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25. Kapitel

  • Kurd Schulz

Zusammenfassung

Aber es ist doch noch immer ein langer Weg, bis das, was der Mensch rasch und klar bei sich beschlossen hat, in die Wirklichkeit übertritt. Und das geschieht nicht ohne Bitternisse. Ich wollte auch bis zum Eintreffen der konsistorialen Entscheidung meines Amtes nicht mehr walten, so hatte ich meinem Kantor Anweisung zu geben für die nötigsten Geschäfte. Er war nie gut gegen mich gesonnen gewesen. Er war ein satter und selbstbewußter Mensch, mit all dem geheimen Widerstand geladen, der von je das Verhältnis der Lehrer zu den Pastoren belastet hat und der immer nur mit sehr viel gutem Willen von beiden Seiten wegzuräumen ist. Nun, da er mich gestürzt sah, genoß er vollends seiner Fehllosigkeit, und aus seinen Worten sprach beinahe etwas von gönnerhafter Überlegenheit, die mich doch traf, mochte auch in dem Feuer, durch das ich gegangen, viel Menschenfurcht in mir verbrannt sein.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 1948

Authors and Affiliations

  • Kurd Schulz

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