitet. Mit den abgeleiteten Gestaltungsempfehlungen sollen dem Organisator geeignete Hinweise für den Entwurf zielentsprechender Organisationsstrukturen gegeben werden. Demgemäß ist zunächst zu prüfen, inwieweit die Ausprägungen der erarbeiteten Strukturdimensionen die Verfolgung der jeweiligen Zielsetzung unterstützen, bzw. welche Auswirkungen sie auf den Erreichungsgrad des jeweiligen Zieles haben. Der erste Schritt umfaßt die Ermittlung der Wirkung verschiedener Strukturalternativen auf die Erfüllung der einzelnen Organisationsziele.

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Literatur

  1. 1.
    So z. B. im Fall langfristiger Verträge zwischen Systemzulieferern und Produzen ten in der Automobilindustrie (vgl. dazu Wildemann, H., Herstellern).Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. Ihde, G. B., Betriebstiefe, S. 19; Münzner, H., Beschaffungsstrategien, S. 251; Wildemann, H., Herstellern, insb. S. 19; Womack, J. P./Jones, D. T./Roos, D., Automobilindustrie, S. 155ff.Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. zur organisatorischen Aufteilung und den damit einhergehenden Vor-und Nachteilen für viele andere Kern, W./Schröder, H.-H., Forschung, Sp. 631ff., sowie die dort angegebene Literatur. Zur besonderen Problematik des Aufbaus von organizational slack bei Spezialisierungsmaßnahmen vgl. Weidermann, P. H., Organizational Slack, S. 164f.Google Scholar
  4. 4.
    Vgl. Bleicher, K., Management-Holding, S. 119.Google Scholar
  5. 5.
    Vgl. zum Begriff der Selbstorganisation Probst, G. J. B., Selbst-Organisation, S. 9ff., sowie Ders., Selbstorganisation. Auf die durch starke Funktionalisierung eingeschränkten Entwicklungs-und Anpassungsmöglichkeiten soll hier nur kurz hingewiesen werden, eine weitergehende Problematisierung und Diskussion erfolgt nicht (vgl. dazu auch die ebengenannten Quellen).Google Scholar
  6. 6.
    Vgl. dazu auch den vorherigen Gliederungspunkt.Google Scholar
  7. 7.
    Vgl. Abschn. III.C.2. d. A.Google Scholar
  8. 8.
    Vgl. Laske, S./Weiskopf, R., Hierarchie, Sp. 794.Google Scholar
  9. 9.
    Gleichwohl ist ein gewisses Maß an Komplexität der Organisationstruktur zur Reduktion der System-und Aufgabenkomplexität notwendig. Vgl. dazu die Erläuterungen zu Ashby’s ‘Gesetz der erforderlichen Varietät’ in Fußnote 173 des 3. Kapitels d. A.Google Scholar
  10. 10.
    Vgl. Abschn. III.C.2. d. A.Google Scholar
  11. 11.
    Vgl. Braun, G. E./Beckert, J., Funktionalorganisation, Sp. 645.Google Scholar
  12. 12.
    Vgl. Grün, O., Delegation, Sp. 137; auch Abschn. V.B. d. A. Anders Krüger, der eine begriffliche Trennung von Delegation und Entscheidungsdezentralisation vornimmt. Delegation umfaßt bei ihm nur das Verhältnis zwischen zwei Ebenen der Hierarchie, während Dezentralisation alle Ebenen und Bereiche der Unternehmung betrifft: “Wenn alle Instanzen in einer Unternehmung Entscheidungsdelegation betreiben, führt Delegation zur Entscheidungsdezentralisation. Entscheidungsdezentralisation als flächendeckender Trend umschließt notwendigerweise Delegation.” (Krüger, W., Hierarchie, S. 298, im Original teilw. kursiv gesetzt).Google Scholar
  13. 13.
