Potentielle technologische und marktstrukturelle Innovationsprozesse innerhalb der Elektrizitätswirtschaft und ihre Bedeutung für die Nutzbarkeit der erneuerbaren Energieträger in Deutschland

  • Markus Reichel
Part of the Studien zum internationalen Innovationsmanagement book series (SIIM)

Zusammenfassung

Es ist offenkundig, daß die Realisierbarkeit der Potentiale der erneuerbaren Energieträger nicht losgelöst von den Entwicklungslinien ihres spezifischen Umfelds beurteilt werden kann. Fraglich ist dabei, wie dieses Umfeld bestimmt werden kann. Zwar erstreckt es sich im weitesten Sinn auf die gesamte Volkswirtschaft, doch sollte eine engere Abgrenzung erfolgen; dazu bietet es sich an, das branchenspezifische Umfeld zu beschreiben und die Ausgangsbedingungen für dessen potentielle zukünftige Entwicklungen zu charakterisieren.

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Literatur

  1. 116.
    Vgl. z.B. DEREGULIERUNGSKOMMISSION (1991, Ziffer 279f) für eine ökonomische Begründung dieses Schrittes.Google Scholar
  2. 117.
    Im Sinne vermehrter Industriestromeigenproduktion; vgl. STOTZ/BROSSMANN 1995.Google Scholar
  3. 118.
    Vgl. auch die Erörterungen über die Ausriegelung der dezentralen Elektrizitätserzeugung in Kap. 7.Google Scholar
  4. 119.
    Vgl. DEREGULIERUNGSKOMMISSION 1991.Google Scholar
  5. 120.
    Vgl. IZE (1994a, S. 15); die Zahlen beziehen sich auf die alten Bundesländer.Google Scholar
  6. 121.
    Vgl. IZE(1994a, S. 15).Google Scholar
  7. 122.
    Vgl. REHFELDT (1997, S. 15).Google Scholar
  8. 123.
    Vgl. IZE (1994b, S. 2).Google Scholar
  9. 124.
    Vgl. o.V. 1996d; die Konzentration ist darauf zurückzuführen, daß bislang von steigenden Skalenerträgen in der Stromerzeugung auszugehen war, die zu einer stetigen Vergrößerung der durchschnittlichen Kraftwerks- größe führte. Mit dem Absinken des Gaspreises und der Weiterentwicklung der Gas-GuD-Technik wurden in jüngerer Zeit auch kleinere Kraftwerksblöcke (insbesondere aufgrund der Möglichkeit der Wärmeauskopplung) konkurrenzfähig; vgl. DEREGULIERUNGSKOMMISSION (1991, Ziffer 279f). Die Entwicklung des ostdeutschen Kraftwerksparks unterstreicht diese Entwicklung; vgl. STOTZ/BROSSMANN 1995.Google Scholar
  10. 125.
    Vgl. u.a. LIEDTKE (1994, S. 394ff).Google Scholar
  11. 126.
    Vgl. SCHERER 1967; SCHERER/ROSS (1990, S. 637); COHEN/LEVIN (1989, S. 1075).Google Scholar
  12. 127.
    Für einen Versuch, Energiepolitik als eigenständiges Politikfeld zu definieren, siehe auch BRAUCH (1997, S. 5–9). Aufschlußreich ist zudem die dort getroffene Phasenstrukturierung der Energiepolitik der Bundesrepublik Deutschland; vgl. BRAUCH (1997, S. 13f).Google Scholar
  13. 128.
    Vgl. DEREGULIERUNGSKOMMISSION (1991, Ziffer 274); die Besonderheiten werden dort gesehen in der Leitungsgebundenheit und der damit entstehenden hohen Fixkostenbelastung für die EVU, den economies of scale durch Größen- und Verbundvorteile, dem Mangel an Speicherbarkeit des elektrischen Stroms, der Verstetigung der örtlichen oder regionalen Gesamtnachfrage durch geschlossene Versorgungsgebiete sowie in politischen Sonderaufgaben (wie z.B. Kohleprotektion, Anschluß- und Versorgungspflicht zu Einheitstarifen auch im ländlichen Raum oder Umweltschutz).Google Scholar
