Lihyan und Lihyanisch pp 13-16 | Cite as
Die Entdeckung von Dedān
Zusammenfassung
Dem Pilgerzuge, der im Spätherbst 1876 von Damaskus nach Mekka aufbrach, folgte ein Fremdling, Charles Montague Doughty. Er hatte Geologie studiert und gelehrt, dann war er einsam durch Südeuropa und Ägypten, auf dem Sinai und in Syrien gewandert. In Macān, der letzten Pilgerstation auf syrischem Boden, hatte er von Ruinen gehört, Medāin Sälih, welche die Karawane in sieben Tages- und Nachtmärschen erreichte. Sälih, so stand es im Koran zu lesen, war ein Prophet, der sein Volk, das in Felshöhlen wohnte, die Thamūd, vergebens zu Gott gerufen, bis es plötzlich von einem Erdbeben verschlungen wurde. — Es war nicht Wissensdrang allein, der Doughty in die Einöden Arabiens trieb. In ihm lebte ein Wunsch nach übermenschlichen Leiden, aus denen ein Werk der Sprachkunst geboren werden sollte. Beides ist ihm zuteil geworden.
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Referenzen
- 7.J. Halévy, Revue des Études juives 1884, hat zuerst versucht, die lihyanischen Inschriften nach den Kopien Doughty’s zu entziffern.Google Scholar
- 8.Ch. Huber, Inscriptions recueillies dans l’Arabie Centrale, 1878–1882, Bulletin Soc. Géogr., 7ème série, t. V, 289–303.Google Scholar