    Vgl. zu den dysfunktionalen Wirkungen nicht beachteter Kongruenz von Funktionsspektrum, Kompetenzspektrum und Verantwortung Reiß, M./Höge, R., Segmentierung, S. 219.Google Scholar
  14. 14.
    Vgl. zu diesem und weiteren Begriffsinhalten von ‘Unternehmungsführung’ Kuhn, A., Unternehmensführung, S. 1ff.Google Scholar
  15. 15.
    Grün, O., Delegation, Sp. 138. Zum Management by Delegation vgl. auch Scharfenkamp, N., Management-by-Konzepte, insb. S. 17 und die dort angegebene Literatur.Google Scholar
  16. 16.
    Vgl. Krüger, W., Hierarchie, S. 298f.Google Scholar
  17. 17.
    Vgl. Abschn. III.C.3. d. A.Google Scholar
  18. 18.
    Vgl. Reiß, M., Spezialisierung, Sp. 2288.Google Scholar
  19. 19.
    Vgl. Wiswede, G., Kommunikation, S. 227.Google Scholar
  20. 20.
    Vgl. Kuhn, A., Unternehmensführung, S. 197ff.Google Scholar
  21. 21.
    Vgl. Gasser, C., Organisationsstruktur, S. 325ff.Google Scholar
  22. 22.
    Vgl. Abschn. III.C.4. d. A.Google Scholar
  23. 23.
    Theisen, M. R., Konzern, S. 320.Google Scholar
  24. 24.
    Vgl. zu den durchaus zu beachtenden Risiken solcher Finanzierungsstrategien Schierenbeck, H., Pyramiden-Effekt, S. 254ff.Google Scholar
  25. 25.
    Vgl. Poensgen, O. H., Geschäftsbereichsorganisation, S. 98.Google Scholar
  26. 26.
    Vgl. z. B. die (geplanten) Verkäufe der Metall Mining Corporation (MMC), der Korf GmbH, der Kolbenschmidt AG und der Jewometaal Stainless Processing B.V. durch die Metallgesellschaft AG zur Überbrückung der durch Ölspekulationsgeschäfte der US-amerikanischen Metallgesellschaft-Tochter MG Corporation enstandenen Liquiditätsprobleme (vgl. Berichte im Handelsblatt vom 01.02. und 23.02.1994 sowie in der FAZ vom 01.02.1994); sowie die Verkäufe der Schroff-Gruppe (vgl. Bericht im Handelsblatt vom 28.12.1993) und die (geplanten) Verkäufe von Krupp-Widia, der Werner & Pfleiderer GmbH und der Ruhrkrane GmbH durch die Fried Krupp, AG Hoesch-Krupp zur Finanzierung der extrem hohen Zinsbelastung aus der Ubernahme der Hoesch AG (vgl. Bencht im Handelsblatt vom 12.01.1994).Google Scholar
  27. 27.
    Vgl. zu solchen sogenannten “sell non-core to free cash for core-business”Geschäftsvorfällen z. B. die Verkäufe der drei Chemiesparten der Schering AG an Witco Corp. und Elf Atochem (vgl. Berichte in der FAZ vom 21.07. und 19.08.1992), um andere Bereiche gezielt ausbauen zu können und eine Konzentration auf Kernaktivitäten zu erreichen (vgl. Berichte in der FAZ vom 13.11.1992 und im Handelsblatt vom 28.12.1992); sowie die Verkäufe der Wünsche Landhandel AG, der IFI Institut für Informationsverarbeitung GmbH & Co und der F. A. Irinnen & Co zugunsten der Konzentration auf die Kernbereiche Textilien und insbesondere Immobilien durch die Wünsche AG, Hamburg (vgl. Berichte in der FAZ vom 26.10.1993 und im Handelsblatt vom 26.10.1993).Google Scholar
  28. 28.
