Haftfestigkeit und Art der Bruchfläche
Zusammenfassung
Wie bereits eingangs erwähnt, kann beim Zerreißen der geklebten Proben der Bruch entweder in der Klebstoffschicht (Kohäsionsbruch) oder in der Grenzschicht Klebstoff-Metall (Adhäsionsbruch) stattfinden, je nachdem in welcher Schicht die Festigkeit geringer ist. Im ersteren Fall sollte die Bruchfläche mit Klebstoff bedeckt, im letzteren Fall sollte sie frei davon sein. Um festzustellen, welche Art Bruch bei unseren Versuchen auftrat, wurde die Bruchfläche chemisch und optisch untersucht. Wir gingen bei den „chemischen Methoden“ von dem Gedanken aus, die freie nicht mit Klebstoff bedeckte Aluminiumoberfläche durch eine chemische Reaktion sichtbar zu machen. Zu diesem Zweck wurden die Testkörper nach der Haftfestigkeitsbestimmung mit ihrer Klebfläche in eine verdünnte NaOH oder CuSO4-Lösung eingetaucht, wobei entweder auf der freien Oberfläche kleine Bläschen von Wasserstoff entwickelt, oder Kupfer niedergeschlagen wurde. Auf diesem Wege wurde ein kontraststarkes Bild der freien Oberfläche entwickelt, welches gut mikroskopisch beobachtet werden konnte. Mit Erfolg wurde auch ein „optisches Verfahren“ angewandt, welches auf der Eigenschaft der verwendeten Polymerisate, im U.V.-Auflicht zu fluoreszieren, beruhte. Die Klebefläche wurde im gefilterten U.V.-Auflicht einer Analysenquarzlampe beobachtet. Bei Ausschaltung von Tageslicht war die Klebstoffbedeckung als hellblau fluoreszierende Schicht auf dunklem Metalluntergrund auch bei geringer Schichtdicke sehr gut zu erkennen.