Advertisement

Das Entkälken und Beizen

  • Joseph Turney Wood

Zusammenfassung

Entkälken und Beizen sollen die Haut und das resultierende Leder weich und nachgiebig machen. Die geäscherten Blößen müssen völlig entkälkt sein , bevor sie in die Gerbbrühen hineinkommen ; für leichte und weiche Leder sollen sie auch verfallen , damit die Elastizität oder das Zurückprallen der Hautfasern beseitigt wird, so daß ein fertig gegerbtes Leder ausgezogen werden kann, ohne zurückzusclhnellen. Das geschieht bei den Oberledern in der üblichen Weise, indem die Blößen in eine Beize hineinkommen, die aus einem Aufguß von Hundekot in etwa 35 bis 40° warmem Wasser besteht , und darin so lange verbleiben, bis das gewünschte Resultat erreicht wird , was der Beizer nach dem Griffe des Felles erkennt. Ein gutes Kennzeichen, ob das Fell gut verfallen ist, besteht darin, daß es eine Zusammenpressung mit dem Daumen und Zeigefinger aushält. Ein richtig gebeiztes Fell wird, wenn man es auf den Boden fallen läßt, auch völlig schlaff sein , wobei sich die Falten dicht aufeinanderlegen. Tatsächlich kann aber nur durch längere Erfahrung und einen gewissen Instinkt festgestellt werden, ob die Häute richtig gebeizt sind oder nicht.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 1).
    Aus einer Broschüre über das „Cropon“ von der Internat. Hygieneausstellung in Dresden 1911 ; hier nach einer Mitteilung des Dr. M. Braun in Breslau.Google Scholar
  2. 2).
    W. W. Tomek, „Geschichte der Stadt Prag“, 2. Bd., S. 373, 1871.Google Scholar
  3. 3).
    Der englische Titel ist rückwärts in der Bibliographie [B.3] angeführt. Weitere Exemplare befinden sich im Britischen Museum und in der Bibliothek des englischen Patentamtes. Siehe auch Lamb-Jablonski, „Lederfärberei und Zurichtung“, S. IX u. f. (Berlin, Springer, 1912.)Google Scholar
  4. 1).
    „Tanners’ Year Book“ 1911, S. 59.Google Scholar
  5. 2).
    Zur erschöpfenden Kenntnis des Entkälkens vermittelst Säuren s. das XIII. Kapitel in Procter s „Principles of Leather Manufacture“ und Jettmars „Handbuch der Chromgerbung“, S. 303 u. f.Google Scholar
  6. 3).
    Siehe auch „L’Acide Butyrique dans la Tannerie“ von Urbain J. Thijau im „Le Cuir“ 1910, Augustheft ; auch „Collegium“ 1910, S. 347 u. 363 und Jettmars „Moderne Gerbmethoden“, S. 28.Google Scholar
  7. 1).
    „Principles“, S. 155.Google Scholar
  8. 2).
    Ettore Giusiana , „Le déchaulage des Peaux en tripe“ im „Collegium“ 1910, S. 14.Google Scholar
  9. 3).
    „Verfahren zum Beizen von Häuten“ in „Ledertechn. Rundschau“ 1910, Nr. 24 und im „Collegium“ 1910, S. 372.Google Scholar
  10. 1).
    Siehe Jettmar, „Handbuch der Chromgerbung“, S. 309.Google Scholar
  11. 2).
    „Der Gerber“ 1912, Nr.906, S. 143.Google Scholar
  12. 3).
    Die ursprüngliche Turney — Ausstreichmaschine wurde im Jahre 1871 erfunden und auch in diesem Jahre in England (Nr. 1351 und 3310) und später auch in Amerika (Nr. 131 480 vom 17. September 1872) patentiertGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1914

Authors and Affiliations

  • Joseph Turney Wood
    • 1
    • 2
  1. 1.Firma Gebrüder Turney, A.-G.NottinghamUK
  2. 2.Lederindustrie-ChemikerInternationalen VereinsUK

Personalised recommendations