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Einige Probleme Statistischer Verfahrensweisen in der Sozialforschung

Zur neueren Diskussion in den Vereinigten Staaten
  • Erwin K. Scheuch

Zusammenfassung

Die Sozialforschung in den Vereinigten Staaten gilt zu Recht als durch eine umfangreiche Anwendung statistischer Verfahrensweisen gekennzeichnet. Diese wichtige Rolle der Statistik im Forschungsprozeß ist zwar neuer als gemeinhin in Europa angenommen wird, aber im letzten Jahrzehnt ist tatsächlich statistisches Vorgehen nicht nur normaler Bestandteil bei Planung und Auswertung von Erhebungen, sondern darüber hinaus sind eine Reihe in Europa nur Fachstatistikern bekannte Maßzahlen der mathematischen Statistik weithin üblich geworden. Eine solche Entwicklung hat selbstverständlich auch Kritiker gefunden — zumal unter älteren Soziologen, denen die teilweise recht technische Sprache vornehmlich in den Artikeln ihrer Fachzeitschriften einfach nicht mehr verständlich istl. Demgegenüber verfügen die heutigen Doktoranden in Soziologie über für europäische Verhältnisse ungewöhnliche Kenntnisse in mathematischer Statistik.

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Literatur

  1. 2.
    Die grundsätzlich kritischen neuen Bücher zweier Autoren, die in Europa gerne als Vertreter der amerikanischen Soziologie angesehen werden, sind in den USA ohne nennenswerte Resonanz geblieben, zumal ihre Kritik nicht gut informiert ist: Pitirim A. Sorokin, Fads and Foibles in Modern Sociology and Related Sciences, Henry Regnery, Chicago 1956; C. Wright Mills, The Sociological Imagination, Oxford University Press, London 1959. Beide Veröffentlichungen sind hier als ausgesprochene Ausnahmen zitiert.Google Scholar
  2. 3.
    Es soll also keineswegs eine Geschichte der Sozialforschung oder der Anwendung statistischer Verfahren in dieser beabsichtigt sein. Letzteres existiert übrigens noch nicht, und zur Geschichte der Sozialforschung liegen erst unvollkommene Versuche vor. Als leichter auch in Deutschland erhältlich sei hier auf zwei Bücher verwiesen, in denen auch verhältnismäßig ausgiebig die Rolle der Statistik aufgezeigt wird. Pauline V. Young Scientific Social Surveys and Research, Prentice Hall, Englewood Cliffs (N. J.), 3. Aufl. 1956, Kapitel I und II; Mildred Parten, Surveys, Polls and Samples, Harper, New York 1950, S. 1–47 und S. 106–109. Siehe ferner Erwin K. Scheuch, Die Anwendung von Auswahlverfahren bei Repräsentativ-Befragungen, Dissertation, Köln 1956, S. 32–73.Google Scholar
  3. 4.
    Frédèric LePlay, Les ouvriers Européens, Imprimeries Imperiales, Paris 1855; Emile Durkheim, Le suicide, Felix Alcan, Paris 1. Aufl. 1897.Google Scholar
  4. 5.
    Charles Booth, Life and Labour of the People of London, 17 Bände, Mac-Millan, London 1892–1897.Google Scholar
  5. 6.
    Der mit dem ersten Weltkrieg verbundene Umsturz der Gesellschaftsordnung bringt für die Soziologie die Aufforderung, nicht einzelne als Probleme empfundene Erscheinungen zu analysieren (wie z. B. in den USA), sondern einer Zeit-und Existenzdeutung. Dies ist übrigens keine legitime Aufgabenstellung für die Soziologie, sondern für die Sozialphilosophie. Siehe auch Erwin K. Scheuch, Methoden, in René König (Hg.): Soziologie, Fischer-Bücherei Bd. X, Frankfurt 1958, S. 186f.Google Scholar
  6. 7.
