Verlauf der Hydrothermalsynthese bei Anwendung verschiedener SiO2 — Modifikationen als Ausgangsmaterial; Reaktion des in Bentoniten vorkommenden Opals bei Zusatz von Al(OH)3 unter hydrothermalen Bedingungen
Zusammenfassung
Es ist seit längerem bekannt, daß natürliche Montmorillonite bzw. Bentonite zum Teil mehr oder weniger große Mengen einer Substanz enthalten können, die ursprünglich als amorphe Kieselsäure bzw. “Opal” identifiziert wurde [29]. In einzelnen Vorkommen kann diese Substanz bis zu 50% des Gesamtmaterials ausmachen. Röntgenographisch erkennt man ihr Vorhandensein durch das Auftreten einer sehr diffusen Interferenz bei einem d-Wert von ungefähr 4.1 Å, an der Stelle also, an der die Hauptinterferenz (101) des Cristobalits liegt. Diese von FLÖRKE (s.S.11) beobachteten Fehlordnungserscheinungen an Cristobalit und Tridymit sind ihrem Typ nach eindimensionale Fehlordnungen, d.h. solche, bei denen die kristallographische Ordnung in zwei Gitterdimensionen erhalten bleibt, wohingegen in der dritten Richtung diese in sich streng geordneten Netzebenen mehr oder weniger unregelmäßig aufeinanderfolgen. Diese Deutung der opalartigen Substanz ließ nun von vorneherein erwarten, daß ihre Reaktionsfähigkeit infolge der Instabilität eines solchen Zustandes recht groß sein müsse. Es lag daher nahe, zu versuchen, dieses Material unter Zugabe äquivalenter Mengen Al (OH)3 bei hydrothermalen Bedingungen in Montmorillonit überzuführen.
Preview
Unable to display preview. Download preview PDF.