Untersuchungen in der Leinengarnbleiche pp 26-37 | Cite as
Über den Einfluß der Badfolge in der Leinengarnbleiche
Zusammenfassung
Bereits in der vom TWB-Bastfaser früher durchgeführten „Untersuchung von Leinengarnen im Ablauf einer kombinierten Alk.-Chlor — Peroxyd — Chlorit — Bleiche“ (Bericht vom Febr. 1955), in der eine Apparatbleiche in Strähnform behandelt wurde, erhielten wir für die angewandte Arbeitsweise charakteristische Ergebnisse über die fortschreitende Abnahme der DP-Werte im Verlauf des Bleichprozesses. Entgegen der landläufigen Ansicht, daß angesichts der im Rohgarn enthaltenen Verunreinigungen die Wahl des ersten Bades in bezug auf die chemische Schädigung der gebleichten Garne ohne ausschlaggebende Bedeutung sei, zeigte sich, daß das Alk.-Chlor-Bad zu Beginn des Bleichverfahrens den Durchschnitts-Polymerisationsgrad der Faserzellulose außerordentlich stark herabsetzen kann. Wies das gebrühte Rohgarn noch DP-Werte um 2500 auf, so waren nach der Alk.-Chlor-Behandlung im ungünstigen Falle nur noch Werte um 1200 festzustellen. Die geringeren Zahlen wurden dabei für Werggarne erhalten, die auf Grund ihrer lockeren Struktur und größeren inneren Oberfläche besonders empfindlich gegenüber einem Bleichmittel sind.
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Referenzen
- 8.Tatsächlich gemessene Werte nach dem Kochen: Garn 1: 2770, Garn 2: 2620, Garn 3: 2800, Garn 4: 2675Google Scholar
- 9.Die Mittelwertbildung erfolgte über die reziproken Zahlen (siehe Teil I dieses Berichtes)Google Scholar