    Siehe hierzu Hanan C. Selvin, Durkheim’s Suicide and Problems of Empirical Research, American Journal of Sociology, Bd. 63 (1958), S. 607–619. Die Untersuchungen von Durkheim über den Selbstmord haben jetzt eine zwar späte, aber außerordentlich intensive Beachtung als Lehrstück in der Methodologie in den USA gefunden (das Werk wurde erst 1951 übersetzt). Hier sind besonders die Arbeiten an der Columbia University zu erwähnenGoogle Scholar
  7. 8.
    Es handelt sich um eine inzwischen völlig vergessene Untersuchung über den Zusammenhang zwischen Verstädterung und Kriminalität in Schleswig-Holstein. In der Logik des Vorgehens zeigen unseres Erachtens Durkheim und Tönnies von heute aus gesehen wichtige Gemeinsamkeiten. Es wäre eine interessante Aufgabe für eine wissensoziologische Dissertation im einzelnen die Frage zu klären, warum das Interesse und die Wichtigkeit, die Tönnies statistischem Vorgehen beimaß, vergessen wurde, während gleichzeitig sein (übrigens oft mißverstandenes) Gegensatzpaar „Gemeinschaft-Gesellschaft“ heute noch außerordentlich populär sind.Google Scholar
  8. 10.
    E. F. Lindquist, Statistical Analysis in Educational Research, Houghton Mifflin, Boston 1940.Google Scholar
  9. 11.
    Margaret J. Hagood, Statistics for Sociologists, Henry Holt, 1. Aufl. New York 1941.Google Scholar
  10. 12.
    Margaret J. Hagood und Daniel O. Price, Statistics for Sociologists, Henry Holt, 2. Aufl. New York 1952.Google Scholar
  11. 13.
    Thomas C. McCormick, Elementary Social Statistics, McGraw-Hill, New York 1941.Google Scholar
  12. 14.
    Quinn McNemar, Psychological Statistics, John Wiley, New York 1949.Google Scholar
  13. 15.
    Lillian Cohen, Statistical Methods for Social Scientists, Prentice Hall, New York 1954; T. G. Connolly und W. Sluckin, An Introduction to Statistics for the Social Sciences, Cleaver-Hume, London 1953.Google Scholar
  14. 16.
    Allen L. Edwards, Statistical Analysis for Students of Psychology and Education, Rinehart, New York; 1. Aufl. 1946; Allen L. Edwards, Statistical Methods for the Behavioral Sciences, Rinehart, New York 1955 (2. Aufl. des älteren Buches); siehe ferner Alexander M. Mood, Introduction to the Theory of Statistics, McGraw-Hill, New York 1950; John G. Peatman, Descriptive and Sampling Statistics, Harper, New York 1947; Wilfred J. Dixon und Frank J. Massey, Introduction to Statistical Analysis, McGraw-Hill, New York 1951; Palmer O. Johnson, Statistical Methods in Research, Prentice Hall, New York 1950; James G. Smith und Acheson J. Duncan, Elementary Statistics and Applications; dieselben, Sampling Statistics and Applications, McGraw-Hill, New York 1945; Albert E. IVaugh, Elements of Statistical Methods, McGraw-Hill, 2. Aufl. New York 1944.Google Scholar
  15. 17.
    Frederick E. Croxton und Dudley J. Cowden, Applied General Statistics, Isaac Pitman, London 1939. Alleine bis 1951 wurde dieses Buch 19mal nachgedruckt.Google Scholar
  16. 18.
    Morris Zelditch, A Basic Course in Sociological Statistics, Henry Holt, New York 1959.Google Scholar
  17. 19.
    Näher ausgeführt in Erwin K. Scheuch und Dietrich Rüschemeyer, Soziologie und Statistik, Kölner Zeitschrift für Soziolpsycbologie, 8. Jg. (N.F.) (1956), S. 272–291.Google Scholar
  18. 21.
    Joy P. Guilford, Psychometric Methods, McGraw-Hill, 2. Aufl. New York 1954; Quinn McNemar, op.cit.Google Scholar
  19. 22.
    Roy G. Francis, The Use of Statistics in Social Science Research, in Joseph S. Roucek (Hg.), Contemporary Sociology, Philosophical Library, New York 1958, S. 608.Google Scholar
  20. 23.
