Einführung

  • Stephanie Weiershäuser

Zusammenfassung

Die veränderten Arbeitsbeziehungen stellen einen der wesentlichsten Trends im Beratungsumfeld der 90er Jahre dar. Das Humankapital ist zum zentralen Erfolgsfaktor im globalen Wettbewerb geworden.1 Dem wird mit neuer ManagementOrientierung Rechnung getragen: Konzentration auf Prozesse und Mitarbeiter, Förderung von Eigeninitiative und Selbstorganisation, offene Kommunikation und mehr Eigenverantwortung der Mitarbeiter anstelle von Machtausübung. Entscheidungskompetenzen werden zunehmend delegiert und in der Hierarchie nach unten verlagert.2 Der Mitarbeiter avanciert zum Schlüsselfaktor. Daraus ergeben sich direkte Konsequenzen für die Methodik der Unternehmensberatung: Dem Mitarbeiter sollte auch innerhalb des Beratungsprozesses eine zentrale Rolle zukommen. Diese Forderung läßt sich sowohl aus der Anbieter- als auch der Nachfragerperspektive des Beratungsmarktes begründen.

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Referenzen

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    Schätzungen der Größe des Marktes für Unternehmensberatungsleistungen variieren je nach der Abgrenzung des relevanten Marktes. Für 1991 geben z.B. unterschiedliche Schätzungen für den europäischen Markt eine Größenspannbreite zwischen 6,6 und 19,3 Milliarden US$ an. Die Schätzungen für das Marktwachstum sind auch nicht einheitlicher, für die 90er Jahre werden im europäischen Markt jährliche Wachstumsraten bis zu 16 Prozent prognostiziert. Obwohl derartige Differenzen in den Schätzungen nur Tendenzaussagen zulassen, ist offensichtlich, daß der Markt ein erhebliches Volumen erreicht hat. Vgl. United Nations Survey (1994:11f)Google Scholar
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    “Allgemein versteht man unter einer sozialen Rolle ein in sich konsistentes Bündel normativer Erwartungen, die sich an die Inhaber bestimmter sozialer Positionen richten. Die Rollenerwartungen umfassen dabei die Rechte, Privilegien und Verpflichtungen des Inhabers einer sozialen Position (hier: der Mitarbeiter, A.d.Verf.) in seinem Verhältnis zu anderen Personen, die andere Positionen einnehmen (hier: z.B. Arbeitskollegen, A.d. Verf.).” Wunderer (1995:110)Google Scholar
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    Die Auswahl der Veröffentlichungen erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit: Einige Publikationen wurden nicht aufgenommen, weil sich ihre Definitionen jeweils zu stark am spezifischen Analysefokus orientieren, so z.B. Eschbachs (1984) stark soziologisch ausgeprägtes Beratungsverständnis oder Allansons (1985) Definition interner Beratung. Auf die Beratungsdefinitionen der Unternehmensberaterverbände (z.B. ACME, BDU) wurde ebenfalls verzichtet, da diese immer auf eine Aufzählung der Tätigkeitsbereiche eines Beraters hinauslaufen. Das Begriffsverständnis der anglo-amerikanischen Literatur setzt sich vorwiegend mit Teilaspekten der Unternehmensberatung auseinander und eignet sich somit ebenfalls nur bedingt zur begrifflichen Klärung. Vgl. z.B. Kubr (1986), Greiner/ Metzger (1983), Lippitt/ Lippitt (1977), Schein (1969).Google Scholar
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    Interessanterweise arbeitet nur Bartling (1985:120 den Leistungs-Gegenleistungsaspekt in seiner Definition heraus. Die Mehrzahl der Begriffsbestimmungen enthält den Entgeltaspekt überhaupt nicht. Dies ist ein weiteres Indiz für die mangelnde Effizienzausrichtung der beratungstheoretischen Literatur.Google Scholar
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    Elfgen/ Klaile (1987:22f) verstehen Externität und Unabhängigkeit als Abgrenzungskriterium der Unternehmensberatung gegenüber der Beratung durch unternehmensinterne Stellen oder Unternehmen, die Beratung als Nebenleistung anbieten. So auch Strasser (1993), Maurer (1992) und Stutz (1988).Google Scholar
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    Vgl. Douma/ Schreuder (1992:91)Google Scholar
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    Vgl. Barnea/ Haugen/ Senbeth (1985)Google Scholar
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Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1996

Authors and Affiliations

  • Stephanie Weiershäuser

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