Zusammenfassung

Die deutsche Bauwirtschaft befindet sich derzeit in einer massiven Krise. So fürchtet der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) in den nächsten Jahren um 300.000 bis 400.000 der insgesamt 1,3 Millionen deutschen Bauarbeitspläze.1 Gleichzeitig droht 7.000 deutschen Bauunternehmen 1997 der Konkurs.2

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Literatur

  1. 1.
    Bezogen auf das Bauhauptgewerbe; vgl. SZ (1997/Nr. 58), S. 21. 1996 wurden bereits 100.000 Arbeitsplätze im Baugewerbe gestrichen; vgl. SZ (1997/Nr. 53 ), S. 28.Google Scholar
  2. 3.
    Die Nachfragesituation in den einzelnen bauwirtschaftlichen Sektoren stellt sich dabei wie folgt dar. Während sich in den Neuen Bundesländern aufgrund des in den vergangenen Jahren stark gestiegenen Bestandes die Nachfrage nach Wohnungen allmählich normalisiert, befindet sich der Mitte der achtziger Jahre begonnene Wohnungsbauzyklus in Westdeutschland derzeit auf seinem Tiefpunkt; vgl. Neue Zürcher Zeitung (1996/Nr. 90), S. 9. Die Novellierung der staatlichen Wohnungsbauförderung sowie die Reduzierung von Sonderabschreibungsmöglichkeiten für Neubauten in Ostdeutschland verstärkt den Nachfragerückgang zusätzlich; vgl. SZ (1996/Nr. 154), S. 29. Aufgrund hoher Verschuldung (die Verschuldung bei Bund, Ländern, Gemeinden sowie Sonderfonds betrug 1994: 1.720 Mrd. DM; vgl. Deutsch, S.; Rußig, V. (1995), S. 13) und fehlender Haushaltsmittel bei Bund, Ländern und Gemeinden verzeichnet die Nachfrage im Öffentlichen Bau real ihren tiefsten Stand seit über dreißig Jahren; vgl. SZ (1996/Nr. 35), S. 19. Ferner sind im Wirtschaftsbau aufgrund zahlreicher Produktionsverlagerungen ins Ausland sowie Angebotsüberhängen bei Gewerbeimmobilien Nachfragelücken zu verzeichnen.Google Scholar
  3. 4.
    Das nationale Entsendegesetz wurde initiiert, nachdem eine europaweite „EU-Entsenderichtlinie“ im Europaparlament gescheitert war; vgl. Deutsch, S.; Rußig, V. (1995), S. 13.Google Scholar
  4. 6.
    So kann das zunächst nur auf acht Monate begrenzte Entsendegesetz (vgl. SZ (1996/Nr. 261), S. 2) lediglich das direkte Entgelt, nicht aber die Personalzusatzkosten beeinflussen. Darüber hinaus fehlen exekutive Kapazitäten zu dessen Umsetzungskontrolle.Google Scholar
  5. 8.
    Die hierfür zur Verftigung stehenden Mittel sollen bis zum Jahre 2000 auf jährlich immerhin 32,5 Millionen DM ansteigen; vgl. hierzu und zum folgenden SZ (1996/Nr. 88), S. 23.Google Scholar
  6. 9.
    Vgl. zur Forderung der Prozeßoptimierung z.B. Eysmondt, v. B.; Marquard,, G. (1995), S. 33 sowie o.V. (1995a), S. B.Google Scholar
  7. 10.
    Vgl. Drucker, P. F. (1954, 1974) sowie zur Abgrenzungen verschiedener Effektivitäts-und Effizienzbegriffe; Grabatin, G. (1981), S. 18.Google Scholar
  8. 34.
    Vgl. hierzu und zum folgenden Schafer, F. (1993), S. 40 sowie Manscheff, J. (1982), S. 13f.:s Rußig, V.; Deutsch, S.; Spinner, A. (1996), S.Google Scholar
  9. 27.
    Ein weiterer Grund hierfür ist die hohe Bedeutung regionaler Kontakte für die Auftragsakquisition und -abwicklung; vgl. hierzu ausführlich Kapitel 3.1.1.6 dieser Arbeit.Google Scholar
  10. 25.
    So unterhält beispielsweise die Hochtief AG allein in Deutschland Niederlassungen an 79 verschiedenen Standorten; vgl. Communitas (1996), S. 34. Ein weiterer Begründung für die hohe Niederlassungsdichte stellt die enorme Bedeutung persönlicher, regionaler Kontakte für den Vertriebserfolg bauwirtschaftlicher Leistungen dar; vgl. hierzu ausführlich Kapitel 3.1.1.6 dieser Arbeit.Google Scholar