    Der Terminus ordinales Messen ist genauer erklärt in S. S. Stevens, On the Theory of Scales of Measurement, Science, Jahrgang 103 (1946), S. 677–680. Stevens unterscheidet zwischen Nominalskalen, Ordinalskalen, Intervallskalen und Relationsskalen bzw. Wertfolgen nach der Zahl der Eigenschaften einer Abfolge realer Zahlen, deren man sich bei der numerischen Erfassung von Eigenschaften einer Einheit bedient. Bei nominalem Messen werden Zahlen lediglich zur Bezeichnung nicht-kontinuierlicher Tatbestände benutzt. Ordinale Zahlenfolgen sind solche, bei denen ein numerischer Wert lediglich Aussagen über die Rangfolge von Tatbeständen ermöglicht. Beim Intervall-Messen werden neben der Festlegung von Rangfolgen noch Aussagen über die Abstände zwischen Rangpositionen von Einheiten möglich. Für Relations-Messen allein ist es erlaubt, bei einer Wertfolge alle Eigenschaften einer realen Zahlenfolge vorauszusetzen; nur solche Skalen beziehungsweise Wertfolgen besitzen einen „absoluten“ Nullpunkt, d. h. einen Nullpunkt im Sinne der üblichen Zahlentheorie. Diese Einteilung wurde kürzlich als Ordnungsgesichtspunkt eines Statistik-Textes gewählt: Virginia L. Senders, Measurement and Statistics, Oxford University Press, New York 1958. Auf der Unterscheidung von Stevens bauen übrigens eine Reihe neuerer Versuche zu einer Theorie des Messens auf.Google Scholar
  21. 25.
    Diese Erhebung unter der Leitung von Arthur L. Bowleg gilt als die erste Anwendung einer Wahrscheinlichkeits-Auswahl auf eine menschliche Bevölkerung, obgleich ungefähr zum selben Zeitpunkt — in einem Falle sogar etwa zwölf Jahre früher — entsprechende Versuche auch in skandinavischen Ländern unternommen wurden. Bowley formulierte jedoch gegen 1906 als erster eine Theorie der WahrscheinlichkeitsAuswahl für sozialwissenschaftliche Untersuchungen, und auf seinen Einfluß geht die Weiterentwicklung der Verfahren in den USA zurück.Google Scholar
  22. 26.
    Leslie Kish, Confidence Intervals for Clustered Samples, American Sociological Review, Bd. 22 (1957), S. 154–165, insbesondere S. 165.Google Scholar
  23. 27.
    Pierre Thionet, Mathematical Methods in Public Opinion Polls, International Social Science Bulletin, Nr. 6 (Dezember 1954 ).Google Scholar
  24. 28.
    So bei Philip J. McCarthy, Sample Design, in Marie Jahoda, Morton Deutsch und Stuart V. Cook, Research Methods in Social Relations, Dryden Press, New York 1951, Bd. 2, S. 643–680. Außerdem wird hier nur der Fehler von qualitativen Merkmalen behandelt.Google Scholar
  25. 32.
    Frederick F. Stephan und Philip J. McCarthy, Sampling Opinions. An Analysis of Survey Procedures, John Wiley, New York 1958.Google Scholar
  26. 33.
    Morris H. Hansen, JVi!liam N. Hurwitz und lVilliam G. Madow, Sample Survey Methods and Theory, John Wiley, New York 1953, Bd. 1, u. a. S. 205–216.Google Scholar
  27. 34.
    Ein seltenes Beispiel in der Sozialforschung, wo das Verfahren der optimalen Schichtung angezeigt war, ist die „Mitarbeiter-Befragung“ im Rahmen der Köln-Studie III der soziologischen Abteilung des Forschungsinstituts für Sozial-und Verwaltungswissenschaften. Während die Zahl der Mitarbeiter einer Kölner Tageszeitung 1500 überschritt, war ihre Bedeutung für den Inhalt der Zeitung am besten durch eine logarithmische Kurve wiederzugeben; d. h. ein kleiner Prozentsatz war für die größte Zahl von Beiträgen verantwortlich. Hier war offensichtlich eine disproportionale Schichtung angezeigt. Eine optimale Schichtung war vertretbar, weil die Häufigkeit der Mitarbeit durchgehende Variable für die Erklärung der ermittelten Häufigkeit in verschiedenen Gruppen war. Die eigentliche Erhebung wurde im Herbst 1957 durchgeführt; eine Publikation steht noch aus.Google Scholar
  28. 35.
