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Zementfreie Hüftendoprothese: Minimalinvasiver direkter vorderer Zugang

  • Maximilian Rudert
Chapter
Part of the Operationstechniken Orthopädie Unfallchirurgie book series (OOU)

Zusammenfassung

Die Operation einer Hüftendoprothese durch den direkten vorderen Zugang (Smith-Peterson Intervall 1917 wurde ursprünglich von Carl Hueter 1881 beschrieben) hat eine flache Lernkurve und sollte nur bei genauer Vorstellung über die anatomischen Besonderheiten versucht werden. Der Hautschnitt erfolgt über dem M. tensor fasciae latae. Die Faszie wird inzidiert und stumpf um den Muskelbauch nach ventral palpiert, bis auf die Circumflexgefäße gestoßen wird. Nach deren Koagulation und Eröffnung der tiefen Faszie liegt die ventrale Gelenkkapsel frei vor dem Operateur. Sie wird exzidiert und der Schenkelhals in situ osteotomiert. Die Pfanne kann in üblicher Weise bearbeitet werden. Der für den Ungeübten schwierigere Teil ist die Mobilisation des Femur. Sie wird durch eine kraniale Kapselinzision ermöglicht und führt zu einer Ventralisierung der Osteotomie, die dann fast an der Oberfläche des Hautschnittes zu liegen kommen kann. Die Schaftpräparation erfolgt ebenfalls in üblicher Weise. Der Wundverschluss besteht lediglich aus der Adaptation der Tensorfaszie und der subkutanten Zwischenfaszie sowie Subkutan- und Hautnaht.

Supplementary material

Video 1.1

Operationsvorbereitung (MP4 144620 kb)

Video 1.5

Hautschnitt (MP4 334156 kb)

Video 1.10

Circumflexe Gefäße und Kapsulektomie (MP4 215912 kb)

Video 1.13

Schenkelhalsosteotomie (M4V 4837 kb)

Video 1.17

Schenkelhalsosteotomie und Hüftkopfextraktion (MP4 136211 kb)

Video 1.19

Pfannenimplantation (MP4 97022 kb)

Video 1.24

Schaftmobilisation und Femurkomponentenimplantation (MP4 550820 kb)

Video 1.25

Röntgenkontrolle und Hautnaht (MP4 394890 kb)

Video 1.27

Zementfreie Hüftendoprothese: Minimalinvasiver direkter vorderer Zugang (gesamte OP) (MP4 1840747 kb)

Literatur

  1. Rudert M, Horas K, Hoberg M, Steinert A, Holzapfel DE, Hubner S, Holzapfel BM (2016) The Wuerzburg procedure: the tensor fasciae latae perforator is a reliable anatomical landmark to clearly identify the Hueter interval when using the minimally-invasive direct anterior approach to the hip joint. BMC Musculoskelet Disord 17:57CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2019

Authors and Affiliations

  • Maximilian Rudert
    • 1
  1. 1.Orthopädische Klinik Universität WürzburgKönig-Ludwig-HausWürzburgDeutschland

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