Zusammenfassung

Der Vorgang des Verdampfens von Wasser in dünnen Flüssigkeitsfilmen, wie sie in sogenannten Dünnschichtverdampfern auftreten, wurde an ebenen Heizplatten mit den Abmessungen 15 × 300 × 500 mm verschiedenen Materials mit glatten, rauhen und profilierten Oberflächen, untersucht. Als strömendes Medium diente destilliertes Wasser, das in dünner Schicht auf die lotrechten Platten aufgetragen wurde, daran herunterlief und unter Atmosphärendruck verdampfte. Im kalten Zustand wurden alle Platten vollständig benetzt. Während des Aufheizens riß der Flüssigkeitsfilm meist schon bei sehr niedrigen Temperaturen (unter Siedetemperatur) seitlich und auch in der Mitte auf. Dem Re-Bereich entsprechend wurden sehr verschiedenartige Oberflächenstrukturen und schwallartige Wellen beobachtet, die ihrerseits von feineren Kapillarwellen begleitet waren, und es zeigten sich sehr bald einige Luftbläschen. Mit dem Erreichen der Siedetemperatur des Wassers entstanden dann auf Grund örtlicher Überhitzungen—ausgehend von den Wandrauhigkeiten—explosionsartig die ersten Dampfblasen von einer bestimmten Mindestgröße. Die kleinen Bläschen glitten in dem dünnen Rieselfilm abwärts, wuchsen, wanderten an die Oberfläche oder verschwanden wieder durch Kondensation.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 1960

Authors and Affiliations

  • Reinhard Bressler

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