    Diese Unterscheidung ist näher ausgeführt bei Herbert Hyman, Survey Design and Analysis, Free Press, Glencoe (Ill.) 1955, u. a. Kapitel II.Google Scholar
  29. 36.
    Als erste systematische Untersuchung der Bedingungen, unter den geringere Variationen in der Frageformulierung erhebliche Veränderungen in den Ergebnissen bewirken, wird allgemein angesehen Hadley Cantril, Gauging Public Opinion, Princeton University Press, Princeton (N. J.) 1944, Teil I; siehe ferner Stanley L. Payne, The Art of Asking Questions, Princeton University Press, Princeton (N. J.) 1951. Im ersten Schock über die Ergebnisse war man übrigens geneigt, daß Ausmaß der Manipulierbarkeit von Antworten zu überschätzen.Google Scholar
  30. 37.
    Nur durch diesen Automatismus ist der Einfluß systematischer menschlicher Einwirkungen ausschaltbar. Eine solche Systematik der Einflüsse kann durchaus in analytischen Aufgliederungen erhalten bleiben. Grundsätzlich ist es zudem systemwidrig, aus der Wahrscheinlichkeitstheorie abgeleitete Formeln auf nicht zufällig ausgewähltes Material anzuwenden. Die an sich begrüßenswerte Unterscheidung zwischen Repräsentativität und Reichweite (scope) einer Auswahl durch Zetterberg ist in seinem stark beachteten Buch mit gefährlichen Irrtümern über die Funktion des Zufalls bei Materialerhebungen verbunden. Hans L. Zetterberg, On Theory and Verification in Sociology, Almquist and Wiksell, Stockholm 1954, Kapitel VI.Google Scholar
  31. 38.
    Frank Yates, The Influence of „Statistical Methods for Research Workers“ on the Development of the Science of Statistics, Journal of the American Statistical Association, Bd. 46 (1951), S. 32.Google Scholar
  32. 39.
    Leslie Kish, Some Statistical Problems in Research Design, American Sociological Review, Bd. 24 (1959), S. 336.CrossRefGoogle Scholar
  33. 40.
    Über Funktion und Probleme bei der Planung solcher Tabellen siehe Herbert Hyman, op.cit.; Paul F. Lazarsfeld, Evidence and Inference in Social Research, Daedalus, Bd. 87 (1958), Abschnitt IV; Paul F. Lazarsfeld und Morris Rosenberg (Hg.), The Language of Social Research, Free Press, Glencoe (Ill.) 1955, Abschnitt I I.Google Scholar
  34. 41.
    Es liegen eine ganze Reihe von Beiträgen zu diesem Thema aus den letzten Jahren vor. Hier seien erwähnt: Hanan Selvin, A Critique of Tests of Significance in Survey Research, American Sociological Review, Bd. 22 (1957), S. 519–527; Diskussion über den Artikel: David Gold, „Comment“ — Hanan C. Selvin, „Rejoinder” — James Beshers, „Comment“ — Hanan C. Selvin, „Rejoinder”, alle in American Sociological Review, Bd. 23 (1958), S. 85/86 und S. 199. Robert McGinnis, Randomization and Inference in Sociological Research, American Sociological Review, Bd. 23 (1958), S. 408–414. Herman Vold, Causal Inference from Observational Data, Journal of the Royal Statistical Society (Serie A), Bd. 119 (1956), S. 28–50. Robert K. Merton, George G. Reader und Patricia L. Kendall (Hg.), The Student Physician, Harvard University Press, Cambridge (Mass.) 1957, „Methodological Appendix“. Hanan C. Selvin, Statistical Significance and Sociological Theory, Referat auf der Jahrestagung der „American Sociological Association” in Chicago (1959), vervielfältigtes Manuskript.Google Scholar
  35. 42.
