Die Anordnung des Pfarrgemeindesystems in Vergangenheit und Gegenwart
Zusammenfassung
Im vorigen Kapitel wurde dargelegt, daß die räumliche Orientierung (Territorialprinzip) der kirchlichen Organisation: die Wahl der säkularen Ortsgemeinden als Grundeinheiten und deren Verbund (Dekanat, Kirchenprovinz und Landeskirche) zu einem Pfarrgemeindesystem in der Theorie von den Seinsweisen der Kirche verankert ist. Die „Ortsgemeinde“ ist Zelle, empirisches Fundament der größeren Partikularkirche und wie diese Ausdruck der ecclesia universalis bzw. der ecclesia spiritualis; das Verhältnis der einzelnen Gemeinden zur Gesamtkirche wird als dialektische Entsprechung verstanden. Auf die Frage der Funktionalität des parochialen Prinzips in der heutigen Umweltsituation soll kurz am Schluß dieses Kapitels und ausführlicher im 7. Kapitel eingegangenwerden. Hier ist zunächst die Entstehung des Pfarrgemeindesystems und seine Entwicklung in den sich wandelnden Umweltverhältnissen bis zum gegenwärtigen Stand zu verfolgen. Wie gesagt, beschränken wir uns in diesem Kapitel, abgesehen von den historischen Ausführungen, auf die Darstellung der quantitativen Zuordnung von Pfarrern und Gemeindegliedern, überblickhaft für die deutschen evangelischen Landeskirchen im allgemeinen und detailliert für die württembergische Landeskirche. Mit dem Problem des Seelsorgermangels verbindet sich notwendigerweise die Nachwuchsfrage. (300)
Preview
Unable to display preview. Download preview PDF.
Literatur
- 344).Die Daten von 1905 zeigen die “Phase steigender”, die Daten von 1925 die “Phase sinkender Bevölkerungszunahme” an, wie sie nach Mackenroth für das Industriezeitalter kennzeichnend sind.Google Scholar