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Medizin und Standard – Divergenzen zwischen Haftungs- und Sozialrecht

  • Christian KatzenmeierEmail author
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Part of the Schriften zu Gesundheit und Gesellschaft - Studies on Health and Society book series (SGGE, volume 3)

Zusammenfassung

Zivilrechtlich schuldet der Arzt dem Patienten eine Behandlung entsprechend den fachlichen Standards. So ist es seit Inkrafttreten des Patientenrechtegesetzes (PatRG) im Jahre 2013 in § 630a Abs. 2 BGB ausdrücklich bestimmt. Dabei repräsentiert der Standard in der Medizin „den jeweiligen Stand naturwissenschaftlicher Erkenntnisse und ärztlicher Erfahrung, der zur Erreichung des ärztlichen Behandlungszieles erforderlich ist und sich in der Erprobung bewährt hat“. Wirtschaftliche Gesichtspunkte spielten bei der Konkretisierung des ärztlichen Heilauftrags lange Zeit keine Rolle. Vor dem Hintergrund des Kostenanstiegs im Gesundheitswesen bei immer knapper werdenden finanziellen Ressourcen gewinnt jedoch die Frage zunehmend an Bedeutung, ob Krankenhausträger und Ärzte die hohen Standards medizinischer Versorgung wie gewohnt zu halten vermögen oder ob Maßnahmen der Kostendämpfung zu Begrenzungen des ärztlichen Heilauftrags führen (müssen) – auch mit haftungsrechtlichen Konsequenzen.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2020

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für Medizinrecht der Universität zu KölnKölnDeutschland

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