  14. 129.
    Vgl. im folgenden IZE 1993, IZE 1994b.Google Scholar
  15. 130.
    GWB §103.Google Scholar
  16. 131.
    Vgl. ausführlich DEREGULIERUNGSKOMMISSION (1991, Ziffer 268), Tab. 10.Google Scholar
  17. 132.
    Nach GWB §103.Google Scholar
  18. 133.
    §7 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)Google Scholar
  19. 134.
    Vgl. LEWINGTON/WEISHEIMER 1995.Google Scholar
  20. 135.
    Vgl. hierzu ausführlich DEREGULIERUNGSKOMMISSION 1991.Google Scholar
  21. 136.
    Dies wird auch durch eine Vielzahl neuer Erklärungsansätze zur staatlichen Regulierung leitungsgebundener Versorgungsindustrien wie der Wasser-, Gas-, Telefon- und Stromversorgung theoretisch gestützt; vgl. z.B. LEWINGTON/WEISHEIMER 1995. Insbesondere die Vertreter der Neuen Theorie der Regulierung erheben den Anspruch, den Prozeß der Regulierung tiefgründig analysieren zu können; vgl. hierzu z.B. LAFFONT 1994. Im Vordergrund steht hier das Phänomen asymmetrischer Information und asymmetrischen Verhaltens. Insbesondere zeigt sich der (in der deutschen Praxis bestätigte) Averch-Johnson-Effekt einer kostenorientierten Regulierung: Solange Kostendaten zur Regulierung herangezogen werden, sind die regulierten Unternehmen motiviert, diese Kosten überhöht zu gestalten und anzugeben; LEWINGTON/WEISHEIMER (1995, S. 280).Google Scholar
  22. 137.
    Vgl. IZE(1996, S. 1f).Google Scholar
  23. 138.
    Vgl. auch APFELSTEDT 1997. Die Forderungen in EU 1997 sind im wesentlichen die folgenden: Es wird Gewerbefreiheit für die Energiewirtschaft eingeführt; Staatsmonopolrechte für energiewirtschaftliche Unternehmenstätigkeit werden beendet (Art. 3 Abs. 1). Übertragungsnetze zur Gebietserschließung werden für Marktteilnehmer geöffnet, ohne daß die Besitzer solcher Netze verflochtene Handels- und Erzeugungsunternehmen bevorzugen dürfen (Art. 7–9); ähnliches gilt für Gebietsverteilnetze (Art. 11f)- Übertragungsnetze zur Gebietserschließung werden für Marktteilnehmer geöffnet, ohne daß die Besitzer solcher Netze ver-flochtene Handels- und Erzeugungsunternehmen bevorzugen dürfen (Art. 7–9). Organisatorische und buchhalterische Entflechtung und Transparenz müssen sicherstellen, daß mittels der Netzeinrichtungen, auf die Wettbewerber zum Marktzutritt angewiesen sind, keine Behinderungen über Pre is Verzerrungen ausgeübt werden (Art. 7; Art. 13f). Marktmißbrauch und Verdrängungspraktiken müssen ausgeschlossen sein. Privater Leitungsbau in Konkurrenz zu Gebietsnetzen muß grundsätzlich möglich sein (Art. 21) Erzeugungsanlagen können prinzipiell in Gewerbefreiheit — ggf. begrenzt durch Genehmigungsverfahren oder Ausschreibungsverfahren — errichtet werden (Art. 4–6). Die Mitgliedsstaaten müssen eine Mindestöfmung der Märkte für Energielieferungen sicherstellen, indem sie zumindest große Nachfrager zum Einkauf von Energie im Wettbewerb mittels der vorgesehenen Wege zulassen (Art. 19).Google Scholar
  24. 139.
    In einem derartigen System wird der gesamte erzeugte Strom von einem alleinigen Abnehmer aufgekauft und weiterverkauft; es ist als An- und Verkaufspool mit Benutzungspflicht für Erzeuger und Verbraucher gestaltbar; hier besteht im weiteren die Wahlmöglichkeit zwischen Durch le itungs- bzw. Ankaufsmodellen.Google Scholar
