Advertisement

Diskussion

  • Walter Franz Schirmer
  • Arno Esch
  • Heinrich Lausberg
  • Benno von Wiese
  • Kaiserswaldau
  • Leo Brandt
  • Josef Pieper
  • Ulrich Broich
  • Walther Heissig
  • Theodor Kraus
  • Ulrich Scheuner
Part of the Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen book series (AFLNW, volume 164)

Zusammenfassung

Darf ich aus dem so geschlossenen Vortrag eine Einzelheit herausgreifen : den „monologue intérieur“. Für diejenigen, denen das Thema weniger vertraut ist, möchte ich etwas präzisieren. Monologe hat es schon im mittelalterlichen Versroman gegeben und hat es im Drama immer gegeben. Nun ist das etwas anderes als der Monolog, den wir bei Joyce finden. Der Monolog, wie er früher gehandhabt wurde, wurde gebraucht, um die Seelenlage, um die Ideen, um einen Entschluß des Helden dem Leser oder Zuschauer klarzumachen. Dabei ist der Monolog gewissermaßen vom Autor gesiebt. Er ist auf eine Beziehung oder, um in der Sprache des 18. Jahrhunderts zu reden, auf eine „ruling passion“ hin ausgerichtet. Um es durch ein Beispiel noch klarer zu machen: im TristanRoman von Thomas ist der lange Monolog am Schluß darauf ausgerichtet: Soll ich Isolde Weißhand heiraten? Soll ich es nicht? Was spricht die Ehre? Was spricht die Liebe? Alles andere, nicht auf das Thema Bezügliche, kommt nicht zur Diskussion, während es sich bei Joyces „monologue intérieur“, wie es der Vortrag klarmachte, um ein kunterbuntes Herauf quellen von Gefühlen, Gedanken, Erinnerungen, Unterbewußtsein, Assoziation handelt.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Referenzen

  1. 39.
    Eilmann, S. 542.Google Scholar
  2. 40.
    Vgl. hierzu Stanzel, Erzählsituationen, S. 126, sowie jetzt auch Herbert Rauters UlyssesInterpretation in Der Englische Roman ed. F. K. Stanzel, 2 Bde. (Düsseldorf, 1969), II, 332 ff.Google Scholar
  3. 41.
    J. M. Morse, „Molly Bloom Revisited“, A James Joyce Miscellany, Second Series (Carbondale, Ill., 1959), S. 144.Google Scholar
  4. 42.
    Ellmann, S. 641.Google Scholar
  5. 43.
    Wohl nicht zufällig hat E. R. Curtius bei der Wiederveröffentlichung seines Joyce-Aufsatzes aus dem Jahre 1929 in den Kritischen Essays zur europäischen Literatur (21954) die ursprünglichen Schlußseiten (60–62) gestrichen, in denen der Roman als ein letztlich „unfruchtbares“ Werk bezeichnet wird, das „zur Zerstörung der Welt führt“, „Mensch und Welt verzerrt“, dessen Substanz ein „metaphysischer Nihilismus“ ist.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1970

Authors and Affiliations

  • Walter Franz Schirmer
  • Arno Esch
  • Heinrich Lausberg
  • Benno von Wiese
  • Kaiserswaldau
  • Leo Brandt
  • Josef Pieper
  • Ulrich Broich
  • Walther Heissig
  • Theodor Kraus
  • Ulrich Scheuner

There are no affiliations available

Personalised recommendations