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Die Überlieferung der Metzer Alexanderepitome

  • Peter Hermann Thomas

Zusammenfassung

Die sog. Metzer Alexanderepitome wurde entdeckt durch Dietrich Volkmann, der gelehrten Welt aber erst eigentlich bekannt durch die Ausgabe von Otto Wagner (Incerti auctoris epitome rerum gestarum Alexandri Magni, Diss. Straßburg 1900; auch Jb. f. klass. Phil., Suppl. 26, 1901). Wie nun aber Fr. Pfister (Würzb. Jbb. 1, 1946, S. 37 ff.) zeigte, ist der Titel für das letzte Drittel des von Wagner gegebenen Textes zu Unrecht in Anspruch genommen worden; die §§ 87–123 sind ein besonderes Buch „de morte testamentoque Alexandri Magni“. Daher kann man, wie ich es im folgenden auch tun werde, nur Wagners §§ 1–86 als die Metzer Alexanderepitome bezeichnen. Diesen Text hatte schon Volkmann 1886 in Naumburg als Festschrift für Hermann Bonitz, Schulpforta, drucken lassen (Alexandri Magni rerum gestarum epitoma, e codice Mettensi edidit Didericus Volkmann)1. Das Heft kam aber nicht in den Buchhandel, und so blieb der Text auch der eigentlichen Epitome bis zur Wagnerschen Ausgabe praktisch unbekannt.

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Literatur

  1. 1.
    Von der Volkmannschen Ausgabe sind mir bekannt 2 Exemplare, die ich beide durch die tatkräftige Mithilfe der Kölner Universitätsbibliothek benutzen konnte: Zunächst ein Exemplar der Bibliothek Halle, das dort in dem Miszellenband Ce 2964 unter der Nummer 3 liegt; dann das Pförtner Exemplar, das in Pforta unter der Signatur B Port. 1066 aufgehoben wird. In dieses Pförtner Exemplar ist eine Postkarte vom 9. 11. 1914 eingeklebt, die ein drittes Exemplar im Besitz von W. Wilmanns, dem früheren Direktor der Kgl. Bibliothek Berlin, bezeugt. Dieses Exemplar ist wohl dasselbe, das auch Fr. Pfister, Würzb. Jbb. 1 (1946), S. 37, erwähnt. In ihm soll die Bemerkung stehen: „libellus rarissimus, fortasse unicus, R. bibliothecae Berol. don. ab A. Wilmanns.“ Ob dieses Exemplar den Krieg bzw. eine Auslagerung überstanden hat, weiß ich nicht.Google Scholar
  2. 2.
    Zur Vereinfachung sind E und F zusammen und korrigiert zitiert. Näheres in meiner Ausgabe, die ich bald vorzulegen hoffe.Google Scholar
  3. 3.
    Zur Vereinfachung sind E und F zusammen und korrigiert zitiert. Näheres in meiner Ausgabe, die ich bald vorzulegen hoffe.Google Scholar
  4. 4.
    Beispiele: § 4 qua Volkm. Wagner: quia V: quia (littera i eluta) W/§ 7 = a marcadam (fuit d in ras.) W: ad marcadam corr. ex amarcadam V/ibid. comug:us W: coniugius vel conuigius V. Der Codex hatte keine i-Punkte und war schlecht leserlich; W bildet daher einfach ab./§ 29 conprecatus corr. ex -tos V: -tos corr. ex. -tus pr. m. (sic) W. Da Wagner zu der falschen Korrektur ein,sic` hinzusetzt, sich also über das Unerwartete seiner Lesung klar war, dürfte er im Recht sein./§ 39 idnde (sed prior litt. d expuncta est et eluta) W:Idinde (priore d inducta) V. Volkmann dürfte sich geirrt haben./ § 45 mulhd:uW: multi din V und Wagners Lesung/§ 84 flu W: flumenV: fluminis ci. Wagner. Wagner bringt das Kompendium wegen seiner Konjektur.Google Scholar
  5. 5.
    Plutarch, Alexander 64 und Pap. Berol. 13044.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1959

Authors and Affiliations

  • Peter Hermann Thomas

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