    Merkmalen so zu behandeln, wie 100 Auswahlen je eines Merkmals (letzteres Annahme bei den Modellen der Wahrscheinlichkeits-Auswahl). Nähere Erklärungen einschließlich eines anschaulichen Modells siehe in Erwin K. Scheuch und Dietrich Rüschemeyer, op.cit. (1956), Fußnote 33, S. 290 /291.Google Scholar
  36. 43.
    William H. Sewell, Infant Training and the Personality of the Child, American Journal of Sociology, Bd. 53 (1952), S. 150–159.CrossRefGoogle Scholar
  37. 44.
    Siehe hierzu Hanan C. Selvin, op.cit. (1957), S. 526 und Fußnote 27.Google Scholar
  38. 46.
    Roy G. Francis, op.cit. (1958), S. 617.Google Scholar
  39. 47.
    Siehe Herbert H. Hyman, Interviewing in Social Research, University of Chicago Press, Chicago 1954, methodologische Appendices. Hier findet sich eine ausführliche Darstellung mit Formeln zur Verwandlung des systematischen Interviewer-Einflusses in einen zufällig streuenden Fehler. Dieser wichtige Beitrag ist auch wegen der impliziten Unterstellung, daß ein höherer Zufallsfehler einem geringeren systematischen Fehler vorzuziehen ist, nicht unproblematisch.Google Scholar
  40. 48.
    Wir möchten hier auf einen in Deutschland weniger bekannten Beitrag verweisen: Ernest Nagel, Principles of the Theory of Probability, in International Encyclopedia of Unified Science, Bd. I, Nr. 6, University of Chicago Press, Chicago 1939.Google Scholar
  41. 49.
    Dieser Sachverhalt und seine Folgen sind näher beschrieben in Paul F. Lazarsfeld, op.cit. (1958).Google Scholar
  42. 51.
    Robert McGinnis, op.cit., S. 412; Donald T. Campbell, Factors Relevant to the Validity of Experiments in Social Settings, Psychological Bulletin, Bd. 54 (1957), S. 297–312.Google Scholar
  43. 52.
    Solche Erwägungen führen Hanan C. Selvin, op.cit. (1957), zu einer weitgehenden Zurückweisung aller Signifikanztests in der empirischen Sozialforschung, sofern kein striktes Experiment durchgeführt wurde. Demgegenüber vertritt Leslie Kish, op.cit. u. a. S. 331, eine abgewogenere Beurteilung.Google Scholar
  44. 54.
    Hanan C. Selvin, op.cit. (1959), S. 9.Google Scholar
  45. 55.
    Hauptvertreter in Deutschland ist gegenwärtig Peter R. Hofstädter; siehe seine Untersuchungen unter Verwendung des „Verfahrens der Polaritäts-Profile“ (semantic differential).Google Scholar
  46. 56.
    Hanan C. Selvin, op.cit. (1957), S. 526.Google Scholar
  47. 57.
    Unter anderem Roy G. Francis, op.cit. (1958), S. 617/618.Google Scholar
  48. 58.
    Theodore D. Sterling, Publication Decisions and Their Possible Effects on Inferences Drawn from Tests of Significance — or Vice-Versa, Journal of the American Statistical Association, Bd. 54 (1959), S. 30–34.Google Scholar
  49. 59.
    Die Schaffung institutioneller Voraussetzungen für Wiederholungsstudien war eines der als besonders dringlich empfundenen Themen auf dem letzten Kongreß der „American Sociological Association“ in Chicago, 2. bis 5. September 1959.Google Scholar
  50. 60.
    Hanan C. Selvin, op.cit. (1959), S. 7.Google Scholar
  51. 62.
    Sowohl Hanan C. Selvin, op.cit. (1959), S. 2., wie Leslie Kish, op.cit. (1959), S. 337, sind einseitig, wenn sie demgegenüber kritisieren, daß Nullhypothesen gewöhnlich triviale Aussagen seien, deren Unrichtigkeit man kenne — wobei es wenig sinnvoll sei, komplizierte Tests zur Zurückweisung einer vom Forscher selbst für falsch gehaltenen Hypothese durchzuführen. Diese Aussagen lenken von den eigentlichen Problemen ab, die sich daraus ergeben, daß die Nullhypothese gewissermaßen nur „stellvertretend“ überprüft wird.Google Scholar
  52. 63.
