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Europäische Ladungsnetze

  • Wolf-Rüdiger Bretzke
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Zusammenfassung

Zu den Vorurteilen, von denen wir uns vermutlich verabschieden müssen, zählt die Annahme, dass es im Teilladungs- und Ladungssegment kaum Ansatzpunkte für Netzbildungen und darauf aufbauende Effizienzsteigerungspotenziale gibt. Ein Blick in die Vereinigten Staaten lehrt, wie Klaus schon mehrfach betont hat, etwas anderes (vgl. Müller und Klaus 2009). Dort gibt es prosperierende Großunternehmen wie J. B. Hunt und Schneider National, die landesweit große Flotten betreiben. Dabei zeigen sie durch Begegnungs- und Stafettenverkehre, Hub-Konzepte für Umsattelverkehre bzw. den Tausch von Teilladungen sowie Rundlaufkonzepte, wie mit einer großen Zahl von Operationsbasen, einer IT-gestützten Zentraldisposition sowie moderner Ortungs- und Kommunikationstechnik (Integration von Navigation und Tourenplanung) Netzwerkeffekte erzielt werden können. Ein wesentlicher Ansatzpunkt dafür ist die Reduzierung von Leerfahrten zwischen der letzten Entladestelle und dem Ort der Aufnahme der nächsten Ladung, die bei dem in Europa noch typischen, depotgebundenen Fahrzeugeinsatz eine Rückladung sein müsste. In diesen Netzen ist die Akquisition von Rückladungen aus zwei Gründen unproblematischer (sprich: es fallen weniger Leerkilometer an).

Literatur

  1. Müller S, Klaus P (2009) Die Zukunft des Ladungsverkehrs in Europa. Ein Markt an der Schwelle zur Industrialisierung? HamburgGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2020

Authors and Affiliations

  • Wolf-Rüdiger Bretzke
    • 1
  1. 1.MünchenDeutschland

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