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Proximale 4-Fragment-Humeruskopffraktur rechts mit ad latus- und Retroversions-Fehlstellung

  • Fabrizio MoroEmail author
  • Rainer-Peter Meyer
  • Andreas Lütscher
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Zusammenfassung

Viele Klassifikationssysteme werden in der Literatur aufgeführt und keines hat sich bis heute durchgesetzt, insbesondere wenn es darum geht zu entscheiden, ob eine operative oder konservative Therapie notwendig ist. Man hat sich bis heute immer wieder auf rein deskriptive Beschreibungen beschränkt. Bezüglich der Prognose, das heisst des zu erwartenden Outcomes, des Risikos einer Humeruskopfnekrose und der Toleranz der Deformität herrscht bis heute noch Uneinigkeit. Dieser Fall soll exemplarisch dafür stehen. Strenge Kriterien für eine Osteosynthese hätten bei weitem nicht alle Kollegen gesehen. Allein der Tatbestand, dass der Humeruskopf metaphysär im Schaft impaktiert ist, hätte für eine stabile Situation gesprochen. Wir aber haben die ad latus-Verschiebung um einen Viertel der Schaftbreite und die vermehrte Retroversion so nicht toleriert und uns deshalb für die Osteosynthese entschieden. Durch die Intervention wurde beides korrigiert, wie aus den Abbildungen ersichtlich ist. Ob dies allein entscheidend war für das gute funktionelle Resultat, können wir letztendlich nicht beweisen. Die Frage, wieviel Fehlstellung tolerierbar ist, bleibt offen. Einer möglichen Kritik bei dieser operativen Indikation müssen wir uns stellen.

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2020

Authors and Affiliations

  • Fabrizio Moro
    • 1
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  • Rainer-Peter Meyer
    • 1
  • Andreas Lütscher
    • 1
  1. 1.Schulthess KlinikZürichSchweiz

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