„Medienwelten sind überall — oder was haben Massenmedien und (Ent-)Differenzierungsprozesse mit jugendlichen Migrantinnen und Migranten zu tun?“
Zusammenfassung
Laufend verfeinerte Kommunikationstechnologien, die weltweite Verbreitung von Massenmedien und ein wachsendes (inter-)nationales Verkehrsaufkommen, haben sie in mancher Hinsicht entstehen lassen: die Weltgesellschaft. Mit diesem Schlagwort sollen die Entwicklungen und Folgen transkultureller Kommunikation und ihre weltweite Verbreitung gefaßt werden, die, wenn sie übernommen, entlehnt oder teilweise auch erzwungen importiert werden, zu international vereinheitlichten Interaktionsmustern, Werten, Ausdrucks- und Selbstdarstellungsformen oder Bedürfnissen beitragen (vgl. Reimann 1992, 23). Eine mögliche Konsequenz, die sich im Zusammenhang einer ‘Weltgesellschaft’ entwickeln kann, ließe sich als Entdifferenzierungsphänomen (vgl. Schmidt 1994) beschreiben, das in kulturkritischer Betrachtungsweise eher durch solche Schlagworte wie Vermassung, Amerikanisierung oder auch Kommerzialisierung negativ konnotiert ist. Mit Entdifferenzierung ist gemeint, daß Massenmedien und hier insbesondere das Fernsehen zu weltweiten Standardisierungen führen, da durch die medial vermittelten Lebensmuster weltweit ähnliche Bedürfnisse, Erwartungen und Forderungen geschaffen werden. Dies geschieht bspw. beim Fernsehen über die Entwichlung visualisierter Stereotypisierungen, insbesondere über Formen nonverbaler Kommunikation.
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