  11. 33.
    Die Kapazitäten des Kapitalstocks im westdeutschen Bauhauptgewerbe waren zwischen 1980 und 1994 bei einer Schwankungsbreite zwischen 52% (1982) und 68% (1990) durchschnittlich nur zu 61,7% ausgelastet; vgl. Rußig, V.; Deutsch, S.; Spillner, A. (1996), S. 76. Im Investitionsgütergewerbe lag die durchschnittliche Kapazitätsauslastung im gleichen Zeitraum bei 79,5%; vgl. Institut der deutschen Wirtschaft (1996), Tabelle 67, eigene Berechnungen.Google Scholar
  12. 34.
    bis 1990 zwischen 45% im Januar und 65,5% im Juni; vgl. Goldberg, J. (1991), S. 43.Google Scholar
  13. 35.
    Für den US-amerikanischen Markt; vgl. Barrie, D. S.; Paulson, B. C. (1992), S. 6. Für den deutschen Markt vgl. ausführlich Rußig, V.; Deutsch, S.; Spillner, A. (1996), S. 51ff.Google Scholar
  14. 36.
    Vgl. hierzu und zum folgenden Atkins International Limited (1993), S. 47.Google Scholar
  15. 37.
    Im Vergleich dazu zählten 1982 ca. 80% der japanischen Bauunternehmen weniger als zehn Mitarbeiter, wovon fast 2/3 Einmann-Unternehmen waren; vgl. hierzu und zum folgenden Hasegawa, F. (1988), S. 3 und S. 22. Im Vergleich dazu beschäftigten in den USA 1977 fast 93% der Bauunternehmen weniger als 10 Mitarbeiter.Google Scholar
  16. 38.
    Vgl. Atkins International Limited (1993), S. 47; Knechtel F. E. (1992), S. 139ffsowie Hilpert, H. G. (1993), S. 29.Google Scholar
  17. 39.
    Demnach liegt der Anteil der Großunternehmen bei 0,22 Prozent und damit über dem europäischen Durchschnitt; vgl. Rußig, V.; Deutsch, S.; Spillner, A. (1996), S. 52 und S. 261.Google Scholar
  18. 40.
    Vgl. Geschäftsberichte 1994 der Dyckerhoff & Widmann AG; München; Ed. Züblin AG, Stuttgart; Heilit+Woemer AG, München; Hochtief AG, Essen; Philipp Holzmann AG, Frankfurt/Main; Walter Bau AG, Augsburg;.Google Scholar
  19. 42.
    Die deutsche Monopolkommission hat 1982 in ihrem fünften Hauptgutachten vier Stufen der Konzentration von Branchen festgelegt; vgl. hierzu und zum folgenden Franke, J. (1985), S. 212. Grundlage far die Beurteilung des Konzentrationsgrades bildet dabei die Höhe des Konzentrationskoeffizienten, d.h. der kumulierte Marktanteile, der drei umsatzstärksten Anbieter einer Branche.Google Scholar
  20. 43.
    Als gering zu werten ist der Konzentrationsgrad einer Branche, wenn dieser bezogen auf die drei umsatzstärksten Wettbewerber (CR (3)) unter 10 Prozent liegt; Franke, J. (1985), S. 212.Google Scholar
  21. 44.
    Vgl. zur Abgrenzung des Auslandbaus Behring, K.; Gluch, E.; Rußig, V. (1982), S. 14f.Google Scholar
  22. 46.
    Während die Bauleistung des klassischen Auslandbaus im Rahmen der Unternehmenserhebungen des Statistischen Bundesamtes ausgewiesen werden, erfaßt der Hauptverband der deutschen Bauindustrie für deutsche Tochter-und Beteiligungsgesellschaften im Ausland lediglich die Auftragseingänge; vgl. Goldberg, J. (1991), S. 201. Zum einen differieren Auftrags-und Bauleistungswert aufgrund von Überschreitung der geplanten Baukosten teilweise erheblich. Zum anderen variiert auch die Zeitspanne zwischen Auftragseingang und Ausführung der Bauleistung. Somit erweist sich ein direkter Vergleich der beiden Werte als problematisch.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1998

Authors and Affiliations

  • Jochen Klemmer

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