    Vgl. das Beispiel der B.U.S. Berzelius Umwelt-Service in Bühner, R., Management-Holding [2], S. 52. Bei der Abgabe von Minderheitsbeteiligungen an andere Unternehmungen ist die Aufrechterhaltung einer qualifizierten Mehrheit im Eigenbesitz zu beachten, um über die Möglichkeit des Abschlusses eines Gewinnabführungsvertrages zu verfügen. Verfügt ein anderer Anteilseigner über eine Sperrminorität, so scheidet diese Alternative und damit auch die Nutzung von steuerlich relevanten Konzerngewinn-und -verlustausgleichen aus.Google Scholar
  29. 29.
    Vgl. Abschn. III.C.5. d. A.Google Scholar
  30. 30.
    Ott, H. J., Flache Hierarchie, S. 35 (im Original teilweise fett gesetzt).Google Scholar
  31. 31.
    Der Begriff der Divisionalisierung ist hier sehr weit aufzufassen; er umfaßt auch die rechtliche Selbständigkeit von divisionalisierten Teilbereichen.Google Scholar
  32. 32.
    Vgl. die Ausführungen in Abschn. III.C.6. d. A.Google Scholar
  33. 33.
    Vgl. Abschn. III.C.7. d. A.Google Scholar
  34. 34.
    Vgl. Bleicher, K., Management-Holding, S. 117f.Google Scholar
  35. 35.
    Als Beispiel kann die Stahlbranche herangezogen werden. Dort wurde in Zeiten steigender Nachfrage zu Beginn und Mitte der 80er Jahre in große Produktionsanlagen investiert. Bei einem Einbruch der Nachfrage bereitet die notwendige Umstrukturierung der Unternehmungen nun erhebliche Probleme, da eine Desintegration der Kapazitäten nicht oder nur unter erhöhtem Aufwand möglich ist (vgl. auch die Beispiele bei Peters, T., Big ist out).Google Scholar
  36. 36.
    So hat der Betriebsrat z. B. nach § 111 BetrVG ein Beratungsrecht bei anstehenden Betriebsänderungen (vgl. Fitting, K. et al., Betriebsverfassungsgesetz, § 111).Google Scholar
  37. 37.
    Vgl. Abschn. III.C.8. d. A.Google Scholar
  38. 38.
    Vgl. auch Reiß, M./Höge, R., Segmentierung, S. 215.Google Scholar
  39. 39.
    Vgl. Abschn. III.C.9. d. A.Google Scholar
  40. 40.
    Vgl. zum organisatorischen Dilemma und den Strategien zu dessen Überwindung Abschn. III.C.10. d. A.Google Scholar
  41. 41.
    Vgl. Burns, T./Stalker, G. M., Management, S. 119ff., sowie die Ausführungen in Abschn. III.C.10. d. A.Google Scholar
  42. 42.
    Als weitere, hier nicht relevante Eigenschaften innovationsfreundlicher Unternehmungen werden Aspekte wie Systemoffenheit, ungebundene Kommunikation, Konfliktbewußtsein der Mitarbeiter und die Existenz von innovationsunterstützenden Prämien-und Sanktionssystemen genannt (vgl. Hauschildt, J., Innovations-management, Sp. 1032).Google Scholar
  43. 43.
    Vgl. zu den Bereichen der Delegationsdimension Abschn. V.B. d. A.Google Scholar
  44. 44.
    Vgl. Bleicher, K., Management-Holding, S. 117ff.Google Scholar
  45. 45.
    Vgl. dazu Frese, E., Organisationstheorie, S. 359ff.Google Scholar
  46. 46.
    Vgl. zu diesen Schwierigkeiten z. B. Nienhüser, W., Probleme, S. 235–241.Google Scholar
  47. 47.
    Vgl. Abschn. B.9. d. K.Google Scholar
  48. 48.
    Keller, T., Unternehmensführung, S. 55. Der Fall der Einzelholding (nur eine einzige Beteiligung bzw. Untergesellschaft) spielt in den folgenden Betrachtungen keine Rolle mehr, es wird in dieser Arbeit stets von mehreren (zumindest zwei) Untergesellschaften ausgegangen.Google Scholar
  49. 49.
