Aufklärung Klassik und Romantik

  • Ewald A. Boucke

Zusammenfassung

Über die Entstehung seiner Literaturgeschichte des 18. Jahrhunderts äußert sich Hermann Hettner in einem Briefe, den er ein Jahr vor seinem Tode, am 6. Februar 1881, an Prof. Fr. Neumann in Heidelberg richtete, folgendermaßen: „In Heidelberg ist mir der Plan des Buches entstanden. Mein genauester Freund war Moleschott, jetzt Professor in Rom. Er glühte und sprühte in der Werdelust seiner Jdeen; je mehr ich diese Dinge mit ihm besprach, um so lebhafter tauchten mir die Bilder der französischen Enzyklopädisten auf. Indem ich bemüht war, mir die Enzyklopädisten klar zu geschichtlicher Anschauung zu bringen, wurde ich rückwärts zu den Engländern und vorwärts zu den Deutschen geführt. Was ursprünglich eine Abhandlung werden sollte, wurde ein sechsbändiges Buch.“ Beinahe 20 Jahre früher, als er mitten in der Arbeit stand, hatte sich Hettner gegenüber seinem Freunde Gottfried Reller in einem Briefe vom 14. März 1863 über den Plan seines Werkes in ganz ähnlicher Weise ausgesprochen: „Ich habe die Aufgabe, die alte, geächtete Aufklärungsphilosophie wieder geschichtlich zu Ehren zu bringen ...“ Gleichviel, wie sich Hettners Plan später entwickelte, so besteht kein Zweifel, daß die Probleme der Aufklärung den Ausgangspunkt seiner Arbeit bildeten.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1925

Authors and Affiliations

  • Ewald A. Boucke
    • 1
  1. 1.Universität HeidelbergDeutschland

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