Student an der Friedrich-Wilhelm-Universität Berlin

  • Waldemar Koch

Zusammenfassung

Das Studium an der TH hatte ich nun insoweit hinter mir, als ich im Oktober 1904 das Examen eines Diplom-Ingenieurs abgelegt hatte, und zwar in der Abteilung Maschinenbau, Studienrichtung technisches Verwaltungswesen. Formal war daher alles in Ordnung, insofern allen Vorschriften Genüge getan war. Indessen war man sich offenbar über diese ganze Studienrichtung nicht genügend klar, verfügte auch gar nicht über die nötigen Studieneinrichtungen, auch kaum über Studierende des „technischen Verwaltungswesens“. An der TH gab es damals nur einen Ordinarius für Volkswirtschaftslehre, Geheimen Regierungsrat Paasche, der aber für alle Studierenden der TH da war. Nebenbei oder hauptsächlich war er Reichstagsvizepräsident. Ein Seminar für Wirtschaftswissenschaften gab es nicht. Das Fach Volkswirtschaftslehre wurde aber von den Studierenden des Maschinenbaus nicht ernst genommen. Ich erinnere mich, daß daher 1904 in einem Prüfungstermin für Maschinenbauer sämtliche Diplomkandidaten ins Fach Volkswirtschaftslehre rasselten! Zwar gab es noch eine Vorlesung über Bank- und Börsenwesen, die von einem Honorarprofessor, dem nicht mehr jungen, aber sehr lebendigen Prof. Dr. Warschauer gehalten wurde. Ein geregeltes Studium für Wirtschaftsingenieure hat erst Prof. W. Prion, beginnend etwa 1926, aufgebaut2.

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© Westdeutscher Verlag, Köln und Opladen 1962

Authors and Affiliations

  • Waldemar Koch

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