  25. 140.
    Im Falle des Handelsfreiheitssystems besteht ferner die Möglichkeit, zwischen einem ausgehandelten und einem geregelten, tarifrechtlich kontrollierten Netzzugang zu wählen (EU(1997, Art. 18)).Google Scholar
  26. 141.
    Nach EU (1997, Art. 3 bzw. Art. 10).Google Scholar
  27. 142.
    Nach EU(1997, Art. 8 Abs. 3, Art. 11 Abs. 3, Art. 5 und 6 sowie Art. 3 Abs. 2) werden Vorrangregeln für umweltentlastende Stromerzeugung erlaubt; nach Art. 21 Abs. 4 und 5 können aus Umweltgründen Konkurrenzleitungen verhindert und der Durchleitung Priorität gegeben werden.Google Scholar
  28. 143.
    Vgl. BUNDESREGIERUNG 1997.Google Scholar
  29. 144.
    Vgl. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 1996, SPD 1997.Google Scholar
  30. 145.
    Vgl. KLOPFER et al. (1996, S. 4). Es soll an dieser Stelle nicht auf die verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten von Pool-Modellen eingegangen werden. Im wesentlichen ist ihnen gemeinsam, daß Erzeuger, Verbraucher und Händler den Zugang zum Netz nicht über spezifische Durchleitungsrechte erhalten, sondern den Strom über den allgemein zugänglichen Pool verkaufen. Über den Poolbetreiber wird ein Strommarkt aufgebaut, in dem sich Marktpreise einspielen; Erzeuger erhalten den Marktpreis entgolten, während Verbraucher und Händler den Marktpreis zu entrichten haben (vgl. ebd., S. 5).Google Scholar
  31. 146.
    Aus diesem Grund soll an dieser Stelle auch auf eine umfangreiche Charakterisierung des neuen Energierechts verzichtet werden; vgl. hierfür jedoch z.B. FEUERBORN 1998.Google Scholar
  32. 147.
    Vgl. FEUERBORN (1998, S. 18).Google Scholar
  33. 148.
    So zeigt die Entwicklung der Elektrizitätsversorgung in Ostdeutschland, daß dezentrale konventionelle Stromerzeugung kleiner Stadtwerke oder in Industrieunternehmen einen erheblichen Anteil an der Netto-Er-zeugung annehmen wird; vgl. STOTZ/BROSSMANN 1995.Google Scholar
  34. 149.
    Für eine detaillierte Diskussion der Annahme eines natürlichen Monopols für die Teilbereiche Stromerzeugung, überregionaler Stromtransport und lokale Stromverteilung der Strom Wirtschaft vgl. DEREGULIERUNGSKOMMISSION (1991, Ziffer 279f).Google Scholar
  35. 150.
    Vgl. insb. FORSCHUNGSZENTRUM JÜLICH (1995, S. 34) für einen prognostischen Überblick über die wesentlichen technischen und ökonomischen Parameter künftig (ab 2005) zur Verfügung stehender Kraftwerke auf fossiler Basis.Google Scholar
  36. 151.
    Vgl. HLUBEK/SCHILLING (1996, S. 1 1ff) für einen Überblick.Google Scholar
  37. 152.
    Vgl. auch HLUBEK/SCHILLING (1996, S. 8f).Google Scholar
  38. 153.
    Vgl. DRAKE (1996, S. 67).Google Scholar
  39. 154.
    Vgl. KALTSCHMITT/FISCHEDICK (1995, S. 157).Google Scholar
  40. 155.
    Vgl. KALTSCHMITT/FISCHEDICK (1995, S. 145); dort auch eine detaillierte Beschreibung der Charakteristika der angeführten Krafrwerkskonzepte.Google Scholar
  41. 156.
    Vgl. KALTSCHMITT/FISCHEDICK (1995, S. 144).Google Scholar
  42. 157.
    Vgl. KALTSCHMITT/FISCHEDICK (1995, S. 149f).Google Scholar
  43. 158.