    Vgl. Hoffmann, F., Konzern, S. 13.Google Scholar
  50. 50.
    Vgl. zu zahlreichen möglichen Kriterien zur weiteren Differenzierung des Holdingbegriffs z. B. Bleicher, K., Holdings, S. 71; sowie Keller, T., Unternehmensführung, S. 56–75.Google Scholar
  51. 51.
    Vgl. zur Vertikalrelation Abschn. V.C. d. A.Google Scholar
  52. 52.
    Vgl. Hoffmann, F., Konzern, S. 14ff.Google Scholar
  53. 53.
    Vgl. zur Gliederungstiefe Abschn. V.C. d. A.Google Scholar
  54. 54.
    Der Fall des reinen Vertragskonzerns spielt in der unternehmerischen Praxis nur eine relativ geringe Rolle. In den meisten Fällen existieren neben Beherrschungsund Gewinnabführungsverträgen auch Mehrheitsbeteiligungen der Obergesellschaft an den beherrschten Unternehmungen (vgl. für Deutschland die Untersuchung von Pahlke, K., Konzern, S. 75ff.). Aus diesem Grund soll hier nur der Fall des (auch) faktischen Unterordnungskonzerns betrachtet werden.Google Scholar
  55. 55.
    Dieser Aspekt ist nicht zu verwechseln mit einem qualifiziert faktischen Konzern (vgl. zu den Tatbeständen, die einen qualifiziert faktischen Konzern begründen Theisen, M. R., Konzern, S. 92f.).Google Scholar
  56. 56.
    Vgl. Bühner, R., Gestaltungsmöglichkeiten, S. 304f.; Theisen, M. R., Konzern, S. 82.Google Scholar
  57. 57.
    Vgl. Abschn. III.C.4. d. A.Google Scholar
  58. 58.
    Diese sechs Entscheidungsbereiche sind: (1) Investitionsentscheidungen, (2) Entscheidungen über die Durchführung wichtiger FuE-Projekte, (3) Personalentscheidungen bezüglich Führungskräften, (4) Marketingentscheidungen, (5) Finanzierungsentscheidungen und (6) Entscheidungen über die Unternehmungspolitik und -strategie (vgl. Abschn. V.B. d. A.).Google Scholar
  59. 59.
    Vgl. Bühner, R., Management-Holding [2], S. 39.Google Scholar
  60. 60.
    Vgl. Bleicher, K., Organisation, S. 653ff.; Ders., Holdings; Ders., Management-Holding; sowie Bühner, R., Management-Holding [1]; Ders., Summe; Ders., Erfahrungsbericht; Ders., Management-Holding [2]; Ders., Strategie, insb. S. 418ff.; Ders., Praxis; Ders., Management-Holding [3]; Hillebrand, W./Linden, F. A., Diener.Google Scholar
  61. 61.
    Vgl. Hoffmann, F., Konzern; Naumann, J.-P., Strategische Holding.Google Scholar
  62. 62.
    Vgl. Naumann, J.-P., Strategische Holding; Bühner, R., Erfahrungsbericht; Ders., Praxis.Google Scholar
  63. 63.
    Vgl. Bühner, R., Praxis, S. 286f.Google Scholar
  64. 64.
    Die Werte beziehen sich jeweils auf die Geschäftsjahre 1992 (KHD), 1992/93 (Asko, MAN und Thyssen) und 1993 (Daimler Benz, Douglas Holding, IWKA, Kaufhof Holding, Küppersbusch, PWA, RWE, VEBA und VIAG). Als Quellen dienten die Geschäftsberichte der in der Tabelle aufgeführten Unternehmungen. Die PWA sind eine Gesellschaft des VIAG-Konzerns und kann als typische Zwischenholding charakterisiert werden.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1995

Authors and Affiliations

  • Hans F. Bünting

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