Die Möglichkeiten und Grenzen der Adaptometrie
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Zusammenfassung
Ehe nun auf einige sich widersprechende Untersuchungsergebnisse der neueren Literatur eingegangen wird, sollen die apparativen Möglichkeiten zur Erfassung des Lichtsinnes und seine kurvenmäßige Darstellung besprochen werden. Bei dem nächtlichen Sehen handelt es sich um ein Kontrastsehen. In vereinfachter Form, auf die Sinneszellen der Netzhaut übertragen, bedeutet das: werden z.B. zwei benachbarte Stäbchen beziehungsweise zwei sich aus mehreren Stäbchen zusammensetzende Funktionsareale von zwei adaequaten Reizen verschieden starker Intensität erregt, so kommt es zur Wahrnehmung von zwei Lichtpunkten, solange die Differenz beider Reize das Auflösungsvermögen der perzipierenden Strukturen nicht unterschreitet. Auf die Summe aller Lichtreize bezogen, heißt das: es kommt zur Unterscheidung eines Gegenstandes aus einer helleren oder dunkleren Umgebung. Die Prüfung des Lichtsinnes muß also berücksichtigen:
- 1.
„den minimalsten noch wahrnehmbaren objektiven Lichtreiz“ (FECHNERS Reizschwelle).
- 2.
„den minimalsten noch wahrnehmbaren Unterschied objektiver Lichtreize“ (FECHNERS Unterschiedsschwelle).
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