    Günter Kieslich, Freizeitgestaltung in einer Industriestadt, Institut für Publizistik, Münster 1956.Google Scholar
  53. 64.
    Hanan C. Selvin, op.cit. (1958); William S. Robinson, Ecological Correlations and the Behavior of Individuals, American Sociological Review, Bd. 15 (1950), S. 351–357; Herbert Menzel, Comment on Robinson’s „Ecological Correlations and the Behavior of Individuals“, American Sociological Review, Bd. 15 (1950), S. 674; G. Udny Yule und M. G. Kendall, An Introduction to the Theory of Statistics, Hafner, New York 14. Aufl. 1950, S. 310–315; Edward L. Thorndike, On the Fallacy of Imputing the Correlations Found for Groups to the Individuals or Smaller Groups Composing them, American Journal of Psychology, Bd. 52 (1929), S. 122–124; Roy G. Francis, The Relation of Data to Theory, Rural Sociology, Bd. 22 (1957), S. 258–266.Google Scholar
  54. 65.
    Eine Analyse der verschiedenen Fehler bei Berechnungen aus Zeitreihen bzw. den Interpretationen solcher Berechnungen findet sich bei Roy G. Francis, op.cit. (1957), S. 602–604.Google Scholar
  55. 70.
    Zum gegenwärtigen Zeitpunkt liegt eine deutschsprachige Darstellung über diese Methode der Sozialforschung noch nicht vor. Sie wird aber in dem folgenden Band enthalten sein: René König und Heinz Maus (Hg.), Handbuch der empirischen Sozialforschung, Ferdinand Enke, Stuttgart 1960.Google Scholar
  56. 71.
    Clyde H. Coombs, A Theory of Psychological Scaling, Engineering Research Bulletin, Nr. 34, University of Michigan Press, Ann Arbor (Mich.) 1952. Die beste allgemeine Übersicht — allerdings mit starker Orientierung zur Psychophysik — bringt Warren S. Torgerson, Theory and Methods of Scaling, John Wiley, New York 1958; als beste Einführung in das Problemgebiet und ausgezeichnete Darstellung der herkömmlichen Skalierungsverfahren sei verwiesen auf Allen L. Edwards, Techniques of Attitude Scale Construction, Appleton-Century-Crofts, New York 1957.Google Scholar
  57. 72.
    Roy G. Francis, Measurement and Attitude Analysis, The Midwest Sociologist, Bd. 18 (1956), S. 16–27; Leon Festinger, The Treatment of Qualitative Data by Scale Analysis, Psychological Bulletin, Bd. 44 (1947), S. 149–161.Google Scholar
  58. 73.
    Für eine Darstellung dieser Theorie siehe Louis Guttman, The Principal Components of Scalable Attitudes, in Paul F. Lazarsfeld, Mathematical Thinking in the Social Sciences, Free Press, Glencoe (Ill.) 1954, S. 216–249. Kritische Stellungnahmen bringen Bert F. Green, Attitude Measurement, in Gardner Lindzey (Hg.), Handbook of Social Psychology, Addison-Wesley, Reading (Mass.) 1954, Bd. I, Kapitel 9, speziell S. 358 und Warren S. Torgerson, op.cit., S. 345.Google Scholar
  59. 76.
    S. S. Stevens, op.cit., und IVarren S. Torgerson, op.cit., Kapitel 1–3 und Virginia L. Senders gehen auf dieses Thema näher ein. Siehe auch Fußnote 23 dieses Aufsatzes für eine Erklärung der Termini.Google Scholar
  60. 77.
    Gerade die modernen Skalierungstheorien, wie z. B. die von Paul F. Lazarsfeld, Clyde H. Coombs, Charles Osgood, JVarren S. Torgerson nahmen ihren Ausgang von Theorien des Messens oder sind zumindest mit diesen rückverbunden. Gelegentlich geht die Theorie des Messens der Entwicklung eines Skalierungsverfahrens voraus. Es sei hier noch erwähnt, daß in der modernen Skalierung die Ausbildung von Modellen so sehr im Vordergrund des Interesses steht, daß man keinen rechten Nachdruck auf die Entwicklung praktischer Vorgehensregeln zur Ausführung des Modells legt.Google Scholar
  61. 78.