    Das Prinzip der Brennstoffzelle, das ein Umgehen des Carnot-Prozesses ermöglicht, wurde bereits 1839 entdeckt; Korrosions- und Stabilitätsprobleme der verwendeten Materialien erschwerten damals jedoch die weitere Entwicklung, so daß der Siemens-Generator schneller eingeführt und weiterentwickelt werden konnte (vgl. WAGNER/KÖNIG (1997, S. 16)). Für die zeitweilige Verdrängung der Brennstoffzellentechnologie ist insbesondere die Frage nach der Relevanz von Lock-Out-Effekten interessant. Sie soll jedoch im Rahmen dieser Arbeit nicht beantwortet werden.Google Scholar
  44. 159.
    Gegenwärtig zwischen 60 und 70%; theoretisch sind Wirkungsgrade bis zu 95% erreichbar (vgl. WAGNER/KÖNIG (1997, S. 15).Google Scholar
  45. 160.
    Als wesentliche Typen sind AFC (Alcaline Fuel Cells), PEMFC (Polymeric Electrolyte Membrane Fuel Cells), PAFC (Phosphoric Acid Fuel Cells), MCFC (Molten Carbonate Fuel Cells) und SOFC (Solid Oxide Fuel Cells) zu nennen (nach WAGNER/KÖNIG (1997, S. 16)).Google Scholar
  46. 161.
    Vgl. WAGNER/KÖNIG (1997, S. 19).Google Scholar
  47. 162.
    Vgl. DRAKE (1996, S. 73).Google Scholar
  48. 163.
    Unter den genannten Typen weisen PAFC-Brennstoffzellen die niedrigsten spezifischen Investitionskosten auf.Google Scholar
  49. 164.
    Vgl. WAGNER/KÖNIG (1997, S. 21).Google Scholar
  50. 165.
    Vgl. hierzu ausführlicher in Kap. 10.2.3.2.Google Scholar
  51. 166.
    Aufgrund des hohen Anteils der Grundstoffindustrie an der Wertschöpfung, der stark industrialisierten Landwirtschaft sowie des dichten und stark — insbesondere durch internationalen Verkehr — belasteten Verkehrsnetzes. Diese Situation wurde in besonderem Maße in den 70er und 80er Jahren deutlich, als große Belastungen von Gewässern, Luft und Wäldern sichtbar wurden. Diese Situation wurde z.T. auch durch den atmosphärisch bedingten Import von Schadstoffen verschärft (vgl. JÄNICKE/WEIDNER (1997, S. 133).Google Scholar
  52. 167.
    Vgl. JÄNICKE/WEIDNER (1997, S. 136).Google Scholar
  53. 168.
    Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) (1994, S. 177), Abschnitt 445.Google Scholar
  54. 169.
    Vgl. SRU (1994, S. 16), Abschnitt 25. Offenbar ist diese Feststellung bei der Betrachtung von Ausriegelungs-effekten zu modifizieren.Google Scholar
  55. 170.
    Für eine umweltökonomische Diskussion der Gestaltung dieser Instrumente vgl. z.B. CANSIER 199?.Google Scholar
  56. 171.
    Auf das gesonderte Problem der Entsorgung nuklearer Abfälle soll an dieser Stelle nicht eingegangen werden.Google Scholar
  57. 172.
    Vgl. z.B. SRU (1994, S.202f).Google Scholar
  58. 173.
    Vgl. o.V. 1995d.Google Scholar
  59. 174.
    Vgl.o.V. 1996e.Google Scholar
  60. 175.
    Vgl.o.V. 1997b.Google Scholar
  61. 176.
    Die Hauptgründe bilden die hohen Investititionskosten für diese Technologien einerseits und weitgehend abgeschriebene (fossil-nukleare) Kraftwerksanlagen andererseits; vgl. hierzu ausführlich die Ausführungen in Kap. 8.Google Scholar
  62. 177.
    Vgl. die Ausführungen in Kap. 10.2.3. bzw. REICHEL 1997a.Google Scholar
  63. 178.
    Dies gilt unter Beachtung der in diesem Kapitel vorgestellten Kraftwerkskonzepte auf fossiler Basis.Google Scholar
  64. 179.
    Vgl. HOFF et al. 1996.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1998

Authors and Affiliations

  • Markus Reichel

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