Dritter Sektor/Drittes System pp 113-116 | Cite as
Wandel von Funktion und Dynamik von Dritte-Sektor-Organisationen — eine Einführung
Zusammenfassung
Dritte-Sektor-Organisationen zeichnen sich zwar durch das ihnen allen gemeinsame Vorhandensein der spezifischen Handlungslogik „Solidarität“ aus, sie lassen sich aber in ihrer Gesamtheit nicht auf eine Funktionslogik reduzieren. So werden ihnen als intermediären Organisationen aus demokratietheoretischer Sicht wichtige Funktionen der Bündelung und Artikulation von Interessen zugewiesen. Aus der Perspektive der politischen Soziologie übernehmen Dritte-Sektor-Organisationen als freiwillige Vereinigungen ganz maßgeblich integrative Funktionen, wobei sie wesentlich zur gesellschaftlichen Partizipation beitragen. Aus verwaltungswissenschaftlicher Sicht wird dagegen primär die Funktion von alternativen Dienstleistern gegenüber Markt und Staat thematisiert. Außerdem kommen ihnen wichtige arbeitsmarktpolitische Funktionen zu, da sie bereits gegenwärtig mit ihrem Beschäftigungspotenzial sowie durch die Schaffung neuer Arbeitsplätze einen wichtigen Beitrag zur Minderung der Massenarbeitslosigkeit leisten. Sie werden als künftige Wachstumsbranche des Arbeitsmarktes gehandelt und in diesem Sinne auch als Alternativlösung zu traditionellen Beschäftigungsverhältnissen angesehen (vgl. Zimmer/Priller 2004).
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Literatur
- Priller, Eckhard/Zimmer, Annette: Dritte-Sektor-Organisationen zwischen Markt und Mission. In: Gosewinkel, Dieter/Rucht, Dieter/Daele van den, Wolfgang/Kocka, Jürgen (Hg.): Zivilgesellschaft — national und transnational. WZB-Jahrbuch 2003. Berlin: edition sigma, 2004, S. 105–127Google Scholar
- Zimmer, Annette/Priller, Eckhard: Gemeinnützige Organisationen im gesellschaftlichen Wandel. Ergebnisse der Dritte-Sektor-Forschung. Wiesbaden: VS-Verlag für Sozialwissenschaften, 2004CrossRefGoogle Scholar