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Valgus impaktierte dislozierte proximale 4-Fragment-Humeruskopffraktur links

  • Fabrizio MoroEmail author
  • Rainer-Peter Meyer
  • Andreas Lütscher
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Zusammenfassung

In Anbetracht des Alters der Patientin und zudem im Computertomogramm fehlender genügender Länge der „metaphyseal head extension“ mit zusätzlich noch kompromittierter Integrität des medialen Hinge hätte man eine primäre inverse Schulter-Totalprothese diskutieren können. Operativ wurde von uns in Prothesenbereitschaft eingestiegen. Dennoch haben wir uns für die osteosynthetische Rekonstruktion entschieden mit Allograft-Aufbau in Inlay-Technik und Doppelplattenosteosynthese. Der Verlauf hat uns initial Recht gegeben. Erst 3½ Jahre nach der Primärversorgung wird die Patientin wegen einer sekundären Humeruskopfnekrose symptomatisch, welche wir unter anderem auch im MARS-MRI nachgewiesen haben. In Kenntnis des erhöhten Risikos einer Humeruskopfnekrose, welche durch die Hertel-Kriterien (Hertel et al JSES 13: Seite 427–433, 2004) in der Computertomographie erfasst wurden, hätten viele von einer osteosynthetischen Versorgung abgesehen. Wir glauben, dass diese Kriterien keine Kontraindikation für eine primäre Osteosynthese darstellen – einerseits bestimmt durch den Tatbestand, dass die Humeruskopfnekrosen häufig asymptomatisch verlaufen und andererseits – wenn eine weitgehende anatomische Reposition gelingt – diese entscheidend ist für das Outcome und nicht die Humeruskopfnekrose. Schon früher hat Ch. Gerber darauf hingewiesen, dass vor allem die posttraumatische Deformität des Humeruskopfes für die Beschwerden der Patienten verantwortlich ist (JSES, Seite 586–590, 1998).

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2020

Authors and Affiliations

  • Fabrizio Moro
    • 1
    Email author
  • Rainer-Peter Meyer
    • 1
  • Andreas Lütscher
    • 1
  1. 1.Schulthess KlinikZürichSchweiz

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