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Anschauende Urteilskraft

  • Otto Stelzer

Zusammenfassung

Was Goethe sowohl zum bildenden Künstler wie zum hervorragenden Betrachter der bildenden Kunst vorbestimmte, war dies: Goethe muß als ausgesprochener Augenmensch bezeichnet werden. Von ihm gilt selber, was er an Leonardo hervorhob: „Die mannigfaltigen Gaben, womit die Natur ihn ausgestattet, konzentrieren sich vorzüglich im Auge“1. „Bei mir ist das Auge vorwaltend“2, schreibt er noch kurze Zeit vor seinem Tode an Zelter. In seiner Jugend war alles Erleben vor den Kunstwerken ganz besonders, ja ausschließlich dem Auge überlassen: „Ich konnte nur sehen und anstaunen“3, umschrieb er seine Eindrücke von der Sixtinischen Decke in Rom. „Das Auge war vor allem anderen das Organ, mit dem ich die Welt faßte“4, bekannte er in „Dichtung und Wahrheit“.

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Nachweise, Anmerkungen

  1. 1.
    „Leonard da Vincis Abendmahl“ (Abschnitt „Blick auf Leonard“)Google Scholar
  2. 2.
    An Zelter 27. März 1830Google Scholar
  3. 3.
    „Italienische Reise“ 22. November 1786Google Scholar
  4. 4.
    „Dichtung und Wahrheit“ 6. BuchGoogle Scholar
  5. 5.
    C. G. Carus, „Lebenserinnerungen und Denkwürdigkeiten“, Gleims Erzählung nach Aufzeichnung von J. Falk Ende Juni 1777, — Iffland brieflich an seinen Bruder am 22. Dezember 1779, — Elof Tegnèr, Tagebuch des Grafen Trolle-Wachtmeister, — Erich Wolf Graf Baudissin an seine Schwester 1. Juni 1809, — F. v. Matthisons Erinnerungen, — Brief Heinrich Heines an R. Christiani 26. Mai 1825Google Scholar
  6. 6.
    „Zur Farbenlehre“ VorwortGoogle Scholar
  7. 7.
    Zu Eckermann 2. Mai 1824Google Scholar
  8. 8.
    „Pinsel und Feder“ 1826 s. GedichteGoogle Scholar
  9. 9.
    Rezension zu Ernst Stiedenroths „Psychologie“Google Scholar
  10. 10.
    „Blumenmalerei“ 1818Google Scholar
  11. 11.
    „Polygnots Gemälde in der Lesche zu Delphi“ 1803Google Scholar
  12. 12.
    An Meyer Ende Januar 1789 und „Italienische Reise“ Okt. 1786Google Scholar
  13. 13.
    „Maximen und Reflexionen“ H. 1193Google Scholar
  14. 14.
    „Maximen und Reflexionen“ H. 1294Google Scholar
  15. 15.
    Paralipomena zur Farbenlehre WA Naturw. SchriftenGoogle Scholar
  16. 16.
    Paralipomena zur Farbenlehre WA Naturw. SchriftenGoogle Scholar
  17. 17.
    Faust II Paralipomena IV. Akt, 151 (Inselausgabe)Google Scholar
  18. 18.
    Faust II IV. Akt, Hochgebirg, starre zackige FelsengipfelGoogle Scholar
  19. 19.
    An C. H. Schlosser 19. Februar 1815Google Scholar
  20. 20.
    „Maximen und Reflexionen“ H. 1079Google Scholar
  21. 21.
    Rezension zu Purkinje „Sehen in subjektiver Hinsicht“ 1819 vgl. auch Johannes Müller 1828 Bdmn.Google Scholar
  22. 22.
    Paralipomena zur Farbenlehre WA Naturw. Schriften 5. Bd., S. 12Google Scholar
  23. 23.
    Paralipomena zur Farbenlehre WA Naturw. Schriften 5. Bd., S. 12Google Scholar
  24. 24.
    „Epirrhema“ s. GedichteGoogle Scholar
  25. 25.
    „Genius, die Büste der Natur enthüllend“ s. GedichteGoogle Scholar
  26. 26.
    „Philostrats Gemälde“ 1818Google Scholar
  27. 27.
    „Zahme Xenien“ VIGoogle Scholar
  28. 28.
    „Einleitung zu den Propyläen“ 1798Google Scholar
  29. 29.
    An Ch. V. Stein 2. Dezember 1786 vgl. auch „Italienische Reise“ 5. Juli 1787Google Scholar
  30. 30.
    „Zur Farbenlehre“. Entwurf einer Farbenlehre, EinleitungGoogle Scholar
  31. 31.
    „Maximen und Reflexionen“ H. 1077 (gegen Schadow)Google Scholar
  32. 32.
    An Knebel 21. Februar 1821Google Scholar
  33. 33.
    An Maria Paulowna 3. Januar 1817, BeilageGoogle Scholar
  34. 34.
    „Anschauende Urteilskraft“Google Scholar
  35. 35.
    Zu Eckermann 5. Juli 1827Google Scholar
  36. 36.
    „Meine Göttin“ 1780 s. GedichteGoogle Scholar
  37. 37.
    „Maximen und Reflexionen“ H. 534Google Scholar

Copyright information

© Schloß-Buchdruckerei Richard Borek KG., Braunschweig 1949

Authors and Affiliations

  • Otto Stelzer

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