    Paul F. Lazarsfeld in Samuel A. Stouffer (Hg.), Measurement and Prediction, Princeton University Press, Princeton (N. J.), 1950, Kapitel 10 und 11. Sehr anschaulich ist die Darstellung in Paul F. Lazarsfeld, A Conceptual Introduction to Latent Structure Analysis, in Paul F. Lazarsfeld (Hg.), op.cit. (1954), S. 349–387.Google Scholar
  62. 79.
    Herbert A. Simon, Models of Man, John Wiley, New York 1956; Robert A. Bush und Frederick Monteller, Stochastic Models of Learning, John Wiley, New York 1955; Oskar Morgenstern und John von Neumann, Theory of Games and Economic Behavior, Princeton University Press, Princeton (N. J.), 2. Aufl. 1944; Nicolas Rashevsky, Mathematical Theory of Human Relations, Principiai Press, Bloomington (Ind.) 1947; International Social Science Bulletin, Unesco, Paris Bd. 6, Nr. 4 (1954); Kenneth J. Arrow, Mathematical Models in the Social Sciences, in Daniel Lerner und Harold D. Lasswell (Hg.), The Policy Sciences, Stanford University Press, Stanford (Cal.) 1951, S. 139–150; Samuel A. Stouffer, Intervening Opportunities: A Theory Relating Mobility and Distance, American Sociological Review, Bd. 5 (1940), S. 846ff.; Roy G. Francis und Don A. Martindale, The Scientific Status of Mathematical Models and Ideal Types as Illustrated in Demographic Research, Alpha Kappa Deltan, Bd. 25 (1955), S. 16 ff.; Philip C. Sagi, Mathematical Models for the Analysis of Fertility Data, Dissertation, University of Minnesota 1956. Siehe auch die Bemerkungen in Erwin K. Scheuch und Dietrich Rüschemeyer, op.cit., S. 283–286. Nicht als mathematische Modelle in dem hier verstandenen Sinne sind dagegen solche — oft als Modelle bezeichneten und sich einer Symbolsprache bedienenden — Versuche wie die der Theorie der S-Kurve anzusehen; Stuart A. Dodd, Dimensions of Society, McMillan, New York 1941.Google Scholar
  63. 80.
    Paul F. Lazarsfeld, op.cit. (1958), S. 125.Google Scholar
  64. 81.
    Einer der wenigen bisher vorliegenden Versuche ist Herbert A. Simon, A Formal Theory of Interaction in Social Groups, American Sociological Review, Bd. 17 (1952), S. 202–211.Google Scholar
  65. 82.
    Als Beispiel siehe Paul F. Lazarsfeld, op.cit. (1958), S. 127.Google Scholar
  66. 85.
    Roy G. Francis, op.cit. (1958), S. 616f. Speziell für ordinales Messen, das unseres Erachtens in der Sozialforschung von besonderer Wichtigkeit sein sollte, ist ein Ausbau der nicht-parametrischen Statistik notwendig. Als bisher beste Übersichten möchten wir verweisen auf Sidney Siegel, Nonparametric Statistics of the Behavioral Sciences, McGraw-Hill, New York 1956; Richard Savage, Bibliography of Nonparametric Statistics and Related Topics, Journal of the American Statistical Association, Bd. 48 (1953), S. 844–906.Google Scholar
  67. 86.
    Clyde H. Coombs, Psychological Measurement and a Theory of Data, vervielfältigtes Manuskript, University of Michigan 1959.Google Scholar
  68. 87.
    Leslie Kish, op.cit. (1959), S. 332.Google Scholar
  69. 88.
    Paul F. Lazarsfeld, op.cit. (1954), S. 349–387.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag, Köln und Opladen 1960

Authors and Affiliations

  • Erwin K. Scheuch
    • 1
  1. 1.z. Z. New YorkUSA

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